[0001] Die Erfindung betrifft einen Riegelzapfen für einen Verriegelungsbeschlag zwischen
einem festen Rahmen und einem relativ zu diesem bewegbaren Flügel eines Fensters,
einer Tür oder dergleichen, mit einem Fußteil sowie einem relativ dazu um eine Gewindeachse
einer Gewindeverbindung drehbaren und in Richtung der Gewindeachse zustellbaren Kopfteil,
wobei die Gewindeverbindung einen mit einem Außengewinde versehenen Stellbolzen an
dem einen und eine mit einem dem Außengewinde des Stellbolzens zugeordneten Innengewinde
versehene Stellhülse an dem anderen Teil des Riegelzapfens umfaßt und wobei an der
Stellhülse wenigstens ein in axialer Richtung auf das Innengewinde folgender und zumindest
eine Drehsicherungsfläche aufweisender axialer Drehsicherungsabschnitt vorgesehen
ist.
[0002] Derartige Riegelzapfen werden verwendet, um den betreffenden Verriegelungsbeschlag
an wechselnde Abstände zwischen der Falzumfangsfläche des Flügels sowie der Falzumfangsfläche
des festen Rahmens anpassen zu können. In Abhängigkeit von dem genannten Abstand,
der sogenannten "Falzluft", werden Kopfteil und Fußteil des Riegelzapfens durch gegenseitiges
Verdrehen unter Einstellung der Höhe des Riegelzapfens in die jeweils zweckmäßige
Relativlage in Richtung der Gewindeachse der Gewindeverbindung gebracht.
[0003] Bekannt ist ein gattungsgemäßer Riegelzapfen, dessen Fußteil mit der Treibstange
eines an einem Fenster- oder Türflügel angebrachten Treibstangenbeschlages vernietet
ist und an seinem von der Treibstange abliegenden Ende einen Stellbolzen mit Außengewinde
aufweist. Mit diesem Außengewinde greift das vorbekannte Fußteil in das Innengewinde
einer mit einer in Richtung der Gewindeachse durchgehenden Gewindebohrung versehenen
und das Kopfteil des Riegelzapfens bildenden Gewindehülse ein. Durch Drehen gegenüber
dem Fußteil läßt sich die Gewindehülse als Stellhülse relativ zu dem Fußteil in Richtung
der quer zu der Treibstange verlaufenden Gewindeachse der Gewindeverbindung zustellen.
Zur Sicherung der eingestellten Relativlage von Fußteil und Kopfteil in Richtung der
Gewindeachse wird beim Stand der Technik eine Madenschraube von der dem Fußteil des
Riegelzapfens gegenüberliegenden Seite der Gewinde-Durchgangsbohrung des Kopfteils
her in letzteres eingedreht, bis sie an der Stirnseite des Fußteils zur Ablage kommt
und Fußteil und Kopfteil gegeneinander verspannt. Eine derartige Madenschraube stellt
jedoch ein hinsichtlich Fertigung und Montage verhältnismäßig aufwendiges Bauteil
dar.
[0004] Eine Lagefixierung des Kopfteils eines Riegelzapfens an dessen Fußteil mit vereinfachten
Mitteln zu ermöglichen, hat sich die vorliegende Erfindung zum Ziel gesetzt.
[0005] Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß im Falle eines Riegelzapfens
der eingangs genannten Art an dem Stellbolzen wenigstens ein in axialer Richtung auf
das Außengewinde folgender und mit einer der Drehsicherungsfläche der Stellhülse radial
gegenüberliegenden Drehsicherungsfläche versehener axialer Drehsicherungsabschnitt
vorgesehen ist und das Kopfteil sowie das Fußteil des Riegelzapfens über die Drehsicherungsflächen
der axialen Drehsicherungsabschnitte von Stellbolzen und Stellhülse in Drehrichtung
lösbar aneinander gehalten sind. Durch die Nutzung der einander gegenüberliegenden
Drehsicherungsflächen an Stellbolzen und Stellhülse wird die Möglichkeit eröffnet,
die angestrebte Verdrehsicherung von Kopfteil und Fußteil des Riegelzapfens konstruktiv
einfach zu erreichen. Die wesentlichen Drehsicherungselemente sind nämlich unmittelbar
an den aneinander festzulegenden Bauteilen vorgesehen.
[0006] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dabei dadurch gekennzeichnet, daß
das Kopfteil und das Fußteil des Riegelzapfens über die einander zugeordneten Drehsicherungsflächen
von Stellbolzen und Stellhülse in Drehrichtung kraft-, insbesondere reibschlüssig
lösbar aneinander gehalten sind. Der Reibschluß kann unmittelbar an den Drehsicherungsflächen
erzeugt werden, so daß sich die Verwendung zusätzlicher Bauteile zur Verdrehsicherung
von Kopfteil und Fußteil des Riegelzapfens erübrigt.
[0007] Durch fertigungstechnische Vorteile zeichnet sich eine weitere bevorzugte Variante
der Erfindung aus, im Falle derer die kraft- bzw. reibschlüssig lösbare Verbindung
zwischen den einander zugeordneten Drehsicherungsflächen durch Verformung des Stellbolzens
und/oder der Stellhülse hergestellt ist. In diesem Fall können die bei der Bauteilfertigung
einzuhaltenden Toleranzen an Stellhülse und Stellbolzen verhältnismäßig großzügig
gewählt werden. Eine wirksame lösbare Verdrehsicherung der beiden Bauteile und somit
eine Sicherung der eingestellten Riegelzapfenhöhe wird in jedem Fall durch die sich
an die Fertigung im engeren Sinne anschließende Bauteilverformung gewährleistet.
[0008] Ebenfalls unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten bietet es sich dabei an, die
kraft- bzw. reibschlüssig lösbare Verbindung zwischen den einander zugeordneten Drehsicherungsflächen
durch prägende Verformung der Stellhülse im Bereich ihres Drehsicherungsabschnitts
herzustellen.
[0009] Im Falle einer weiteren bevorzugten Bauart des erfindungsgemäßen Riegelzapfens ist
der axiale Drehsicherungsabschnitt des Stellbolzens als glattwandiger Zylinderabschnitt
und/oder der axiale Drehsicherungsabschnitt der Stellhülse als glattwandiger Hohlzylinderabschnitt
ausgebildet. Die beschriebene Ausgestaltung des Riegelzapfens eröffnet die Möglichkeit,
bei der Fertigung zunächst an einem der beiden Teile des Riegelzapfens einen einheitlichen
Bolzen und an dem anderen Teil des Riegelzapfens eine einheitliche Hülse mit einheitlicher
Innenwand herzustellen, ehe anschließend lediglich noch ein Teil des Bolzens mit einem
Außengewinde und ein Teil der Hülseninnenwand mit einem Innengewinde versehen werden
muß. Wird der Stellbolzen an dem Fußteil des Riegelzapfens angebracht und liegt dabei
dessen glattwandiger Zylinderabschnitt an der Stellbolzenbasis, so ergibt sich zusätzlich
zu den beschriebenen fertigungstechnischen Vorteilen ein willkommener Stabilisierungseffekt
insofern, als dann die Stellbolzenbasis nicht infolge einer Kerbwirkung geschwächt
wird, wie diese mit dem Einschneiden des Außengewindes des Stellbolzens in den betreffenden
Bereich verbunden wäre.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung ist außerdem vorgesehen, daß der Durchmesser des Drehsicherungsabschnitts
an dem Stellbolzen den Durchmesser des an letzterem vorgesehenen Außengewindes und
entsprechend der Durchmesser des Drehsicherungsabschnitts an der Stellhülse den Durchmesser
des an letzterer vorgesehenen Innengewindes übersteigt. Aufgrund der beschriebenen
Merkmale steht im Bereich der Gewindeverbindung zwischen Stellbolzen und Stellhülse
in deren radialer Richtung eine verhältnismäßig große Materialstärke zur Verfügung,
so daß eine hinreichende Lastaufnahmefähigkeit der Gewindeverbindung sichergestellt
ist. Gleichzeitig ist die Wandstärke der Stellhülse im Bereich des betreffenden Drehsicherungsabschnittes
reduziert, wodurch sich eine Verformung dieses Abschnitts der Stellhülse zum Zwecke
der Herstellung einer reibschlüssigen Verbindung zwischen Kopfteil und Fußteil des
Riegelzapfens vereinfacht.
[0011] Zur Vereinfachung der vorzunehmenden Höheneinstellung des Riegelzapfens empfiehlt
sich die Verwendung eines Drehbetätigungswerkzeugs, mittels dessen Kopfteil und Fußteil
des Riegelzapfens handhabungsfreundlich relativ zueinander gedreht werden können.
Im Falle eines hinsichtlich seiner Bauart bevorzugten erfindungsgemäßen Riegelzapfens,
an dessen Kopfteil die Stellhülse vorgesehen und durch eine Durchgangsbohrung mit
dem Innengewinde und dem an dessen dem Fußteil zugewandter Seite liegenden Drehsicherungsabschnitt
gebildet ist, weist das Kopfteil des Riegelzapfens einen Eingriff für ein Drehbetätigungswerkzeug
auf, der radial außerhalb einer dem Fußteil abgewandten Mündung der Durchgangsbohrung
liegt. Aufgrund der gewählten Anordnung nimmt der Eingriff für das Drehbetätigungswerkzeug
keine axiale Länge der Gewindeverbindung zwischen Kopfteil und Fußteil des Riegelzapfens
in Anspruch. Dementsprechend können sich das Außengewinde an dem Stellbolzen sowie
das Innengewinde an der Stellhülse jeweils über eine maximale axiale Länge erstrecken.
Dies wiederum erlaubt eine Maximierung des möglichen Verstellweges von Kopfteil und
Fußteil des Riegelzapfens in Richtung der Gewindeachse der Gewindeverbindung.
[0012] Besonders einfach zugänglich ist der Eingriff für das Drehbetätigungswerkzeug dabei,
wenn er - wie in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen - in einer von dem Fußteil
des Riegelzapfens abliegenden Stirnfläche des Kopfteils vorgesehen ist.
[0013] Nachfolgend wird die Erfindung anhand schematischer Darstellungen zu einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Seitenansicht des Fußteils eines Riegelzapfens,
- Fig. 2
- eine zweite Seitenansicht des Fußteils gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- das Fußteil gemäß den Fign. 1 und 2 in der Draufsicht in Richtung des Pfeils III in
Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung des dem Fußteil gemäß den Fign. 1 bis 3 zugeordneten Kopfteils
eines Riegelzapfens,
- Fig. 5
- das Kopfteil gemäß Fig. 4 in der Draufsicht in Richtung des Pfeils V in Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des aus dem Fußteil sowie dem Kopfteil gemäß den Fign. 1 bis 5
zusammengesetzten Riegelzapfens,
- Fig. 7
- den Riegelzapfen gemäß Fig. 6 in der Draufsicht in Richtung des Pfeils VII in Fig.
6,
- Fig. 8
- ein Verstellwerkzeug zur Höheneinstellung des Riegelzapfens gemäß den Fign. 6 und
7 und
- Fign. 9a bis 9c
- den Riegelzapfen gemäß den Fign. 6 und 7 in Einbaulage mit unterschiedlichen Höheneinstellungen.
[0014] Gemäß den Figuren 1 bis 3 weist ein Fußteil 1 eines Riegelzapfens eine Bundplatte
2 mit rechteckigem Umriß auf, an deren Oberseite ein Stellbolzen 3 ansetzt. Der Stellbolzen
3 besitzt einen axialen Drehsicherungsabschnitt 4 sowie einen diesem in axialer Richtung
unmittelbar benachbarten axialen Gewindeabschnitt 5. Im Bereich des axialen Gewindeabschnitts
5 ist in den Stellbolzen 3 ein Außengewinde 6 mit einer die Symmetrieachse des Stellbolzens
3 bildenden Gewindeachse 7 eingeschnitten. Der Drehsicherungsabschnitt 4 ist als glattwandiger
Zylinderabschnitt ausgeführt und besitzt eine als Drehsicherungsfläche dienende Mantelfläche
8.
[0015] Der Außendurchmesser des Drehsicherungsabschnitts 4 übersteigt den Außendurchmesser
des Außengewindes 6 an dem Gewindeabschnitt 5.
[0016] An die Unterseite der Bundplatte 2 ist ein im Umriß ebenfalls rechteckiger Führungsklotz
9 angeformt, von welchem ein Nietschaft 10 ausgeht.
[0017] Wie den Figuren 4 und 5 entnommen werden kann, ist ein dem Fußteil 1 gemäß den Figuren
1 bis 3 zugeordnetes Kopfteil 11 in etwa zylindrisch ausgebildet. Eine abgestufte
Durchgangsbohrung 12 durchdringt das Kopfteil 11 unter Ausbildung einer Stellhülse
35 mit einem axialen Gewindeabschnitt 13 sowie einem axialen Drehsicherungsabschnitt
15. Letzterer besitzt eine glatte Innenwandung 16, die als Drehsicherungsfläche der
Drehsicherungsfläche 8 an dem Drehsicherungsabschnitt 4 des Fußteils 1 zugeordnet
ist. Der axiale Gewindeabschnitt 13 besitzt ein Innengewinde 14. Der Innendurchmesser
des Drehsicherungsabschnitts 15 übersteigt den größeren Durchmesser des Innengewindes
14 an dem Gewindeabschnitt 13 des Kopfteils 11. Nachdem das Innengewinde 14 an dem
Gewindeabschnitt 13 des Kopfteils 11 dem Außengewinde 6 an dem Gewindeabschnitt 5
des Fußteils 1 zugeordnet ist, fallen die Achsen beider Gewinde zusammen. Der Gewindeachse
des Innengewindes 14 gemäß den Figuren 4 und 5 ist daher ebenso wie der Gewindeachse
des Außengewindes 6 nach den Figuren 1 bis 3 das Bezugszeichen 7 zugeordnet. Gegenüber
der Gewindeachse 7 des Innengewindes 14 um eine Exzentrizität "e" seitlich versetzt
verläuft eine die Symmetrieachse des Kopfteils 11 darstellende Zylinderachse 17. Ein
Eingriff 18 für ein Drehbetätigungswerkzeug ist in die Stirnseite des Kopfteils 11
mit radialem Abstand von der Mündung der Durchgangsbohrung 12 eingelassen.
[0018] Zur Herstellung des Riegelzapfens werden das Fußteil 1 sowie das Kopfteil 11 zusammengefügt.
Zu diesem Zweck wird das Kopfteil 11 auf das Fußteil 1 aufgesetzt, ehe anschließend
durch Drehen des Kopfteils 11 gegenüber dem Fußteil 1 um die Gewindeachse 7 eine Gewindeverbindung
zwischen dem Außengewinde 6 des Gewindeabschnitts 5 an dem Fußteil 1 und dem Innengewinde
14 des Gewindeabschnitts 13 an dem Kopfteil 11 hergestellt wird. Dabei wird das Kopfteil
11 auf das Fußteil 1 aufgeschraubt, bis beide Teile in Richtung der Gewindeachse 7
die in Fig. 6 gezeigte Lage einnehmen. Der Drehsicherungsabschnitt 4 an dem Stellbolzen
3 des Fußteils 1 und der diesem zugeordnete Drehsicherungsabschnitt 15 an dem Kopfteil
11 bilden eine Gleitführung, welche bei Drehen des Kopfteils 11 gegenüber dem Fußteil
1 und der damit verbundenen Relativbewegung von Kopfteil 11 und Fußteil 1 in Richtung
der Gewindeachse 7 dafür sorgt, daß das Fußteil 1 und das Kopfteil 11 in Querrichtung
der Gewindeachse 7 annähernd spielfrei aneinander gelagert sind.
[0019] Zur lösbaren Sicherung des Kopfteils 11 in seiner in Richtung der Gewindeachse 7
jeweils eingenommenen Lage gegenüber dem Fußteil 1 wird ausgehend von der Situation
gemäß Fig. 6 zwischen Fußteil 1 und Kopfteil 11 nach deren Fertigung ein lösbarer
Reibschluß erzeugt. Zu diesem Zweck wird das auf das Fußteil 1 gemäß Figur 6 aufgeschraubte
Kopfteil 11 an seinem Drehsicherungsabschnitt 15 von außen in Richtung von in Fig.
7 gezeigten Pfeilen "P" prägend kraftbeaufschlagt. Unter der Wirkung dieser Kraftbeaufschlagung
wird das Kopfteil 11 an seinem Drehsicherungsabschnitt 15 bleibend verformt und mit
seiner Innenwandung bzw. Drehsicherungsfläche 16 an die Mantelfläche bzw. die Drehsicherungsfläche
8 an dem Drehsicherungsabschnitt 4 des Stellbolzens 3 angepreßt. Der Betrag der aufgebrachten
Prägekraft wird dabei so gewählt, daß der zwischen dem Drehsicherungsabschnitt 15
des Kopfteils 11 und dem Drehsicherungsabschnitt 4 des Fußteils 1 entstehende Reibschluß
von Hand überwunden werden kann.
[0020] Die in den Figuren 6 und 7 gezeigte Position des Kopfteils 11 gegenüber dem Fußteil
1 wird als neutrale Stellung bezeichnet. In dieser neutralen Stellung verläuft eine
gemeinsame Mittellinie 19 der Durchgangsbohrung 12 sowie des Eingriffs 18 parallel
zu einer Längsseite 20 der an dem Fußteil 1 vorgesehenen Bundplatte 2.
[0021] Mit in seiner neutralen Stellung gegenüber dem Fußteil 1 befindlichem Kopfteil 11
wird der aus den beiden genannten Teilen zusammengesetzte Riegelzapfen von dem Beschlaghersteller
mit den übrigen Teilen des betreffenden Verriegelungsbeschlags verbunden. Wie aus
den Figuren 9a bis 9c hervorgeht, erfolgt diese Verbindung in dem dargestellten Beispielsfall
durch Vernieten des Nietschaftes 10 an dem Fußteil 1 des Riegelzapfens mit einer Treibstange
21. Die Treibstange 21 ist in Einbaulage hinter einer Stulpschiene 22 verschiebbar
geführt. Die Stulpschiene 22 ist mit einer Absenkung 23 versehen, auf deren Grund
sich das mit der Treibstange 21 vernietete Fußteil 1 mit der Bundplatte 2 abstützt.
Der Führungsklotz 9 des Fußteils 1 kommt dabei im Innern eines in der Stulpschiene
22 ausgesparten und in Längsrichtung der Stulpschiene 22 verlaufenden Führungsschlitzes
24 zu liegen. Die Seitenwände des Führungsschlitztes 24 bieten ein Widerlager für
die Flanken des Führungsklotzes 9 an dem Fußteil 1 und stellen dadurch im Zusammenwirken
mit dem Führungsklotz 9 eine drehfeste Lagerung des Fußteils 1 sicher. Die aus der
Treibstange 21, der Stulpschiene 22 und dem aus dem Fußteil 1 und dem Kopfteil 9 zusammengesetzten
Riegelzapfen bestehende Baueinheit wird schließlich an dem mit dem betreffenden Verriegelungsbeschlag
zu versehenden Fenster bzw. der entsprechenden Tür angebracht.
[0022] Die Figuren 9a bis 9c zeigen die genannte Baueinheit in Einbaulage in einer Beschlagteilnut
25 eines Fensterflügelrahmens 26. Gemäß Fig. 9a befindet sich dabei das Kopfteil 11
des Riegelzapfens in seiner bereits zu den Figuren 6 und 7 erläuterten neutralen Stellung
gegenüber dem Fußteil 1. Das Kopfteil 11 greift in der Verriegelungsstellung des Verriegelungsbeschlages
in ein an einem festen Fensterrahmen angebrachtes Schließblech 27 ein. Dabei überbrückt
die Baueinheit aus Fußteil 1 und Kopfteil 11 eine maximale Falzluft der Größe h1.
[0023] Soll der dargestellte Riegelzapfen an einem Fenster mit geringerer Falzluft eingesetzt
werden, wie dies in Fig. 9b dargestellt ist, so ist das Kopfteil 11 ausgehend von
seiner in Fig. 7 gezeigten neutralen Stellung relativ zu dem Fußteil 1 im Uhrzeigersinn
zu verdrehen. Damit verbunden ist eine Annäherung der unteren Stirnfläche des Drehsicherungsabschnitts
15 des Kopfteils 11 an die Bundplatte 2 des Fußteils 1, bis schließlich das Kopfteil
11 auf der Bundplatte 2 aufliegt. Nunmehr kann von Fußteil 1 und Kopfteil 11 eine
maximale Falzluft der Größe h2 überbrückt werden.
[0024] Liegt an einem Fenster eine Falzluft der Größe h3 gemäß Fig. 9c vor, welche die Falzluft
h1 übersteigt, so ist das Kopfteil 11 ausgehend von seiner neutralen Stellung gemäß
den Figuren 6 und 7 in Fig. 7 im Gegenuhrzeigersinn relativ zu dem Fußteil 1 zu drehen.
Mit dieser Drehbewegung des Kopfteils 11 verbunden ist eine Verlagerung des Kopfteils
11 gegenüber der Bundplatte 2 des Fußteils 1 in den Figuren 9a bis 9c nach oben.
[0025] Bei jeder Drehbewegung des Kopfteils 11 gegenüber dem Fußteil 1 ist die zwischen
den Drehsicherungsflächen 8,16 von Stellbolzen 3 und Stellhülse 35 wirkende und der
Drehsicherung von Kopfteil 11 und Fußteil 1 dienende Reibkraft zu überwinden. Der
zur Verdrehsicherung von Kopfteil 11 und Fußteil 1 erforderliche Reibschluß steht
zur Verfügung, solange beide Teile in axialer Richtung miteinander überlappen.
[0026] Zum Verstellen des Kopfteils 11 gegenüber dem Fußteil 1 und somit zur Veränderung
der wirksamen Höhe des von beiden Teilen gebildeten Riegelzapfens dient ein Drehbetätigungswerkzeug
in Form eines Stellwerkzeugs 28, wie es Fig. 8 zeigt.
[0027] Das Stellwerkzeug 28 wird an einem Schaft 29 von einem Drehknebel 30 durchsetzt.
Der Drehknebel 30 ist in Richtung eines Doppelpfeils 31 relativ zu dem Schaft 29 verschiebbar.
An der dem Drehknebel 30 gegenüberliegenden Seite ist der Schaft 29 mit einem Aufsteckende
32 versehen, das im Innern eine im Querschnitt zylindrische und an den Außendurchmesser
des Kopfteils 11 des Riegelzapfens angepaßten Hohlraum 33 aufweist, in welchen in
axialer Richtung des Schaftes 29 ein Steckzapfen 34 ragt.
[0028] Bei Bedarf wird das Stellwerkzeug 28 auf das Kopfteil 11 des Riegelzapfens aufgesteckt
und dabei gegenüber dem Kopfteil 11 derart ausgerichtet, daß der Steckzapfen 34 in
den Eingriff 18 des Kopfteils 11 eindringen kann. Durch anschließendes Drehen des
Stellwerkzeugs 28 um die Achse des Schaftes 29 in die eine oder andere Richtung läßt
sich dann das Kopfteil 11 gegenüber dem drehfest gehaltenen Fußteil 1 zustellen. In
Abhängigkeit von den räumlichen Gegebenheiten am Einbauort des Riegelzapfens kann
dabei der Drehknebel 30 in seiner Mittelstellung gemäß Fig. 8 verbleiben oder aber
in seiner Längsrichtung gegenüber dem Schaft 29 verschoben werden. Der Verlauf der
gemeinsamen Mittellinie 19 der Durchgangsbohrung 12 und des Eingriffs 18 für das Stellwerkzeug
28 an dem Kopfteil 11 des Riegelzapfens gegenüber der Längsseite 20 der Bundplatte
2 des Fußteils 1 veranschaulicht dem Monteur die von dem Kopfteil 11 gegenüber dem
Fußteil 1 eingenommene Drehstellung und somit die eingestellte wirksame Höhe des Riegelzapfens.
1. Riegelzapfen für einen Verriegelungsbeschlag zwischen einem festen Rahmen und einem
relativ zu diesem bewegbaren Flügel eines Fensters, einer Tür od. dgl., mit einem
Fußteil (1) sowie einem relativ dazu um eine Gewindeachse (7) einer Gewindeverbindung
drehbaren und in Richtung der Gewindeachse (7) zustellbaren Kopfteil (11), wobei die
Gewindeverbindung einen mit einem Außengewinde (6) versehenen Stellbolzen (3) an dem
einen (1) und eine mit einem dem Außengewinde (6) des Stellbolzens (3) zugeordneten
Innengewinde (14) versehene Stellhülse (35) an dem anderen Teil (11) des Riegelzapfens
umfaßt und an dem Stellbolzen (3) sowie an der Stellhülse (35) wenigstens ein in axialer
Richtung auf das Außen- (6) bzw. das Innengewinde (14) folgender und jeweils zumindest
eine Drehsicherungsfläche (8, 16) aufweisender axialer Drehsicherungsabschnitt (4,
15) vorgesehen ist und wobei der Durchmesser des Drehsicherungsabschnitts (15) an
der Stellhülse (35) den Durchmesser des an letzterer vorgesehenen Innengewindes (14)
übersteigt und das Kopfteil (11) sowie das Fußteil (1) des Riegelzapfens über die
einander radial gegenüberliegenden Drehsicherungsflächen (8, 16) der axialen Drehsicherungsabschnitte
(4, 15) von Stellbolzen (3) und Stellhülse (35) in Drehrichtung lösbar aneinander
gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfteil (11) und das Fußteil (1) des
Riegelzapfens über die einander zugeordneten Drehsicherungsflächen (8, 16) von Stellbolzen
(3) und Stellhülse (35) in Drehrichtung reibschlüssig lösbar aneinander gehalten sind,
wobei die reibschlüssig lösbare Verbindung zwischen den einander zugeordneten Drehsicherungsflächen
(8, 16) durch Verformung des Drehsicherungsabschnitts (15) der Stellhülse (35) hergestellt
ist und wobei die Wandstärke der Stellhülse (35) im Bereich des Drehsicherungsabschnitts
(15) an der Stellhülse (35) reduziert ist und der Durchmesser des Drehsicherungsabschnitts
(4) an dem Stellbolzen (3) den Durchmesser des an letzterem vorgesehenen Außengewindes
(6) entsprechend der Vergrößerung des Durchmessers des Drehsicherungsabschnitts (15)
gegenüber dem Durchmesser des Innengewindes (14) an der Stellhülse (35) übersteigt.
2. Riegelzapfen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die reibschlüssig lösbare
Verbindung zwischen den einander zugeordneten Drehsicherungsflächen (8, 16) durch
prägende Verformung der Stellhülse (35) im Bereich ihres Drehsicherungsabschnitts
(15) hergestellt ist.
3. Riegelzapfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der axiale Drehsicherungsabschnitt (4) des Stellbolzens (3) als glattwandiger Zylinderabschnitt
und/oder der axiale Drehsicherungsabschnitt (15) der Stellhülse (35) als glattwandiger
Hohlzylinderabschnitt ausgebildet ist.
4. Riegelzapfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stellhülse (35) an dem Kopfteil (11) des Riegelzapfens vorgesehen und durch eine
Durchgangsbohrung (12) mit dem Innengewinde (14) und dem an dessen dem Fußteil (1)
zugewandter Seite liegenden Drehsicherungsabschnitt (15) gebildet ist und daß das
Kopfteil (11) des Riegelzapfens einen Eingriff (18) für ein Drehbetätigungswerkzeug
(28) aufweist, der radial außerhalb einer dem Fußteil (1) abgewandten Mündung der
Durchgangsbohrung (12) liegt.
5. Riegelzapfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Eingriff (18) für das Drehbetätigungswerkzeug (28) in einer von dem Fußteil (1)
des Riegelzapfens abliegenden Stirnfläche des Kopfteils (11) vorgesehen ist.
6. Riegelzapfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Durchmesser des Drehsicherungsabschnitts (4) an dem Stellbolzen (3) den Durchmesser
des an letzterem vorgesehenen Außengewindes (6) und entsprechend der Durchmesser des
Drehsicherungsabschnitts (15) an der Stellhülse (35) den Durchmesser des an letzterer
vorgesehenen Innengewindes (14) übersteigt.
7. Riegelzapfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stellhülse (35) an dem Kopfteil (11) des Riegelzapfens vorgesehen und durch eine
Durchgangsbohrung (12) mit dem Innengewinde (14) und dem an dessen dem Fußteil (1)
zugewandter Seite liegenden Drehsicherungsabschnitt (15) gebildet ist und daß das
Kopfteil (11) des Riegelzapfens einen Eingriff (18) für ein Drehbetätigungswerkzeug
(28) aufweist, der radial außerhalb einer dem Fußteil (1) abgewandten Mündung der
Durchgangsbohrung (12) liegt.
8. Riegelzapfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Eingriff (18) für das Drehbetätigungswerkzeug (28) in einer von dem Fußteil (1)
des Riegelzapfens abliegenden Stirnfläche des Kopfteils (11) vorgesehen ist.