[0001] Die Erfindung betrifft einen Torwarthandschuh mit Hutform-Polsterung, bei dem ein
Oberhandteil und ein Innenhandteil vier vordere Fingerbereiche und einen Tellerbereich
aufweisen, bei dem jeweils ein Oberhand-Fingerbereich und ein Innenhand-Fingerbereich
entlang Längsrändern miteinander verbunden sind und zum freien Ende hin eine Fingerkuppen-Kappe
bilden, bei dem mindestens in einer der Fingerkuppen-Kappen eine elastisch zusammendrückbare
Polsterung vorgesehen und fest aufgebracht ist und bei dem die Polsterung in Hutform
gestaltet und von einem porösen Gummimaterial gebildet ist.
[0002] Bei einem bekannten (DE-GM 296 00 843) Torwarthandschuh dieser Art ist die Hutform-Polsterung
als Formteil unabhängig von den Oberhand/Innenhand-Fingerbereichen gefertigt und wird
bei fertiggenähtem Handschuh nachträglich zwischen die beiden zusammengenähten Fingerbereiche
des einen vorderen Fingerbereichs geschoben, wobei auch noch Klebstoff eingebracht
wird, um die Hutform-Polsterung sowohl mit dem Oberhand-Fingerbereich als auch mit
dem Innenhand-Fingerbereich zu verkleben. Dies ist in der Herstellung aufwendig. Die
Hutform-Polsterung bildet für den Finger eine rund um den Finger geschlossene Höhle,
so daß die Fingerkappe auch nach oben hin, d.h. auf der Seite des Fingernagels gepolstert
ist. Eine Hutform, die als rundum geschlossene Höhle bzw. Napf ausgebildet ist, bereitet
bei der Herstellung des Formteils durch Spritzen formtechnisch Schwierigkeiten.
[0003] Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Torwarthandschuh der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei dem der herstellungsmäßige, durch die Hutform-Polsterung bedingte
Aufwand verringert ist. Der erfindungsgemäße Torwarthandschuh ist, diese Aufgabe lösend,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hutform der Polsterung eine Fingeraufnahme bildet,
die auf der Seite, die dem Fingerbereich, auf den fest aufgebracht ist, entgegengesetzt
ist, offen ist.
[0004] Bei dem erfindungsgemäßen Torwarthandschuh wird die Hutform-Polsterung vor dem Vernähen
von Oberhandteil und Innenhandteil montiert, indem sie an dem einen Fingerbereich
eines Oberhand/Innenhand-Fingerbereiche-Paares angebracht, z.B. angeklebt oder angespritzt
wird, bevor die beiden Fingerbereiche zusammengenäht werden. Es wird dann der zweite
Fingerbereich über die Hutform-Polsterung gelegt und mit dem ersten Fingerbereich
vernäht. Es wird also ein anderes Herstellungsverfahren für das Herstellen und Montieren
der Hutform-Polsterung sowie das Vernähen der beiden Oberhand/Innenhand-Fingerbereiche
durchgeführt. Eine oberseitig offene Fingeraufnahme ist formtechnisch günstig und
erfüllt die wesentlichen Forderungen an eine Polsterung der Fingerkuppe.
[0005] Die innere Oberfläche des Oberhand/Innenhand-Fingerbereichs, auf die das Formteil
aufgebracht, z.B. aufgespritzt, wird, wird an sich von einer beliebigen Materiallage
gebildet, die sich ihrer Materialart nach aus anderen Forderungen ergibt, die an den
Torwarthandschuh gestellt werden. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn
der Oberhand/Innenhand-Fingerbereich nach innen eine durchbrochene Textillage bildet,
auf die das Formteil aufgebracht ist. Diese innere Textillage ist bei Torwarthandschuhen
häufig vorgesehen und gibt dem gespritzten Formteil verbesserten Halt.
[0006] Das gespritzte Gummimaterial ist z.B. Moosgummi oder ein geeigneter Kunststoff-Schaumstoff.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn das poröse Gummimaterial ein PU-Schaum
ist. PU-Schaum ist besonders weich und läßt sich vereinfacht aufspritzen.
[0007] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es auch, wenn die Hutform-Polsterung zum
freien Ende hin eine relativ zur seitlichen Wandung verdickte Wandung aufweist. Die
Fingerkuppe ist am freien Ende besonders empfindlich und die dem Fingerkuppenende
zugeordnete Materialverdickung bei Herstellung des Formteils vereinfacht zu erzeugen.
[0008] Die Außenkonturen des Formteils sind z.B. exakt rechteckig. Besonders zweckmäßig
und vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Abnahme der Höhe des Formteils zum seitlichen
Rand hin schräg ist. Wegen der Schräge läßt sich das aufgelegte zweite Handteil vereinfacht
zwecks Vernähens zu dem ersten, bespritzten Handteil heranführen.
[0009] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es ebenso, wenn der andere Oberhand/Innenhand-Fingerbereich
an dem gespritzten Formteil lose anliegt. Die Polsterung ist auch ausreichend gegeben,
wenn der andere Fingerbereich mit dem Formteil nicht fest verbunden, z.B. nicht verklebt
ist. Für die erwünschte Wirkung der Polsterung genügt die durch festes Aufbringen
gegebene Verbindung des Formteils mit dem einen Oberhand/Innenhand-Fingerbereich.
[0010] Es ist möglich, die beiden Oberhand/Innenhand-Fingerbereiche unmittelbar aneinander
anliegend miteinander zu verbinden. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es jedoch,
wenn die gespritzte Hutform-Polsterung entlang den Randkanten des Oberhand/Innenhand-Fingerbereichs
einen Nahtsims bildet. Dieser Nahtsims vergrößert die Anlagefläche des Formteils am
Fingerbereich und wird von der Naht mitgefaßt, welche die beiden Oberhand/Innenhand-Fingerbereiche
miteinander verbindet.
[0011] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn der Fingerbereich, auf
den die Hutform-Polsterung aufgebracht ist, der Innenhand-Fingerbereich ist. Die Fingerkuppen
der Hand des Torwarts üben besonders Kraft auf die Fingerbereiche des Innenhandteils
aus. Die dadurch bedingten Belastungen des Formteils sind durch das Aufspritzen gut
gegen den Fingerbereich abgestützt.
[0012] Wenn bei einem Torwarthandschuh ein Daumenbereich zum freien Ende hin eine Fingerkuppen-Kappe
bildet, ist es besonders zweckmäßig und vorteilhaft, wenn in der Fingerkuppen-Kappe
des Daumenbereichs ebenfalls eine Polsterung vorgesehen ist, die in Hutform gestaltet
und von einem gespritzten porösen Gummimaterial gebildet ist. Die durch den Polsterhut
aus Gummimaterial für einen Finger erreichbaren Vorteile sind auch für den Daumen
gegeben, wodurch eine weitere Verbesserung der Gebrauchseigenschaften des Torwarthandschuhs
erreicht ist.
[0013] In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt und
zeigt
- Fig. 1
- eine Draufsicht mit Aufbruch eines Torwarthandschuhs mit Hutform-Polsterung und
- Fig. 2
- einen Schnitt gemäß Linie II-II in Fig. 1.
[0014] Der Torwarthandschuh gemäß Zeichnung besitzt einen Daumenbereich 1, vier vordere
Fingerbereiche 2, einen Tellerbereich 3 und einen Handgelenkbereich 4. Ein Oberhandteil
5 bildet einstückig einen Oberhand-Handgelenkbereich, einen Oberhand-Tellerbereich
und vier vordere Oberhand-Fingerbereiche 6. Das Oberhandteil 5 liegt über einem Innenhandteil
7, das einen Innenhand-Tellerbereich, vier vordere Innenhand-Fingerbereiche 8 und
einen Innenhand-Fingerbereich 9 des Daumenbereichs 1 bildet. Das vordere Endstück
jedes vorderen Fingerbereichs 2 und des Daumenbereichs 1 bildet eine Fingerkuppen-Kappe
10, deren zum Tellerbereich hingewendetes Ende durch eine gestrichelte Linie 11 angedeutet
Ist. Das Innenhandteil 7 besteht aus einer Trägerschicht 12, die nach außen hin eine
Latexschicht 13 trägt. Die vier vorderen Fingerbereiche 2 und der Daumenbereich 1
sind an den Längsrändern 14 jeweils mittels Nähten 15 vernäht, wobei wulstartige Nahtstöße
16 gebildet sind.
[0015] In jede Fingerkuppen-Kappe 10 jedes vorderen Fingerbereichs 2 ist eine Hutform-Polsterung
17 eingesetzt, die wie eine umfangsmäßig teilweise offene Fingeraufnahme gestaltet
ist, also abgesehen von einer einseitigen Öffnung zum Einschieben des Fingers rundum
nicht geschlossen ist. Die Hutform-Polsterung 17 ist ein Formteil, das auch einen
unteren Fortsatz 18 der Polsterung 17 und zwei seitliche Fortsätze 19 der Polsterung
bildet. Gemäß Fig. 2 nimmt die sich zwischen Oberhand und Innenhand erstreckende Außenabmessung
der Hutform-Polsterung in Richtung zum freien Ende des Fingerbereichs 2 ab. Hierdurch
ist eine Anpassung an die Verengung des Innenraums des Fingerbereichs gegeben, die
in Richtung zum freien Ende des Fingerbereichs vorhanden ist.
1. Torwarthandschuh mit Hutform-Polsterung,
bei dem ein Oberhandteil und ein Innenhandteil vier vordere Fingerbereiche und einen
Tellerbereich aufweisen,
bei dem jeweils ein Oberhand-Fingerbereich und ein Innenhand-Fingerbereich entlang
Längsrändern miteinander verbunden sind und zum freien Ende hin eine Fingerkuppen-Kappe
bilden,
bei dem mindestens in einer der Fingerkuppen-Kappen eine elastisch zusammendrückbare
Polsterung vorgesehen und fest aufgebracht ist und
bei dem die Polsterung in Hutform gestaltet und von einem porösen Gummimaterial gebildet
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hutform der Polsterung (17) eine Fingeraufnahme bildet, die auf der Seite,
die dem Fingerbereich (8), auf den fest aufgebracht ist, entgegengesetzt ist, offen
ist.
2. Torwarthandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberhand/Innenhand-Fingerbereich
(8) nach innen eine durchbrochene Textillage bildet, auf die das Formteil aufgebracht
ist.
3. Torwarthandschuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das poröse Gummimaterial
ein PU-Schaum ist.
4. Torwarthandschuh nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hutform-Polsterung
(17) aus dem porösen Gummimaterial auf den einen (8) der zugehörigen Oberhand/Innenhand-Fingerbereiche
als gespritztes Formteil, in feste Verbindung mit dem Fingerbereich (8) aufgebracht
ist.
5. Torwarthandschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hutform-Polsterung (17) zum freien Ende hin eine relativ zur seitlichen Wandung
verdickte Wandung aufweist.
6. Torwarthandschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abnahme der Höhe des Formteils (17) zum seitlichen Rand (14) hin schräg ist.
7. Torwarthandschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der andere Oberhand/Innenhand-Fingerbereich (6) an dem aufgebrachten Formteil
(17) lose anliegt.
8. Torwarthandschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die gespritzte Hutform-Polsterung (17) entlang den Randkanten (14) des Oberhand/Innenhand-Fingerbereichs
(8) einen Nahtsims bildet.
9. Torwarthandschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fingerbereich, auf den die Hutform-Polsterung (17) aufgebracht ist, der Innenhand-Fingerbereich
(8) ist.