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(11) |
EP 0 867 239 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.11.2002 Patentblatt 2002/46 |
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Anmeldetag: 20.03.1998 |
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Verfahren und Anlage zum Auswalzen von Warmbreitband aus stranggegossenen Brammen
Method and installation for rolling hot wide strip from continuously cast thin slabs
Procédé et installation pour laminer de larges bandes à chaud à partir de brames coulées
en continu
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FI FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
24.03.1997 DE 19712212
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.09.1998 Patentblatt 1998/40 |
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Patentinhaber: SMS Demag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Mertens, Werner
41747 Viersen (DE)
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Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Hemmerich, Valentin, Gihske, Grosse,
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 648 552 DE-A- 19 524 082 US-A- 5 533 248
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EP-A- 0 665 296 US-A- 4 601 762
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 006, no. 216 (M-168), 29. Oktober 1982 & JP 57 121808
A (SHIN NIPPON SEITETSU KK), 29. Juli 1982
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung ist auf ein Verfahren und auf eine Anlage zum Auswalzen von Warmbreitband
aus stranggegossenen dünnen bzw. mitteldicken Brammen von etwa 40 bis 100 mm Dicke
gerichtet, wobei der gegossene Brammenstrang in Abschnitte unterteilt wird, in einem
Durchlaufofen einer Temperaturbehandlung unterworfen und zum Auswalzen in eine Walzstraße
gefördert wird.
[0002] Ein Verfahren gemäß Oberbegriff von Anspruch 1 sowie eine Anlage gemäß Oberbegriff
von Anspruch 5 sind der EP-A- 0 665 296 zu entrehmen.
[0003] Aus der EP-A2-0 327 854 ist ein Verfahren und eine Anlage zum Walzen von auf einer
Bandgießanlage gegossenen Vorbändern in einer Warmbreitbandfertigwalzstraße bekannt,
mit einer thermischen Behandlung der gegossenen und auf Vorbandlänge unterteilten
Vorbänder in einem Rollenherdofen, in dem die Vorbänder auf eine homogene Walztemperatur
gebracht werden. Unmittelbar vor ihrem Eintritt in die Fertigwalzstraße werden die
Vorbandlängen noch entzundert.
[0004] Bei der Herstellung von Dünnbrammen ist es oft schwierig, die geforderte Oberflächenqualität
über die gesamte Länge des Dünnbrammenstranges zu gewährleisten. Insbesondere die
beim Gießbeginn oder nach einer Gießunterbrechung gegossenen ersten Abschnitte der
Dünnbrammen können Mängel in ihrer
[0005] Oberflächenbeschaffenheit aufweisen, die sich als Qualitätsminderung auch im gewalzten
Blech auswirken.
[0006] Um diesen Mangel zu beheben, wird in der US-A-5 533 248 vorgeschlagen, fehlerhafte
Brammenabschnitte bereits vor ihrer Temperaturbehandlung in einem Ofen aus der Fertigungslinie
herauszuschleusen und in einer Seitenlinie einer Oberflächenbehandlung zu unterziehen,
wonach sie in einer Pufferzone abgelagert werden.
[0007] In einer nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung (DE 196 21 259.6) wird
vorgeschlagen, bei Bedarf die entsprechenden fehlerhaften Brammenabschnitte aus der
Hauptproduktionslinie herauszuziehen, eine Oberflächenbehandlung durch Schleifen oder
durch Flämmen durchzuführen und daran anschließend die so behandelten Brammenabschnitte
wieder in die Hauptproduktionslinie einzuschleusen. Zu diesem Zweck ist der Rollenherdofen,
in dem die Brammenabschnitte auf eine homogene Walztemperatur gebracht werden, über
eine Teillänge aus mindestens einem in einer Seitenposition quer verfahrbaren Abschnitt
gebildet, wobei die Seitenposition mit der Oberflächenbearbeitungslinie fluchtet.
Die zu behandelnden Brammenabschnitte werden durch diesen verfahrbaren Ofenabschnitt
beheizt, quer in eine Seitenposition des Rollenherdofens gebracht, unter Längsförderung
an den Oberflächen bearbeitet, danach in die Seitenheizposition zurückgefördert und
beheizt quer in die Hauptproduktionslinie zurückgebracht. Nach diesem Verfahren können
nun Brammenabschnitte an ihrer Oberfläche bearbeitet werden, ohne den übrigen Herstellungsablauf
zu stören.
[0008] Nachteilig ist, dass zur Oberflächenbearbeitung eine separate Bearbeitungslinie installiert
werden muss, in die die Brammenabschnitte vorwärts und dann wieder rückwärts verfahren
werden müssen, mit einem entsprechend hohen apparativen Aufwand und hohem Platzbedarf.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, das vorgenannte Verfahren weiter auszubilden, um so
in einer entsprechend ausgebildeten Anlage die Bearbeitung fehlerhafter Oberflächen
von Brammenabschnitten verbessert in einfacher, kostengünstiger und platzsparender
Weise durchführen zu können.
[0010] Die gestellte Aufgabe wird bei einem Verfahren zum Auswalzen von Warmbreitband aus
stranggegossenen dünnen bzw. mitteldicken Brammen von 40 bis 100 mm Dicke der eingangs
genannten Art mit den Kennzeichnungsmerkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0011] Gemäß der Erfindung ist somit eine Inline-Oberflächenbearbeitung von mangelhaften
Brammenabschnitten möglich, ohne die Brammenabschnitte aus der Fertigungslinie auszuschleusen.
Die Oberflächenbearbeitung, die ein Schleifen oder ein Flämmen der mangelhaften Oberfläche
sein kann, kann nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung je nach dem Abstand
zwischen der Querteilvorrichtung (Schere) und der Oberflächenbearbeitungsvorrichtung
mit von der Gießgeschwindigkeit abweichender variabler Geschwindigkeit durchgeführt
werden.
[0012] Entspricht beispielsweise dieser Abstand einer Brammenabschnittslänge, dann kann
die Oberflächenbearbeitungsgeschwindigkeit gleich oder größer als die Gießgeschwindigkeit
sein.
[0013] Entspricht der Abstand zwischen der Oberflächenbearbeitungsvorrichtung und der Querteileinrichtung
beispielsweise der zweifachen Brammenabschnittslänge, dann könnte ein einzelner Brammenabschnitt
auch mit halber Gießgeschwindigkeit bearbeitet werden oder aber auch zwei Brammenabschnitte
mit drei Viertel der Gießgeschwindigkeit.
[0014] Schwankungen in der Gießgeschwindigkeit, beispielsweise bei auftretenden Störungen
oder am Ende einer Sequenz, wirken sich somit mit Vorteil durch das Verfahren der
Erfindung nicht mehr negativ auf den Ablauf der Oberflächenbearbeitung aus.
[0015] Da bei Beginn der Oberflächenbearbeitung die entsprechenden Brammenabschnitte einen
Teil der Heizvorrichtung bereits durchlaufen haben, ist bereits ein gleichmäßiges
Temperaturprofil über die Breite und Länge der Brammenabschnitte vorhanden, was sich
vorteilhaft für einen gleichmäßigen Schleifabtrag auswirkt, wenn die Oberflächenbearbeitung
durch Schleifen erfolgt.
[0016] Für den Fall, dass Brammenabschnitte nicht bearbeitet werden sollen, kann die Oberflächenbearbeitungsvorrichtung
mit hoher Transportgeschwindigkeit bis etwa maximal 90 m/min. durchfahren werden,
so dass nur ein geringer Temperaturverlust entsteht.
[0017] Nach der Oberflächenbearbeitung werden die Brammenabschnitte weiter thermisch behandelt,
um auf das gewünschte Temperaturprofil gebracht zu werden, das für das anschließende
Walzen erforderlich ist. Da dieser Temperaturausgleich in dem Durchlaufofen, beispielsweise
einem Rollenherdofen, durch die Oberflächenbearbeitung unterbrochen wurde, insbesondere
wenn geschleift wird, und nun nach der Oberflächenbearbeitung weiter erfolgt, verlängert
sich der Durchlaufofen gegenüber einem Durchlaufofen ohne Oberflächenbearbeitung,
wenn gleiche Pufferkapazität gegeben sein soll. Das bedeutet eine zusätzliche Verlängerung
des Durchlaufofens entsprechend dem Platzbedarf der Oberflächenbearbeitungsvorrichtung.
Dieser Platzbedarf kann in einfacher Weise bei Neuanlagen auch realisiert werden.
[0018] Wenn das Verfahren der Erfindung, der Inline-Oberflächenbearbeitung, dagegen in eine
gegebene Anlagenkonfiguration integriert werden soll, in der eine Verlängerung des
Durchlaufofens nicht möglich ist, kann die erforderliche Verlängerung der Temperaturbehandlung
gemäß der Erfindung in der Weise durchgeführt werden, dass eine Fähre eines seitlich
verfahrbaren Segmentes des Durchlaufofens, das als Doppelfähre ausgebildet ist, mit
einem Brammenabschnitt gefüllt seitlich neben dem Durchlaufofen in einer Offline-Position
über einen gewissen Zeitraum verbleibt und auf dieser Weise die Pufferkapazität des
Durchlaufofens auf die erforderliche Menge vergrößert, während die andere Fähre in
Inline-Position in der Fertigungslinie angeordnet ist und einen Teil des Durchlaufofens
bildet. Selbstverständlich kann diese Möglichkeit der Ausbildung eines Duchlaufofensegmentes
als beheizbare Doppelfähre auch bei Neuanlagen eingeplant werden, um die Anlagenlänge
des Durchlaufofens zu verkürzen.
[0019] Bei einer Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, die aus einer
Stranggießanlage für Dünnbrammen, einer Querteileinrichtung, einem Durchlaufofen und
einer Walzstraße besteht, ist der Durchlaufofen, beispielsweise ein Rollenherdofen,
in zwei Segmente unterteilt, zwischen die in Inline-Position eine Oberflächenbearbeitungsvorrichtung
zur Bearbeitung mangelhafter Brammenabschnitte angeordnet ist.
[0020] Zusätzlich kann ein derart ausgebildeter Durchlaufofen in weitere Segmente unterteilt
sein, wobei ein Segment als beheizbare Doppelfähre ausgestaltet ist, deren einzelne
Fähren abwechselnd aus der Fertigungslinie quer in je eine Offline-Seitenposition
verfahrbar sind, um die Pufferkapazität des Durchlaufofens zu erhöhen.
[0021] Als Oberflächenbearbeitungsvorrichtung kann eine Heißschleifvorrichtung vorgesehen
sein, der ein Rollgang zugeordnet ist. Alternativ kann als Oberflächenbearbeitungsvorrichtung
eine Flämmmaschine mit zugeordnetem Rollgang eingesetzt werden. Der der Heißschleifvorrichtung
bzw. der Flämmmaschine zugeordnete Rollgang ist vorteilhaft gegen Wärmeverluste abgeschirmt.
[0022] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden
Erläuterungen der in schematischen Zeichnungsfiguren dargestellten Ausführungsbeispiele.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Anlage zum Auswalzen von Warmbreitband,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Anlage gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf eine Anlage zum Auswalzen von Warmbreitband mit in dem Durchlaufofen
integrierter Doppelfähre.
[0024] Entsprechend der Figuren 1 und 2 besteht die Anlage zum Auswalzen von Warmbreitband
im wesentlichen aus einer Stranggießanlage (1) für einen Dünnbrammenstrang von etwa
40 bis 100 mm Dicke, einer Querteileinrichtung (5), beispielsweise einer Schere, einem
Durchlaufofen (2, 3), beispielsweise einem Rollenherdofen, einer weiteren Schere (10)
sowie einer Walzstraße (6). Der Durchlaufofen (2, 3) besteht aus den Segmenten (2)
und (3), zwischen die eine Oberflächenbearbeitungsvorrichtung (4) angeordnet ist.
Das vordere Durchlaufofensegment (2) ist dabei so lang, dass der Abstand der Oberflächenbearbeitungsvorrichtung
(4) von der Querteileinrichtung (5) mindestens der Länge eines Brammenabschnittes
(7, Fig. 3) entspricht. Der gegossene Dünnbrammenstrang (11) wird nach seiner Umlenkung
in die horizontale Fertigungslinie (x) durch die Querteileinrichtung (5) in Brammenabschnitte
(7) gewünschter Länge unterteilt und in den Durchlaufofen (2, 3) eingeführt.
[0025] Brammenabschnitte (7) mit unzureichender Oberflächenqualität werden in der zwischen
den Durchlaufofensegmenten (2) und (3) angeordneten Oberflächenbearbeitungsvorrichtung
(4) bearbeitet, wobei die Vorschubgeschwindigkeit innerhalb der Oberflächenbearbeitungsvorrichtung
(4) von der Gießgeschwindigkeit abweichen kann, je nach der Länge des Abstandes zwischen
der Querteileinrichtung (5) und der Oberflächenbearbeitungsvorrichtung (4) der mindestens
der Länge eines Brammenabschnittes (7) entspricht.
[0026] Brammenabschnitte (7) mit ausreichender Oberflächenqualität werden hingegen mit erhöhter
Geschwindigkeit durch die Oberflächenbearbeitungsvorrichtung (4) in das nächste Durchlaufofensegment
(3) gefördert. Die im Durchlaufofen (2, 3) auf homogene Walztemperatur erwärmten Brammenabschnitte
(7) werden anschließend in der Walzstraße (6) fertig gewalzt, wobei sie je nach Bedarf
mittels der Schere (10) vorher nochmals geteilt werden können.
[0027] In der in der Figur 3 schematisch dargestellten Anlage ist zum Unterschied zur Anlage
gemäß der Figuren 1 und 2 das Durchlaufofensegment (3) in insgesamt drei Segmente
(3a, 3b, 3c) weiter unterteilt. Das mittlere Segment (3b) ist dabei als eine beheizbare
Doppelfähre mit Einzelfähren ausgebildet, die jeweils so lang sind, dass sie einen
Brammenabschnitt aufnehmen können. Die Doppelfähre ist seitlich verfahrbar, so dass
jeweils eine Einzelfähre auf der Fertigungslinie (x) in Inline-Position angeordnet
ist, während sich die andere Fähre (3600) dann in eine Offline-Position neben der
Fertigungslinie (x), also auch seitlich neben dem Durchlaufofen, befindet.
[0028] In Fig. 3 befindet sich eine Einzelfähre (3b), gefüllt mit einem Brammenabschnitt
(7'') in dieser Seitenposition (Offline-Position 3b''), wodurch die Pufferkapazität
um diesen Brammenabschnitt (7'') vergrößert wird. Gleichzeitig befindet sich die andere
Einzelfähre auf der Fertigungslinie (x) und stellt einen Teil des Durchlaufofens dar.
Nach einer bestimmten Heizdauer wird die Fähre mit dem nun aufgeheizten Brammenabschnitt
(7'') aus der Offline-Position (3b'') in die Fertigungslinie (x) zurückverfahren und
der Brammenabschnitt (7'') in das Durchlaufofensegment (3c) gefördert, um die thermische
Behandlung fortzusetzen. Gleichzeitig verläßt die andere Einzelfähre, gefüllt mit
einem Brammenabschnitt (7') oder je nach Bedarf auch leer, die Fertigungslinie (x)
und gelangt in die Offline-Position (3b'). Auf diese Weise kann je nach der Aufheizdauer
außerhalb der Fertigungslinie (x) die Pufferkapazität des Durchlaufofens (2, 3) bei
einem nachträglichen Einbau der Oberflächenbearbeitungsvorrichtung in einen vorhandenen
Durchlaufofen den thermischen Bedürfnissen zur Erzielung einer homogenen Walztemperatur
angepaßt werden.
[0029] Um die Dopplelfähre, gefüllt mit einem Brammenabschnitt, seitlich verfahren zu können,
ist das Durchlaufofensegment (3a) erforderlich, denn hierdurch kann nach der Oberflächenbearbeitung
eine Lücke zum nächstfolgenden noch zu bearbeitenden Brammenabschnitt (7') erzeugt
werden und die Doppelfähre ungehindert durch eine aus der Oberflächenbearbeitungsvorrichtung
(4) austretenden Brammenabschnitt (7) verfahren werden.
[0030] In den Ausführungsbeispielen werden jeweils nur eine Produktionslinie dargestellt.
Es kann sich hierbei gemäß der Erfindung auch um einen Strang einer 2 x 1 Stranggießanlage
oder auch um einen Strang einer Zweistranggießanlage handeln.
1. Verfahren zum Auswalzen von Warmbreitband aus stranggegossenen dünnen bzw. mitteldicken
Brammen von 40 bis 100 mm Dicke, wobei der gegossene Brammenstrang in einer Querteileinrichtung
(5) in Abschnitte (7) unterteilt wird, in einem Durchlaufofen (2,3) einer Temperaturbehandlung
unterworfen und zum Auswalzen in eine Walzstraße gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturbehandlung eines mangelhaften Brammenabschnitts (7) in dem Durchlaufofen
(2, 3) zu einer Oberflächenbearbeitung in einer Oberflächenbearbeitungsvorrichtung
(4) unterbrochen wird und die Oberflächenbearbeitung des Brammenabschnitts (7) in
der Fertigungslinie (x) zwischen der Gießanlage (1) und der Walzstraße (6) mit von
der Gießgeschwindigkeit abgekoppelter Geschwindigkeit - variabel je nach der Länge
eines Brammenabschnitts (7) bezüglich des Abstandes zwischen der Querteileinrichtung
(5) und der Oberflächenbearbeitungsvorrichtung (4) -durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbearbeitung ein Schleifvorgang ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbearbeitung durch Flämmen erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach erfolgter Oberflächenbearbeitung der Brammenabschnitte (7) die weitere thermische
Behandlung der Brammenabschnitte (7) teilweise in einem Teilbereich des Durchlaufofens
(3) seitlich neben der Fertigungslinie (x) in einem als beheizbarer Doppelfähre ausgebildeten
Segment (3b) des Durchlaufofens (2, 3) durchgeführt wird.
5. Anlage zum Auswalzen von Warmbreitband aus stranggegossenen dünnen, bzw. mitteldicken
Brammen von 40 bis 100 mm Dicke nach dem Verfahren der vorhergehenden Ansprüche mit
einer Gießanlage (1), einer Querteileinrichtung (5), einem Durchlaufofen (2,3) und
einer Walzstraße, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchlaufofen (2, 3) in die Segmente (2) und (3) aufgeteilt ist und zwischen
den Segmenten (2) und (3) eine Oberflächenbearbeitungsvorrichtung (4) mit zugeordnetem
Rollgang angeordnet ist, die als Schleifvorrichtung oder Flämmeinrichtung ausgebildet
ist.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Vermendung der Abstand zwischen der in Förderrichtung vor der Oberflächenbearbeitungsvorrichtung
(4) angeordneten Querteileinrichtung (5), beispielsweise eine Schere, und der Oberflächenbearbeitungsvorrichtung
(4) mindestens der Länge eines Brammenabschnitts (7) entspricht.
7. Anlage nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Durchlaufofensegment (3) in Segmente (3a, 3b, 3c) weiter unterteilt ist und das
Durchlaufofensegment (3b) in Form einer beheizbaren Doppelfähre ausgebildet ist, die
parallel zur Fertigungslinie (x) so verfahrbar ist, dass sich jeweils eine der beiden
beheizbaren Fähren in einer seitlichen Position (3b', 3b") neben der Fertigungslinie
(x) und jeweils die andere der beiden Fähren sich in der Fertigungslinie (x) befindet.
1. Method of rolling hot wide strip from continuously cast thin or medium-thickness slabs
of 40 to 100 mm thickness, wherein the cast slab strip is subdivided in a cross-cutting
device (5) into sections (7), subjected to a temperature treatment in a through-type
oven (2, 3) and conveyed to a roll train for rolling out, characterised in that the temperature treatment of a deficient slab section (7) in the through-type oven
(2, 3) is interrupted for a surface processing in a surface treatment device (4) and
the surface processing of the slab section (7) is carried out in the production line
(x) between the casting plant (1) and the roll train (6) at a speed which is decoupled
from the casting speed and which is variable according to the respective length of
a slab section (7) with respect to the spacing between the cross-cutting device (5)
and the surface treatment device (4).
2. Method according to claim 1, characterised in that the surface processing is a grinding process.
3. Method according to claim 1, characterised in that the surface processing is carried out by flame scarfing.
4. Method according to claim 1, 2 or 3, characterised in that after surface processing of the slab sections (7) has been carried out the further
thermal treatment of the slab sections is undertaken partly in a part region of the
through-type oven (3) laterally adjacent to the production line (x) in a segment (3b),
which is formed as a double ferry, of the through-type oven (2, 3).
5. Plant for rolling hot wide strip from continuously cast thin or medium-thickness slabs
of 40 to 100 mm thickness, according to the method of the preceding claims, with a
casting plant (1), a cross-cutting device (5), a through-type oven (2, 3) and a roll
train, characterised in that the through-type oven (2, 3) is divided up into segments (2 and 3) and a surface
processing device (4), which is constructed as a grinding device or flame scarfing
equipment, with an associated roller path is arranged between the segments (2 and
3).
6. Plant according to claim 5, characterised in that, in use, the spacing between the cross-cutting device (5), for example shears, arranged
in front of the surface processing device (4) in conveying direction and the surface
processing device (4) corresponds with at least the length of a slab section (7).
7. Plant according to claim 5 or 6, characterised in that the through-type oven segment (3) is further subdivided into segments (3a, 3b, 3c)
and the through-type oven segment (3b) is constructed in the form of a heatable double
ferry which is so movable parallel to the production line (x) that in each case one
of the two heatable ferries is disposed in a lateral position (3b', 3b") near the
production line (x) and the respective other one of the two ferries is disposed in
the production line (x).
1. Procédé pour laminer une large bande à chaud à partir de brames coulées en continu
minces ou moyennes d'une épaisseur de 40 à 100 mm, dans lequel le lingot à brame coulé
est subdivisé en tronçons (7) dans un dispositif de division transversale (5), soumis
à un traitement thermique dans un four à passage continu (2, 3) et convoyé dans un
train de laminoir pour le laminage, caractérisé en ce que le traitement thermique d'un tronçon de brame défectueux (7) dans le four à passage
continu (2, 3) est interrompu pour un traitement de surface dans un dispositif de
traitement de surface (4), et en ce que le traitement de surface du tronçon de brame (7) est effectué dans la chaîne de production
(x) entre l'installation de coulée (1) et le train de laminoir (6) à une vitesse découplée
de la vitesse de coulée, c'est-à-dire de façon variable en fonction de la longueur
d'un tronçon de brame (7) par rapport à la distance entre le dispositif de division
transversale (5) et le dispositif de traitement de surface (4).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le traitement de surface est une opération de meulage.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le traitement de surface s'effectue au chalumeau.
4. Procédé selon les revendications 1, 2 ou 3, caractérisé en ce qu'après le traitement de surface des tronçons de brame (7), on poursuit le traitement
thermique des tronçons de brame (7) en partie dans une zone partielle du four à passage
continu (3) latéralement à côté de la chaîne de production (x) dans un segment (3b)
du four à passage continu (2, 3), segment qui est réalisé sous forme de transbordeur
double susceptible d'être chauffé.
5. Installation pour laminer une large bande à chaud à partir de brames coulées en continu
minces ou moyennes d'une épaisseur de 40 à 100 mm selon le procédé des revendications
précédentes avec une installation de coulée (1), un dispositif de division transversale
(5), un four à passage continu (2, 3) et un train de laminoir, caractérisée en ce que le four à passage continu (2, 3) est subdivisé en les segments (2) et (3), et en ce qu'un dispositif de traitement de surface (4) comportant une ligne à rouleaux associée
est agencé entre les segments (2) et (3) et réalisé sous forme de dispositif de meulage
ou de dispositif à chalumeau.
6. Installation selon la revendication 5, caractérisée en ce que lors de l'utilisation, la distance du dispositif de division transversale, par exemple
une cisaille, agencé en direction de convoyage en avant du dispositif de traitement
de surface (4), et le dispositif de traitement de surface (4) correspond au moins
à la longueur d'un tronçon de brame (7).
7. Installation selon l'une ou l'autre des revendications 5 et 6, caractérisée en ce que le segment (3) du four à passage continu est davantage subdivisé en segments (3a,
3b, 3c), et en ce que le segment (3b) du four à passage continu est réalisé sous la forme d'un transbordeur
double susceptible d'être chauffé qui est mobile parallèlement à la chaîne de production
(x) de telle sorte que l'un des deux transbordeurs susceptibles d'être chauffés se
trouve dans une position latérale (3b', 3b") à côté de la chaîne de production (x)
et l'autre des deux transbordeurs se trouve dans la chaîne de production (x).

