| (19) |
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(11) |
EP 0 869 065 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.12.2000 Patentblatt 2000/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.03.1998 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65B 19/20 |
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Verpackungsmaschine für die Fertigung von Klappschachteln
Packaging machine for making hinged-lid boxes
Machine d'emballage pour fabriquer des boîtes à charnière
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
01.04.1997 DE 19713231
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.10.1998 Patentblatt 1998/41 |
| (73) |
Patentinhaber: Focke & Co. (GmbH & Co.) |
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27283 Verden (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Focke, Heinz
27283 Verden (DE)
- Blome, Hermann
27337 Blender-Einste (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bolte, Erich, Dipl.-Ing. et al |
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Meissner, Bolte & Partner
Anwaltssozietät GbR
Hollerallee 73 28209 Bremen 28209 Bremen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 560 164
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US-A- 4 084 393
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackungsmaschine für die Fertigung von Packungen des
Typs Klappschachtel, mit einem drehenden Faltrevolver, an dessen Umfang eine Mehrzahl
von annähernd radialgerichteten, im Querschnitt U-förmigen und zur Bildung einer Füllöffnung
an der radial außenliegenden Seite offenen Taschen zur Aufnahme von Zuschnitten bzw.
teilweise fertiggestellten Packungen, wobei die U-förmig gefalteten Zuschnitte mit
Seitenlappen und Deckel-Seitenlappen an Taschen-Seitenwänden anliegen und die Seitenlappen
einerseits und Deckel-Seitenlappen andererseits durch schräggerichtete Schließkanten
bzw. Deckel-Schließkanten voneinander abgegrenzt sind. Eine solche Maschine ist durch
US 4 084 393 offenbargeworden.
[0002] Klappschachteln bzw. Hinge-Lid-Packungen sind eine weltweit übliche Verpackung für
Zigaretten. Bei der international üblichen konstruktiven Ausgestaltung dieses Packungstyps
ist an einem Schachtelteil ein schwenkbarer Deckel angeordnet. Schmale Seitenwände
der Klappschachtel bestehen aus zwei Lagen, nämlich im Bereich des Schachtelteils
aus einem inneren Seitenlappen und einem äußeren Seitenlappen. Analog hierzu bestehen
Deckel-Seitenwände aus einem inneren Deckel-Seitenlappen und einem äußeren Seitenlappen.
Schachtelteil und Deckel sind im Bereich von Vorderwand und Seitenwänden durch Schließkanten
gegeneinander abgegrenzt. Diese verlaufen im Bereich der Seitenwände schräg.
[0003] Die Verpackungsmaschinen für die Fertigung derartiger Packungen arbeiten zunehmend
mit hohen Drehgeschwindigkeiten des Faltrevolvers. Hierdurch ergeben sich auf die
Zuschnitte bzw. teilweise fertiggestellten Packungen in den Taschen wirkende Zentrifugalkräfte.
Bei einer Gestaltung der Taschen mit einer offenen radial außenliegenden Seite besteht
die Gefahr, daß die Zuschnitte bzw. Packungen aus der Tasche herausgleiten. Das geschilderte
Problem tritt vor allem bei Verpackungsmaschinen auf, bei denen der tellerförmig ausgebildete
Faltrevolver um eine vertikale Achse drehend angeordnet ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln eine zuverlässige
Fixierung von Zuschnitten bzw. teilgefertigten Packungen in Taschen eines Faltrevolvers
zu gewährleisten.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. Verpackungsmaschine
dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite der Taschen-Seitenwände in einem radial
außenliegenden Bereich, benachbart zur Füllöffnung, ein nach innen vorspringender
Anschlag bzw. Vorsprung angeordnet ist, an dem die Schließkante des Seitenlappens
anliegt.
[0006] Der Anschlag folgt in der Kontur der Gestalt der Schließkante des Seitenlappens,
ist also korrespondierend schräggerichtet. Des weiteren ist der Anschlag so gestaltet
und bemessen, daß die infolge der Fliehkraft wirkenden Belastungen am Zuschnitt bzw.
an der teilgefertigten Packung aufgenommen werden. Hingegen wird erfindungsgemäß beim
Ausschub der teilgefertigten Packung aus der Tasche die Rückhaltekraft des Anschlags
überwunden. Der Anschlag ist zu diesem Zweck mit einer schräggerichteten Anlagefläche
ausgebildet, an der die Schließkante beim Ausschub der teilgefertigten Packung aus
der Tasche entlanggleitet.
[0007] Weitere Einzelheiten der Erfindung betreffen die Ausgestaltung des Anschlags bzw.
eines den Anschlag aufweisenden Vorsprungs an der Taschen-Seitenwand sowie weitere
Halteorgane zum zeitweiligen Fixieren des Zuschnitts bzw. der teilgefertigten Packung
in der Tasche.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung einen Faltrevolver in Draufsicht,
- Fig. 2
- eine Tasche eines Faltrevolvers mit Zuschnitt, ebenfalls in Draufsicht, bei vergrößertem
Maßstab,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt III der Tasche gemäß Fig. 2, in nochmals vergrößertem Maßstab,
- Fig. 4
- einen Teil einer Tasche in perspektivischer Innenansicht,
- Fig. 5
- einen Ausschnitt V der Fig. 4 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 6
- eine Tasche mit teilgefaltetem Zuschnitt im Längsschnitt,
- Fig. 7
- einen Detailquerschnitt in der Schnittebene VII-VII der Fig. 6,
- Fig. 8
- einen Querschnitt entsprechend Fig. 7 in einer versetzten Schnittebene VIII-VIII der
Fig. 6.
[0009] In den Zeichnungen ist ein bevorzugtes Anwendungsbeispiel gezeigt, nämlich eine Verpackungsmaschine
für die Fertigung von Klappschachteln 10 für Zigaretten. Dieser Packungstyp wird aus
Zuschnitten 11 gefertigt, die aus dünnem Karton bestehen und die in Fig. 1 erkennbare
charakteristische Gestalt aufweisen. Die Zuschnitte 11 sind mit Stanzschnitten und
Faltlinien versehen zur Definition von Zuschnittbereichen für einen Schachtelteil
12 und einen Deckel 13. Schmale Seitenwände der Klappschachtel 10, nämlich des Schachtelteils
12 einerseits und des Deckels 13 andererseits, werden durch jeweils zwei übereinanderliegende
und durch Klebung miteinander verbundene Faltlappen gebildet. Es handelt sich dabei
um jeweils einen inneren Seitenlappen 14 und einen äußeren Seitenlappen 15 sowie um
einen inneren Deckel-Seitenlappen 16 und einen äußeren Deckel-Seitenlappen 17. Die
durch diese Faltlappen gebildeten Seitenwände einerseits und Deckel-Seitenwände andererseits
sind durch schräggerichtete Schließkanten 18 und Deckel-Schließkanten 19 voneinander
abgegrenzt. Der innere Seitenlappen 14 ist innerhalb des ungefalteten Zuschnitts (Fig.
1) von dem unmittelbar benachbarten inneren Deckel-Seitenlappen durch einen schräggerichteten
Stanzschnitt getrennt, der die Schließkante 18 des Seitenlappens 14 einerseits und
die Deckel-Schließkante 19 des inneren Deckel-Seitenlappens 16 begrenzt.
[0010] Ein in der beschriebenen Weise ausgebildeter, allgemein bekannter Zuschnitt wird
in einem Faltrevolver 20 der Verpackungsmaschine verarbeitet, der hier als tellerförmiger
Drehkörper ausgebildet ist und um eine vertikale Achse drehend angetrieben ist. Der
Faltrevolver 20 ist längs des Umfangs mit einer Mehrzahl von Taschen bestückt, in
die die Zuschnitte 11 eingeführt werden. Die Taschen 21 sind aufgrund der Gestaltung
des Faltrevolvers 20 in einer horizontalen Ebene positioniert und (annähernd) radial
ausgerichtet. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Faltrevolver 20 auf
die gleichzeitige Aufnahme und Verarbeitung von zwei Zuschnitten 11 ausgerichtet,
also für doppelbahnige Betriebsweise. Es sind deshalb stets zwei übereinstimmende
Taschen 21 parallel nebeneinander angeordnet. Entsprechend werden jeweils gleichzeitig
zwei Zuschnitte 11 im Bereich einer Zuschnittstation 22 in die zugeordneten Taschen
21 eingeführt.
[0011] Beim Einführen der Zuschnitte 11 in die Taschen 21 werden erste Faltschritte ausgeführt.
Nach Drehtakten gelangen die Taschen 21 in eine Befüllungsstation 23. Hier wird der
Packungsinhalt in Radialrichtung in die auf der radial außenliegenden Seite offenen
Taschen 21 eingeschoben, und zwar über eine Füllöffnung 24. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
werden paarweise in eine Innenumhüllung eingehüllte Zigarettengruppen, also Zigarettenblöcke
25, in die Taschen 21 bzw. in die bereits teilgefalteten Zuschnitte 11 eingeführt.
[0012] Nach weiteren Drehtakten und Faltschritten werden die weitgehend fertiggestellten
Klappschachteln 10 auf der gegenüberliegenden Seite im Bereich einer Ausschubstation
26 aus den Taschen 21 ausgeschoben und weiteren Faltorganen und einer Leimstation
zugeführt.
[0013] Die Taschen 21 sind im Querschnitt U-förmig ausgebildet, nämlich mit einem Taschenboden
27 und zwei Taschen-Seitenwänden 28, 29. Auf der radial innenliegenden Seite und auf
der radial außenliegenden Seite sind die Taschen offen, ebenso nach oben. Auf der
radial außenliegenden Seite wird die Füllöffnung gebildet.
[0014] Bei dem vorliegenden Beispiel besteht eine Besonderheit darin, daß die Tasche 21
aus zwei winkelförmigen Teiltaschen besteht, die durch einen mittigen Spalt 30 voneinander
getrennt sind. Durch diesen Spalt 30 kann beim Ausschub der Klappschachteln 10 im
Bereich der Ausschubstation 26 ein Förderorgan hindurchtreten, beispielsweise ein
Mitnehmer eines Endlosförderers.
[0015] Die Zuschnitte 11 werden im Bereich der Zuschnittstation 22 auf einer oberhalb des
Faltrevolvers 20 verlaufenden Zuschnittbahn (nicht gezeigt) zugeführt und durch Abwärtsbewegung
in die zugeordneten Taschen 21 eingeführt. Durch das Eindrücken des Zuschnitts 11
in die zugeordnete Tasche 21 werden erste Faltschritte vollzogen. Ein aus einer Bodenwand
sowie einer Vorderwand mit den äußeren Seitenlappen 15 bestehender Zuschnittschenkel
31 wird in eine aufrechte Position gefaltet. Gleichermaßen werden die inneren Seitenlappen
14 und die inneren Deckel-Seitenlappen 16 aufgerichtet unter Anlage an der Innenseite
der beiden Taschen-Seitenwände 28, 29. Ein Teilbereich des Deckels 13 ragt in dieser
Station ungefaltet aus der Tasche 21 heraus, nämlich über die Füllöffnung 24.
[0016] Aufbau und Arbeitsweise des Faltrevolvers 20 ergeben sich im übrigen aus US 4 084
393.
[0017] Der Zuschnitt 11 bzw. die im Bereich des Faltrevolvers 20 weitgehend fertiggestellte
Klappschachtel 10 ist innerhalb der Taschen 21 gegen unerwünschte Bewegung in Richtung
zur Füllöffnung 24, also in Radialrichtung aus der Tasche 21 heraus, gesichert. Insbesondere
werden bei den Drehbewegungen des Faltrevolvers 20 Zentrifugalkräfte an den Zuschnitten
11 wirksam.
[0018] Zum Sichern der Zuschnitte 11 sind an den beiden Taschen-Seitenwänden 28, 29 Anschläge
gebildet, an denen (freie) Kanten bzw. Ränder des Zuschnitts 11 in den Taschen 21
anliegen. Bei dem vorliegenden Beispiel ist jede der beiden Taschen-Seitenwände 28,
29 mit einem Vorsprung 32 versehen. Dieser ist Teil der Taschen-Seitenwände 28, 29,
nämlich ein der Füllöffnung 24 zugekehrter Endbereich. Ein Endabschnitt der Taschen-Seitenwände
28, 29 bildet den nach innen gerichteten Vorsprung, der über die durch die Taschen-Seitenwand
28, 29 gebildete Innenfläche der Tasche 21 nach innen hinwegragt. Der Vorsprung 32
ist von dem übrigen Teil der Taschen-Seitenwand 28, 29 durch einen Spalt 33 getrennt,
der sich hier über einen Teil der Höhe der Taschen-Seitenwand 28, 29 erstreckt.
[0019] Als Stützanschlag für den Zuschnitt 11 dient eine schräggerichtete Stützfläche 34
des Vorsprungs 32. Die Stützfläche ist von außen nach innen in Richtung zur Füllöffnung
24, also zur radial außenliegenden Seite der Tasche 21 hin abgeschrägt.
[0020] An der Stützfläche 34 liegt die Schließkante 18 des (inneren) Seitenlappens 14 des
Zuschnitts 11 an. Die Stützfläche 34 ist zu diesem Zweck entsprechend der Neigung
der Schließkante 18 ebenfalls schräg angeordnet, also mit einer Neigung zum Taschenboden
27 bzw. zur Füllöffnung 24. Die Stützfläche 34 erstreckt sich lediglich über einen
Teilbereich der Höhe der Taschen-Seitenwände 28, 29, etwa in einem mittleren Bereich
der Höhenabmessung.
[0021] Durch die gegeneinander versetzten Innenflächen der Taschen-Seitenwände 28, 29 einerseits
und der Vorsprünge 32 andererseits erstrecken sich die inneren Seitenlappen 14 einerseits
und die inneren Deckel-Seitenlappen 16 andererseits ebenfalls in unterschiedlichen
Ebenen. Wie aus Fig. 7 und Fig. 8 ersichtlich, sind die vorgenannten Faltlappen unter
einem spitzen Winkel zueinander versetzt. Innenflächen 35 der Taschen-Seitenwände
28, 29 einerseits und Innenflächen 36 der Vorsprünge 32 andererseits sind mit unterschiedlichen
Neigungswinkeln zum Taschenboden 27 angeordnet. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist die Innenfläche 35 der Taschen-Seitenwände 28, 29 mit einer stärkeren, nach oben
divergierenden Neigung der Innenfläche 35 ausgebildet als die Innenflächen 36 des
Vorsprungs 32. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist für die Innenfläche 35
eine Neigung von 5,71° gegenüber der Vertikalen vorgesehen. Für die Innenfläche 36
des Vorsprungs 32 beträgt der Winkel 2,86°.
[0022] Durch diese Relativstellung erhält die Schließkante 18 beim Einschub des Zuschnitts
11 in die Tasche 21 Anlage an der Stützfläche 34. Es handelt sich dabei um eine formschlüssige
Abstützung, da eine Haltekomponente in radialer Richtung und eine Haltekomponente
auch in vertikaler Richtung wirksam ist.
[0023] Durch die Gestaltung der Stützfläche 34 und deren Anordnung ist es möglich, den Zuschnitt
11 bzw. die weitgehend fertiggestellte Klappschachtel 10 im Bereich der Ausschubstation
26 in Radialrichtung aus der Tasche 21 über die Füllöffnung 24 auszuschieben, ohne
daß der feststehende Vorsprung 32 dabei hinderlich ist. Vielmehr wird durch entsprechende
Ausschubkraft zunächst die Schließkante 18 an der schrägen Stützfläche 34 gleitend
entlangbewegt und danach der innere Seitenlappen 14 am Vorsprung 32. Es wird demnach
überraschenderweise durch ein feststehendes Organ einerseits eine ausreichende Sicherung
gegen unerwünschte Verschiebungen des Zuschnitts 11 in der Tasche 21 gewährleistet
und schließlich ein störungsfreier Ausschub der Klappschachtel 10 aus der Tasche 21.
[0024] Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Zuschnitt 11 in den Taschen 21 zusätzlich
gesichert gegen Aufwärtsbewegung. Zu diesem Zweck sind an den Taschen-Seitenwänden
28, 29 an deren oberen Rändern Haltezungen 37, 38 angebracht, die mit einem freien
Ende in die Tasche 21 ragen und an einer freien bzw. oberen Kante der inneren Seitenlappen
14 abstützend anliegen. Auch diese Haltezungen 37, 38 sind feststehend angeordnet.
Beim Eindrücken der Zuschnitte 11 in die Taschen 21 werden die betreffenden Teile
des Zuschnitts 11 an den Haltezungen 37, 38 vorbeibewegt. Gleichermaßen wird beim
Ausschub der Klappschachteln 10 aus den Taschen 21 verfahren.
[0025] Im Bereich des Vorsprungs 32 ist im oberen, randseitigen Bereich eine Ausnehmung
39 gebildet. Diese ist durch eine schräg verlaufende Randfläche 40 begrenzt, die in
den Spalt 33 übergeht. Die Ausnehmung 39 dient zur Aufnahme eines nach außen verformten
Teils des Zuschnitts 11, nämlich einer nach außen geformten Spitze 41 des (inneren)
Deckel-Seitenlappens 16.
[0026] Die in vorliegender Weise ausgebildete Tasche 21 ist auch anwendbar bei Faltrevolvern,
die in vertikaler Ebene drehend angetrieben sind, sofern in Wirkungsrichtung von Zentrifugalkräften
offene Taschen vorhanden sind. Des weiteren kann der beschriebene Gedanke auch zum
Einsatz kommen zum Fixieren von anderen Packungen in Taschen, sofern Stützkanten zur
Verfügung stehen.
Bezugszeichenliste:
[0027]
- 10
- Klappschachtel
- 11
- Zuschnitt
- 12
- Schachtelteil
- 13
- Deckel
- 14
- innerer Seitenlappen
- 15
- äußerer Seitenlappen
- 16
- innerer Deckel-Seitenlappen
- 17
- äußerer Deckel-Seitenlappen
- 18
- Schließkante
- 19
- Deckel-Schließkante
- 20
- Faltrevolver
- 21
- Tasche
- 22
- Zuschnittstation
- 23
- Befüllungsstation
- 24
- Füllöffnung
- 25
- Zigarettenblock
- 26
- Ausschubstation
- 27
- Taschenboden
- 28
- Taschen-Seitenwand
- 29
- Taschen-Seitenwand
- 30
- Spalt
- 31
- Zuschnittschenkel
- 32
- Vorsprung
- 33
- Spalt
- 34
- Stützfläche
- 35
- Innenfläche
- 36
- Innenfläche
- 37
- Haltezunge
- 38
- Haltezunge
- 39
- Ausnehmung
- 40
- Randfläche
- 41
- Spitze
1. Verpackungsmaschine für die Fertigung von Packungen des Typs Klappschachtel (10),
mit einem drehenden Faltrevolver (20), an dessen Umfang eine Mehrzahl von annähernd
radialgerichteten, im Querschnitt U-förmigen und zur Bildung einer Füllöffnung (24)
an der radial außenliegenden Seite offenen Taschen (21) zur Aufnahme von Zuschnitten
(11) bzw. teilweise fertiggestellten Packungen (10), wobei die U-förmig gefalteten
Zuschnitte (11) mit Seitenlappen (14) und Deckel-Seitenlappen (16) an Taschen-Seitenwänden
(28, 29) anliegen und die Seitenlappen (14) einerseits und Deckel-Seitenlappen (16)
andererseits durch schräggerichtete Schließkanten (18) bzw. Deckel-Schließkanten (19)
voneinander abgegrenzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite der Taschen-Seitenwände (28, 29) in einem radial außenliegenden
Bereich, benachbart zur Füllöffnung (24), ein nach innen vorspringender Anschlag bzw.
Vorsprung (32) angeordnet ist, an dem die Schließkante (18) des Seitenlappens (14)
anliegt.
2. Verpackungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag bzw. Vorsprung (32) an der Innenseite der Taschen-Seitenwand (28,
29) eine entsprechend der Schließkante (18) schräggerichtete Anlagefläche bzw. Stützfläche
(34) für die Schließkante (18) aufweist und daß die Stützfläche (34) zusätzlich in
Richtung auf die radial außenliegende, offene Seite der Tasche (21) nach innen abgeschrägt
ist.
3. Verpackungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (32) Teil der Taschen-Seitenwand (28, 29) ist und durch einen
Spalt (33) vom übrigen Teil der Taschen-Seitenwand (28, 29) abgegrenzt ist.
4. Verpackungsmaschine nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der am Vorsprung (32) anliegende innere Deckel-Seitenlappen (16) des Zuschnitts
(11) gegenüber dem anschließenden inneren Seitenlappen (14) nach innen spitzwinklig
versetzt ist.
5. Verpackungsmaschine nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Taschen-Seitenwände (28, 29) nach oben bzw. zur offenen Seite divergierend
geneigt sind unter Bildung entsprechender Innenflächen (35) und daß entsprechende
Innenflächen (36) des Vorsprungs (32) eine geringere Neigung aufweisen als die Innenflächen
(35) des übrigen Teils der Taschen-Seitenwände (28, 29).
6. Verpackungsmaschine nach Anspruch 3 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag bzw. Vorsprung (32) im oberen, von der offenen Seite (24) abliegenden
Bereich eine Ausnehmung (39) aufweist, insbesondere im Anschluß an den Spalt (33).
1. Packaging machine for producing packs of the hinge-lid box type (10), having a rotating
folding turret (20) on whose circumference there are arranged a plurality of approximately
radially directed pockets (21) which are of U-shaped cross-section, are open on the
radially outer side for the purpose of forming a filling opening (24) and are intended
for receiving blanks (11) or partially completed packs (10), it being the case that
the blanks (11) folded in the form of a U butt against pocket side walls (28, 29)
by way of side tabs (14) and lid side tabs (16), and the side tabs (14), on the one
hand, and lid side tabs (16), on the other hand, are separated off from one another
by obliquely directed closure edges (18) and lid closure edges (19), respectively,
characterized in that arranged in a radially outer region, adjacent to the filling
opening (24), on the inside of the pocket side walls (28, 29) is an inwardly projecting
stop or protrusion (32) against which the closure edge (18) of the side tab (14) butts.
2. Packaging machine according to Claim 1, characterized in that the stop or protrusion
(32) on the inside of the pocket side wall (28, 29) has an abutment surface or supporting
surface (34) for the closure edge (18), said surface being directed obliquely corresponding
to the closure edge (18), and in that the supporting surface (34) for the closure
edge (18) is additionally bevelled inwards in the direction of the radially outer,
open side of the pocket (21).
3. Packaging machine according to Claim 1 or 2, characterized in that the protrusion
(32) is part of the pocket side wall (28, 29), and is separated off from the remaining
part of the pocket side wall (28, 29) by a gap (33).
4. Packaging machine according to Claim 1 or one of the further claims, characterized
in that the inner lid side tab (16) of the blank (11), said side tab butting against
the protrusion (32), is offset inwards at an acute angle with respect to the adjoining
inner side tab (14).
5. Packaging machine according to Claim 1 or one of the further claims, characterized
in that the pocket side walls (28, 29) are inclined upwards and so as to diverge towards
the open side, corresponding inner surfaces (35) being formed in the process, and
in that corresponding inner surfaces (36) of the protrusion (32) are inclined to a
lesser degree than the inner surfaces (35) of the remaining part of the pocket side
walls (28,29).
6. Packaging machine according to Claims 3 or one of the further claims, characterized
in that in the top region, remote from the open side (24), the stop or protrusion
(32) has a cutout (39), in particular adjoining the gap (33).
1. Empaqueteuse pour la fabrication de paquets du type boîte à couvercle basculant (10),
comportant un revolver de pliage tournant (20) sur le pourtour duquel se trouvent
un certain nombre de poches (21) à section en U dirigées à peu près radialement, ouvertes
pour la formation d'un orifice de remplissage (24) sur le côté extérieur radialement
et destinées à recevoir des flans (11) ou des paquets partiellement achevés (10),
les flans (11) pliés en U s'appuyant par des pattes latérales (14) et des pattes latérales
de couvercle (16) sur des parois latérales (28, 29) des poches et les pattes latérales
(14) d'une part et les pattes latérales de couvercle (16) d'autre part étant délimitées
les unes des autres par, respectivement, des côtés de fermeture (18) et des côtés
de fermeture de couvercle (19) dirigés obliquement, caractérisée par le fait que sur
le côté intérieur des parois latérales (28, 29) de la poche est placée dans une zone
extérieure radialement, près de l'orifice de remplissage (24), une butée ou saillie
saillant vers l'intérieur (32) sur laquelle s'appuie le côté de fermeture (18) de
la patte latérale (14).
2. Empaqueteuse selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la butée ou saillie
(32) sur le côté intérieur de la paroi latérale (28, 29) de la poche présente pour
le côté de fermeture (18) une surface d'appui ou surface de support (34) dirigée obliquement
selon le côté de fermeture (18), et que la surface de support (34) est en plus inclinée
vers l'intérieur en direction du côté ouvert extérieur radialement de la poche (21).
3. Empaqueteuse selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisée par le fait que la
saillie (32) fait partie de la paroi latérale (28, 29) de la poche et est délimitée
de la partie restante de la paroi latérale (28, 29) de la poche par une fente (33).
4. Empaqueteuse selon la revendication 1 ou une des autres revendications, caractérisée
par le fait que la patte latérale intérieure de couvercle (16) du flan (11) appuyée
sur la saillie (32) est décalée vers l'intérieur à angle aigu par rapport à la patte
latérale intérieure contiguë (14).
5. Empaqueteuse selon la revendication 1 ou une des autres revendications, caractérisée
par le fait que les parois latérales (28, 29) de la poche sont inclinées de manière
divergente vers le haut ou vers le côté ouvert avec formation de faces intérieures
correspondantes (35), et que des faces intérieures correspondantes (36) de la saillie
(32) présentent une plus petite inclinaison que les faces intérieures (35) de la partie
restante des parois latérales (28, 29) de la poche.
6. Empaqueteuse selon la revendication 3 ou une des autres revendications, caractérisée
par le fait que la butée ou saillie (32) présente dans sa zone supérieure éloignée
du côté ouvert (24) un évidement (39), en particulier contigu à la fente (33).