[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kabelschloß für ein bewegbares Objekt, insbesondere
Zweirad, insbesondere Motorrad. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein
Kabelschloß, welches eine Warnfunktion zur Ausgabe einer Warnung aufweist, wenn das
Kabelschloß in unbefugter Weise manipuliert wird.
[0002] Aus der DE 32 42 377 C2 ist ein Kabelschloß mit einem flexiblen Kabelelement bekannt.
An einem Ende weist das Kabelelement eine Schlinge auf, durch welche das andere Ende
zur Herstellung einer in sich geschlossenen Sicherungsschleife hindurchführbar ist.
Die Sicherungsschleife kann beispielsweise um ein feststehendes Objekt, wie einen
Laternenmasten oder dergleichen herumgelegt werden. Das andere Ende des Kabelelements
weist ein Verriegelungselement auf, welches in ein beispielsweise an einem Motorrad
festgelegtes Gegenverriegelungselement einführbar ist. In dem Kabelelement erstreckt
sich eine optische Faser. An dem anderen Ende des Kabelelements ist ein elektrooptischer
Signalwandler vorgesehen, welcher über die Gegenverriegelungseinheit mit elektrischem
Strom gespeist wird. Am einen Ende des Kabelelements ist ein optischer Signalaufnehmer
mit dem optischen Leiter verbunden, welcher das in den optischen Leiter eingespeiste
optische Signal empfängt und in ein elektrisches Signal umwandelt. Dieses elektrische
Signal wird durch in dem Kabelelement verlaufende elektrische Kabel zum anderen Ende
zurückgeleitet und dort in einem Kopplungsbereich in die Gegenverriegelungseinheit
eingespeist. Wird dieses bekannte Kabelschloß beispielsweise durch Durchtrennen des
Kabelelements aufgebrochen, so ist einerseits der Signalleitungsweg des optischen
Leiters unterbrochen, andererseits ist der Rückleitungsweg von dem optischen Aufnehmer
zur Gegenverriegelungseinheit unterbrochen. In einem derartigen unterbrochenen Zustand,
in welchem an sich ein Signal empfangen werden müßte, gibt eine Warneinrichtung ein
Signal aus, um eine unbefugte Manipulation anzuzeigen. Aufgrund des Vorsehens eines
optischen Leiters zur Signalübertragung zwischen den beiden Endbereichen des Kabelelements
sieht dieses bekannte Kabelschloß eine hohe Sicherheit vor. Andererseits ist der Aufbau
von Kabelelementen mit darin integrierten optischen Leitern und den entsprechenden
Signalerzeugungs- und Aufnahmeeinheiten komplex und führt zu relativ hohen Herstellungskosten.
Auch besteht die Gefahr, daß beispielsweise bei übermäßig starkem Knicken des Kabelelements
der optische Leiter beschädigt wird oder das Signal aufgrund einer starken Krümmung
im Leiter zu stark gedämpft wird und somit eine geeignete Erfassung durch den Signalaufnehmer
nicht mehr möglich ist, so daß fälschlicherweise die Ausgabe eines Warnsignals erzeugt
werden kann. Die Verwendung elektrooptischer und optoelektrischer Signalwandler birgt
ferner die Gefahr, daß beispielsweise bei Ausübung starker Stöße, wie sie beim Herabfallen
des Kabelelements vorkommen können, eine Beschädigung dieser Wandler erzeugt werden
kann, was ebenfalls zur Erzeugung eines falschen Alarms bzw. zur Gebrauchsunfähigkeit
des Kabelschlosses führen kann.
[0003] Aus der DE 296 10 831 U1 ist ein Kabelschloß bekannt, bei welchem ein Schließkabel
mit seinen beiden Enden an einem Schloßkörper festlegbar ist. Das Schließkabel bildet
einen Teil eines elektrischen Sicherheitskreises der bei Unterbrechung ein Warnsignal
ausgibt. D.h. wird das Schließkabel durchtrennt, wird ein Alarmton erzeugt. Dieses
bekannte Kabelschloß weist den Nachteil auf, daß das als Teil eines elektrischen Stromkreises
wirkende Schließkabel relativ leicht angezapft und überbrückt werden kann, so daß
beispielsweise nahe den Verbindungspunkten des Schließkabels mit dem Schloßkörper
die beiden Verbindungspunkte extern kurzgeschlossen werden können und darauffolgend
das Schließkabel durchtrennt werden kann, ohne daß dabei ein Alarm erzeugt wird. Dieses
Schloß weist daher eine nur relativ geringe Sicherheit gegen unbefugte Manipulation
auf.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kabelschloß vorzusehen, welches
bei relativ einfachem Aufbau ein hohes Ausmaß an Sicherheit gegen unbefugte Manipulation
gewährleistet.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Kabelschloß für ein bewegbares Objekt,
insbesondere Zweirad, insbesondere Motorrad, gelöst, welches umfaßt: ein Kabelelement,
welches zum Sichern des bewegbaren Objekts mit diesem fest koppelbar oder gekoppelt
ist und dabei wenigstens einen Teilabschnitt einer in sich geschlossenen Sicherungsschleife
bildet, eine zwischen einem ersten Endbereich und einem zweiten Endbereich des Kabelelements
verlaufende Signalleitung zum Übertragen elektrischer Signale zwischen dem ersten
und dem zweiten Endbereich, eine vorzugsweise an dem bewegbaren Objekt festgelegte
oder festlegbare Abfrageeinheit zum Erzeugen eines Abfragesignals, welches über einen
Einkoppel/Auskoppel-Abschnitt nahe dem ersten Endbereich in die Signalleitung eingekoppelt
wird, eine an dem Kabelelement im Bereich des zweiten Endbereichs desselben vorgesehene
und mit der Signalleitung verbundene Antworteinheit zum Empfangen des Abfragesignals
über die Signalleitung und zum Senden eines Antwortsignals über die Signalleitung
und den Einkoppel/Auskoppel-Abschnitt an die Abfrageeinheit in Antwort auf den Empfang
des Abfragesignals.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Kabelschloß wird zunächst also das Signal zwischen den
Endbereichen des Kabelelements auf elektrischem Wege übertragen, so daß einerseits
die bei dem vorangehend zitierten Stand der Technik erforderlichen elektrooptischen
und optoelektrischen Signalwandler und andererseits der durch das Kabelelement hindurchlaufende
Lichtleiter beim erfindungsgemäßen Kabelschloß nicht erforderlich sind. Ferner bildet
das erfindungsgemäße Kabelschloß bzw. das Kabelelement desselben nicht den Teil einer
in sich geschlossenen elektrischen Leitung. Vielmehr werden über die Signalleitung
in beiden Richtungen Signale übertragen, deren Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein,
und deren Signalform ein Entscheidungskriterium dafür bilden können, ob ein Alarm
erzeugt werden soll oder nicht. Es kann also nicht, wie dies bei dem vorangehend zitierten
Stand der Technik der Fall ist, durch Überbrücken des Kabelelements und Erzeugen eines
Kurzschlusses die Sicherheitsfunktion des Kabelelements, und insbesondere der Antworteinheit,
ausgehebelt werden.
[0007] Um die Signale zwischen der Abfrageeinheit und der Signalleitung übertragen zu können,
wird vorgeschlagen, daß im Einkoppel/Auskoppel-Abschnitt eine elektrisch leitende
Verbindung zwischen der Abfrageeinheit und der Signalleitung vorgesehen oder herstellbar
ist. Da bei dem Einsatzgebiet des erfindungsgemäßen Kabelschlosses, d.h. dem Einsatz
bei Zweirädern, welche oftmals im Freien abgestellt sind, nicht ausgeschlossen werden
kann, daß das Kabelschloß Verunreinigungen aufnimmt, die zur Beeinträchtigung einer
direkten elektrisch leitenden Verbindung führen können, ist gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform vorgesehen, daß im Einkoppel/Auskoppel-Abschnitt eine induktive Kopplungsverbindung
zwischen der Abfrageeinheit und der Signalleitung vorgesehen oder herstellbar ist.
Beispielsweise kann hierbei eine erste mit der Abfrageeinheit leitend verbundene Induktionsspule
vorgesehen sein und eine zweite mit der Signalleitung leitend verbundene Induktionsspule
vorgesehen sein, durch welche die induktive Kopplung hergestellt werden kann.
[0008] Das erfindungsgemäße Kabelschloß kann eine am bewegbaren Objekt festgelegte oder
festlegbare erste Verriegelungskomponente umfassen, welche über eine Signalspeiseleitung
mit der Abfrageeinheit in Verbindung steht und einen ersten Teil des Einkoppel/Auskoppel-Abschnitts
umfassen, wobei am ersten Endbereich des Kabelelements eine zweite Verriegelungskomponente
vorgesehen ist, welche mit der ersten Verriegelungskomponente in Verriegelungseingriff
bringbar ist und einen zweiten Teil des Einkoppel/Auskoppel-Abschnitts umfaßt. Beispielsweise
kann der erste Teil des Einkoppel/Auskoppel-Abschnitts wiederum die erste Induktionsspule
umfassen und der zweite Teil des Einkoppel/Auskoppel-Abschnitts kann die zweite Induktionsspule
umfassen.
[0009] Zur Herstellung der in sich geschlossenen Sicherungsschleife kann am zweiten Endbereich
des Kabelelements eine Sicherungsöse mit einer Durchgangsöffnung vorgesehen sein,
durch welche der erste Endbereich des Kabelelements zum Herstellen der in sich geschlossenen
Sicherungsschleife hindurchführbar ist, und die Signalleitung kann in Ihrem Verlauf
zwischen dem ersten Endbereich und der Antworteinheit wenigstens eine die Durchgangsöffnung
im wesentlich vollständig umgebende Wicklung aufweisen. D.h. das Kabelelement ist
nicht nur in seinem Längenbereich gegen unbefugte Manipulation der Signalleitung gesichert,
sondern auch in dem Ösenbereich, der nach Herstellung der in sich geschlossenen Sicherungsschleife
einen Teil des Kabelelements selbst umgibt.
[0010] Das Kabelelement umfaßt ein vorzugsweise aus mehreren Fasern geflochtenes, verzwirntes
oder dergleichen Kabel, vorzugsweise ein Stahlkabel, mit einem sich in einer Kabellängsrichtung
erstreckenden Hohlraum, in welchem wenigstens ein Teil der Signalleitung verläuft.
Derartige Kabel sind im Handel als Meterware erhältlich und bilden somit eine relativ
kostengünstige Komponente des Kabelschlosses. Da jedoch die Kabel von einem längeren
Stück abgeschnitten werden, ist es vorteilhaft, den Hohlraum vorzusehen, wobei dann
nach dem Abschneiden des Kabels die Signalleitung in diesem Hohlraum, beispielsweise
durch Einblasen oder dergleichen, eingeführt werden kann und derart vorgesehen werden
kann, daß es sich über die Enden des Kabels erstreckt und somit beispielsweise mit
der Induktionsspule oder der Antworteinheit leitend verbunden werden kann.
[0011] Sicherungskomponenten, beispielsweise eine Verriegelungskomponente oder eine Sicherungsöse,
können an dem Kabel an wenigstens einem Endbereich durch Quetschen, Klemmen oder dergleichen
festgelegt sein. Dabei ist es jedoch vorteilhaft, wenn in dem durch Quetsch- oder
Klemmkraft beaufschlagten Abschnitt des Kabels ein Verstärkungsrohrabschnitt in dem
Hohlraum vorgesehen ist. Es kann somit vermieden werden, daß beim Festlegen des Kabels
an der Sicherungskomponente durch die Quetsch- oder Klemmkraft der Hohlraum derart
weit verschlossen wird, daß dabei auch eine Beschädigung der dann darin angeordneten
Signalleitung erzeugt wird.
[0012] Um ein größtmögliches Ausmaß an Sicherheit gegen die unbefugte Manipulation vorzusehen,
wird vorgeschlagen, daß der zwischen Abfrageeinheit und Antworteinheit gebildete Signalübertragungsweg
und/oder die Antworteinheit von außen im wesentlichen nicht zugänglich ist.
[0013] Dazu kann beispielsweise die Signalleitung und gegebenenfalls die Signalspeiseleitung
zumindest in einem wesentlichen Abschnitt zwischen der Abfrageeinheit und der Antworteinheit
innerhalb von das Kabelschloß bildenden Baugruppen geführt sein, da diese Baugruppen
zumeist sehr massiv ausgeführt sind. Zusätzlich kann die Sicherheit gegen unbefugte
Manipulation erhöht werden, wenn die Antworteinheit wenigstens teilweise in einer
Ausnehmung aufgenommen ist, die in einer am zweiten Endbereich des Kabelelements angeordneten
Kabelschloßkomponente, vorzugsweise Sicherungsöse oder Verriegelungskomponente, vorgesehen
ist.
[0014] Das Kabelelement kann beispielsweise in einem am bewegbaren Objekt festgelegten Aufnahmerohrteil
teleskopartig einfahrbar bzw. ausfahrbar aufgenommen sein, wobei in einem vollständig
ausgefahrenen Zustand der erste Endbereich des Kabelelements im wesentlichen innerhalb
des Aufnahmerohrteils liegt und gegen Entfernen aus dem Aufnahmerohrteil gesichert
ist, und wobei die Signalleitung sich aus dem Kabelelement über den ersten Endbereich
hinaus erstreckt.
[0015] Bei einer derartigen Ausführungsform kann also das Kabelelement in einem Zustand,
in dem es nicht zum Sichern des bewegbaren Objekts verwendet wird, in dem Aufnahmerohrteil
verstaut werden. Soll das Kabelschloß in Betrieb genommen werden, kann das Kabelelement
aus dem Aufnahmerohrteil herausgezogen werden und steht dann zur Herstellung der in
sich geschlossenen Sicherungsschleife zur Verfügung.
[0016] Um dabei zu verhindern, daß beispielsweise bei vollständig in das Aufnahmerohrteil
eingeführtem Kabelelement der über den ersten Endbereich hinausragende Bereich der
Signalleitung im Aufnahmerohrteil frei hängt oder liegt, wird vorgeschlagen, daß eine
Signalleitung-Verstaueinrichtung vorgesehen ist, welche entsprechend einem Ausfahrzustand
des Kabelelements wenigstens einen Teil eines außerhalb des Kabelelements liegenden
Längenabschnitts der Signalleitung aufnimmt. Beispielsweise kann die Signalleitung-Verstaueinrichtung
eine Aufrolleinrichtung, vorzugsweise federvorgespannte Aufrolleinrichtung, umfassen.
[0017] Wenn die Antworteinheit derart ausgebildet ist, daß sie dem empfangenen Abfragesignal
elektrische Energie entzieht, um daraus die Betriebsspannung für die Antworteinheit
zu erzeugen, dann kann auf das Vorsehen einer separaten Energieversorgung für die
Antworteinheit, beispielsweise im Kabelelement selbst, verzichtet werden.
[0018] Die Antworteinheit kann derart ausgebildet sein, daß sie eine erste Speichereinrichtung
umfaßt zum vorübergehenden oder dauerhaften Speichern einer Schließgeheimnisinformation,
und das von der Antworteinheit in Antwort auf das Abfragesignal abgegebene Antwortsignal
kann einen auf der in der Antworteinheit gespeicherten Schließgeheimnisinformation
beruhenden Informationsgehalt umfassen. Mit dem hier verwendeten Ausdruck "... auf
der Schließgeheimnisinformation beruhenden Informationsgehalt umfaßt ..." ist jede
Art von Codierung oder Erzeugung des Antwortsignals in Abhängigkeit von der gespeicherten
Schließgeheimnisinformation gemeint. So kann beispielsweise die Schließgeheimnisinformation
ein abzugebendes Antwortsignal darstellen, kann einen Codierungsschlüssel zum Codieren
des Abfragesignals zur Erzeugung des Antwortsignals umfassen oder kann eine Verzögerungscodierung
zum Erzeugen einer Zeitverzögerung der empfangenen Abfragesignale oder von Impulsen
derselben und eine dementsprechend verzögerte Abgabe als Antwortsignal umfassen. Von
Bedeutung ist hier, daß das Antwortsignal Information enthält, die nicht bereits im
Abfragesignal enthalten war, sondern die in der Antworteinheit als Schließgeheimnisinformation
gespeichert ist oder die durch Wechselwirkung der Schließgeheimnisinformation mit
dem Abfragesignal in das Antwortsignal eingeführt wird.
[0019] Zur Auswertung des Antwortsignals wird vorgeschlagen, daß die Abfrageeinheit eine
zweite Speichereinrichtung umfaßt, in welcher eine Schließgeheimnisvergleichsinformation
vorübergehend oder dauerhaft gespeichert ist, und daß die Abfrageeinheit nach Empfang
des Antwortsignals den auf der Schließgeheimnisinformation beruhenden Informationsgehalt
gegebenenfalls nach einer Decodierung desselben mit der Schließgeheimnisvergleichsinformation
vergleicht. Auch hier ist es wiederum von Bedeutung, daß die Schließgeheimnisvergleichsinformation
derart auf die Schließgeheimnisinformation abgestimmt ist, daß nach Empfang des Antwortsignals
in der Abfrageeinheit der im Antwortsignal enthaltene und die Schließgeheimnisinformation
betreffende Informationsgehalt entweder direkt oder beispielsweise durch Decodieren
in eine derartige Information umgewandelt wird, die in einem Vergleich mit der Schließgeheimnisvergleichsinformation
dazu herangezogen werden kann, zu beurteilen, ob das von der Antworteinheit abgegebene
Antwortsignal hinsichtlich der Schließgeheimnisinformation derart aufgebaut ist, daß
es der durch die Schließgeheimnisvergleichsinformation wiedergegebenen und zum Empfang
erwarteten Form entspricht.
[0020] Die Abfrageeinheit kann ferner eine Alarmsignalgeneratoreinrichtung umfassen.
[0021] Diese Alarmsignalgeneratoreinrichtung kann derart ausgebildet sein, daß sie dann,
wenn bei dem vorangehend angesprochenen Vergleich die Abfrageeinheit eine mangelnde
Übereinstimmung zwischen dem auf der Schließgeheimnisinformation beruhenden Informationsgehalt
und der Schließgeheimnisvergleichsinformation erfaßt, ein Alarmsignal erzeugt. Beispielsweise
ist es hier denkbar, daß zwei in dem gleichen räumlichen Bereich verwendete Kabelelemente
irrtümlicherweise verwechselt worden sind und jeweils mit dem falschen bewegbaren
Objekt kombiniert worden sind, so daß Schließgeheimnisinformation und Schließgeheimnisvergleichsinformation
nicht mehr einander zuordenbar sind.
[0022] Ferner kann die Alarmsignalgeneratoreinrichtung derart ausgebildet sein, daß sie
dann, wenn innerhalb einer vorbestimmten Zeitdauer nach Abgabe eines oder einer Mehrzahl
von Abfragesignalen kein Antwortsignal empfangen wird, ein Alarmsignal erzeugt. D.h.
wird das Kabelelement durchtrennt oder eine andere Komponente des Kabelschlosses derart
beeinträchtigt, daß eine Signalübertragung nicht mehr möglich ist, kann die Alarmsignalgeneratoreinrichtung
das Alarmsignal erzeugen.
[0023] Um das Vorliegen einer unzulässigen Manipulation nach außen hin erkennbar zu machen,
wird vorgeschlagen, daß die Abfrageeinheit mit einer Warnsignalgeneratoreinrichtung
gekoppelt ist oder eine derartige Einrichtung umfaßt und daß das von der Alarmsignalgeneratoreinrichtung
erzeugte Alarmsignal zur Warnsignalgeneratoreinrichtung geleitet wird, welche in Antwort
auf den Empfang des Alarmsignals ein akustisches Warnsignal, ein optisches Warnsignal
oder ein GPS-Sende-Warnsignal erzeugt.
[0024] Bei dem erfindungsgemäßen Kabelschloß kann beispielsweise vorgesehen sein, daß die
Abfrageeinheit bei Inbetriebnahme des Kabelschlosses zum Sichern des bewegbaren Objekts
ein Programmiersignal zur Antworteinheit sendet, welches Programmiersignal die Schließgeheimnisinformation
umfaßt, und daß die erste Speichereinrichtung in der Antworteinheit die Schließgeheimnisinformation
speichert. D.h. es ist nicht erforderlich, die Antworteinheit bereits bei der Herstellung
mit der Schließgeheimnisinformation zu versehen.
[0025] Hierzu ist es beispielsweise möglich, daß die Abfrageeinheit das Programmiersignal
nur bei der ersten Inbetriebnahme des Kabelschlosses abgibt und daß die erste Speichereinrichtung
in der Antworteinheit die Schließgeheimnisinformation dauerhaft speichert. Bei dieser
Ausgestaltung ist also die Schließgeheimnisinformation fest vorgesehen und wird während
der Betriebslebensdauer des erfindungsgemäßen Kabelschlosses nicht mehr geändert.
[0026] Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, ist es jedoch auch möglich, daß die Abfrageeinheit
das Programmiersignal vorzugsweise bei jeder Inbetriebnahme des Kabelschlosses oder/und
während des Betriebs des Kabelschlosses abgibt und daß die erste Speichereinrichtung
in der Antworteinheit die Schließgeheimnisinformation bei jeder Übertragung des Programmiersignals
neu speichert. Eine permanente Änderung der Schließgeheimnisinformation führt dazu,
daß es für unbefugte nahezu unmöglich ist, die durch die Schließgeheimnisinformation
vorgesehene Sicherheitsfunktion durch das externe Einspeisen entsprechender Signale
zu umgehen, insbesondere da die Schließgeheimnisfunktion nur dann erneuert wird und
vorhanden ist, wenn das Kabelschloß seine Sicherungsfunktion erfüllt.
[0027] Zur Anpassung an die in der ersten Speichereinrichtung jeweils gespeicherte Schließgeheimnisinformation
ist es vorteilhaft, wenn entsprechend einer veränderten Schließgeheimnisinformation
auch die Schließgeheimnisvergleichsinformation geändert und in der zweiten Speichereinrichtung
gespeichert wird.
[0028] Um den Vorgang des Aussendens von Abfragesignalen zu initiieren, d.h. die Sicherheitsfunktion
des Kabelschlosses in Betrieb zu setzen, kann beispielsweise vorgesehen sein, daß
die Abfrageeinheit bei Inbetriebnahme des Kabelschlosses automatisch oder durch manuelle
Aktivierung eines Benutzers in Betrieb gesetzt wird.
[0029] Ist die Sicherheitsfunktion einmal initiiert worden, so ist es vorteilhaft, wenn
die Abfrageeinheit im Betrieb das Abfragesignal vorzugsweise in einer periodisch wiederholten
Art und Weise ausgibt.
[0030] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen
anhand bevorzugter Ausführungsformen beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- die schematische Zusammensetzung eines erfindungsgemäßen Kabelschlosses mit einer
an einem bewegbaren Objekt festlegbaren ersten Verriegelungskomponente, einer an einem
ersten Ende eines Kabelelements vorgesehenen zweiten Verriegelungskomponente und einer
an einem zweiten Ende eines Kabelelements vorgesehenen Sicherungsöse;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Detailansicht der in Fig. 1 dargestellten, an dem bewegbaren Objekt
anbringbaren ersten Verriegelungskomponente;
- Fig. 3
- eine vergrößerte Detailansicht der in Fig. 1 dargestellten, am Kabelelement angebrachten
zweiten Verriegelungskomponente;
- Fig. 4
- eine vergrößerte Detailansicht der in Fig. 1 dargestellten Sicherungsöse, in deren
Bereich die Antworteinheit angeordnet ist;
- Fig. 5
- die in Fig. 1 dargestellte erste Verriegelungskomponente, mit der in Fig. 1 ebenfalls
dargestellten zweiten Verriegelungskomponente in einem Verriegelungszustand;
- Fig. 6
- eine schematische Ansicht einer alternativen Ausgestaltungsform des Kabelelements,
welches in einem an dem bewegbaren Objekt anbringbaren Aufnahmerohr verschiebbar ist;
und
- Fig. 7
- eine vergrößerte Detailansicht von Abschnitten des in Fig. 6 dargestellten Kabelelements.
[0031] Die Fig. 1 zeigt in Abschnitten die Gesamtansicht eines erfindungsgemäßen Kabelschlosses
10. Das Kabelschloß 10 umfaßt eine erste, beispielsweise an einem Rahmenteil 12 eines
Motorrads oder dergleichen festlegbare Verriegelungskomponente 14 mit einem Verriegelungsvorsprung
16. Die Verriegelungskomponente 14 ist vermittels Schraubbolzen 18, 20 und einer Gegenplatte
22 am Rahmenteil 12 gehaltert.
[0032] Das Kabelschloß 10 umfaßt ferner ein allgemein mit 26 bezeichnetes Kabelelement,
das an einem ersten Endbereich 28 eine zweite Verriegelungskomponente 22 mit einer
Verriegelungsausnehmung 24 für den Verriegelungsvorsprung 16 trägt. An einem zweiten
Endbereich 30 des Kabelelements 26 ist eine Sicherungsöse 32 mit einer Durchgangsöffnung
34 darin angebracht. Soll das erfindungsgemäße Kabelschloß 10 zum Sichern beispielsweise
eines Motorrads verwendet werden, so wird das Kabelelement 26 um einen festen Gegenstand,
beispielsweise einen Laternenpfosten oder dergleichen, gelegt, die zweite Verriegelungskomponente
22 wird durch die Durchgangsöffnung 34 hindurchgeschoben, so daß der feste Gegenstand
vollständig von dem Kabelelement 26 umgeben ist, und darauffolgend wird die zweite
Verriegelungskomponente 22 mit ihrer Verriegelungsausnehmung 24 auf den Verriegelungsvorsprung
16 der ersten Verriegelungskomponente 14 aufgeschoben und durch einen Verriegelungsmechanismus
verriegelt.
[0033] Der detaillierte Aufbau der einzelnen in Fig. 1 dargestellten Komponenten des erfindungsgemäßen
Kabelschlosses 10 wird nachfolgend mit Bezug auf die Fig. 1 und jeweils die Fig. 2,
3 und 4 detaillierter beschrieben.
[0034] Die Fig. 2 zeigt vergrößert die erste Verriegelungskomponente 14. Im Verriegelungsvorsprung
16 der ersten Verriegelungskomponente 14 ist eine Umfangsnut 36 vorgesehen, welche,
wie nachfolgend beschrieben, mit der zweiten Verriegelungskomponente 22 zum Herstellen
des Verriegelungseingriffs zwischen erster Verriegelungskomponente 14 und zweiter
Verriegelungskomponente 22 zusammenwirken. Ferner ist in dem Verriegelungsvorsprung
16 eine sich in einer Längsrichtung desselben und zentral in diesem erstreckende Durchgangsöffnung
38 ausgebildet, durch welche eine Signalspeiseleitung 40 sich hindurcherstreckt. Die
Signalspeiseleitung 40 führt von einer an dem Motorrad oder dergleichen vorgesehenen
Bordelektronik 42, d.h. einer in dieser Bordelektronik 42 vorgesehenen Abfrageeinheit
44, zu einer in einer Ausnehmung 46 an einem freien Ende des Verriegelungsvorsprungs
16 aufgenommenen ersten Induktionsspule 48. Die Signalspeiseleitung 40 ist dabei derart
angeordnet, daß sie auf ihrem Weg von der Bordelektronik 42 zur ersten Induktionsspule
48 von außen im wesentlichen nicht zugänglich ist.
[0035] Die Fig. 3 zeigt detaillierter den Aufbau der zweiten Verriegelungskomponente 22.
Der grundsätzliche Aufbau dieser Verriegelungskomponente sowie der ersten Verriegelungskomponente
ebenso wie die Art von deren Zusammenwirkung ist detailliert in der deutschen Patentanmeldung
196 .. ... der Anmelderin der vorliegenden Anmeldung beschrieben. Der Inhalt dieses
Dokuments wird hiermit durch Bezugnahme zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung
aufgenommen. Es wird nachfolgend jedoch der prinzipielle Aufbau sowie die prinzipielle
Funktionsweise der zweiten Verriegelungskomponente 22 beschrieben.
[0036] Die zweite Verriegelungskomponente 22 weist ein erstes Zylinderbauteil 50 auf, das
auf einem zweiten Zylinderbauteil 52 drehbar angeordnet ist. Im zweiten Zylinderbauteil
52 ist ein Schließmechanismus mit einem Schließzylinder 54 sowie einem in dem Schließzylinder
54 drehbar angeordneten Zylinderkern 56 vorgesehen. Wie auch in Fig. 5 erkennbar,
wirken zwischen dem Schließzylinder 54 und dem Zylinderkern 56 in an sich bekannter
Weise mehrere Stiftzuhaltungen 58, die durch Einschieben eines Schlüssels in einen
Schlüsselkanal 60 des Zylinderkerns 56 in an sich bekannter Weise verschoben werden
können, so daß nach Einführen eines passenden Schlüssels in den Schlüsselkanal 60
der Zylinderkern 56 im Schließzylinder 54 drehbar ist. An einem von einem Einführende
64 entfernten Ende 66 des Zylinderkerns 56 ist ein Schließelement 68 derart vorgesehen,
daß es bei eingeschobenem Schlüssel zusammen mit dem Zylinderkern 56 gedreht werden
kann. Das Schließelement 68 ist, wie in Fig. 5 erkennbar, so aufgebaut, daß es in
einer ersten Schnittebene, d.h. der Zeichenebene in Fig. 5, eine gekrümmte Außenoberfläche
aufweist, wogegen es in einer zu dieser Schnittebene orthogonalen zweiten Schnittebene,
d.h. einer zur Zeichenebene der Fig. 5 orthogonal stehenden und in der Längsrichtung
des Schlüsselkanals 60 verlaufenden Schnittebene, keine gekrümmte, sondern eine im
wesentlichen gerade Außenoberfläche aufweist. Wenn der Schließmechanismus in der in
Fig. 5 dargestellten Schließstellung angeordnet ist, dann ist das Schließelement 68
derart positioniert, daß die Oberflächenkrümmungsrichtung nicht mit einer Innenumfangsfläche
des ersten Zylinderbauteils 50 übereinstimmt. Vielmehr ragen von der kreisförmigen
Umfangslinie der Innenoberfläche des ersten Zylinderbauteils 50 abweichende Endbereiche
der geradlinig verlaufenden Querschnittsform des Schließelements 68 in entsprechende
Ausnehmungen an der Innenoberfläche des ersten Zylinderbauteils 50 (diese Ausnehmungen
sind nicht dargestellt) und blockieren somit eine Drehung des zweiten Zylinderbauteils
52 im ersten Zylinderbauteil 54.
[0037] In dieser Verriegelungsstellung sind Verriegelungskugeln 70, 72 durch die Innenoberfläche
des ersten Zylinderbauteils nach radial einwärts in die Umfangsnut 36 des Verriegelungsvorsprungs
16 gedrückt. Es ist somit der Verriegelungsvorsprung 16 in der Verriegelungsausnehmung
24 verriegelt und gegen unbeabsichtigtes oder unerlaubtes Entfernen gesichert. Wird
nach Einführen eines Schlüssels in den Schlüsselkanal 60 der Zylinderkern 56 um seine
Längsachse um 90° gedreht, so kommt die gekrümmte Außenlinie des Verriegelungselements
68 in eine mit der gekrümmten Innenumfangslinie des ersten Zylinderbauteils 50 übereinstimmende
Lage, so daß ein Drehen des zweiten Zylinderbauteils 52 im ersten Zylinderbauteil
50 nicht länger blockiert ist. Das zweite Zylinderbauteil 52 kann dann bezüglich des
ersten Zylinderbauteils 50 so weit verdreht werden, bis im ersten Zylinderbauteil
50 ausgebildete Öffnungen 74, 76 mit den Kugeln 70, 72 ausgerichtet sind. In den Öffnungen
74, 76 sind jeweils die Kugeln nach radial einwärts vorspannende Federn 78, 80 angeordnet.
Liegen die Kugeln 70, 72 gegenüber den Öffnungen 74, 76, so kann durch Herausziehen
des Verriegelungsvorsprungs 16 aus der Verriegelungsausnehmung 24 durch die Form der
Umfangsnut 36 eine nach radial auswärts gerichtete Schubkraft auf die Kugeln 70, 72
ausgeübt werden, so daß diese gegen die Kraft der Federn 78, 80 nach radial außen
und aus der Umfangsnut 36 herausbewegt werden, so daß die erste Verriegelungskomponente
14 in dieser Freigabestellung der zweiten Verriegelungskomponente 22 von der zweiten
Verriegelungskomponente 22 gelöst werden kann. Diese Freigabestellung, d.h. die Relativdrehstellung
zwischen erstem und zweiten Zylinderbauteil 50, 52, ist in Fig. 3 schematisch angedeutet.
[0038] Ist die erste Verriegelungskomponente 14 mit ihrem Verriegelungsvorsprung 36 in die
Verriegelungsausnehmung 24 eingeführt, so liegt die erste Induktionsspule 48 unmittelbar
gegenüber einer an der zweiten Verriegelungskomponente 22 in der Verriegelungsausnehmung
24 angeordneten zweiten Induktionsspule 82. Wie in Fig. 3 erkennbar, kann die zweite
Induktionsspule 82 beispielsweise am Schließzylinder 54 angeordnet sein. Die zweite
Induktionsspule 82 ist in leitender Verbindung mit einer Signalleitung 84, welche
sich durch eine entsprechende kanalartige Ausnehmung 86 im Zylinderkern und einem
Kabelklemmteil 88 hindurcherstreckt. Das Kabelklemmteil 88 ist durch nach radial außen
vorspringende Schultern am zweiten Zylinderbauteil 52 axial festgelegt. Ferner weist
das Kabelklemmteil 88 eine axiale Ausnehmung 90 auf, in welcher ein Kabel 92 durch
radiales Einwärtsverformen des Kabelklemmteils 88 durch Klemm- oder Quetschwirkung
festgelegt ist.
[0039] Das Kabel 92 kann ein geflochtenes oder verzwirntes Stahlkabel aus einer Mehrzahl
von Stahldrähten sein, das in seinem zentralen Bereich einen sich in der Längsrichtung
des Kabels 92 durch dieses vollständig hindurcherstreckenden Hohlraum 94 aufweist.
Derartige Kabel können als Meterware hergestellt werden und für den jeweiligen Verwendungszweck
auf die gewünschte Länge zugeschnitten werden. Die Signalleitung 84 wird beispielsweise
durch Einblasen oder dergleichen in den Hohlraum 94 im Kabel 92 eingeführt, so daß
es, wie nachfolgend beschrieben, über den anderen Endbereich 30 des Kabels 92 hervorsteht.
Um beim Klemmen des Kabels 92 in der Ausnehmung 90 zu verhindern, daß der Hohlraum
94 durch die Klemmkraftbeaufschlagung vollständig geschlossen wird und dabei möglicherweise
eine Beschädigung der Signalleitung 84 erzeugt wird, ist in dem Bereich des Kabels
92, der durch die Klemmkraftwirkung beaufschlagt wird, eine Verstärkungshülse 96 in
dem Hohlraum 94 angeordnet, durch welche der Hohlraum 94 bei Klemmkraftbeaufschlagung
zumindest teilweise offengehalten wird.
[0040] Es sei der Vollständigkeit halber erwähnt, daß die zweite Verriegelungskomponente
durch eine Verkleidungshülse 98 und ein Griffteil 100 umgeben ist. Ferner ist das
Kabel 92 durch eine Mehrzahl von schuppenartig übereinanderliegenden Sicherungsgliedern
102 umgeben, welche wiederum durch eine Verkleidungshülse 104, beispielsweise aus
Kunststoff oder dergleichen, umgeben sind. durch die Sicherungsglieder 102 ist das
an sich relativ stabil aufgebaute Kabel 92 zusätzlich gegen eine gewaltsame Einwirkung
von außen geschützt.
[0041] Die Fig. 4 zeigt den zweiten Endbereich 30 des Kabelelements 26. Die Sicherungsöse
32 ist mit einem Kabelverbindungsteil 106 fest verbunden. Das Kabelverbindungsteil
106 ist mit einem Kabelklemmteil 108 fest verbunden, welches eine Ausnehmung 110 aufweist.
In die Ausnehmung 110 ist wiederum das Kabel 92 eingeführt, und durch radial einwärts
gerichtete Verformung des Kabelklemmteils 108 wird, wie in Fig. 4 angedeutet, das
Kabel 92 wieder durch Klemmkraftwirkung am Kabelklemmteil 108 und somit am Kabelverbindungsteil
106 gehalten. In dem Bereich, in dem das Kabel 92 in die Ausnehmung 110 eingeführt
ist, ist wiederum eine Verstärkungshülse 112 vorgesehen, welche bei der Verformung
des Kabelklemmteils 108 und der dementsprechenden Verformung des Kabels 92 den Hohlraum
94 zum Durchgang der Signalleitung 84 offen hält. Im Bereich der Verbindung des Kabelverbindungsteils
106 mit der Sicherungsöse 32 ist sowohl im Kabelverbindungsteil 114 als auch in der
Sicherungsöse 32 jeweils eine Ausnehmung 114 bzw. 116 gebildet, welche zusammen einen
Hohlraum zur Aufnahme einer allgemein mit 118 bezeichneten Antworteinheit bilden.
Die Antworteinheit 118 ist in leitender Verbindung mit der Signalleitung 84, welche
zu dieser durch entsprechende Hohlräume in dem Kabelklemmteil 108 und dem Kabelverbindungsteil
106 geleitet werden. Bevor jedoch die Signalleitung 84 mit der Antworteinheit 118
verbunden ist, ist die Signalleitung zum Bilden einer Wicklung 120 in einer an einer
Innenumfangsfläche der Sicherungsöse 32 ausgebildeten Umfangsnut 122 ein oder mehrmals
um die Durchgangsöffnung 34 in der Sicherungsöse 32 herumgeführt und wird erst dann
zur Herstellung eines leitenden Kontakts in die Antworteinheit 118 geführt. Die Umfangsnut
122 in der Sicherungsöse 32 ist durch einen Abdeckeinsatz 124, welcher in die Sicherungsöse
32 eingeführt ist, nach radial innen verdeckt.
[0042] Durch die Signalspeiseleitung 40, die erste und die zweite Induktionsspule 48, 82
und die Signalleitung 84 mit der Wicklung 120 ist ein Signalübertragungsweg zwischen
der Abfrageeinheit 44 in der Bordelektronik 42 und der Antworteinheit 118 im Bereich
der Sicherungsöse 32, d.h. nahe dem zweiten Endbereich 30 des Kabelelements 26 gebildet.
Durch diesen Signalübertragungsweg und durch die Wechselwirkung zwischen der Abfrageeinheit
44 und der Antworteinheit 118 wird, wie nachfolgend beschrieben, eine Sicherheitsfunktion
in das erfindungsgemäße Kabelschloß 10 integriert, die bei unerlaubter Manipulation
desselben zur Ausgabe einer Warnung führen kann. Diese Sicherheitsfunktion wird nachfolgend
beschrieben.
[0043] Wird das erfindungsgemäße Kabelschloß 10 zur Sicherung eines Motorrads oder dergleichen
in Betrieb genommen, d.h. wird die erste Verriegelungskomponente 22 durch die Durchgangsöffnung
34 hindurchgeführt und dann mit ihrer Verriegelungsausnehmung 24 auf den Verriegelungsvorsprung
16 der ersten Verriegelungskomponente 14 geschoben und in den in Fig. 5 gezeigten
Verriegelungszustand gebracht, so kann dies die Bordelektronik 42 durch geeignete
Sensoren, beispielsweise Näherungssensoren oder dergleichen, oder durch manuelle Eingabe
durch den Benutzer erfassen und darauffolgend die Sicherungsfunktion in Betrieb setzen.
Ist die Sicherungsfunktion in Betrieb gesetzt, gibt die Abfrageeinheit 44 vorzugsweise
in periodischer Art und Weise Abfragesignale über die Signalspeiseleitung 40 und die
Signalleitung 84 zur Antworteinheit 118 aus. Die Antworteinheit 118 empfängt diese
Abfragesignale und gibt in Antwort auf die empfangenen Abfragesignale Antwortsignale
über die Signalleitung 84, die zweite Induktionsspule 82, die erste Induktionsspule
48 und die Signalspeiseleitung 40 zur Abfrageeinheit 44 aus. Die Abfrageeinheit 44
wertet diese Antwortsignale aus und in Abhängigkeit von der Art der empfangenen Antwortsignale
oder der Tatsache, ob oder ob keine Antwortsignale in Antwort auf ein oder mehrere
Abfragesignale erhalten worden sind, entscheidet die Abfrageeinheit, ob eine unerlaubte
Manipulation vorliegt oder nicht. Dazu weist die Antworteinheit 118 eine erste Speichereinrichtung
(in den Figuren nicht dargestellt) auf, in welcher eine Schließgeheimnisinformation
gespeichert ist. Empfängt die Antworteinheit 118 ein Abfragesignal, so gibt sie ein
Antwortsignal aus, dessen Informationsgehalt auf der in der ersten Speichereinrichtung
gespeicherten Schließgeheimnisinformation beruht. Beispielsweise kann die Schließgeheimnisinformation
ein vollständiges auszugebendes Antwortsignal oder einen Teil eines derartigen Signals
umfassen, welches nach Empfang eines Abfragesignals ausgegeben wird. Darüber hinaus
kann die Schließgeheimnisinformation beispielsweise einen Codierungsschlüssel umfassen,
der nach Empfang des Abfragesignals dieses Abfragesignal verschlüsselt und in verschlüsselter
Art und Weise zur Abfrageeinheit 44 zurücksendet. Darüber hinaus ist es möglich, daß
die Schließgeheimnisinformation einen Zeitverzögerungsschlüssel aufweist, der zu einer
zeitlichen Verschiebung von zwei oder mehreren Impulsen des Abfragesignals bezüglich
einander führt. Das Abfragesignal enthält dann diese zeitlich aufeinander entsprechend
der Schließgeheimnisinformation abgestimmten Impulse.
[0044] Die Abfrageeinheit 44 umfaßt eine zweite Speichereinrichtung (nicht dargestellt),
in welcher eine Schließgeheimnisvergleichsinformation gespeichert ist. Nach dem Empfang
des Antwortsignals vergleicht die Antworteinheit 44 die Schließgeheimnisvergleichsinformation
aus der zweiten Speichereinrichtung mit demjenigen Informationsgehalt des Antwortsignals,
welcher sich auf die Schließgeheimnisinformation bezieht. Die Art dieses Vergleichs
hängt von der Art der zur Speicherung in der ersten Speichereinrichtung in der Antworteinheit
vorgesehenen Schließgeheimnisinformation ab. Umfaßt die Schließgeheimnisinformation
einen Teil oder ein vollständiges Antwortsignal, so umfaßt auch die Schließgeheimnisvergleichsinformation
einen derartigen Teil oder eine derartige Signalinformation, und durch Vergleich des
empfangenen Antwortsignals mit der gespeicherten Schließgeheimnisvergleichsinformation
kann bei Übereinstimmung entschieden werden, daß eine korrekte Funktion vorliegt.
Wird durch die in der ersten Speichereinrichtung abgespeicherte Schließgeheimnisinformation
das Abfragesignal codiert und in codierter Weise zurückgesandt, so umfaßt die Abfrageeinheit
44 einen Decodierer, der mit einem der Schließgeheimnisinformation entsprechenden
Decodierungsschlüssel das empfangene Antwortsignal decodiert. Dieses decodierte Signal
kann dann beispielsweise mit einem als Schließgeheimnisvergleichsinformation abgespeicherten
Abfragesignal verglichen werden, und bei Übereinstimmung kann festgestellt werden,
daß ein ordnungsgemäßer Betrieb vorliegt. In gleicher Weise ist es jedoch auch möglich,
daß die Schließgeheimnisvergleichsinformation Daten beinhaltet, die im wesentliche
dem anhand der Schließgeheimnisinformation codierten Antwortsignal entsprechen, so
daß wieder unmittelbar das empfangene Antwortsignal und die Schließgeheimnisvergleichsinformation
miteinander verglichen werden können. Die vorangehend beschriebenen Codierungs- und
Decodierungsverfahren bzw. Vergleichsverfahren können in entsprechender Weise verwendet
werden, wenn das Antwortsignal durch zeitliche Verschiebung von Impulsen des Abfragesignals
erzeugte Impulse enthält, d.h. auf diese Weise codiert ist.
[0045] Die Art und Weise der Codierung oder die Ausgestaltung der Schließgeheimnisinformation
bzw. der Schließgeheimnisvergleichsinformation kann auf eine Vielzahl weiterer verschiedener
Arten vorgenommen werden. Wichtig ist dabei jeweils, daß; 1) von der Abfrageeinheit
ein Abfragesignal in den Signalübertragungsweg eingespeist wird und dieses Signal
von der Antworteinheit empfangen wird, 2) die Antworteinheit in Antwort auf den Empfang
des Abfragesignals ein Antwortsignal erzeugt, das einen Informationsgehalt aufweist,
der durch die Antworteinheit eingeführt wird, und 3) die Abfrageeinheit das Antwortsignal
über den Signalübertragungsweg empfängt und entscheiden kann, ob das richtige Signal
empfangen worden ist oder nicht, bzw. ob überhaupt ein Antwortsignal empfangen worden
ist. Zum Abspeichern der Schließgeheimnisinformation bzw. der Schließgeheimnisvergleichsinformation
in der ersten bzw. der zweiten Speichereinrichtung kann ebenfalls auf verschiedene
Arten vorgegangen werden. So ist es beispielsweise möglich, daß bei der ersten Inbetriebnahme
des erfindungsgemäßen Kabelschlosses die Abfrageeinheit 44 ein Programmiersignal zur
Antworteinheit 118 aussendet, welches Programmiersignal die Schließgeheimnisinformation
umfaßt. Nach Empfang des Programmiersignals speichert die Antworteinheit 118 die Schließgeheimnisinformation
in der ersten Speichereinrichtung dauerhaft und unveränderbar ab. In entsprechender
Weise wird bei Ausgeben des Programmiersignals in der zweiten Speichereinrichtung
der Abfrageeinheit eine der speziellen Schließgeheimnisinformation zugeordnete Schließgeheimnisvergleichsinformation
abgespeichert. Ferner ist es jedoch auch möglich, daß bei jeder Inbetriebnahme des
Kabelschlosses 10 ein Programmiersignal von der Abfrageeinheit 44 abgegeben wird und
dementsprechend bei jeder Inbetriebnahme eine neue Schließgeheimnisinformation in
der ersten Speichereinrichtung und eine zugeordnete neue Schließgeheimnisvergleichsinformation
in der zweiten Speichereinrichtung gespeichert wird. Dies führt aufgrund der ständigen
Veränderung dieser Informationen zu einer verbesserten Sicherheitsfunktion. Darüber
hinaus ist es auch möglich, daß während des Betriebs beispielsweise in periodischen
Abständen von der Abfrageeinheit 44 ein Programmiersignal abgegeben wird, so daß auch
während des Betriebs, d.h. während des Erfüllens der Sicherheitsfunktion, ein ständiger
Schließgeheimnisinformationswechsel vorgenommen werden kann, wodurch ein unerlaubtes
"Knacken" des Codes der Schließgeheimnisinformation weiter erschwert wird. Ferner
ist es möglich, daß die Bordelektronik oder die Abfrageeinheit 44 eine manuelle Eingabeeinrichtung,
wie zum Beispiel ein Tastenfeld oder dergleichen, aufweist und daß ein Bediener einen
gewünschten Sicherheitscode eingeben kann. Dieser Sicherheitscode führt dann zur Abspeicherung
einer entsprechenden Schließgeheimnisinformation in der ersten Speichereinrichtung
und einer entsprechenden Schließgeheimnisvergleichsinformation in der zweiten Speichereinrichtung.
Diese Informationen werden erst dann wieder geändert, wenn der Bediener einen neuen
Sicherheitscode eingibt.
[0046] Eine Art der Wechselwirkung zwischen einer Abfrageeinheit und einer Antworteinheit
in einem Schließsystem, welche auch bei dem Kabelschloß der vorliegenden Erfindung
angewandt werden kann, ist aus der europäischen Patentanmeldung 93 103 324.5 der Anmelderin
der vorliegenden Anmeldung bekannt. Der Inhalt dieses Dokuments wird durch Bezugnahme
zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung aufgenommen. Bei diesem bekannten
Schließsystem weist die Abfrageeinheit einen ersten freien Schwingkreis auf, der als
Abfragesignal ein amplitudenmoduliertes Hochfrequenzsignal abgibt. Die Antworteinheit
weist einen zweiten freien Schwingkreis auf, der das amplitudenmodulierte Abfragesignal
aufnimmt. In Antwort auf dieses empfangene Abfragesignal erzeugt die Antworteinheit
ein Antwortsignal, das die Schließgeheimnisinformation beinhaltet. Dieses Antwortsignal
ist ein frequenzmoduliertes Signal, das über den zweiten freien Schwingkreis der Antworteinheit
abgegeben wird und zu einer Verstimmung des ersten freien Schwingkreises in der Abfrageeinheit
führt. Diese Verstimmung ist abhängig von der Modulationsfrequenz des Antwortsignals
und kann durch einen in der Antworteinheit vorgesehenen Frequenzdemodulator erfaßt
werden, wobei der Frequenzdemodulator dann ein Ausgangssignal bereitstellt, das in
einer Auswerteeinrichtung der Abfrageeinheit hinsichtlich seines Informationsgehalts
ausgewertet und zur Bestimmung dahingehend herangezogen werden kann, ob ein Signal
mit der gewünschten Schließgeheimnisinformation empfangen worden ist oder nicht.
[0047] Stellt bei dem erfindungsgemäßen Kabelschloß 10 die Antworteinheit bei einem Vergleich
der Schließgeheimnisvergleichsinformation mit dem auf der Schließgeheimnisinformation
beruhenden Informationsgehalt des Abfragesignals fest, daß eine mangelnde Übereinstimmung
vorhanden ist, so erzeugt eine in dieser vorgesehene Alarmsignalgeneratoreinrichtung
ein Alarmsignal. Dieses Alarmsignal wird zu einer Warnsignalgeneratoreinrichtung 126
geleitet. Diese Warnsignalgeneratoreinrichtung 126 kann beispielsweise eine Alarmanlage
eines Fahrzeugs oder dergleichen sein, die ein akustisches oder/und ein optisches
Warnsignal erzeugt, wenn sie das von der Alarmsignalgeneratoreinrichtung erzeugte
Alarmsignal empfängt.
[0048] Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn das Kabelelement 26 mit einem Bolzenschneider
oder dergleichen durchtrennt wird, so daß auf die Ausgabe eines oder mehrerer Abfragesignale
hin kein Antwortsignal empfangen wird. Darüber hinaus kann dies der Fall sein, wenn
irrtümlicherweise zwei in einem beschränkten räumlichen Bereich verwendete Kabelelemente
miteinander verwechselt werden und das falsche Kabelelement mit seiner zweiten Verriegelungskomponente
22 in Verbindung mit der ersten Verriegelungskomponente 14 gebracht wird. Da die Schließgeheimnisinformation
und die Schließgeheimnisvergleichsinformation dann nicht mehr übereinstimmen, wird
diese mangelnde Übereinstimmung beim Vergleich durch die Abfrageeinheit 44 erfaßt,
woraufhin das Alarmsignal erzeugt wird. Alternativ oder zusätzlich zum Ausgeben eines
optischen oder akustischen Warnsignals durch die Warnsignalgeneratoreinrichtung 126
kann diese auch ein Funksignal ausgeben, das durch einen Empfänger, den der Motorradfahrer
bei sich tragen kann, nach Art eines Pagers empfangen werden kann und dort zur Ausgabe
eines entsprechenden akustischen, optischen oder Vibrationssignal führt. Diese Funksignalübertragung
kann beispielsweise unter Verwendung eines Funktelefonnetzes vorgenommen werden.
[0049] Darüber hinaus ist es möglich, daß die Bordelektronik 42 mit einem GPS-System gekoppelt
ist. So kann die Bordelektronik 42 einen GPS-Empfänger beinhalten, der fortlaufend
Kontakt mit den die Erde umkreisenden GPS-Satelliten hält und dadurch ständig die
momentane Position des Motorrads, an dem das Kabelschloß vorgesehen ist, bestimmt.
Stellt die Abfrageeinheit 44 fest, daß die Schließgeheimnisinformation und die Schließgeheimnisvergleichsinformation
nicht in gewünschter Weise übereinstimmen oder daß überhaupt kein Antwortsignal empfangen
wird, so gibt sie ein entsprechendes Alarmsignal aus, das in der Warnsignalgeneratoreinrichtung
126 zur Ausgabe eines GPS-Sendewarnsignals führt. Dieses GPS-Sende-Warnsignal enthält
einerseits Information über die vom GPS-Empfänger bestimmten Positionskoordinaten
des Motorrads oder dergleichen sowie andererseits Information, welche das Motorrad
identifiziert. Dieses Signal kann, beispielsweise wiederum über Satellit oder das
Funktelefonnetz, zu einer Alarmzentrale übertragen werden, die daraufhin die erforderlichen
Maßnahmen ergreift, bei-spielsweise das Informieren des Motorradbesitzers oder der
nächstgelegenen Polizeistation.
[0050] Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß der GPS-Empfänger die Position permanent
bestimmt. Vielmehr ist es auch denkbar, daß erst dann, wenn von der Abfrageeinheit
ein Alarmsignal ausgegeben wird, der GPS-Empfänger in Funktion tritt und die Position
bestimmt, um dementsprechende Positionsdaten an die Warnsignalgeneratoreinrichtung
126 auszugeben.
[0051] Aufgrund der Wechselwirkung zwischen der Abfrageeinheit 44 und der nach Art eines
Transponders arbeitenden Antworteinheit 118 weist das erfindungsgemäße Kabelschloß
10 eine sehr hohe Sicherheit gegen unbefugte Manipulation auf. Es ist nicht möglich,
die Sicherheitsfunktion durch Kurzschließen der Signalleitung außer Betrieb zu setzen,
wie dies beim Stand der Technik der Fall ist. Auch ist aufgrund des Anordnens der
Signalleitung 84 bzw. der Signalspeiseleitung 40 innerhalb der jeweiligen Komponenten
des Kabelschlosses 10, d.h. in dem Verriegelungsvorsprung 16, in der zweiten Verriegelungskomponente
22, im Hohlraum 94 des Kabels 92 sowie in der Ausnehmung 114 bzw. 116 im Kabelverbindungsteil
106 bzw. in der Sicherungsöse 32 ein Zugriff auf die Signalleitung von außen her praktisch
unmöglich, so daß auch hier ein unbefugter Eingriff in die Sicherheitsfunktion praktisch
ausgeschlossen ist.
[0052] Es sei hier erwähnt, daß die Signalleitung 84 beispielsweise einadrig ausgebildet
sein kann und eine zweite Leitungskomponente durch das Kabel 92 und die entsprechenden
mit diesem in Verbindung stehenden Komponenten selbst gebildet sein kann. Darüber
hinaus ist es jedoch auch möglich, die Signalleitung 84 mehradrig vorzusehen, so daß
anderen Komponenten des Kabelschlosses 10 keine Signalübertragungsfunktion zukommt.
[0053] Da bei dem erfindungsgemäßen Kabelschloß 10 ferner die Einkopplung bzw. Auskopplung
von Signalen in und aus dem Kabelelement durch induktive Kopplung vorgenommen wird,
besteht keine Gefahr, daß aufgrund einer Verschmutzung des Kabelschlosses bzw. von
Komponenten desselben im Bereich der Kopplung ein unmittelbarer elektrisch leitender
Kontakt beeinträchtigt und somit auch die Signalübertragung beeinträchtigt wäre. Gleichwohl
wird darauf hingewiesen, daß auch die Signalübertragung durch Herstellung eines direkten,
elektrisch leitenden Kontakts zwischen der Signalspeiseleitung 40 und der Signalleitung
84 möglich ist. Darüber hinaus ist es auch möglich, das Signal nicht über die in den
Figuren dargestellten einander gegenüberliegenden Induktionsspulen 48 und 82 einbzw.
auszukoppeln, sondern durch eine die Signalleitung 84 bereichsweise umgebende Einkoppelspule
ein- bzw. auszukoppeln.
[0054] Die Antworteinheit 118 ist vorzugsweise derart ausgebildet, daß sie dem empfangenen
Antwortsignal Energie entzieht und über eine Gleichrichtervorrichtung selbst ihre
Betriebsspannung bereitstellt. Es kann somit vermieden werden, daß im Bereich der
Antworteinheit 118 oder in irgendeinem anderen Bereich des Kabelelements 26 eine Spannungsquelle,
wie zum Beispiel Batterien oder dergleichen, vorgesehen werden muß. Dies bedeutet
also, daß die Antworteinheit 118 nach Art eines passiven Transponders arbeitet.
[0055] Die Fig. 6 und 7 zeigen eine alternative Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen
Kabelschlosses. Komponenten, welche in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Komponenten
entsprechen, sind mit dem gleichen Bezugszeichen unter Hinzufügung eines Anhangs "a"
bezeichnet. Hinsichtlich der Sicherheitsfunktion, d.h. der Erzeugung der Abfrage-
und Antwortsignale, der Codierung, der Initiierung und der Inbetriebnahme der Sicherheitsfunktion
entspricht die in den Fig. 6 und 7 dargestellte Ausgestaltungsform der vorangehend
beschriebenen Ausgestaltungsform, so daß eine diesbezügliche Beschreibung hier nicht
vorgenommen wird.
[0056] Die Fig. 6 zeigt ein Aufnahmerohrteil 130a, welches beispielsweise an einem Motorrad
oder dergleichen fest angebracht sein kann. In dem Aufnahmerohrteil 130 ist das Kabelelement
26a derart führbar, daß es zwischen einem im wesentlichen vollständig in das Aufnahmerohrteil
130a eingeschobenen Zustand und einem aus dem Aufnahmerohrteil 130a im wesentlichen
vollständig ausgezogenen Zustand hin- und herbewegbar ist. In dem vollständig ausgezogenen
Zustand liegt der erste Endbereich 28a des Kabelelements 26a immer noch innerhalb
des Aufnahmerohrteils 130a und ist durch Zusammenwirkung eines radial erweiterten
Endteils 132a, in welchem das Kabel 92a wiederum durch Klemmwirkung oder dergleichen
festgelegt ist, mit einer nach radial innen vorspringenden Sicherungsscheibe 134a
gegen Abziehen von dem Aufnahmerohrteil 130a gesichert. Im zweiten Endbereich 30a
ist das Kabelelement 26a mit einer Verriegelungskomponente 136a verbunden, welche,
wie in Fig. 7 gezeigt, mit einer Gegenverriegelungskomponente 138a, die wiederum am
Motorrad oder dergleichen festgelegt sein kann, in Verriegelungseingriff gebracht
werden kann. Der zur Verriegelung der Verriegelungskomponente 136a mit der Gegenverriegelungskomponente
138a dienende Verriegelungsmechanismus kann wieder so wie der vorangehend mit Bezug
auf die Fig. 5 beschriebene Verriegelungsmechanismus aufgebaut sein.
[0057] Hinsichtlich einer detaillierteren Beschreibung eines derart aufgebauten Kabelschlosses
mit einem Aufnahmerohrteil und einem in dieses einführbaren bzw. aus diesem herausziehbaren
Kabelelement wird auf die deutsche Patentanmeldung 195 20 278 der Anmelderin der vorliegenden
Anmeldung verwiesen. Der diesbezügliche Inhalt dieses Dokuments wird durch Bezugnahme
hiermit zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Anmeldung aufgenommen.
[0058] Im Bereich der Verriegelungskomponente 136a, mit welcher das Kabel 92a durch Klemmwirkung
oder dergleichen verbunden ist, ist die Antworteinheit 118a angeordnet und steht dort
in Verbindung mit der Signalleitung 84a.
[0059] Wie in Fig. 6 erkennbar, erstreckt sich die Signalleitung 84a über den ersten Endbereich
28a des Kabelelements 26a hinaus und durch das Aufnahmerohrteil 30a hindurch. Im Bereich
eines hinteren Endes 140a ist eine Signalleitung-Verstaueinrichtung 142a angeordnet.
Diese kann eine Leitungsspule umfassen, die durch Vorspannung durch eine Spiralfeder
oder dergleichen in einer Richtung zum Aufwickeln der Signalleitung 84a vorgespannt
ist. Wird das Kabelelement 26 in das Aufnahmerohrteil 130a eingeschoben, so daß der
erste Endbereich 28a nahe dem Ende 140a des Aufnahmerohrteils 130a liegt, wird der
zwischen der Signalleitung-Verstaueinrichtung 142a und dem ersten Endbereich 28a liegende
Abschnitt der Signalleitung 84a durch Aufwickeln in der Signalleitung-Verstaueinrichtung
142a zunehmend verkürzt, so daß die Signalleitung 84a nicht in verschlungener Art
und Weise im Aufnahmerohrteil 130a liegt.
[0060] Um die Antwort- und Abfragesignale zwischen der Antwort- und der Abfrageeinheit 44a,
118a übertragen zu können, ist im Bereich des Endes 140a des Aufnahmerohrteils 130a
eine Koppeleinrichtung 144a vorgesehen. Diese kann beispielsweise eine das Aufnahmerohrteil
130a umgebende Einkoppelspule oder dergleichen umfassen, welche wieder auf induktivem
Wege eine Einkopplung bzw. Auskopplung der Signale in die bzw. aus der Signalleitung
84a vorsieht. Es ist jedoch auch möglich, durch Herstellung eines Drehkontakts in
der Signalleitung-Verstaueinrichtung 142a einen direkten leitenden Kontakt zur Signalleitung
84a herzustellen. Dies ist bei der Ausgestaltungsform gemäß den Fig. 6 und 7 nicht
mit der Gefahr einer Verschlechterung des Kontakts aufgrund einer Verschmutzung oder
dergleichen behaftet, da die Signalleitung-Verstaueinrichtung 142a in einem für Schmutz
nur schwer zugänglichen Bereich angeordnet werden kann.
[0061] Obgleich, wie in Fig. 6 erkennbar, in dem vollständig ausgezogenen Zustand des Kabelelements
26a ein bestimmter Abstand zwischen der Koppeleinrichtung 144a und dem ersten Endbereich
28a des Kabelelements 26a vorhanden ist, findet auch bei dieser Ausgestaltung eine
Einkopplung bzw. Auskopplung der Signale im Sinne der vorliegenden Erfindung nahe
dem ersten Endbereich 28a statt. Diese Aussage ist dabei so zu verstehen, daß durch
die Einkopplung bzw. Auskopplung nahe dem ersten Endbereich 28a und die Anordnung
der Antworteinheit 118a nahe dem zweiten Endbereich 30a die Signale in jedem Falle
im wesentlichen die gesamte durch das Kabelelement 26a gebildete Signalleitungsstrecke
durchlaufen müssen.
[0062] Innerhalb des Aufnahmerohrteils 130a ist eine elastische Auskleidung 146a vorgesehen,
die einerseits dafür sorgt, daß der in dem Aufnahmerohrteil 130a liegende Abschnitt
des Kabelelements 26a nicht unter Erzeugung lauter Klappergeräusche hin- und herbewegt
werden kann. Andererseits kann durch die Auskleidung 146a ein gewisses Reibmoment
auf das Kabelelement 26a ausgeübt werden, so daß dieses beispielsweise im vollständig
eingezogenen Zustand nicht in unbeabsichtigter Weise aus dem Aufnahmerohrteil 130a
herausbewegt wird. Ferner kann im Bereich der Öffnung des Aufnahmerohrteils 130a,
dort wo das Kabelelement 26a aus dem Aufnahmerohrteil 130a austritt, eine Dichtungseinrichtung
148a mit einer elastisch verformbaren Dichtungskomponente 150a vorgesehen sein, die
unter elastischer Verformung an der Außenumfangsfläche des Kabelelements 26a anliegt
und somit den Eintritt von Verunreinigungen in das Aufnahmerohrteil 130a verhindert.
[0063] Es ist selbstverständlich, daß hinsichtlich der Verbindung des Kabels 92a mit dem
an dessen Enden vorgesehenen Komponenten die gleichen konstruktiven Maßnahmen getroffen
werden können, wie dies bei der vorangehend beschriebenen Ausgestaltungsform gemäß
den Fig. 1 bis 5 der Fall ist, d.h. auch dort kann im Bereich der Klemmkraftbeaufschlagung
des Kabels 92a jeweils ein Verstärkungshülsenelement in den Hohlraum 94a eingeführt
sein, um diesen Hohlraum 94a wenigstens bereichsweise offenzuhalten.
[0064] Es ist ferner erkennbar, daß auch bei der Ausgestaltungsform gemäß Fig. 7 neben der
durch die Wechselwirkung zwischen der Antworteinheit 118a und der Abfrageeinheit 44a
vorgesehenen Sicherheitsfunktion ebenso wie bei der vorangehend beschriebenen Ausgestaltungsform
aufgrund des Führens der Signalleitung 84a vollständig innerhalb von Komponenten des
Kabelschlosses 10a eine unbefugte Manipulation von außen her praktisch ausgeschlossen
ist.
1. Kabelschloß für ein bewegbares Objekt, insbesondere Zweirad, insbesondere Motorrad,
umfassend:
- ein Kabelelement (26; 26a), welches zum Sichern des bewegbaren Objekts mit diesem
fest koppelbar oder gekoppelt ist und dabei wenigstens einen Teilabschnitt einer in
sich geschlossenen Sicherungsschleife bildet,
- eine zwischen einem ersten Endbereich (28; 28a) und einem zweiten Endbereich (30;
30a) des Kabelelements verlaufende Signalleitung (84; 84a) zum Übertragen elektrischer
Signale zwischen dem ersten und dem zweiten Endbereich (28, 30; 28a, 30a),
- eine vorzugsweise an dem bewegbaren Objekt festgelegte oder festlegbare Abfrageeinheit
(44; 44a) zum Erzeugen eines Abfragesignals, welches über einen Einkoppel/Auskoppel-Abschnitt
(48, 82; 144a) nahe dem ersten Endbereich (28; 28a) in die Signalleitung (84; 84a)
eingekoppelt wird,
- eine an dem Kabelelement (84; 84a) im Bereich des zweiten Endbereichs (30; 30a)
desselben vorgesehene und mit der Signalleitung (84; 84a) verbundene Antworteinheit
(118; 118a) zum Empfangen des Abfragesignals über die Signalleitung (84; 84a) und
zum Senden eines Antwortsignals über die Signalleitung (84; 84a) und den Einkoppel/Auskoppel-Abschnitt
(48, 82; 144a) an die Abfrageeinheit (44; 44a) in Antwort auf den Empfang des Abfragesignals.
2. Kabelschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Einkoppel/Auskoppel-Abschnitt
eine elektrisch leitende Verbindung zwischen der Abfrageeinheit (44; 44a) und der
Signalleitung (84; 84a) vorgesehen oder herstellbar ist.
3. Kabelschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Einkoppel/Auskoppel-Abschnitt
(48, 82; 144a) eine induktive Kopplungsverbindung zwischen der Abfrageeinheit (44;
44a) und der Signalleitung (84; 84a) vorgesehen oder herstellbar ist.
4. Kabelschloß nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine erste Induktionsspule (48;
144a), welche mit der Abfrageeinheit (44) leitend verbunden ist, und eine zweite Induktionsspule
(82), welche mit der Signalleitung (84) leitend verbunden ist.
5. Kabelschloß nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelschloß (10) ferner
eine vorzugsweise am bewegbaren Objekt festgelegte oder festlegbare erste Verriegelungskomponente
(14) umfaßt, welche über eine Signalspeiseleitung (40) mit der Abfrageeinheit (44)
in Verbindung steht und einen ersten Teil (48) des Einkoppel/Auskoppel-Abschnitts
(48, 82) umfaßt, und daß am ersten Endbereich (28) des Kabelelements (26) eine zweite
Verriegelungskomponente (22) vorgesehen ist, welche mit der ersten Verriegelungskomponente
(14) in Verriegelungseingriff bringbar ist und einen zweiten Teil (82) des Einkoppel/Auskoppel-Abschnitts
(48, 82) umfaßt.
6. Kabelschloß nach Anspruch 4 und Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste
Teil (48) des Einkoppel/Auskoppel-Abschnitts (48, 82) die erste Induktionsspule (48)
umfaßt und daß der zweite Teil (82) des Einkoppel/Auskoppel-Abschnitts (48, 82) die
zweite Induktionsspule (82) umfaßt.
7. Kabelschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß am zweiten
Endbereich (30) des Kabelelements (26) eine Sicherungsöse (32) mit einer Durchgangsöffnung
(34) vorgesehen ist, durch welche der erste Endbereich (28) des Kabelelements (26)
zum Herstellen der in sich geschlossenen Sicherungsschleife hindurchführbar ist und
daß die Signalleitung (84) in ihrem Verlauf zwischen dem ersten Endbereich (28) und
der Antworteinheit (118) wenigstens eine die Durchgangsöffnung (34) im wesentlichen
vollständig umgebende Wicklung (120) aufweist.
8. Kabelschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelelement
(26; 26a) ein vorzugsweise aus mehreren Fasern geflochtenes, verzwirntes oder dergleichen
Kabel (92; 92a), vorzugsweise Stahlkabel, mit einem sich in einer Kabellängsrichtung
erstreckkenden Hohlraum (94; 94a) umfaßt, und daß wenigstens ein Teil der Signalleitung
(84; 84a) in dem Hohlraum (94; 94a) verläuft.
9. Kabelschloß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel (92; 92a) an wenigstens
einem Endbereich (28, 30; 28a, 30a) mit einer Sicherungskomponente (14, 22; 136a),
vorzugsweise einer Verriegelungskomponente oder Sicherungsöse, durch Quetschen, Klemmen
oder dergleichen fest verbunden ist und daß wenigstens in dem durch Quetsch- oder
Klemmkraft beaufschlagten Abschnitt des Kabels (92; 92a) ein Verstärkungsrohrabschnitt
(96) in dem Hohlraum (94; 94a) vorgesehen ist.
10. Kabelschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen
Abfrageeinheit (44; 44a) und Antworteinheit (118; 118a) gebildete Signalübertragungsweg
und/oder die Antworteinheit (118; 118a) von außen im wesentlichen nicht zugänglich
ist.
11. Kabelschloß nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalleitung (84; 84a)
und gegebenenfalls die Signalspeiseleitung (40; 40a) zumindest in einem wesentlichen
Abschnitt zwischen der Abfrageeinheit (44; 44a) und der Antworteinheit (118; 118a)
innerhalb von das Kabelschloß (10; 10a) bildenden Baugruppen geführt ist.
12. Kabelschloß nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Antworteinheit
(118) wenigstens teilweise in einer Ausnehmung (116) aufgenommen ist, die in einer
am zweiten Endbereich (30) des Kabelelements (84) angeordneten Kabelschloßkomponente
(32), vorzugsweise Sicherungsöse oder Verriegelungskomponente, vorgesehen ist.
13. Kabelschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabelelement
(26a) in einem am bewegbaren Objekt festgelegten Aufnahmerohrteil (130a) teleskopartig
einfahrbar bzw. ausfahrbar aufgenommen ist, wobei in einem vollständig ausgefahrenen
Zustand der erste Endbereich (28a) des Kabelelements (26a) im wesentlichen innerhalb
des Aufnahmerohrteils (130a) liegt und gegen Entfernen aus dem Aufnahmerohrteil (130a)
gesichert ist, und daß die Signalleitung (84a) sich aus dem Kabelelement (26a) über
den ersten Endbereich (28a) hinaus erstreckt.
14. Kabelschloß nach Anspruch 13, ferner umfassend eine Signalleitung-Verstaueinrichtung
(142a), welche entsprechend einem Ausfahrzustand des Kabelelements (26a) wenigstens
einen Teil eines außerhalb des Kabelelements (26a) liegenden Längenabschnitts der
Signalleitung (84a) aufnimmt.
15. Kabelschloß nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalleitung-Verstaueinrichtung
(142a) eine Aufrolleinrichtung (142a), vorzugsweise federvorgespannte Aufrolleinrichtung
(142a), umfaßt.
16. Kabelschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Antworteinheit
(118; 118a) dem empfangenen Abfragesignal elektrische Energie entzieht zum Erzeugen
einer Betriebsspannung für die Antworteinheit (118; 118a).
17. Kabelschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Antworteinheit
(118; 118a) eine erste Speichereinrichtung umfaßt zum vorübergehenden oder dauerhaften
Speichern einer Schließgeheimnisinformation und daß das von der Antworteinheit (118;
118a) in Antwort auf das Abfragesignal abgegebene Antwortsignal einen auf der in der
Antworteinheit (118; 118a) gespeicherten Schließgeheimnisinformation beruhenden Informationsgehalt
umfaßt.
18. Kabelschloß nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfrageeinheit (44;
44a) eine zweite Speichereinrichtung umfaßt, in welcher eine Schließgeheimnisvergleichsinformation
vorübergehend oder dauerhaft gespeichert ist, und daß die Abfrageeinheit (44; 44a)
nach Empfang des Antwortsignals den auf der Schließgeheimnisinformation beruhenden
Informationsgehalt gegebenenfalls nach einer Decodierung desselben mit der Schließgeheimnisvergleichsinformation
vergleicht.
19. Kabelschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfrageeinheit
(44; 44a) eine Alarmsignalgeneratoreinrichtung umfaßt.
20. Kabelschloß nach Anspruch 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß dann, wenn die Abfrageeinheit
(44; 44a) eine mangelnde Übereinstimmung zwischen dem auf der Schließgeheimnisinformation
beruhenden Informationsgehalt und der Schließgeheimnisvergleichsinformation erfaßt,
die Alarmsignalgeneratoreinrichtung ein Alarmsignal erzeugt.
21. Kabelschloß nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Alarmsignalgeneratoreinheit
dann, wenn innerhalb einer vorbestimmten Zeitdauer nach Abgabe eines oder einer Mehrzahl
von Abfragesignalen kein Antwortsignal empfangen wird, ein Alarmsignal erzeugt.
22. Kabelschloß nach Anspruch 19, 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfrageeinheit
(44; 44a) mit einer Warnsignalgeneratoreinrichtung (126) gekoppelt ist oder eine derartige
Einrichtung umfaßt und daß das von der Alarmsignalgeneratoreinrichtung erzeugte Alarmsignal
zur Warnsignalgeneratoreinrichtung (126) geleitet wird, welche in Antwort auf den
Empfang des Alarmsignals ein akustisches Warnsignal, ein optisches Warnsignal oder
ein GPS-Sende-Warnsignal erzeugt.
23. Kabelschloß nach einem der 17 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfrageeinheit
(44; 44a) bei Inbetriebnahme des Kabelschlosses (10; 10a) zum Sichern des bewegbaren
Objekts ein Programmiersignal zur Antworteinheit (118; 118a) sendet, welches Programmiersignal
die Schließgeheimnisinformation umfaßt, und daß die erste Speichereinrichtung in der
Antworteinheit (118; 118a) die Schließgeheimnisinformation speichert.
24. Kabelschloß nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfrageeinheit (44;
44a) das Programmiersignal nur bei der ersten Inbetriebnahme des Kabelschlosses (10;
10a) abgibt und daß die erste Speichereinrichtung in der Antworteinheit (118; 118a)
die Schließgeheimnisinformation dauerhaft speichert.
25. Kabelschloß nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfrageeinheit (44;
44a) das Programmiersignal vorzugsweise bei jeder Inbetriebnahme des Kabelschlosses
(10; 10a) oder/und während des Betriebs des Kabelschlosses (10; 10a) abgibt und daß
die erste Speichereinrichtung in der Antworteinheit (118; 118a) die Schließgeheimnisinformation
bei jeder Übertragungdes Programmiersignals neu speichert.
26. Kabelschloß nach Anspruch 23, 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausgabe
des Programmiersignals an die Antworteinheit (118; 118a) in der zweiten Speichereinrichtung
der Abfrageeinheit (44; 44a) eine der Schließgeheimnisinformation entsprechende Schließgeheimnisvergleichsinformation
gespeichert wird.
27. Kabelschloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abfrageeinheit (44; 44a) bei Inbetriebnahme des Kabelschlosses (10; 10a) automatisch
oder durch manuelle Aktivierung eines Benutzers in Betrieb gesetzt wird.
28. Kabelschloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abfrageeinheit (44; 44a) im Betrieb das Abfragesignal vorzugsweise in einer periodisch
wiederholten Art und Weise ausgibt.