(19)
(11) EP 0 867 571 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.09.1998  Patentblatt  1998/40

(21) Anmeldenummer: 97101051.7

(22) Anmeldetag:  28.03.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E04B 1/16, E04B 5/43
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(71) Anmelder:
  • Rudolph, Volker
    80639 München (DE)
  • Plöhn, Heiko
    82031 Grünwald (DE)

(72) Erfinder:
  • Rudolph, Volker
    80639 München (DE)
  • Plöhn, Heiko
    82031 Grünwald (DE)

   


(54) Halbfertigdeckenelement auf der Stahlbetonstütze einer Flachdecke


(57) Im Gegensatz zu herkömmlichen Halbfertigdeckenelementen wird bei diesem Halbfertigdeckenelement die Stütze (2) im Flächeninneren durch das Element geführt. Daher muß an der Durchführungsstelle eine Aussparung vorhanden sein. Durch diese Bauweise kann die Schubbewehrung im Fertigteilwerk bereits eingelegt werden.




Beschreibung


[0001] Als Halbfertigdeckenelement verstehen wir die in der Stahlbetonfertigteiltechnik benutzen Deckenplatten, die durch eine (bewehrte) Ortbetonschicht ergänzt werden. Als Beispiele nennen wir Filigranplatten und Kaiser-Omnia Deckenplatten.

[0002] Wir beanspruchen das Patent für ein Halbfertigdeckenelement, daß die an einem Punktlager auftretenden Schubkräfte aufnimmt und gleichzeitig eine Aussparrung besitzt, durch die die Stützenbewehrung geführt werden kann.

[0003] Dieses Halbfertigdeckenelement soll so gefertigt werden, daß der Querschnitt des Stützenauflagers als Aussparung im Inneren (also nicht auf dem Rand) des Elements vorgesehen wird. Damit soll erreicht werden, daß die statisch notwendige Schubbewehrung an einer Stütze in genau ein Halbfertigdeckenelement im Fertigteilwerk eingelegt werden kann. Zusätzlich wird die Gefahr der Verwechslung der Schubbewehrung beim Einbau der Fertigteile auf der Baustelle vermindert.

[0004] Bei der bisherigen Verwendung von Halbfertigdeckenelementen im Zusammenhang mit der Skelettbauweise sind uns nur die Lösung von Kollegger und Mischbauweisen bekannt. Die Mischbauweisen charakterisieren sich durch größere Flächen, die nur in Ortbeton ausgeführt werden (Beispiel: deckengleiche Ortbetonunterzüge, große Aussparungen in die die Schubbewehrung für die Stütze eingelegt wird).

[0005] In der beigefügten Anlage haben wir ein beliebiges Beispiel dargestellt, wobei die Lage der Stütze sowie die Form der Stütze und der Platte dadurch nicht festgelegt sein sollen. Die Gitterträger sind nur als Beispiel gewählt, jede andere Aussteifungskonstruktion kann ebenso verwendet werden. Für die Schubbewehrung kann man zum Beispiel DEHA-Dübelleisten, Gitterträger (KTS, Kaiser-Omnia) oder Bügel verwenden.

[0006] Die Größe der Aussparung kann um einige Zentimeter den Bedürfnissen der Baustelle angepaßt werden.


Ansprüche

1. Vorfabriziertes Deckenelement für den Wohn- und Industriebau, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer Betonschicht besteht, die eine Armierung, eine Aussteifung und eine glatte Unterseite aufweist, und daß es eine Öffnung aufweist, um die Stützenbewehrung durchzuführen, und daß es verstärkte Bewehrung aufweist, welche die Schubspannungen im Bereich der Öffnung aufnimmt. Ergänzt wird diese Betonschicht durch armierten Ortbeton.
 




Zeichnung










Recherchenbericht