[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Nivellierung eines Objektes, ein Bezugsteil
zur Montage an einem durch diese Vorrichtung abgelängten Montageelement, eine Verwendung
der Vorrichtung und ein Verfahren zur Montage einer untergehängten Decke gemäss dem
Oberbegriff der unabhängigen Patentansprüche.
[0002] Es ist bekannt, Objekte mittels Laser zu nivellieren. Hierzu wird ein Laserstrahl
von einen rotierenden Spiegel derart abgelenkt, dass er eine Bezugsebene überstreicht,
die sodann als Bezugssystem für die Nivellierung eingesetzt wird.
[0003] Auf diese Weise kann zum Beispiel die Halterung für eine untergehängte Decke justiert
werden. Diese Halterung besteht aus einer Vielzahl von stabartigen Montageelementen,
an welchen Abhänger zur Aufnahme der Decke befestigt werden. Um die Decke zu nivellieren,
werden die Abhänger so an den Montageelementen befestigt, dass sie alle den gleichen
Abstand von der vom Laser definierten Bezugsebene haben. In ähnlicher Weise wird auch
bei der Nivellierung von Fassaden oder Böden vorgegangen.
[0004] Auch bei der Montage schwerer Maschinen oder dergl. wird die lasergestützte Nivellierung
eingesetzt. Hier werden in einem Fundament Schrauben eingegossen, deren Gewinde das
Fundament überragen. Auf allen Gewinden müssen nun auf gleicher Höhe Muttern aufgeschraubt
werden, auf welche die Maschine zu liegen kommt. Die Muttern werden hierzu in einem
festen Abstand zur Bezugsebene des Lasers positioniert.
[0005] US 5 484 026 beschreibt eine Vorrichtung, mit welcher die Muttern automatisch gegenüber
einem Laserniveau positioniert werden können. Die Positionierung der Muttern ist jedoch
zeitraubend und aufwendig. Es stellt sich deshalb die Aufgabe, eine Vorrichtung bzw.
ein Verfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen, der die Nivellierungsarbeiten
vereinfacht und rationeller gestaltet.
[0006] Diese Aufgabe wird vom Gegenstand von Anspruch 1 gelöst.
[0007] Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist also in einem ersten Aspekt einen Detektor
auf, mit welchem das z.B. vom Laser definierte Bezugsniveau ermittelt werden kann.
Der Detektor löst einen Bezugserzeuger aus, der eine Bezugsstelle am jeweiligen Montageelement
erzeugt. Im Betrieb wird die Vorrichtung dem Montageelement entlang geführt, bis sich
der Bezugserzeuger an der gewünschten Position befindet. Sodann wird die Bezugsstelle
automatisch erzeugt. In dieser Weise können die Montageelemente in einfacher Weise
mit Bezugsstellen versehen werden. Die Bezugsstelle wird durch mechanische Bearbeitung
des Montageelements erzeugt, insbesondere durch Quetschen oder, bevorzugt, Ablängen
des Montageelements, was in sehr effizienter Weise möglich ist.
[0008] Vorzugsweise ist eine Haltevorrichtung vorgesehen, welche das Montageelement automatisch
festhält, so dass sich das Montageelement während der Erzeugung der Bezugsstelle nicht
verschiebt. Für eine Feinkorrektur der Position der Bezugsstelle sind in einer bevorzugten
Ausführung Justiermittel vorgesehen, welche eine Justierung des Abstands des Bezugserzeugers
zur Haltevorrichtung erlauben.
[0009] In einem anderen Aspekt der Erfindung ergibt sich eine Verbesserung der Genauigkeit,
indem die Vorrichtung mit Mitteln zur Messung des Winkels des Montageelements zur
Bezugsebene ausgestattet ist. Insbesondere wenn die Montageelemente schwenkbar befestigt
sind, kann auf diese Weise die Neigung des Montageelements bei der Berechnung der
Position der Bezugsstelle berücksichtigt werden. Es kann auch ein Distanzmesser zur
Messung des Abstands der Vorrichtung von einer Wand bzw. Decke vorgesehen sein, wodurch
eine genauere Korrektur möglich wird.
[0010] Die Vorrichtung eignet sich insbesondere zur Justierung einer untergehängten Decke.
Vorzugsweise geschieht dies durch Ablängen der Montageelemente, wobei die Bezugsteile
bzw. Abhänger in diesem Fall einen Anschlag für das Ende des Montageelements aufweisen
sollten, damit sie in definierter Position am abgelängten Montageelement befestigt
werden können.
[0011] Es ist auch denkbar, am Montageelement einen Anschlag auszuformen, welcher eine ortsdefinierte
Montage der Bezugsteile erlaubt.
[0012] Das erfindungsgemässe Verfahren zur Montage einer untergehängten Decke erlaubt eine
rationelle Nivellierung, da das Ablängen der Montageelemente sehr schnell vor sich
gehen kann, worauf die Abhänger positionsgenau montiert werden können.
[0013] Weitere bevorzugte Ausführungsbeispiele sowie Anwendungen ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung einer Ausführung der Erfindung anhand
der Figuren. Dabei zeigen:
Figur 1 einen Schnitt durch eine untergehängte Decke,
Figur 2 eine Illustration des Vorgehens beim Ablängen der Montageelemente,
Figur 3 ein Abhänger zur Montage an den Montageelementen,
Figur 4 eine zweite Ausführung eines Abhängers,
Figur 5 einen Schnitt durch den in Figur 4 dargestellten Abhänger eingeschnappt in
ein Profil,
Figur 6 eine Deckenkonstruktion mit Doppelrost, Figur 7 einen Kreuzverbinder für die
Deckenkonstruktion von Figur 6,
Figur 8 einen Schnitt durch eine Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung, und
Figur 9 eine Illustration der Winkelkorrektur.
[0014] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Justierung einer untergehängten Decke
beschrieben. Dabei handelt es sich um eine besonders bevorzugte Anwendung. Am Schluss
der Beschreibung werden jedoch noch einige der weiteren Anwendungsgebiete der Erfindung
aufgezählt.
[0015] Der Grundaufbau einer untergehängten Decke ist in Figur 1 illustriert. Hierbei bezeichnet
Bezugsziffer 1 die Betondecke, in der in regelmässigen Abständen Dübel 2 befestigt
sind. An den Dübeln 2 hängen Montageelemente bzw. Ösendrähte 3. Am unteren Ende jedes
Ösendrahts 3 ist ein Abhänger 4 befestigt. Die Abhänger 4 sind in Schienen 5 eingehängt,
welche ihrerseits die untergehängte Decke 6 tragen.
[0016] Damit die untergehängte Decke gut nivelliert ist, müssen die Ösendrähte alle auf
gleicher Höhe abgeschnitten werden. Dies geschieht in der in Figur 2 illustrierten
Weise.
[0017] Zuerst werden die Ösendrähte 3 aufgehängt. Sodann wird eine Laser-Justiervorrichtung
8 bekannter Art montiert. Diese erzeugt einen Laserstrahl, der mit einer angetriebenen
Spiegelmechanik auf eine horizontale Ebene 9 aufgefächert wird und dort ein Lichtfeld
erzeugt. Diese Ebene 9 wird im folgenden als Bezugsniveau bezeichnet.
[0018] Das Bezugsniveau wird nun verwendet, um die Ösendrähte 3 alle auf gleicher Höhe abzulängen.
Hierzu werden die Ösendrähte in einem Abstand d von Bezugsniveau abgeschnitten. Dies
geschieht mit einer weiter unten beschriebenen Vorrichtung.
[0019] Nach dem Ablängen werden die Abhänger 4 an den Ösendrähten 3 befestigt. Wie aus Figur
3 ersichtlich, besitzt jeder Abhänger 4 zwei Arme 8, 9. Im oberen Arm 8 ist ein Loch
10 angeordnet, dessen Innendurchmesser geringfügig grösser als der Aussendurchmesser
der Ösendrähte 3 ist. Am unteren Arm 9 ist ein nach oben offener, unten geschlossener,
zylindrischer Schuh 11 befestigt.
[0020] Zum Montieren des Abhängers 4 am Ösendraht 3 wird dessen oberer, schräg verlaufender
Arm etwas nach unten gedrückt, so dass das Loch 10 etwa senkrecht zur Längsachse des
Ösendrahts steht und dieser eingeführt werden kann. Sodann wird der Abhänger 4 soweit
nach oben geschoben, bis das untere Ende des Ösendrahts in den Schuh 11 eingeführt
wird und am unteren Arm 6 anstösst. Nun wird der obere Arm 5 losgelassen, so dass
sich der Ösendraht 3 im Loch 10 verkantet, wodurch eine kraftschlüssige Verbindung
entsteht.
[0021] Somit bildet also der untere Arm 6 einen Anschlag, der die Position des Abhängers
4 am Ende des Ösendrahts 3 definiert.
[0022] Sodann können die Schienen 5 in den Haken 12 der Abhänger 4 eingehängt werden.
[0023] Die Figuren 4 und 5 zeigen eine alternative Ausführung des Abhängers 4. Dieser besteht
aus einer zentralen Platte 13 mit zwei seitlichen Federarmen 14. In der Mitte der
zentralen Platte 13 ist eine Oeffnung 15 ausgespart, durch welche der Ösendraht 3
eingeschoben werden kann. An der Unterseite der Oeffnung 15 ist ein Haltemechanismus
für den Ösendraht angeordnet, bestehend aus zwei seitlichen Federrasten 16, die den
eingeschobenen Ösendraht 3 zugfest halten, und einem Bügel 17, der den Anschlag für
das Ende des Ösendrahts 3 bildet.
[0024] Wie in Figur 5 dargestellt, wird diese Ausführung des Abhängers mit den Federarmen
14 in die Profilschiene 5 eingeschnappt.
[0025] Die Ausführung des Abhängers nach Fig. 4 und 5 erlaubt eine Montage mit sehr geringer
Abhängehöhe, d.h. die Schiene 5 kann sehr nahe an der Betondecke 1 montiert werden.
Dies wird dadurch erreicht, dass der aus den Teilen 15-17 bestehende Befestigungsmechanismus
im Profil der Schiene 5 versenkt wird, indem die Oberkanten 14a der Federarme 14 den
höchsten Punkt des Abhängers bilden.
[0026] Figur 6 zeigt eine Deckenkonstruktion mit Doppelrost, d.h. zur Stabilisierung der
untergehängten Decke 6 sind Querprofile 5a und Längsprofile 5b vorgesehen. Die Ösendrähte
3 mit den Abhängern 4 sind in den Querprofilen 5a eingehängt.
[0027] Zur Verbindung der Querprofile 5a und der Längsprofile 5b sind an den Kreuzungspunkten
Kreuzverbinder 18 vorgesehen, von denen einer in Fig. 7 dargestellt ist. Die Kreuzverbinder
sind als Bügel ausgestaltet mit zwei Seitenarmen 18a, 18b, welche im jeweiligen Längsprofil
5b eingehängt sind, und einem Mittelteil 18c, der das Querprofil 5a umgreift. Im Mittelteil
18c ist eine Schlitzöffnung 18d vorgesehen, die sich von einer Seitenkante 18e des
Kreuzverbinders bis mindestens in die Mitte erstreckt. Sie dient zur Aufnahme eines
Ösendrahts 3, für den Fall, dass ein Kreuzverbinder 18 gerade über einem Abhänger
4 zu liegen kommt. Dies hat den Vorteil, dass alle Ösendrähte in genau senkrechter
Lage montiert werden können, wodurch deren im folgenden diskutierte Ablängung vereinfacht
wird.
[0028] Figur 8 zeigt eine Vorrichtung zum Ablängen der Ösendrähte. Sie besitzt ein Gehäuse
15, welches vorzugsweise von zylindrischer oder rechteckiger Form ist. An der Oberseite
des Gehäuses 15 ist ein Trichter 16 mit zentraler oberer Öffnung 17 ausgeformt. Die
obere Öffnung 17 setzt sich in einem ersten Rohrabschnitt 18 fort. Koaxial dazu sind
im Inneren der Vorrichtung weitere Rohrabschnitte 19 und 20 vorgesehen, die in einer
unteren Öffnung 21 münden. Die Öffnungen 17 und 21 und die Rohrabschnitte 18 - 20
bilden eine Führung zum Einführen eines Ösendrahts 3.
[0029] Im Inneren des Geräts sind eine Haltevorrichtung 23 und eine Schneidevorrichtung
24 angeordnet.
[0030] Die Haltevorrichtung 23 ist fest mit dem Gehäuse 15 verbunden. Sie weist zwei Haltebacken
25 auf, deren dem Ösendraht zugewandte Enden mit Kunststoff oder Gummi gepolstert
sind. Mit Hilfe eines Antriebs, von dem nur zwei Antriebsräder 26 zu sehen sind, können
die Haltebacken radial gegen den Ösendraht 3 ausgefahren werden und diesen festhalten.
[0031] Die Abläng- bzw. Schneidevorrichtung 24 ist auf Stangen 27 gelagert, derart, dass
sie in Längsrichtung verschoben werden kann. Hierzu ist ein Antrieb 28 mit Schraubengetriebe
29 vorgesehen.
[0032] Die Abläng- bzw. Schneidevorrichtung 24 weist zwei Messer 31 auf, deren Schneidekanten
dem Ösendraht zugewandt sind. Mit Hilfe eines weiteren Antriebs, von dem nur zwei
Antriebsräder 32 zu sehen sind, können die Haltebacken radial gegen den Ösendraht
3 ausgefahren werden um diesen abzuschneiden.
[0033] An der Aussenseite des Gehäuses 15 ist ein Detektor 34 angeordnet, mit dem der Strahl
der Laser-Justiervorrichtung 8 detektiert werden kann. Vorzugsweise handelt es sich
dabei um ein eindimensionales CCD-Array oder Photodiodenarray, welches sich parallel
zum Ösendraht 3 erstreckt, so dass die Höhe des Bezugsniveaus 9 über einen gewissen
Bereich festgestellt werden kann. Zur Erweiterung dieses Messbereichs kann der Detektor
34 auf einer Schiene 35 montiert werden, derart, dass er in verschiedenen Positionen
am Gehäuse befestigbar ist. Eine solche alternative Position 34' ist gestrichelt dargestellt.
[0034] Am Gehäuse 15 ist ausserdem eine Eingabetastatur 36 mit Anzeige 37 angeordnet. Über
diese Tastatur kann der Abstand d der Schnittebene vom Bezugsniveau 9 eingegeben werden
(vgl. Fig. 2), entweder als direkte Grösse oder unter Angabe anderer Informationen,
aus denen sich diese Grösse herleiten lässt, wie z. B. des verwendeten Abhänger- bzw.
Deckentyps und des Abstands des Bezugsniveaus von der Decke.
[0035] Am Gehäuse 15 ist ferner ein Stab 38 befestigt, mittels welchem das Gerät vom Boden
aus an die Decke geführt werden kann.
[0036] Im Innern des Gehäuses ist eine Steuerelektronik 40, sowie ein Neigungsmesser 41
und ein Ultraschall-Distanzmesser 42, deren Aufgaben weiter unten erläutert werden.
[0037] Bei der Anwendung wird das Gerät von unten an einen der Ösendrähte 3 geführt. Dank
der Trichterform 16 wird der Ösendraht 3 zur Öffnung 17 geleitet. Wird das Gerät weiter
nach oben bewegt, so gelangt der Ösendraht 3 in die Rohrabschnitte 18 - 20 und tritt
schliesslich am unteren Ende des Gehäuses aus. Sobald das Bezugsniveau 9 in den vorgesehenen
Bereich des Detektors 34 gelangt, betätigt die Steuerelektronik 40 die Haltevorrichtung
23, die Haltebacken 25 werden ausgefahren und halten den Ösendraht fest. Sodann wird,
in Abhängigkeit der genauen Position des Bezugsniveaus 9 auf den Detektor 34 und des
Neigungswinkels des Geräts die Schneidevorrichtung mittels des Antriebs 28 so justiert,
dass er sich auf der gewünschten Ablängehöhe des Ösendrahts 3 befindet. Sodann werden
die Messer 31 betätigt um den Ösendraht 3 abzulängen. Schliesslich werden die Messer
31 und die Haltebacken 25 wieder zurückgezogen und geben den Ösendraht frei.
[0038] Wenn der Ösendraht genau senkrecht zum Bezugsniveau steht, d.h. wenn er sich genau
in vertikaler Richtung erstreckt, so kann die Ablängehöhe des Ösendrahts 3 direkt
aus der Position des Bezugsniveaus 9 und dem gewünschten Abstand d berechnet werden.
[0039] Wird das Gerät jedoch von Hand geführt, so ist eine vertikale Ausrichtung nicht garantiert,
und es ist möglich, dass der Ösendraht 3 beim Ablängen unter einem Winkel α zur Vertikalrichtung
steht, wie dies in Figur 9 dargestellt ist. Zu diesem Zweck ist im Gerät der Neigungsmesser
41 vorgesehen, der den Neigungswinkel α misst. Gleichzeitig dient der Distanzmesser
42 zur BeStimmung des Abstands h der Schneideebene 45 von der Oberdecke 1. Aus den
Grössen α und h, sowie aus fest eingespeicherten Angaben zur Geometrie des Geräts
und der Position des Detektors 34 am Gerät kann sodann ein Korrekturwert x ermittelt
werden, der zum Abstand d zu addieren ist, bevor der Ösendraht 3 abgelängt wird.
[0040] Die hier beschriebene Vorrichtung kann mit kleinen Abänderungen auch zum Ablängen
von Gewindestangen verwendet werden, falls diese anstelle von Ösendrähten als Montageelemente
Anwendung finden. Generell können verschiedenste Typen von stabförmigen Montageelementen
in entsprechender Weise abgelängt werden.
[0041] Es ist auch denkbar, dass das Gerät die Montageelemente nicht ablängt sondern in
anderer Weise bearbeitet. So kann das Montageelement zum Beispiel gequetscht werden,
so dass auf der gewünschten Höhe ein mechanischer Anschlag entsteht, bei welchem die
Abhänger montiert werden. Ein erfindungsgemässes Gerät kann die Abhänger auch selbst
montieren, in welchem Fall ein Ablängen, Quetschen oder dergleichen unter Umständen
entfallen kann.
[0042] Das Gerät kann überall dort eingesetzt werden, wo ein Objekt auf stabartigen Montageelementen
nivelliert werden muss. Dies ist beispielsweise bei vorgehängten Fassaden der Fall,
aber auch bei gewissen Bodenkonstruktionen oder bei der Montage grösserer Maschinen.
[0043] Je nach Anwendung können über die Tastatur 36 weitere Parameter eingegeben werden.
Wenn zum Beispiel eine untergehängte Schrägdecke zu nivellieren ist, so kann der Winkel
der Decke gegenüber der Horizontalen angegeben werden.
[0044] Der Detailaufbau der Geräts ist denn jeweiligen Anforderungen anzupassen. So kann
zum Beispiel anstelle der Halte- und Schneidevorrichtungen 23 bzw. 24 eine andere
Art von Bezugserzeuger eingesetzt werden, z. B. eine Vorrichtung zum Aufschrauben
einer Mutter auf das mit einem Gewinde versehene Montageelement 3.
[0045] Es ist auch denkbar, dass der Bezugserzeuger lediglich eine Markierung auf dem Montageelement
3 anbringt, welche später zur Befestigung eines Clips oder dergleichen verwendet wird.
[0046] Der in Figur 8 dargestellte Aufbau des Geräts kann in verschiedenen Punkten abgewandelt
werden. So kann der Detektor 34 und/oder die Tastatur 36 auch an der Stange 38 angeordnet
werden. Es können auch mehrere Detektoren 34 vorgesehen werden, so dass eine Messung
unabhängig vom Ort der Laser-Justiervorrichtung 8 möglich ist. Vorzugsweise wird der
Detektor (bzw. die Detektoren) möglichst nahe an der Achse des Montageelements 3 angeordnet,
so dass ein möglichst kleiner Winkelfehler entsteht, wenn dass Gerät schief gehalten
wird.
[0047] Die Stange 38 kann auch axial am Gehäuse 15 befestigt werden und z. B. einen Abführkanal
für abgeschnittene Stücke des Ösendrahts bilden.
[0048] Vorzugsweise wird das Gerät mit einem akustischen Signalgeber ausgerüstet, welcher
bei erfolgreicher Ablängung bzw. Markierung des Montageelements ein Signal erzeugt.
[0049] Je nach Anwendung ist es auch denkbar, Antriebsmittel zum automatischen Einzug des
Montageelements in das Gerät vorzusehen, derart, dass das Gerät nicht von Hand dem
Montageelement entlanggeführt werden muss.
[0050] Grösse und Gewicht des Geräts sind so gewählt, dass es bequem mit einer Hand bedient
werden kann.
[0051] In der hier beschriebenen Ausführung wird das Bezugsniveau von einem Laser festgelegt.
Es ist jedoch auch denkbar, dass dies in anderer Weise geschieht, z.B. mittels Triangulation
oder durch mechanische Mittel, wobei der Detektor 34 entsprechend anzupassen ist.
1. Vorrichtung zur Nivellierung eines Objektes, insbesondere einer untergehängten Decke
(6), wobei das Objekt mittels stabartiger Montageelemente (3) gehalten ist, die Vorrichtung
umfassend einen Detektor (34) zur Ermittlung eines Bezugsniveaus (9) und Führungsmittel
(16 - 21) zur längsverschiebbaren Führung eines der Montageelemente (3), gekennzeichnet
durch einen Bezugserzeuger (24), welcher durch den Detektor (34) auslösbar ist zur
automatischen Erzeugung einer Bezugsstelle am jeweiligen Montageelement (3), wobei
der Bezugserzeuger (24) eine Bearbeitungsvorrichtung (31) zum mechanischen Bearbeiten
des Montageelementes (3)aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bezugserzeuger (24)
eine Schneidevorrichtung zum Ablängen des Montageelements aufweist.
3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie
eine Haltevorrichtung (23) aufweist, welche durch den Detektor (34) auslösbar ist
zum automatischen Festhalten des Montageelements (3), insbesondere während der Erzeugung
der Bezugsstelle.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie Justiermittel (28, 29)
aufweist zur automatischen Justierung des Bezugserzeugers (23) relativ zur Haltevorrichtung
(24).
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Führungsmittel (16 - 21) eine im wesentlichen trichterförmige Einführöffnung (16)
aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Detektor (34) in mindestens zwei unterschiedlichen Positionen an der Vorrichtung anordbar
ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie
Mittel (41) zur Messung eines Winkels des Montageelements (3) relativ zum Bezugsniveau
(9) aufweist, insbesondere dass sie einen Neigungsdetektor aufweist, mittels welchem
die Neigung des Montageelements (3) gegenüber der Vertikalen ermittelbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie
einen Distanzmesser (42) zur Messung des Abstands der Vorrichtung von einer Wand bzw.
Decke aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Bezugserzeuger (23) eine Steuerung (42) mit Eingabemitteln (36) aufweist, mittels
welchen ein gewünschter Abstand (d) der Bezugstelle vom Bezugsniveau (9) festlegbar
ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Gehäuse
(15) und eine am Gehäuse angeordnete Haltestange (38).
11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Detektor (34) ausgestaltet ist zur Detektion eines durch einen Laser erzeugten Niveaus.
12. Vorrichtung, insbesondere nach einem der vorangehenden Ansprüche, zur Nivellierung
eines Objektes, insbesondere einer untergehängten Decke (6), wobei das Objekt mittels
stabartiger Montageelemente (3) gehalten ist, die Vorrichtung umfassend einen Detektor
(34) zur Ermittlung eines Bezugsniveaus (9), Führungsmittel (16 - 21) zur längsverschiebbaren
Führung eines der Montageelemente (3) und einen Bezugserzeuger (24), welcher durch
den Detektor (34) auslösbar ist zur automatischen Erzeugung bzw. Positionierung einer
Bezugsstelle am jeweiligen Montageelement (3), gekennzeichnet durch Mittel (41) zur
Messung eines Winkels des Montageelements (3) relativ zum Bezugsniveau (9).
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch einen Neigungsdetektor zur Messung
der Neigung des Montageelements (3) gegenüber der Vertikalen.
14. Bezugsteil, insbesondere Abhänger (4), für eine untergehängte Decke, insbesondere
zur Montage an einem durch eine Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche
abgelängten Montageelement (3), dadurch gekennzeichnet, dass es am Montageelement
(3) befestigbar ist und einen Anschlag (6, 17) für ein Ende des Montageelements (3)
aufweist, zur ortsdefinierten Anordnung des Bezugsteils am Ende des Montageelements
(3).
15. Bezugsteil nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass er Befestigungsmittel (16)
zur Befestigung des Montageelements und einen Einhängemechanismus (14a) zum Einhängen
einer U-förmigen Profilschiene aufweist, wobei der Einhängemechanismus derart ausgestaltet
ist, dass sich zumindest der Anschlag (17) und die Befestigungsmittel (16) im wesentlichen
im Innern eines in den Einhängemechanismus eingehängten Profils zu liegen kommen,
vorzugsweise indem der Einhängemechanismus (14a) höher als der Anschlag (17) und die
Befestigungsmittel (16) reicht, insbesondere indem der Einhängemechanismus (14a) den
höchsten Teil des Bezugsteils bildet.
16. Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13 zum Ablängen von Montageelementen
für eine untergehängte Decke.
17. Verfahren zur Montage einer untergehängten Decke (6), welche über Abhänger (4) an
stabartigen Montageelementen (3) befestigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die
montierten Montageelemente (3) alle auf ein Ablängniveau abgelängt werden und dass
sodann an den abgelängten Enden der Montageelemente (3) die Abhänger (4) zum Befestigen
der untergehängten Decke (6) montiert werden.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablängniveau mittels
eines laserdefinierten Niveaus festgelegt wird und dass über jedes Montageelement
eine Vorrichtung geführt wird, welche das laserdefinierte Niveau detektiert und das
jeweilige Montageelement (3) entsprechend ablängt.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem
Ablängen die Neigung jedes Montageelements (3) gemessen und zur Korrektur der Ablängehöhe
verwendet wird.