[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennvorrichtung für feste Brennstoffe, vorzugsweise
für Holz.
[0002] Bei der Verbrennung fester Brennstoffe steht heute - neben der möglichst guten Ausnutzung
des Brennstoffes - das Erzielen möglichst niedriger Schadstoffmengen in die Umgebung
abströmenden Brenngas, insbesondere möglichst niedriger Werte von CO
2 und No
x im Vordergrund. Dieses Ziel wird um so besser erreicht, je vollständiger die Verbrennung
abläuft. Dabei ist eine vollständige Verbrennung eines Festbrennstoffes in einer einzigen
Verbrennungsstufe kaum zu erreichen.
[0003] Es ist deshalb bereits bekannt, einerseits dem Hauptbrennraum, in dem sich der Festbrennstoff
befindet, Zuluft regelbar zuzuführen, die sogenannte Primärluft, und andererseits
die dem Hauptbrennraum entweichenden Brenngase nicht unmittelbar über einen Kamin
der Umgebung zuzuführen, sondern vorher in einem Nachbrennraum einer zweiten Verbrennung
zu unterziehen, wozu diesem Nachbrennraum nochmals Luftsauerstoff in Form von Sekundärluft
zugeführt werden muß.
[0004] Je gleichmäßiger in der Nachbrennkammer die Durchmischung der zugeführten Sekundärluft
mit den nachzuverbrennenden Brenngasen erfolgt, um so vollständiger wird die Nachverbrennung
ablaufen, und um so geringere Abgaswerte sind erzielbar. Dies beschreibt etwa die
WO 84/01014.
[0005] Zu diesem Zweck ist es bekannt, die Sekundärluft nicht nur separat von der Primärluftzufuhr
zu regeln, sondern auch die Brenngase über eine düsenartige Verengung vom Hauptbrennraum
in den Nachbrennraum zu überführen, und an dieser düsenartigen Engstelle, an welcher
eine Beschleunigung der Brenngase eintritt, die Zufuhröffnungen für die Sekundärluft
anzuordnen, um durch diese Selbstansaugung der Sekundärluft einen optimalen Zusatz
an Sekundärluft zu erzielen.
[0006] Weiterhin ist es bekannt, Primärluft und Sekundärluft entweder getrennt und damit
auch getrennt regelbar der Umgebung zu entnehmen und der jeweiligen Zufuhrstelle zuzuführen,
wie dies DE 94 13 804 U1 bzw. DE 43 16 182 A1 zeigen, oder aber Außenluft zunächst
einem Vorluftraum zuzuführen, von dem aus dann separate Ströme als Primärluft und
Sekundärluft entnommen werden, wie dies DE 40 39 387 zeigen.
[0007] Dabei besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, den Verbrauch an Raumluft
unabhängig von der benötigten Primär- und Sekundärluft für die Heizvorrichtung bestimmen
zu können, also ohne die Verbrennung negativ zu beeinflussen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Dadurch, daß die Brennvorrichtung über zwei getrennt regelbare Zuluftöffnungen verfügt,
kann die eine Zuluftöffnung für Raumluft und die andere Zuluftöffnung für raumfremde
Luft, also in der Regel für Zuluft von außerhalb des Gebäudes, in welchem sich die
Brennvorrichtung befindet, benutzt werden.
[0010] Da beide getrennt regelbar sind, kann die Menge der verbrauchten Raumluft unabhängig
von der Menge der insgesamt von der Heizvorrichtung verbrauchten Zuluft geregelt werden.
[0011] Dennoch wird der Brennvorrichtung Zuluft sowohl als Primärluft, also zur Verbrennung
im Hauptbrennraum, als auch als Sekundärluft, also zur Verbrennung im Nachbrennraum,
zugeführt.
[0012] Die beiden Zuluftarten strömen zunächst in einen Vorluftraum ein. Je nach Ausbildung
des Vorluftraumes durchmischen sich die beiden Zuluftarten dort ganz, teilweise oder
überhaupt nicht, so daß die Zuluft als Primärluft und als Sekundärluft entweder als

sortenreine" erste oder zweite Zuluftart, oder als Gemisch der beiden Zuluftarten
zugeführt wird.
[0013] Vorzugsweise wird als Vorluftraum dabei der unter dem Brennrost des Hauptbrennraumes
vorhandene Ascheraum benutzt. Bei einer herkömmlichen Heizvorrichtung befindet sich
in der Frontseite des Ascheraumes eine Öffnung zum Entfernen der Asche. Wenn in dieser
Frontfläche gleichzeitig die Zuluftöffnung der Raumluft als erste Zuluftart angeordnet
wird, kann die Öffnung zum Entfernen der Asche gleichzeitig als regelbare erste Zuluftöffnung
für die Raumluft verwendet werden.
[0014] Innerhalb des Ascheraumes sind die Seitenbereiche und der hintere Bereich gegenüber
dem Rest des Ascheraumes ganz oder vollständig als Umlaufkanal abgetrennt. Vorzugsweise
geschieht dies durch Stehwände entlang der Seiten und der Rückwand, durch welche ein
in der Aufsicht U-förmiger, entlang aller Seiten außer der Front, umlaufender Kanal
geschaffen wird. In diesen Umlaufkanal wird die raumfremde Luft eingeleitet, und zwar
entweder von der Rückseite her oder beispielsweise über einen Anschlußstutzen in einen
doppelten Boden unter den Boden des Ascheraumes, welcher mit dem Umlaufkanal durch
Bodenöffnungen in Verbindung steht. In beiden Fällen kann durch Querschnittsveränderung
der Zuluftöffnung für diese raumfremde Luft deren zugeströmte Menge unabhängig von
der Menge der Raumluft geregelt werden, wobei die Bedienelemente zum Regeln, also
Schieber etc., sich vorzugsweise wiederum an der Frontfläche der Brennvorrichtung
befinden.
[0015] Der gesamte Ascheraum einschließlich seiner oberen Abdeckung, die gleichzeitig die
Brennebene zum Hauptbrennraum darstellt, ist vorzugsweise als Blechkonstruktion aus
hoch hitzebeständigem Stahlblech ausgeführt. Die einzelnen Teil sind miteinander verschweißt.
[0016] Das obere Trennblech ragt dabei vorzugsweise über die Seiten und die Rückwand etwas
hinaus und ist an dem freien äußeren Rand zusätzlich nach oben zu einem aufragenden
Rand umgebogen. Dieser Rand erleichtert das Aufnehmen und Befestigen von Elementen,
die die späteren Wände des Hauptbrennraumes bilden. Dabei handelt es sich um senkrecht
stehende Schamottplatten oder hohle Stahlblechkonstruktionen, die ebenfalls der Wärmedämmung
nach außen hin dienen.
[0017] Dabei soll jedoch eine der Seiten oder die Rückwand des Hauptbrennraumes als Durchtrittsöffnung
zum Nachbrennraum verwendet werden, der sich also seitlich oder hinter, jedoch nicht
oberhalb, des Hauptbrennraumes befinden soll.
[0018] Zur Versorgung mit Primär- und Sekundärluft befinden sich in dem Trennblech im mittleren
Bereich eine oder mehrere Primärluftöffnungen, die meist großflächig ausgeformt sind,
und auf welche ein separater Brennrost, beispielsweise aus Schamottmaterial mit entsprechenden
Durchbrüchen zum Hindurchtreten der Primärluft versehen, aufgelegt wird. In den Randbereichen
des Trennbleches, also entlang der Seiten und entlang der Rückwand, vorzugsweise oberhalb
des Umlaufkanals für die raumfremde Luft, sind meist mehrere als Langlöcher ausgebildete
Sekundärluftöffnungen im Trennblech ausgebildet.
[0019] Dadurch ist es möglich, auf derjenigen Seite, auf welcher sich der Nachbrennraum
an den Hauptbrennraum anschließen soll, eine Düsenordnung auf diese Sekundärluftöffnungen
aufzusetzen, während entlang der anderen Seiten auf die Sekundärluftöffnungen Wandkonstruktionselemente,
wie vorbeschrieben aus Schamotte oder Stahlblech, aufgesetzt werden, die diese anderen
Sekundärluftöffnungen verschließen und funktionslos werden lassen.
[0020] Die aufgesetzte Düsenanordnung bewirkt jedoch, daß von den Sekundärluftöffnungen
aus die Luft in die in der Regel vertikale Düsenanordnung einströmt und von dort aus
den Brenngasen zugeführt wird, welche vom Hauptbrennraum in den Nachbrennraum strömen.
Zu diesem Zweck besteht die Düsenanordnung aus entlang der jeweiligen Seite nebeneinander
angeordneten Hohlkörpern, die in ihren Flanken Austrittsöffnungen für die Sekundärluft
aufweisen, und unten offen sind, so daß die Sekundärluft aus den Sekundärluftöffnungen
des Trennbleches in die Düsenanordnung einströmen kann. Die Hohlkörper weisen in der
Nähe ihres unteren Endes ein horizontal, also quer zur Längserstreckung der Hohlkörper,
verlaufende Düsensockelplatte auf, die auf dem Trennblech aufliegt, und dadurch ein
Abströmen der Sekundärluft neben den Hohlkörpern in den Hauptbrennraum hinein verhindert.
Am oberen Ende sind die Hohlkörper verschlossen.
[0021] Bei der Düsenanordnung kann es sich um einen einstückigen Körper handeln, bei dem
also alle Hohlkörper mit einer durchgehenden Düsensockelplatte dicht verbunden, vorzugsweise
verschweißt sind, oder es kann jeder einzelne Hohlkörper der Düsenanordnung über eine
separate Düsensockelplatte verfügen, so daß entsprechend der Länge der gewählten Kante
die entsprechende Anzahl von Hohlkörpern mit Sockelplatte als Düsenanordnung nebeneinander
gestellt werden müssen. Bei letzterer Anordnung ist eine Fixierung, z. B. formschlüssige
Aufnahme, der oberen Enden der Hohlkörper durch beispielsweise die obere Abdeckung
des Hauptbrennraumes sinnvoll.
[0022] Um den Montageaufwand zu minimieren, ist eine formschlüssige, lediglich einzuschiebende,
Verbindung zwischen der Düsenanordnung und der Schweißkonstruktion des Aschekastens
vorhanden, in dem beispielsweise der aufgebogene Rand des Trennblechs horizontal verlaufende
Schlitze aufweist, in welche die Düsensockelplatte der Düsenanordnung lediglich horizontal
eingeschoben werden muß, wodurch die Düsenanordnung in ihrer Lage fixiert und die
Hohlkörper gegen ein Kippen gesichert wird.
[0023] Vorzugsweise sind die Hohlkörper dabei mit einem im Querschnitt etwa dreieckigen
Form ausgebildet, mit einer gegen den Hauptbrennraum weisenden Spitze der Dreiecksform,
und die Austrittsöffnungen für die Sekundärluft sind über die Länge der Hohlkörper,
also die Vertikale, verteilt in den seitlichen Flanken in der Nähe des hinteren, dicken
Ende des dreieckigen Querschnittes - in Durchströmungsrichtung der Brenngase betrachtet
- angeordnet, also an derjenigen Stelle, an welcher die Brenngase beim Hindurchtreten
zwischen den Hohlkörpern die düsenförmige Verengung durchströmen müssen und daher
beschleunigt werden.
[0024] Damit kann die erfindungsgemäße Brennvorrichtung unabhängig von der Seitenlage des
Nachbrennraumes zum Hauptbrennraum sehr schnell umgerüstet bzw. montiert werden, ohne
daß für jede Seitenlage des Nachbrennraumes (links, hinten, rechts) separate Schweißkonstruktionen
für den Aschekasten und/oder den Hauptbrennraum bevoratet werden müssen.
[0025] Damit kann diese Heizvorrichtung u. a. auch in einem Herd eingesetzt werden, in dem
die Herdplatte unmittelbar oberhalb des Hauptbrennraumes verläuft, und daß das Bratrohr,
welches als Nachbrennraum von den Brenngasen umströmt werden soll, sich neben dem
Hauptbrennraum befindet.
[0026] Eine Ausführungsform gemäß der Erfindung ist nachfolgend beispielhaft anhand der
Figuren näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 die Brennvorrichtung von vorne, in einem Vertikalschnitt,
Fig. 2 die Brennvorrichtung der Fig. 1 in der Aufsicht,
Fig. 3 einen Herd von vorne im aufgeschnittenen Zustand und
Fig. 4 eine Düsenanordnung in der Aufsicht.
[0027] Fig. 1 zeigt einen Ascheraum 2 mit Außenwänden 28, einem Bodenblech 11 mit darunter
angeordnetem Unterboden 11 und einem Trennblech 15' als oberen Abschluß. Vom Boden
des Ascheraums 2 ragen Stehwände 12 aus nach oben, erreichen das Trennblech 15' jedoch
nicht.
[0028] In der Mitte, also innerhalb der Stehwände 12, ist eine Raumluftöffnung 8 zum regelbaren
Einströmen der Raumluft in den Ascheraum 2 angeordnet.
[0029] In den Umlaufkanal 14, der sich - wie Fig. 2 zeigt - entlang der Seitenwände und
der Rückwand erstreckt, gelangt raumfremde Luft auf unterschiedliche Arten: Entweder
- wie in der linken Hälfte der Fig. 1 dargestellt - über den Unterboden 11, der über
Bodenöffnungen 13 mit dem Umlaufkanal 14 in Verbindung steht und seinerseits mit raumfremde
Luft über einen Stutzen 10 im Boden des Unterbodens gespeist wird, welcher vorzugsweise
mittels eines Schiebers 10a im gewünschten Maße geöffnet und verschlossen werden kann.
[0030] Eine andere Möglichkeit besteht darin, nicht über den Unterboden 11, sondern direkt
in den Umlaufkanal 14, z. B. von der Rückseite her, über eine raumfremde Luftöffnung
9 die Tertiärtluft zuzuführen, wobei die Bedienungsanordnung für die Regelung, also
Schieber etc., an der Frontseite der Brennvorrichtung angeordnet sind.
[0031] Durch die Trennebene 154, also das Trennblech 15' hindurch soll diese Zuluft bzw.
das Zuluftgemisch aus Raumluft und raumfremde Luft dem Hauptbrennraum 4 als Primärluft
und den in den Nachbrennraum 5 abströmenden Brenngasen 22 als Sekundärluft zugeführt
werden.
[0032] Zu diesem Zweck befinden sich im mittleren Bereich des Trennbleches 15' ein oder
mehrere meist großflächige Primärluftöffnungen 18 zum Hindurchtreten der Luft aus
dem Ascheraum 2 in den Hauptbrennraum 4. Dabei werden auf das Trennblech 15' meist
ein oder mehrere Brennroste, entweder aus Stahl, aus Guß oder aus Schamottematerial,
aufgelegt, die nur relativ wenige Durchtrittsöffnungen für die Primärluft aufweisen
und die großflächigen Primärluftöffnungen 18 der Fig. 1 größtenteils verschließen.
[0033] Es ist jedoch ebenfalls möglich, die Primärluftöffnungen 18 als schmale Schlitze
auszuführen, und damit das Durchfallen des Brenngutes ohne zusätzlichen Brennrost
ausreichend zu behindern.
[0034] Je mehr die Stehwände 12, zwischen welchen sich die Primärluftöffnungen 18 in dem
Trennblech 15' befinden, nach oben gegen das Trennblech 15 hin erstrecken, in um so
stärkerem Maß werden die Primärluftöffnungen 18 durch die zwischen den Stehwänden
12 zugeführte Raumluft gespeist werden. Zu diesem Zweck können die Stehwände 12 auch
nach oben durch Zusatzwände 12' verlängerbar sein, oder die Stehwände 12 können dicht
an der Unterseite des Trennbleches 15' befestigt sein.
[0035] Die Zusatzwände 12' können entlang der Stehwände hochgeschoben werden und mit diesen
in der Höhe überlappen.
[0036] Wenn die Stehwände 12 bzw. Zusatzwände 12' die das Trennblech 15' erreichen, werden
die Primärluftöffnungen 18 ausschließlich von der Raumluft über die Raumluftöffnung
8 gespeist.
[0037] In den seitlichen und hinteren Randbereichen des Trennbleches 15 sind Sekundärluftöffnungen
23, vorzugsweise als Langlöcher ausgebildet, angeordnet, die etwa über dem Umlaufkanal
14 liegen.
[0038] In Fig. 1 ist auf der rechten Seite auf diese beiden Sekundärluftöffnungen 23 eine
Düsenanordnung 6 aufgesetzt, die aus im wesentlichen vertikal aufragenden Hohlkörpern
24 besteht, die unten offen und oben geschossen sind, und in die über die Sekundärluftöffnung
23 die Sekundärluft einströmen kann.
[0039] Über Düsenöffnungen 7 wird diese Primärluft den Brenngasen 22 zugeführt, die zwischen
den einzelnen Hohlkörpern 24 von dem Hauptbrennraum in den Nachbrennraum 5 überströmen.
Die Düsenöffnungen sind dabei vorzugsweise als Schlitze ausgebildet, die gegenüber
der Senkrechten, also dem Verlauf des Düsenkörpers 24, unter einem Winkel von 10-35°
stehen. Dabei muß das untere Ende des einen Schlitzes mindestens bis zum oberen Ende
des nächsten Schlitzes herabreichen, so daß in der Höhe, also in der Längserstreckung
der Düsenelemente 24, keine Lücke hinsichtlich des Austrittes von Sekundärluft entsteht.
[0040] Anstelle von Schlitzen können auch entsprechend angeordnete Reihen von einzelnen,
z. B. runden, Durchbrüchen analog angeordnet sein.
[0041] An ihrem unteren, offenen Ende sind die Hohlkörper 24 mit einer quer verlaufenden
Düsensockelplatte 21 verbunden, die möglichst dicht auf dem Trennblech 15' aufsitzt,
und verhindert, daß Sekundärluft aus diesen rechten Sekundärluftöffnungen 23 außer
in die Hohlkörper 24 der Düsenanordnung 6 auch in den Hauptbrennraum 4 abströmt.
[0042] Die hinteren und linksseitigen Sekundäröffnungen 23 sind dadurch verschlossen, daß
auf ihnen an der linken Seite die Seitenelemente 16 und auf der Rückseite Rückelemente
17 aufgesetzt sind, die die Rückwand und linke Seitenwand des Hauptbrennraums 4 bilden
und so dick sind, daß sie die darunter befindlichen Sekundärluftöffnungen 23 verschließen.
[0043] Das Trennblech 15' ist auf den Seiten und an der Rückseite nach oben zu einem Rand
19 hochgebogen, und im unteren Bereich dieses Randes, vorzugsweise knapp über der
horizontalen Fläche des Trennbleches 15', sind horizontal verlaufende Schlitze 20
im Rand 19 ausgespart, durch welche die Düsensockelplatte 21 der Düsenannordnung 6
hindurchgesteckt werden, kann und dadurch die Lage der Düsenanordnung 6 fixiert.
[0044] Dabei kann die Düsenanordnung auch aus einzelnen Hohlkörpern 24 bestehen, die jeweils
mit einer einzelnen Düsensockelplatte 21 dicht verbunden, vorzugsweise verschweißt,
sind, und nebeneinander gestellt, wie in der Aufsicht der Fig. 4 dargestellt, die
gesamte Düsenanordnung ergeben. Dadurch kann die Dimensionierung der Düsenanordnung
problemlos den Raumverhältnissen der Nachbrennkammer angepaßt werden.
[0045] Dabei kann der Hohlkörper 24 die Düsengrundplatte 21 auch nach unten durchdringen
und dadurch durch die Trennplatte 15' in den Ascheraum 2 eindringen, was eine bessere
Halterung der Düsenanordnung in den Sekundärluftöffnungen 23 ergibt.
[0046] In Fig. 3 ist - ebenfalls wiederum in einer Frontansicht mit entfernter Frontwand
- die erfindungsgemäße Brennvorrichtung im Rahmen eines Herdes dargestellt.
[0047] Dabei befindet sich die Brennvorrichtung 1 im linken Teil des Herdes 25, und endet
knapp unterhalb der Herdplatte 29, die üblicherweise den oberen Abschluß des Hauptbrennraumes
4 darstellt.
[0048] Rechts neben dem Hauptbrennraum und ungefähr auf derselben Höhe befindet sich das
Bratrohr 26, und im rechten Bereich der Wasserkasten 31.
[0049] Dabei sollen die Brenngase vom Hauptbrennraum 4 aus durch die Düsenanordnung 6 hindurch
zwischen der Oberseite des Bratrohrs 26 und der Herdplatte 129 hindurch auf die rechte
Seite des Bratrohrs strömen, wofür jedoch nur ca. 5 cm Höhe zur Verfügung stehen.
Rechts der Bratröhre strömen die Brenngase nach unten, erwärmen dabei auch zusätzlich
den Wasserkasten 31, und werden durch ein wesentlich horizontal verlaufendes Trennblech
30 entlang der Unterseite des Bratrohres 26 erst nach links und anschließend unter
dem Trennblech wiederum nach Rechts zum Auslaß 27 für die Brenngase geleitet.
[0050] Dabei dient der gesamte Weg der Brenngase rechts der Düsenanordnung 6 als Nachbrennraum
5, wobei ein Großteil der Brenngase durch den oberen Bereich der Düsenanordnung 6
hindurchströmen wird.
[0051] In der linken Hälfte des Aschekastens 2 ist in Fig. 4 die dichte Verbindung des oberen
Endes der Stehwände 12 mit der Trennplatte 15' dargestellt, was bewirkt, daß die dem
Unterboden 11 zugeführte raumfremde Luft ausschließlich als Sekundärluft verwendet
wird, und die dem Innenraum zwischen den Stehwänden 12 zugeführte Raumluft ausschließlich
als Primärluft im Hauptbrennraum 4.
[0052] Dadurch ist zusätzlich die Relation zwischen zugeführter Primärluft und zugeführter
Sekundärluft regelbar.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0053]
- 1
- - Brennvorrichtung
- 2
- - Ascheraum
- 3
- - Brennrost
- 4
- - Hauptbrennraum
- 5
- - Nachbrennraum
- 6
- - Düsenanordnung
- 7
- - Düsenöffnung
- 8
- - Raumluftöffnung
- 9
- - Fremdluftöffnung
- 10
- - Stutzen
- 11
- - Unterboden
- 12
- - Stehwand
- 12'
- - Zusatzwand
- 13
- - Bodenöffnung
- 14
- - Umlaufkanal
- 15
- - Trennebene
- 15'
- - Trennblech
- 16
- - Seitenelement
- 17
- - Rückelement
- 18
- - Primärluftöffnung
- 19
- - Rand
- 20
- - Schlitze
- 21
- - Düsensockelplatte
- 22
- - Brenngase
- 23
- - Sekundärluftöffnung
- 24
- - Hohlkörper
- 25
- - Herd
- 26
- - Bratrohr
- 27
- - Brenngasauslaß
- 28
- - Außenwand
- 29
- - Herdplatte
- 30
- - Trennplatte
1. Brennvorrichtung mit zwei Zuluftarten, insbesondere Raumluft und raumfremde Luft,
dadurch gekennzeichnet, daß
für beide Zuluftarten getrennt regelbare und auch vollständig verschließbare Zufuhröffnungen,
(8, 9) vorhanden sind.
2. Brennvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zuluftarten über einen gemeinsamen Vorluftraum dem Hauptbrennraum (4) als Primärluft
und dem Nachbrennraum (5) als Sekundärluft zugeführt wird.
3. Brennvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Vorluftraum, insbesondere der Ascheraum (2), über eine frontseitige Raumluftöffnung
(8) verfügt sowie außerhalb der Raumluftöffnung (8) entlang der Seitenwände und der
Rückwand über einen umlaufenden Umlaufkanal (14), in welchen raumfremde Luft einbringbar
ist.
4. Brennvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Umlaufkanal (14) von dem übrigen, mittleren Bereich des Ascheraumes (2) durch
vom Boden aufragende Stehwände (12) abgetrennt ist.
5. Brennvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
in den Umlaufkanal (14) die raumfremde Luft in die stirnseitigen Enden des Umlaufkanals
(14) über wenigstens eine dort angeordnete Fremdluftöffnung (9) einbringbar ist.
6. Brennvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
in den Umlaufkanal (14) die raumfremde Luft über einen unterhalb des Bodens des Ascheraumes
(2) angeordneten Unterbodens (11) eingeleitet wird, der über Bodenöffnungen (13) mit
dem Umlaufkanal (14) in Verbindung steht einbringbar ist, insbesondere über eine in
der Unterseite des Unterbodens (11) angeordneten Stutzen (10), der mittels einer beweglichen
Klappe (10a) ganz oder teilweise als Fremdluftöffnung (9') regelbar ist.
7. Brennvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
in der Trennebene (15) zwischen dem Vorluftraum, insbesondere dem Ascheraum (2), und
dem Hauptbrennraum (4), welche insbesondere als Trennblech (15') ausgebildet ist,
im seitlichen und hinteren Randbereich, vorzugsweise oberhalb des Umlaufkanals (14),
wenigstens eine Sekundärluftöffnung (23) angeordnet ist, und im Mittenbereich wenigstens
eine Primärluftöffnung (18).
8. Brennvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
auf die Sekundärluftöffnungen (23) einer Seite und/oder der Rückseite eine Düsenanordnung
(6) so aufsetzbar ist, daß die aus dem Vorluftraum, z. B. dem Ascheraum (2), über
die Sekundärluftöffnungen (23) ausströmende Sekundärluft in die Düsenanordnung (6)
strömt und über die Düsen (7) den Brenngasen (22) beim Übertritt vom Hauptbrennraum
(4) in den Nachbrennraum (5) zugeführt wird.
9. Brennvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Düsenanordnung (6) aus im wesentlich senkrecht stehenden Hohlkörpern (24) mit
insbesondere dreieckigem, mit der Spitze gegen den Hauptbrennraum (4) gerichtetem,
Querschnitt besteht, der ein unteres offenes Ende hat, das auf einer Düsensockelplatte
(21) dicht angeordnet ist.
10. Brennvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Trennblech (15') einen außen hochgebogenen Rand (19) aufweist, und im Rand (19)
bzw. im Übergangsbereich zwischen dem Trennblech (15') und dem Rand (19) Schlitze
(20) angeordnet sind, in die die Düsensockelplatte (21) der Düsenanordnung (6) zum
Fixieren der Lage der Düsenanordnung (6) einsteckbar ist.
11. Brennvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die nicht von einer Düsenanordnung (6) bedeckten Sekundärluftöffnungen (23) mittels
darauf aufgesetzter, vorzugsweise vertikal aufragender Seitenelemente (16) bzw. Rückelemente
(17), welche beispielsweise aus Schamotte bestehen und eine ausreichende Dicke zum
Abdecken der Sekundärluftöffnungen (23) haben, abgedeckt und verschlossen sind.
12. Brennvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Brennvorrichtung Teil eines Küchenherdes ist, bei dem sich das Bratrohr (26) seitlich
der Brennvorrichtung, etwa auf der Höhe des Hauptbrennraumes (4), befindet, und die
Brenngase (22) entlang der Oberseite der Bratrohre (22), der von der Brennvorrichtung
(1) abgewandten Seite der Bratvorrichtung nach unten als Nachbrennraum (5) einem Brenngasauslaß
(27) zugeführt werden.
13. Brennvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Hohlkörper (24) mit jeweils einer Düsensockelplatte (21), die Quer zur Längserstreckung
des Hohlkörpers (24) verläuft, verbunden sind.
14. Brennvorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Hohlkörper (24) sich mit ihren unteren Enden durch das Trennblech (15') hindurch
in den Vorluftraum, insbesondere den Umlaufkanal (14) des Ascheraumes (2), hineinerstrecken.