[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Kupplungsvorrichtung für ein Steuerventil in
einer Mehrkomponenten-Dosieranlage mit einer Vielzahl von Dosierventilen.
[0002] Zur Herstellung von Flüssigkeitsmischungen, wie Parfümen, Aromen, Farben oder dgl.,
bestehend aus einer Vielzahl unterschiedlicher Komponenten, werden in der Praxis gravimetrisch
oder volumetrisch arbeitende Dosieranlagen eingesetzt. Abhängig von der Anzahl der
Komponenten weisen die Dosieranlagen bis zu 500 einzelne Dosierventile auf. Die Anordnung
der Dosierventile in der Dosieranlage ist kreisförmig, linear oder auch frei wählbar,
jedoch durch die Abmessung der zu befüllenden Gebinde begrenzt.
[0003] Die Steuerventile der Dosierventile sind entweder direkt an den einzelnen Dosierventilen
oder in einem separaten Schaltschrank untergebracht. Die direkte Anbringung der Steuerventile
an zugehörigen Dosierventilen ist aufgrund von Platzproblemen häufig nicht möglich.
Die Unterbringung der Steuerventile in einem Schaltschrank ist insbesondere bei Anlagen
erforderlich, welche den besonderen Auflagen des Explosionsschutzes unterliegen. Die
Steuerventile sind in einem explosionsgeschützten Bereich des Schaltschrank angeordnet
und jeweils mit einer gesonderten elektrischen Verkabelung sowie einer aufwendigen
Verschlauchung mit dem jeweiligen Dosierventil verbunden. Mehrere Schläuche werden
zu einem Bündel zusammengefaßt, wodurch die Übersichtlichkeit in der Dosieranlage
nachteilig beeinträchtigt wird.
[0004] In der DE 92 09 384 U1 ist eine Abgabeeinrichtung für verschiedene Flüssigkeiten
über einen gemeinsamen Abgabekopf mit je einem Dosierzvlinder pro Flüssigkeitskomponente
beschrieben. Jeder Dosierzylinder im Abgabekopf weist ein 2/2-Ventil zur Steuerung
des zugehörigen Dosierventiles auf. Die Anschaffung einer solchen Dosiereinrichtung
ist aufgrund der hohen Anzahl von Steuerventilen kostenintensiv.
[0005] Weiterhin ist aus der DE 37 09 554 A1 eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Dosieren
und Mischen von Flüssigkeitsmischungen in verschiedene Mischbehältern bekannt, in
welcher für jede Flüssigkeitskomponente eine eigene Dosiereinrichtung mit einem Dosierzylinder
und zwei zugeordneten, den Dosierzylinder schaltenden Steuerzylindern vorgesehen ist.
Eine derartige Dosiereinrichtung ist aufgrund ihres großen Platzbedarf nur zum Einsatz
in Dosieranlagen zur Herstellung von Flüssigkeitsmischungen aus wenigen Komponenten
geeignet.
[0006] Die bekannten Mehrkomponenten-Dosieranlagen haben daher den Nachteil hoher Kosten
und eines großen Installationsaufwandes. Wegen der unübersichtlichen Installation
treten auch bei der Wartung und Reparatur der Dosiereinrichtung Probleme auf. Eine
eindeutige visuelle Zuordnung der einzelnen Dosierventile zu ihrem Steuerventil ist
nicht zuverlässig gewährleistet.
[0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Alternative zu diesem bekannten Stand der
Technik zu schaffen, durch welche die genannten Nachteile vermieden werden. Diese
Aufgabe wird durch eine Kupplungsvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst.
[0008] Durch den Einsatz der Kupplungsvorrichtung für das Steuerventil ist nur noch ein
einziges Schaltelemtent für alle Dosierventile erforderlich, da während des Mischvorganges
der Flüssigkeitsmischung das Fahrzeug der Kupplungsvorrichtung mit dem zum Steuerventil
gehörenden Kupplungsstück nacheinander zu der Position des Kupplungsgegenstückes verfährt,
welches dem durch das Rezepturprogramm vorgegebene Dosierventil zugeordnet ist, und
dort in Kupplungsposition das Steuerventil mit dem entsprechenden Dosierventil verbunden
ist, so daß das Steuerventil das Dosierventil von der Schließstellung in die Abgabestellung
schaltet. Beim Kuppeln wird das Kupplungsstück von dem Stellorgan quer zur Fahrbahn
mit dem jeweiligen Kupplungsgegenstück in Deckung gebracht.
[0009] In der Entkupplungsposition sind alle Dosierventile geschlossen und in den verschiedenen
Kupplungspositionen des Steuerventil besteht jeweils eine Verbindung zu dem vorgegebenen,
in Abgabestellung zu schaltenden Dosierventil. Die einfach lösbare Verbindung zwischen
dem Steuerventil und dem vorgegebenen Dosierventil aufgrund der erfindungsgemäßen
Kupplungsvorrichtung gestattet es, die Anzahl an Steuermittel in der Dosieranlage
erheblich zu reduzieren, was sich vorteilhaft in einem geringeren Installationsaufwand
und niedrigeren Kosten auswirkt.
[0010] Die Führung für das Fahrzeug der Kupplungsvorrichtung ist zweckmäßig eine vorzugsweise
waagerechte Schiene, die entlang der Fahrbahn in Reihe angeordnete Löcher aufweist.
Auf der dem Fahrzeug zugewendete Längsseite (Kupplungsseite) der Schiene sind die
Kupplungsgegenstücke für die Dosierventile angeordnet und auf der gegenüberliegende
Längsseite (Anschlußseite) der Schiene sind an den Löchern Anschlüsse für Leitungen
festgelegt.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Kupplungsvorrichtung sind die Kupplungsgegenstücke
direkt an den auf der Kupplungsseite der Schiene angeordneten Dosierventilen festgelegt
und mit den Abschlußkörpern der Dosierventile gekoppelt. In der Kupplungsposition
wird jeweils aus den beiden Kupplungsteilen das Steuerventil, vorzugsweise ein Magnetventil,
zusammengesetzt, welches das zu öffnende Dosierventil von der Schließstellung in die
Abgabestellung schaltet.
[0012] Es ist besonders vorteilhaft ein Magnetventil als Steuerventil einzusetzen, dessen
beweglicher Anker als Kupplungsgegenstück fest mit dem Abschlußkörper des Dosierventiles
verbunden und dessen Spule am Kupplungsstück angeordnet ist. In der Kupplungsposition
ist durch die Kupplungsvorrichtung das aus Teilen des Kupplungstückes sowie des Kupplungsgegenstückes
bestehende Steuerventil für das zu öffnende Dosierventil bereitgestellt. Das Dosierventil
wird mittels Magnetventil aus der anfänglichen Schließstellung in die Abgabestellung
geschaltet, indem der Spulenstrom eingeschaltet wird, wodurch der Anker zur Spule
gezogen wird und gleichzeitig der Abschlußkörper die Abgabeöffnung des Dosierventiles
freigibt. Nach Abschalten des Spulenstromes wird der Anker durch eine Rückstellfeder
in die Schließstellung des Dosierventiles zurückgebracht und dort gehalten, so daß
der Abschlußkörper die Abgabeöffnung verschließt.
[0013] Der Anker ist kupplungsseitig vorteilhafterweise als eine Platte ausgebildet. Um
das Dosierventil von der Schließstellung in die Abgabestellung zu schalten, ist es
ausreichend, wenn die beiden Kupplungsteile zum überwiegenden Teil deckungsgleich
aneinanderliegen. Hierdurch werden Ungenauigkeiten beim Positionieren des Fahrzeugs
beim Kupplungsgegenstück des vorgegebenen Dosierventil ausgeglichen.
[0014] Bei einer anderen Ausführungsform ist das Kupplungsgegenstück kupplungsseitig als
ein mit einem Hohlraum in der Spule im Kupplungsstück zusammenwirkender Zapfen ausgebildet,
so daß in der Kupplungsposition der Kupplungsvorrichtung Anker und Spule eine formschlüssige
Loch-Zapfen-Verbindung bilden.
[0015] Bei diesen Ausführungsformen werden die Druckluftleitungen von der Schiene zu den
Dosierventilen eingespart. Es wird nur noch eine Produktleitung zu jedem Vorratsbehälter
benötigt, da das Steuerventil und das Dosierventil beide denselben Ventilkörper haben.
Folglich ist der Installationsaufwand erheblich gesenkt. Die Reduzierung der Anzahl
der verlegten Leitungen trägt wesentlich zur Übersichtlichkeit in der Dosieranlage
bei, da die vorhandenen Leitungen den entsprechenden Dosierventilen direkt zugeordnet
werden können.
[0016] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist jedem Kupplungsgegenstück auf
der Führung, insbesondere einer Schiene, ein Loch und ein Anschluß für über eine Druckleitung
mit dem zugehörigen Dosierventil zugeordnet. In dem Kupplungsstück verläuft eine Durchgangsleitung,
an die eingangsseitig über einen Anschluß eine Druckleitung zu dem Steuerventil angeschlossen
ist. In Kupplungsposition liegen das Loch der Führung und die Öffnung der Durchgangsleitung
des Kupplungsstückes deckungsgleich übereinander, so daß eine durchgängige Verbindungsleitung
von dem Steuerventil zu dem zugehörigen Dosierventil hergestellt ist. Die Dosierventil
sind als von dem Steuerventil pneumatisch schaltbare Dosierzylinder mit angeschlossenen
Vorratsbehälter ausgebildet. An der Kolbenstange des Dosierzylinders ist ein die Abgabedüse
verschließender oder freigebender Abschlußkörper festgelegt. Das Steuerventil arbeitet
als Druckluftventil, das die Flüssigkeitsabgabe des Dosierventiles steuert. In dieser
Anordnung sind das Steuerventil und das jeweilige Dosierventil zwei separate, räumlich
voneinander getrennte Ventile.
[0017] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Kupplungsvorrichtung hat das
Kupplungsstück mehrere nebeneinander und/oder hintereinander angeordnete Durchgangsleitungen
mit jeweils eingangsseitig einen Anschluß für eine Druckleitung zu einem Steuerventil.
In der Kupplungsposition übergreift das Kupplungsstück mehrere ein- oder mehrreihig
angeordnete Löcher in der Schiene, so daß die Durchgangsleitungen in dem Kupplungsstück
sich an die Löcher der Kupplungsgegenstücke anschließen und jeweils eine durchgehende
Verbindungsleitung von den Steuerventilen zu den Dosierventilen entsteht. In einer
Position der Kupplungsvorrichtung können durch die aufeinanderfolgende Ansteuerung
der entsprechenden Dosierventile mit Hilfe der Steuerventile die Dosierungen verschiedener
Flüssigkeitskomponenten vorgenommen werden, ohne daß das Fahrzeug weiterbewegt werden
muß. Hierdurch werden die Taktzeiten zwischen den einzelnen Dosierungen verkürzt.
[0018] Die Herstellung der Kupplungsvorrichtung ist einfach und kostengünstig durchführbar
ebenso ist die Montage der Kupplungsvorrichtung leicht und sicher vorzunehmen. Weiterhin
wird eine einfache, zuverlässige Ansteuerung der einzelnen Dosierventile durch das
eine Steuerventil erreicht.
[0019] Der wichtigste Vorteil der Erfindung besteht darin, daß alle Dosierventile nur durch
ein Steuerventil, vorzugsweise ein Magnetventil, geschaltet werden. Lediglich wenn
in derselben Position der Kupplungsvorrichtung auf der Führung mehrere Dosierventile
angesteuert werden, sind dem Kupplungsstück mehrere Steuerventile zugeordnet.
[0020] Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Dosieren und Mischen von
Flüssigkeiten in einer Mehrkomponenten-Dosieranlage zu offenbaren, bei dem jedes einzelne
Dosierventil, abhängig von der Rezeptur für der Flüssigkeitsmischung, direkt und zentral
ansteuerbar ist.
[0021] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch
16 gelöst.
[0022] Die Unteransprüche beschreiben Merkmale, welche vorteilhafte sowie zweckmäßige Ausgestaltungen
der Kupplungsvorrichtung bzw. des Verfahrens darstellen.
[0023] Die Erfindung wird anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1a
- einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform einer auf einer Führung verfahrbaren
Kupplungsvorrichtung in Entkupplungsposition und ein Steuer- und Dosierventil in Schließstellung,
- Fig. 1b
- eine Seitenansicht der Kupplungsvorrichtung gem. Fig. 1a,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt der Kupplungsvorrichtung gem. Fig. 1a mit dem Steuer- und Dosierventil
in Schließstellung,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt der Kupplungsvorrichtung gem. Fig. 1a mit dem Steuer- und Dosierventil
in Abgabestellung,
- Fig. 4a
- einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform einer auf einer Führung verfahrbaren
Kupplungsvorrichtung in Entkupplungsposition und ein Steuer- und Dosierventil in Schließstellung,
- Fig. 4b
- eine Seitenansicht der Kupplungsvorrichtung gem. Fig. 4a,
- Fig. 5
- einen schematischen Aufbau einer Dosieranlage mit einer Kupplungsvorrichtung gem.
Fig. 4a sowie einem Steuer- und Dosierventil in Abgabestellung mit zugehörigem Vorratsbehälter
und zugeordnetem Mischbehälter,
- Fig. 6a
- einen Querschnitt durch eine dritte Ausführungsform einer auf einer Führung verfahrbaren
Kupplungsvorrichtung in Entkupplungsposition,
- Fig. 6b
- eine Seitenansicht der Kupplungsvorrichtung gem. Fig. 6a,
- Fig. 7
- einen schematischen Aufbau einer Dosieranlage mit einer Kupplungsvorrichtung gem.
Fig. 6a sowie einem Dosierventil in Abgabestellung mit zugehörigem Vorratsbehälter
und zugeordnetem Mischbehälter,
- Fig. 8
- die Dosieranlage gem. Fig. 7 mit dem Dosierventil in Abgabestellung,
- Fig. 9
- einen Querschnitt durch eine vierte Ausführungsform einer auf einer Führung verfahrbaren
Kupplungsvorrichtung in Entkupplungsposition,
- Fig. 10
- eine Gesamtansicht einer Mehrkomponenten-Dosieranlage mit einer Kupplungsvorrichtung
für ein einziges Steuerventil zum Schalten der Dosierventile,
- Fig. 11
- eine Stirnansicht der Mehrkomponenten-Dosieranlage gem. Fig. 10.
[0024] In einer Mehrkomponenten-Dosieranlage (10), wie schematisch in Fig. 10 und 11 dargestellt,
werden aus vielen verschiedenen Einzelkomponenten bestehende Flüssigkeitsmischungen
hergestellt, hierzu sind in Längsrichtung (L) an einem Gestell (50) die Dosierventile
(DV) mit ihrer Komponeten-Zuleitung (8) zu einem Vorratsbehältern (VB) von der Flüssigkeitskomponente
in Reihe festgelegt. Das Gestell (50) weist eine waagerechte, in Längsrichtung (L)
verlaufende Führung (5), vorzugsweise eine Schiene, für ein Fahrzeug (4) einer Kupplungsvorrichtung
(1) (vgl. Fig. 1a, 4a, 6a und 9) des Steuerventiles (SV) auf. In der Schiene (5) sind
rechtwinklig zur Fahrbahn verlaufende Durchgangsbohrungen (11, 12) als Löcher (11,
12) in vorzugsweise zwei parallelen Reihen gleichmäßig zueinander beabstandet, wobei
jede Durchgangsbohrung (11, 12, 17) an der dem Fahrzeug (4) der Kupplungsvorrichtung
(1) zugewendeten Kupplungsseite (KS) gegenüberliegende Längsseite (Anschlußseite)
(AS) der Schiene (5) einen Anschluß (6) für eine Flüssigkeits- oder Druckleitung (8,
18) des zugehörigen Dosierventil (DV) hat. An der Kupplungsseite der Schiene (5) ist
für jedes Dosierventil (DV) ein mit einem Kupplungsstück (3) der Kupplungsvorrichtung
(1) zusammenwirkendes Kupplungsgegenstück (2) vorgesehen.
[0025] Die Kupplungsvorrichtung (1) (gem. Fig. 1a, 4a, 6a sowie 9) besteht aus einem auf
der Schiene (5) aufgesetzten Fahrzeug (4) mit einem Hubzylinder (14) als Stellorgan
für das Kupplungsstück (3), das beim Ankuppeln von dem Hubzylinder (14) in Richtung
der Fahrbahn an das Kupplungsgegenstück (2) des zu schaltenden Dosierventiles (DV
x) verfahren wird.
[0026] Das Fahrzeug (5) der Kupplungsvorrichtung (1) ist ein fremd- oder eigenangetriebener
Schlitten (4). Dieser Schlitten (4) hat einen nahezu C-förmigen Querschnitt mit innenwandig
an den Schenkein jeweils einer in Achsrichtung verlaufenden Nut als Laufrille für
die Schiene (5). Bei auf der Schiene (5) aufgesetztem Schlitten (4) ergibt sich zwischen
der Kupplungsseite der Schiene (5) und der Innendeckwandung des Steges von dem C-Profil
ein Freiraum, in welchem sich das Kupplungsstück (3) an der in einer Bohrung des Steg
gelagerten Kolbenstange (15) des Hubzylinders (14) befindet.
[0027] Der Hubzylinder (14) ist vorzugsweise pneumatisch betätigt, wozu der Hubzylinder
(14) über eine Druckluftleitung (16) an ein Druckluftnetz der Dosieranlage (10) angeschlossen
ist. Zum Einnehmen der Kupplungsposition (P1) wird der Hubzylinder (14) mit Druck
beaufschlagt, wodurch die Kolbenstange (15) entgegen der Federkraft einer im Kolbenraum
des Hubzylinders (14) angeordneten Rückstellfeder (RF) in Arbeitsstellung ausgefahren
wird, um das Kupplungsstück (3) zur Anlage mit dem Kupplungsgegenstück (2) zu bringen.
In Kupplungsposition (P1) verbinden das Kupplungsstück (3) und Kupplungsgegenstück
(2) das Steuerventil (SV) mit dem jeweiligen Dosierventil (DV
X) um es von der Schließstellung (S0) in Abgabestellung (S1) zu schalten. In Entkupplungsposition
(P0) der Kupplungsvorrichtung (1) bewirkt die Rückstellfeder des Hubzylinders (14),
daß derselbe in seiner Endstellung gehalten wird, inder das Kupplungsstück (3) zu
dem Kupplungsgegenstück (2) beabstandet ist. Die Kupplungsvorrichtung (1) ist in dieser
Position (P0) entlang der Schiene (5) zu einem anderen Ort verfahrbar, um die Dosierung
einer anderen Flüssigkeitskomponente mit Hilfe eines weitern Dosierventiles (DV
x) vornehmen zu können.
[0028] Die verschiedenen Flüssigkeitskomponenten werden jeweils über das angekoppelte Dosierventil
(DV)

in einen unterhalb der Dosierventile (DV) auf einem Wägefahrzeug (20) positionierten
Mischbehälter (MB) kontrolliert abgegeben. Vorzugsweise haben das Wägefahrzeug (20)
und der Schlitten (5) eine gemeinsame Führung, dann ist der Schlitten (5) starr mit
dem Wägefahrzeug (20) verbunden. Selbstverständlich kann auch jedes der beiden Fahrzeug
(4, 20) einen eigenen Antrieb aufweisen.
[0029] In Fig. 5 ist die getrennte Verfahrbarkeit und die starre Verbindung (51) zwischen
Schlitten (4) und Wägefahrzeug (20) zum gemeinsamen Fahren in strich-punktierten Linien
gezeigt.
[0030] Zur Abgabe der einzelnen Flüssigkeitskomponenten nach dem gewählten Rezepturprogramm
wird das Wägefahrzeug (20) mit dem Mischbehälter (MB) stets an dem Ort des Gestells
(50) positioniert, an welchem sich die Abgabeöffnung des Dosierventiles (DV
x) befindet, das als nächstes geschalten wird. Die verschiedenen Dosierventile (DV)
sind abhängig von der Ausführungsform der Kupplungsvorrichtung (1), vorzugsweise linear
oder kreisförmig, als platzsparende Einheiten in Längsrichtung (L) des Gestells (50)
angeordnet, wobei es zweckmäßig ist, den Abstand zwischen den einzelnen Dosierventilen
(DV) gering zu halten, um in dergleichen Position des Wägefahrzeugs (20) mit Mischbehälter
(MB) mehrere Flüssigkeitskomponenten nacheinander zu dosieren, ohne das Wägefahrzeug
(20) zu verfahren.
[0031] Die in den Fig. 1 bis 6 gezeigten Kupplungsvorrichtungen (1) für das Steuerventil
(SV) weisen als Kupplungsstück (3) eine Spule (S) auf, die an dem kupplungsseitigen
Ende der Kolbenstange (15) des Hubzylinders (14) festgelegt ist. Die Dosierventile
(DV) sind auf einer dem Schlitten (4) zugewandten Längsseite (Kupplungsseite) (KS)
der Schiene (5) einreihig angeordnet, wobei die Kupplungsgegenstücke (2) jeweils einen
mit der Spule (S) zusammenwirkenden Anker (A) aufweisen, der mit dem Abschlußkörper
(AK) des dem Kupplungsgegenstück (2) zugehörigen Dosierventiles (DV) verbunden sind.
In Kupplungsposition (P1) stellt die Kupplungsvorrichtung (1) aus dem Anker (A) und
der Spule (S) ein Steuerventil (SV) als Schaltelement für das zu öffnende Dosierventil
(DV
x) in einer Mehrkomponenten-Dosieranlage (10) in Form eines Magnetventiles (MV) her,
beide Ventile (SV, DV
X) haben einen gemeinsamen, flüssigkeitsdurchströmten Ventilkörper (VK). In dem Magnetventil
(MV) sind gleichzeitig die Funktionen des Steuerventiles (SV) und eines Dosierventiles
(DV
x) vereint.
[0032] Die Schiene (5) hat pro Dosierventil (DV) paarweise, nebeneinander angeordnete Durchgangsbohrungen
(11, 12) mit je einem Anschluß (6, 7) für Flüssigkeitsleitungen (8, 9), nämlich für
eine eingangsseitige Komponenten-Zuleitung (8) vom Vorratsbehälter (VB) zum Ventilkörper
(VK) und für eine ausgangsseitige Komponenten-Ableitungen (9) vom Ventilkörper (VK)
in den Mischbehälter (MB).
[0033] Die Dosierventile (DV) sind als Tellerventile ausgebildet, wobei der von einem Ventilteller
gebildete Abschlußkörper (AK) schienenseitig an dem in dem Ventilkörper (VK) beweglich
geführten Anker (A) angeordnet ist. In der Schließstellung (S0) des Dosierventiles
(DV) preßt eine Rückstellfeder den Abschlußkörper (AK) gegen die Öffnung der Komponenten-Ableitung
(9) und sperrt diese gegen den Flüssigkeitsstrom. In Abgabestellung (S1) des Dosierventiles
(DV
X)sind die beiden Komponenten-Leitungen (8, 9) über den Ventilkörper (VK) durchgängig
miteinanderverbunden.
[0034] Die Fig. 1a, 1b und 2 sowie Fig. 4a und 4b zeigen das ausgewählte Dosierventil (DV
x) in Schließstellung (S0), alle übrigen Dosierventile (DV) in der Dosieranlage (10)
sind ebenfalls geschlossen, weil sich die Kupplungsvorrichtung (1) in Entkupplungsposition
(P0) befindet sich und das Steuerventil (SV) für die Dosierventile (DV) in seine einzelnen
Bestandteile (S, A) zerlegt ist. Der Anker (A) des Kupplungsgegenstückes (2) ist zu
der Spule (S) des Kupplungsstückes (3) beabstandet. Nun kann entweder der Abgabevorgang
durch Kuppeln der Kupplungsvorrichtung (1) und Schalten des Dosierventiles (DV
x) eingeleitet werden oder der Schlitten (4) mit dem Kupplungsstück (3) wird beim nächsten,
zu schaltenden Dosierventil (DV) positioniert.
[0035] Die Fig. 3 sowie Fig. 5 zeigen die Kupplungsvorrichtung (1) in Kupplungsposition
(P1) und das nach dem Rezepturprogramm ausgewählte Dosierventil (DV
x) in Abgabestellung (S1). Der Hubzylinder (14) ist in Arbeitsstellung ausgefahren,
so daß das Kupplungsstück (3) mit der Spule (S) und das Kupplungsgegenstück (3) mit
dem innenliegenden Anker (A) zusammenwirkt. Erst jetzt ist das Steuerventil (SV) in
Form eines elektrisch betätigten Magnetventil (MV) zusammengesetzt, so daß das zugeordnete
Dosierventil (DV
X) zum Dosieren und Mischen der gewählten Komponente freigeschaltet werden kann, um
die Flüssigkeit über die Komponenten-Zuleitung (8) aus einem vorgeschalteten Vorratsbehälter
(VB) nach dem Passieren des Ventilkörpers (VK) über die Komponenten-Ableitung (9)
an einen unterhalb des Dosierventiles (DV
x) positionierten Mischbehälter (MB), wie Gebinde, abzugeben. Beim Schalten des Dosierventiles
(DV
x) wird das Steuerventil (SV) von einem elektrischen Steuersignals direkt geschaltet.
Nach Einschalten des Spulenstromes wird der bewegliche Anker (A) in Richtung Spule
(S) gezogen, wodurch im Ventilkörper (VK) der Abschlußkörper (AK) von seinem Ventilsitz
(VS) abgehoben wird. Das Dosierventil (DV
X) befindet sich in Abgabestellung (S1).
[0036] Fig. 1a, 1b, 2 und 3 zeigen eine erste Ausführungsform der Kupplungsvorrichtung (1)
deren Kupplungsstück (3) und Kupplungsgegenstück (2) kupplungsseitig eine ebene Oberfläche
besitzen, die in der Kupplungsposition (P1) aneinander bzw. aufeinander liegen. Zu
dem in Fig. 2 und 3 detailliert dargestellten Kupplungsgegenstück (2) gehört jeweils
ein aus ein mehrteiliges, antimagnetisches Gehäuse, welches aus einem Deckel (21)
und einem in dem Ventilkörper (VK) abgedichtet, eingesetzten Unterteil (22) mit einer
innenseitigen axialen Führung für den Anker (A) zusammengesetzt ist. Der Anker (A)
des Kupplungsgegenstückes (2) ist an seinem kupplungsseitigen Ende plattenförmig gestaltet.
Der Hub des Ankers (A) ist auf der Kupplungsseite durch den Deckel (21) und auf der
anderen Seite durch den Ventilsitz (VS) für den Abschlußkörper (AK) begrenzt. Im Innenraum
des Ventilkörpers (VK) ist der Anker (A) durch einen Faltenbalg (13) oder eine Membran
gegen das flüssige Medium abgedichtet.
[0037] Bei der in den Fig. 4a, 4b und 5 dargestellten zweiten Ausführungsform der Kupplungsvorrichtung
(1) ist das Kupplungsstück (3) als Topf ausgebildet. In Kupplungsposition (P1) ist
das Kupplungsstück (3) auf das Kupplungsgegenstück (2) in Gestalt eines Andockzapfen
mit dem stabförmigen, beweglichen Anker (A) aufgesteckt. Erst jetzt ist das Steuerventil
(SV) in Form eines elektrisch betätigten Magnetventil (MV) zusammengesetzt und durch
ein elektrisches Steuersignals direkt schaltbar, um das ausgewählte Dosierventil (DV
x) in Abgabestellung (S1) zu bringen. Beim Einschalten des Spulenstromes wird der bewegliche
Anker (A) in die Spule (S) hineingezogen und der Abschlußkörper (AK) von dem Ventilsitz
(VS) abgehoben (vgl. Fig. 5).
[0038] Die Fig. 6a bis 9 zeigen eine dritte Ausführungsform der Kupplungsvorrichtung (1)
für Mehrkomponenten-Dosieranlagen (10) an deren Gestell (50) in Längsrichtung (L)
die vertikalen Dosierventile (DV) in zwei parallelen Reihen festgelegt sind. Ferner
ist seitlich an dem Gestell (50) eine waagerechte Schiene (5) mit in zwei parallel
verlaufenden Reihen, gleichmäßig zueinander beabstandeten Löchern (Durchgangsbohrungen)
(17) befestigt. Die Kupplungsgegenstücke (2) entsprechen einem definierten Abschnitt
auf der Fahrbahn der Schiene (5) angeordneten. An der Anschlußseite (AS) der Schiene
(5) beginnt an jeder Durchgangsbohrung (17) eine Druckluftableitung (18) zu dem zugehörigen
Dosierventil (DV) in Form eines pneumatisch betätigen Dosierzylindern (DZ). Je nachdem,
ob eine Ausführungsform der Kupplungsvorrichtung (1) mit einem eine Durchgangsleitung
(27) und Druckluftzuleitung (19) für ein Steuerventil (SV) aufweisenden Kupplungsstück
(3) (gem. Fig. 6a) oder der Kupplungsvorrichtung (1) mit einem mehrere Durchgangsleitungen
(27) und Druckluftzuleitungen (19) für verschiedene Steuerventile (SV) aufweisenden
Kupplungsstück (3) eingesetzt wird (gem. Fig. 9), werden zum Steuern der Dosierzylinder
(DZ) ein oder mehrere Steuerventile (SV) benötigt. Die Dosierzylinder (DZ) werden
von einem elektrisch betätigten Steuerventil (SV) über die in Kupplungsposition (P1)
hergestellte Druckluftleitung (18, 19) pneumatisch geschaltet. Die Kupplungsvorrichtung
(1) nach Fig. 9 eignet sich zum Dosieren verschiedener Flüssigkeitskomponenten über
unterschiedliche Dosierzylinder (DZ), ohne die Kupplungsposition zu verändern.
[0039] Das Kupplungsstück (3) ist derart ausgebildet, daß sich in Kupplungsposition (P1)
ihre Durchgangsleitung(en) (27) mit den Durchgangsbohrung(en) (17) in der Schiene
(5) decken, wodurch eine durchgängige Druckleitung (18, 19) vom Steuerventil (SV)
zum Dosierzylinder (DZ) erzeugt wird. Zur Abdichtung gegen die Umgebung ist an dem
Kupplungsstück (3) um die Öffnung der Durchgangsleitung(en) (27) je ein Dichtungsring
(D) festgelegt.
[0040] Fig. 7 zeigt die Kupplungsvorrichtung (1) mit einem Kupplungsstück (3) für ein Steuerventil
(SV) in der Entkupplungsposition (P0), in der Schlitten (22) an einen durch das Rezepturprogramm
vorgegebenen Ort der Schiene (21) zur Abgabe der gewünschten Flüssigkeitskomponente
verschoben werden kann. Alle Dosierzylinder (DV) befinden sich in Schließstellung
(S0). Eine Rückstellfeder (RF) in dem Dosierzylinder (DZ) hält die Kolbenstange in
Nullstellung, weshalb die bodenseitige Abgabedüse vom Abschlußkörper (AK) verschlossen
ist.
[0041] Keiner der Druckluftzylinder (DZ) kann von dem Steuerventil (SV) geschaltet werden,
weil die Druckluftleitung (18, 19) von dem Steuerventil (SV) zum Dosierzylinder (DZ)
unterbrochen ist. Das endseitig an dem Hubzylinder (14) angeordnete Kupplungsstück
(3) ist von der Schiene (5) abgehoben und wird von der Rückstellfeder in dem Hubzylinder
(14) in dieser Abstandsstellung gehalten.
[0042] Fig. 8 zeigt dieselbe Kupplungsvorrichtung (1) in der Kupplungsposition (P1) sowie
einen der Dosierzylinder (DZ
X) in Abgabestellung (S1), während sich die anderen Dosierzylinder (DZ) weiter in Schließstellung
(S0) befinden. In der Kupplungsposition (P1) wird das Kupplungsstück (3) von dem Hubzylinder
(14) kraftschlüssig gegen die Schiene (5) gepreßt, so daß die Durchgangsleitung (27)
des Kupplungsstückes (3) deckungsgleich über der Durchgangsbohrung (17) in der Schiene
(5) liegt und die Druckluftzuleitung (19) von dem Steuerventil (SV) zum Kupplungsstück
(3) und die Druckluftableitung (18) von dem Kupplungsgegenstück (2) zum Dosierventil
(DV
X) eine durchgehende Verbindungsleitung als Druckluftleitung (18, 19) von dem Steuerventil
(SV) zu dem Dosierventil (DV
1) bilden. Entsprechend dem Rezepturprogramm wird das Steuerventil (SV) von einem Impuls
betätigt, wodurch der mit dem Steuerventil (SV) verbundene Dosierzylinder (DZ
X) von der Schließstellung (S0) in Abgabestellung (S1) gebracht wird. Der Dosierzylinder
(DZ
x) über einen von dem Steuerventil (SV) ausgelösten Druckimpuls angesteuert, so daß
sich seine Kolbenstange aus der Nullstellung entgegen der Federkraft der Rückstellfeder
eingefahren wird. Dann wird die Flüssigkeitskomponente solange über die Abgabedüse
in den Mischbehälter (MB) dosiert, bis die vorgegebene Menge nach dem Rezepturprogramm
erreicht ist.
[0043] Die Kupplungsvorrichtung (1) gem. Fig. 9 besitzt ein Kupplungsstück (3) mit vier
Durchgangsleitungen (27), welche die aufeinanderfolgende Ansteuerung von vier verschiedenen
Dosierzylindern (DZ) mit Hilfe verschiedener Steuerventile (SV) an einem Ort der Kupplungsvorrichtung
(1) auf der Schiene (5) ermöglicht. In der Kupplungsstellung (S1) wird das Kupplungsstück
(3) auf die Schiene (5) gepreßt, so daß die vier Durchgangsleitungen (27) deckungsgleich
mit den vier Durchgangsbohrungen (17) sind. Dann ist zwischen den Steuerventilen (SV)
und den Dosierzylindern (DZ) je eine Druckluftleitung (18, 19) zusammengesetzt. Eines
der Steuerventile (SV) als Druck- oder Vakuum-Magnetventil (MV) wird nach dem Rezepturprogramm
geschaltet, wodurch der damit verbundene Dosierzylinder (DZ
X) freigeschaltet wird.

1. Kupplungsvorrichtung für ein Steuerventil (SV) in einer Mehrkomponenten-Dosieranlage
(10) mit einer hohen Anzahl Dosierventile (DV), dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe
ein in Entkupplungsposition (P0) entlang einer Führung (5) bewegliches Fahrzeug (4)
mit einem an einem Stellorgan (14) angeordneten Kupplungsstück (3) aufweist, welches
in Kupplungsposition (P1) jeweils mit einem auf der Führung (5) angeordneten Kupplungsgegenstück
(2) des zugehörigen Dosierventiles (DVx) zusammenwirkt, und daß in der Entkupplungsposition (P0) alle Dosierventile (DV)
geschlossen sind und in den verschiedenen Kupplungspositionen (P1) das Steuerventil
(SV) jeweils mit dem vorgegebenen, in Abgabestellung (S1) zu schaltenden Dosierventil
(DVx) verbunden ist.
2. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (5)
eine vorzugsweise waagerecht ausgerichtete Schiene (5) mit entlang der Fahrbahn in
Reihe angeordneten Löchern (11, 12, 17) ist, denen auf der dem Fahrzeug (4) zugewendete
Längsseite (Kupplungsseite) (KS) der Schiene (5) die Kupplungsgegenstücke (2) und
der gegenüberliegende Längsseite (Anschlußseite) (AS) der Schiene (5) Anschlüsse (6,
7) zugeordnet sind.
3. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosierventile
(DV) mit je einem starr mit ihrem Abschlußkörper (AK) verbundenen Kupplungsgegenstück
(2) auf der Kupplungsseite (KS) der Führung (5) angeordnet sind, und daß die Führung
(5) für jedes Dosierventil (DV) ein Paar Löcher (11, 12) sowie einen Anschluß (6)
für eine Komponenten-Zuleitung (8) zum zugehörigen Vorratsbehälter (VB) und einen
anderen Anschluß (7) für eine Komponenten-Ableitung (9) aufweist, wobei die beiden
Löcher (11, 12) jeweils über das zugehörige Dosierventil miteinander verbunden sind,
und daß in Kupplungsposition (P1) das Kupplungsstück (3) und das Kupplungsgegenstück
(2) des Dosierventils (DVX) das Steuerventil (SV) für das Dosierventil (DVX) zusammensetzen.
4. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil
(SV) und das Dosierventil (DVx) einen gemeinsamen Ventilkörper (VK) aufweisen, und daß der Anker (A) des Steuerventiles
(SV) ein Teil des Kupplungsgegenstückes (2) und die Spule (S) ein Teil des Kupplungsstück
(3) ist.
5. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (A) kupplungsseitig
als Platte ausgebildet ist, der in Kupplungsposition (P1) an der Spule (S) des Kupplungsstückes
(3) anliegt.
6. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (A) kupplungsseitig
als Zapfen ausgebildet ist, der in Kupplungsposition (P1) in die hohlkörperartigen
Spule (S) des Kupplungsstückes (3) eingreift.
7. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Kupplungsgegenstück
(2) auf der Führung (5) ein Loch (17) und ein Anschluß (6) für über eine Druckluftableitung
(18) mit dem zugehörigen Dosierventil (DV) zugeordnet ist, und daß in dem Kupplungsstück
(3) eine Durchgangsleitung (27) verläuft, die eingangsseitig einen Anschluß (26) für
eine Druckluftzuleitung (19) zu dem Steuerventil (SV) aufweist und ausgangsseitig
sich in Kupplungsposition (P1) an das Loch (17) des vorgegebenen Kupplungsgegenstückes
(3) anschließt.
8. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsstück
(3) in Kupplungsposition (P1) einen Abschnitt der Führung (5) mit mehreren Kupplungsgegenstücken
(3) überdeckt und mehrere Durchgangsleitungen (27) aufweist, die jeweils eingangsseitig
einen Anschluß (26) für eine Druckluftzuleitung (19) zu einem Steuerventil (SV) haben
und ausgangsseitig sich in Kupplungsposition (P1) an die Löcher (17) der Kupplungsgegenstücke
(2) anschließen.
9. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Dosierventil
(DV) aus einem mittels Steuerventil (SV) pneumatisch schaltbaren Dosierzylinder (DZ)
mit angeschlossenen Vorratsbehälter (VB) besteht, dessen Kolbenstange einen die Abgabedüse
verschließenden oder freigebenden Abschlußkörper (AK) aufweist.
10. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Durchgangsleitung(en) (27) des Kupplungsstücks (3) kupplungsseitig durch je einen
Dichtungsring (D), vorzugsweise O-Ring, gegen die Umgebung abgedichet sind.
11. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Löcher (11, 12, 17) in der Schiene (5) gleichmäßig zueinander beabstandete Durchgangsbohrungen
(11, 12, 17) sind.
12. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schiene (5) entlang der Fahrbahn mindestens in zwei Reihen angeordnete Durchgangsbohrungen
(11, 12, 17) aufweist.
13. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
das Steuerventil (SV) ein Magnetventil (MV) ist.
14. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
das Fahrzeug (5) ein eigen- oder fremdangetriebener Schlitten (5) ist.
15. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
das Stellorgan (14) für das Kupplungsstück (3) ein pneumatisch betätigter Hubzylinder
(14) ist.
16. Verfahren zum Dosieren und Mischen von Flüssigkeiten in einer Mehrkomponenten-Dosieranlage
(10) mit vielen Dosierventilen (DV), dadurch gekennzeichnet, daß die Dosierventile
(DV) entsprechend dem vorgegebenen Rezepturprogramm nacheinander durch dasselbe Steuerventil
(SV) von der Schließstellung (S0) in die Abgabestellung (S1) geschaltet werden, wozu
eine Kupplungsvorrichtung (1) für das Steuerventil (SV) in ihrer Entkupplungsposition
(P0) entlang einer Führung (5) jeweils an die Kupplungsposition (P1) des vorgegebenen
Dosierventiles (DVx) verfahren wird und in ihrer Kupplungsposition (P1) das Steuerventil (SV) mit diesem
Dosierventil (DVx) für die Abgabe der Flüssigkeit verbindet.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß in Kupplungsposition (P1)
der Kupplungsvorrichtung (1) das Steuerventil (SV) jeweils aus einem an der Führung
(5) angeordneten Kupplungsgegenstück (2) für das zugehörige Dosierventil (DV) und
einem an der Kupplungsvorrichtung (1) festgelegten Kupplungsstück (3) zusammengesetzt
wird, wobei die Führung (5) eine der Anzahl Dosierventile (DV) entsprechende Anzahl
Kupplungsgegenstücke (2) aufweist.
18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß in Kupplungsposition (P1)
der Kupplungsvorrichtung (1) das Steuerventil (SV) mit dem vorgegebenen Dosierventil
(DVx) jeweils über eine durchgehende Druckluftleitung bestehend aus einer Druckluftzuleitung
(19) von dem Steuerventil (SV) zum Kupplungsstückes (3) der Kupplungsvorrichtung (1)
und einer Druckluftableitung (18) vom dem Kupplungsgegenstück (2) zu dem zugehörigen
Dosierventil (DVx) verbunden wird, wobei die Führung (5) eine der Anzahl Dosierventile (DV) entsprechende
Anzahl Kupplungsgegenstücke (2) aufweist.