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EP 0 870 586 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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14.10.1998 Patentblatt 1998/42 |
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Anmeldetag: 07.03.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B28D 1/32 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
15.03.1997 DE 29704582 U
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Anmelder: Fischer, Heinz |
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57627 Gehlert (DE) |
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Erfinder: |
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- Fischer, Heinz
57627 Gehlert (DE)
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Vertreter: Kossobutzki, Walter, Dipl.-Ing.(FH) |
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Hochstrasse 7 56244 Helferskirchen 56244 Helferskirchen (DE) |
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Schneidvorrichtung für Schieferplatten |
(57) Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Schneiden von aus Naturschiefer
bestehenden Dachplatten, insbesondere von sogenannten Kehlsteinplatten bzw. Kehlsteinen. Um Dachplatten (2) aus Naturschiefer in kürzester Zeit und bei gleichzeitiger Verringerung
des Bruches zu insbesondere Kehlsteinplatten bzw. Kehlsteine zuzuschneiden, wobei
gleichzeitig sichergestellt sein soll, daß die Schnittkante so aussieht, als ob sie
von Hand mit dem Schieferhammer erzeugt wurde, besteht die Vorrichtung aus einem transportablen
und an der Baustelle aufstellbaren Gehäuse (3) mit einem durch einen Elektromotor
(5) antreibbaren und mindestens vier messerartige Schlagzähne aufweisenden Trennmesser
(7) und aus einem an das Gehäuse (3) angeschlossenen Auflagetisch (9,12A) mit einer
Anschlagleiste (12B).
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Schneiden von aus Naturschiefer
bestehenden Dachplatten, insbesondere von sogenannten Kehlsteinplatten bzw. Kehlsteinen.
[0002] Bei qualitativ hochwertigen Dacheindeckungen werden Dachplatten aus Naturschiefer
verwendet, die bei normaler Behandlung eine Lebensdauer von über 100 Jahren haben,
die dem Dach ein optisch gutes Aussehen verleihen und die die Bildung von störenden
Belägen weitgehend ausschließen. Dachplatten aus Naturschiefer werden von einem Unternehmen,
welches den Schiefer im Über- oder Untertagebau abbaut, in einer vorgegebenen Größe
geliefert. Diese aus Naturschiefer bestehenden Dachplatten werden dann von einem Dachdecker-Fachbetrieb
auf dem Dach verlegt und festgenagelt. Dabei kommt es vor, daß einzelne Dachplatten,
insbesondere sogenannte Kehlsteinplatten bzw. Kehlsteine, in ihrer Grundfläche verkleinert
und damit schmäler gemacht werden müssen. Dies erfolgt von Hand mittels eines sogenannten
Schieferhammers. Dies ist verhältnismäßig umständlich und zeitraubend. Bei diesem
Bearbeiten der Dachplatten aus Naturschiefer kommt es insbesondere dann, wenn die
Dachplatten bei der Bearbeitung nicht richtig aufliegen, zu einem Bruch derselben,
was die gleiche Bearbeitung einer neuen Dachplatte erforderlich macht.
[0003] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung aufzuzeigen, mit der
Dachplatten aus Naturschiefer in kürzester Zeit und bei gleichzeitiger Verringerung
des Bruches zu insbesondere Kehlsteinplatten bzw. Kehlsteine zugeschnitten werden
können. Dabei soll gleichzeitig sichergestellt sein, daß die Schnittkante so aussieht,
als ob sie von Hand mit dem Schieferhammer erzeugt wurde.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die erfindungsgemäße Vorrichtung aus einem transportablen
und an der Baustelle aufstellbaren Gehäuse mit einem durch einen Elektromotor antreibbaren
und mindestens vier messerartige Schlagzähne aufweisenden Trennmesser und aus einem
an das Gehäuse angeschlossenen Auflagetisch mit einer Anschlagleiste.
[0005] Mit einer derartig ausgestalteten Vorrichtung können die handelsüblichen Dachplatten
sehr rasch und bei äußerst geringer Bruchquote zu Kehlsteinplatten bzw. Kehlsteinen
zugeschnitten werden. Die Schnittkante weist dabei eine bruchkantenartige Gestalt
auf, die so aussieht, wie sie bisher nur mit einem Schieferhammer erreicht werden
konnte.
[0006] Weitere Merkmale einer Vorrichtung gemäß der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis
7 offenbart.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung in vereinfachter Weise
dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0008] In dieser Zeichnung ist eine Vorrichtung 1 zum Schneiden von aus Naturschiefer bestehenden
Dachplatten 2 in Aufrißdarstellung gezeigt, die aus einem Gehäuse 3 besteht, welches
beispielsweise über Füße 4 an jeder Baustelle aufgestellt werden kann. Bedarfsweise
sind die Füße 4 abnehmbar am Gehäuse 3 befestigt.
[0009] In dem Gehäuse 3 ist ein Elektromotor 5 angeordnet, der auf seiner Antriebswelle
6 ein Trennmesser 7 aufweist. Dieses Trennmesser 7 weist mindestens vier nicht näher
dargestellte Schlagzähne auf, die radial nach außen ragen und gleichmäßig über den
Umfang des rotierenden Trennmessers 7 angeordnet sind. Die Anzahl der messerartigen
Schlagzähne sollte möglichst die Zahl 10 nicht überschreiten, da sonst eine Art Sägeblatt
entsteht, welches eine gerade und keine bruchartige Schneidkante erzeugt.
[0010] Im unteren Bereich des Gehäuses 3 sind zwei mit Abstand senkrecht zur Zeichnungsebene
angeordnete Führungsrohre 8 vorgesehen, über denen eine gemeinsame Auflageleiste 9
angeordnet ist. Die Auflageleiste 9 verläuft senkrecht zur Zeichnungsebene. In vorteilhafter
Weise weisen die Führungsrohre 8 rechteckigen bzw. quadratischen Querschnitt auf.
In jedes Führungsrohr 8 ist eine Führungsstange 10 verschiebbar eingesteckt. Die beiden
Führungsstangen 10 besitzen außen rechtwinklig nach oben abgebogene Enden 12, auf
denen eine gemeinsame Winkelschiene 12 befestigt ist. Diese Winkelschiene 12 bildet
nun eine weitere Auflageleiste 12a und eine Anschlagleiste 12b. Durch Verschieben
der Führungsstange 10 in den Führungsrohren 8 kann nun der Abstand der Anschlagleiste
12b vom rotierenden Trennmesser 7 verändert bzw. eingestellt werden. Um die Führungsstange
10 in den Führungsrohren 8 festzusetzen, können in die Unterseite der Führungsrohre
8 nicht dargestellte Schrauben eingedreht sein, die klemmend auf die Führungsstangen
10 einwirken.
1. Vorrichtung zum Schneiden von aus Naturschiefer bestehenden Dachplatten, insbesondere
von sogenannten Kehlsteinplatten bzw. Kehlsteinen,
gekennzeichnet durch
ein transportables und an der Baustelle aufstellbares Gehäuse (3) mit einem durch
einen Elektromotor (5) antreibbaren und mindestens vier messerartige Schlagzähne aufweisenden
Trennmesser (7) und durch einen an das Gehäuse (3) angeschlossenen Auflagetisch (9,12a)
mit einer Anschlagleiste (12b).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Auflagetisch (9,12a) aus mindestens zwei mit Abstand voneinander angeordneten
Auflageleisten (9,12a) gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlagleiste (12b) einstellbar ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Auflageleiste (12a) mit der Anschlagleiste (12b) einstückig ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mit der Anschlagleiste (12b) verbundene Auflageleiste (12a) einstellbar am
Gehäuse (3) geführt ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb des Gehäuses (3) Füße (4) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Füße (4) lösbar mit dem Gehäuse (3) verbunden sind.
