| (19) |
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(11) |
EP 0 870 547 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.05.2008 Patentblatt 2008/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.04.1998 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Lackieranlage und Verfahren zum Betreiben einer Lackieranlage
Painting installation and operating process
Installation de peinture et procédé de fonctionnement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE ES FR GB IT NL SE |
| (30) |
Priorität: |
11.04.1997 DE 19715294
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.10.1998 Patentblatt 1998/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Dürr Systems GmbH |
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70435 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Herre, Frank
71739 Oberriexingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dreiss, Fuhlendorf, Steimle & Becker |
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Patentanwälte,
Postfach 10 37 62 70032 Stuttgart 70032 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 455 106
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US-A- 4 313 475
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Lackieranlage zum elektrostatischen
Lackieren, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft
desweiteren eine Lackieranlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 6.
[0002] Ein gattungsgemäßes Verf. und eine gattungsgemäße Vorrichtung sind bekannt aus
US-A-4,313,475.
[0003] Bei elektrostatischen Lackierverfahren werden die aufzutragenden Lackschichten in
Form feinster Tröpfchen auf den zu lackierenden Gegenstand aufgebracht. Um die Verluste
beim Auftragen gering zu halten, wird der Lack elektrostatisch aufgeladen und der
zu lackierende Gegenstand wird geerdet. Auf diese Weise werden die Lacktröpfchen auf
die Oberfläche des zu lackierenden Gegenstands gelenkt. Die Verluste betragen dadurch
nur etwa 10 % des eingesetzten Materials. Hauptanwendungsgebiet ist die Lackierung
von Kraftfahrzeug-Karosserien, zum Beispiel mit Wasserlacken. Dabei werden mehrere
Materialschichten in der vorstehend beschriebenen Weise aufgetragen, etwa eine Wasserfüller-Schicht
und mehrere Deckschichten.
[0004] Die Aufladung der Lackpartikel auf etwa -90 kV geschieht üblicherweise dadurch, dass
der betriebsseitige Teil der Lackieranlage, insbesondere eine Fördereinrichtung des
Lackmaterials und ein Zerstäuber, sowie ein Versorgungsbehälter unter Hochspannung
gesetzt werden. Beim Fördern des Lacks im betriebsseitigen Teil der Anlage wird der
Lack elektrisch aufgeladen.
[0005] Die
DE 40 13 939 A1 beschreibt eine Lackieranlage zum elektrostatischen Lackieren mit einem als Druckbehälter
ausgebildeten Zwischenreservoir, welches bei abgeschalteter Hochspannung vom vorratsseitigen
Teil her befüllt werden kann. An das Zwischenreservoir ist eine Druckluftleitung angeschlossen,
durch welche in dem Behälter ein regelbarer Druck erzeugt wird, welcher als Förderdruck
im Lackierbetrieb verwendet wird. Die oberhalb des Lackes in dem Zwischenreservoir
stehende Druckluft dient dabei als elektrische Isolierung. Das Zwischenreservoir ist
also als Bindeglied zwischen vorratsseitigem und betriebsseitigem Teil der Anlage
und nicht gänzlich auf der Betriebsseite angeordnet.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde das gattungsgemäße Lackierverfahren
im Hinblick auf seine störungsfreie Durchführborekeit und das Lackierergebnis zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruch 1 gelöst. Hiendurch
kann der Lack gaseinschlussfrei in das Zwischenreservoir gefüllt werden.
[0008] Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird auf eine separat anzutreibende
Fördereinrichtung verzichtet und dadurch, dass das Zwischenreservoir während des Befüllens
mit Lack wie auch während des Lackierbetriebs nicht entlüftet wird, kommt es nicht
zum Verdampfen von Lösungsmittel. Es wird der im vorratsseitigen Teil der Anlage in
einer jeweiligen Ringleitung herrschende Druck dazu verwendet, den Förderdruck für
den eigentlichen Lackiervorgang aufzubauen, indem das in dem Zwischenreservoir enthaltene
gasförmige Medium komprimiert wird. Wenn das Zwischenreservoir hinreichend befüllt
wurde, wird die Betriebsseite von der Vorratsseite elektrisch bzw. galvanisch getrennt,
und es wird sodann der betriebsseitige Teil bzw. das Zwischenreservoir an Hochspannung
gelegt. Das Druckluftpolster wird nun in erfindungsgemäßer Weise zum Fördern des Lacks
genutzt.
[0009] In weiterer Ausbildung der Erfindung wird das Zwischenreservoir vor dem erstmaligen
Befüllen auf einen Gas-Vordruck gebracht, der so bemessen ist, dass er einen Druckverlust
zwischen dem Zwischenreservoir und einem Zerstäuber der Lackieranlage ausgleicht.
Unter diesem Druckverlust sollen zwangsläufig auftretende Strömungsverluste sowie
ein zu überwindender Druckgradient aufgrund einer ggf. zu überwindenden Steighöhe
etc. verstanden werden. Es soll also stets gewährleistet sein, dass in das Zwischenreservoir
eingeleiteter Lack durch das vorgespannte gasförmige Medium wieder aus dem Zwischenreservoir
verdrängt werden kann.
[0010] Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn der Gas-Vordruck wenigstens 0,5 bar, vorzugsweise
wenigstens 1 bar, beträgt.
[0011] Es wird desweiteren vorgeschlagen, die Lackieranlage so zu betreiben, dass der Lackiervorgang
unterbrochen wird, wenn der Druck im Inneren des Zwischenreservoirs unter einen vorbestimmten
Wert, insbesondere unter den vorbestimmten Gas-Vordruck, sinkt. Auf diese Weise kann
verhindert werden, dass der geförderte Lack Lufteinschlüsse aufweist.
[0012] Aus diesem Grund wird das gasförmige Medium auch vorzugsweise von oben und der Lack
von unten in das Zwischenreservoir eingeleitet.
[0013] Zum Neutralisieren oder Reinigen des betriebsseitigen Teils oder des Zwischenreservoirs
kann darin enthaltener Lack mit unter Druck stehendem gasförmigem Medium ausgeblasen
und anschließend mit einem Lösungsmittel und/oder einer Mischung aus einem Lösungsmittel
und unter Druck stehendem gasförmigem Medium gespült werden.
[0014] Die Erfindung betrifft desweiteren eine Lackieranlage der eingangs genannten Art,
die zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens die Merkmale des Anspruches 6
aufweist.
[0015] Das Zwischenreservoir ist so ausgebildet, dass der Lack gaseinschlussfrei einfüllbar
ist. Das Zwischenreservoir ist also innen vorzugsweise glattwandig und hinterschneidungsfrei
und damit strömungsgünstig ausgebildet. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn
das Zwischenreservoir konisch, insbesondere doppelkonusförmig ausgebildet ist. Hierbei
ist es besonders vorteilhaft, dass das Zwischenreservoir eine in einem unteren Bodenbereich
mündende Lackzuführöffnung aufweist, da das Zwischenreservoir solchenfalls vollständig
entleert werden kann. Vorzugsweise ist der Lackzuführöffnung ein schirmartiges Anströmelement
zugeordnet, welches verhindert, dass der Lack unkontrolliert in den gesamten Innenraum
des Zwischenreservoirs einspritzt. Das Zwischenreservoir soll durch einen von unten
nach oben steigenden Lackpegel verwirbelungsfrei befüllt werden.
[0016] Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Lackiereinrichtung ergeben sich
aus den Unteransprüchen.
[0017] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind in der nachfolgenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die zeichnerische Darstellung einer bevorzugten
Ausführungsform der Lackiereinrichtung beschrieben. In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Lackieranlage;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Lackieranlage für fünf Farben.
[0018] Das in Figur 1 dargestellte Funktionsschema zeigt den prinzipiellen Aufbau einer
erfindungsgemäßen Lackieranlage. Man unterscheidet einen stets geerdeten vorratsseitigen
Teil 1 und einen betriebsseitigen Teil 10, der wahlweise geerdet und unter Hochspannung
gesetzt werden kann. In hier nur angedeuten Ringleitungen 2, 3 zirkulieren Lackfarbe
bzw. ein Lösungsmittel. Über Leitungen 4 und 5 wird die Lackfarbe bzw. das Lösungsmittel
zu einer Kopplungseinrichtung 6 mit zwei Kopplungselementen 7, 7' transportiert. Das
Kopplungselement 7 ist über eine angedeutete Steuereinrichtung 9 bewegbar. Von dem
Kopplungselement 7 führt ferner eine Leitung 8 zu einer Entsorgungs- oder Wiederaufbereitungsvorrichtung
weg. Das andere Kopplungselement 7' ist dem betriebsseitigen Teil 10 zugeordnet. Wenn
der vorratsseitige Teil 1 mit dem betriebsseitigen Teil 10 über die Kopplungseinrichtung
6 verbunden werden soll, muss der betriebsseitige Teil 10 geerdet sein. Im elektrostatisch
bzw. galvanisch entkoppelten Zustand muss zwischen den Kopplungselementen 7 und 7'
ein Isolierabstand von erfahrungsgemäß wenigstens 300 mm bestehen, bevor der betriebsseitige
Teil 10 unter Hochspannung gesetzt wird.
[0019] Von dem betriebsseitigen Kopplungselement 7' führt eine Lack führende Leitung 12
weg, in der ein Absperrventil 14 angeordnet ist. Die Lack führende Leitung 12 mündet
T-förmig in einer Leitung 16, welche ein als Druckbehälter ausgebildetes Zwischenreservoir
18 mit einem Zerstäuber 20 verbindet. In einem Teilabschnitt 22 zwischen dem Zwischenreservoir
18 und der Mündungsstelle der Leitung 12 ist ein weiteres Absperrventil 24 vorgesehen.
Das Zwischenreservoir 18 ist also über die Lack führende Leitung 12 und den Abschnitt
22 der Leitung 16 mit Lack befüllbar, wobei der Leitungsabschnitt 22 in einem Bodenabschnitt
26 des Zwischenreservoirs 18 mündet. Im Bereich des Bodenabschnitts 26 ist im Inneren
des Zwischenreservoirs 18 ein Anströmelement 27 vorgesehen, welches den einströmenden
Lack zum Boden des Zwischenreservoirs 18 leitet.
[0020] In einem oberen Abschnitt 28 des Zwischenreservoirs 18 mündet eine von dem Kopplungselement
7' wegführende Lösungsmittelleitung 30, in der ein Absperrventil 32 vorgesehen ist.
In Strömungsrichtung hinter dem Absperrventil 32 mündet in die Leitung 30 eine Druckluftleitung
34, die ebenfalls ein Absperrventil 36 aufweist, so dass im oberen Abschnitt 28 des
Zwischenreservoirs 18 ein kombinierter Lösungsmittel- und Druckluftanschluss gebildet
ist. Im Bereich dieses Anschlusses ist auch ein Druckmessgerät 38 vorgesehen.
[0021] Zum Betreiben der Lackieranlage wird zunächst über die Leitung 34 und das Ventil
36 ein Gas-Vordruck von ca. 1 bar in dem als Druckbehälter ausgebildeten Zwischenreservoir
18 angelegt. Hiernach wird das Ventil 36 geschlossen (das Absperrventil 32 ist ebenfalls
geschlossen). Die Kopplungseinrichtung 6 wird nun zum Befüllen des Zwischenreservoirs
18 aktiviert, d.h. über die Steuereinrichtung 9 werden die Kopplungselemente 7, 7'
zusammengefahren miteinander gekoppelt, so dass eine Strömungskommunikation zwischen
den Lack führenden Leitungen 4 und 12 und den Lösungsmittel führenden Leitungen 5
und 30 hergestellt ist. Der betriebsseitige Teil 10 der Lackieranlage wird währenddessen
geerdet. Zum Befüllen des Zwischenreservoirs 18 wird das Ventil 14 in der Lack führenden
Leitung 12 und das Ventil 24 in dem Abschnitt 22 der Leitung 16 geöffnet, so dass
Lackiermittel von der Vorratsseite 1 auf die Betriebsseite 10 gelangen und in das
Zwischenreservoir 18 eingeleitet werden kann. Hierdurch wird das in dem Zwischenreservoir
18 enthaltene Luftvolumen durch das eingeleitete Lackiermittel komprimiert und bildet
im oberen Teil des Zwischenreservoirs 18 ein Druckluftpolster 40 aus. Dieses Druckluftpolster
bildet zugleich den Förderdruck für den Transport des Lackiermittels in Richtung auf
den Zerstäuber 20. Nachdem das Zwischenreservoir 18 bis auf einen gewünschten Druck,
der von dem Drucksensor 38 gemessen werden kann, gefüllt wurde, wird das Ventil 14
in der Farbzuführleitung 12 geschlossen und es wird eine bislang noch nicht erwähnte
volumetrische Dosiereinrichtung 42 in Betrieb genommen, die im dargestellten Fall
von einer Zahnradpumpe gebildet und in einem Abschnitt 44 der Leitung 16 zwischen
der Mündungsstelle der Leitung 12 und dem Zerstäuber 20 vorgesehen ist. Diese volumetrische
Dosiereinrichtung 42 wird mit dem im Zwischenreservoir 18 herrschenden Druck als Vordruck
beaufschlagt. Über den Vordruck wird lediglich sichergestellt, dass Lackiermittel
von dem Zwischenreservoir 18 zur Dosiereinrichtung 42 und damit in vorbestimmter Menge
zum Zerstäuber 20 gelangt.
[0022] Wenn der betriebsseitige Teil 10 der Lackieranlage von dem Lackiermittel gereinigt
werden soll, so wird das Zwischenreservoir 18 über den Druckluftanschluss 34 zunächst
ausgeblasen. Hierfür wird das Ventil 24 in der Lack führenden Leitung 16 geschlossen,
und es wird ein weiteres Ventil 46 in einer von dem Abschnitt 22 der Leitung 16 wegführenden
Zweigleitung 48 geöffnet. Die Zweigleitung 48 führt zurück zu dem betriebsseitigen
Kopplungselement 7' und ist mit der Entsorgungsleitung 8 verbindbar. Zum Ausblasen
des Abschnitts 44 der Leitung 16 ist eine weitere Zweigleitung 50 vorgesehen, die
kurz vor dem Zerstäuber 20 wegführt und in die Leitung 48 mündet. Nach dem Ausblasen
des Zwischenreservoirs 18 und der Leitungen 48 und 16 kann die Betriebsseite über
den Lösungsmittelanschluss 30 gespült werden; hierfür kann zusätzlich die Druckluftzuführung
34 intermittierend geöffnet werden.
[0023] Figur 2 zeigt eine erfindungsgemäße Lackieranlage für fünf Farben, wobei für jede
Farbe die in Figur 1 dargestellte und vorstehend beschriebene Konfiguration vorgesehen
ist, d.h. es sind fünf als Druckbehälter 18a bis 18e vorgesehene Zwischenreservoire
sowie ein Druckbehälter als Lösungsmittelreservoir 18f vorgesehen, der über die lösungsmittelführende
Leitung 30 und eine Ventilanordnung 31 entsprechend den übrigen Zwischenreservoiren
18a bis 18e befüllbar bzw. entleerbar ist. Die der Figur 1 entsprechenden Komponenten
sind mit denselben Bezugsziffern unter Hinzufügung der jeweiligen Buchstaben a bis
f bezeichnet. Die von den jeweiligen Zwischenreservoiren 18a bis 18f wegführenden
Leitungen 22a bis 22f führen zu einem Farbwechsler 60. Ebenso mündet in den Farbwechsler
60 ein Druckluftanschluss 62. Zwischen dem Farbwechsler 60 und dem Zerstäuber 20 ist
die volumetrische Dosiereinrichtung 42 angeordnet.
1. Verfahren zum Betreiben einer Lackieranlage zum elektrostatischen Lackieren, bei dem
der Lack durch einen unter Hochspannung stehenden betriebsseitigen Teil (10) der Anlage
elektrostatisch aufgeladen und dann auf ein geerdetes Lackiergut aufgebracht wird,
wobei der Lack von einem vorratsseitigen Teil (1) der Anlage einem ein gasförmiges
Medium enthaltenden Zwischenreservoir (18) im betriebsseitigen Teil (10) der Anlage
zugeführt wird, das dabei nicht entlüftet wird, so dass das gasförmige Medium komprimiert
und dabei ein Förderdruck aufgebaut wird, und wobei der Lack durch den so gebildeten
Förderdruck nach der elektrischen Trennung von betriebsseitigem Teil (10) und vorratsseitigem
Teil (1) auf das geerdete Lackiergut aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass Lack von unten in das Zwischenreservoir (18) eingeleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenreservoir (18) vor dem erstmaligen Befüllen auf einen Gas-Vordruck gebracht
wird, der so bemessen ist, dass er einen Druckverlust zwischen dem Zwischenreservoir
(18) und einem Zerstäuber (20) ausgleicht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gas-Vordruck wenigstens 0,5 bar, vorzugsweise wenigstens 1 bar, beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Lackiervorgang unterbrochen wird, wenn der Druck im Inneren des Zwischenreservoirs
(18) unter einen vorbestimmten Wert, insbesondere unter den Gas-Vordruck sinkt.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das gasförmige Medium von oben in das Zwischenreservoir (18) eingeleitet wird.
6. Lackieranlage zum Durchführen des Verfahrens nach einem der vorstehenden Ansprüche,
mit einem vorratsseitigen Teil (1) und einem betriebsseitigen Teil (10), wobei der
vorratsseitige Teil (1) geerdet ist und der betriebsseitige Teil (10) abwechselnd
geerdet und unter Hochspannung gesetzt werden kann, und mit einem als Druckbehälter
ausgebildeten Zwischenreservoir, wobei vorratsseitiger und betriebsseitiger Teil (1,
10) über eine Kopplungseinrichtung (6) strömungsmäßig sowie elektrisch leitend miteinander
verbindbar und voneinander trennbar sind, und wobei das Zwischenreservoir im betriebsseitigen
Teil vorgesehen ist und im geerdeten Zustand des betriebsseitigen Teils (10) über
die Kopplungseinrichtung (6) vom vorratsseitigen Teil (1) derart mit Lack befüllbar
ist, dass sich durch Komprimieren des darin enthaltenen gasförmigen Mediums ein Förderdruck
aufbaut, der zum Auftragen des Lacks verwendbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Lack gaseinschlussfrei in das Zwischenreservoir (18) einfüllbar ist, indem das
Zwischenreservoir (18) eine in einem im Gebrauch unteren Bodenbereich (26) mündende
Lackzuführöffnung aufweist.
7. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Lackzuführöffnung ein Anströmelement (27) vorgesehen ist.
8. Anlage nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenreservoir (18) einen Belüftungsanschluss (34) zum Anlegen eines Gas-Vordrucks
und/oder zum Belüften aufweist.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenreservoir (18) einen Lösungsmittelanschluss (30) aufweist.
10. Anlage nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Belüftungsanschluss (34) zugleich den Lösungsmittelanschluss (30) bildet und
über eine Steueranordnung (32, 36) wahlweise mit Druckluft oder mit Lösungsmittel
beaufschlagbar ist.
11. Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 10, gekennzeichnet durch eine Drucküberwachungseinrichtung (38) zur Druckmessung im Inneren des Zwischenreservoirs
(18).
12. Anlage nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch eine mit der Drucküberwachungseinrichtung (38) zusammenwirkende Abschalteinrichtung
zum Unterbrechen des Lackiervorgangs wenn der im Inneren des Zwischenreservoirs (18)
herrschende Druck einen vorbestimmten oder vorbestimmbaren Wert unterschreitet.
13. Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenreservoir (18) so dimensioniert ist, dass er zumindest die für einen
Lackiervorgang benötigte Lackmenge aufnimmt.
14. Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Zwischenreservoir (18) und einem Zerstäuber (20) eine volumetrische
Dosiereinrichtung (42) vorgesehen ist.
15. Anlage nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenreservoir (18) für Reinigungs- oder Kontrollzwecke zugänglich ist.
1. Method for operating a paint system for electrostatic paint application, wherein the
paint is electrostatically charged by an operating-side part (10) of the system, said
part having a high voltage applied to it, and is then applied to an earthed item to
be painted, wherein the paint is fed from a supply-side part (1) of the system to
an intermediate reservoir (18) containing a gaseous medium situated in the operating-side
part (10) of the system, and said intermediate reservoir is not vented, so that the
gaseous medium is compressed and consequently a feed pressure is built up, and wherein
the paint is applied, by the feed pressure thus formed, after the electrical separation
of the operating-side part (10) and the supply-side part (1), on to the earthed item
to be painted, characterised in that the paint is introduced from below into the intermediate reservoir (18).
2. Method according to claim 1, characterised in that, before its first filling, the intermediate reservoir (18) is brought to an initial
gas pressure which is dimensioned such that it compensates for a pressure loss between
the intermediate reservoir (18) and an atomiser (20).
3. Method according to claim 2, characterised in that the initial gas pressure is at least 0.5 bar and preferably at least 1 bar.
4. Method according to claim 2 or 3, characterised in that the painting process is interrupted if the pressure in the interior of the intermediate
reservoir (18) falls below a predetermined value, in particular below the initial
gas pressure.
5. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the gaseous medium is introduced from above into the intermediate reservoir (18).
6. Paint system for carrying out the method according to one of the preceding claims,
comprising a supply-side part (1) and an operating-side part (10), wherein the supply-side
part (1) is earthed and the operating-side part (10) can be alternately earthed and
placed under high voltage, and having an intermediate reservoir configured as a pressure
vessel, wherein the supply-side and operating-side parts (1, 10) can be connected
to one another and separated from one another with regard to flow and in electrically
conducting manner via a coupling apparatus (6) and wherein the intermediate reservoir
is provided in the supply-side part and, in the earthed condition of the operating-side
part (10) can be filled with paint via the coupling apparatus (6) from the supply-side
part (1) such that, by compression of the gaseous medium contained therein, a feed
pressure is built up which is usable for applying the paint, characterised in that the paint can be filled into the intermediate reservoir (18) without inclusion of
gas in that the intermediate reservoir (18) has a paint feed opening which, in use, opens in
a lower base region (26).
7. System according to claim 6, characterised in that a baffle element (27) is provided in the region of the paint feed opening.
8. System according to claim 6 or 7, characterised in that the intermediate reservoir (18) has a venting connection (34) for applying an initial
gas pressure and/or for venting.
9. System according to one of the claims 6 to 8, characterised in that the intermediate reservoir (18) has a solvent connection (30).
10. System according to claim 8 and 9, characterised in that the venting connection (34) simultaneously comprises the solvent connection (30)
and can be fed, via a control arrangement (32, 36), optionally with compressed air
or with solvent.
11. System according to one of the claims 6 to 10, characterised by a pressure monitoring apparatus (38) for pressure measurement in the interior of
the intermediate reservoir (18).
12. System according to claim 11, characterised in that a switching-off apparatus which cooperates with the pressure monitoring apparatus
(38) to interrupt the painting process if the pressure prevailing in the interior
of the intermediate reservoir (18) falls below a predetermined or predeterminable
value.
13. System according to one of the claims 6 to 12, characterised in that the intermediate reservoir (18) is dimensioned such that it accepts at least the
paint quantity required for one painting process.
14. System according to one of the claims 6 to 13, characterised in that, provided between the intermediate reservoir (18) and an atomiser (20) is a volumetric
dosing apparatus (42).
15. System according to one of the claims 6 to 14, characterised in that the intermediate reservoir (18) is accessible for cleaning or checking purposes.
1. Procédé d'exploitation d'une chaîne de vernissage pour le vernissage électrostatique,
dans lequel le vernis est chargé de façon électrostatique par une partie côté exploitation
(10) de la chaîne, qui est placée sous haute tension, et est ensuite appliqué à un
objet à vernir mis à la terre, dans lequel le vernis est amené depuis une partie côté
stockage (1) de la chaîne à un réservoir intermédiaire (18) contenant un milieu gazeux
dans la partie côté exploitation (10) de la chaîne, qui n'est alors pas désaérée de
sorte que le milieu gazeux est comprimé et une pression de refoulement est ainsi établie,
et dans lequel le vernis est appliqué à l'objet à vernir mis à la terre, par la pression
de refoulement ainsi formée après l'isolation électrique par rapport à la partie côté
exploitation (10) et à la partie côté stockage (1), caractérisé en ce que le vernis est introduit dans le réservoir intermédiaire (18) par le bas.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le réservoir intermédiaire (18) est amené à une pression d'admission de gaz avant
l'e remplissage initial, la pression étant calculée de telle sorte qu'elle compense
une perte de charge entre le réservoir intermédiaire (18) et un atomiseur (20).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la pression d'admission de gaz s'élève à au moins 0,5 bar, de préférence à au moins
1 bar.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que l'opération de vernissage est interrompue quand la pression à l'intérieur du réservoir
intermédiaire (18) descend sous une valeur prédéterminée, en particulier sous la pression
d'admission de gaz.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le milieu gazeux est introduit dans le réservoir intermédiaire (18) par le haut.
6. Chaîne de vernissage pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications
précédentes, avec une partie côté stockage (1) et une partie côté exploitation (10),
dans laquelle la partie côté stockage (1) est mise à la terre et la partie côté exploitation
(10) peut être mise à la terre et mise sous haute tension en alternance, et avec un
réservoir intermédiaire réalisé comme un réservoir sous pression, dans laquelle la
partie côté stockage et la partie côté exploitation (1, 10) peuvent être raccordées
ensemble et séparées l'une de l'autre par l'intermédiaire d'un dispositif d'accouplement
(6) dans le sens d'écoulement et façon électriquement conductrice, et dans laquelle
le réservoir intermédiaire est prévu dans la partie côté exploitation et peut à l'état
mis à la terre de la partie côté exploitation (10) être rempli avec du vernis par
l'intermédiaire du dispositif d'accouplement (6) depuis la partie côté stockage (1)
de telle sorte que la compression du milieu gazeux contenu à l'intérieur de celle-ci
établit une pression de refoulement qui est utilisable pour l'application du vernis,
caractérisée en ce que le vernis peut être versé dans le réservoir intermédiaire (18) sans inclusions de
gaz en ce que le réservoir intermédiaire (18) présente une ouverture d'amenée de vernis débouchant
dans une partie de fond (26) qui se trouve en bas en cours d'utilisation.
7. Chaîne selon la revendication 6, caractérisée en ce que dans la zone de l'ouverture d'amenée de vernis, un élément de soufflage (27) est
prévu.
8. Chaîne selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que le réservoir intermédiaire (18) présente un raccord d'aération (34) pour l'application
d'une pression d'admission de gaz et/ou pour l'aération.
9. Chaîne selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisée en ce que le réservoir intermédiaire (18) présente un raccord de solvant (30).
10. Chaîne selon la revendication 8 et 9, caractérisée en ce que le raccord d'aération (34) forme en même temps le raccord de solvant et peut être
chargé par l'intermédiaire d'un ensemble de commande (32, 36) sélectivement avec de
l'air comprimé ou avec un solvant.
11. Chaîne selon l'une quelconque des revendications 6 à 10, caractérisée par un dispositif de surveillance de pression (38) pour mesurer la pression à l'intérieur
du réservoir intermédiaire (18).
12. Chaîne selon la revendication 11, caractérisée par un dispositif de coupure coopérant avec le dispositif de surveillance de pression
(38) pour interrompre l'opération de vernissage quand la pression régnant à l'intérieur
du réservoir intermédiaire (18) passe sous une valeur prédéterminée ou pouvant être
prédéterminée.
13. Chaîne selon l'une quelconque des revendications 6 à 12, caractérisée en ce que le réservoir intermédiaire (18) est dimensionné de telle sorte qu'il contient au
moins la quantité de vernis nécessaire à une opération de vernissage.
14. Chaîne selon l'une quelconque des revendications 6 à 13, caractérisée en ce qu'entre le réservoir intermédiaire (18) et un atomiseur (20), un dispositif de dosage
volumétrique (42) est prévu.
15. Chaîne selon l'une quelconque des revendications 6 à 14, caractérisée en ce que le réservoir intermédiaire (18) est accessible à des fins de nettoyage ou d'inspection.


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