[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter zur ordnenden Lagerung von Bestandteilen nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Stapelbare Behälter, die einseitig eine Zugriffsöffnung aufweisen und von oben her
offen ausgebildet sind, findet man in verschiedenen Grössen und Formen. Beispielsweise
sind solche Behälter, die als stabile Türme zusammengestetzt werden können, als "Silafix-System"
bekannt aus dem ,,Euro-Katolog 1996" der Firma Georg Utz AG, CH-5620 Bremgarten auf
den Seiten 159 bis 164. Diese Behälter weisen mit ihren vorderen Hohlsäulen eine grosse
Stabilität auf und haben sich in der Praxis für die Aufbewahrung von Schrauben, Muttern
oder sonstigen Einzelteilen in Werkstätten aber auch im Bürobereich ausgezeichnet
bewährt. Nachteilig ist lediglich, dass diese Behälter relativ sperrig sind und deshalb
beim Transport oder bei der Lagerung von ungenutzten Behältern relativ viel Platz
in Anspruch nehmen. Zwar können zwei Behälter umgekehrt und verdreht teilweise platzsparend
zusammengeschoben werden, wenn diese jedoch in einer grossen Anzahl gestapelt werden
müssen, ist eine stabile und geordnete Lagerung kaum gegeben.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Behälter der
vorgenannten Art zu schaffen, die bei ausreichender Stabilität eine gegenüber der
normalen Stapelung platzsparende und stabile Lagerung von unbenutzten Behältern ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Behälter mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0005] Die Erfindung hat den grossen Vorteil, dass die Behälter auf die gesamte Höhe der
Zugriffsöffnung verschachtelt werden können, so dass sich eine enorme Platzersparnis
für die Lagerung von unbenutzten Behältern ergibt. Besonders vorteilhaft ist es, wenn
die Stützelemente des tragfähigen Randes als Längsrippen ausgebildet sind, da diese
den Seitenwänden eine zusätzliche Stabilität in Längsrichtung verleihen. Um eine Verstärkung
im Bereich der Zugriffsöffnung zu erhalten, sind diese Längsrippen zweckmässig nach
unten mit einem verbreiterten Ansatz versehen. Damit die gestapelten Behälter gegenüber
einander nicht verschoben werden können, sind vorteilhafterweise Nasen auf den Längsrippen
im Bereich der Zugriffsöffnung vorgesehen. Damit die verschachtelten Behälter deckungsgleich
in einem stabilen Turm angeordnet werden, hat es sich in der Praxis bewährt, wenn
die Rückwände ebenfalls stufenförmig ausgebildet sind. Ferner hat es sich als äusserst
vorteilhaft erwiesen, wenn unterhalb des stufenförmigen Absatzes ein einwärts gerichteter
breiter Vorsprung vorgesehen ist, wodurch rippenförmige Verstärkungen in der Rückwand
gebildet sind.
[0006] Weitere Vorteile der Erfindung folgen aus den abhängigen Patentansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung, in welcher die Erfindung anhand eines in den schematischen
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert wird. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen offenen Behälter in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- denselben Behälter von der Unterseite gesehen,
- Fig. 3
- zwei gleichartigen Behälter in gestapeltem Zustand, und
- Fig. 4
- zwei gleichartigen Behälter in verschachteltem Zustand.
[0007] In den Figuren sind für dieselben Elemente jeweils dieselben Bezugszeichen verwendet
worden und erstmalige Erklärungen betreffen alle Figuren, wenn nicht ausdrücklich
anders erwähnt. In den Figuren 1 und 2 ist ein offener Behälter 1 perspektivisch von
oben bzw. von unten dargestellt, welcher für die Lagerung von Schrauben, Muttern und
sonstigem Kleinmaterial in Werkstätten oder dergleichen benutzt wird. An der Oberseite
2 ist der Behälter 1 offen mit einem tragfähigen Rand 3 ausgebildet. In der Vorderwand
4 ist eine Zugriffsöffnung 5 vorgesehen, die in etwa über die halbe Höhe und über
die gesamte Breite des Behälters 1 verläuft. Die Seitenwände 6 und 7 des Behälters
1 sind stufenförmig ausgebildet, d.h. sie weisen eine nach innen vorspringenden Stufe
oder Absatz 8 auf, so dass im unteren Bereich 9 des Behälters 1 eine Art zurückversetzte
Wanne 10 verbleibt, und der obere Bereich 11 des Behälters 1 einen verbreiterten Aufsatz
12 ergibt. Auch die Rückwand 13 des Behälters 1 ist dementsprechend stufenförmig mit
einer Stufe oder Absatz 14 ausgebildet, die jedoch weniger breit als die Stufe 8 ist.
Die Seitenwände 6 und 7 weisen ferner im oberen Bereich 9 je eine nach innen vorspringende
Längsrippe 15 und 16 auf, die gegen die Vorderwand 4 hin nach unten mit einem Ansatz
17 verbreitert sind. Dadurch entsteht zwischen der Stufe 8 und dem Ansatz 17 der Längsrippe
15 eine schlitzförmige Aussparung 18. Diese verbreiterten Ansätze 17 der Längsrippen
15 und 16 dienen ausserdem als Verstärkung der Seitenwände 6 und 7 im Bereich der
Zugriffsöffnung 5.
[0008] Im Bodenbereich 19 des Behälters 1 ist ein nach aussen vorstehender, umlaufender
Rand 20 vorgesehen. Wie in Figur 2 erkennbar, ist dieser Rand 20 im Bereich der Rückwand
13 durch einen nach innen vorstehenden breiten Vorsprung 21 unterbrochen. Dadurch
sind seitlich vom Vorsprung 21 rippenförmige Verstärkungen 22 in der Rückwand 13 gebildet.
Auf den Längsrippen 15 und 16 sind je eine kleine Nase 23 im Bereich der Zugriffsöffnung
5 vorgesehen. Ferner ist die Vorderwand 4 mit einer Anschrägung 24 zum Bodenbereich
19 des Behälters 1 hin versehen. Ebenfalls ist ein Etikettenfach 25 in der Vorderwand
4 vorgesehen, um den Inhalt des Behälters 1 mit einer Etikette zu kennzeichnen.
[0009] In Figur 3 sind zwei solchen Behälter 1 und 1' in gestapeltem Zustand gezeigt. Wie
ersichtlich, ist durch die Anschrägung 24 ein ausgezeichneter Zugriff durch die Zugriffsöffnung
5' des unteren Behälters 1' gegeben. Die kleinen Nasen 23' auf den Längsrippen 15'
und 16' des unteren Behälters 1' verhindern, dass der obere Behälter 1 nach vorne
verschoben werden kann, d.h. der umlaufende Rand 20 des oberen Behälters 1 ist zwischen
den Nasen 23' und der Rückwand 13' des unteren Behälters 1' fixiert.
[0010] In Figur 4 sind dieselben Behälter 1 und 1' in verschacheltem, d.h. in ineinander
geschobenenen Zustand gezeigt. Klar erkennbar ist, dass der umlaufende Rand 20 des
oberen Behälters 1 auf der Stufe 8' des unteren Behälters 1' steht. Die Längsrippen
15 und 16 sind im wesentlichen von oben gesehen deckungsgleich mit der Stufe 8. Durch
die schlitzförmigen Aussparungen 18' ist der umlaufende Rand 20 des oberen Behälters
1 zwangsgeführt, so dass die verschachtelten Behälter 1 und 1' nach oben hin fixiert
sind. Diese Behälter 1 und 1' lassen sich somit nur durch Auseinanderschieben trennen.
Auf diese Weise kann eine ganze Reihe von Behältern 1 platzsparend zusammengestellt
werden, wobei sich ein stabiler Turm bildet, der sehr gut transportierbar ist.
[0011] Die Behälter 1 können auch wahlweise gestapelt und verschachtelt zu einem stabilen
Turm zusammengestellt werden, so dass unbenutzte Behälter 1 oder als blosse Vorratsbehälter
ohne direkten Zugriff gemischt mit gefüllten Behältern 1 angeordnet sind. Wegen der
stabilen Stapelung und/oder Verschachtelung lassen sich solche Türme auch sehr einfach
ohne grosse Umstellungen auseinander nehmen.
1. Behälter (1) zur ordnenden Lagerung von Bestandteilen, der an der Oberseite (2) offen
mit einem tragfähigen oberen Rand (3) ausgebildet ist, seitlich eine Zugriffsöffnung
(5) aufweist und dessen Bodenbereich (19) einen zum oberen Rand (3) komplementär ausgebildeten
Rand (20) aufweist, damit gleichartige Behälter (1, 1') stapelbar sind, dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei gegenüberliegenden Seitenwände (6, 7) derart stufenförmig ausgebildet
sind, dass der Behälter (1) seitlich im Bereich der Zugriffsöffnung (5) in einen zweiten
gleichartigen Behälter (1') hineinschiebbar ist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des tragfähigen
Randes (3) Stützelemente (15, 16) zur Unterstützung des unteren Randes (20) eines
gleichartigen Behälters (1) vorgesehen sind.
3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die stufenförmig ausgebildeten
Seitenwände (6, 7) im oberen Bereich je eine Längsrippe (15, 16) als Stützelement
aufweisen.
4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsrippe (15, 16) zur
Zugriffsöffnung (5) hin eine vorstehende Nase (23) aufweist, die mit der Rückwand
(13) zur Fixierung des unteren Randes (20) des gleichartigen Behälters (1) dient.
5. Behälter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsrippe (15,
16) mindestens im Bereich der Zugriffsöffnung (5) zum Bodenbereich (19) hin mit einem
verbreiterten Ansatz (17) versehen ist.
6. Behälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem verbreiterten
Ansatz (17) der Längsrippe (15, 16) und der stufenförmigen Absatz (8) einer Seitenwand
(6, 7) eine schlitzförmige Aussparung (18) vorgesehen ist.
7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückwand
(13) ebenfalls stufenförmig ausgebildet ist.
8. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückwand (13) unterhalb
des stufenförmigen Absatzes (14) einen einwärts gerichteten breiten Vorsprung (21)
aufweist, wodurch rippenförmige Verstärkungen (22) in der Rückwand (13) gebildet sind.