[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Leuchtdiodenmatrix-Anzeigevorrichtung, insbesondere
für den Außenbereich, mit in Zeilen und Spalten angeordneten Anzeigepunkten, die mittels
einer Steuereinrichtung ansteuerbar sind und mittels einer Überwachungseinrichtung
auf Anzeigefehler überwacht sind.
[0002] Es wird davon ausgegangen, daß eine derartige Leuchtdiodenmatrix-Anzeigevorrichtung
mit Überwachungseinrichtung auf Anzeigefehler bekannt ist. Die Überwachungseinrichtung
ist hierbei aufwendig und nicht in der Lage, eine fehlerhafte Anzeige ortsgenau zu
erfassen.
[0003] In der DE 27 27 800 ist bei einer Leuchtdioden-Anzeigevorrichtung in Form einer 7-Segmentanzeige
eine Überwachungseinrichtung auf Anzeigefehler angegeben, die einen Stromsensortransistor
aufweist. Eine derartige Überwachungseinrichtung bei einer Leuchtdiodenmatrix einzusetzen,
bietet sich nicht an, da wegen der Vielzahl der Anzeigepunkte ein hoher Aufwand erforderlich
wäre. Eine ähnliche Überwachungseinrichtung für eine Leuchtdioden-Anzeigevorrichtung
bei einer Segmentanzeige zeigt auch die DE 36 20 584 A1, wobei der Offen-Kollektor-Ausgang
der Segmentanzeige ausgenutzt wird. Auch diese Art der Überwachungseinrichtung ist
für eine Leuchtdiodenmatrix-Anzeigevorrichtung nicht geeignet.
[0004] Aus der DE 40 24 499 C1 geht eine Matrix-Anzeigevorrichtung hervor, bei der die Anzeigepunkte
mittels der Lichtaustrittsseiten von Lichtleitfasern gebildet werden. Um verschiedene
Anzeigen zu erzeugen, sind bistabile Verschlußelemente über der Lichtaustrittsseite
der Lichtleitfasern angeordnet. Zum Öffnen bzw. Schließen der Verschlüsse werden an
diese zeilen- und spaltenweise Setz- bzw. Rücksetzimpulse angelegt, die mittels jeweiliger
Optokoppler überwacht werden. Zum Feststellen, ob die Anzeigepunkte tatsächlich leuchten,
ist eine gesonderte Überwachungsschaltung erforderlich.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Leuchtdiodenmatrix-Anzeigevorrichtung
bereitzustellen, die bei einfacher Ausbildung eine zuverlässige Funktionsüberwachung
bietet.
[0006] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Hiernach ist also vorgesehen,
daß die Überwachungseinrichtung eine Stromüberwachungseinrichtung mit Stromaufnehmer
aufweist, mit denen ein Ansteuerstrom jedes Anzeigepunktes erfaßbar und mittels der
Überwachungseinrichtung dem betreffenden Anzeigepunkt zuordenbar ist. Mit diesen Maßnahmen
ist jeder Anzeigepunkt der Anzeigevorrichtung überwacht und eine Lokalisierung des
fehlerhaften Anzeigepunktes gegeben.
[0007] Der Aufwand für die Ansteuerung der Anzeigevorrichtung und die benötigte Leistung
bei gleichzeitiger sicherer Funktionsüberwachung der einzelnen Anzeigepunkte werden
dadurch verringert, daß pro Zeile oder pro Spalte ein Stromaufnehmer vorgesehen ist
und daß die den Koordinatenpunkten der zu aktivierenden Anzeigepunkte entsprechenden
Spalten und Zeilen zyklisch im Multiplexbetrieb mit einer Frequenz ansteuerbar sind,
die eine Aktivierung der anzusteuernden Leuchtdioden oberhalb der Flimmerverschmelzungsfrequenz
des Auges ergibt. Dabei wird eine optimale Anzeigequalität aufrechterhalten, wobei
durch die Höhe der Ansteuerimpulse eine hohe Leuchtdichte erreichbar ist, die mittels
Pulsweitenmodulation auf gegebene äußere Lichtverhältnisse abstimmbar ist.
[0008] Der Ort des jeweils aktivierten Anzeigepunktes kann dadurch einfach festgestellt
werden, daß über eine Rückmeldeleitung zurückgeführte Stromsignale der Stromaufnehmer
in der Steuereinrichtung aufgrund der in derselben vorhandenen Zeitinformation der
Zeilenansteuerung in Verbindung mit der Zeitinformation der Spaltenansteuerung hinsichtlich
eines Fehlers des zu aktivierenden Anzeigepunktes auswertbar sind. Mit der Maßnahme,
daß die Stromaufnehmer durch den Zeichenansteuerleitungen bzw. Spaltenansteuerleitungen
parallel geschaltete Optokoppler gebildet sind, kann der Ansteuerstrom potentialfrei
erfaßt und die Information darüber an die Steuereinrichtung zur Auswertung zurückgeführt
werden, ohne daß die Ansteuerung beeinflußt wird.
[0009] Verschiedene Auswertungen und Reaktionen in einem Fehlerfall werden auf einfache
Weise dadurch ermöglicht, daß die Steuereinrichtung einen Fehlerspeicher aufweist,
in dem Fehlermeldungen hinterlegbar sind, und daß aufgrund der hinterlegten Fehlermeldungen
eine Fehleranzeige und/oder Ausschaltung der Anzeigevorrichtung steuerbar ist. Beispielsweise
kann dadurch das Fehlerkriterium von mehreren aufeinanderfolgenden Messungen abhängig
gemacht werden. Es kann entschieden werden, ob eine Fehlermeldung bei Ausfall eines
oder mehrerer Leuchtpunkte erfolgen soll oder ob bei einer bestimmten einstellbaren
Anzahl von fehlenden Leuchtpunkten die Anzeigevorrichtung wegen nicht mehr eindeutig
erkennbaren Darstellungen (Verstümmelung) ausgeschaltet werden soll.
[0010] Um eine großflächige Anzeige bei zuverlässigem Betrieb zu ermöglichen, ist vorgesehen,
daß sie aus mehreren Anzeigemodulen zusammengesetzt ist, daß jedes Anzeigemodul eine
zu der Steuereinrichtung gehörende Steuereinheit mit Fehlerspeicher aufweist, daß
jedes Anzeigemodul entsprechend den Ansprüchen 2 bis 5 steuerbar ist und daß mittels
der Steuereinrichtung die Gesamtanzeige aus den Anzeigen der einzelnen Anzeigemodulen
zusammensetzbar ist. Mit diesen Maßnahmen kann auch festgestellt werden, ob ein Anzeigemodul
ausgewechselt werden muß.
[0011] Die Überwachungseinrichtung kann dadurch vervollkommnet werden, daß pro Anzeigenmodul
ein Referenzelement vorgesehen ist, mit dem eine Langzeitveränderung der Anzeigeeigenschaften
des Anzeigemoduls erfaßbar ist, und/oder daß ein Temperatursensor pro Anzeigemodul
vorgesehen ist und daß ein Referenzelementsignal bzw. ein Temperatursensorsignal hinsichtlich
einer Abweichung von einem Sollwert mittels der Steuereinheit auswertbar ist/sind.
[0012] Verringert sich z.B. die erzielbare Leuchtdichte bis unter eine vorgebbare Schwelle
oder ändern sich bei einer Farb-Anzeigevorrichtung die Farbwerte gegenüber einem Referenzwert
um ein vorgebbares Maß, so kann eine entsprechende Information zum Auswechseln des
Anzeigemoduls ausgegeben werden. Auf der Grundlage des Temperatursensorsignals kann
z.B. eine Lüftung eingeschaltet werden.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch den Aufbau einer Leuchtdiodenmatrix-Anzeigevorrichtung und
- Fig. 2
- einen Ausschnitt der Leuchtdiodenmatrix-Anzeigevorrichtung nach Fig. 1 mit einer genaueren
Darstellung eines Stromaufnehmers.
[0014] In den Fig. 1 und 2 ist schematisch der Aufbau einer Leuchtdiodenmatrix-Anzeigevorrichtung
wiedergegeben und die Funktionsweise verdeutlicht.
[0015] Gemäß Fig. 1 weist die Anzeigevorrichtung eine Leuchtdiodenmatrix mit in Zeilen y
und Spalten x angeordneten Anzeigepunkten L auf, die von einer Leuchtdiode oder einer
Gruppe von Leuchtdioden gebildet werden. Mit einer Gruppe von Leuchtdioden pro Anzeigepunkt
L können z.B. erhöhte Anzeigeleuchtdichten bei hohen Umgebungsleuchtdichten oder Farbdarstellungen
erzielt werden.
[0016] Die Anzeigepunkte L werden von einer Steuereinheit ST aus mit einem Ansteuerstrom
versorgt, der dem jeweiligen aktivierten Anzeigepunktes AL durch Ansprechen des entsprechenden
Koordinatenpunktes x,y über eine zugehörige Zeilenansteuerleitung ZL und eine zugeordnete
Spaltenansteuerleitung SL zugeführt wird. In dem Strompfad, und zwar vorliegend in
der Zeilenansteuerleitung ZL jedes Anzeigepunktes L, ist ein Stromaufnehmer S angeordnet,
mit dem der Ansteuerstrom des aktivierten Anzeigepunktes AL (Leuchtpunktes) erfaßt
und über eine Rückmeldeleitung ME der Steuereinheit ST zugeführt wird. In der Steuereinheit
ST ist ein Fehlerspeicher FSP angeordnet, in dem eine Kennung bei ausbleibendem oder
fehlerhaftem Ansteuerstrom hinterlegt wird. Alternativ ist auch eine Anordnung der
Stromaufnehmer S in den Spaltenansteuerleitungen SL möglich.
[0017] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, werden die Anzeigepunkte L über einen in der Zeilenansteuerleitung
ZL liegenden Vorwiderstand R
v angesteuert. Der Stromaufnehmer S in Form eines Optokopplers OK ist dem Vorwiderstand
R
v in Reihe mit einem Meßwiderstand R
M parallel geschaltet. Der Optokoppler OK gibt eine potentialfreie Strommessung und
verfälscht den Ansteuerstrom nicht.
[0018] Eine gesamte Anzeigevorrichtung kann aus mehreren Anzeigemodulen zusammengesetzt
sein, die entsprechend der vorstehenden Beschreibung aufgebaut sind. Mittels einer
Steuereinrichtung, von der die Steuereinheit ST mit dem Fehlerspeicher FSP einen Teil
bildet, kann die Anzeige der einzelnen Anzeigemodulen zu der Gesamtanzeige koordiniert
werden. Jedes Anzeigemodul hat eine eigene Überwachungseinrichtung, mit der die Anzeigefehler
innerhalb des Anzeigemoduls festgestellt und ausgewertet werden können. Es ist auch
möglich, eine weitere Fehleranalyse der Anzeigemodulen in der übergeordneten Steuereinrichtung
durchzuführen.
[0019] Die Fehlererfassung in der Steuereinheit erfolgt in Verbindung mit der in der Steuereinheit
vorhandenen Ansteuerinformation der einzelnen Anzeigepunkte L. Die Ansteuerung der
Anzeigepunkte L wird zeilenweise und spaltenweise im Multiplexbetrieb vorgenommen,
wobei pro Anzeigemodul zu einer Zeit nur jeweils ein Anzeigepunkt L, der gegebenenfalls
aus mehreren Leuchtdioden bestehen kann, angesteuert wird. Die Ansteuerfrequenz ist
dabei so hoch, daß die intermittierende Ansteuerung vom Auge nicht wahrgenommen wird,
d.h. oberhalb der Flimmerverschmelzungsfrequenz liegt. Die Leuchtdichte der Anzeigepunkte
L kann dabei mittels Pulsweitenmodulation gewählt werden, wobei durch die Pulsweitenansteuerung
relativ hohe momentane Leuchtdichten erzielbar sind. Da in der Steuereinheit ST die
Ansteuerzeitpunkte der jeweiligen aktivierten Anzeigepunkte AL bekannt sind, kann
der jeweilige Ansteuerstrom und ein mit dem Stromaufnehmer S erfaßter Strom zur Lokalisierung
des jeweiligen angesteuerten Anzeigepunktes AL herangezogen und bei Feststellen eines
Fehlerstromes im Fehlerspeicher FSP mit einer entsprechenden Kennung hinterlegt werden.
Bei einer Gruppe von Leuchtdioden L ist in der Steuereinheit auch die Information
bekannt, wie hoch der jeweilige Ansteuerstrom sein muß, so daß durch Vergleich mit
dem Rückmeldesignal des Stromaufnehmers L auch der Ausfall einzelner Leuchtdioden
durch Vergleich mit dem jeweiligen Sollwert festgestellt werden kann. Bei einer Farbdarstellung,
bei der die einzelnen Leuchtdioden pro Anzeigepunkt L entsprechend der darzustellenden
Farbe angesteuert werden, kann auf diese Weise auf die richtige Farbdarstellung rückgeschlossen
werden. Durch die aufeinanderfolgende Kontrolle aller Anzeigepunkte L ist damit eine
vollständige Überwachung der Anzeigevorrichtung gegeben.
[0020] In der Steuereinheit oder der übergeordneten Steuereinrichtung können in einer Auswerteeinheit
die notwendigen Schlüsse für die Fehlerbehandlungen festgelegt werden. Es kann entschieden
werden, ob eine Fehlermeldung bei Ausfall eines oder mehrerer Anzeigepunkte L erfolgen
soll. Bei einer bestimmten einstellbaren Anzahl von fehlenden aktiven Anzeigepunkten
AL kann die Anzeigevorrichtung wegen nicht mehr eindeutig erkennbaren Darstellungen
(Verstümmelung) ausgeschaltet werden soll.
[0021] Um die Funktionsüberwachung der Anzeigemodule noch zu verbessern, kann z.B. für eine
Langzeitüberwachung der Leuchtdichte und/oder Farbwiedergabe ein Referenzelement RE
vorgesehen sein; bei Abweichung von einem vorgebbaren Sollwert kann über die Steuereinheit
bzw. Steuereinrichtung eine entsprechende Information zum Auswechseln des Anzeigemoduls
ausgegeben werden. Ferner kann ein Temperatursensor TS an geeigneter Stelle vorgesehen
sein, um z.B. eine Kühlvorrichtung zu aktivieren oder die Anzeigevorrichtung bei Gefahr
abzuschalten.
1. Leuchtdiodenmatrix-Anzeigevorrichtung, insbesondere für den Außenbereich, mit in Zeilen
und Spalten angeordneten Anzeigepunkten, die mittels einer Steuereinrichtung ansteuerbar
sind und mittels einer Überwachungseinrichtung auf Anzeigefehler überwacht sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Überwachungseinrichtung eine Stromüberwachungseinrichtung mit Stromaufnehmer
(S) aufweist, mit denen ein Ansteuerstrom jedes Anzeigepunktes (L) erfaßbar und mittels
der Überwachungseinrichtung dem betreffenden Anzeigepunkt (AL) zuordenbar ist.
2. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß pro Zeile (y) oder pro Spalte (x) ein Stromaufnehmer (S) vorgesehen ist und
daß die den Koordinatenpunkten (x,y) der zu aktivierenden Anzeigepunkte (AL) entsprechenden
Spalten (x) und Zeilen (y) zyklisch im Multiplexbetrieb mit einer Frequenz ansteuerbar
sind, die eine Aktivierung der anzusteuernden Leuchtdioden oberhalb der Flimmerverschmelzungsfrequenz
des Auges ergibt.
3. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß über eine Rückmeldeleitung (ME) zurückgeführte Stromsignale der Stromaufnehmer
(S) in der Steuereinrichtung (ST) aufgrund der in derselben vorhandenen Zeitinformation
der Zeilenansteuerung in Verbindung mit der Zeitinformation der Spaltenansteuerung
hinsichtlich eines Fehlers des zu aktivierenden Anzeigepunktes (AL) auswertbar sind.
4. Anzeigevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stromaufnehmer (S) durch den Zeilenansteuerleitungen (ZL) bzw. Spaltenansteuerleitungen
(SL) parallel geschaltete Optokoppler (OK) gebildet sind.
5. Anzeigevorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinrichtung (ST) einen Fehlerspeicher (FSP) aufweist, in dem Fehlermeldungen
hinterlegbar sind, und
daß aufgrund der hinterlegten Fehlermeldungen eine Fehleranzeige und/oder Ausschaltung
der Anzeigevorrichtung steuerbar ist.
6. Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie aus mehreren Anzeigemodulen zusammengesetzt ist,
daß jedes Anzeigemodul eine zu der Steuereinrichtung gehörende Steuereinheit (ST)
mit Fehlerspeicher (FSP) aufweist,
daß jedes Anzeigemodul entsprechend den Ansprüchen 2 bis 5 steuerbar ist und
daß mittels der Steuereinrichtung die Gesamtanzeige aus den Anzeigen der einzelnen
Anzeigemodulen zusammensetzbar ist.
7. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß pro Anzeigenmodul ein Referenzelement (RE) vorgesehen ist, mit dem eine Langzeitveränderung
der Anzeigeeigenschaften des Anzeigemoduls erfaßbar ist, und/oder
daß ein Temperatursensor (TS) pro Anzeigemodul vorgesehen ist und
daß ein Referenzelementsignal bzw. ein Temperatursensorsignal hinsichtlich einer Abweichung
von einem Sollwert mittels der Steuereinheit (ST) auswertbar ist/sind.