Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Ausdehnungsgefäß für eine Heizungsanlage mit einem
Wärmeübertrager zur Brauchwasserbereitung nach der Gattung des Anspruchs 1. In der
Patentanmeldung 196 33 236.2 wurde vorgeschlagen, einen an ein Wasserleitungsnetz
anschließbaren Wärmeübertrager zur Brauchwasserbereitung in einem als Speicher ausgebildeten
Gehäuseteil eines Ausdehnungsgefäßes anzuordnen. Diese Funktionsintegration Ausdehnungsgefäß-Wärmeübertrager
führt zu Kosteneinsparungen und trägt zu einer kompakten Bauweise eines Heizgerätes
für Raumheizung und Brauchwassererwärmung bei.
[0002] Aufgabe der Erfindung ist es, den als Rohrschlange ausgebildeten Wärmeübertrager
klein und platzsparend zu bauen, bei gleichzeitiger Gewährleistung eines ausreichenden
Brauchwasserkomforts.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß die Wärmeübertragungsoberfläche
der Rohrschlange vergrößert ist, während der wirksame Strömungsquerschnitt im wesentlichen
konstant bleibt.
[0004] Eine erste vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, für die Rohrschlange einen
von der Kreisform abweichenden, vorzugsweise elliptischen oder ovalen Querschnitt
zu wählen. Die Rohrschlange ist dabei so ausgebildet, daß die Wärmeübertragungsoberfläche
vergrößert ist, während der wirksame Strömungsquerschnitt im wesentlichen konstant
bleibt.
[0005] Eine zweite vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, im Inneren
der Rohrschlange einen Verdrängungskörper anzuordnen. Dabei wird ebenfalls unter Beibehaltung
des wirksamen Strömungsquerschnitts die Wärmeübertragungsoberfläche vergrößert. Im
Sinne einer optimalen Wärmeübertragung erstreckt sich der Verdrängungskörper im wesentlichen
über die gesamte Länge der Rohrschlange.
[0006] Bei dem Einsatz einer im Querschnitt kreisrunden Rohrschlange ist es vorteilhaft,
den Querschnitt des Verdrängungskörpers ebenfalls kreisförmig auszubilden.
[0007] Der im Querschnitt zur Rohrschlange kleinere Verdrängungskörper wird dann durch in
der Rohrschlange angeordnete Abstandsnoppen abgestützt.
[0008] Eine vorteilhafte Alternative zum kreisförmigen Querschnitt des Verdrängungskörpers
besteht in der Ausbildung als Vieleck, zum Beispiel in dreiecksform. Dabei dienen
die Ecken des Verdrängungskörpers gleichzeitig der Fixierung in der Rohrschlange.
[0009] Es ist vorteilhaft, wenn eine die Rohrschlange umgebende und das Heizungswasser führende
Leitung im wesentlichen dieselbe Querschnittsform wie die das Brauchwasser führende
Rohrschlange, aufweist.
Zeichnung
[0010] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in
der nachfolgenden Beschreibung unter Angabe weiterer Vorteile näher erläutert. Es
zeigen Figur 1 schematisch eine Heizungsanlage mit Brauchwasserbereitung, Figuren
2 und 3 Schnittdarstellungen eines als Rohrschlange ausgebildeten Wärmeübertragers
und Figur 4 den in einem Speicher angeordneten Wärmeübertrager.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0011] Figur 1 zeigt einen als Teil eines Ausdehnungsgefäßes ausgebildeten Speicher 10 für
die Brauchwassererwärmung in einem heizwasserführenden Leitungssystem 12, 14 eines
Heizungsgerätes. Ein im Leitungssystem 12, 14 angeordneter und durch einen Brenner
15 von Verbrennungsgasen beaufschlagter Primärwärmeübertrager 16 versorgt den Speicher
10 über den Vorlaufabschnitt 12 dieses Leitungssystems und über einen Vorlaufanschluß
12a des Speichers 10 mit Heizwasser für die Brauchwassererwärmung. Der Rücklaufabschnitt
14 des Leitungssystems führt von einem Rücklaufanschluß 14a des Speichers 10 über
ein Dreiwegeventil 18 und eine Heizwasserpumpe 20 zum Primärwärmeübertrager 16 zurück.
Dabei geben die durchgezogen dargestellten Pfeile die Strömungsrichtung des Heizwassers
an. Das Dreiwegeventil 18 ermöglicht die Versorgung eines mit Vor- und Rücklaufanschlüssen
22, 24 angedeuteten Heizungssystems mit Heizungswasser durch dieselbe Wärmequelle.
[0012] Im Inneren des Speichers 10 sind die als Rohrschlange ausgebildeten Übertragungsflächen
eines Wärmeübertragers 26 angeordnet, der über einen Anschluß 28 mit einem Kaltwasser-Zulauf
verbunden ist. Durch einen Warmwasser-Anschluß 30 am anderen Ende der Rohrschlange
26 kann warmes Brauchwasser entnommen werden. Die gestrichelt dargestellten Pfeile
geben die Strömungsrichtung des Brauchwassers an.
[0013] Wie Figur 2 zeigt, ist in einem ersten Ausführungsbeispiel im Inneren der Rohrschlange
26 ein Verdrängungskörper 32, der sich über die gesamte Länge der Rohrschlange 26
erstreckt, angeordnet. Durch den Verdrängungskörper 32 wird durch die Wahl einer im
Durchmesser größeren kreisrunden Rohrschlange 26 die Wärmeübertragungsoberfläche unter
Beibehaltung eines vorgegebenen wirksamen Strömungsquerschnitts vergrößert. Damit
bleibt die Strömungsgeschwindigkeit des in der Rohrschlange 26 fließenden Brauchwassers
konstant, wodurch der Wirkungsgrad des Wärmedurchgangs vom Heizwasser zum Brauchwasser
nicht verschlechtert wird. Der Verdrängungskörper 32 weist dieselbe kreisrunde Querschnittsform
auf wie die Rohrschlange 26 und wird durch in der Rohrschlange 26 angeordnete Abstandsnoppen
34 in der Mitte der Rohrschlange 26 fixiert. Der Verdrängungskörper 32 besteht aus
einem Kunststoffmaterial mit schlechtem Wärmeleitvermögen, so daß der Wärmeübergang
auf das Brauchwasser begrenzt ist.
[0014] Es ist auch möglich, den Querschnitt des Verdrängungskörpers 32 dreieckig oder viereckig
auszubilden, wobei dann auf die Abstandsnoppen 34 verzichtet werden kann, da der Verdrängungskörper
32 so dimensioniert ist, daß er an der Innenwand der Rohrschlange 26 durch seine Ecken
abgestützt ist.
[0015] Figur 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Rohrschlange 26, bei dem durch
die ovale Querschnittsform die Wärmeübertragungsoberfläche vergrößert worden ist,
während der wirksame Strömungsquerschnitt und damit die Strömungsgeschwindigkeit widerum
im wesentlichen konstant bleibt.
[0016] Beide Ausführungsbeispiele tragen dazu bei, daß der als Rohrschlange 26 ausgebildete
Wärmeübertrager klein und platzsparend im Speicher 10 integriert werden kann.
[0017] Der Speicher 10 wird durch ein an sich bekanntes Verfahren mit Heizwasser geladen.
Ein im Speicher 10 angeordneter, nicht dargestellter Temperaturfühler mißt die Temperatur
des Heizwassers im Speicher, der dann mit Heizwasser durch den Primärwärmeübertrager
16 und durch das Heizwasser führende Leitungssystem 12, 14 nachgeladen wird, wenn
die Temperatur des Heizwassers unter einen bestimmten Wert sinkt.
[0018] Wie Figur 4 zeigt, ist der Speicher 10 als Teil eines für die Heizungsanlage vorgesehenen
Ausdehnungsgefäßes ausgebildet, wobei eine als elastische Membran 36 ausgebildete
Zwischenwand eine das Heizwasser führende Gehäusehälfte 38 von einer ein Gasvolumen
aufnehmenden Gehäusehälfte 40 trennt. Dabei weisen beide Gehäusehälften 38, 40 an
ihren Enden umlaufende Kragen 42, 44 auf, zwischen denen die Membran 36 mit Hilfe
einer Ringwulst 46 eingespannt ist. Der sich zwischen Membran 36 und der Gehäusehälfte
40 ausbildende Raum ist mit Stickstoff gefüllt, der ein Druckpolster aufbaut. Die
Gehäusehälfte 38 ist weiterhin mit einem Anschlußstutzen 48 für einen Schnellentlüfter
versehen, durch den im Heizwasser befindliche Luft ausgeschieden werden kann.
[0019] Durch diese Merkmale eines Ausdehnungsgefäßes ist es möglich, die im Heizungsnetz
auftretenden Volumenänderungen aufgrund von Temperaturschwankungen zu kompensieren.
Der dann gleichzeitig als Teil eines Ausdehnungsgefäßes ausgebildete Speicher 10 trägt
zu einer besonders kompakten Bauweise eines Heizgerätes bei.
[0020] Um den Wirkungsgrad der Wärmeübertragung vom Heizwasser auf das in der Rohrschlange
26 fließende Brauchwasser zu erhöhen, verläuft eine Leitung 50 koaxial zu der Rohrschlange
26. Dabei ist das eine Ende der koaxialen Leitung 50 als im Speicher 10 bzw. in der
das Heizwasser führenden Gehäusehälfte 38 liegendes offenes Ende 52 ausgebildet, während
das andere Ende 54 mit dem Rücklaufabschnitt 14 des heizwasserführenden Leitungssystems
12, 14 verbunden ist. Die koaxiale Leitung 50 weist dabei dieselbe Querschnittsform
wie die Rohrschlange 26 auf und erstreckt sich im wesentlichen über die gesamte Länge
der Rohrschlange 26.
[0021] Der als Teil des Ausdehnungsgefäßes ausgebildete Speicher 10 arbeitet auf folgende
Art und Weise:
[0022] Bei Brauchwasserentnahme über die Rohrschlange 26 wird gleichzeitig durch die im
Rücklaufabschnitt 14 angeordnete Heizwasserpumpe 20 im Speicher 10 befindliches Heizwasser
durch das offene Ende 52 der koaxialen Leitung 50 gefördert, wobei ein erhöhter Wärmeaustausch
zwischen dem in der koaxialen Leitung 50 geförderten Heizwasser und dem in der Rohrschlange
26 fließenden Brauchwassers stattfindet.
[0023] Der Wärmeaustausch findet im Gegenstromprinzip statt, das heißt, der Kaltwasseranschluß
28 und der Warmwasseranschluß 30 der Rohrschlange 26 sind so gewählt, daß in der Rohrschlange
26 fließendes Brauchwasser entgegensetzt zu dem in der koaxialen Leitung 50 geförderten
Heizwasser fließt, wodurch der Wärmeübertragungsfaktor weiter verbessert wird. Im
Gegensatz zum Gleichstromprinzip kann die Endtemperatur des in der Rohrschlange 26
fließenden Brauchwassers über die Endtemperatur des in der koaxialen Leitung 50 fließenden
und sich abkühlenden Heizwassers gesteigert werden.
1. Ausdehnungsgefäß für eine Heizungsanlage, mit einem Gehäuse und einer das Gehäuse
unterteilenden Wand, wobei der eine Gehäuseteil das Heizmedium und der andere Gehäuseteil
ein Gasvolumen aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß ein an ein Wasserleitungsnetz
anschließbarer, als Rohrschlange ausgebildeter Wärmeübertrager (26) zur Brauchwasserbereitung
im das Heizmedium aufnehmenden Gehäuseteil (38) des Ausdehnungsgefäßes angeordnet
ist und daß die Wärmeübertragungsoberfläche der Rohrschlange (26) vergrößert ist,
während der wirksame Strömungsquerschnitt im wesentlichen konstant bleibt.
2. Ausdehnungsgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrschlange (26)
einen von der Kreisform abweichenden, vorzugsweise elliptischen oder ovalen Querschnitt
aufweist.
3. Ausdehnungsgefäß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren der
Rohrschlange (26) ein Verdrängungskörper (32) angeordnet ist.
4. Ausdehnungsgefäß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängungskörper
(32) sich im wesentlichen über die gesamte Länge der Rohrschlange (26) erstreckt.
5. Ausdehnungsgefäß nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt
des Verdrängungskörpers (32) und der Querschnitt der Rohrschlange (26) kreisförmig
ausgebildet sind.
6. Ausdehnungsgefäß nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verdrängungskörper (32) durch in der Rohrschlange (26) angeordnete Abstandsnoppen
(34) abgestützt ist.
7. Ausdehnungsgefäß nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt
des Verdrängungskörpers (32) als Vieleck ausgebildet ist, wobei sich die Ecken an
der Innenwand der Rohrschlange (26) abstützen.
8. Ausdehnungsgefäß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Rohrschlange (26) umgebende Leitung (50) im wesentlichen dieselbe Querschnittsform
wie die Rohrschlange (26) aufweist.