[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie dazugehörige Einrichtungen zur Radsatzführung
von Schienenfahrzeugen, insbesondere zur Gewährleistung der Laufstabilität der Fahrzeuge
im Hochgeschwindigkeitsverkehr, bei denen die Radsätze in Führungsrahmen rechtwinklig
zueinander ausgerichtet und definiert steif und unverschieblich statisch geführt sowie
solche, bei denen zur Verbesserung des Bogenlaufes quasistatische radiale Radsatzstellungen
vorgegeben sind.
[0002] Es sind Fahrwerke für den Hochgeschwindigkeitsverkehr (GDS 300, Eisenbahningenieur
45 (1994) 10 Seite 722) bekannt, bei denen die Laufstabilität im Gleis durch das Zusammenwirken
von definiert steif und unverschieblich geführten, rechtwinklig zueinander im Führungsrahmen
ausgerichteten Achsen mit einer Drehhemmung zwischen Führungsrahmen und Wagenkasten
erreicht wird.
[0003] Dieser Lösung haftet der Nachteil an, daß diese Art der Streckung des Sinuslaufes
zu einer starken Ankopplung zwischen Fahrwerk und Wagenkasten und damit zu einer Schwingungsanregung
des Wagenkastens führt, die nur durch aufwendige konstruktive Maßnahmen eingegrenzt
werden kann.
[0004] Desweiteren weisen Fahrwerke mit steifer Achsführung in engen Bögen einen höheren
Fahrwiderstand sowie einen überdurchschnittlichen Verschleiß der Radprofile auf.
[0005] Andere Fahrwerke für den Hochgeschwindigkeitsverkehr (Beispiel TGV, Elektrische Bahnen
90 (1992) 5 Seiten 176 bis 179) ergänzen diese Maßnahmen durch die Verwendung eines
größeren Achsstandes und durch den Einsatz von Gliederzügen mit Jakobsdrehgestellen.
Hierbei ist von Nachteil, daß der längere Achsstand die Bogenlauffähigkeit verschlechtert,
die Drehgestellrahmenmasse erhöht sowie unter dem Wagenkasten einen zusätzlichen Raumbedarf
erfordert. Der größere Raumbedarf verstärkt insbesondere bei Doppelstock- Fahrzeugen
die Nachteile kürzerer Wagenkästen.
[0006] Gliederzüge mit Jakobsdrehgestellen führen in der Praxis wegen der Achslastbegrenzung
zu kürzeren Wagenkästen und damit entweder zur Verringerung des Sitzplatzanteils oder
zur Verringerung bzw. Verkleinerung der Übergangs- und Einstiegbereiche. Diese Züge
können auch nur in Werksanlagen getrennt werden. Deshalb ist eine verkehrsgerechte
Anpassung der Zuglängen aufwendig.
[0007] Auch fällt bei relevanten Störungen an einem Wagen der gesamte Zug aus.
[0008] Als zusätzliche Maßnahmen zur Erhöhung der Laufstabilität werden ganz allgemein auch
Dämpfungen zwischen Radsatz und Führungsrahmen angewendet, wobei die Verringerung
der am Bewegungsverhalten beteiligten Massen und Kräfte angestrebt wird.
[0009] Die praktischen Einflußmöglichkeiten sind aber hier eher gering.
[0010] Nach der DE 31 23 858 führt der gleichphasige Radsatzsinuslauf zuerst zu instabilem
Laufverhalten des Fahrwerkes. Die Radsätze vollführen eine kombinierte Quer- und Wendebewegung
um ihre jeweilige Hochachse. Der gegenphasige Radsatzlauf, welcher bei der gleichen
Frequenz wie der gleichphasige Radsatzlauf auftreten kann, ist dagegen deutlich höher
gedämpft. Durch die gegensinnige Kopplung der Radsätze wird ihre gleichsinnige Auslenkung
verhindert und das Laufverhalten sowohl im geraden Gleis als auch im Bogen verbessert.
Hierbei ist von Nachteil, daß mit dieser Lösung nur eine begrenzte Anhebung der kritischen
Geschwindigkeiten möglich ist, die für den Hochgeschwindigkeitsverkehr nicht ausreicht.
[0011] Weiterhin sind Fahrwerke bekannt, bei denen zur Verbesserung des Bogenlaufes die
Radsätze im Bogen innerhalb des Führungsrahmen quasistatisch bogenradial eingestellt
werden, wobei direkt auf die elastischen rahmenseitigen Achslenkerlager wirkende äußere
Kräfte das radiale Ausdrehen der Radsätze erzwingen (DE 42 40 098) oder Zylinder-
Hebel- Systeme die Stellung des Radsatzes so bestimmen, daß sich ein nach Richtung
und Krümmung der Kurve vorbestimmter Radsatzausdrehwinkel einstellt (DE 30 04 082).
Nachteilig ist hierbei, daß diese Fahrwerke auf Grund der vorhandenen und bei diesen
Lösungen auch nicht vermeidbaren Elastizitäten bereits frühzeitig zu instabilem Fahrzeuglauf
neigen und damit für den Hochgeschwindigkeitsverkehr nicht einsetzbar sind.
[0012] Alle vorhandenen Einrichtungen zur quasistatischen Veränderung der Radsatzstellung
reagieren relativ träge und sind deshalb für eine aktive Beeinflussung des Radsatzwellenlaufes
nicht geeignet.
[0013] Der im Patentanspruch angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, in Vermeidung
der voranbeschriebenen Nachteile ein Verfahren und Einrichtungen zur Steuerung von
Fahrwerken zu schaffen, welche in allen Fahrzuständen einen stabilen Radsatzlauf und
durch Kraftentkopplung zwischen Fahrwerk und Wagenkasten eine hohe Laufgüte ermöglichen.
[0014] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der Hauptansprüche gelöst. Durch die Maßnahme,
die vorgegebene statische oder quasistatische Radsatzstellung mit einem veränderlichen
Stellwinkel ψ
St zu überlagern, der durch aktive Krafteinwirkungen innerhalb des Fahrwerkes zwischen
Radsatz und Führungsrahmen entsteht, wird die von der Berührungsgeometrie bestimmte
Bahnkurve des Radsatzes verändert und Gleisbogenabweichungen sowie Änderungen in der
Berührungsgeometrie ausgesteuert, ohne daß die Grundsteifigkeit der Führung erheblich
beeinträchtigt wird. Frequenz und Abklingverlauf der Ausschlagamplitude können im
gesamten Geschwindigkeitsbereich mit geringer Leistung auf ein stabiles Laufverhalten
abgestimmt werden. Das Verfahren kann ohne wesentlichen Mehraufwand redundant ausgeführt
werden. Eine Drehhemmung zwischen Fahrwerk und Wagenkasten ist nicht mehr erforderlich,
kann aber ebenfalls als Rückfallebene vorgesehen werden. Der Stellwinkel ψ
St ist klein gegenüber dem quasistatischen Ausdrehwinkel von Radsätzen mit radialer
Einstellung in kleinen und mittleren Bögen und kann diesem ebenfalls überlagert werden,
wenn die erforderliche Gesamtsteifigkeit der Achsführung gegeben ist. Seine Richtung,
Größe und Frequenz wird aus den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 2 genannten
Steuergrößen und durch die Fahrgeschwindigkeit bestimmt.
[0015] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung liegen insbesondere darin, daß die Stabilität
und Güte des Fahrzeuglaufs bei Beibehaltung der bewährten Radsatzkonstruktion theoretisch
unbegrenzt bis in den Höchstgeschwindigkeitsbereich ohne Sicherheitsverluste gewährleistet
wird.
[0016] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand schematischer
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigen die Zeichnungen in
- Fig. 1:
- eine prinzipielle Darstellung eines Schienenfahrzeuges in einer beliebigen Stellung
im geraden Gleis oder in großen Bögen mit den entsprechenden Winkeln
- Fig. 2:
- eine prinzipielle Darstellung eines Schienenfahrzeuges im Gleisbogen mit den entsprechenden
Winkeln
- Fig. 3:
- eine Einrichtung zur Erzeugung des Stellwinkels ψSt der Radsätze mit Exzenterwelle und Schwingarm
- Fig. 4:
- eine Einrichtung zur Erzeugung des Stellwinkels ψSt der Radsätze mit Zweikammer- Fluidbuchsen und Schwingarm
- Fig. 5:
- eine Einrichtung zur Erzeugung des Stellwinkels ψSt der Radsätze mit Führungsspindeln und Zweikammer- Fluidbuchsen
- Fig. 6:
- eine Einrichtung zur Erzeugung des Stellwinkels ψSt der Radsätze mit Doppelfederblatt- Radsatzlenkern
[0017] Aus der Fig. 1 ist der Wagenkasten 1 eines Schienenfahzeuges ersichtlich, welcher
gegenüber der Gleisachse x um den Winkel ψ
K ausgedreht und gegenüber dem Führungsrahmen 2 um das Maß w querverschoben ist. Der
Führungrahmen 2 ist selbst gegenüber der Gleisachse x um den Winkel ψ
D ausgedreht. Die Ausdrehung ψ
AD des Führungsrahmens 2 zum Wagenkasten 1 ergibt sich als Differenz beider Ausdrehungen.
Die ohne äußere Kraftwirkung senkrecht zur Längachse des Führungsrahmens 2 ausgerichteten
Radsätze 3, 3' sind durch eine aktive Steuerung jeweils um den veränderlichen Winkel
ψ
St3,3' gegenüber diesem ausgedreht. Ebenso kann der Ausdrehwinkel ψ
AR benutzt werden, der sich als Differenz der Ausdrehung der Radsätze 3, 3' zum Gleis
und der des Wagenkastens 1 zum Gleis ergibt.
[0018] Die Fig. 2 zeigt den Wagenkasten 1 im Gleisbogen, wobei der Führungsrahmen 2 tangential
zum Bogen ausgedreht ist. Die Radsätze 3, 3' sind bereits durch äußere Kräfte mit
den Winkeln -ψ
B3 und ψ
B3, bogenradial eingestellt und werden durch eine aktive Steuerung zusätzlich durch die
veränderlichen Winkel -ψ
St3' und -ψ
St3 ausgedreht.
[0019] Die Fig. 3 bis 6 stellen mögliche Ausführungsvarianten der aktiven Steuerung des
Stellwinkels ψ
St zu Beeinflussung des Radsatzwellenlaufes dar. Hierbei wurde auf die gerätetechnische
Ausführung zur Ermittlung der Steuergröße für den Stellwinkel ψ
St (Meßwertaufnehmer für ψ
AD oder/ und ψ
AR, Auswerteeinheit), die mit an sich bekannten technischen Lösungen realisierbar ist,
verzichtet.
[0020] Aus der Fig. 3 ist eine Einrichtung ersichtlich, mit der ein durch einen Schwingarm
4 statisch oder guasistatisch im Führungsrahmen 2 gehaltener Radsatz 3 mit dem veränderlichen
Stellwinkel ψ
St beaufschlagt werden kann. Der Führungrahmen 2 ist auf dem Achslagergehäuse 5 des
Radsatzes 3 gefedert abgestützt. Das Achslagergehäuse 5 besitzt einen Schwingarm 4
mit einer elastischen Buchse 6, die über Exzenter 7 und Exzenterwelle 8 im Schwingarmlager
9 gelagert ist. Eine Stellvorrichtung 10, beispielsweise ein Hydraulikzylinder, verändert
über den Exzenterhebel 11 die Anschlußlänge L des Schwingarmes 4 gegenüber dem Führungsrahmen
2 um ± ΔL.
[0021] Die Fig. 4 zeigt eine weitere Einrichtung, die durch Verwendung einer Zweikammer-
Fluidbuchse 12 im Schwingarm 4 den Stellwinkel ψ
St erzeugt. Der Führungsrahmen 2 stützt sich auf dem Achslagergehäuse 5 ab. Das Achslagergehäuse
5 besitzt ebenfalls den Schwingarm 4, aber ausgerüstet mit einer elastischen Zweikammer-
Fluidbuchse 12, deren Kammern 13, 13' über die Anschlüsse 14, 14' wechselseitig mit
Fluid beaufschlagt werden können und so eine Änderung der Anschlußlänge L des Schwingarmes
4 gegenüber dem Führungsrahmen 2 um den Betrag ± ΔL bewirken.
[0022] Fig. 5 variiert Fig. 4 derart, daß statt eines Schwingarmes 4 Führungsspindeln 15
mit Zweikammer- Fluidbuchsen 12, 12' zur Radsatzführung benutzt werden. Hierbei ist
der Führungsrahmen 2 wiederum auf dem Achslagergehäuse 5 des Radsatzes 3 gefedert
abgestützt. Zwischen den senkrechten Führungsspindeln 15 des nicht näher dargestellten
Führungsrahmens 2 und dem Achslagergehäuse 5 befinden sich je 2 Zweikanmer- Fluidbuchsen
12, 12', deren Kammern 13, 13' über die Anschlüsse 14, 14' wechselseitig mit Fluid
beaufschlagt werden und so einen Mittenversatz ± ΔL des Achslagergehäuses 5 zu den
Führungsspindeln 15 bewirken.
[0023] In der Fig. 6 ist eine Einrichtung dargestellt, welche die Möglichkeit aufweist,
den Stellwinkel ψ
St mit einem Doppelfederblatt- Radsatzlenker 17 zu erzeugen. Wiederum ist der Führungsrahmen
3 auf dem Achslagergehäuse 5 des Radsatzes 3 gefedert abgestützt. Der Führungsrahmen
2 und das Achslagergehäuse 5 besitzen Lager 16, 16', die mit den gegensinnig gekröpften
Federblatt- Radsatzlenkern 17', 17'' miteinander verbunden sind. Sie sind in ihrem
gekröpften Mittelbereich durch eine Stellvorrichtung 10 verbunden, die bei Betätigung
den Abstand A der Lenker 17', 17'' in diesem Bereich um ΔA verändert und damit eine
Änderung der Länge L um ± ΔL bewirkt.
[0024] Die erfindungsgemäße Lösung arbeitet wie folgt:
[0025] Mit Meßwertaufnehmern und einer Auswerteeinheit wird die aktuelle Winkelstellung
ψ
AD des Führungsrahmens 2 zum Wagenkasten 1 und/ oder die Stellung ψ
AR der Radsätze 3, 3' zum Wagenkasten 1 ermittelt und gleichzeitig der Radsatzsinuslauf
als Maß für die Stabilität analysiert. In Abhängigkeit von diesen Stellungen und der
Art und Frequenz des Sinuslaufes wird ein Signalerzeuger aktiviert, der über Steuergrößenerzeuger
und über Stellelemente (Fig. 3 bis 6) zwischen Führungsrahmen 2 und Achlagergehäuse
5 jede Radsatzstellung mit einem Stellwinkel ψ
St so überlagert, daß eine Streckung des Sinuslaufes bewirkt wird.
[0026] In Fig. 1 ist ein gleichgerichteter Sinuslauf der Radsätze 3, 3' im geraden Gleis
bzw. großen Bögen dargestellt, der durch ebenfalls gleichgerichtete Stellwinkel -ψ
St so überlagert wird, daß der Radsatzlauf gestreckt wird. Ein gegensinniger Sinuslauf
kann ebenfalls in diesem Sinne ausgesteuert werden. Zweckmäßig ist jedoch, den gegensinnigen
Sinuslauf bereits in der Entstehungsphase aktiv zu unterbinden und dem System einen
gleichgerichteten Sinuslauf aufzuzwingen.
[0027] In kleinen Bögen, dargestellt in Fig. 2, sind abweichend zur Fig. 1 die Radsätze
3, 3' zum Führungsrahmen 2 quasistatisch bogenradial eingestellt. Bei hohen Fahrgeschwindigkeiten
über der Ausgleichsgeschwindigkeit werden diese Stellungen durch gleichgerichtete
Stellwinkel -ψ
St überlagert, die die Anlaufwinkel bogenaußen minimieren und Instabilitäten vermeiden.
Bei kleinen Geschwindigkeiten unterhalb der Ausgleichsgeschwindigkeit wird am Radsatz
3 weiterhin ein negativer und am Radsatz 3' ein positiver Stellwinkel ψ
St überlagert.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Wagenkasten
- 2
- Führungsrahmen
- 3, 3'
- Radsätze
- 4
- Schwingarm
- 5
- Achslagergehäuse
- 6
- elastische Buchse
- 7
- Exzenter
- 8
- Exzenterwelle
- 9
- Schwingarmlager
- 10
- Stellvorrichtung
- 11
- Exzenterhebel
- 12, 12'
- Zweikammer- Fluidbuchsen
- 13, 13'
- Kammern
- 14, 14'
- Anschlüsse
- 15
- Führungsspindeln
- 16, 16'
- Lager
- 17, 17',17''
- Doppelfederblatt- Radsatzlenker
- ψK
- Ausdrehwinkel des Wagenkastens
- ψD
- Ausdrehwinkel des Führungsrahmens zur Gleisachse
- ψR
- Ausdrehwinkel der Radsätze zur Gleisachse
- ψAD
- Ausdrehwinkel des Führungsrahmens zum Wagenkasten
- ψAR
- Ausdrehwinkel der Radsätze zum Wagenkasten
- ψSt
- Stellwinkel der Radsätze
- ψB
- Ausdrehwinkel der Radsätze zum Führungsrahmen (Bogenradiale Stellung)
- A
- Abstand
- w
- Querversatz des Wagenkastens zum Führungsrahmen
- x
- Gleisachse
1. Verfahren zur Radsatzführung von Schienenfahrzeugen mit im Führungsrahmen vorgegebener
statischer oder quasistatischer Radsatzstellung, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgegebene
Radsatzstellung durch eine aktive Radsatzsteuerung von einem veränderlichen Stellwinkel
ψSt überlagert wird, der bei mehreren Radsätzen (3,3') sowohl gleich- als auch gegensinnig
gerichtet sein kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuergröße des Stellwinkels
ψSt die jeweils gegenüber dem Wagenkasten (1) gemessenen Ausdrehwinkel ψAD der Führungsrahmen (2) oder/ und ψAR der Radsätze oder deren jeweilige Ableitung nach der Zeit verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in ihrer Länge verstellbare
oder in einem Anlenkpunkt verschiebbare Radsatzlenker (17) bei Ausfall der aktiven
Steuerung eine laufstabile Endstellung im Führungsrahmen (2) einnehmen und eine Drehhemmung
zwischen dem Wagenkasten (1) und dem Führungsrahmen (2) und/ oder den Radsätzen (3,3')
wirksam wird.
4. Einrichtung zur Radsatzführung von Schienenfahrzeugen mit in Führungsrahmen vorgegebener
statischer oder quasistatischer Radsatzstellung, dadurch gekennzeichnet, daß die aktive
Steuerung aus den Meßwertaufnehmern, der Auswerteeinheit und einer schnell reagierenden,
die Steifigkeit der Radsatzführung nicht wesentlich beeinträchtigenden Stellvorrichtung
besteht.