[0001] Die Erfindung bezieht sich nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 auf einen
elektromagnetischen Aktuator zur Steuerung eines Gaswechsel-Hubventils einer Brennkraftmaschine,
wobei ein mit dem Hubventil in Antriebsverbindung stehender Anker zwischen hubbeabstandet
angeordneten Elektromagneten gegen diametral wirkende Federn gesteuert oszillierend
angeordnet ist und wobei der in beiden Elektromagneten geführte Anker mit einer topfartigen
Endanschlag-Dämpfungseinrichtung zusammenwirkt.
[0002] Ein Aktuator der vorbeschriebenen Bauart ist beispielsweise aus der EP-B 0 354 417
bekannt. Bei diesem bekannten Aktuator ist der Anker jeweils mittig sowohl schließ-
als auch öffnungsseitig mit einem kolbenartigen Fortsatz zur Führung mit engem Spiel
im jeweiligen Topfmagneten ausgebildet, wobei jeder der Fortsätze als eine Endanschlag-Dämpfungseinrichtung
dient. Weiter ist dem plattenartig gestalteten Anker zwischen den hubbeabstandeten
Elektromagneten jeweils eine schließ- und öffnungsseitige Dämpfungskammer zugeordnet,
die mittels einer den Anker-Hubraum umschließenden Hülse gebildet ist, mit der der
Anker über seinen Außenumfang reibungsbehaftet dicht zusammenwirkt.
[0003] Der vorbeschriebene Anker weist aufgrund der kolbenartigen Fortsätze eine relativ
große Masse auf, so daß zur wesentlichen Reduzierung eines Anschlaggeräusches des
auf den jeweiligen Elektromagneten aufsetzenden Ankers eine wirksame Endanschlag-Dämpfungseinrichtung
erforderlich ist, die bei diesem Aktuator vor allem über eine mit Reibung behaftete
Abdichtung zwischen der Hülse und dem Umfang der Ankerplatte erreicht ist. Die Steuerung
dieses Aktuators ist schwierig und energieaufwendig.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Aktuator in seinem
mechanischen Aufbau derart weiterzubilden, daß mit wesentlich reduzierten bewegten
Massen und dem Fortfall einer mit mechanischer Reibung behafteten Dämpfung eine einfachere
Steuerung bei geringerem Energie-Niveau erzielt ist.
[0005] Diese Aufgabe ist mit dem Patentanspruch 1 gelöst und zwar in der Weise, daß ein
zwischen Stirnflächen diametraler Spulenkerne der Elektromagnete mittels einer im
Durchmesser im wesentlichen dem Schaff des Hubventils angepaßten Führungstange geführter
Anker einen schließseitig offenen Topf und einen öffnungsseitig offenen Topf umfaßt,
und beide an der gemeinsamen Ankerplatte von geringer Dicke angeordnete Töpfe mit
jeweils einer in Hubrichtung vorspringender Umfangswandung von relativ geringer Dicke
in eine im jeweiligen Spulenkern entsprechend angepaßte Ausnehmung eintauchend angeordnet
sind, wobei jeder eingetauchte Topf mit dem jeweiligen Spulenkern eine Dämpfungskammer
bildet.
[0006] Mit einem erfindungsgemäß aus zwei Töpfen gebildeten Anker ist zum einen eine wesentliche
Massenreduzierung erzielt, wobei über die Topfhöhen und die jeweilige Nähe jedes freien
Topfrandes zum jeweiligen Magneten der Fangstrom zur ausreichenden Magnetisierung
des schwingenden Ankers vorteilhaft derart beeinflußbar ist, daß ein weiches Auftreffen
des Ankers auf dem Spulenkern des jeweiligen Magneten erreicht ist.
[0007] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch erreicht, daß die Umfangswandungen
jedes Anker-Topfes bzw. des Doppeltopf-Ankers mit innerhalb der Spulen spulennah im
jeweiligen Spulenkern angeordneten Ausnehmungen zusammenwirken und ferner die hubabhängig
in die entsprechenden Ausnehmungen der Spulenkerne eintauchenden Umfangswandungen
der Anker-Töpfe mit den in den Spulenkernen zugeordneten Ausnehmungen jeweils erste
Drosselstellen der Dämpfungskammern bilden.
[0008] Die Kombination der vorgenannten Merkmale ergibt zum einen in vorteilhafter Weise
jeweils einen großen Querschnitt der jeweiligen Dämpfungskammer jedes Anker-Topfes,
wobei in weiterer vorteilhafter Weise durch eine entsprechende Bemessung der in den
Spulenkernen vorgesehenen Ausnehmungen relativ zu den Dicken der Umfangswandungen
Freigangspiele erzielt sind, die für das aus dem jeweiligen Anker-Topf hubabhängig
verdrängte Medium als eine erste Drosselstelle wirken. Zusätzlich können zur Feinabstimmung
der durch Mediums-Verdrängung erzielten Dämpfung sowohl in den Umfangswandungen der
Anker-Töpfe als auch in der gemeinsamen Ankerplatte jeweils Drosselöffnungen als zweite
Drosselstellen der Dämpfungskammern vorgesehen sein. Mit der erfindungsgemäß mechanisch
reibungsfrei gestalteten Endanschlag-Dämpfungseinrichtung ist somit eine den Betriebsverhältnissen
des Aktuators vorteilhaft leicht anpaßbare pneumatische Dämpfung erzielt.
[0009] Schließlich kann der erfindungsgemäße Doppeltopf-Anker zur schnelleren Magnetisierung
außenumfänglich auf Höhe der Ankerplatte einen Ankerring aufweisen.
[0010] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Aktuators
beschrieben.
[0011] Die einzige Zeichnung zeigt einen elektromagnetischen Aktuator 1 zur Steuerung eines
Gaswechsel-Hubventils 2 einer nicht näher dargestellten Brennkraftmaschine 3, wobei
ein mit dem Schaft 4 des Hubventils 2 in Antriebsverbindung stehender Anker 5 zwischen
hubbeabstandet angeordneten Magneten 6 und 7 gegen diametral wirkende Federn 8 und
9 gesteuert oszillierend angeordnet ist und wobei der in beiden Magneten 6 und 7 geführte
Anker 5 mit einer topfartigen Endanschlag-Dämpfungseinrichtung 10 zusammenwirkt.
[0012] Zur Erzielung eines im Aufbau einfachen Ankers 5 mit geringen, bewegten Massen und
dem Fortfall einer mit mechanischer Reibung behafteten Dämpfung wird vorgeschlagen,
daß der zwischen Stirnflächen 11, 12 diametraler Spulenkerne 6', 7' der Elektromagnete
6 und 7 mittels einer im Durchmesser im wesentlichen dem Schaft 4 des Hubventils 2
angepaßten Führungsstange 5' geführte Anker 5 einen schließseitig offenen Topf 13
und einen öffnungsseitigen offenen Topf 14 umfaßt, und beide an der gemeinsamen Ankerplatte
15 von relativ geringer Dicke angeordnete Töpfe 13, 14 mit jeweils einer in Hubrichtung
vorspringenden Umfangswandung 16, 17 von relativ geringer Dicke in eine im jeweiligen
Spulenkern 6', 7' entsprechend angepaßte Ausnehmung 18, 19 eintauchend angeordnet
sind, wobei jeder eingetauchte Topf 13, 14 mit dem jeweiligen Spulenkern 6', 7' eine
Dämpfungskammer 10', 10'' bildet.
[0013] Zur Erzielung größtmöglicher Querschnitte der Dämpfungskammern 10', 10'' wirken die
Umfangswandungen 16, 17 jedes Anker-Topfes 13, 14 bzw. des Doppeltopf-Ankers 5 mit
innerhalb von Spulen 20, 21 spulennah im jeweiligen Spulenkern 6', 7' angeordneten
Ausnehmungen 18 und 19 zusammen. In Kombination mit größtmöglichen Dämpfungskammern
10', 10'' zur Erzielung einer ersten Dämpfung durch eine Mediumsverdrängung sind ferner
die hubabhängig in die entsprechenden Ausnehmungen 18, 19 der Spulenkerne 6', 7' eintauchenden
Umfangswandungen 16, 17 der Anker-Töpfe 13, 14 mit den in den Spulenkernen 6', 7'
zugeordneten Ausnehmungen 18, 19 jeweils als erste Drosselstellen gestaltet.
[0014] Erfindungsgemäß kann die Höhe der Anker-Töpfe 13, 14 derart gewählt sein, daß deren
Umfangswandungen 16, 17 bei Mittenstellung des Ankers 5 im unbestromten Zustand der
Magnete 6, 7 unter der Wirkung der diametral wirkenden Federn 8, 9 bereits in die
Ausnehmungen 18 und 19 eintauchen. Bevorzugt ist eine aus der Zeichnung ersichtliche
Topfhöhe derart, daß die Anker-Töpfe 13, 14 bzw. der Doppeltopf-Anker 5 mit den jeweiligen
Umfangswandungen 16, 17 hubabhängig in die entsprechenden Ausnehmungen 18, 19 in den
Spulenkernen 6', 7' eintauchen und somit die vorbeschriebene erste Dämpfungswirkung
erzielt ist. Diese ist in vorteilhaft einfacher Weise unter anderem dadurch bestimmt,
daß die Umfangswandungen 16, 17 und die ihnen zugeordneten Ausnehmungen 18, 19 maßlich
aufeinander für als Drosselstellen wirkende Freigangsspiele abgestellt sind. Auch
können die Umfangswandungen 16, 17 zusätzlich mit nicht gezeigten Drosselöffnungen
versehen sein. Vorzugsweise sind jedoch in der Ankerplatte 15 des Ankers 5 Drosselöffnungen
22 angeordnet.
[0015] Zur schnelleren Magnetisierung des Doppeltopf-Ankers 5' kann dieser außenumfänglich
auf Höhe der Ankerplatte 15 einen Ankerring 23 aufweisen.
[0016] Mit der Erfindung ist in vorteilhafter Weise eine leichtbauende Anker-Gestaltung
von geringer Masse aufgezeigt, wobei deren den Fangstrom reduzierende, topfförmige
Gestaltung der vorteilhaft einfachen Ausbildung von ausschließlich pneumatisch wirkenden
Dämpfungskammern dient.
1. Elektromagnetischer Aktuator zur Steuerung eines Gaswechsel-Hubventils einer Brennkraftmaschine
- wobei ein mit dem Hubventil (2) in Antriebsverbindung stehender Anker (5) zwischen
hubbeabstandet angeordneten Elektromagneten (6, 7) gegen diametral wirkende Federn
(8, 9), gesteuert oszillierend angeordnet ist, und wobei
- der in beiden Elektromagneten (6, 7) geführte Anker (5) mit einer topfartigen Endanschlag-Dämpfungseinrichtung
(10) zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet,
- daß ein zwischen Stirnflächen (11, 12) diametraler Spulenkerne (6', 7') der Elektromagnete
(6, 7) mittels einer im Durchmesser im wesentlichen dem Schaft (4) des Hubventils
(2) angepaßten Führungsstange (5') geführter Anker (5) einen schließseitig offenen
Topf (13) und einen öffnungsseitig offenen Topf (14) umfaßt, und
- beide an der gemeinsamen Ankerplatte (15) von relativ geringer Dicke angeordneten
Töpfe (13, 14) mit jeweils in einer Hubrichtung vorspringenden Umfangswandung (16,
17) von relativ geringer Dicke in eine im jeweiligen Spulenkern (6', 7') entsprechend
angepaßte Ausnehmung (18, 19) eintauchend angeordnet sind, wobei
- jeder eingetauchte Topf (13, 14) mit dem jeweiligen Spulenkern (6', 7') eine Dämpfungskammer
(10', 10'') bildet.
2. Aktuator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Umfangswandungen (16, 17) jedes Anker-Topfes (13, 14) bzw. des Doppeltopf-Ankers
(5) mit innerhalb von Spulen (20, 21) der Elektromagnete (6, 7) spulennah im jeweiligen
Spulenkern (6', 7') angeordneten Ausnehmungen (18, 19) zusammenwirken und ferner
- die hubabhängig in die entsprechenden Ausnehmungen (18, 19) der Spulenkerne (6',
7') eintauchenden Umfangswandungen (16, 17) der Anker-Töpfe (13, 14) mit den in den
Spulenkernen (6', 7') zugeordneten Ausnehmungen (18, 19) jeweils erste Drosselstellen
der Dämpfungskammern (10', 10'') bilden.
3. Aktuator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangswandungen (16, 17)
der Anker-Töpfe (13, 14) und/oder die gemeinsame Ankerplatte (15) jeweils Drosselöffnungen
(22) als zweite Drosselstellen der Dämpfungskammern (10', 10'') aufweisen.
4. Aktuator nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Doppeltopf-Anker (5) außenumfänglich auf Höhe der Ankerplatte (15) einen Ankerring
(23) aufweist.