[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Kontrolle der Teilfachbildung
an einer Schärmaschine gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1 bzw. von Anspruch 3.
Die Fadenteilung an einer Schärmaschine dient bekanntlich dazu, Fadenkreuze zu bilden,
welche später das Weiterverarbeiten der einzelnen Kettfäden erleichtern. Auch für
das Schlichten der Kettfäden müssen Teilelemente eingeführt werden, damit die Kettfäden
nach dem Verlassen des Schlichtebades sicher aufgetrennt werden können.
[0002] Vorrichtungen zur halbautomatischen oder automatischen Fachbildung sind in der Webereivorbereitung
bereits seit langem bekannt und gebräuchlich. Eine wesentliche Voraussetzung für eine
korrekte Fadenteilung besteht darin, dass die Fadenteilverbände richtig abgetrennt
werden und dass nicht ein Faden oder mehrere Fäden durch das Teilelement dem falschen
Fadenteilverband zugeordnet werden. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn einzelne
Fäden beim Aufspannen des Fachs aneinanderkleben und auf diese Weise entgegen der
normalen Betriebsfadenspannung auf die falsche Seite des Fachs mitgerissen werden.
[0003] Beim manuellen Einlegen der Teilelemente in das Fach werden derartige Fehlzuordnungen
der Fäden in der Regel erkannt und sie können rasch behoben werden. Problematisch
sind derartige Fehler jedoch bei automatischen Fadenteilvorrichtungen, wie sie beispielsweise
durch die EP-A-368 801 bekanntgeworden sind. Dabei werden die Teilelemente von der
Seite her mit einem Elementzubringer automatisch in das Fach eingeführt, sobald dieses
fertig aufgespannt ist. Nicht korrekt aufgespannte Fäden im Vorschubbereich können
dabei reissen oder sie sind nach dem Anbringen des Teilelements dem falschen Fadenverband
zugeordnet, was nachträglich zu Fehlern in der Webkette führen kann.
[0004] Gemäss der DE-A-44 43 627 wird ein manipulatorgeführter Fadentrennstab in das Fadenfach
gesteckt, um zu verhindern, dass durchhängende oder klammernde Fäden den automatischen
Teilschnureinzug behindern können. Auch die Teilschnur selbst wird jedoch mit einem
Schnurzugtab eingeführt.
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung ein Verfahren der eingangs genannten Art
zu schaffen, mit dessen Hilfe die korrekte Teilfachbildung kontrolliert werden kann,
um fehlerhafte Fadenteilungen insbesondere an automatischen Teilvorrichtungen zu verhindern.
Beim Feststellen eines Fehlers soll der Arbeitsprozess automatisch unterbrochen werden,
damit der Fehler durch eine Bedienungsperson behoben werden kann und um ein Reissen
einzelner Fäden zu verhindern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einem Verfahren
gelöst, dass die Merkmale im Anspruch 1 aufweist. In vorrichtungsmässiger Hinsicht
wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 3 gelöst.
[0006] Sensoren in der Form von Fadenwächtern werden bekanntlich in erster Linie am Gatter
einer Schäranlage eingesetzt. Dabei handelt es sich jedoch immer um stationäre Sensoren.
Das Einführen eines mobilen Sensors in das aufgespannte Fach ermöglicht nun auf besonders
einfache Weise, fehlerhaft aufgespannte Fäden zu ermitteln und mit Hilfe des dabei
erzeugten Steuersignals die entsprechenden Vorgänge auszulösen. Dabei ist es nicht
mehr erforderlich, dass eine Bedienungsperson das automatische Einbringen der Teilelemente
überwacht, was aufgrund der hohen Taktgeschwindigkeit und der teilweise grossen Anzahl
von Fäden ohnehin einen hohen Grad an Aufmerksamkeit erfordert.
[0007] Der Fadensensor wird vorzugsweise zusammen mit einem motorisch angetriebenen Elementzubringer
in das Fach eingeführt, dessen Antrieb durch das Steuersignal abschaltbar und/oder
reversierbar ist. Auf diese Weise ist für den Sensor kein separates Getriebe und keine
separate Antriebsvorrichtung erforderlich. Durch das Abschalten und/oder reversieren
des Antriebs für den Elementzubringer wird verhindert, dass falsch aufgespannte Fäden
durch einen weiteren Vorschub reissen können.
[0008] Der Fadensensor ist vorteilhaft ein taktiler Sensor, der auf Berührung mit einem
Faden reagiert, wobei eine vorbestimmbare Fadenspannung und damit ein vorbestimmbarer
Ansprechwiderstand eingestellt werden kann. Der taktile Sensor hat den Vorteil, dass
er wenig anfällig ist auf umgebungsbedingte Störgrössen und dass sich auch feine Fäden
problemlos feststellen lassen. Selbstverständlich wäre aber auch ein berührungsloser
Sensor denkbar, der mit optischen, elektromagnetischen oder mit anderen physikalischen
Effekten arbeitet.
[0009] Eine besonders sichere Arbeitsweise des Fadensensors kann erreicht werden, wenn dieser
eine Fanggabel aufweist, deren Gabelschenkel einen bestimmten Fangbereich im Fach
definieren. Die Fanggabel bewirkt eine eindeutige Positionierung eines Fehlerfadens
am Sensor und gleichzeitig kann mit den Gabelschenkeln ein Fangbereich definiert werden,
der wesentlich breiter ist, als die eigentliche Aktionsfläche des Sensors. Die Fanggabel
kann dabei schaufelartig ausgebildet sein und sie kann Gabelschenkel aufweisen, die
als Flügel ausgebildet sind, welche sich von einer Basisfläche aus erstrecken, deren
Breite kleiner ist als die Breite der Gabelöffnung. Die V-förmige oder U-förmige Anordnung
der Gabelschenkel bewirkt ausserdem beim Zurückziehen des Elementzubringers ein sicheres
Abweisen der Fadenteilverbände nach dem Einbringen des Teilelements.
[0010] Die Fanggabel ist vorzugsweise unter Federvorspannung an einem Halter beweglich gelagert,
wobei am Halter ein Schaltelement angeordnet ist, das durch die Fanggabel beim Erfassen
eines Fadens im Fangbereich durch Relativbewegung zum Halter betätigbar ist. Über
die Federvorspannung lässt sich die Empfindlichkeit des Sensors einstellen, wobei
das Schaltelement erst anspricht, wenn eine bestimmte Relativbewegung zurückgelegt
wurde.
[0011] Beim Schaltelement handelt es sich vorteilhaft um einen Näherungsschalter, da dieser
in der staubbeladenen Umgebung einer Schärmaschine wenig anfällig auf Verschmutzung
ist. Das Schaltelement könnte aber auch ein Mikroschalter, ein optisches- oder piezoelektrisches
Schaltelement oder dergleichen sein.
[0012] Die Fanggabel ist vorteilhaft um eine etwa vertikale Achse schwenkbar am Halter gelagert
und durch eine am Halter abgestützte Feder, z.B. eine Druckfeder vorgespannt. Um die
vertikale Achse lässt sich je nach Ausbildung der Fanggabel eine Hebelwirkung erzeugen
und es besteht im Gegensatz zu einer linearen Führung der Fanggabel nicht die Gefahr
eines Verkantens oder Verklemmens.
[0013] Um zu vermeiden, dass die Fanggabel den Federwiderstand bereits infolge ihrer Massenträgheit
bei der Vorschubbeschleunigung des Halters überwindet, ist sie vorteilhaft mit einer
Ausgleichsmasse versehen. Diese muss derart angeordnet sein, dass eine Vorschubbeschleunigung
des Halters kein die Federvorspannung überwindendes Drehmoment an der Fanggabel erzeugt,
dass also bezogen auf eine durch die vertikale Schwenkachse in Vorschubrichtung verlaufende
Ebene Massengleichgewicht herrscht. Erst zusätzliche Krafteinflüsse beim Berühren
eines Fehlerfadens bewirken ein Drehmoment an der Fanggabel und damit ein Ansprechen
des Schaltelements.
[0014] Die Betriebssicherheit kann zudem dadurch erhöht werden, dass auf einer etwa horizontalen
Ebene zwei Sensoren im Abstand zueinander angeordnet sind. Da die einzelnen Fäden
eines Fadenteilverbandes nicht parallel zueinander verlaufen, sondern gegen das Gatter
hin divergieren, müssen auch Fehlerfäden ermittelt werden können, die in jeder möglichen
Schräglage angeordnet sind. Bei der Anordnung von zwei Sensoren wird wenigstens einer
der beiden Sensoren je nach Schräglage des Fehlerfadens immer ansprechen. Die Sensoren
mit Fanggabeln sind dabei vorteilhaft so am Halter gelagert, dass sie gegensinnig
gegen die Vorspannung ihrer jeweiligen Feder schwenkbar sind.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend genauer beschrieben und in
den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- die Seitenansicht einer Schärmaschine in stark schematisierter Darstellung,
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung eines Teilelements an einem Fadenteilverband,
- Figur 3
- eine erfindungsgemässe Vorrichtung beim Einführen in ein aufgespanntes Fach,
- Figur 4
- eine Seitenansicht auf die Vorrichtung gemäss Figur 3 in Fadenlaufrichtung gesehen,
- Figur 5
- eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäss Figur 3, und
- Figur 6
- eine Draufsicht auf eine einzelne Fanggabel.
[0016] Figur 1 zeigt eine an sich bereits bekannte Schärmaschine 1, wie sie beispielsweise
in der eingangs erwähnten EP-A-368801 beschrieben ist. Dargestellt ist der Betriebszustand
der Maschine beim Einbringen eines Fadenkreuzelements. Dabei ist ein von einem nicht
dargestellten Gatter abgezogener Fadenverband 10 durch einen Stabrost 2 geführt. Mittels
zusammengeschobener Streichstäbe 3 ist der Fadenverband hinter dem Stabrost 2 auf
eine Ebene zusammengeführt. Die beiden Geleseblätter 4, 4' sind gegeneinander verschoben
und öffnen damit ein Teilfach 15, das begrenzt wird durch einen oberen Fadenteilverband
11 und einen unteren Fadenteilverband 12. Diese Fadenteilverbände durchlaufen das
Schärblatt 5, das zum Einführen eines Teilelements mit Hilfe der seitlich angeordneten
Teilvorrichtung 7 zurückgeschoben worden ist.
[0017] Das Schärblatt 5 ist auf bekannte Weise auf einem Schärschlitten 8 angeordnet, der
parallel und radial zu einer Schärtrommel 6 verschiebbar ist und der eine Umlenkwalze
9 trägt. Der Schärschlitten trägt auch die Teilvorrichtung 7, die auf diese Weise
stets im gleichen seitlichen Relativabstand zu den Fadenteilverbänden angeordnet ist.
An der Teilvorrichtung kann je ein oberer und ein unterer Elementzubringer 13, 14
ausgefahren werden. Der untere Elementzubringer 13 dringt dabei stets in das geöffnete
Fach 15 ein. Der obere Elementzubringer kann auf den unteren Elementzubringer abgesenkt
werden.
[0018] Mit Hilfe der Elementzubringer 13, 14 werden seitlich zwei Folienbänder unter bzw.
über den oberen Fadenteilverband 11 geführt, wie dies aus Figur 2 ersichtlich ist.
Die beiden Folienbänder werden je mit einer seitlichen Schweissnaht 17, 17' miteinander
verbunden und bilden insgesamt das Teilelement 16. Selbstverständlich könnten auch
andere Teilelemente eingeführt werden. Bei der Schlichteteilung wird grundsätzlich
gleich vorgegangen, wobei lediglich mit Hilfe des Stabrosts 2 alternative Fadenteilverbände
gebildet werden. Diese Verfahren sind dem Fachmann jedoch grundsätzlich bekannt und
werden daher hier nicht näher erläutert.
[0019] Figur 3 zeigt andeutungsweise den oben beschriebenen unteren Elementzubringer 13,
der in Pfeilrichtung a in das geöffnete Fach 15 eingeführt wird. Der obere Fadenteilverband
11 und der untere Fadenteilverband 12 sind wiederum angedeutet. Ebenfalls dargestellt
ist ein Fehlerfaden 34, der beispielsweise dem oberen Fadenteilverband 11 zugeordnet
wäre, der jedoch aufgrund einer Betriebsstörung quer durch das geöffnete Fach 15 verläuft.
[0020] Am Kopf des Elementzubringers 13 ist die erfindungsgemässe Vorrichtung angeordnet.
Diese besteht aus einem Halter 25, an dessen Stirnseite im Abstand zueinander zwei
Fadensensoren 18, 18' angeordnet sind. Die Fadensensoren bzw. die ihnen zugeordneten
Fanggabeln 19 (Figur 4) definieren einen Fangbereich 20, der mit strichpunktierten
Linien angedeutet ist. Der diesen Fangbereich kreuzende Fehlerfaden 34 wird somit
vom Sensor 18' erfasst, der auf nachstehend noch beschriebene Art und Weise ein Steuersignal
erzeugt. Dieses Steuersignal bewirkt ein sofortiges Abschalten des Vorschubs und es
löst ein Alarmsignal aus, mit dem eine Bedienungsperson herbeigerufen werden kann.
Nach dem Beheben des Fehlers kann der Automatikbetrieb normal fortgesetzt werden.
[0021] Einzelheiten der erfindungsgemässen Vorrichtung sind im weiteren aus den Figuren
4 bis 6 ersichtlich. Der Halter 25 ist als etwa quaderförmiger Körper ausgebildet,
der mit Hilfe von zwei Befestigungsschrauben 26, 26' mit dem Elementzubringer 13 verschraubt
ist. Die beiden als Fanggabeln 19, 19' ausgebildeten Sensoren sind um je eine vertikale
Schwenkachse 28, 28' in Pfeilrichtung b schwenkbar am Halter 25 gelagert. Jede Fanggabel
19 hat zwei Gabelschenkel 21, 21', die von einer Basisfläche 22 ausgehend sich nach
aussen öffnen. Die Gabelschenkel bilden dabei angeschrägte Flügel, wie insbesondere
aus Figur 6 ersichtlich ist. In der Draufsicht ist die Fanggabel wie eine Schaufel
oder eine Pflugschar ausgebildet. An der Basisfläche 22 sind Schraubenlöcher 24 für
die Befestigung an einem Lagerelement 27 angeordnet. In der Basisfläche 22 ist auch
eine grössere Öffnung 23 angeordnet, durch welche die Schrauben 26, 26' angezogen
bzw. gelöst werden können.
[0022] Die beiden Fanggabeln sind gegensinnig schwenkbar gelagert und durch je eine im Abstand
zur Schwenkachse angeordnete Druckfeder 30 vorgespannt. Die vorgespannte Position
ist durch eine unterbrochene Linie angedeutet. Jede Druckfeder ist in einer Bohrung
im Halter 25 gelagert bzw. abgestützt.
[0023] Auf jeder Aussenseite des Halters 25 ist je ein Näherungsschalter 29 derart befestigt,
dass er im Wirkbereich des äusseren Endes 31 einer Fanggabel liegt. Jeder Näherungsschalter
erzeugt ein Steuersignal, sobald eine Fanggabel 19 durch Anschlagen an einem Fehlerfaden
geschwenkt wird und sich das äussere Ende 31 dem Näherungsschalter annähert.
[0024] Jede Fanggabel 19 ist mit einem Lagerelement 27 verbunden, das in einem stirnseitig
offenen Hohlraum 33 im Halter 25 gelagert ist. Das Lagerelement 27 dient aber auch
noch zum Massenausgleich, indem es eine Ausgleichsmasse 32 bildet, welche die in Pfeilrichtung
b wirkende Massenträgheit kompensiert. Bei der in Pfeilrichtung a wirkenden Beschleunigung
der beiden Sensoren verhalten sich diese somit unter der Einwirkung der Massenträgheit
neutral und es entsteht kein Drehmoment in Pfeilrichtung b. Ohne diesen Massenausgleich
würden die Sensoren allein infolge der Beschleunigungskräfte ansprechen.
[0025] Selbstverständlich wären je nach den zu verarbeitenden Fäden bzw. je nach den spezifischen
Betriebsbedingungen alternative Anordnungen der Sensoren denkbar. In bestimmten Fällen
könnten beispielsweise auch Sensoren auf verschiedenen horizontalen Ebenen angeordnet
sein.
1. Verfahren zur Kontrolle der Teilfachbildung an einer Schärmaschine (1), wobei zum
Einbringen eines Teilelements (16) zur Abgrenzung von Fadenteilverbänden (11, 12)
ein Fadenverband (10) zu einem Fach (15) aufgespannt wird, dadurch gekennzeichnet,
dass vor dem Einbringen des Teilelements (16) wenigstens ein Fadensensor (18, 18')
quer zur Laufrichtung des Fadenverbandes in das aufgespannte Fach (15) eingeführt
wird, der beim Ermitteln eines Fadens (34) in seinem Vorschubbereich (20) ein Steuersignal
erzeugt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadensensor (18, 18')
zusammen mit einem motorisch angetriebenen Elementzubringer (13) in das Fach (15)
eingeführt wird, dessen Antrieb durch das Steuersignal abschaltbar und/oder reversierbar
ist.
3. Vorrichtung zur Kontrolle der Teilfachbildung an einer Schärmaschine (1), wobei zum
Einbringen eines Teilelements (16) zur Abgrenzung von Fadenteilverbänden (11, 12)
ein Fadenverband (10) zu einem Fach (15) aufspannbar ist, gekennzeichnet durch wenigstens
einen quer zur Laufrichtung des Fadenverbandes in das aufgespannte Fach (15) einführbaren
Fadensensor (18, 18'), mit dem beim Ermitteln eines Fadens (34) in seinem Vorschubbereich
(20) ein Steuersignal erzeugbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadensensor (18, 18')
in Vorschubrichtung gesehen am Kopf eines motorisch angetriebenen Elementzubringers
(13) angeordnet ist, dessen Antrieb durch das Steuersignal abschaltbar und/oder reversierbar
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadensensor (18,
18') ein taktiler Sensor ist, der auf eine vorbestimmbare Fadenspannung einstellbar
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadensensor (18, 18')
eine Fanggabel (19) aufweist, deren Gabelschenkel (21, 21') einen bestimmten Fangbereich
(20) im Fach (15) definieren.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fanggabel (19) schaufelartig
ausgebildet ist und dass die Gabelschenkel (21, 21') Flügel sind die sich von einer
Basisfläche (22) aus erstrecken, deren Breite kleiner ist, als die Breite der Gabelöffnung.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fanggabel (19)
unter Federvorspannung an einem Halter (25) beweglich gelagert ist und dass am Halter
ein Schaltelement (29) angeordnet ist, das durch die Fanggabel beim Erfassen eines
Fadens (34) im Fangbereich (20) durch Relativbewegung zum Halter betätigbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement (29) ein
Näherungsschalter ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fanggabel (19)
um eine etwa vertikale Achse (28) schwenkbar am Halter (25) gelagert ist und durch
eine am Halter abgestützte Feder (30) vorgespannt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fanggabel (19) mit
einer Ausgleichsmasse (32) versehen ist, welche bezogen auf die vertikale Schwenkachse
(28) derart angeordnet ist, dass eine Vorschubbeschleunigung des Halters (25) kein
die Federvorspannung überwindendes Drehmoment an der Fanggabel erzeugt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer
etwa horizontalen Ebene zwei Sensoren (18, 18') im Abstand zueinander angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11 und nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
dass zwei Fanggabeln (19, 19') am Halter (25) gelagert sind, welche gegensinnig gegen
die Vorspannung ihrer jeweiligen Feder schwenkbar sind.