Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Gasheizgerät, insbesondere für Wassererhitzer, nach
der Gattung des Hauptanspruchs. Bei bekannten Heizgeräten mit einem derart ausgebildeten
Vormischbrenner (44 46 945 A1) wird den Brennzonen die Luft über einen gemeinsamen
Kanal und das Gas über je eine Einzelleitung zugeführt, wobei die Zumessung des Gases
zu jeder Brennzone über je ein in der betreffenden Einzelleitung angeordnetes Regelventil
erfolgt. Diese Anordnung ist verhältnismäßig aufwendig und wegen der nicht zwangsläufigen
Zuteilung der Luft zu den einzelnen Brennzonen auch anfällig gegen Kondensatbildung
in einem Wärmeübertrager und im Abgasweg.
Vorteile der Erfindung
[0002] Die erfindungsgemäße Anordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß gesonderte Regelventile in den Gas-Einzelleitungen
entfallen und infolge der gesteuerten Zufuhr von Luft zu den einzelnen Brennzonen
die Neigung zur Kondensatbildung im Wärmeübertrager und im Abgasweg verringert ist.
Die Luftzuführung zu den nicht aktivierten Brennzonen bleibt voll aufrechterhalten,
wodurch der Taupunkt der Abgase erhöht und die Gefahr der Kondensatbildung weitgehend
vermieden wird. Der vom geförderten Luftvolumenstrom abgeleitete Steuerdruck für den
Gas/Luft-Verbundregler und damit dessen einwandfreie Funktion, bleiben auch im Teillastbereich
des Vormischbrenners voll erhalten.
[0003] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Merkmale sind vorteilhafte Ausgestaltungen
der Anordnung nach dem Hauptanspruch möglich.
[0004] Zur Vermeidung von Mischbereichen von Luft und noch nicht vollständig verbranntem
Gas/Luftgemisch wird vorgeschlagen, daß auch in der Brennkammer Einzelkanäle gebildet
sind, die mit den Einzelkanälen im Luftschacht, bzw. mit den Brennzonen korrespondieren
und deren Höhe sich an der Ausbrandstrecke orientiert.
[0005] Um die Abhängigkeit des Gasregeldrucks vom Gasvolumenstrom zu minimieren, bzw. auszuschalten,
wird weiter vorgeschlagen, daß die Gas-Einzelleitungen in einer mit dem Ausgang des
Gas/Luft-Verbundreglers verbundenen Druckkammer beginnen und eine den Ausgangsdruck
an ein Steuerglied des Reglers leitende Referenzleitung aus einem strömungsberuhigten
Bereich der Druckkammer herausführt. Dadurch ist erreicht, daß nur Änderungen der
statischen Druckverhältnisse ausgangsseitig des Gas/Luft-Verbundreglers erfaßt und
ausgeregelt werden. Die Druckkammer kann in den Regler integriert oder als eigenständiges
Bauteil ausgebildet sein.
[0006] In den Gas-Einzelleitungen ist eine Drosseleinrichtung zur Einstellung der Steigung
der Gas/Luft-Kennlinie angeordnet.
[0007] Dadurch kann der Gas/Luft-Verbundregler in vorteilhafter Weise an das entsprechende
System angepaßt werden. Darüberhinaus kann das Gasheizgerät mit unterschiedlichen
Gasarten betrieben werden.
Zeichnung
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist schematisch in der Zeichnung dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Es zeigen
Figur 1 eine Gesamtansicht eines Gas-Heizgerätes für Wassererhitzer,
Figur 2 die Steuer- und Regeleinrichtung des Heizgerätes nach Figur 1 und
Figur 3 ein Kennlinienbild der Einrichtung nach Figur 2.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0009] Das Heizgerät hat ein Gebläse 10, das Verbrennungsluft über einen Luftschacht 12
einem Vormischbrenner 14 zuführt. Über diesem ist eine Brennkammer 16 angeordnet,
die oben durch einen Wärmeübertrager 18 für in einem Leitungsnetz 20 fließendes Wasser
abgeschlossen ist. Der Vormischbrenner 14 ist in vier Brennzonen 22 geteilt, denen
die Luft über Einzelkanäle 24a, b, c, d zugeführt ist. Die Einzelkanäle 24 sind durch
Zwischenwände 26 im Luftschacht 12 voneinander abgeteilt. In der Brennkammer 16 sind
Zwischenwände 28 zur Bildung von Kammerbereichen 30a, b, c, d vorgesehen, die mit
den Einzelkanälen 24 und den Brennzonen 22 korrespondieren und sich an der Höhe der
Ausbrandstrecke orientieren.
[0010] Das Brenngas ist dem Heizgerät über eine Hauptleitung 32 und eine in Figur 2 näher
dargestellte Einrichtung 34 zum Steuern und Regeln der Leistung des Vormischbrenners
14 und des Gas/Luft-Verhältnisses zugeführt. Die Einrichtung 34 hat zwei Sicherheitsventile
36, 38 und diesen nachgeschaltet einen Gasdruckregler 40 bekannter Bauart, dessen
Regeldruck von einem pneumatischen Verbundstellglied 42 geführt ist. Dieses erfaßt
die vom geförderten Luftvolumenstrom abhängige Druckdifferenz zwischen Meßpunkten
44, 46, von denen der eine, 44, im Luftschacht 12 vor einer Einschnürung 48 und der
andere, 46, stromab der Einschnürung im Einzelkanal 24d angeordnet ist. Das Verbundstellglied
42 wirkt wie bekannt auf ein Servo-Steuerventil 50 des Gasdruckreglers 40 ein und
ist mit diesem sowie mit den beiden Sicherheitsventilen 36, 38, wie in der Zeichnung
angedeutet, zu einer Gas-Luft-Verbundarmatur 52 baulich zusammengefaßt.
[0011] Der Ausgang des Gasdruckreglers 40 ist über eine Leitung 54 mit einer Druckkammer
56 verbunden, aus der Einzelleitungen 58a, b, c, d zu in den Einzelkanälen 24 des
Luftschachts 12 angeordneten Gasdüsen 60 führen. An einen strömungsberuhigten Bereich
der Druckkammer 56 ist eine Referenzleitung 62 angeschlossen, welche die statischen
Druckverhältnisse am Reglerausgang in eine Steuerkammer des Servo-Steuerventils 50
überträgt. In den Einzelleitungen 58 ist je ein elektromagnetisch betätigtes Auf/Zu-Ventil
64 eingebaut und jede Einzelleitung 58 führt über eine verstellbare Drosseleinrichtung
66, deren Funktion nachstehend anhand des Kennlinienbildes nach Figur 3 erläutert
ist.
[0012] Auf der Abszisse des Kennlinienbildes ist die Differenz der Drücke p
1 und p
2 aufgetragen, die sich abhängig vom geförderten Luftstrom an den beiden Meßpunkten
44, 46 ergeben. Auf der Ordinate ist die Differenz zwischen dem geregelten Gasdruck
p
BR und dem Druck p
2 am Meßpunkt 46 aufgetragen, also der Drucküberschuß, mit welchem das Gas in den betreffenden,
die Mischkammer bildenden Einzelkanal 24 gelangt. Das Betriebsverhalten gemäß Linie
a ergibt sich, wenn das Gas ungedrosselt durch die Drosseleinrichtung 66 strömt. Durch
Verengen der Durchgangsöffnung in der Drosseleinrichtung 66 ergeben sich die gestrichelt
gezeichneten Kennlinien b, c und d, wobei die Strecke e den möglichen Bereich der
Verhältniseinstellung darstellt.
[0013] Die Druckkammer 56, die Auf/Zu-Ventile 64 und gegebenenfalls auch die Drosseleinrichtungen
66 könnten auch mit der Gas/Luft-Verbundarmatur 52 baulich zusammengefaßt bzw. in
diese integriert sein.
[0014] Im Betrieb des Heizgerätes wird den einzelnen Brennzonen 22 sowohl die Luft als auch
das Gas getrennt zugeführt, wobei in den Einzelkanälen 24 des Luftschachts 12 eine
gute Durchmischung der beiden Verbrennungskomponenten erfolgt. Die Einzelkanäle 24
haben die Funktion von Vormischkammern, die den Brennzonen 22 des Vormischbrenners
14 einzeln zugeordnet sind. Während im Betrieb die Brennzone 22d ständig aktiviert
ist, können die übrigen Brennzonen 22a, b, c wahlweise einzeln oder gruppenweise über
die Auf/Zu-Ventile 64 zugeschaltet werden. Dabei wird auch über die nicht gasbeaufschlagten
Einzelkanäle 24 Luft gefördert, die sich stromab des Wärmeübertragers 18 mit den Abgasen
mischt und deren Taupunkt anhebt. Die Zwischenwände 28 in der Brennkammer 16 verhindern,
daß sich Mischbereiche von Luft mit noch nicht vollständig verbranntem Gasgemisch
ergeben.
[0015] Durch die beschriebene Anordnung kann der Leistungs- bzw. Regelbereich des Heizgerätes
erweitert werden, weil auch im unteren Leistungsbereich durch die Luftzumischung die
Neigung zur Kondensatbildung weitgehend vermieden ist. Eine Erweiterung des Regelbereichs
wird auch erleichtert bzw. ermöglicht, weil der zwischen den Meßpunkten 44, 46 erfaßte
Steuerdruck unabhängig von der Anzahl der aktivierten Brennzonen 22, d.h. maßgebend
für alle Leistungsstufen des Vormischbrenners 14 ist. Ein Zu- und Abschalten einzelner
Brennzonen 22 bei unveränderter Luftmenge kann die den aktiven Brennzonen 22 zugeführte
Gasmenge nicht verändern, weil in der Druckkammer 56 nur Änderungen der statischen
Drücke erfaßt und vom Gasdruckregler 40 ausgeregelt werden. Mit den Drosseleinrichtungen
66 kann für jede einzelne Brennzone 22 eine Feinabstimmung des Gas/Luftverhältnisses
bei sich ändernder Luftförderung des Gebläses 10 vorgenommen werden.
1. Gas-Heizgerät, insbesondere für Wassererhitzer, mit einem Vormischbrenner, der zum
Zweck der Leistungsstufung in einzeln aktivierbare Brennzonen aufgeteilt ist, denen
die Verbrennungsluft gemeinsam durch ein Gebläse und das Brenngas geregelt über je
eine Einzelleitung zugeführt sind, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Verbrennungsluft ist wie das Brenngas jeder Brennzone (22a, b, c, d) über einen
Einzelkanal (24a, b, d, d) zugeführt,
b) in einer alle Brenngas-Einzelleitungen (58a, b, c, d) speisenden Hauptleitung (32)
ist ein vom Luftvolumenstrom gesteuerter Gas/Luft-Verbundregler (52) eingebaut,
c) zum Zu- und Abschalten der Gaszufuhr zu einzelnen Brennzonen (22a, b, c, d) sind
in den betreffenden Brenngas-Einzelleitungen (58a, b, c, d) Auf/Zu-Ventile (64) vorgesehen.
2. Heizgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch in der Brennkammer (16)
Einzelkanäle (30a, b, c, d) gebildet sind, die mit den Einzelkanälen (24a, b, c, d)
im Luftschacht (12), bzw. mit den Brennzonen (22 a, b, c, d) korrespondieren und deren
Höhe sich an der Ausbrandstrecke orientiert.
3. Heizgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenngas-Einzelleitungen
(58 a, b, c, d) in einer mit dem Ausgang des Gas/Luft-Verbundreglers (52) verbundenen
Druckkammer (56) beginnen und eine den Ausgangsdruck an ein Steuerglied (50) des Reglers
leitende Referenzleitung (62) aus einem strömungsberuhigten Bereich der Druckkammer
(56) herausführt.
4. Heizgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in
jeder Brenngas-Einzelleitung (58a, b, c, d) eine Drosseleinrichtung (66) zur Einstellung
der Steigung der Gas/Luft-Kennlinie angeordnet ist.