[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Reihenklemmblock gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
[0002] In der modernen Gebäudeinstallation werden für die Energieverteilung sog. Haupt-
und Unterverteiler entsprechend VDE 0660 Teil 500/504 und Kleinverteiler entsprechend
VDE 0603 Teil 1 eingesetzt.
[0003] Kleinverteiler nach VDE 0603 und Unterverteiler nach VDE 0660 Teil 504 sind maßlich
nach DIN 43 871 und DIN 43 880 ausgelegt. Danach beträgt die Einbautiefe für Geräte
47 mm und der Reihenabstand von parallelen Gerätereihen 125 mm.
[0004] Die in Klein- und Unterverteilern für die Verdrehtung von Drehstromkreisen bisher
bekannten sog. Dreileiterklemmen sind unter Berücksichtigung der vorgegebenen maximalen
Einbaumaße und der zwischen den einzelnen Anschlußleitern einzuhaltenden Kriech- und
Luftstrecken bisher auf Leiteranschlüsse im Querschnittsbereich bis maximal 2,5 mm
feindrähtige Leiter beschränkt. Für Drehstromkreise bis zu diesem Querschnittsbereich
werden in der Praxis also zwei mehrstöckige Reihenklemmen, von denen eine als sog.
Dreileiterklemme ausgebildet ist, benötigt.
[0005] Mehretagige Reihenklemmen, wie z.B. Dreileiterklemmen für Anschlußquerschnitte von
4 mm und mehr, benötigen zur Einhaltung der erforderlichen Kriech- und Luftstrecken
Isoliergehäuse, deren Baumaße den in Kleinverteilern zur Verfügung stehenden Einbauraum
bei weitem übersteigen.
[0006] Derartige Drehstromkreise in diesem Querschnittsbereich bestehen deshalb bisher aus
insgesamt fünf Reihenklemmen, von denen drei für die Leiter L1 bis L3 und je eine
für den PE-Leiter bzw. N-Leiter vorgesehen sind. Ein aus fünf Einzelklemmen bestehender
Klemmenblock weist naturgemäß eine beachtliche Anreihbreite auf und beansprucht deshalb
auch einen relativ großen Bereich des innerhalb der Verteiler zur Verfügung stehenden
Einbauraumes.
[0007] Zur Beseitigung dieser Nachteile und zur Verringerung der Materialkosten wird vorgeschlagen,
auch bei Drehstromkreisen mit Anschlußleitungen von mehr als 2,5 mm Querschnitt, zumindest
bei einem Teil der erforderlichen Klemmen, mehretagische Reihenklemmen einzusetzen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch einen Reihenklemmenblock gelöst, der die Merkmale des Anspruches
1 aufweist.
[0009] Durch die Erfindung reduziert sich die Anzahl der Reihenklemmen je Klemmblock, da
sie nunmehr jeweils zwei Leiter aufnehmen können.
[0010] Für einen Drehstrom-Stromkreis mit insgesamt fünf Leitern, wovon drei stromführend
sind, werden statt fünf Reihenklemmen jetzt lediglich drei erforderlich. Bei Wechselstrom
statt drei Reihenklemmen wie bisher, nun nur noch zwei.
[0011] Es ist klar ersichtlich, daß neben dem geringeren Platzbedarf auch die Kosten, resultierend
aus Herstellung und Montage, in erheblichem Maße gesenkt sind.
[0012] Nach einem vorteilhaften Gedanken der Erfindung werden die Leiteranschlüsse als Zugfederanschlüsse
ausgebildet, wobei deren Betätigung parallel zur Leitereinführung erfolgt.
[0013] Ferner kann vorgesehen sein, daß der untere Leiteranschluß eine nach oben hin offene
Leitereinführung aufweist, wodurch ein einfaches und bequemes Einführen und Festsetzen
des Leiters möglich ist.
[0014] Denkbar ist auch eine Leiter-Kennzeichnung direkt am Leitereinlaß vorzusehen, so
daß ein freier Blick unmittelbar auf die Kennzeichnung gewährleistet ist.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung
beschrieben.
[0017] Die einzige Figur zeigt einen erfindungsgemäßen Klemmenblock in einer schematischen
Explosivdarstellung mit angeschlossenen Schutzorganen.
[0018] In der Figur sind drei Reihenklemmen 2,7,8 dargestellt, die direkt nebeneinanderliegend
einen Klemmenblock 1 bilden. Dabei sind die Reihenklemmen 2,7,8 auf einer Tragschiene
13 festgelegt.
[0019] Die beiden oberen Reihenklemmen 2,7 weisen jeweils zwei übereinanderliegende Leiteranschlüsse
3,5 und 9,11 auf, während die untere Reihenklemme 8 lediglich einen oberen Leiteranschluß
12 besitzt.
[0020] Die oberen Leiteranschlüsse 3,9,12 sind mit einer abgeschrägten Leitereinführung
versehen, so daß die Leitungen L3, L1 und N ebenso von oben bequem einsteckbar sind
wie die in die unteren Leiteranschlüsse 5,11 eingesteckten Leitungen L2 und PE. Sämtliche
Leiteranschlüsse sind dabei als Zugfederanschlüsse ausgebildet und parallel zur Leitereinführung
von oben betätigbar.
[0021] Die Leiteranschlüsse 3,5 der oberen Reihenklemme 2 finden ihre gegenüberliegende
Entsprechung in den Leiteranschlüssen 4,6, deren Verdrahtungen mit jeweils zugeordneten
Schutzorganen 14 verbunden sind.
[0022] In diesem Sinne weist auch die mittlere Reihenklemme 7 dem Leiteranschluß 9 gegenüberliegend
einen die innere Verdrahtung aufnehmenden Leiteranschluß 10 auf, dessen Leitereinführung
ebenso wie die des Leiteranschlusses 4 schräg verläuft.
[0023] Der in die Reihenklemme 7 eingesteckte PE-Leiter steht in Verbindung mit einer sämtliche
Reihenklemmen 2,7,8 aufnehmenden Tragschiene 13.
[0024] Die in der Zeichnung dargestellte untere Reihenklemme 8 mit ihrem oberen Leiteranschluß
12 ist für den N-Leiter vorgesehen.
[0025] Das Ausführungsbeispiel zeigt die Anordnung eines Klemmblocks 1 für einen Drehstromkreis.
Denkbar ist aber auch, einen erfindungsgemäßen Klemmblock für einen Wechselstromkreis
einzusetzen, wobei dann auf die Reihenklemme 2 verzichtet wird.
1. Reihenklemmblock bestehend aus mehreren nebeneinander angeordneten Reihenklemmen für
die Verdrahtung von Drehstromkreisen mit einem Anschlußquerschnitt von mehr 2,5 mm,
feindrähtig, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmblock bei Drehstromkreisen ohne N-Leiter aus zwei Reihenklemmen und
zwei Drehstromkreisen mit N-Leiter aus drei Reihenklemmen besteht, wobei eine Reihenklemme
als Etagenklemme für den Anschluß der Leiter (L1-L2, die zweite Reihenklemme für den
Anschluß der Leiter (L3-PE) und die dritte Reihenklemme für den Anschluß des N-Leiters
vorgesehen ist.
2. Reihenklemmblock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihenklemme für
N-Leiter zwischen der Etagenklemme für die Leiter L1-L2 und der Reihenklemme für die
Leiter L3-PE angeordnet ist.
3. Reihenklemmblock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihenklemme für
den N-Leiter nach der Reihenklemme für die Leiter L3-PE angeordnet ist.
4. Reihenklemmblock nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiteranschlüsse
als Zugfeder-Anschlüsse ausgebildet sind.
5. Reihenklemmblock nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
unteren und oberen Leiteranschlüsse für die Betätigung und Leitereinführung von oben
her vorgesehen sind.
6. Reihenklemmblock nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die oberen Leiteranschlüsse in einem spitzen Winkel zur den unteren Leiteranschlüssen
angeordnet sind.
7. Reihenklemmblock nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die unteren und oberen Leiteranschlüsse für eine schräge Betätigung und Leitereinführung
von oben her angeordnet sind.
8. Reihenklemmblock nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Leiteranschluß eine Bezeichnungsmöglichkeit zugeordnet ist.