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EP 0 866 191 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.11.2003 Patentblatt 2003/46 |
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Anmeldetag: 12.03.1998 |
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Schalungselement
Formwork element
Elément de coffrage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR LI NL |
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Priorität: |
18.03.1997 DE 19711211
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.09.1998 Patentblatt 1998/39 |
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Patentinhaber: Brameshuber, Wolfgang Prof. Dr.-Ing. |
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52159 Roetgen-Rott (DE) |
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Erfinder: |
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- Brameshuber, Wolfgang Prof. Dr.-Ing.
52159 Roetgen-Rott (DE)
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Vertreter: Maisch, Thomas, Dr. rer. nat. |
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Ullrich & Naumann,
Patent- und Rechtsanwälte,
Luisenstrasse 14 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 067 237 EP-A- 0 223 291 WO-A-97/01686 DE-A- 19 525 508 DE-U- 7 714 361
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EP-A- 0 135 374 EP-A- 0 637 658 DE-A- 2 658 622 DE-U- 1 852 949 US-A- 4 021 258
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schalungselement mit einem gewinkelten Profil, bestehend
aus einer hydraulisch abgebundenen Matrix, in der textile Fasern eingebettet sind.
[0002] In der DE 44 22 448 A1 wird ein Schalungselement beschrieben, das aus Kurzfaserbeton
hergestellt ist, einem Verbundwerkstoff, nämlich Feinbeton mit einer Faserverstärkung.
Die bekannten Schalungselemente stellen relativ dünne aber feste Bauteile dar, da
die Faserverstärkung relativ hohe Zug- und Biegezugspannungen aufnehmen kann. Die
Faserverstärkung ist im gesamten Bauelement statistisch gleichmäßig verteilt und in
allen Richtungen gleichmäßig belastbar. Sie folgt auch komplizierteren Formen und
Strukturen des Schalungselements.
[0003] Aus der DE-A-26 58 622 ist ein Schalungselement mit einem gewinkelten Profil bekannt.
Das bekannte Schalungselement besteht im Wesentlichen aus einer hydraulisch abgebundenen
Matrix aus Beton, in der textile Fasern eingebettet sind.
[0004] Das bekannte Schalungselement wird durch Aufspritzen eines Gemischs aus dem Beton
und den Fasern auf eine Formoberfläche gebildet. Die Fasern sind dabei willkürlich
orientiert und insgesamt als Einzelfasern nicht zusammenhängend angeordnet. An der
der Formoberfläche abgewandten Seite weist das Schalungselement nach seiner Herstellung
eine rauhe Oberfläche auf, von der einzelne Fasern abstehen. Die abstehenden Fasern
ermöglichen eine leichte und gute Verbindung mit Ortbeton, der mit dem Schalungselement
zur Herstellung eines Bauwerks in Kontakt gelangt. Durch die willkürlich orientierten
Fasern ist eine im Wesentlichen in alle Richtungen gleichmäßige Druck- bzw. Zugfestigkeit
des Schalungselements erreicht.
[0005] Aus der EP-A-0 135 374 ist ein Fertigbauelement bekannt, das im Wesentlichen aus
einer hydraulisch abgebundenen Matrix besteht, in die textile Fasern eingebettet sind.
Das Fertigbauelement weist des Weiteren eine Bewehrung auf, die ein zumindest in einer
Richtung zusammenhängendes textiles Gebilde umfasst, das aus den textilen Fasern gebildet
wird. Die bekannten Fertigbauelemente sind plattenförmig ausgebildet, wobei zur Bildung
unterschiedlicher Gegenstände einzelne Platten aneinandergefügt werden können. Dies
kann zum einen mittels einer Verschraubung erfolgen. Zum anderen könnten aus jeweils
einer Matrix hervorstehende Fasern überlappend angeordnet werden und anschließend
beispielsweise mittels Zement verbunden werden. Dabei ist das aus den textilen Fasern
gebildete textile Gebilde jedoch an der Anschlussstelle nicht zusammenhängend, sondern
lediglich überlappend angeordnet.
[0006] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Schalungselement der in Rede stehenden
Art so auszugestalten und weiterzubilden, dass es bei leichter, dünnwandiger Bauform
zumindest in einer Richtung, nämlich der Richtung, in der das Bauelement erhöhten
Druck- bzw. Zugbelastungen ausgesetzt ist, höheren Druck- bzw. Zugbelastungen standhält.
[0007] Das erfindungsgemäße Schalungselement löst die voranstehende Aufgabe durch die Merkmale
des Patentanspruches 1. Danach ist das eingangs genannte Schalungselement so ausgestaltet,
dass das Schalungselement als Fertigbauelement mit einer Bewehrung in Form eines zumindest
in einer Richtung zusammenhängenden textilen Gebildes ausgebildet ist, das aus den
textilen Fasern gebildet wird, und dass sich das textile Gebilde zumindest über einen
Teil der winklig aneinandergrenzenden Abschnitte des Profils erstreckt, so dass das
textile Gebilde eine dreidimensionale Bewehrung bildet.
[0008] Erfindungsgemäß ist zunächst erkannt worden, dass Textilfasern hohe Zugspannungen
aufnehmen können und sich insofern nicht nur als Komponente eines Verbundwerkstoffs,
sondern auch zur Realisierung von eigenständigen Bewehrungselementen eignen. Es ist
ferner erkannt worden, dass sich mit Hilfe von textilen Bewehrungselementen äußerst
belastbare aber dennoch sehr dünnwandige Schalungselemente realisieren lassen, da
die textilen Bewehrungselemente nicht rosten und daher keine Mindestüberdeckung derartiger
Bewehrungselemente eingehalten werden muss. Aufgrund ihrer Dünnwandigkeit sind die
erfindungsgemäßen Schalungselemente relativ leicht, wodurch sowohl der mit dem Transport
als auch der mit der Montage dieser Schalungselemente verbundene Aufwand in Grenzen
gehalten werden kann. Schließlich ist noch ausgehend von den bekannten Schalungselementen
mit einer statistisch gleichmäßig verteilten Faserbewehrung erkannt worden, dass die
Belastbarkeit eines Schalungselements zumindest in einer Richtung bei vergleichbarem
Materialaufwand erheblich erhöht werden kann, wenn die textilen Fasern gerichtet in
die hydraulisch abgebundene Matrix des Schalungselements eingebettet werden, wenn
also zumindest in Richtung der zu erwartenden Zugspannung zusammenhängende Fasern
vorgesehen sind. Daher wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, ein Schalungselement mit
einer textilen Bewehrung in Form eines zumindest in einer Richtung zusammenhängenden
textilen Gebildes zu versehen.
[0009] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, das erfindungsgemäße Schalungselement in
werkstofftechnologischer Hinsicht zu variieren. So könnte ein textiles Gelege, d.h.
eine nicht geordnete aber dennoch zusammenhängende Zusammenballung von Fasern, als
Bewehrung dienen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Bewehrung durch ein textiles
Gewebe, also ein Gebilde aus senkrecht sich kreuzenden, ordnungsgemäß miteinander
verflochtenen Fäden, gebildet wird. Ein solches Gewebe ist insbesondere in Richtung
der Kett- und Schussfäden besonders belastbar. Außerdem lassen sich mit modernen Webmaschinen
heute bereits sehr großflächige Gewebe unterschiedlichster, auch dreidimensionaler
Struktur realisieren. Als textile Bewehrung kommen schließlich auch Geflechte in Frage.
[0010] Das textile Gebilde des erfindungsgemäßen Schalungselements könnte bspw. aus Glasfasern
hergestellt sein bzw. Glasfasern umfassen. Die Beständigkeit einer derartigen Bewehrung
hängt stark von den chemischen Eigenschaften der hydraulisch abgebundenen Matrix des
Schalungselements ab. So beträgt die Lebensdauer von Glasfasern im alkalischen Milieu
lediglich 50 bis 100 Jahre. Im Hinblick darauf, dass als hydraulisch abgebundene Matrix
oftmals Zement oder Beton verwendet wird, ist daher die Verwendung von textilen Gebilden
mit Kohlenstoff-Fasern und/oder Aramid-Fasern vorteilhaft, die von dem alkalischen
Milieu nicht angegriffen werden. Als Matrix des erfindungsgemäßen Schalungselements
wird, wie bereits angedeutet, vorzugsweise eine zementgebundene Matrix verwendet,
da diese sehr hohen Stabilitätsanforderungen entspricht. Möglich ist aber auch die
Realisierung des erfindungsgemäßen Schalungsetements mit einer anderen mineralisch
gebundenen Matrix.
[0011] Als besonders vorteilhaft erweist sich die Verwendung von erfindungsgemäßen Schalungselementen
im Rahmen von integrierten Schalungssystemen bei der Herstellung von Betonbauwerken.
[0012] Mit den einzelnen Schalungselementen wird praktisch eine Gussform für den zu erstellenden
Betonkörper hergestellt, indem die äußere Form des zu erstellenden Betonkörpers nachgebildet
wird. Dazu muss jedes einzelne Schalungselemente in seiner Position ab- bzw. unterstützt
werden, so dass die Schalung neben ihrem Eigengewicht auch das Gewicht des nassen
Betons zusammen mit einer etwaigen Bewehrung des Betonkörpers sowie weitere während
der Bauphase auftretende Belastungen trägt. Die Schalung muss den Beton außerdem während
der Aushärtphase vor dem Austrocknen schützen.
[0013] Da der Auf- und Abbau von wiederverwendbaren Schalungssystemen sehr zeitintensiv
ist und mit einem hohen Arbeitseinsatz verbunden ist, verwendet man in der Praxis
häufig integrierte Schalungssysteme, also Schalungssysteme, die in bzw. an dem erstellten
Betonbauwerk verbleiben. Derartige Schalungssysteme müssen auch optischen Anforderungen
genügen, sich bspw. in das optische Erscheinungsbild des Betonbauwerks einfügen.
[0014] An dieser Stelle sei nochmals auf die auf die textile Bewehrung zurückzuführende
hohe Belastbarkeit und Tragfähigkeit der erfindungsgemäßen Schalungselemente bei gleichzeitiger
relativ leichter und dünnwandiger Bauweise hingewiesen. Die Schalungselemente können
nicht nur selbsttragend realisiert werden, sondern auch so, dass sie höheren Belastungen
standhalten und neben ihrem eigenen Gewicht auch noch zumindest einen großen Teil
des Gewichts des zu erstellenden Bauwerks tragen können. Da eine Korrosion der textilen
Bewehrungselemente auszuschließen ist, eine Mindestüberdeckung der Bewehrungselemente
also nicht erforderlich ist, können die Bewehrungselemente zwar in die hydraulisch
abgebundene Matrix eingebettet, aber dennoch möglichst weit an der Außenseite des
Schalungselements angeordnet sein. Dadurch kann die Bewehrung auftretende Zugspannungen
besonders effektiv aufnehmen. Durch Wahl eines geeigneten Materials für die Matrix
des Schalungselements lässt sich eine gute Nachbehandlung des Betons gewährleisten.
Im Falle einer integrierten Schalung lässt sich dadurch auch die Beständigkeit des
Betonbauwerks verbessern. Außerdem können die Schalungselemente in die Statik des
erstellten Bauwerks einbezogen werden.
[0015] Zunächst weisen Profilteile im Vergleich zu einfachen Platten eine höhere Flächenbelastbarkeit
auf. Außerdem lassen sich aus Profilteilen einfach in Fertigbauweise größere Flächenelemente
zusammensetzen, mit denen auch größere Spannweiten überbrückt werden können. Bei Verwendung
eines Schalungselements mit einem gewinkelten Profil im Rahmen einer integrierten
Schalung wirkt sich das gewinkelte Profil positiv auf die Herstellung einer Schubverbindung
zwischen dem Schalungselement und dem zu erstellenden Betonkörper aus.
[0016] Selbstverständlich gibt es verschiedenste Ausgestaltungsmöglichkeiten zur Realisierung
eines winkligen Profils für ein Schalungselement. In der Praxis haben sich Profile
mit einem oder mehreren U-förmigen Abschnitten bewehrt.
[0017] Bereits voranstehend ist im Zusammenhang mit integrierten Schalungssystemen die Schubverbindung
zwischen den Schalungselementen und dem Betonbauwerk angesprochen worden. Dazu wird
als besonders vorteilhafte Variante des erfindungsgemäßen Schalungselements ein Schalungselement
vorgeschlagen, dessen textiles Bewehrungselement Fortsätze aufweist, die nicht in
die hydraulisch abgebundene Matrix eingebettet sind. Diese Fortsätze ragen dann praktisch
zunächst in die nasse Betonmasse und später in den ausgehärteten Betonkörper hinein.
Dadurch lässt sich eine hervorragende Schubverbindung nach Art einer Verdübelung realisieren.
Mit Hilfe von modernen textilverarbeitenden Maschinen, insbesondere modernen Webstühlen,
lassen sich ganz unterschiedliche flächige textile Gebilde mit Fortsätzen, also letztendlich
dreidimensionale textile Gebilde, herstellen. Diese Fortsätze könnten bspw. in Form
von nasenartig abragenden Faserverbänden oder Gewebestücken realisiert sein. Eine
andere vorteilhafte Möglichkeit besteht darin, ein textiles Gebilde mit einem Flausch
in Form von abragenden einzelnen Fasern als Bewehrung zu verwenden. Nach dem Erstellen
des Betonbauwerks ist der Flausch dann einseitig in die hydraulisch abgebundene Matrix
des Schalungselements und auf der anderen Seite in den Betonkörper des Bauwerks eingebettet.
[0018] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung dreier Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung
der bevorzugten Ausführungsbeispiele werden auch im allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- ein Schalungselement in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung einer integrierten Schalung in Form eines Großtafelelements,
das durch ein erfindungsgemäßes Schalungselement gebildet ist und
- Fig. 3
- eine Anordnung von erfindungsgemäßen Schalungselementen.
[0019] Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Schalungselemente 1 sind Ausführungsbeispiele,
die aus einer hydraulisch abgebundenen Matrix 2 bestehen, in der textile Fasern eingebettet
sind.
[0020] Erfindungsgemäß bilden die textilen Fasern eine Bewehrung 3 in Form eines zumindest
in einer Richtung zusammenhängenden textilen Gebildes.
[0021] Bei den hier dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich bei der Bewehrung
3 jeweils um ein textiles Gewebe. Die dargestellten Schalungselemente 1 ließen sich
aber genausogut mit einer Bewehrung in Form eines textilen Geleges oder Geflechts
realisieren. Die Bewehrung 3 kann aus Glasfasern, Kohlenstoff-Fasern, Aramid-Fasem
oder auch einem Gemisch aus diesen Fasern gebildet sein.
[0022] Die hydraulisch abgebundene Matrix 2 der Schalungselemente 1 wird in der Regel zementgebunden
sein.
[0023] Die Schalungselemente 1 der dargestellten Ausführungsbeispiele unterscheiden sich
in der Form ihres gewinkelten Profils. In Fig. 1 ist ein im Wesentlichen U-förmiges
Schalungselement dargestellt, das zum Überbrücken größerer Flächen auch mit weiteren
gleichförmigen Schalungselementen zusammengespannt werden kann.
[0024] Fig. 3 zeigt eine Aneinanderreihung von zwei gleichförmigen Schalungselementen, die
ebenfalls ein im Wesentlichen U-förmiges Profil aufweisen. Hier ist allerdings einer
der Schenkel 4 länger als der andere und weist an seinem freien Ende einen im rechten
Winkel angeordneten Fortsatz 5 auf, der sich bei Aneinanderreihung von mehreren gleichförmigen
Profilen über den Schenkel 6 des angrenzenden Profils erstreckt. Mit den in Fig. 3
dargestellten Schalungselementen 1 kann so eine relativ dichte Schalung zusammengesetzt
werden.
[0025] In Fig. 2 ist ein Schalungselement 1 im Form eines Großtafelelements mit integrierten
Stegen 7 dargestellt, das praktisch bereits aus einer Aneinanderreihung von U-förmigen
Abschnitten besteht. Die Länge der Stege 7 dieses Profils entspricht der Wandungsdicke
des zu erstellenden Betonbauwerks. Dementsprechend ist das dargestellte Schalungselement
1 mit Ortbeton 8 aufgefüllt worden.
[0026] In allen drei dargestellten Ausführungsbeispielen erstreckt sich die textile Bewehrung
3, also das Gewebe, über alle Wandungsabschnitte des gewinkelten Profils der Schalungselemente
1. Bei der Herstellung der dargestellten Schalungselemente 1 kann entweder ein flächiges
textiles Gebilde verwendet werden, das entsprechend gewinkelt gelegt und in die Matrix
2 des Schalungselements 1 eingebunden wird, oder es kann auch ein in der Form des
Schalungselementes 1 hergestelltes textiles Gebilde, bspw. ein entsprechend gewebtes
Gewebe, verwendet werden. Letztlich stellt das textile Gebilde dann eine dreidimensionale
Bewehrung 3 dar.
[0027] Wie bereits einleitend erwähnt, sollte im Falle einer integrierten Schalung eine
Schubverbindung zwischen den Schalungselementen und dem zu erstellenden Betonkörper
hergestellt werden. Dazu könnten Teile des textilen Gebildes aus der Innenwandung
des Schalungselements herausragen, so dass sie letztlich in den zu erstellenden Betonkörper
eingebunden werden und so praktisch eine Verdübelung zwischen Schalungselement und
Betonkörper bilden. Das textile Gebilde könnte dazu mit Fortsätzen in Form von Ausstülpungen,
hervortretenden Gewebeteilen oder sonstigen Faserverbänden versehen sein oder auch
mit einer Art Flausch aus einzelnen abragenden Fasern.
[0028] In den Fig. 1 und 2 ist angedeutet, dass auch das mit Hilfe der dargestellten Schalungselemente
1 zu erstellende Betonbauwerk mit einer eigenen Bewehrung, und zwar einer Stahlbewehrung
versehen werden kann. Dazu werden entsprechende Bewehrungselemente 9 auf oder in der
Schalung angeordnet bevor die Schalung selbst mit Ortbeton vergossen wird.
1. Schalungselement mit einem gewinkelten Profil, bestehend aus einer hydraulisch abgebundenen
Matrix (2), in der textile Fasern eingebettet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schalungselement als Fertigbauelement mit einer Bewehrung (3) in Form eines zumindest
in einer Richtung zusammenhängenden textilen Gebildes ausgebildet ist, das aus den
textilen Fasern gebildet wird, und dass sich das textile Gebilde zumindest über einen
Teil der winklig aneinandergrenzenden Abschnitte des Profils erstreckt, so dass das
textile Gebilde eine dreidimensionale Bewehrung (3) bildet.
2. Schalungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebilde ein Gelege ist.
3. Schalungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebilde ein Gewebe ist.
4. Schalungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebilde ein Geflecht ist.
5. Schalungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebilde Glasfasern umfasst.
6. Schalungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebilde Kohlenstofffasern umfasst.
7. Schalungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebilde Aramidfasem umfasst.
8. Schalungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Matrix (2) mineralisch- und vorzugsweise zementgebunden ist.
9. Schalungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil einen oder mehrere U-förmige Abschnitte aufweist.
10. Schalungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das textile Gebilde Fortsätze aufweist, die nicht in die hydraulisch abgebundene
Matrix eingebettet sind.
11. Schalungselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das textile Gebilde Fortsätze in Form von abragenden Faserverbänden aufweist.
12. Schalungselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das textile Gebilde Fortsätze in Form von abragenden einzelnen Fasern aufweist.
1. Formwork element having an angled profile-section, comprising a hydraulically bound
matrix (2), in which textile fibres are embedded,
characterised in that the formwork element is in the form of a prefabricated structural element having
a reinforcement (3) in the form of a textile web, which is continuous at least in
one direction and which is formed from the textile fibres, and in that the textile web extends at least over part of the portions of the profile-section
which adjoin each other at an angle, so that the textile web forms a three-dimensional
reinforcement (3).
2. Formwork element according to claim 1, characterised in that the web is an interlaid scrim.
3. Formwork element according to claim 1, characterised in that the web is a woven fabric.
4. Formwork element according to claim 1, characterised in that the web is a mesh.
5. Formwork element according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the web comprises glass fibres.
6. Formwork element according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the web comprises carbon fibres.
7. Formwork element according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the web comprises aramide fibres.
8. Formwork element according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the matrix (2) is mineral- and preferably cement-bound.
9. Formwork element according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the profile-section has one or more U-shaped portions.
10. Formwork element according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the textile web has extensions which are not embedded in the hydraulically bound
matrix.
11. Formwork element according to claim 10, characterised in that the textile web has extensions in the form of protruding fibre formations.
12. Formwork element according to claim 10, characterised in that the textile web has extensions in the form of protruding individual fibres.
1. Elément de coffrage avec un profil coudé, constitué d'une matrice (2) prise hydrauliquement
dans laquelle sont enrobées des fibres textiles,
caractérisé en ce que l'élément de coffrage est réalisé en tant qu'élément de construction fini avec armature
(3) sous forme d'un produit textile, continu au moins dans une direction, qui est
formé par les fibres textiles et que le produit textile s'étend sur au moins une partie
des sections du profil adjacentes à angles les unes aux autres de telle manière que
le produit textile forme une armature (3) tridimensionnelle.
2. Elément de coffrage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le produite est un conglomérat non ordonné.
3. Elément de coffrage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le produit est un tissu.
4. Elément de coffrage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le produit est un treillis.
5. Elément de coffrage selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que le produit comprend des fibres de verre.
6. Elément de coffrage selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le produit comprend des fibres de carbone.
7. Elément de coffrage selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que le produit comprend des fibres aramide.
8. Elément de coffrage selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que la matrice (2) est liée minéralement et de préférence par un ciment.
9. Elément de coffrage selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que le profil comprend une ou plusieurs sections en forme de U.
10. Elément de coffrage selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que le produit textile présente des prolongements qui ne sont pas enrobés dans la matrice
prise hydrauliquement.
11. Elément de coffrage selon la revendication 10,
caractérisé en ce que le produit textile présente des prolongements en forme de treillis de fibres dressés.
12. Elément de coffrage selon la revendication 10,
caractérisé en ce que le produit textile présente des prolongements en forme de fibres individuelles dressées.