[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Skate-Anlage aus Einzelelementen nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1. Eine derartige Skate-Anlage ist beispielsweise mit dem Gegenstand
der EP 378 725 bekannt geworden. Bei dieser bekannten Anordnung handelt es sich allerdings
nicht um eine Skate-Anlage in ihrer herkömmlichen Form, weil eine sog. Halfpipe oder
eine Viertelpipe nicht gezeigt ist. Bei derartigen Anlagen ist es wesentlich, dass
der Benutzer einen oberen, umlaufenden Rand vorfindet, den er als Startfläche benutzen
kann und den er als Landeflache nach erfolgreichem Durchfahren des Bauwerkes benutzt.
[0002] Weiterer Nachteil dieser Anordnung ist, dass diese Anordnung lediglich kesselförmig
ausgebildet ist, d. h. es sind eine Reihe von gleichartigen Wandschalen vorhanden,
die aneinander gefügt sind und die sternförmig auf eine zentrale Bodenplatte münden.
Damit können also nur kesselförmige Bauwerke erzeugt werden, die eben den Nachteil
haben, dass sie in ihrer Anwendung eintönig sind und nur beschränkt benutzbar sind,
weil beispielsweise hohe Unfallgefahr besteht, nachdem alle Benutzer über die untere,
relativ kleinflächige, zentrale Bodenplatte fahren müssen. Ferner sind die gezeigten
Wandschalen nicht mit zugfesten Verbindungen miteinander verbunden, so dass ein derartiges
Bauwerk nur im Erdboden eingelassen werden kann, um die erforderlichen Spannungen
aufzunehmen. Es ist deshalb nicht möglich, ein derartiges Bauwerk frei auf einer Aufstellungsebene
aufzustellen und entsprechend abzustützen.
[0003] Überdies ist diese bekannte Anordnung nicht überdachbar.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Skate-Anlage mit Einzelelementen
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 so weiterzubilden, dass die Skate-Anlage
beliebig modular erweiterbar ist und in ihrer Form als Halfpipe, Miniramp oder Viertelpipe
ausgebildet sein kann.
[0005] Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des
Anspruches 1 gekennzeichnet.
[0006] Wesentliches Merkmal der Erfindung ist, dass das erfindungsgemäße Bauwerk nun aus
einzelnen Wandschalen besteht, wobei die Wandschalen zug- und druckfest miteinander
verbunden sind und auf unterschiedlich geformte Bodenplatten stoßen und zug- und druckfest
mit diesen Bodenplatten verbunden sind, so dass sich ein modularer Aufbau des gesamten
Bauwerkes ergibt, so dass es erstmals möglich ist, dieses Bauwerk in Form einer Bahn
in beliebigen Kurven oder graden Strecken auf einer Fläche aufzustellen und abzustützen.
[0007] In einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das gesamte Bauwerk
mit einem Dach überdeckt ist, welches Dach an der Brüstungsoberkante der Wandschalen
abgestützt ist.
[0008] Hierbei ist vorteilhaft, wenn die Dachhaut aus einer Leichtkonstruktion besteht und
möglichst flexibel ausgebildet ist, z. B. aus Acrylglaselementen besteht oder textilen,
membranartigen Dachhäuten.
[0009] Ebenso ist es vorgesehen, dass diese Dachhaut aus einem Metallmaterial, insbesondere
einem Aluminiumprofil erstellt ist.
[0010] Die Erfindung stellt nun erstmals ein Bauwerk bereit, welches aus einzelnen modular
zusammensetzbaren Wandschalen und Bodenplatten besteht, wobei es insgesamt für eine
abwechslungsreiche Sportanlage ausreicht, etwa vier verschiedene Wandschalen mit drei
verschiedenen Bodenplatten zu kombinieren, um eine etwa hakenförmige Bahn zu erhalten,
die eine Vielzahl von Sportmöglichkeiten bietet.
[0011] In einer bevorzugten Ausgestaltung bestehen die einzelnen Wandschalen und Bodenplatten
aus Stahlbeton-Fertigteilen. Hierbei kann es vorgesehen sein, dass die innere, nutzbare
Oberfläche dieser Wand- und Bodenplatten mit einer Kunststoffmasse beschichtet ist.
[0012] Wichtig hierbei ist, dass die aneinander anstoßenden Wandschalen zug- und druckfest
miteinander verbunden sind, wobei jeweils zugeordnete Justierelemente verwendet werden,
welche als Zuganker bevorzugt einen Flachstahl aufweisen, der mittels Schraubenbolzen
die aneinander stoßenden Fugen überbrückt und zusammenhält.
[0013] Außerhalb dieser Justierelemente ist es vorgesehen, dass die sich ergebenden Fugen
zwischen einander anstoßenden Wandschalen und den zugeordneten Stößen an den Bodenplatten
durch einen Fugenfüller ausgefüllt sind, wobei der Fugenfüller noch zusätzliche Klebeeigenschaften
aufweist, so dass er die aneinander anstoßenden Flächen der unterschiedlichen Wand-
und Bodenplatten noch in Zugrichtung zusammenhalten kann.
[0014] Hierbei ist wichtig, dass diese Fuge hinterschnitten ausgebildet ist, das heißt,
die dort eingefüllte Fugenmasse wirkt aufgrund ihrer Klebekraft an den zugeordneten
Klebeflächen sowohl druck- als auch zugübertragend, und aufgrund der Ausbildung der
Fuge als Hinterschneidung wird ein Abscheren der Fugenmasse mit dem Beton-Fertigteil
verhindert.
[0015] In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die einzelnen
Wandschalen und die Bodenplatten jeweils auf mindestens einem Einzelfundament aufgestellt
sind. Dies bedeutet, dass man für die Aufstellung des gesamten Bauwerkes nur eine
Reihe von Einzelfundamenten benötigt, wobei jeder Wandschale und jeder Bodenplatte
mindestens ein derartiges Einzelfundament zugeordnet ist. Es wird jedoch bevorzugt,
wenn jeder Bodenplatte vier bis sechs Einzelfundamente zugeordnet sind und die Wandschale
lediglich ein einziges Einzelfundament aufweist. Dieses Einzelfundament dient zur
Aufnahme von Stützen, welche längsverstellbar sich an den Seitenwänden der jeweiligen
Wandschale anlegen und diese mit dem Einzelfundament abstützen und verspannen. Hierbei
wird es bevorzugt, wenn diese Stützen als Stahlstützen ausgebildet sind und stufenlos
in ihrer Länge verstellbar sind, z. B. über entsprechende Gewindebuchsen, so dass
diese Stahlstützen gleichzeitig auch als Montagehilfen beim Aufbau des gesamten Bauwerkes
dienen, um nämlich die Wandschalen lagegerecht auszurichten und mit den Bodenplatten
zu verbinden.
[0016] Es wird bevorzugt, dass die jeweiligen Bodenplatten nur auf einem bauseits vorhandenen
und im Erdboden angelegten Fundament aufgelegt werden, ohne dass die Notwendigkeit
besteht, dass die Bodenplatten selbst verbunden sind. Vielmehr ist vorgesehen, dass
die jeweilige Bodenplatte eine Reihe von Fundamentfüßen aufweist, welche werkstoffeinstückig
mit der Bodenplatte verbunden sind, wobei jeder Fundamentfuß auf einer Gleitschicht
ruht, die auf dem im Erdboden eingelassenen Fundament aufgebracht ist. Auf diese Weise
ist dafür gesorgt, dass die Bodenplatten über zugeordnete Gleitschichten auf den bauseits
vorhandenen Fundamenten aufgelegt und gegenüber diesen verschiebbar sind.
[0017] Gleichzeitig ist vorgesehen, dass die Bodenplatte einen Falz zur Aufnahme der anstoßenden
Wandschale bildet, so dass hier eine kraft- und formschlüssige Verbindung zwischen
Wandschale und Bodenplatte durch den besagten Falz erfolgt. Die Verbindung der jeweiligen
Wandschale mit der Bodenplatte erfolgt im Bereich des Fundamentfußes, wobei die Wandschale
mit zugeordneten Verschraubungen mit der Bodenplatte verbunden wird.
[0018] Gleichzeitig ist im Bereich des Falzes noch eine Nut angeordnet, die mit dem vorher
beschriebenen Fugenfüller gefüllt ist, so dass auch die in diesem Bereich eine ausgezeichnete
Fugenverbindung zwischen den aneinander anstoßenden Bauelementen erfolgt.
[0019] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander.
[0020] Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung, offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
[0021] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0022] Es zeigen:
- Figur 1:
- Schnitt durch ein Bauwerk nach der Erfindung in Richtung des Pfeiles I-I in Figur
2;
- Figur 2:
- Draufsicht auf das Bauwerk nach Figur 1;
- Figur 3:
- Detail einer Ausbildung der Verbindung zwischen Bodenplatte und Wandelement im Schnitt;
- Figur 4:
- Schnitt gemäß der Linie IV-IV in Figur 2;
- Figur 5:
- Schnitt gemäß der Linie V-V in Figur 2;
- Figur 6:
- das Detail einer Lagerausbildung zur Anwendung der Stütze am Wandelement;
- Figur 7:
- eine gleiche Darstellung wie Figur 6 mit einer anderen Stütze;
- Figur 8:
- Schnitt durch ein weiteres Bauwerk nach der Erfindung mit einer Überdachung;
- Figur 9:
- die Seitenansicht auf das Bauwerk nach Figur 8 in Pfeilrichtung IX.
[0023] Das Bauwerk 1 nach den Figuren 1 und 2 besteht aus einer Reihe von aneinander anstoßenden
Wandschalen 2, 3, 16, 17, 19, wobei insgesamt vier verschiedene Typen von Wandschalen
vorhanden sind, und jede Wandschale etwa gemäß Figur 1 aus einem oberen, geraden Abschnitt
10a besteht, der einen umlaufenden, sich um das gesamte Bauwerk erstreckenden vertikalen
Rand bildet, wobei dieser Abschnitt 10a in einen horizontalen Abschnitt 10b übergeht,
welcher eine Bodenfläche für den oberen Rampenteil der Rampe bildet.
[0024] Von dem horizontalen Abschnitt 10b geht dann der Rampenabschnitt 11 als gekurvte
Fläche gemäß Figur 1 nach unten und mündet bündig in die sich daran anschließende
Bodenplatte 4, die ihrerseits wiederum mit der gegenüberliegenden Wandschale 3 verbunden
ist, die gleich ausgebildet ist wie die Wandschale 2.
[0025] Die Formgebung aller Wandschalen 2, 3, 16, 17, 19 ist also - abgesehen von der unterschiedlichen
Segmentform - gleich. Es wird also durch zwei einander gegenüberliegende Wandschalen
2, 3 und einer dazwischenliegenden Bodenplatte 4 ein Hauptelement 5 dieses Bauwerkes
1 gebildet. Diese Hauptelemente 5 können nun gemäß Figur 2 einandergereiht werden
(siehe Figur 2 unten), so dass bei einer weiteren Aneinanderreihung diese Hauptelemente
5 eine gerade Bahn des gesamten Bauwerkes erzeugt wird.
[0026] Werden hingegen andersartige, sektorförmige Wandschalen 19 mit anderen sektorförmigen
Wandschalen 20 kombiniert, dann ergeben sich gekurvte Elementformen, die modulartig
aneinander gesetzt werden, wobei man sieht, dass der Typus der Wandschalen 19 den
Wandschalen 20 gegenüberliegend angeordnet ist.
[0027] In der Bahn des Bauwerkes nach Figur 2 sind dann wiederum zwei Hauptelemente 5 aneinander
gereiht, um so einen kurzen, geraden Abschnitt zu erzeugen, der dann schließlich in
einer Umkehrkurve übergeht. Diese Umkehrkurve wird gebildet aus weiteren Wandschalen
16, die mit einer zentralen Bodenplatte 15 zusammenwirken und an dieser angeschlossen
sind.
[0028] Den Elementen, die aus den Wandschalen 19, 20 gebildet sind, sind im übrigen jeweils
eine Bodenplatte 18 zugeordnet.
[0029] Mit einem Bauwerk nach Figur 2 wird also eine obere umlaufende Standbahn 24 erreicht,
die aus den horizontalen Abschnitten 10b und den vertikalen Abschnitten 10a besteht,
während sich an diese obere, umlaufende Standbahn 24 die zugeordneten Rampenabschnitte
anschließen, die aus den einzelnen gekurvten Wandschalen-Abschnitten gebildet sind.
Der Bodenbereich wird durch eine gekurvte Bodenbahn 21 gebildet, die ihrerseits wiederum
in die Wandbahn 22 übergeht, die ihrerseits dann wieder in die Standbahn 24 mündet.
[0030] Auf diese Weise wird also ein Bauwerk 1 mit stark unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten
geschaffen, welche sich dadurch auszeichnet, dass es keinerlei durchgehendes Fundament
benötigt, sondern es kann aus Stahlbeton-Fertigteilen auf Einzelfundamenten aufgestellt
und abgestützt werden. Darüber hinaus ergibt sich der Vorteil, dass dieses Bauwerk
leicht überdachbar ausgebildet ist.
[0031] Anhand der Figuren 3 bis 7 werden nun Konstruktionseinzelheiten beschrieben.
[0032] In Figur 3 ist die Verbindung zwischen einer Wandschale 2 und einer zugeordneten
Bodenplatte 4 dargestellt. Hierbei ist wichtig, dass die Bodenplatte 4 werkstoffeinstückig
mit einem Fundamentfuß 31 verbunden ist, der zur Abstützung der Bodenplatte 4 auf
einem Einzelfundament 13 dient.
[0033] Auf dem Fundament 13 ist eine Gleitschicht 32 aufgebracht, die zum Beispiel aus einem
Zementmörtel besteht, die aber auch als Stahlplatte oder als Kunststoffplatte ausgebildet
sein kann. Wichtig ist, dass der Fundamentfuß 31 gleitfähig auf dem im Boden eingelassenen
Fundament 13 aufsitzt.
[0034] Die Bodenplatte 4 weist ferner einen Falz 26 auf, der im wesentlichen aus einer horizontalen
Bodenfläche 27 und aus einer sich daran senkrecht anschließenden Anschlagfläche 28
besteht. In diesem Falz 26 greift die Stirnseite der Wandschale 2 ein und ist mittels
einer Verschraubung 33 mit dem Fundamentfuß 31 mit der Bodenplatte 4 verbunden. Im
Bereich der vertikalen Anschlagfläche 28 ist im übrigen eine Nut 29 eingearbeitet,
die als Hinterschneidung ausgebildet ist und die mit einer Füllmasse gefüllt ist,
welche Zug- und Druckkräfte überträgt. Die Nut verengt sich nach oben in eine Trennfuge
30.
[0035] Jeder Bodenplatte sind gemäß Figur 2 eine Reihe derartiger Einzelfundamente zugeordnet,
wobei die Bodenplatten (z. B. die Bodenplatte 4) durch entsprechende Schraubelemente
25 mit den Wandschalen verbunden sind.
[0036] Anhand der Figuren 2, 4 und 5 wird nun die stirnseitige Verbindung einzelner Wandschalen
2, 20 miteinander erläutert:
[0037] Gemäß Figur 2 und Figur 4 ist erkennbar, dass beispielsweise die Wandschalen 2, 20
eine gemeinsame Fuge 35 bilden und dass im Bereich der Fuge jeweils im Abstand voneinander
angeordnete Ausnehmungen 34 in den Wandschalen angeordnet sind. Im Bereich jeder Ausnehmung
34 ist in der Wandschale 2, 20 jeweils ein Gewindebolzen 36, 37 verankert, der mit
seinem freien, oberen Ende in die Ausnehmung 34 hineinragt und der durch jeweils eine
Bohrung eines Flachstahls hindurchgreift, welcher Flachstahl 38 die beiden Gewindebolzen
36, 27 zug- und druckfest miteinander verbindet.
[0038] Auf den Gewindebolzen 36, 37 sind entsprechende Muttern angeordnet, die diesen Flachstahl
38 festlegen.
[0039] Auf diese Weise wird also eine zug- und druckfeste Verbindung zwischen den aneinander
anstoßenden Stirnseiten der Wandschalen 2, 3, 16, 19, 20 erreicht.
[0040] Selbstverständlich wird dann die jeweilige Ausnehmung 34 durch eine entsprechende
Fugenfüllmasse ausgekleidet.
[0041] Im Bereich außerhalb dieser Ausnehmungen 34 öffnet sich die jweilige Fuge 35 nach
oben in eine hinterschnittene Nut 29, die mit einem Fugenfüller ausgekleidet ist und
die sich in eine obere Trennfuge 30 verengt.
[0042] Seitlich sind die Wandschalen 2, 3, 16, 17, 19, 20 mittels jeweils zwei verschiedener
Stützen 6, 7 auf einem Fundament 14 abgestützt. Hierbei sind an der Seitenwand jeder
Wandschale ein oberes Lager 9 vorgesehen und auf dem Fundament 14 ist jeweils ein
unteres Lager 8 angeordnet, so dass zwischen den beiden Lagern 8, 9 die jeweiligen
Stützen 6, 7 aufgenommen sind. Diese Stützen 6, 7 bestehen bevorzugt aus Stahlstützen
und sind in ihrer Länge dadurch veränderbar, dass eine Gewindebuchse 39 in ansich
bekannter Weise bei Verdrehung die Länge der Stütze 6, 7 verändert. Aus Vereinfachungsgründen
ist es vorgesehen, dass das obere Lager 9 mittels einer Kontaktplatte verbunden ist,
die bevorzugt als Stahlplatte 40 ausgebildet ist, wobei die Stahlplatte 40 mit zugeordneten
Elementen in dem Material der Wandschale verankert ist.
[0043] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass der Übergang
zwischen dem horizontalen Abschnitt 10a der Wandschale und dem Rampenabschnitt 11
mit einem Rohr 49 ausgebildet ist, wobei das Rohr 49 über Zuganker 50 mit der Rückseite
der jeweiligen Wandschale verbunden ist (siehe Figur 7). Der Zuganker ist hierbei
in einer Hülse 51 geführt und wird mittels einer Verschraubung 52 an der Rückschale
der Wandschale 2 in einer Ausnehmung aufgenommen.
[0044] Anhand der Figuren 8 und 9 wird nun die Bedachung des erfindungsmäßen Bauwerkes beschrieben.
[0045] Das Dach 41 des Bauwerkes besteht im Wesentlichen aus einer Dachhaut 45, die über
ein Ständertragwerk gespannt ist. Das Ständertragwerk besteht im Wesentlichen aus
einem vorgespannten Hauptträger 42, der am oberen Ende von Stützträgern 44 angeordnet
ist, welche Stützträger 44 mit dem oberen, umlaufenden Abschnitt 10a der Wandschale
mittels Kontaktplatten 43 verbunden sind.
[0046] Von dem Hauptträger 42 erstrecken sich noch weitere Stützen 46 nach oben, die mittels
entsprechender Querträger 47 miteinander verstrebt sind. Die Dachkante 48 der Dachhaut
45 ist etwas über die Seitenkante des Bauwerkes herausgezogen, so dass das gesamte
Bauwerk regendicht nach oben abgedichtet ist. Hierbei ist vorteilhaft, dass der vorher
als vertikaler Abschnitt 10a beschriebene Abschnitt der Wandschalen auch geneigt sein
kann, so wie dies in Figur 8 dargestellt ist, um einen größeren Überstand der Dachkante
48 über den Seitenkanten des Bauwerkes zu gewährleisten. Auf diese Weise wird das
Bauwerk auch gegen seitlichen Schlagregen geschützt.
[0047] Die wesentlichen Merkmale der vorliegende Erfindung liegen also darin, dass mit einfachen
Mitteln vorgefertigte Stahlbetonteile auf eine Baustelle verbracht werden können,
ohne eine durchgehende Bodenfundamentplatte zu montieren, was aus Umweltschutzgründen
abzulehnen ist. Derartige Stahlbetonteile können also sehr schnell und mit hoher Präzession
aufgrund der vorgeschlagenen Konstruktion zu unterschiedlichen Bauwerken, unterschiedlicher
Profilform und unterschiedlicher Anlagenform zusammenmontiert werden, was bisher mit
den bekannten Elementen nicht möglich war. Hieraus ergibt sich der weitere Vorteil,
dass die Anlage auch leicht demontierbar ist und leicht an andere Einsatzorte eingesetzt
werden kann. Ebenso können leicht Einzelelemente ausgewechselt werden oder die gesamte
Anlage kann in ihrer Formgebung, Gestaltung und Größe leicht ersetzt, erneuert oder
erweitert werden.
ZEICHNUNGSLEGENDE
[0048]
- 1
- Bauwerk
- 2
- Wandschale
- 3
- "
- 4
- Bodenplatte
- 5
- Hauptelement
- 6
- Stütze
- 7
- "
- 8
- Lager
- 9
- "
- 10
- Abschnitt 10a, 10b
- 11
- Rampenabschnitt
- 12
- Verbindungsstoß
- 13
- Fundament
- 14
- "
- 15
- Bodenplatte
- 16
- Wandschale
- 17
- "
- 18
- Bodenplatte
- 19
- Wandschale
- 20
- "
- 21
- Bodenbahn
- 22
- Wandbahn
- 23
- "
- 24
- Standbahn
- 25
- Schraubelement
- 26
- Falz
- 27
- Bodenfläche
- 28
- Anschlagfläche
- 29
- Nut
- 30
- Trennfuge
- 31
- Fundamentfuß
- 32
- Gleitschicht
- 33
- Verschraubung
- 34
- Ausnehmung
- 35
- Fuge
- 36
- Gewindebolzen
- 37
- "
- 38
- Flachstahl
- 39
- Gewindebuchse
- 40
- Stahlplatte
- 41
- Dach
- 42
- Hauptträger (vorgespannt)
- 43
- Kontaktplatte
- 44
- Stützträger
- 45
- Dachhaut
- 46
- Stütze
- 47
- Querträger
- 48
- Dachkante
- 49
- Rohr
- 50
- Zuganker
- 51
- Hülse
- 52
- Verschraubung
1. Skate-Anlage aus Einzelelementen, die untereinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage (1) aus einzelnen Wandschalen (2, 3, 16, 17, 19, 20) besteht, die
auf Bodenplatten (4, 15, 18) aufsitzen und zug- und druckfest miteinander sowie diesen
Bodenplatten (4, 15, 18) verbunden sind.
2. Skate-Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatten (4, 15, 18) auf Fundamenten (13, 14) abgestützt sind.
3. Skate-Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abstützung an den Bodenplatten (4, 15, 18) Fundamentfüße (31) angebracht
sind, die auf zugeordneten Gleitschichten (32) der Fundamente (13, 14) verschiebbar
sind.
4. Skate-Anlage nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen den Wandschalen (2, 3, 16, 17, 19, 20) und den Bodenplatten
(4, 15, 18) mittels einer Verschraubung erfolgt.
5. Skate-Anlage nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen den einzelnen Wandschalen (2, 3, 16, 17, 19, 20) mittels
Zugankern (38) erfolgt.
6. Skate-Anlage nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Stoßbereich zwischen den Wandschalen (2, 3, 16, 17, 19, 20) untereinander,
den Bodenplatten (4, 15, 18) sowie zwischen den Wandschalen (2, 3, 16, 17, 19, 20)
und den Bodenplatten (4, 15, 18) ein Abdichtungsmittel eingebracht ist.
7. Skate-Anlage nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandschalen (2, 3, 16, 17, 19, 20) an ihren von den Bodenplatten (4, 15,
18) abgewandten Seiten mittels Stützen (6, 7) abgestützt sind.
8. Skate-Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (6, 7) in ihrer Länge einstellbar sind.
9. Skate-Anlage nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandschalen (2, 3, 16, 17, 19, 20) eine gekrümmte Wandbahn (22, 23) aufweisen,
an die sich ein im wesentlichen horizontal verlaufender Abschnitt (10b) anschließt.
10. Skate-Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontal verlaufenden Abschnitte (10b) der Wandschalen (2, 3, 16, 17,
19, 20) eine durchgehende, horizontale Standbahn (24) ausbilden.
11. Skate-Anlage nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den horizontal verlaufenden Abschnitt (10b) ein im wesentlichen vertikal
verlaufender Abschnitt (10a) anschließt.
12. Skate-Anlage nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage (1) überdacht ist.
13. Skate-Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Dach (41) aus einer Dachhaut (45) besteht, die über ein Ständertragwerk
(42, 44) gespannt ist.