[0001] Die Erfindung betrifft einen Ausgießer für flaschenartige Behälter gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Ein solcher Ausgießer ist beispielsweise aus der DE 88 14 921 U1 bekannt. Anderen
Ausgießern ist gemeinsam, daß sie aus einem stopfenartigen Gebilde bestehen, welches
mittig eine Bohrung aufweist, in welcher je nach Verwendungszweck ein gerades oder
leicht gebogenes Rohr mit gleichbleibendem Durchmesser oder sich nach oben zur Gießkante
verengend angeordnet ist. Die zum gleichmäßigen Ausgießen erforderliche Belüftung
der Flasche erfolgt gegebenenfalls durch eine separate Bohrung oder ein separates
Rohr.
[0003] Die Befestigung und Abdichtung erfolgt regelmäßig im oberen annähernd zylindrisch
geformten Teil des flaschenartigen Behälters. Größte Verbreitung haben hier sich verjüngende
Korken sowie einstückig hergestellte Grundkörper aus Kunststoff mit radial umlaufend
angeordneten Ringrippen gefunden.
[0004] Die Ausgießer der eingangs erwähnten Art, und hier insbesondere wechselnd auf Weinflaschen
aufsetzbare Ausgießer, weisen jedoch wesentliche Nachteile auf:
[0005] Ein gemeinsamer Nachteil liegt in der Gießgeometrie. Denn im Gießvorgang wird ein
relativ stark gebündelter Flüssigkeitsstrahl, eine relativ lange Gießparabel erzeugend,
abgegeben. Bei größerem Flüssigkeitsdurchsatz beginnt der Flüssigkeitsstrahl Zumeist
stark zu pulsieren, was einer gezielten Abgabe entgegenwirkt. Eine effektive Steuerung
des Gießvorganges kann im wesentlichen nur über größere Zügige Veränderungen des Neigungswinkels
der Flasche erfolgen, wobei eine Feindosierung insbesondere unter Vermeidung jeglichen
Nachtropfens nicht immer möglich ist.
[0006] Ein weiterer wesentlicher Nachteil liegt in dem verhältnismäßig geringen Flüssigkeitsdurchsatz.
Somit ist eine Verwendung derartiger Ausgießer, insbesondere für den Ausschank von
Weinen oder vergleichbaren Getränken in verzehrüblichen Mengen, nur in unbefriedigender
Weise möglich.
[0007] Ein weiterer Nachteil liegt in der Handhabung, hier insbesondere in dem entweder
großen erforderlichen Kraftaufwand, um den Ausgießer an der Gießöffnung zu befestigen
oder in der mangelhaften Dichtung mit der Folge, daß Flüssigkeit unkontrolliert abtropft.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Ausgießer Zu schaffen, welcher den Gießkomfort erhöht, einfach auf den Behälterhals
aufgesetzt werden kann und sicher hält.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1.
[0010] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere in der wesentlichen
Verbesserung der Gießeigenschaften. Durch die Verlagerung der Gießöffnung von der
Gießöffnung des flaschenartigen Behälters nach vorne und deren Erweiterung wird eine
Geometrie erzeugt, welche den beim Ausgießen entstehenden parabelförmigen Flüssigkeitsstrom
weiter umschließt bzw. diesen verfolgend eine Gleitfläche bietet. Es hat sich überraschenderweise
geZeigt, daß dadurch eine wesentlich kürzere und damit beherrschbarere Gießparabel
erzeugt wird, welche sich bei der Verringerung des Flüssigkeitsdurchsatzes in ihrem
Verlauf nur unwesentlich verändert, wobei trotz der sich weitenden Wandung ein gebündelter
Flüssigkeitsstrahl erhalten bleibt. Mit dem erfindungsgemäßen Ausgießer wird auch
ungeübten Personen ein feindosiertes, tropffreies und zudem elegantes Ausgießen insbesondere
von Getränken ermöglicht.
[0011] Infolge der federnden Laschen kann der Ausgießer auch von wenig geübten Personen
mit wenig Kraftaufwand sicher haltend und dichtend auf einem der Ausgestaltung des
Ausgießers entsprechenden flaschenartigen Behälter aufgesetzt werden, wobei auch Abweichungen
aus einem herstellungsbedingten Preßversatz oder aus Maßtoleranzen durch die elastisch
federnden Elemente ausgeglichen werden.
[0012] Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Ausgießer einen auf der
Abreißkante oder der inneren Wandung unterhalb der Abreißkante auflegbaren, die Öffnung
verschließenden Deckel auf, welcher in einer weiteren Ausführungsform vorteilhaft
einen Luftaustausch ermöglichend durchbrochen ist.
[0013] Vorteilhaft ist hierbei, daß zusätzlich weitere Funktionen mit einem erfindungsgemäßen
Ausgießer erfüllt werden können. Da die verhältnismäßig große Gießöffnung tendenziell
ein mehrfaches an Staub oder anderen insbesondere in der Raumluft vorhandenen Fremdkörpern
aufnimmt, ist eine Abdeckung der Öffnung zweckmäßig, wobei diese atmungsaktiv sein
kann.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist zwischen der auf
dem Rand der Gießöffnung des flaschenartigen Behälters auflegbaren Dichtung und der
Anlagefläche des Körpers angeordnet, die Öffnung überspannend, ein Siebgebilde vorgesehen.
[0015] Vorteilhaft ist hierbei, daß in einer weiteren zusätzlichen Funktion Fremdkörper
aus der Flüssigkeit herausgesiebt werden können, wobei eine einfache Nachrüstung des
erfindungsgemäßen Ausgießers ermöglicht wird.
[0016] Nachfolgend sind beispielhaft mehrere Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
anhand der Zeichnung beschrieben:
[0017] Es zeigt
- Fig. 1 -
- einen erfindungsgemäßen Ausgießer mit Deckel, in einer Ausgestaltung für eine Normalweinflasche,
in der Seitenansicht
- Fig. 2 -
- einen Ausgießer gemäß Fig. 1 ohne Deckel im Schnitt
- Fig. 3 -
- einen Ausgießer gemäß Fig. 2 beim Ausgießen kleinerer Mengen
- Fig. 4 -
- einen Ausgießer gemäß Fig. 2 beim Ausgießen größerer Mengen
- Fig. 5 -
- einen Ausgießer gemäß Fig. 2 in einer Neigung, in der der Flüssigkeitsstrom unterbrochen
wird
- Fig. 6 -
- einen Ausgießer gemäß Fig. 2 in einer Neigung, in der Flüssigkeitsreste zurückfließen
- Fig. 7 -
- einen Ausgießer gemäß Fig. 2 mit modifizierter Innenwandung und einem eingelegten
Sieb im Schnitt
- Fig. 8 -
- einen Ausgießer gemäß Fig. 2 mit verkleinerter Gießöffnung und Freistich
- Fig. 9 -
- einen Ausgießer im Schnitt mit zweiteiligem Hohlkörper.
[0018] Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte erfindungsgemäße Ausgießer besteht aus einem
auf einer Weinflasche 1 aufsetzbaren Hohlkörper 2. Der Hohlkörper 2 weist eine axial
angeordnete Bohrung 3 zum Durchleiten der Flüssigkeit, hier Wein, auf und liegt mit
der Auflagefläche 4 auf dem Rand der Gießöffnung 5 der Weinflasche 1 auf. Zur Abdichtung
ist zwischen der Auflagefläche 4 und dem Rand der Gießöffnung 5 ein in Wirkrichtung
W hochelastisch wirkendes Dichtungselement 6 eingelegt. Die axiale Bohrung 3 nach
oben fortsetzend, ist die sich zur Abreißkante 7 nach außen neigende Wandung 8 angeordnet.
Die Wandung 8 und die äußere Wandung 9 bilden hierbei, die Abreißkante 7 erzeugend,
einen spitzen Winkel S. Die äußere Wandung 9 ist so gewählt, daß der Außendurchmesser
des Körpers 2 nach unten abnimmt. Wichtig ist hierbei, daß direkt unterhalb der Abreißkante
7 eine hohlkehlenartige Hinterschneidung vorgesehen wird. Hier ist die Hinterschneidung
fließend in die Außenkontur des Ausgießers eingefügt.
[0019] Unterhalb der Auflagefläche 4 sind acht elastische federnd wirkende Laschen 10 so
angeordnet, daß der Hohlkörper 2 nach unten verlängert wird. Am unteren Rand der Laschen
10 sind jeweils Rastnocken 11 vorgesehen, welche den Ausgießer auf dem Rand der Gießöffnung
5 der Weinflasche 1 halten. Die Rastnocken 11 sind so ausgestaltet, daß diese beim
Aufschieben auf den Flaschenhals durch die unteren Schrägen 12 auseinandergedrückt
werden, über die Verdickung der Flasche gleiten und unterhalb dieser zusammenfedern.
Die Material-stärken der Laschen 10 sind im Bereich oberhalb der Rastnocken 11 so
gewählt, daß eine ausreichend große Federwirkung erzeugt wird und die in der Wirkrichtung
W an dem Dichtungselemet 6 auftretenden nach oben wirkenden Kräfte überwunden werden
und somit der Ausgießer sicher gehalten wird. Zum Abnehmen des Ausgießers wird dieser
einfach von der gehaltenen Weinflasche 1 nach oben abgezogen. Hierbei werden die Laschen
10 durch eine obere Schräge 14 erneut auseinandergedrückt, wodurch der Ausgießer nach
oben freigegeben wird. Funktionsbezogen sind die unteren Schrägen 12 mit einen langen
Anschnitt und damit mit einem geringen Flankenwinkel, hier ca. 20° zur Körperachse,
sowie die oberen Schrägen 14 mit einem Flankenwinkel von ca. 45° zur Körperachse ausgeführt.
Somit läßt sich der Ausgießer verhältnismäßig leicht, das bedeutet mit geringem Kraftaufwand,
aufschieben. Über die 45°-Schräge wird der Ausgießer selbsthemmend unter der Verdickung
13 der Weinflasche gegen das federnd wirkende Dichtungselement 6 verspannt. Die selbsthemmende
Wirkung der oberen Schräge 14 ist jedoch nur so groß, daß der Ausgießer mit leicht
erhöhtem Kraftaufwand nach oben abgezogen werden kann.
[0020] Der Durchmesser der axialen Bohrung 3 entspricht maximal der lichten Weite des Halses
der Weinflasche 1. Dadurch wird der mögliche Durchfluß durch den Ausgießer nicht reduziert.
Der Öffnungswinkel L beträgt 90°. Es hat sich gezeigt, daß dieser Winkel besonders
geeignet ist, die weiteren erfindungsgemäßen Wirkungen zu kombinieren.
[0021] Im Bedarfsfall läßt sich der Ausgießer mit einem Deckel 15 verschließen. In einer
weiteren Ausgestaltung ist ein Deckel vorgesehen, welcher nach oben durchbrochen ist,
wobei die Durchbrüche vorteilhaft mit einem atmungsaktiven Fließ überspannt werden.
Ein solcher Deckel verhindert, wenn beispielsweise ein Rotwein zum Atmen geöffnet
worden ist und vorgehalten werden soll, daß Fremdkörper in die Flasche eindringen.
[0022] Der bei allen erfindungsgemäßen Ausgestaltungen übereinstimmende Gießvorgang wird
anhand der Fig. 3 bis 6 näher beschrieben. Zum Ausgießen wird die Weinflasche 1 solange
geneigt, bis die Flüssigkeit beginnt, durch die Gießöffnung 5 der Flasche 1 und durch
die axiale Bohrung 3 des Ausgießers über die geneigte Wandung 8, eine Gießparabel
P beschreibend, abfließt. Wird die Flasche 1 stärker geneigt, so nimmt zwar der Flüssigkeitsstrom
zu, beschreibt aber weiterhin, wie in Fig. 4 dargestellt, die Parabel P. Der entscheidende
Vorteil liegt darin, daß die Position der Flasche 1 beim dosierten Ausgießen, nicht
einer sich ändernden Gießparabel folgend, angepaßt werden muß. In Verbindung mit der
größeren axialen Bohrung 3 ergibt sich die Möglichkeit, den Flüssigkeitsstrahl über
eine große Bandbreite mit gleichbleibendem Gießkomfort zu dosieren. Beim Abbrechen
des Gießvorganges wird der Flüssigkeitsstrom, wie in Fig. 5 dargestellt, an dem Übergang
16 unterbrochen, das bedeutet, der Flüssigkeitsspiegel sinkt hinter dieser Kante ab,
wobei der sich in diesem Moment noch auf der geneigten Wandung 8 befindliche Flüssigkeitsrest
an der Gießkante 7 zu einem Tropfen 17 ballt, welcher entsprechend der Darstellung
in Fig 6 beim weiteren Aufrichten der Flasche 1 in das Innere zurückfließt oder an
der inneren Wandung verbleibt.
[0023] Der in der Fig. 7 dargestellte Ausgießer entspricht in seinen wesentlichen Merkmalen
den Fig. 1 und 2. Übereinstimmungen werden nicht noch einmal erläutert. Um eine Möglichkeit
zu schaffen, Fremdkörper wie beispielsweise Korkreste aus dem Wein herauszufiltern,
ist hier zusätzlich ein Siebgebilde 18, welches spitzkegelig geformt ist und einen
flanschartigen Ansatz aufweist, zwischen der Auflagefläche 4 und dem Dichtelement
6 eingelegt. Da das ringförmige Dichtelement 6 seitlich und unten dichtet, ist ein
ungewollter Weinaustritt ausgeschlossen. Ein Nachrüsten oder Austauschen des Siebgebildes
ist aufgrund der einfachen Anordnung jederzeit möglich. Die kegelförmige Ausgestaltung
ermöglicht eine bessere Luftzufuhr und verbessert damit das Fließverhalten des Weines.
In weiterer Ausgestaltung ist hier die geneigte Wandung 8 leicht gewölbt und über
eine Rundung in die senkrechte Wandung der axialen Bohrung 3 übergehend dargestellt.
Eine solche Geometrie entspricht mit erfindungsgemäßer Neigung der Wandung 8 ebenfalls
dem Erfindungsgedanken. Die Ausgestaltung des Überganges 15 als Rundung kann den gleichmäßigen
Fluß des Weines geringfügig verbessern.
[0024] Der in der Fig. 8 dargestellte Ausgießer entspricht in seinen wesentlichen Merkmalen
ebenfalls den Fig. 1 und 2. Übereinstimmungen werden nicht noch einmal erläutert.
Die von der Abreißkante 7 umschlossene Gießöffnung des Ausgießers ist auf ein Minimum
reduziert. Um eine einwandfreie erfindungsgemäße Funktion zu gewährleisten, ist hier
ein Freistich 19 vorgesehen, welcher die Hinterschneidung der Abreißkante gleichwirkend
ersetzt. Durch eine der Fig. 8 entsprechende Ausgestaltung wird es möglich, den Hohlkörper
2 in seinen Proportionen so zu verändern und zu verkleinern, daß eine platzsparende,
in seiner Gestalt gegebenenfalls weniger gewöhnungsbedürftige Form abgeleitet und
geschaffen werden kann. Fertigungsbedingte Einsparungen sind zusätzlich vorteilhaft.
[0025] Der in der Fig. 9 dargestellte Ausgießer weist einen zweiteiligen Hohlkörper 2 auf.
Das Oberteil 20 liegt mit seiner Auflagefläche 4 auf dem Dichtungselement 6 auf, welches
wiederum auf der Gießöffnung 5 einer Flasche aufliegt. Die axiale Bohrung 3 ist erfindungsgemäß
in eine geneigte Wandung 8 mit einer Abreißkante 7 verlängert. Der Freistich 19 hinterschneidet
die Abreißkante 7 außenseitig. Befestigt wird das Oberteil 20 an der die Gießöffnung
5 umgebenden äußeren Flaschenwandung mit dem Unterteil 21, welches in der Ringnut
22 des Oberteils 20 verankert ist. Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt in der
Vielzahl der möglichen Materialkombinationen, wobei das Material des Oberteils 20
nicht die besonderen Eigenschaften in bezug auf die Federwirkung wie das Material
des Unterteiles 21 aufweisen muß.
[0026] Es ist zweckmäßig, dem erfindungsgemäßen Ausgießer je nach Ausgestaltung ein- oder
zweistückig aus Kunststoff in Spritzgußtechnik herzustellen und ein geschnittenes
Dichtelement auswechselbar einzulegen. Der Ausgießer läßt sich aber ebenso in Einzelfertigung
spanend herstellen, wobei alle zulässigen und geeigneten Materialien denkbar sind.
Es ist auch denkbar, das Unterteil des Ausgießers mit einem Innengewinde zu versehen.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Weinflasche
- 2
- Kohlkörper
- 3
- axiale Bohrung
- 4
- Auflagefläche
- 5
- Gießöffnung
- 6
- Dichtelement
- 7
- Abreißkante
- 8
- geneigte Wandung
- 9
- äußere Wandung
- 10
- Lasche
- 11
- Rastnocke
- 12
- untere Schräge
- 13
- Verdickung
- 14
- obere Schräge
- 15
- Deckel
- 16
- Übergang
- 17
- Tropfen
- 18
- Sieb
- 19
- Freistich
- 20
- Oberteil
- 21
- Unterteil
- 22
- Ringnut
- S
- spitzer Winkel
- L
- Öffnungswinkel
- P
- Gießparabel
1. Ausgießer für flaschenartige Behälter mit
-- einem mit einer inneren Anlagefläche (4) auf den Rand der Gießöffnung (5) aufsitzenden
Kohlkörper (2), dessen Unterteil (21) die äußere Wandung der Gießöffnung (5) umgreift
und dessen Oberteil (20) mit einer sich nach außen aufweitenden Wandung (9) eine hinterschnittene
Gießkante (7) bildet,
-- einer die Anlagefläche (4) axial durchsetzenden Bohrung (3) zum Durchleiten einer
Flüssigkeit und mit
-- einer von einem Übergang (16) der Anlagefläche (4) ausgehenden, sich nach außen
aufweitenden inneren Wandung (8), die mit der äußeren Wandung (9) einen spitzen Winkel
(S) einschließt und mit dieser zusammen an der Gießkante eine Abreißkante (7) für
die Flüssigkeit bildet,
dadurch gekennzeichnet, daß
-- die innere Wandung (8) einen Öffnungswinkel (L) zwischen 60° und 120° einschließt,
-- am Unterteil (21) unterhalb der Anlagefläche (4) federnde Laschen (10) umlaufend
ausgebildet sind, welche mit der äußeren Wandung der Gießöffnung (5) zusammenwirkende
Rastnocken (11) aufweisen und daß
-- ein hochelastisches Dichtungselement (6) zwischen dem Rand der Gießöffnung und
der Anlagefläche (4) vorgesehen ist.
2. Ausgießer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Öffnungswinkel (L) 90°
beträgt.
3. Ausgießer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Öffnungsdurchmesser
an der Abreißkante (7) mindestens um die Hälfte größer ist als der Durchmesser der
Bohrung (3).
4. Ausgießer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf
der Abreißkante (7) oder der inneren Wandung (8) auflegbarer, die Öffnung verschließender
Deckel (15) vorgesehen ist.
5. Ausgießer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (15) einen Luftaustausch
ermöglichende Durchbrüche aufweist.
6. Ausgießer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrüche mit einem atmungsaktiven
Fließ überspannt sind.
7. Ausgießer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Dichtung (6) und der Anlagefläche (4) ein Sieb (18) vorgesehen ist.
8. Ausgießer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Sieb kegelförmig ausgebildet
ist.
9. Ausgießer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberteil
(20) und das Unterteil (21) als zwei getrennte Bauteile ausgebildet sind.