Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Verbrennungstechnik. Sie betrifft ein
Verfahren zum Betrieb eines mit gasförmigen und/oder flüssigen Brennstoffen betriebenen
drallstabilisierten Brenners und einen dafür geeigneten Brenner, insbesondere Vormischbrenner.
Stand der Technik
[0002] Drallstabilisierte Brenner sind bekannt. Ein Drallerzeuger mit einem überkritischen
Drall sorgt bei dieser Art Brenner für eine intensive Vermischung von Brennstoff und
Verbrennungsluft. Die Flammenstabilisierung beruht auf der Erzeugung einer Rückströmblase,
auch Rückstromzone genannt, welche durch das Aufplatzen des Wirbels (Vortex-Breakdown)
entsteht. Vor dem Staupunkt dieser Rückströmzone wird die Zündung der Flamme eingeleitet,
und es bildet sich eine stabile Flammenfront.
[0003] Ein Beispiel für derartige drallstabilisierte Brenner ist der Brenner der Doppelkegelbauart,
dessen prinzipieller Aufbau in EP 0 321 809 B1 beschrieben ist. Dieser Vormischbrenner
besteht im wesentlichen aus wenigstens zwei hohlen, sich zu einem Körper ergänzenden
Teilkegelkörpern, mit tangentialen Lufteintrittsschlitzen und Zuführungen für gasförmige
und flüssige Brennstoffe, bei dem die Mittelachsen der hohlen Teilkegelkörper eine
in Strömungsrichtung sich erweiternde Kegelneigung aufweisen und in Längsrichtung
zueinander versetzt verlaufen. Im von den Teilkegelkörpern gebildeten kegelförmigen
Innenraum ist am Brennerkopf eine Brennstoffdüse plaziert. Der gasförmige Brennstoff
wird dem Verbrennungsluftstrom vorgängig seiner Einströmung in den Brennerinnenraum
über entlang der Eintrittsschlitze angeordneten Gasinjektoren zugeführt. Die Bildung
des Brennstoff/Luft-Gemisches geschieht somit direkt am Ende der tangentialen Lufteintrittsschlitze.
[0004] Die Zunahme des Dralles entlang der Kegelachse, verbunden mit der plötzlichen Querschnittserweiterung
am Brenneraustritt, führt dazu, dass sich stromab des Brenneraustrittes auf der Brennerachse
eine Rückströmzone (innere Rezirkulationszone) bildet, die die Flamme stabilisiert.
Vor dem Staupunkt dieser inneren Rückströmzone wird die Zündung der Flamme eingeleitet.
Es wird eine möglichst kurze Rückströmzone angestrebt.
[0005] Bei ungünstiger Auslegung dieser Brenner breitet sich aber das zentrale Rückströmgebiet
auf der Kegelachse weit stromab in die Brennkammer aus. Es entsteht eine lange, fast
zylindrische Rückströmzone, wobei den zurückströmenden Rauchgasen im Kern die Wärme
entzogen wird. Bei Start des Brenners wird dadurch am Stagnationspunkt vor der Rückstromzone,
an der sich die Flamme stabilisiert, nur kaltes Medium zurücktransportiert. Das hat
den Nachteil, dass die Zündung des Brennstoff/Luft-Gemisches erschwert oder sogar
verhindert wird. Ausserdem werden die Flammenstabilisation geschwächt und die Schadstoffemissionen,
vor allem Kohlenmonoxid und unverbrannte Kohlenwasserstoffe, beim Start des Brenners
erhöht.
[0006] Diese Nachteile können auch bei Brennern mit passiver Rauchgasrezirkulation durch
Injektorförderung, die beispielsweise in EP 0 436 113 B1 beschrieben sind, auftreten.
Dort wird während des Startvorganges zusätzlich zur normalen Verbrennungsluft in die
Nähe der Injektoren Luft in den Brennerkopf eingedüst. Dies führt bei den derzeit
realisierten Anwendungen dazu, dass die Umgebung des Brennerkopfes mit der kalten
Startluft gespült wird und die Rückführung von heissem Rauchgas aus dem Brennraum
behindert wird. Die Aufheizung des Systems erfolgt nur sehr langsam.
[0007] Dadurch werden auch hier die Zündung des Brennstoff/Luft-Gemisches erschwert, die
Flammenstabilisation geschwächt und die Schadstoffemissionen erhöht.
Darstellung der Erfindung
[0008] Die Erfindung versucht, all diese Nachteile zu vermeiden. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren zum Betrieb eines drallstabilisierten Brenners zu entwickeln, das während
der Startphase des Brenners die Zündung problemlos ermöglicht, und zu einer hohen
Flammenstabilisation sowie zu niedrigen Schadstoffemissionswerten führt. Der Normalbetreib
des Brenners soll nicht beeinflusst werden. Desweiteren soll ein Brenner, insbesondere
Vormischbrenner, zur Durchführung dieses Verfahrens bereitgestellt werden.
[0009] Erfindungsgemäss wird dies bei einem Verfahren gemäss Oberbegriff des Patentanspruches
1 dadurch erreicht, dass während des Startvorganges am stromabwärtigen Ende des Drallerzeugers
vom Rand des Brenners ins Zentrum gerichtet Startluft eingedüst wird, welche zumindestens
eine radiale Geschwindigkeitskomponente aufweist, und dass nach dem Ende des Startvorganges
die Eindüsung der zusätzlichen Luft abgeschaltet wird. Erfindungsgemäss wird dies
bei einem drallstabilisierten Brenner zur Durchführung des Verfahrens dadurch erreicht,
am stromabwärtigen Ende des Drallerzeugers mindestens zwei Mittel zur zumindestens
teilweise radialen Eindüsung von Startluft angeordnet sind, welche mit wahlweise verschliessbaren
Zufuhrleitungen verbunden sind.
[0010] Die Vorteile der Erfindung bestehen unter anderem darin, dass günstige Zündbedingungen
geschaffen werden, die Flammenstabilisation verbessert wird und die Schadstoffemissionen
beim Start des Brenners reduziert werden. Es werden Zonen hoher Scherung und Turbulenz
zwischen den eingedüsten Startluftstrahlen und der verdrallten Hauptströmung erzeugt,
die den Stofftransport intensivieren. Die zentrale Rückströmblase wird abgeschnürt
und ein intensiver Feuerball entsteht in unmittelbarer Nähe des Brenners. Die kalte
Startluft gelangt grösstenteils durch die Reaktionszone in die heisse Vortex-Breakdownzone
und transportiert gleichzeitig Brennstoff in das Zentrum und anschliessend in Richtung
des Drallerzeugers. Dadurch nehmen beide Massenströme sofort an der Reaktion teil
und heizen sich stark auf, bevor der Flammenstabilisationspunkt erreicht wird. Eine
Spülung der Umgebung mit kalten Medium, wie im Stand der Technik beschrieben, wird
auf diese Weise verhindert.
[0011] Es ist besonders zweckmässig, wenn die Startluft rein radial und damit unverdrallt
in die Hauptströmung eingedüst wird.
[0012] Aber es ist auch vorteilhaft, wenn die Startluft radial/axial oder radial/tangential
eingedüst wird, so dass sie neben der radialen Geschwindigkeitskomponente auch noch
eine axiale und/oder tangentiale Geschwindigkeitskomponente aufweist. Eine Gegendrallkomponente
der Startluft im Vergleich zur Hauptströmung ist dabei von besonderer Bedeutung, weil
dadurch die Zonen besonders hoher Scherung und Turbulenzen zwischen Startluftströmung
und Hauptströmung erzeugt werden.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen von drallstabilisierten Brennern zur Durchführung des
erfindungsgemässen Verfahrens sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0014] In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Vormischbrenner der Doppelkegelbauart nach dem bekannten Stand der Technik in
perspektivischer Darstellung;
- Fig. 2
- eine weitere perspektivische Darstellung dieses Vormischbrenners aus einer anderen
Ansicht in vereinfachter Form;
- Fig. 3
- einen Schnitt durch den Vormischbrenner gemäss Fig. 1 oder 2, wobei der Brenner mit
Injektoren bestückt ist und die Einströmungsebene von Zuführungskanälen parallel zur
Brennerachse verläuft;
- Fig. 4
- eine Konfiguration des Injektorsystems in Strömungsrichtung;
- Fig. 6
- eine weitere Konfiguration des Injektorsystems in Strömungsrichtung;
- Fig. 7
- einen schematische Längsschnitt des erfindungsgemässen Vormischbrenners in einer ersten
Ausführungsvariante;
- Fig. 8
- eine Vorderansicht des Brenners gemäss Fig. 7;
- Fig. 9
- einen schematischen Längsschnitt des erfindungsgemässen Vormischbrenners in einer
zweiten Ausführungsvariante;
- Fig. 10
- eine Vorderansicht des Brenners gemäss Fig. 9.
[0016] Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt.
Die Strömungsrichtung der Medien ist mit Pfeilen bezeichnet.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der Fig. 1 bis
10 näher erläutert.
[0018] Die Erfindung betrifft den Betrieb von drallstabilisierten Brennern. Beispiele von
aus dem Stand der Technik bekannten drallstabilisierten Vormischbrennern sind in den
Fig. 1 bis 6 abgebildet, die weiter unten beschrieben sind. Derartige Brenner werden
mit gasförmigen und/oder flüssigen Brennstoffen betrieben, die innerhalb des Brenners
durch einen Drallerzeuger intensiv mit Verbrennungsluft oder einem Gemisch aus Verbrennungsluft
und rückgeführten Rauchgasen gemischt und anschliessend verbrannt werden. Diese Brenner
sind so ausgelegt, dass eine überkritische Drallzahl entsteht, so dass die Wirbel
des Brennstoff/Luft-Gemisches aufplatzen und eine Rückstömzone bilden, welche die
Flamme stabilisiert.
[0019] Das erfindungsgemässe Verfahren besteht nun darin, dass während des Startvorganges
am stromabwärtigen Ende des Drallerzeugers vom Rand des Brenners ins Zentrum gerichtet
zusätzlich Luft, sogenannte Startluft eingedüst wird. Diese Startluft muss zumindestens
eine radiale Geschwindigkeitskomponente aufweisen, sie kann aber ebenso auch noch
eine axiale und/oder eine tangentiale Geschwindigkeitskomponente aufweisen.
[0020] Die kalte Startluft gelangt grösstenteils durch die Reaktionszone in die heisse Vortex-Breadownzone
und transportiert gleichzeitig Brennstoff ins Zentrum und anschliessend in Richtung
des Drallerzeugers. Dadurch nehmen beide Massenströme sofort an der Reaktion teil
und heizen sich stark auf, bevor der Flammenstabilisationspunkt erreicht wird. Eine
Spülung der Umgebung mit kaltem Medium wird dadurch verhindert. Ausserdem werden Zonen
hoher Scherung und Turbulenz zwischen der eingedüsten Startluft und der verdrallten
Hauptströmung erzeugt, die zusätzlich den Stofftransport intensivieren und die Flammenstabilisation
verbessern. Die zentrale Rückstromblase wird abgeschnürt und ein intensiver Feuerball
entsteht in unmittelbarer Nähe des Brenners. Durch diese Phänomene werden günstige
Zündbedingungen geschaffen, die Flammenstabilisation verbessert und die Startemissionen
reduziert. Wenn die Startluft mit einem Gegendrall zur verdrallten Hauptströmung (Brennstoff/Luft-Gemisch)
eingedüst wird, sind die oben genannten Effekte besonders ausgeprägt.
[0021] Ist die Startphase des Brenners abgeschlossen, wird die Zufuhr der Startluft beendet,
indem beispielsweise ein in den Zufuhrleitungen angeordnetes Ventil geschlossen wird.
Der Vormischbrenner funktioniert also während des Normalbetriebes unverändert und
vom ob. Startverfahren völlig unbeeinflusst.
[0022] Fig. 1 zeigt einen bekannten Vormischbrenner der Doppelkegelbauart in perspektivischer
Darstellung. Zum besseren Verständnis des Gegenstandes ist es vorteilhaft, wenn gleichzeitig
bei der Erfassung von Fig. 1 auch Fig. 2 herangezogen wird. Diese zwei Figuren haben
hauptsächlich den Zweck, die Art und die Funktionsweise eines solchen Brenners abzustecken.
[0023] Der Vormischbrenner gemäss Fig. 1 besteht aus zwei hohlen kegelförmigen Teilkörpern
1, 2, die versetzt zueinander ineinandergeschachtelt sind. Er wird mit einem gasförmigen
und/oder flüssigen Brennstoff 12, 16 betrieben. Unter dem Begriff "kegelförmig" wird
hier nicht nur die gezeigte, durch einen festen Öffnungswinkel charakterisierte Kegelform
verstanden, sondern er schliesst auch andere Konfigurationen der Teilkörper mit ein,
so eine Diffusor- oder diffusorähnliche Form sowie eine Konfusor- oder konfusorähnliche
Form. Diese Formen sind vorliegend nicht speziell dargestellt, da sie dem Fachmann
ohne weiteres geläufig sind. Die Versetzung der jeweiligen Mittelachse oder Längssymmetrieachse
der Teilkörper 1, 2 zueinander (Vgl. Fig. 4, Pos. 3, 4) schafft auf beiden Seiten,
in spiegelbildlicher Anordnung, jeweils einen tangentialen Lufteintrittskanal 5, 6
frei, durch welche die Verbrennungsluft 7 in Innenraum des Vormischbrenners, d.h.
in den Kegelhohlraum 8 strömt. Die beiden kegeligen Teilkörper 1, 2 weisen je einen
zylindrischen Anfangsteil 9, 10, die ebenfalls, analog den vorgenannten Teilkörpern
1, 2, versetzt zueinander verlaufen, so dass die tangentialen Lufteintrittskanäle
5, 6 über die ganze Länge des Vormischbrenners vorhanden sind. Im Bereich des zylindrischen
Anfangsteils ist eine Düse 11 zur vorzugsweise Zerstäubung eines flüssigen Brennstoffes
12 untergebracht, dergestalt dass deren Eindüsung in etwa mit dem engsten Querschnitt
des durch die Teilkörper 1, 2 gebildeten Kegelhohlraumes 8 zusammenfällt. Die Eindüsungskapazität
und die Betriebsart dieser Düse 11 richtet sich nach den vorgegebenen Parametern des
jeweiligen Vormischbrenners. Der durch die Düse 11 eingedüsten Brennstoff 12 kann
bei Bedarf mit einem rückgeführten Abgas angereichert werden; sodann ist es auch möglich,
durch die Düse 11 die komplementäre Einspritzung einer Wassermenge zu bewerkstelligen.
[0024] Selbstverständlich kann der Vormischbrenner rein kegelig, also ohne zylindrische
Anfangsteile 9, 10 ausgebildet sein. Die Teilkörper 1, 2 weisen des weiteren je eine
Brennstoffleitung 13, 14 auf, welche entlang der tangentialen Eintrittskanäle 5, 6
angeordnet und mit Eindüsungsöffnungen 15 versehen sind, durch welche vorzugsweise
ein gasförmiger Brennstoff 16 in die dort vorbeiströmende Verbrennungsluft 7 eingedüst
wird, wie dies durch Pfeile 16 versinnbildlicht wird, wobei diese Eindüsung zugleich
die Brennstoffinjektionsebene (Vgl. Fig. 4, Pos. 22) des Systems bildet. Diese Brennstoffleitungen
13, 14 sind vorzugsweise spätestens am Ende der tangentialen Einströmung, vor Eintritt
in den Kegelhohlraum 8, plaziert, dies um eine optimale Luft/Brennstoff-Mischung zu
gewährleisten.
[0025] Der Vormischbrenner weist eine als Verankerung für die Teilkörper 1, 2 dienende Frontplatte
18 auf, welche direkt am vorderen Teil des Brennraumes 17 angeordnet ist.
[0026] Wird der Vormischbrenner, wie bereits beschrieben, allein mittels eines flüssigen
Brennstoffes 12 betrieben, so geschieht dies über die zentrale Düse 11, wobei dieser
Brennstoff 12 dann unter einem spitzen Winkel in den Kegelhohlraum 8 bzw. in den Brennraum
17 eingespritzt wird. Aus der Düse 11 bildet sich sonach ein kegeliges Brennstoffprofil
23, das von der tangential einströmenden rotierenden Verbrennungsluft 7 umschlossen
wird. In axialer Richtung wird die Konzentration des eingedüsten Brennstoffes 12 fortlaufend
durch die einströmenden Verbrennungsluft 7 zu einer optimalen Gemisch abgebaut.
[0027] Will man den Vormischbrenner mit einem gasförmigen Brennstoff 16 betreiben, so kann
dies grundsätzlich auch über die zentrale Brennstoffdüse 11 geschehen, vorzugsweise
soll aber eine solche Betriebsart über die Eindüsungsöffnungen 15 vorgenommen werden,
wobei die Bildung dieses Brennstoff/Luft-Gemisches direkt am Ende der Lufteintrittskanäle
5, 6 zustande kommt.
[0028] Bei der Eindüsung des flüssigen Brennstoffes 12 über die Düse 11 wird am Ende des
Vormischbrenners die optimale, homogene Brennstoffkonzentration über den Querschnitt
erreicht. Ist die Verbrennungsluft 7 zusätzlich vorgeheizt oder mit einem rückgeführten
Abgas angereichert, so unterstützt dies die Verdampfung des flüssigen Brennstoffes
12 nachhaltig innerhalb der durch die Länge des Vormischbrenners induzierte Vormischstrecke.
Was die Zumischung eines rückgeführten Rauchgas betrifft, so wird auf die Fig. 3-6
verwiesen.
[0029] Die gleichen Überlegungen gelten auch, wenn über die Brennstoffleitungen 13, 14 statt
gasförmige nun flüssige Brennstoffe zugeführt werden sollten.
[0030] Bei der Gestaltung der kegelförmigen Teilkörper 1, 2 hinsichtlich der Zunahme des
Strömungsquerschnittes sowie der Breite der tangentialen Lufteintrittskanäle 5, 6
sind an sich enge Grenzen einzuhalten, damit sich das gewünschte Strömungsfeld der
Verbrennungsluft 7 am Ausgang des Vormischbrenners einstellen kann. Die kritische
Drallzahl stellt sich am Ausgang des Vormischbrenners ein: Dort bildet sich auch eine
Rückströmzone 24 (Vortex Breakdown) mit einem gegenüber der dort wirkenden Flammenfront
25 stabilisierenden Effekt ein, in dem Sinne, dass die Rückströmzone 24 die Funktion
eines körperlosen Flammenhalters übernimmt.
[0031] Die optimale Brennstoffkonzentration über den Querschnitt wird erst im Bereich des
Wirbelaufplatzens, also im Bereich der Rückströmzone 24 erreicht. Erst an dieser Stelle
entsteht dann eine stabile Flammenfront 25. Die flammenstabilisierende Wirkung ergibt
sich durch die sich im Kegelhohlraum 8 bildende Drallzahl in Strömungsrichtung entlang
der Kegelachse. Ein Rückschlagen der Flamme in das Innere des Vormischbrenners wird
damit unterbunden.
[0032] Allgemein ist zu sagen, dass es durch eine Anpassung der Durchflussöffnung der tangentialen
Lufteintrittskanäle 6, 7 möglich ist, die Rückströmzone 24 ab Ende der Vormischstrecke
zu bilden. Die Konstruktion des Vormischbrenners eignet sich des weiteren vorzüglich,
die Durchflussöffnung der tangentialen Lufteintrittskanäle 5, 6 nach Bedarf zu verändern,
womit ohne Veränderung der Baulänge des Vormischbrenners eine relativ grosse betriebliche
Bandbreite erfasst werden kann.
[0033] Selbstverständlich sind die Teilkörper 1, 2 auch in einer anderen Ebene zueinander
verschiebbar, wodurch sogar eine Überlappung gegenüber der Lufteintrittsebene in den
Kegelhohlraum 8 (Vgl. Fig. 2, Pos. 21) derselben im Bereich der tangentialen Lufteintrittskanäle
5, 6, wie dies aus Fig. 2 hervorgeht, bewerkstelligt werden kann. Es ist sodann auch
möglich, die Teilkörper 1, 2 durch eine gegenläufige drehende Bewegung spiralartig
ineinander zu verschachteln.
[0034] Durch eine in diesem Vormischbrenner erreichbare homogenere Gemischbildung zwischen
den eingedüsten Brennstoffen 12, 16 und der Verbrennungsluft 7 erzielt man tiefere
Flammentemperaturen und damit tiefere Schadstoff-Emissionen, insbesondere tiefere
NOx-Werte. Sodann reduzieren diese tieferen Temperaturen die thermische Belastung
für das Material an der Brennerfront und machen beispielsweise eine Sonderbehandlung
der Oberfläche nicht zwingend.
[0035] Was die Anzahl der Lufteintrittskanäle betrifft, so ist der Vormischbrenner nicht
auf die gezeigte Anzahl beschränkt. Eine grössere Anzahl ist beispielsweise dort angezeigt,
wo es darum geht, die Vorvermischung breiter anzulegen, oder die Drallzahl und somit
die davon abhängige Bildung der Rückströmzone 24 durch eine grössere Anzahl Lufteintrittskanäle
entsprechend zu beeinflussen.
[0036] Vormischbrenner der hier beschriebenen Art sind auch solche, welche zur Erzielung
einer Drallströmung von einem zylindrischen oder quasi-zylindrischen Rohr ausgehen,
die Einströmung der Verbrennungsluft ins Innere des Rohres über ebenfalls tangential
angelegte Lufteintrittskanäle bewerkstelligt wird, und im Innern des Rohres einen
kegelförmigen Körper mit in Strömungsrichtung abnehmenden Querschnitt angeordnet ist,
womit auch mit dieser Konfiguration eine kritische Drallzahl am Ausgang des Brenners
erzielbar ist.
[0037] Fig. 2 zeigt den gleichen Vormischbrenner gemäss Fig. 1, jedoch aus einer anderen
Perspektive und in vereinfachter Darstellung. Diese Figur 2 soll im wesentlichen dazu
dienen, die Konfiguration dieses Vormischbrenners einwandfrei zu erfassen. Insbesondere
ist in dieser Fig. 2 die Versetzung der beiden Teilkörper 1, 2 zueinander, bezogen
auf die Hauptmittelachse 26 (= Brennerachse) des Vormischbrenners, welche der Hauptachse
der zentralen Brennstoffdüse 11 entspricht, recht gut ersichtlich. Diese Versetzung
induziert an sich die Grösse der Durchflussöffnungen der tangentialen Lufteintrittskanäle
5, 6. Die Mittelachse 3, 4 verlaufen hier parallel zueinander.
[0038] Fig. 3 ist ein Schnitt etwa in der Mitte des Vormischbrenners. Die spiegelbildlich
tangential angeordneten Zuführungskanäle 27, 28 erfüllen die Funktion einer Mischstrecke,
in welchen die Verbrennungsluft 7, gebildet aus Frischluft 29 und rückgeführtem Rauchgas
30 perfektioniert wird. Die Verbrennungsluft 7 wird in einem Injektorsystem 200 aufbereitet.
Stromauf jedes Zuführungskanals 27, 28, der als tangentiale Einströmung in den Innenraum
8 des Vormischbrenners dient, wird die Frischluft 29 auf der ganzen Länge des Vormischbrenners
gleichmässig über Lochplatten 31, 32 verteilt. In Strömungsrichtung zur tangentialen
Eintrittskanäle 5, 6 sind diese Lochplatten 31, 32 perforiert. Die Perforierungen
erfüllen die Funktion einzelner Injektordüsen 31a, 32a, welche eine Saugwirkung gegenüber
dem umliegenden Rauchgas 30 ausüben, dergestalt, dass jede dieser Injektordüse 31a,
32a jeweils nur einen bestimmten Anteil an Rauchgas 30 ansaugt, worauf über die ganze
axiale Länge der Lochplatten 31, 32, die der Brennerlänge entspricht, eine gleichmässige
Rauchgas-Zumischung stattfindet. Diese Konfiguration bewirkt, dass bereits am Berührungsort
der beiden Medien, also der Frischluft 29 und des Rauchgases 30, eine innige Vermischung
stattfindet, so dass die bis zu den tangentialen Lufteintrittsschlitzen 5, 6 reichende
Strömungslänge der Zuführungskanäle 27, 28 für die Gemischbildung minimiert werden
kann. Danebst zeichnet sich die hiesige Injektor-Konfiguration 200 dadurch aus, dass
die Geometrie des Vormischbrenners, insbesondere was die Form und Grösse der tangentialen
Lufteintrittskanäle 5, 6 betrifft, formstabil bleibt, d.h. durch die gleichmässig
dosierte Verteilung der an sich heissen Rauchgase 30 entlang der ganzen axialen Länge
des Vormischbrenners entstehen keine wärmebedingten Verwerfungen. Die gleiche Injektor-Konfiguration,
wie die soeben hier beschriebene, kann auch im Bereich der kopfseitigen Brennstoffdüse
11 für eine axiale Zuführung einer Verbrennungsluft vorgesehen werden.
[0039] Fig. 4 ist eine schematische Darstellung des Vormischbrenners in Strömungsrichtung,
worin insbesondere der Verlauf der zum Injektorsystem 200 gehörenden Lochplatten 31,
32 gegenüber den Einströmungsebenen 33 der Zuführungskanäle 27, 28 zum Ausdruck kommt.
Dieser Verlauf ist parallel, wobei die Einströmungsebenen 33 selbst über die ganze
Brennerlänge parallel zur Brennerachse 26 des Vormischbrenners verlaufen. In dieser
Figur ist auch ersichtlich, wie die Injektordüsen 31a, 32a ihren Einströmungswinkel
gegenüber der Brennerachse 26 des Vormischbrenners in Strömungsrichtung verändern.
Von einer anfänglichen spitzen Winkel im Bereich der Kopfstufe des Vormischbrenners
richten sie sich allmählich auf, bis sie im Bereich des Ausganges in etwa senkrecht
zur Brennerachse 26 stehen. Durch diese Vorkehrung wird die Mischungsgüte der Verbrennungsluft
gesteigert und die Rückströmzone positionsstabil gehalten. In anderen Ausführungen
sind auch rechtwinklige Einströmungen einsetzbar.
[0040] Fig. 5 und 6 zeigen im wesentlichen die gleiche Konfiguration gemäss Fig. 3 und 4,
wobei die Lochplatten 34, 35 mit den dazugehörigen Injektordüsen 34a, 35a ebenfalls
parallel über die ganze Brennerlänge zu den Einströmungsebenen 36 der Zuführungskanäle
27, 28 verlaufen. Indessen, diese Einströmungsebenen 36 verlaufen konisch gegenüber
der Brennerachse 26 des Vormischbrenners. Der veränderliche Einströmungswinkel der
Injektordüsen 34a, 35a in Strömungsrichtung entspricht auch hier weitgehend der Konfiguration
gemäss Fig. 3 und 4, wobei sich hier die allmähliche Aufrichtung dieser Injektordüsen
34a, 35a zu einer senkrechten Einströmung im Bereich des Ausganges des Vormischbrenners
primär gegenüber der Einströmungsebene 36 des jeweiligen Zuführungskanals richtet.
[0041] Fig. 7 zeigt in einem schematischen Teillängsschnitt eine erste Ausführungsvariante
eines Vormischbrenners zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, in Fig.
8 ist die Vorderansicht dargestellt. Der Grundaufbau des Brenner entspricht dem in
den Fig. 1 und 2 beschriebenen Brenner. Ein Drallkörper 37 (Teilkegelkörper 1, 2)
erzeugt eine verdrallte Hauptströmung (Brennstoff/Luft-Gemisch 39), in die am stromabwärtigen
Ende des Drallkörpers 37 über die zwei einander gegenüber angeordnete Öffnungen 40
Startluft 38 rein radial eingedüst wird. Die Mittel 40 sind mit Zufuhrleitungen 41
verbunden, die die Startluft 38 unabhängig von der Brennerluftzuführung 42 bereitstellen.
Die Zufuhrleitungen 41 können mittels eines hier nicht dargestellten Ventiles wahlweise
geöffnet oder geschlossen werden.
[0042] Fig. 9 und 10 zeigen eine zweite Ausführungsvariante des Vormischbrenners. Am stromabwärtigen
Ende des Drallerzeugers 37 sind hier 16 unterschiedlich lange Röhrchen 40 symmetrisch
über den Umfang des Drallerzeugers 37 verteilt angeordnet. Selbstverständlich kann
in anderen Ausführungsbeispielen eine andere Anzahl von Röhrchen 40 benutzt werden.
Die Röhrchen 40 sind nicht wie im ersten Ausführungsbeispiel rein radial ausgerichtet,
sondern sie haben zusätzlich eine axiale und tangentiale Richtungskomponente. Sie
reichen bis an die Innenwand des Drallkörpers 37, also bis an die Kegelschalen heran.
Daraus ergibt sich ihre unterschiedliche Länge. Die Röhrchen 40 sind mit einer Ringleitung
41 verbunden , die die Startluft 38 heranführt. Die Startluft 38 wird im Gegendrall
zur Hauptströmung 39 eingedüst. Da die Röhrchen 40 direkt bis an die Kegelschalen
heranführen, zerfallen die Startluftstrahlen 38 nicht schon vorher, sondern sie bewirken,
dass Zonen hoher Scherung und Turbulenzen entstehen, die die Vermischung intensivieren.
Dadurch werden die Zündbedingungen und die Flammenstabilisation verbessert. Wie in
Fig. 9 dargestellt wird die zentrale Rückströmblase 24 abgeschnürt und ein intensiver
Feuerball 43 entsteht in unmittelbarer Nähe des Brenners.
[0043] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern sie lässt sich auf alle drallstabilisierten Brenner anwenden.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1, 2
- kegelförmige Teilkörper
- 3, 4
- Mittelachse zu Pos. 1 und Pos. 2
- 5, 6
- tangentiale Lufteintrittskanäle
- 7
- Verbrennungsluft
- 8
- Kegelhohlraum, Innenraum des Brenners
- 9, 10
- Zylindrische Anfangsteile des Brenners
- 11
- Brennstoffdüse
- 12
- Brennstoff, flüssiger Brennstoff
- 13, 14
- Brennstoffleitungen
- 15
- Eindüsungsöffnungen der Brennstoffleitung 13, 14
- 16
- Brennstoff, gasförmiger Brennstoff
- 17
- vorderer Teil des Brennraumes durch die Blende 103 eingegrenzt
- 18
- Frontplatte
- 21
- Lufteintrittsebene
- 22
- Brennstoffinjektionsebene
- 23
- Brennstoffprofil
- 24
- innere Rückströmzone, Rückströmblase
- 24a
- Rückströmzone, Rückströmblase ohne Einbauten im Brennraum
- 25
- Flammenfront
- 26
- Hauptmittelachse, Brennerachse
- 27, 28
- Zuführungskanäle für Pos. 29 und Pos. 30
- 29
- Frischluft
- 30
- rückgeführtes Rauchgas, reagierte Gase
- 31, 32
- Lochplatten
- 31a, 32a
- Injektordüsen
- 33
- Einströmungsebene der Zuführungskanäle 27, 28
- 34, 35
- Lochplatten
- 34a, 35a
- Injektordüsen
- 36
- Einströmungsebene der Zuführungskanäle 27, 28
- 37
- Drallerzeuger
- 38
- Startluft
- 39
- Brennstoff/Luft-Gemisch bzw. Brennstoff/rückgeführte Rauchgase/Luft-Gemisch
- 40
- Mittel zur Eindüsung von Pos. 38
- 41
- Zufuhrleitungen von Pos. 38
- 42
- Brennerluftzuführung
- 43
- Feuerball
- 200
- Injektorsystem
1. Verfahren zum Betrieb eines mit gasförmigen und/oder flüssigen Brennstoffen (12, 16)
betriebenen drallstabilisierten Brenners, bei dem Verbrennungsluft (7) oder ein durch
Injektorförderung gebildetes Gemisch aus rückgeführtem Rauchgas (30) und Frischluft
(29) sowie Brennstoff (12, 16) mittels eines Drallerzeugers (37) intensiv vermischt
und anschliessend verbrannt werden, wobei eine Rückstömzone (24) gebildet wird, welche
die Flamme stabilisiert, dadurch gekennzeichnet, dass während des Startvorganges am
stromabwärtigen Ende des Drallerzeugers (37) vom Rand des Brenners ins Zentrum gerichtet
Startluft (38) eingedüst wird, welche zumindestens eine radiale Geschwindigkeitskomponente
aufweist, und dass nach dem Ende des Startvorganges die Eindüsung der Startluft (38)
abgeschaltet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Startluft (38) rein radial
eingedüst wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Startluft (38) radial/axial
eingedüst wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Startluft (38) radial/tangential
eingedüst wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Startluft
(38) im Gegendrall zum Brennstoff/Luft-Gemisch (39) eingedüst wird.
6. Brenner zum Betrieb einer Feuerungsanlage mit gasförmigen und/oder flüssigen Brennstoffen
(12, 16) zur Duchführung des Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Brenner einen Drallerzeuger
(37) zur Vermischung von Brennstoff (12, 16) und Verbrennungsluft (7) bzw. einem Gemisch
aus Frischluft (29) und rückgeführten Rauchgasen (30) und zur Erzeugung eines überkritischen
Dralles dieses Gemisches (39) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass am stromabwärtigen
Ende des Drallerzeugers (37) mindestens zwei Mittel (40) zur zumindestens teilweise
radialen Eindüsung von Startluft (38) einander gegenüber angeordnet sind, welche mit
wahlweise verschliessbaren Zufuhrleitungen (41) verbunden sind.
7. Brenner nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (40) am stromabwärtigen
Ende des Drallerzeugers (37) symmetrisch über den Umfang des Drallerzeugers (37) verteilt
angeordnet sind.
8. Brenner nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (40) als Röhrchen
ausgebildet sind, welche mit einer als Ringleitung ausgebildeten Zufuhrleitung (41)
verbunden sind, und dass die Röhrchen direkt bis an Innenwand des Drallkörpers (37)
heranreichen.
9. Brenner nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Brenner
aus mindestens zwei hohlen, kegelförmigen, in Strömungsrichtung ineinandergeschachtelten
Teilkörpern (1, 2) besteht, dass die Mittelachsen (3, 4) dieser Teilkörper (1, 2)
zueinander versetzt verlaufen, dergestalt, dass benachbarte Wandungen der Teilkörper
(1, 2) Lufteintrittskanäle (5, 6) für eine Verbrennungsluft (7) bilden, und dass der
Brenner mit mindestens einer Brennstoffdüse (11, 15) betreibbar ist.
10. Brenner nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffdüse (11) kopfseitig
und auf der Brennerachse (26) angeordnet ist.
11. Brenner nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der tangentialen
Lufteintrittskanäle (5, 6) in Längserstreckung des Brenners eine Anzahl zueinander
beabstandeter Brennstoffdüsen (15) angeordnet sind.
12. Brenner nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchflussquerschnitt eines
von den Teilkörpern (1, 2) gebildeten Kegelhohlraumes (8) in Strömungsrichtung gleichförmig
zunimmt.
13. Brenner nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchflussquerschnitt eines
von den Teilkörpern (1, 2) gebildeten Kegelhohlraumes (8) einen Diffusor, einen diffusorähnlichen
Verlauf, einen Konfusor, einen konfusorähnlichen Verlauf bildet.
14. Brenner nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilkörper (1, 2) spiralförmig
ineinander geschachtelt sind.
15. Brenner nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sich in radialer oder quasi-radialer
Richtung gegenüber den Lufteintrittskanäle (5, 6) Zuführungskanäle (27, 28) erstrecken,
welche je mindestens ein Injektorsysten (200) für die Bereitstellung einer aus Frischluft
(29) und reagierten Gasen (30) bestehenden Verbrennungsluft (7) aufweisen.
16. Brenner nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zum Injektorsystem (200) gehörige
Lochplatten (31, 32; 34, 35) parallel zur jeweiligen Einströmungsebene (33, 36) der
Verbrennungsluft (7) in die Zuführungskanäle (27, 28) verlaufen, dass die Lochplatten
im Bereich der Einströmungsebenen mit Injektordüsen (31a, 32a; 34a, 35a) versehen
sind, und dass der Einströmungswinkel der Injektordüsen in Axialrichtung des Brenners
gegenüber der Brennerachse (26) fortlaufend veränderbar ist.
17. Brenner nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchflussebene der Injektordüsen
(31a, 32a; 34a, 35a) im Bereich der Kopfstufe des Brenners einen spitzen Winkel aufweist,
und dass dieser Winkel in axialer Richtung der Lochplatten (31, 32; 34, 35) allmählich
zunimmt bis dieser im Bereich des Ausganges des Brenners weitgehend senkrecht zur
Einströmungsebenen (33, 36) der Zuführungskanäle (25, 26) und/oder zur Brennerachse
(26) steht.