[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bandmesserspaltmaschine, insbesondere zum Spalten
von Blößen, mit einer der Messerschneide vorgeschalteten Zuführeinrichtung, die einen
einseitig durch eine angetriebene Zuführwalze begrenzten Zuführspalt aufweist.
[0002] Beim Spalten von Tierhäuten, wie Rindshäuten, weist das zu spaltende Blößenmaterial
über seine Breite unterschiedliche Dicke auf. Es besteht aus der abgewickelten Außenhaut
eines Körpers, die sich nicht ohne innere Verspannung oder Faltenbildung in eine Ebene
bringen läßt. Die heute üblichen Äschermethoden liefern Blößen, deren Oberflächen
mit gelöster Eiweißsubstanz beladen sind. Dieser "Schmierfilm" erschwert den Transport
der Blöße durch die Spaltmaschine. Die heute üblichen Äschermethoden quellen das Hautmaterial
nur wenig auf. Es wird somit nicht prall, sondern bleibt schlaff. Die fehlende Eigensteifigkeit
der Blöße erschwert das Manipulieren der Haut beim Einführen in die Spaltmaschine.
Die heute üblichen Äschermethoden quellen die lose strukturierten Bereiche der Haut,
z.B. die Flämen (Achselhöhlen), so wenig auf, daß, wenn für Schuhoberleder gespalten
wird, die Dicke einer dünnen Haut an diesen Stellen die gewünschte Spaltstärke gerade
erreichen oder sogar unterschreiten kann.
[0003] Eine gattungsgemäße Bandmesserspaltmaschine ist aus DE 27 36 374 B2 bekannt. Bei
ihr wird der Zuführspalt an der Oberseite durch eine angetriebene Lehrwalze und an
der Unterseite durch Glieder einer Gliederwalze begrenzt, welche von einer mit einem
Gummiüberzug versehenen angetriebenen Walze und einer Abstreifleiste abgestützt wird.
Während des Spaltens wird auf das in seiner Dicke unterschiedliche Hautmaterial durch
die einzelnen, sich in den Gummiüberzug eindrückenden Glieder ein Druck ausgeübt,
mit dem ein für das Spalten erforderlicher Transport bewirkt wird. Um diesen Transport
bei glitschigen Häuten zu verbessern, sind die Gliederringe mit Kerben versehen. In
diese Kerben drückt sich jedoch häufig abgespaltenes Hautmaterial ein und wird mit
dem drehenden Gliederring zwischen diesem und der Abstreifleiste eingezogen. Dies
führt einerseits zu Verklemmungen der Gliederringe zwischen Abstreifleiste und Tischkante
und andererseits zu einer Lageveränderung der Gliederringe, wodurch der Abstand zum
Bandmesser größer wird. Hierdurch kommt es zu einer deutlichen Verschlechterung der
Spaltgenauigkeit. Außerdem bleibt gelegentlich, von dem eingezogenen Hautmaterial
festgehalten, der ganze Unterspalt in der Maschine hängen. Weitere Schwierigkeiten
treten auf, wenn die zu spaltende Haut zu dünn ist. Denn der Zuführspalt vor dem umlaufenden
Bandmesser kann nicht eng genug gestellt werden, um das Hautmaterial ausreichend zu
führen. Häufig werden Löcher in das Spaltgut geschnitten.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bandmesserspaltmaschine der eingangs
beschriebenen Art anzugeben, die zuverlässig auch bei problemhaftem Spaltgut, wie
es Blößen darstellen, ein exaktes Spalten erlaubt.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem Zuführspalt ein einseitig
durch eine angetriebene Transportwalze begrenzter Transportspalt vorgeschaltet ist.
[0006] Bisher mußte man einen unbefriedigenden Kompromiß eingehen. Will man den Transport
verbessern und möglichst auch auf eine Kerbung der Gliederwalze verzichten, muß der
Durchmesser von Lehr- und Gliederwalze zwecks Vergrößerung der Kontaktfläche mit dem
Spaltgut erhöht werden. Will man die Spaltgenauigkeit verbessern und dies insbesondere
auch an den dünnen Stellen der Haut, muß man die Durchmesser der Lehr- und Gliederwalzen
verkleinern, damit die Engstelle des Zuführspalts näher an der Messerschneide zu liegen
kommt und dadurch die Führung unmittelbar vor dem Spaltvorgang verbessert wird.
[0007] Erfindungsgemäß werden dagegen die Funktionen des Transports und des exakten Zuführens
auf zwei hintereinandergeschaltete Spalte, nämlich einen Transportspalt und einen
Zuführspalt, aufgeteilt. Man kann nunmehr zahlreiche Parameter für jeden der beiden
Spalte so wählen, daß sich optimale Transportverhältnisse und optimale Spaltgenauigkeiten
ergeben. Zu diesen Parametern gehören insbesondere die Spaltweite, die Durchmesser
von Zuführwalze und Transportwalze sowie die Umfangsgeschwindigkeiten der beiden Walzen.
Insgesamt kann der Vorschub mit ungeteilten Walzen bewirkt werden und ein exaktes
Spalten auch bei dünner Haut erfolgen.
[0008] Günstig ist es, daß die Weite von Zuführspalt und Transportspalt je für sich einstellbar
ist. Auf diese Weise kann die Zuführspaltweite für eine optimale Spaltgenauigkeit
und die Transportspaltweite für einen optimalen Transport gewählt werden.
[0009] Empfehlenswert ist es ferner, daß der Durchmesser der Transportwalze größer ist als
der Durchmesser der Zuführwalze. Hierbei kann die Engstelle des Zuführspalts zur Verbesserung
der Spaltgenauigkeit näher an der Messerschneide angeordnet werden, während die Berührungsfläche
der Transportwalze mit dem Spaltgut zur Verbesserung der Transportleistung vergrößert
wird.
[0010] Insbesondere ist es empfehlenswert, daß der Durchmesser der Transportwalze mindestens
50 mm beträgt, um eine besonders gute Transportwirkung zu erreichen.
[0011] Von Vorteil ist es auch, daß die Umfangsgeschwindigkeit von Zuführwalze und Transportwalze
unterschiedlich einstellbar sind. Auf diese Weise kann man die Spannung des Spaltguts
zwischen den beiden Spalten beeinflussen, wodurch wiederum die Zuführgenauigkeit verbessert
wird.
[0012] Besonders gute Ergebnisse lassen sich dadurch erzielen, daß die Umfangsgeschwindigkeit
der Transportwalze größer ist als diejenige der Zuführwalze und daß die Zuführwalze
als Breitstreckwalze ausgelegt ist. Das Spaltgut wird zwischen den beiden Spalten
etwas gestaucht und dann mittels der Breitstreckwalze in Querrichtung ausgebreitet,
so daß ein weitgehend ebenes Material gespalten wird.
[0013] Es empfiehlt sich, daß elastische Widerlager, die in Transportrichtung unbeweglich
sind, den Zuführspalt auf der der Zuführwalze gegenüberliegenden Seite und den Transportspalt
auf der der Transportwalze gegenüberliegenden Seite begrenzen. Aufgrund der Unbeweglichkeit
in Transportrichtung ergeben sich konstante Vorschubverhältnisse, was wiederum die
Spaltgenauigkeit verbessert.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist dafür gesorgt, daß sowohl die Zuführwalze
den Zuführspalt als auch die Transportwalze den Transportspalt an der Oberseite begrenzt
und daß die Unterseite der beiden Spalte durch elastische Widerlager gebildet wird.
Hierbei dient die Zuführwalze als Lehrwalze. Alle Antriebsmittel können sich in der
Kopfbrücke der Maschine befinden. Eine sonst übliche gummibezogene Antriebswalze im
Unterbett kann entfallen. Hierdurch verringern sich die Abmessungen der Maschine und
es lassen sich vielerlei Verstellmöglichkeiten in der Unterkonstruktion vorsehen.
[0015] Empfehlenswert ist es, daß die elastischen Widerlager durch elastische textilarmierte
Schläuche mit einstellbarem Innendruck gebildet sind. Die Steifigkeit wird daher pneumatisch
oder hydraulisch vorgegeben.
[0016] Eine ebenfalls bevorzugte Alternative besteht darin, daß die elastischen Widerlager
durch elastische Leisten gebildet sind, die sich auf einer druckbelasteten Unterlage
abstützen.
[0017] Vorzugsweise sind beide Spalte von einem Gurt durchsetzt, der kurz vor der Messerschneide
endet. Dieser Gurt bildet eine Führung des Spaltgutes zwischen Transportspalt und
Zuführspalt. Außerdem läßt sich das freie Ende ganz nahe an die Messerschneide heranführen,
so daß auch sehr dünne Spaltgutbereiche sauber gespalten werden.
[0018] Vorzugsweise besitzt der Gurt eine reibungsarme Oberfläche. Diese kann sich aufgrund
des verwendeten Materials oder aufgrund einer Beschichtung, beispielsweise durch Polytetrafluorethylen,
ergeben. Infolgedessen kann das Spaltgut ohne störende Reibung auf dem im Betrieb
stillstehenden Gurt transportiert werden.
[0019] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dafür gesorgt, daß der Gurt mit einem
Einführtisch am Eingang der Maschine verbunden und zusammen mit diesem in Transportrichtung
hin und her bewegbar ist. Durch diese Hin- und Herbewegung wird das Einführen des
Spaltguts in die Maschine unterstützt.
[0020] Diese Unterstützung kann auch dadurch ergänzt werden, daß zwischen den beiden Widerlagern
eine Stempelleiste angeordnet ist, mit der der Gurt nach oben drückbar ist. Auf diese
Weise läßt sich auch dünnes und weiches Spaltmaterial so weit stauchen, daß beim Lösen
der Stempelleiste ein Weitertransport erfolgt, bis das Material von der Zuführwalze
ergriffen wird.
[0021] Eine weitere Verbesserungsmöglichkeit besteht darin, daß am Eingang der Maschine
eine Düsenanordnung vorgesehen ist, die ein Gleitmittel zwischen Gurt und Spaltgut
leitet. Als Gleitmittel kann Wasser, gegebenenfalls mit einem Gleitzusatz, verwendet
werden.
[0022] Außerdem ist es günstig, daß sich zwischen Transportspalt und Zuführspalt ein Verbindungsspalt
erstreckt, der unten durch den Gurt und oben durch eine Führungswand begrenzt ist.
Das Spaltgut wird daher - unbehindert von den zwischen den Walzen gebildeten Freiräumen
- zwischen Transportspalt und Zuführspalt geführt.
[0023] Vorzugsweise ist eine die beiden Walzen tragende Kopfbrücke höhenverstellbar. Auf
diese Weise kann die Dicke des Narbenspalts eingestellt werden.
[0024] Günstig ist es auch, daß die elastischen Widerlager von einem Biegebalken getragen
sind, der gegenüber einem Unterbett in seiner Durchbiegung verstellbar ist. Man kann
damit dem Widerlager eine entsprechende Biegelinie verleihen, so daß der Tatsache
Rechnung getragen werden kann, daß über die Breite des Spaltguts unterschiedliche
Materialdicken vorhanden sind.
[0025] Von besonderem Vorteil ist es, daß ein die elastischen Widerlager aufweisendes Unterbett
relativ zur Unterkonstruktion der Maschine um eine Achse nahe des Zuführspalts schwenkbar
ist. Hierdurch läßt sich die Weite des Transportspalts unabhängig von der Weite des
Zuführspalts einstellen.
[0026] Eine weitere Verstellmöglichkeit besteht vorzugsweise darin, daß die Unterkonstruktion
relativ zum Maschinengestell um eine Achse schwenkbar ist, die mit Abstand vom Zuführspalt
jenseits der Messerschneide unterhalb der Spaltebene verläuft. Mit dieser Maßnahme
können gleichzeitig beide Spalte verändert werden. Dies ist insbesondere notwendig,
wenn dickere Partien des Spaltguts durch die Maschine hindurchtreten, was die Bedienungsperson
durch ein entsprechendes Absenken der Unterkonstruktion berücksichtigen kann.
[0027] Darüber hinaus ist es günstig, daß die Unterkonstruktion durch ein Stellglied verschwenkbar
ist, das bei Überschreiten einer vorwählbaren Kraft in Richtung einer Vergrößerung
der Spalte nachgibt. Hiermit werden Schäden vermieden, die beim Durchtritt zu dicker
Spaltmaterialien auftreten würden, wenn die Bedienungsperson das Absenken vergißt.
[0028] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten, bevorzugten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die einzige Figur zeigt einen schematischen
Querschnitt durch den Arbeitsbereich einer erfindungsgemäßen Bandmesserspaltmaschine.
[0029] Die veranschaulichte Bandmesserspaltmaschine 1 weist ein mit einer Messerschneide
2 versehenes Bandmesser 3 auf, das zwischen zwei Garnituren 4 und 5 senkrecht zur
Zeichenebene umläuft.
[0030] Der Messerschneide 2 ist ein Zuführspalt 6 vorgeschaltet, der an der Oberseite durch
eine angetriebene Zuführwalze 7 und an der Unterseite durch ein elastisches Widerlager
8 begrenzt ist. Dem Zuführspalt 6 ist ein Transportspalt 9 vorgeschaltet, der an der
Oberseite durch eine angetriebene Transportwalze 10 und an der Unterwalze durch ein
elastisches Widerlager 11 begrenzt ist.
[0031] Die Transportwalze 10 hat eine profilierte Oberfläche mit einer den Transport des
Spaltguts unterstützenden Profilierung und einen Durchmesser von mehr als 50 mm, so
daß sich ein einwandfreier Transport des Spaltguts in Richtung auf die Messerschneide
2 ergibt. Der Durchmesser der Zuführwalze 7 ist kleiner. Sie kann daher relativ dicht
neben der Messerschneide 2 angeordnet werden, ohne daß die Schnittwiderstände wegen
eines zu geringen Abstandes zwischen der Zuführwalze 7 und der oberen Bandage 4 zu
groß werden. Außerdem weist die Zuführwalze 7 an ihrer Oberfläche spiralförmige Rippen
auf, die von der Mitte aus gegenläufig ausgebildet sind, so daß sich eine Breitstreckwirkung
ergibt. Die Umfangsgeschwindigkeit V1 der Transportwalze 10 ist größer als die Umfangsgeschwindigkeit
V2 der Zuführwalze 7. Dies führt zu einer Stauung des Spaltguts zwischen dem Transportspalt
9 und dem Zuführspalt 6 und anschließend zur seitlichen Ausbreitung des gestauten
Materials durch die spiralförmigen Rippen der Zuführwalze 7, so daß der Messerschneide
2 ein weitgehend ebenes Material vorgelegt wird.
[0032] Die beiden elastischen Widerlager 8 und 11 sind gleich ausgebildet. Sie bestehen
aus einem elastischen Schlauch 12, der mit einer Textilarmatur 13 versehen ist und
dessen Hohlraum 14 mit einstellbarem Druck beaufschlagt werden kann. Zwei Kanten 15
greifen in das Schlauchmaterial und sorgen dafür, daß das elastische Widerlager in
Transportrichtung unbeweglich gehalten wird. Der Schlauch 12 kann zusätzlich durch
eine kolbenartige Unterlage 16, die in der veranschaulichten Lage unwirksam ist, belastet
werden, wenn in den Innenraum 17 ein Druckmittel in Richtung des Pfeiles 18 eingefüllt
wird.
[0033] Durch den Zuführspalt 6 und den Transportspalt 9 verläuft ein Gurt 19, der sich ein-
oder mehrteilig über die gesamte Breite der Maschine erstreckt. Er ist mit einem Einführtisch
20 am Eingang der Maschine verbunden und bildet zusammen mit einer Führungswand 21
zwischen den beiden Spalten 6 und 9 einen Verbindungsspalt 22. Der Gurt 19 besitzt
eine reibungsarme Oberfläche, insbesondere durch eine Beschichtung mit Polytetrafluorethylen
(Teflon), so daß das Spaltgut problemlos darüber gleitet. Der Gurt 19 endet mit einer
Stufe 23 unmittelbar vor der Messerschneide 2, was es erlaubt, auch einen sehr dünnen
Hautbereich (dünner als das gewünschte Spaltmaß) gegen die Zuführwalze 7 zu drücken.
Damit ist ein sogenanntes "Hereinfallen" eines dünnen Hautteils in das Bandmesser
3, was im schlimmsten Fall zu einem Loch im Narbenspalt führen kann, nicht möglich.
[0034] Um die Reibungswiderstände zwischen dem Spaltgut und der Oberfläche des Widerlagers
bzw. des Gurtes zu reduzieren, wird über eine oder mehrere Düsen 24 ein Gleitmittel,
im einfachsten Fall Wasser, gegebenenfalls mit einem Gleitzusatz, unter die Unterseite
der Haut eingeleitet.
[0035] Eine Stempelleiste 25, die durch einen Stellkolben 26 betätigbar ist, kann willkürlich
nach oben gedrückt werden, beispielsweise wenn beim Einführen einer Blöße das Spaltmaterial
kurzzeitig gestaut werden soll, damit die Transportwirkung der Transportwalze 10 erhöht
wird.
[0036] Der Einführtisch 20 ist zusammen mit dem Gurt 19 in Richtung des Pfeils 27 hin und
her bewegbar. Der Einführtisch 20 wird vor dem Einführen des Spaltguts gegen die Transportrichtung
und während des Einführens des Spaltguts in Transportrichtung bewegt. Diese Vor- und
Zurückbewegung kann in kurzen Abständen von ca. 1 Sekunde mehrfach während der Spaltguteinführung
durchgeführt werden. Hiermit gelingt es auch unter schwierigen Umständen, das von
der Transportwalze 10 in den Verbindungsspalt 22 geförderte Material bis in den Zuführspalt
vorzuschieben, wo das Material von der Zuführwalze 7 mitgenommen und gegen die Messerschneide
2 gedrückt wird.
[0037] Die angetriebene Zuführwalze 7 und die angetriebene Transportwalze 10 sind fest in
einer Kopfbrücke 28 gelagert, die in Richtung des Pfeils 29 verstellt werden kann.
Diese Verstellung dient der Verlagerung der Zuführwalze 7, die hier als Lehrwalze
dient, um die Dicke des Narbenspaltes festzulegen.
[0038] Die elastischen Widerlager werden von einem Biegebalken 30 getragen, der Teil eines
Unterbetts 31 ist. Die Durchbiegung des Biegebalkens 30 ist änderbar, beispielsweise
indem die Enden des Biegebalkens 30 am Unterbett 31 festgehalten und die Mitte des
Biegebalkens 30 mittels eines Stellgliedes 32 verlagerbar ist oder indem die Mitte
des Biegebalkens 30 am Unterbett 31 festgehalten und die beiden Enden verlagerbar
sind. Auf diese Weise läßt sich die Spaltform zur Berücksichtigung unterschiedlicher
Dicken des Spaltgutes verändern.
[0039] Das Unterbett 31 ist um eine in unmittelbarer Nähe des Zuführspaltes 6 liegende Achse
33 einer Unterkonstruktion 34 schwenkbar und zwar mit Hilfe eines Stellgliedes 35.
Auf diese Weise läßt sich die Weite des Transportspalts 9 gegenüber der Weite des
Zuführspalts 6 ändern. Dies ermöglicht eine besonders gute Anpassung der Transportfunktion
und eine genaue Berücksichtigung der Spaltweite für den Narbenspalt.
[0040] Die Unterkonstruktion 34 ist gegenüber dem Maschinengestell 36 um eine Achse 37 in
vorwählbaren Stellungen schwenkbar, die unterhalb der Schneidebene mit erheblichem
Abstand vom Zuführspalt 6 angeordnet ist, und zwar mit Hilfe eines Stellgliedes 38.
Mit dieser Konstruktion können beide Spalte 6 und 9 gleichzeitig geöffnet werden.
Dies kann willkürlich erfolgen oder, wenn zu dickes Spaltgut versehentlich einläuft,
auch unter Überwindung einer vorwählbaren Kraft, die im Stellglied 38 wirkt.
1. Bandmesserspaltmaschine, insbesondere zum Spalten von Blößen, mit einer der Messerschneide
vorgeschalteten Zuführeinrichtung, die einen einseitig durch eine angetriebene Zuführwalze
begrenzten Zuführspalt aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß dem Zuführspalt (6) ein
einseitig durch eine angetriebene Transportwalze (10) begrenzter Transportspalt (9)
vorgeschaltet ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Weite von Zuführspalt (6)
und Transportspalt (9) je für sich einstellbar ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Transportwalze
(10) größer ist als der Durchmesser der Zuführwalze (7).
4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser
der Transportwalze (10) mindestens 50 mm beträgt.
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeiten
von Zuführwalze (7) und Transportwalze (10) unterschiedlich einstellbar sind.
6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsgeschwindigkeit
der Transportwalze (10) größer ist als diejenige der Zuführwalze (7) und daß die Zuführwalze
(7) als Breitstreckwalze ausgelegt ist.
7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß elastische
Widerlager (8, 11), die in Transportrichtung unbeweglich sind, den Zuführspalt (6)
auf der der Zuführwalze (7) gegenüberliegenden Seite und den Transportspalt (9) auf
der der Transportwalze (10) gegenüberliegenden Seite begrenzen.
8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die
Zuführwalze (7) den Zuführspalt (6) als auch die Transportwalze (10) den Transportspalt
(11) an der Oberseite begrenzt und daß die Unterseite der beiden Spalte (6, 11) durch
elastische Widerlager (8, 11) gebildet wird.
9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen
Widerlager (8, 11) durch elastische textilarmierte Schläuche (12) mit einstellbarem
Innendruck gebildet sind.
10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen
Widerlager (8, 11) durch elastische Leisten (Schläuche 12) gebildet sind, die sich
auf einer druckbelasteten Unterlage (30) abstützen.
11. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß beide Spalte
(6, 9) von einem Gurt (19) durchsetzt sind, der kurz vor der Messerschneide (2) endet.
12. Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt (19) eine reibungsarme
Oberfläche besitzt.
13. Maschine nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt (19) mit einem
Einführtisch (20) am Eingang der Maschine (1) verbunden und zusammen mit diesem in
Transportrichtung hin und her bewegbar ist.
14. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den beiden Widerlagern (8, 11) eine Stempelleiste (25) angeordnet ist, mit der der
Gurt (19) nach oben drückbar ist.
15. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß am Eingang
der Maschine (1) eine Düsenanordnung (24) vorgesehen ist, die ein Gleitmittel zwischen
Gurt (19) und Spaltgut leitet.
16. Maschine nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen
Transportspalt (9) und Zuführspalt (6) ein Verbindungsspalt (22) erstreckt, der unten
durch den Gurt (19) und oben durch eine Führungswand (21) begrenzt ist.
17. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine die beiden
Walzen (7, 10) tragende Kopfbrücke (28) höhenverstellbar ist.
18. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen
Widerlager (8, 11) von einem Biegebalken (30) getragen sind, der gegenüber einem Unterbett
(31) in seiner Durchbiegung verstellbar ist.
19. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß ein die elastischen
Widerlager (8, 11) aufweisendes Unterbett (31) relativ zur Unterkonstruktion (34)
der Maschine (1) um eine Achse (33) nahe des Zuführspalts (6) schwenkbar ist.
20. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterkonstruktion
(34) relativ zum Maschinengestell (36) um eine Achse (37) schwenkbar ist, die mit
Abstand vom Zuführspalt (6) jenseits der Messerschneide (2) unterhalb der Spaltebene
verläuft.
21. Maschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterkonstruktion (34)
durch ein Stellglied (38) verschwenkbar ist, das bei Überschreiten einer vorwählbaren
Kraft in Richtung einer Vergrößerung der Spalte (6, 9) nachgibt.