[0001] Die Erfindung betrifft einen Sporthandschuh mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Anspruches 1.
[0002] Bei einem bekannten Sporthandschuh (DE 93 18 229 U1) weist die Trägerschicht auf
der der Hand zugekehrten Seite eine Latexkaschierung auf, womit eine bessere Haftung
des Sporthandschuhes an der Hand erreicht wird.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sporthandschuh der eingangs genannten
Art zu verbessern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Sporthandschuh mit
den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand
der Unteransprüche.
[0004] Dadurch, daß aufgrund der Strukturierung der Latexlage die Berührungsfläche zwischen
der Trägerschicht und der Haut des Handschuhträgers Unterbrechungen aufweist, ist
die Trägerschicht erheblich atmungsaktiver als bei den bekannten Handschuhen. Gleichzeitig
ist durch die latexkaschierten Bereiche ein hautnaher und fester Sitz des Handschuhs
ohne Verrutschen gewährleistet, was bei Torwarten die Fangsicherheit und die Aufpralldämpfung
spürbar erhöht. Die Beschichtung der Trägerschicht mit der Latexlage wird durch eine
spezielle Einstellung der Latexbeschichtungsanlage in Verbindung mit speziellen Motivwerkzeugen
erreicht. Dabei sind Auftragsstärken möglich von 0,1 mm an aufwärts gegenüber den
ansonsten mindestens notwendigen 1,5mm.
[0005] Die Formen und Arten der Strukturierung der Latexlage sind nahezu beliebig wählbar.
Für eine leichte Herstellbarkeit ist es von Vorteil, wenn sich latexkaschierte und
latexfreie Bereiche streifenförmig abwechseln, wobei vorzugsweise die Streifen fließend
ineinander übergehen und ein leicht wellenförmiges Profil aufweisen. Es ist aber auch
möglich, daß latexkaschierte Bereiche eine Punktform aufweisen. Hinsichtlich der Kombination
von Atmungsaktivität durch die latexfreien Bereiche und guter Haftung durch die latexkaschierten
Bereiche hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn die latexkaschierten
Bereiche die Trägerschicht zu etwa 70% bedecken. Der Bedeckungsgrad kann aber auch
auf die unterschiedlichen Witterungsbedingungen und das jahreszeitlich unterschiedliche
Transpirationsverhalten abgestimmt werden.
[0006] Zur Bildung der Strukturierung kann die Latexlage auf der der Handfläche zugewandten
Seite auch durch Nadelung mittels einer Nadel-Aufrauhmaschine oder mittels einer anderen
technischen Einrichtung so aufgerauht sein, daß die Berührung mit der Haut des Handschuhträgers
in einer großen Vielzahl kleinflächiger Bereiche erfolgt.
[0007] Als weitere Möglichkeit der Strukturierung können an der betreffenden Oberfläche
der Latexlage streifenförmige, aneinander angrenzende Bereiche mit jeweils konvex
gewölbter Oberfläche ausgebildet sein.
[0008] Besonders gute elastische Eigenschaften bei gleichzeitig hoher Atmungsaktivität erreicht
ein Sporthandschuh, bei dem die Trägerschicht eine Trägerlage aus einem überwiegend
aus Baumwolle und im übrigen aus einem Elastomer bestehenden bielastischen Material
aufweist, und zwischen dieser Trägerlage und der auf der der Handfläche zugewandten
Seite vorgesehenen Latexlage eine Schaumstofflage vorgesehen ist. Aus Gründen der
vereinfachten Herstellung kann die Latexlage auf einer textilen Gewebelage aufgebracht
sein. Der Sporthandschuh kann aber auch eine andere Lagenanzahl und Abfolge aufweisen.
[0009] Im folgenden ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Ansicht des die Handinnenfläche bedeckenden Teiles eines ersten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch die Trägerschicht des die Handinnenfläche bedeckenden Teiles des
Ausführungsbeispiels,
- Fig. 3
- eine Ansicht der Trägerschicht auf der der Handinnenfläche zugewandten Seite,
- Fig. 4
- einen der Fig. 2 ähnlichen Schnitt durch die Trägerschicht des die Handinnenfläche
bedeckenden Teiles eines zweiten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 5
- eine Ansicht der Trägerschicht auf der der Handinnenfläche zugewandten Seite des Ausführungsbeispiels
von Fig. 4,
- Fig. 6
- einen den Fig. 2 und 4 ähnlichen Schnitt durch die Trägerschicht des die Handinnenfläche
bedeckenden Teiles eines dritten Ausführungsbeispiels und
- Fig. 7
- eine Ansicht der Trägerschicht auf der der Handinnenfläche zugewandten Seite des Ausführungsbeispieles
von Fig. 6.
[0010] Bei einem Sporthandschuh besteht der die Handinnenfläche bedeckende Teil aus einer
mehrlagigen Trägerschicht 1, welche auf der der Hand abgewandten Seite mit einer Naturlatexlage
3 versehen ist. Die Latexlage 3 ist dabei auf einer Trägerlage 5 aus einem bielastischen
Material aufgebracht. Dieses bielastische Material besteht überwiegend aus Baumwolle
und im übrigen aus einem Elastomer. Es gibt der Trägerschicht 1 und damit dem Sporthandschuh
die gewünschte Stabilität. Auf der der Hand zugewandten Seite, also auf der der Latexlage
3 abgewandten Seite, ist auf der Trägerlage 5 eine Gewebezwischenlage 7 aus vorzugsweise
reiner Baumwolle aufgebracht. Auf diese Gewebezwischenlage 7 wiederum ist auf der
der Hand zugewandten Seite eine Schaumstofflage 9 aufgeklebt. Die Schaumstofflage
9 besteht beispielsweise aus einem Moltoprenschaum. Auf der Schaumstofflage 9 ist
eine weitere Gewebelage 11 aus vorzugsweise 100% Baumwolle angebracht.
[0011] Die weitere Gewebelage 11 ist bei dem in Fig. 1 - 3 dargestellten Ausführungsbeispiel
auf der der Handfläche zugewandten Seite teilweise mit Latex überzogen, so daß sowohl
latexkaschierte Bereiche 13 als auch latexfreie Bereiche 15 vorhanden sind. Die latexkaschierten
Bereiche 13 und die latexfreien Bereiche 15 sind jeweils streifenförmig ausgebildet
und einander abwechselnd nebeneinander angeordnet. Dabei weisen die Streifen ein leicht
wellenförmiges Profil in der Art auf, daß die latexkaschierten Bereiche 13 die Wellenberge
und die Flanken bilden, während die latexfreien Bereiche 15 in den jeweiligen Wellentälern
vorgesehen sind.
[0012] Für eine erleichterte Herstellung können die Trägerlage 5 mit der Latexlage 3 und
der Gewebezwischenlage 7 einerseits und die Schaumstofflage 9 mit der weiteren Gewebelage
11 und der latexkaschierten Bereiche 13 und der latexfreien Bereiche 15 andererseits
getrennt vorgefertigt und dann zusammengefügt werden.
[0013] Bei einem in Fig. 4 und 5 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel weist die Trägerschicht
1 an der Gewebelage 11 eine Latexlage 21 auf. Deren der Handfläche zugekehrte Oberfläche
weist eine Strukturierung in Form einer Aufrauhung (siehe Fig. 5) auf, die mechanisch
mittels einer Nadelaufrauhmaschine erzeugt ist. Aufgrund dieser Aufrauhung ist die
Berührungsfläche mit der Haut des Handschuhträgers in eine Vielzahl kleinflächiger,
gekörnter Bereiche unterteilt, die jeweils durch eingekerbte Vertiefungen voneinander
getrennt sind.
[0014] Bei einem in Fig. 6 und 7 dargestellten dritten Ausführungsbeispiel ist eine Strukturierung
der an der Außenseite der Gewebelage 11 befindlichen Latexlage 31 in der Weise vorgesehen,
daß die der Haut des Handschuhbenutzers zugewandte Seite streifenförmige, gewölbte
Bereiche 23 bildet, die aneinander angrenzen, so daß zwischen den gewölbten Bereichen
23 vertiefte Bereiche 25 in Form von Wellentälern gebildet werden.
[0015] Der die Handaußenfläche bedeckende Teil des Sporthandschuhes weist vorzugsweise jeweils
die gleiche Trägerschicht 1 auf, die aber noch zusätzliche Schichten tragen kann.
1. Sporthandschuh, bei dem zumindest der die Handinnenfläche bedeckende Teil eine ein-
oder mehrlagige Trägerschicht (1) auf wenigstens teilweise textiler Basis aufweist,
die zumindest auf der der Handinnenfläche zugewandten Seite mit einer Latexlage (13;
21; 31) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Latexlage (13; 21; 31) zur Bildung
von Unterbrechungen der Berührungsfläche mit der Haut der Handinnenfläche mit einer
Strukturierung versehen ist.
2. Sporthandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der Strukturierung
die Latexlage in streifenförmige Bereiche (13) unterteilt ist, die sich mit streifenförmigen
latexfreien Bereichen (15) der Trägerschicht (1) abwechseln.
3. Sporthandschuh nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (13) ein
leicht wellenförmiges Profil aufweisen.
4. Sporthandschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen
(13) die Trägerschicht (1) zu etwa 70° bedecken.
5. Sporthandschuh nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (13) auf
einer textilen Gewebelage (11) der Trägerschicht (1) aufgebracht sind.
6. Sporthandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der Strukturierung
die Latexlage (21) auf der der Handinnenfläche zugewandten Seite aufgerauht ist.
7. Sporthandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der Strukturierung
die Latexlage (31) auf der der Handinnenfläche zugewandten Seite in streifenförmige,
aneinander angrenzende Bereiche (23) mit konvex gewölbter Oberfläche (Fig. 6) unterteilt
ist.
8. Sporthandschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht
(1) eine Trägerlage (5) aus einem überwiegend aus Baumwolle und im übrigen aus einem
Elastomer bestehenden, bielastischen Material aufweist.
9. Sporthandschuh nach den Ansprüchen 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Trägerlage (5) und der Gewebelage (11) eine Schaumstofflage (9) vorgesehen ist.
10. Sporthandschuh nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Trägerlage
(5) und der Schaumstofflage (9) eine textile Gewebezwischenlage (7) vorgesehen ist.