[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abgasreinigungsvorrichtung für ein verbrennungsmotorisch
angetriebenes Kraftfahrzeug, umfassend ein Gehäuse und mindestens einem darin unter
Zwischenschaltung mindestens eines nachgiebigen Lagerelements gelagerten, im wesentlichen
zylindrischen Abgasreinigungskörper, wobei das Gehäuse einen rohrförmigen Lagerabschnitt
und zwei hieran endseitig angeschlossene Übergangskonen umfaßt und mindestens in einer
sich im wesentlichen senkrecht zur Längsachse erstreckenden Ebene geteilt ist.
[0002] Derartige Abgasreinigungsvorrichtungen sind unter anderem aus der deutschen Patentschrift
4322062 sowie der japanischen Offenlegungsschrift 1-280614 bekannt. Des weiteren beschäftigen
sich mit Abgasreinigungsvorrichtungen der gattungsgemäßen Art sowie insbesondere deren
Herstellung von die europäischen Patentanmeldungen 0681095 und 0703354.
[0003] Ein zentrales Problem bei der Herstellung gattungsgemäßer Abgasreinigungsvorrichtungen
hängt damit zusammen, daß die aus keramischem Material gefertigten Abgasreinigungskörper
hinsichtlich ihrer Abmessungen einer beträchtlichen Toleranz unterliegen. Um trotz
der unterschiedlichen Abmessungen der Abgasreinigungkörper deren zuverlässige Lagerung
in dem rohrförmigen Lagerabschnitt des Gehäuses sicherzustellen, wird in den beiden
genannten europäischen Patentanmeldungen vorgeschlagen, jeden einzelnen Abgasreinigungskörper
vor seiner Montage zu vermessen und den rohrförmigen Lagerabschnitt - insbesondere
durch Aufweiten - an die tatsächlichen Abmessungen des jeweiligen Katalysatorkörpers
anzupassen. Unabhängig davon, ob diese Vorgehensweise zu dem angestrebten Erfolg führt,
ist sie mit einem immensen Aufwand verbunden, der die Herstellung der entsprechenden
Abgasreinigungsvorrichtungen in einer nicht zu akzeptierenden Weise verteuern würde.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Abgasreinigungsvorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die sich bei einer ausreichend sicheren Lagerung
toleranzbehafteter Abgasreinigungkörper in dem Gehäuse durch geringe Fertigungskosten
auszeichnet.
[0005] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der rohrförmige
Lagerabschnitt des Gehäuses zumindest bereichweise sich in Richtung auf die Teilungsebene
hin konisch erweiternd ausgebildet ist und daß sich der zwischen dem mindestens einen
Abgasreinigungskörper und dem Lagerabschnitt des Gehäuses bestehende, zumindest teilweise
von dem Lagerelement ausgefüllte Ringraum zumindest bereichsweise in Richtung auf
die Teilungsebene hin erweitert. Die erfindungsgemäße Abgasreinigungsvorrichtung unterscheidet
sich somit maßgeblich dadurch vom Stand der Technik, daß der rohrförmige Lagerabschnitt
nicht entsprechend der Gestalt des Abgasreinigungskörpers zylindrisch ausgebildet
ist, sondern sich vielmehr - zumindest bereichsweise - zur Teilungsebene hin konisch
erweitert. Dementsprechend hat der zwischen dem mindestens einen Abgasreinigungskörper
und dem diesen umgebenden Lagerabschnitt des Gehäuses bestehende Ringraum nicht über
die axiale Erstreckung des Abgasreinigungskörpers denselben Querschnitt; vielmehr
erweitert sich jener Ringraum - zumindest bereichsweise - in Richtung auf die Teilungsebene
hin Dies gestattet auf einfachste Weise eine Kompensation der toleranzbedingt unterschiedlichen
Abmessungen der einzelnen Abgasreinigungskörper in der Weise, daß das mindestens eine
Lagerelement je nach den tatsächlichen Abmessungen des jeweiligen Abgasreinigungskörpers
unterschiedlich positioniert wird. Bei solchen Abgasreinigungskörpern, deren Abmessungen
von dem Nennmaß nach oben abweichen, werden die Lagerelemente - verglichen mit ihrer
Anordnung bei Nennmaß des Abgasreinigungskörpers - je nach dem Ausmaß der tatsächlichen
Abweichung der Abmessungen vom Nennmaß mehr oder weniger weit in Richtung auf die
Teilungsebene hin verschoben; umgekehrt werden bei solchen Abgasreinigungskörpern,
deren Abmessungen vom Nennmaß nach unten abweichen, die Lagerelemente - gegenüber
ihrer Position bei Nennmaß des Abgasreinigungskörpers - je nach dem Ausmaß der tatsächlichen
Abweichung vom Nennmaß mehr oder weniger weit von der Teilungsebene weg in den sich
verjüngenden Ringraum hinein verschoben. Allein durch die Veränderung der Plazierung
des mindestens einen Lagerelements innerhalb des zwischen dem Abgasreinigungskörper
und dem Lagerabschnitt des Gehäuses bestehenden Ringraumes läßt sich somit in Anwendung
der Erfindung eine toleranzbedingte Abweichung der Abmessungen des jeweils zu montierenden
Abgasreinigungskörpers vom Nennmaß kompensieren, so daß im Ergebnis unabhängig von
den tatsächlichen Abmessungen des jeweiligen Abgasreinigungskörpers bei gleich dimensionierten
Gehäusen das Lagerelement (die Lagerelemente) stets dieselbe Haltekraft auf den Abgasreinigungskörper
ausübt (ausüben).
[0006] Nur vorsorglich sei klargestellt, daß unter "rohrförmig" im Sinne der vorliegenden
Erfindung keineswegs nur Rohre mit kreisförmigem Querschnitt verstanden werden. In
gleicher Weise bezieht sich die Erfindung auf Gehäuse, deren rohrförmiger Lagerabschnitt
einen elliptischen, ovalen, polygonalen oder sonstigen geeigneten Querschnitt aufweist.
Des weiteren sei klargestellt, daß die Übergangskonen im Rahmen der vorliegenden Erfindung
in gleicher Weise symmetrisch und asymmetrisch ausgebildet sein können.
[0007] Der Öffnungswinkel des (der) konischen Bereichs (Bereiche) des Lagerabschnitts richtet
sich insbesondere nach der Art des verwendeten Lagerelements sowie der Oberflächenrauhigkeit
der Innenwand des Gehäuses und der Mantelfläche des Abgasreinigungskörpers. Bei Verwendung
derzeit gebräuchlicher Komponenten ist ein doppelter Kegelwinkel zwischen 3° und 8°
besonders günstig.
[0008] Im Rahmen der Erfindung kann jeder Abgasreinigungskörper mittels einer einzigen ihn
umgebenden Lagerungsmatte in dem Gehäuse gelagert sein. In diesem Falle erstreckt
sich die Lagerungsmatte zweckmäßigerweise über ca. 40 bis 60% der axialen Länge des
Abgasreinigungskörpers. Dies stellt sicher, daß die Lagerungsmatte zur oben beschriebenen
Kompensation von Abweichungen der Abmessungen des Abgasreinigungskörpers vom Nennmaß
in erheblichem Umfang auf diesem in axialer Richtung verschoben werden kann, wobei
zugleich noch eine ausreichende Halte-kraft sichergestellt ist. In gleicher Weise
ist es jedoch auch möglich, pro Abgasreinigungskörper zwei in axialer Richtung zueinander
versetzt angeordnete, den Abgasreinigungskörper ringförmig umgebende Lagerelemente
vorzusehen, wobei zweckmäßigerweise jedem jener beiden ringförmigen Lagerelemente
ein eigner sich konisch erweiternder Lagerbereich des Gehäuses zugeordnet ist, zwischen
denen sich das Gehäuse im wesentlichen zylindrisch erstreckt. Die beiden ringförmigen
Lagerelemente weisen dabei, sofern nicht zwischen ihnen die Teilungsebene des Gehäuses
verläuft, zweckmäßigerweise vor ihrer Montage eine unterschiedliche radiale Erstreckung
auf, die an die unterschiedliche mittlere Weite des zwischen dem (idealen) Abgasreinigungskörper
und dem Gehäuse bestehenden Ringraum angepaßt ist. Auf diese Weise lassen sich über
die einzelnen ringförmigen Lagerelemente gleiche Haltekräfte auf den jeweiligen Abgasreinigungskörper
aufbringen.
[0009] Die vorliegende Erfindung eignet sich in gleicher Weise für katalytische Abgasreinigungsvorrichtungen
wie für Rußfilter. Die jeweilige Abgasreinigungsvorrichtung kann ein, zwei oder mehr
Abgasreinigungskörper umfassen. Des weiteren ist die vorliegende Erfindung sowohl
anwendbar auf solche Abgasreinigungsvorrichtungen, bei denen die Übergangskonen eigenständige,
erst später mit dem Lagerabschnitt zusammengefügte Komponenten sind, als auch auf
solche Abgasreinigungsvorrichtungen, bei denen mindestens ein Übergangskonus einstückig
mit dem benachbarten Bereich des Lagerabschnitts verbunden ist und in diesen übergeht.
[0010] Die mindestens eine Teilungsebene kann somit im Bereich des Übergangs des rohrförmigen
Lagerabschnitts zu einem Übergangskonus verlaufen. Dies ist insbesondere bei Abgasreinigungsvorrichtungen
mit nur einem Abgasreinigungskörper eine sinnvolle Anordnung der Teilungsebene; jedoch
läßt sich ein entsprechender Aufbau des Gehäuses, wie weiter unten näher erläutert
wird, mit Vorteil auch bei Abgasreinigungsvorrichtungen mit zwei Abgasreinigungskörpern
einsetzen. Die Teilungsebene kann jedoch in gleicher Weise auch durch den Lagerabschnitt
des Gehäuses hindurch verlaufen. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn im Gehäuse
zwei Abgasreinigungskörper zu lagern sind. Weiter unten wird jedoch auch verdeutlicht
werden, daß die Anordnung der Teilungsebene durch den Lagerabschnitt des Gehäuses
hindurch verlaufend auch bei Abgasreinigungsvorrichtungen mit nur einem Abgasreinigungskörper
sinnvoll sein kann. In dem zuletzt genannten Fall kann insbesondere vorgesehen sein,
daß sich der Abgasreinigungskörper über jeweils ein ringförmiges Lagerelement in jeder
der beiden durch die Teilungsebene definierten Hälften des Lagerabschnitts abstützt.
[0011] Die herkömmlicherweise zur Lagerung von Abgasreinigungskörpern eingesetzten Quellmatten
sind in Richtung des Faserverlaufs nur in einem geringen Umfang dehn- bzw. stauchfähig.
Auf der anderen Seite weisen Abgasreinigungskörper einer Serie, wie sich aus Vorstehendem
ergibt, toleranzbedingt starke Abweichungen hinsichtlich ihrer Umfangsabmessungen
auf. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung umfaßt die Lagerungsmatte
bzw. jedes einzelne ringförmige Lagerelement mindestens zwei axial aneinander anliegende
Streifen, wobei die Stöße der beiden Streifen zueinander versetzt sind. Auf diese
Weise wird mit einfachen Mitteln verhindert, daß sich bei Abgasreinigungskörpern mit
Größtmaß im Bereich des Stoßes der Lagerungsmatte bzw. des ringförmigen Lagerelements
ein durchgehender Spalt bildet, durch den hindurch Abgas an dem Abgasreinigungskörper
vorbeiströmen kann. Entsprechendes gilt bei einem aus einem einzigen Streifen aufgebauten
ringförmigen Lagerelement, wenn der Stoß gestuft ausgebildet ist in dem Sinne, daß
eine aus drei Abschnitten bestehende Fuge gebildet ist; zwei der beiden Abschnitte
der Fuge, nämlich die beiden äußeren Abschnitte, erstrecken sich dabei zueinander
in Umfangsrichtung versetzt in axialer Richtung, während sich der dritte Abschnitt,
die beiden übrigen Abschnitte miteinander verbindend, in Umfangsrichtung erstreckt.
[0012] Eine andere bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß
das Lagerelement aus einer mindestens einfach, bevorzugt allerdings mehrfach um den
Abgasreinigungskörper herumgelegten Schnur aufgebaut ist. Durch mehrfaches Umwickeln
des Abgasreinigungskörpers mit Schnur wird auch zuverlässig die Bildung eines das
Umströmen des Abgasreinigungskörpers ermöglichenden Axialspalts verhindert. Die Schnur
wird dabei von der Teilungsebene her in den ringförmigen Spalt zwischen dem Abgasreinigungskörper
und dem Lagerabschnitt des Gehäuses eingebracht und lagenweise mittels eines über
den Abgasreinigungskörper geschobenen Montageringes verdichtet. Der Durchmesser der
Schnur ist dabei in der Weise auf die Abmessungen der Komponenten der Abgasreinigungsvorrichtung
abgestimmt, daß sich selbst bei einem Abgasreinigungskörper mit Kleinstmaß die Schnur
in dem sich verjüngenden ringförmigen Hohlraum verkeilt und somit verdichten läßt.
Der Montage- und Verdichtungsring, der in diesem Falle zur Montage der Abgasreinigungsvorrichtung
eingesetzt wird, weist zweckmäßigerweise einen Zuführkanal für die Schnur auf, welcher
sich zu der dem Verdichten dienenden Stirnseite des Ringes hin öffnet. Dies ermöglicht
die sukzessive Zuführung weiterer Schnur, die in mehreren Wicklungen um den Katalysatorkörper
herumgelegt und verdichtet wird.
[0013] Unabhängig davon, ob als Lagerelemente herkömmliche Lagerungsmatten, die weiter oben
beschrieben ringförmigen Lagerelemente oder aber die vorstehend erläuterte Schnur
gewählt wird, läßt sich jeweils durch kraftgesteuertes axiales Einschieben der Lagerelemente
in den sich verjüngenden radialen Spalt zwischen Abgasreinigungskörper und Lagerabschnitt
des Gehäuses die gewünschte Haltekraft sehr genau einstellen. Jeweils nimmt das Lagerelement
unabhängig von den tatsächlichen Abmessungen des Abgasreinigungskörpers bei gleicher
axialer Einpreßkraft eine solche Position ein, daß sich dieselbe radiale Anpreßkraft
ergibt. Unter anderem von der Rauhigkeit der Außenfläche des Abgasreinigungskörpers
einerseits und der Innenwand des Lagerabschnitts des Gehäuses andererseits hängt ab,
ob der Abgasreinigungskörper, während das Lagerelement axial in den ringförmigen Hohlraum
eingepreßt wird, sich bereits in seiner endgültigen Stellung befindet, oder aber ob
das Lagerelement (die Lagerelemente) in den ringförmigen Hohlraum eingepreßt werden,
während sich der Abgasreinigungskörper in einer sich von seiner endgültigen Position
unterscheidenden Montageposition befindet. In dem zuletztgenannten Sinne kann es insbesondere
bei Abgasreinigungskörpern mit einer besonders rauhen Oberfläche zweckmäßig sein,
wenn der Abgasreinigungskörper sich während des axialen Einpressens der Lagerelemente
in einer Montagestellung befindet, welche gegenüber der endgültigen Position in Richtung
auf die Teilungsebene hin versetzt ist. Erst nachdem das Lagerelement (die Lagerelemente)
bei in der Montagestellung gehaltenem Abgasreinigungskörper kraftgesteuert in den
ringförmigen Hohlraum eingepreßt worden sind, wird in diesem Falle der Abgasreinigungskörper
mitsamt den Lagerelementen, die aufgrund der Rauhigkeit der Oberfläche des Abgasreinigungskörpers
an diesem haften, in dem Lagerabschnitt des Gehäuses in Richtung der Verjüngung verschoben,
bis er seine endgültige Position erreicht. Durch die Verjüngung des Gehäuses wird
das Lagerelement entsprechend radial vorgespannt, was die spätere Haltekraft entsprechend
steigert.
[0014] Soll umgekehrt das Lagerelement in den ringförmigen Hohlraum eingepreßt werden, während
sich der Abgasreinigungskörper bereits in seiner endgültigen Position befindet, so
kann es unter Umständen zweckmäßig sein, dessen Oberfläche zuvor einer die Rauhigkeit
verringernden Behandlung zu unterziehen, bspw. zu beschichten.
[0015] Der zum axialen Einschieben bzw. Einpressen des Lagerelements verwendete Druckring
weist stirnseitig zweckmäßigerweise einen Elastomerring auf, der sich entsprechend
der sich verringernden lichten Weite des ringförmigen Spaltes zwischen Abgasreinigungskörper
und Gehäuse verformen kann. Dies verhindert, daß das Lagerelement beim Einpressen
in den ringförmigen Hohlraum beschädigt wird. Das gleiche Ergebnis läßt sich alternativ
dadurch erreichen, daß der Druckring mehrere Segmente umfaßt, die eine Relativbewegung
zueinander derart ausführen können, daß sich die Außenabmessungen des Druckringes
an den sich ändernden Innendurchmesser des Gehäuses anpassen können. Auch die Ausgestaltung
des Druckringes mit einem pneumatisch oder hydraulisch aufblähbaren Ringkissen wirkt
sich in gleicher Weise aus.
[0016] Im Folgenden wird die Erfindung anhand verschiedener in der Zeichnung dargestellter
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine erste bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Abgasreinigungsvorrichtung,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch eine zweite bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Abgasreinigungsvorrichtung,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch eine dritte bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
und
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch eine vierte bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Abgasreinigungsvorrichtung.
- Fig. 5
- veranschaulicht schematisch einen zweckmäßigen Aufbau eines im Rahmen der Erfindung
zur Lagerung des Abgasreinigungskörpers einsetzbaren Lagerelements und
- Fig. 6
- veranschaulicht ebenfalls schematisch einen Montage- und Verdichtungsring, wie er
bei der Herstellung einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Abgasreinigungsvorrichtung
eingesetzt werden kann.
[0017] Bevor die einzelnen Figuren der Zeichnung im Detail erläutert werden, sei darauf
hingewiesen, daß es sich um schematische Darstellungen handelt. Details, die mit der
vorliegenden Erfindung nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen, sind daher nicht
dargestellt. Dies betrifft bspw. einen möglichen doppelwandigen Aufbau der zuström-
und/oder abströmseitigen Trichter, den Einsatz von Dicht- bzw. Schutzringen zum Schutz
der Lagerelemente gegen Erosion durch pulsierendes Abgas, Zwischenringe zwischen mehreren
hintereinander angeordneten Abgasreinigungskörpern, Montagestützringe und sonstige
Montagehilfen und dgl.
[0018] Die in Fig. 1 dargestellte Abgasreinigungsvorrichtung umfaßt einen Abgasreinigungskörper
1, der mittels zweier im wesentlichen endseitig angeordneter ringförmiger Lagerelemente
2 in einem Gehäuse 3 gelagert ist. Das Gehäuse umfaßt einen rohrförmigen Lagerabschnitt
4 für den Abgasreinigungskörper 1 und zwei sich endseitig an den Lagerabschnitt anschließende
Übergangskonen 5. Diese enden in Stutzen 6 zum Anschluß eines Abgasrohres.
[0019] Das Gehäuse 3 ist etwa mittig quer zur Längsachse 7 geteilt. Die Teilungsebene unterteilt
den Lagerabschnitt 4 somit in zwei Hälften, die in einem Überlappungsbereich 8 ineinandergesteckt
und mittels einer Kehlschweißnaht 9 miteinander verbunden sind. Die mittige Teilung
des Gehäuses ermöglicht es, daß jeder der beiden Übergangskonen 5 einstückig mit der
benachbarten Hälfte des Lagerabschnitts 4 hergestellt ist und in diesen übergeht.
[0020] Der rohrförmige Lagerabschnitt ist in seinem zentralen Bereich zylindrisch ausgeführt.
Die beiden äußeren Bereiche 10 des Lagerabschnitts 4 hingegen verjüngen sich konisch
in Richtung auf die Übergangskonen 5 zu, oder mit anderen Worten, sie sind sich in
Richtung auf die Teilungsebene hin konisch erweiternd ausgebildet. Dementsprechend
erweitert sich im Bereich der beiden konischen Lagerbereiche 10 der zwischen dem Gehäuse
3 und dem Abgasreinigungskörper 1 jeweils bestehende Ringraum 11 in Richtung auf die
Teilungsebene hin. Durch Wahl der axialen Position der ringförmigen Lagerelemente
2 auf dem Abgasreinigungskörper 1 (vgl. Doppelpfeil A) lassen sich toleranzbedingte
unterschiedliche Abmessungen des Abgasreinigungskörpers 1 derart kompensieren, daß
unabhängig von den jeweiligen Abmessungen zwischen dem Gehäuse und dem Abgasreinigungskörper
dieselbe Haltekraft wirkt.
[0021] Die in Fig. 2 dargestellte Abgasreinigungsvorrichtung unterscheidet sich im wesentlichen
durch die folgenden Merkmale von der Abgasreinigungsvorrichtung gemäß Fig. 1: Statt
mittels zweier axial versetzter ringförmiger Lagerelemente ist der Abgasreinigungskörper
1 in dem Gehäuse 3 mittels einer Lagerungsmatte 12 gelagert, deren axiale Erstreckung
etwa 50% der axialen Länge des Abgasreinigungskörpers 1 beträgt. Des weiteren ist
das Gehäuse nicht im wesentlichen mittig geteilt; die Teilungsebene liegt vielmehr
im Bereich des Übergangs eines der beiden Übergangskonen 5 zum Lagerabschnitt 4. Hier
überlappt ein an dem entsprechenden Übergangskonus angeformter zylindrischer Kragen
13 einen ebenfalls zylindrischen Endbereich 14, in welchen der konische Lagerbereich
10 des Lagerabschnitts 4 des Gehäuses ausläuft. Mittels einer Kehlschweißnaht 9 sind
die beiden Teile des Gehäuses fest miteinander verbunden.
[0022] Die Lagerungsmatte 12 kann, zur Kompensation toleranzbedingter Abweichungen der Abmessungen
des Abgasreinigungskörpers 1 vom Nennmaß, in dem sich die zur Teilungsebene hin konisch
erweiternden Ringraum 11 verschiedene Stellungen einnehmen (vgl. Doppelpfeil B).
[0023] Es läßt sich anhand der Fig. 2 unschwer vorstellen, daß sich eine zwei Abgasreinigungskörper
umfassende Abgasreinigungsvorrichtung dadurch herstellen läßt, daß der rechte Übergangskonus
durch eine Baugruppe ersetzt wird, die im wesentlichen spiegelsymmetrisch aufgebaut
ist zu dem verbleibenden Rest der Abgasreinigungsvorrichtung. Auf diese Weise entsteht
eine Abgasreinigungsvorrichtung mit einem im wesentlichen symmetrischen Aufbau mit
einem etwa mittig geteilten Gehäuse, wobei sich das Gehäuse aus lediglich zwei Bauteilen
zusammensetzt.
[0024] Die in Fig. 3 dargestellte Abgasreinigungsvorrichtung unterscheidet sich von derjenigen
gemäß Fig. 2 im wesentlichen allein dadurch, daß der Abgasreinigungskörper 1 nicht
mittels einer einzigen Lagerungsmatte in dem Gehäuse gelagert ist, sondern vielmehr
mittels zweier axial beabstandeter ringförmiger Lagerelemente 2. Der Lagerabschnitt
des Gehäuses weist zwei axial beabstandete konische Lagerbereiche auf, zwischen denen
das Gehäuse zylindrisch ausgebildet ist. Entsprechend der unterschiedlichen radialen
Weite der beiden sich konisch erweiternden Ringräume 11' und 11'' weisen die beiden
entsprechenden ringförmigen Lagerelemente 2' und 2'' vor ihrer Montage eine unterschiedliche
radiale Erstreckung auf. Auf diese Weise ist eine Angleichung der von den beiden ringförmigen
Lagerelementen auf den Abgasreinigungskörper übertragenen Haltekräfte aneinander möglich.
Der zwischen den beiden Lagerelementen bestehende Ringraum kann mit einer Isolation
ausgefüllt werden, wie dies als solches bekannt ist.
[0025] Für die Abgasreinigungsvorrichtung gemäß Fig. 3 gilt das weiter oben zu Fig. 2 Gesagte
in entsprechender Weise, daß nämlich zur Herstellung einer Abgasreinigungsvorrichtung
mit zwei Abgasreinigungskörpern der rechte Übergangskonus 5 gegen eine zu dem verbleibenden
Rest im wesentlichen spiegelsymmetrisch aufgebaute Einheit ausgetauscht werden kann.
[0026] Fig. 4 veranschaulicht eine weitere Möglichkeit, eine zwei Abgasreinigungskörper
umfassende Abgasreinigungsvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung aufzubauen.
In Anbetracht der vorstehenden Erläuterungen zu den Fig. 1 bis 3 sind umfangreiche
Ausführungen zum Aufbau dieser Abgasreinigungsvorrichtung entbehrlich. Ersichtlich
ist das Gehäuse aus drei Bauteilen zusammengefügt, nämlich einem im wesentlichen spiegelsymmetrisch
aufgebauten, sich zu beiden Seiten hin konisch erweiternden rohrförmigen Lagerabschnitt
4 und zwei endseitig an diesem angeschweißten Übergangskonen 5. Ersichtlich ist freilich
möglich, das gemäß Fig. 4 aus drei Teilen aufgebaute Gehäuse aus vier Teilen zusammenzufügen,
indem mittig eine Teilung vorgesehen wird.
[0027] Für sämtliche der in den Fig. 2 bis 4 dargestellten Abgasreinigungsvorrichtungen
gilt, daß die Herstellung auf verschiedene Weise erfolgen kann. Entweder wird der
jeweils zu montierende Abgasreinigungskörper zunächst vermessen, und das zumindest
eine Lagerelement wird auf der Umfangsfläche des Abgasreinigungskörpers in Abhängigkeit
von dessen Ist-Maß mehr oder weniger weit gegenüber einer Mittellage versetzt positioniert,
woraufhin anschließend die Einheit bestehend aus Abgasreinigungskörper und um diesen
herumgelegten Lagerelement (herumgelegten Lagerelementen) von der Teilungsebene des
Gehäuses her - im wesentlichen weggesteuert - in dessen Lagerabschnitt eingeschoben
wird, bis der Abgasreinigungskörper seine endgültige Position erreicht hat. Eine weitere
Möglichkeit der Montage besteht darin, daß der Abgasreinigungskörper in seine endgültige
Position innerhalb des Gehäuses gebracht wird, woraufhin anschließend das mindestens
eine Lagerelement in den sich konisch verjüngenden Ringraum zwischen Abgasreinigungskörper
und Gehäuse eingebracht wird; durch ein kraftgesteuertes Einpressen des Lagerelements
nimmt dieses in Abhängigkeit von dem Ist-Maß des jeweiligen Abgasreinigungskörpers
selbsttätig diejenige Position ein, die eine vorbestimmte Haltekraft sicherstellt.
Dieses Verfahren eignet sich insbesondere dann, wenn das mindestens eine Lagerelement
durch mehrfaches Umwickeln des Abgasreinigungskörpers mit einer verdichteten Schnur
hergestellt wird. Als weitere Möglichkeit ist ein kombiniertes Verfahren zu nennen,
bei welchem der jeweilige Abgasreinigungskörper in das Gehäuse eingesetzt wird, jedoch
nicht in seine endgültige Position, sondern vielmehr zunächst in eine Montageposition,
welche gegenüber der Endposition in Richtung auf die Teilungsebene hin versetzt ist.
Sodann wird das Lagerelement kraftgesteuert in den Ringraum eingebracht und vorverdichtet,
wobei das Lagerelement mit einer Anfangs-Anpreßkraft an den Abgasreinigungskörper
angepreßt wird. Abschließend werden Abgasreinigungskörper und Lagerungselement gemeinsam
in dem Gehäuse in Richtung auf dessen konische Verjüngung hin verschoben, bis der
Abgasreinigungskörper seine endgültige Position einnimmt. Hierdurch erhält das Lagerelement
seine endgültige Vorspannkraft.
[0028] Fig. 5 veranschaulicht schematisch den Aufbau eines Lagerelements aus zwei axial
aneinander anliegenden, den (schematisch angedeuteten) Abgasreinigungskörper 1 nahezu
vollständig umgebenden Streifen 15. Die Stöße 16 der beiden Streifen, an denen sich
in Abhängigkeit von dem Ist-Maß des Abgasreinigungskörpers 1 ein mehr oder weniger
breiter Spalt bildet, sind gegeneinander versetzt. Eine Umströmung des Abgasreinigungskörpers
ist auf diese Weise ausgeschlossen.
[0029] Fig. 6 zeigt einen Montage- und Verdichtungsring, wie er im Rahmen des weiter oben
beschriebenen Verfahrens, bei dem das Lagerelement aus einer mehrfach um den Abgasreinigungskörper
herumgelegten Schnur aufgebaut ist, einsetzbar ist. Der Montage- und Verdichtungsring
17 weist einen Zuführkanal 18 für die Schnur 19 auf. Mit der Stirnkante 20 des Montage-
und Verdichtungsringes 19 wird die in den Ringraum eingebrachte Schnur kraftgesteuert
verdichtet, so daß sie sich an den konisch erweiternden lichten Querschnitt des Ringraums
anpaßt. Auf einer Länge, die zumindest dem Umfang des Abgasreinigungskörpers mit Größtmaß
entspricht, ist die Schnur 19 mit einem Drahtgewebe 21 überzogen. Auf diese Weise
ist die Schnur gegen Erosion durch pulsierendes Abgas geschützt, was weitere dem gleichen
Zweck dienende Einrichungen entbehrlich macht.
1. Abgasreinigungsvorrichtung für ein verbrennungsmotorisch angetriebenes Kraftfahrzeug,
umfassend ein Gehäuse (3) und mindestens einen darin unter Zwischenschaltung mindestens
eines nachgiebigen Lagerelements (2, 2', 2'', 12) gelagerten, im wesentlichen zylindrischen
Abgasreinigungskörper (1), wobei das Gehäuse einen rohrförmigen Lagerabschnitt (4)
und zwei hieran endseitig angeschlossene Übergangskonen (5) umfaßt und mindestens
in einer sich im wesentlichen senkrecht zur Längsachse (7) erstreckenden Ebene geteilt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerabschnitt (4) zumindest bereichsweise (10) sich in Richtung auf die Teilungsebene
hin konisch erweiternd ausgebildet ist und daß sich der zwischen dem mindestens einen
Abgasreinigungskörper (1) und dem Lagerabschnitt (4) des Gehäuses (3) bestehende,
zumindest teilweise von dem Lagerelement (2, 2', 2'', 12) ausgefüllte Ringraum (11)
zumindest bereichsweise in Richtung auf die Teilungsebene hin erweitert.
2. Abgasreinigungvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Lagerelement eine den Abgasreinigungskörper (1) zumindest nahezu vollständig
umgebende Lagerungsmatte (12) vorgesehen ist, die sich über 40 - 60% der axialen Länge
des Abgasreinigungskörpers (1) erstreckt.
3. Abgasreinigungvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß pro Abgasreinigungskörper (1) zwei in axialer Richtung zueinander versetzt angeordnete,
den Abgasreinigungskörper umgebende ringförmige Lagerelemente (2', 2'') vorgesehen
sind, die vor ihrer Montage eine unterschiedliche radiale Erstreckung aufweisen.
4. Abgasreinigungvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der rohrförmige Lagerabschnitt (4) für jeden Abgasreinigungskörper (1) zwei sich
gleichsinnig konisch erweiternde Lagerbereiche (10', 10'') aufweist, zwischen denen
sich das Gehäuse (3) im wesentlichen zylindrisch erstreckt.
5. Abgasreinigungvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Teilungsebene durch den Lagerabschnitt (4) des Gehäuses (3) hindurch verläuft.
6. Abgasreinigungvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Abgasreinigungskörper (1) vorgesehen ist, der sich in beiden durch die Teilungsebene
definierten Hälften des Lagerabschnitts (4) abstützt.
7. Abgasreinigungvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Abgasreinigungskörper (1) vorgesehen sind, von denen sich jeweils einer in
einer der beiden durch die Teilungsebene definierten Hälften des Lagerbschnitts (4)
abstützt.
8. Abgasreinigungvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Übergangskonus (5) einstückig mit dem benachbarten Bereich des Lagerabschnitts
(4) verbunden ist und in diesen übergeht.
9. Abgasreinigungvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mindestens eine Lagerelement aus einer mindestens einfach, bevorzugt mehrfach
um den Abgasreinigungskörper (1) herumgelegten Schnur (19) aufgebaut ist.
10. Abgasreinigungsvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch geklennzeichnet,
daß die Schnur (19) zumindest bereichsweise mit einem Drahtgewebe (21) überzogen ist.
11. Abgasreinigungvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mindestens eine Lagerelement aus mindestens zwei axial aneinander anliegenden,
den Abgasreinigungskörper (1) nahezu vollständig umgebenden Streifen (15) aufgebaut
ist, deren Stöße (16) zueinander versetzt sind.
12. Abgasreinigungvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mindestens eine Lagerelement aus einem den Abgasreinigungskörper (1) umgebenden
Streifen besteht, dessen Stoß gestuft ausgebildet ist.