[0001] Die vorstehende Erfindung betrifft eine Maschine zum Biegen länglicher Teile, wie
Rohre, Stangen oder Profile mit einem Maschinengestell, das einen verschiebbaren Wagen
aufnimmt, der mit einer Spannzange zur Durchführung einer gesteuerten Dreh- und Verschiebebewegung
des Werkstückes ausgerüstet ist und einen Biegekopf aufnimmt.
[0002] Es ist bekannt, daß längliches Material wie, z.B. Rohre, die für den Transport von
Flüssigkeiten, Dämpfen oder Gasen bei Vorrichtungen und Anlagen dienen, teilweise
sehr komplexe Formen aufweist.
[0003] Diese komplexen Formen der Bauteile sind notwendig, um das sich in Längsrichtung
erstreckende Material an den Verlauf zwischen den zu verbindenden Vorrichtungen anzupassen.
[0004] Das sich in Längsrichtung erstreckende Material wird in üblicher Weise in Form von
geraden Stangen oder Rohren oder in Form von auf Trommeln aufgewickeltem Material
vertrieben.
[0005] Die Stangen oder Wickel werden in einzelne Teilstücke mit der gewünschten Länge geschnitten
und anschließend in Biegemaschinen verformt.
[0006] Die bekannten Biegemaschinen der genannten Art bestehen aus einem Maschinengestell,
welches auf einer Platte einen verfahrbaren Wagen aufnimmt, der eine Spannzange und
einen Schlitten mit einem Biegekopf trägt.
[0007] Die Spannzange ist derartig ausgebildet, daß sie das Werkstück in Form einer Stange
oder eines Rohres ergreifen und das Werkstück gegenüber seiner Längsachse verschieben
oder drehen kann.
[0008] Der verfahrbare Schlitten ist am Maschinengestell derartig montiert, daß ein Verschieben
des Schlittens in Querrichtung gegenüber der Längsachse der Spannzange mit kleinen
Schritten möglich wird.
[0009] Diese bekannte Ausführungsform einer Biegemaschine ermöglicht es die im Biegekopf
vorgesehene Matrize gegenüber der Achse des Werkstückes, in Form einer Stange oder
eines Rohres auszurichten, um das Werkstück in die Matrize einzuführen, um anschließend
den Biegevorgang durchzuführen.
[0010] Die Vorsehung einer Vorrichtung zum Verschieben des Schlittens in Querrichtung der
Spannzange, führt zu einer äußerst platzraubenden Bauform der Biegemaschine, besonders
auf den Seiten der Spannzange.
[0011] Die platzraubende Bauform der Maschine, führt zu Einschränkungen was die Erstreckung,
der zu biegenden Werkstücke im Raum anbetrifft
[0012] Die platzraubende Bauform der Maschine führt ferner zu längeren Bearbeitungszeiten,
da es notwendig wird das Werkstück zwischen den einzelnen Bearbeitungsvorgänge umzuspannen
und neu auszurichten, um zu vermeiden, daß ein Anschlagen des Werkstückes an Bauteilen
der Maschinen während des Biegevorganges eintritt.
[0013] Derzeitig werden den bekannten Biegemaschinen auch aufwendige Manipulatoren zugeordnet,
z.B. programmierbare Roboter, die für das Zuführen und das automatische Entnehmen
oder ein Übergeben des Werkstückes an andere Bearbeitungseinheiten dienen.
[0014] Das Betreiben, besonders das Programmieren dieser Manipulatoren ist besonders aufwendig.
[0015] Die Notwendigkeit von Manipuliervorgängen und besonders die genaue Handhabung des
Werkstückes wird noch durch die Tatsache erschwert, daß die Biegemaschine mit einer
hohen Taktzahl betrieben werden soll.
[0016] Gleichzeitig ist zu vermeiden daß das Werkstück nach Durchführung der Biegevorgänge
und nach Freigabe des Werkstückes ungeordnet auf den Boden, der die Maschine aufnimmt,
fällt. Besonders muß vermieden werden, daß das Werkstück nicht auf Baugruppen der
Biegemaschine fällt, was die Durchführung weiterer Bearbeitungsvorgänge unterbrechen
würde oder bei einem direkten Abfallen des Werkstückes auf den Boden, in unerwünschter
Weise Verformungen erfährt, die zu einer Qualitätsminderung des fertigen Erzeugnisses
führen würden.
[0017] Die Notwendigkeit eines Manipulators um ein Beladen und Entladen der Werkstücke automatisch
durchführen zu können, erschwert den Einsatz der Biegemaschine und führt auf jeden
Fall zu einer Verteuerung der Betriebskosten für die Biegemaschine, wenn diese z.B.
in einer automatisch arbeitenden Fertigungsstraße eingesetzt wird, in der auch andere
Bearbeitungsvorgänge durchzuführen sind wie, z.B. das Anfasen der Werkstückenden,
das Signieren der Werkstücke, das Schneiden eines Gewindes, das Erstellen von Bohrungen
oder das Aufsetzen von Verbindungsmuttern.
[0018] Aufgabe der vorstehenden Erfindung ist es die Nachteile des Standes der Technik zu
vermeiden und besonders die Möglichkeiten zu schaffen Werkstücke in Form von Stangen,
Profilen oder Rohren, ohne den Einsatz von weiteren Handhabevorrichtungen z.B. für
das Zuführen oder das Abführen des Werkstückes von der Biegemaschine zu ermöglichen
und gleichzeitig eine Maschine vorzuschlagen, die einfach im Aufbau ist und eine geringe
Anzahl von zu steuernden Achsen aufweist, wobei gleichzeitig eine Verminderung des
seitlichen Raumbedarfes der Biegemaschine erreicht wird, um auch eine Bearbeitung
von Werkstücken mit komplexer Form und größeren Abmessungen zu vereinfachen.
[0019] Eine weiteren Aufgabe der Erfindung besteht darin, mehrere Bearbeitungsvorgänge durch
Einsatz einer einzigen Biegemaschine durchzuführen.
[0020] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird mit einer Biegemaschine zum Bearbeiten von sich
in Längsrichtung erstreckendem Material, wie Rohren, Stangen oder Profilen ermöglicht,
die ein Grundgestell aufweist, das einen Wagen aufnimmt, der mit einer Spannzange
zum gesteuerten Drehen und Verschieben eines Werkstückes sowie einem Biegekopf versehen
ist und dadurch gekennzeichnet ist, daß der Biegekopf auf einem verschiebbaren Schlitten
angeordnet ist und der Schlitten mit steuerbaren Betätigungsmitteln wirkverbunden
ist, daß der verschiebbare Schlitten von einer Platte aufgenommen wird, die eine Welle
aufnimmt, die drehbar im Gestell der Maschine angeordnet ist und daß die Welle mit
steuerbaren Antriebsmitteln und Positioniereinrichtungen wirkverbunden ist.
[0021] Um die notwendigen Manipuliervorgänge unter Verwendung des Biegekopfes weiter zu
verbessern, ist die Welle von einem verschiebbaren Wagen aufgenommen, der im Grundgestell
der Maschine angeordnet ist, wobei der verschiebbare Wagen mit Antriebs- und Steuereinrichtungen
wirkverbunden ist.
[0022] Zur Durchführung der Verschiebebewegung des Schlittens auf der Platte, weist diese
Platte Führungsschienen für den Schlitten auf sowie eine Antriebsspindel, die mit
einem steuerbaren Servomotor verbunden ist, wobei die Antriebsspindel mit einer Mutter
wirkverbunden ist, die fest am Schlitten angeordnet ist.
[0023] Zur Durchführung einer Schwenkbewegung, der Platte gegenüber dem Maschinengestell,
ist vorgesehen, daß sich die Welle von der Platte erhebt, wobei Aufnahmeeinrichtungen
und Drehvorrichtungen die Welle mit dem Grundgestell der Maschine verbinden, ferner
ist, eine Vorrichtung für die Einstellung der Schwenkbewegung der Welle vorgesehen.
[0024] Zur Steuerung der Schwenkbewegung der Platte ist ein steuerbares Untersetzungsgetriebe
vorgesehen, das vom Grundgestell der Maschine aufgenommen wird; an der Welle ist ein
Zahnrad angeordnet, wobei das Untersetzungsgetriebe unter Einsatz eines Ritzels mit
dem Zahnrad der Welle verbunden ist.
[0025] Um verschiedene Bearbeitungsvorgänge an dem in der Spannzange gehaltenen Werkstück
durchführen zu können, ist eine Vielzahl von Bearbeitungseinheiten auf dem Schlitten
angeordnet.
[0026] Die Vorteile der vorstehenden Erfindung sind im wesentlichen darin zu sehen, daß
Werkstücke, wie Stangen oder Rohre direkt durch den Biegekopf der auf dem Schlitten
der Biegemaschine angeordnet ist gehandhabt werden können und ein Zuführen sowie ein
Abführen der Werkstücke von der Biegemaschine automatisch, ohne die Vorsehung besonderer
Manipulatoren, unter Verminderung der Fertigungszeiten durchführbar wird.
[0027] Die Handhabung zum Entladen der bearbeiteten Bauteile, unter Einsatz des Biegekopfes,
ermöglicht es bei Fehlen eines Manipulators, ein unerwünschtes unregelmäßiges Fallen
der Werkstücke auf den Boden in der Nähe der Maschinenfüße oder auf anderer Baugrupen
der Maschine zu vermeiden.
[0028] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß die Biegevorgänge einfacher
durchführbar sind, auch wenn es sich um sehr komplexe und viel Freiraum benötigende
Biegevorgänge handelt, dies aufgrund der reduzierten Querabmessungen der Maschine
sowie der möglichen Schwenkbewegung des Biegekopfes.
[0029] Die direkte Verwendung des Biegekopfes als Manipulationseinrichtung des Werkstückes,
ermöglicht es den, Wirkungsgrad der Biegemaschine wesentlich zu erhöhen. So ist es,
z.B. möglich die vom Biegearm des Biegekopfes einnehmbaren Positionen, dafür herzunehmen,
um mit dem Werkstück in den Arbeitsbereich von weiteren Bearbeitungseinrichtungen
wie, z.B. Bohreinrichtungen, Anfasvorrichtungen, Gewindeschneideinrichtungen, Signierapparaten,
Zuführeinrichtungen für Muttern oder Belade- oder Entladestationen zu gelangen.
[0030] Der Schlitten der Biegemaschine selbst, da dieser schwenkbar angeordnet ist, eröffnet
die Möglichkeit mehrere Bearbeitungseinheiten, die an dem Werkstück in Form einer
Stange oder eines Rohres angreifen, aufzunehmen.
[0031] So ist es, z.B. möglich einen Biegekopf zur Durchführung von nach links gerichteten
Biegearbeiten und einen weiteren Biegekopf zur Durchführung von nach rechts gerichteter
Biegearbeiten oder einen Biegekopf sowie eine Anfasvorrichtung vorzusehen.
[0032] Ein weiterer Vorteil, neben der Möglichkeit, das Werkstück direkt mit dem Biegekopf
zu handhaben, wird durch die Möglichkeit eröffnet, während der Bearbeitungsvorgänge
ein Ende des Werkstückes mit der Zange umzuwenden, dies um sehr komplexe Biegevorgänge
durchzuführen.
[0033] Der Erfindungsgegenstand wird nun genauer anhand eines Ausführungsbeispieles beschrieben
un in den Zeichnungen dargestellt. In den Zeichnungen zeigen:
Figur 1 schematisch eine Seitenansicht teilweise im Schnitt der Biegemaschine;
Figur 2 schematisch in einer Draufsicht eine Biegemaschine;
Figur 3 schematisch in Vorderansicht die Biegemaschine mit dem Biegekopf in vertikaler
Anordnung;
Figur 4 schematisch in Voderansicht, die Biegemaschine mit nach unten gerichtetem
Schlitten;
Figur 5 schematisch eine weitere Vorderansicht einer Biegemaschine mit dem Schlitten,
der zu einer Entladeeinrichtung für bearbeitete Werkstücke verschwenkt ist.
[0034] Aus den Figuren 1, 2 und 3 können die wesentlichen Baugruppen der gesamthaft mit
1 gekennzeichneten Biegemaschine entnommen werden.
[0035] Ein Grundgestell 2, das im wesentlichen aus einem länglichen prismatischen Körper
besteht, weist im Querschnitt im wesentlichen L-förmige Gestalt auf und liegt auf
einer Seite 3 des L-förmigen Körpers auf den Boden auf, wogegen die zweite Seite 4
des Körpers senkrecht nach oben gerichtet ist.
[0036] Die beiden Enden des länglichen prismatischen Körpers des Maschinengestells bilden
ein vorderes Teil (Pfeil F) und ein rückwärtiges Teil (Pfeil R), d.h. ein nach vorne
gerichtetes Teil, b.z.w. ein nach rückwärts gerichtetes Teil der Maschine.
[0037] Eine Platte 5, z.B. eine rechteckig ausgebildete Platte, ist an der Oberseite des
Maschinengestelles 2 vorgesehen.
[0038] Ein Zapfen 6 mit senkrechten Achse der im rückwärtigen Teil des Maschinengestelles
2 vorgesehen ist, verbindet die Platte 5 mit dem Grundgestell 2.
[0039] An der Oberseite der Wand des Grundgestelles 2 sind Schienen 7 vorgesehen, die mit
Gleitkufen 8 in Wirkverbindung stehen, die an der Unterseite der Platte 5 angeordnet
sind.
[0040] Die Platte 5 ist um den Zapfen 6 verschwenkbar angeordnet. Dies bedeutet, daß die
Platte 5 aus einer Lage in der sie mit der Längsertreckung des Grundgestelles 2 deckungsgleich
ist, seitlich zum Grundgestell verschwenkt werden kann. Es sind elastische Rückholeinrichtungen
(nicht dargestellt) vorgesehen, die den Wagen 5 stets in seine Ausgangslage zurückführen.
[0041] Eine Zange, zum Ergreifen und Ausrichten der Werkstücke in Form von Stangen oder
Rohren (nicht dargestellt), ist mit 10 bezeichnet und am Wagen angeordnet, der auf
der Platte 5 angeordnet ist.
[0042] Nicht dargestellte Spannspanneinrichtungen der Zange 10 definieren eine Achse 11,
gegenüber der das gerade Werkstück, welches einem späteren Biegevorgang zu unterziehen
ist, ausgerichtet wird.
[0043] Die Zange 10 ist in Längsrichtung mit der Platte 5 wirkverbunden, z.B. über Führungen
(nicht dargestellt), die parallel zur Achse 11 der Zange 10 angeordnet sind.
[0044] Mit der Zange 10 und dem Wagen sind Servomotoren 12 und 13 wirkverbunden.
[0045] Die Servomotoren 12 und 13 erlauben es die Winkellage der Zange 10 um die Achse 11
(Pfeil Z) einzustellen, sowie den Vorschub des Wagens auf der Platte (Pfeil X) zu
steuern.
[0046] Im rückwärtigen Teil der Platte 5 ist eine bekannte Auszugsvorrichtung vorgesehen,
die gesamthaft mit 15 gekennzeichnet ist und mit der Achse 11 der Zange 10 fluchtet.
[0047] An der Vorderseite des Maschinengestelles 2 ist ein Schlitten 20 angeordnet.
[0048] Der Schlitten 20 hat z.B. L-förmige Gelstalt, eine Seitenwand 21 ist annähernt parallel
zur Achse 11 der Zange 10 ausgerichtet. Eine zweite Wand 22 ist mit einer Platte 25
wirkverbunden, die dem Maschinengestell 2 gegenüberliegt.
[0049] Führungsleisten (nicht dargestellt) für den Schlitten 22 sind auf der Platte 25 vorgesehen
und quer zur Achse 11 der Zange 10 angeordnet und legen eine Achse 30 zum Verschieben
des Schlittens 20 (Pfeil T) fest.
[0050] Ein steuerbarer Servomotor 31, der auf der Platte 25 angeordnet ist führt die Verschiebebewegung
des Schlittens 20 gegenüber der Platte 25 durch. So ist der Servomotor 31, z.B. mit
einer Kugelumlaufspindel (nicht dargestellt) wirkverbunden, diese Kugelumlaufspindel
ist gegenüber den Gleitführungen des Schlittens 20 ausgerichtet und nimmt eine (nicht
dargestellte) Gewindemutter auf, die an der Seite 22 des Schlittens 20 befestigt ist.
[0051] Eine Welle 35 erstreckt sich von der Fläche 34, die der der Platte 25 des Gestelles
gegenüberliegt parallel zur Achse 11 der Zange 10.
[0052] Die Achse 36 der Welle 35 definiert eine Schwenkachse für die Platte 25 (Pfeil Q).
[0053] Die Welle 35 ist zum Großteil im Inneren des Maschinengestelles 2, das durch die
senkrechte Wand 4 festgelegt ist, angeordnet.
[0054] Maschinenelemente 40, 41 für die Lagerung und Durchführung einer Schwenkbewegung,
wie z.B. Wälzlager oder Gleitlager, sind mit der Welle 35 verbunden und im Körper
des Grundgestelles 2 untergebracht.
[0055] Ein gesteuertes Untersetzungsgetriebe 45 ist im Inneren des Maschinengestelles 2
angeordnet und mit der Welle 35 wirkverbunden.
[0056] So ist, z.B. das Untersetzungsgetriebe 25 mit einem Ritzel 48 versehen, das mit einem
Zahnrad 49 in Wirkverbindung steht, welches an der Welle 35 angeordnet ist.
[0057] Analog ist es möglich den Schlitten 20 auf einer Platte drehbar zu lagern und die
Platte verschiebbar auf dem Maschinengestell 2 zu montieren.
[0058] Diese Lösung ist aber nicht besonders vorteilhaft. Die Maschinenenelemente, die eine
Drehung des Schlittens 20 ermöglichen, müssen eine erhebliche Steifigkeit aufweisen
und haben folglich größere Abmessungen. Diese Tatsachen ist schwierig mit den eingeschränkten
Platzverhältnissen zur Unterbringung der Platte vereinbar. Sind hingegen Bauteile,
wie die Aufnahmewelle 35, welche eine Drehbewegung ermöglichen, zwischen der Platte
und dem Maschinengestell angeordnet, so treten keine Einschränkungen hinsichtlich
des Platzbedarfes für diese Bauteile und deren Lager- und Antriebsmittel auf.
Ein bekannter Biegekopf, der gesamthaft mit 50 gekennzeichnet ist, ist am Ende der
Wand 21 parallel zur Achse 11 der Spannzange 10 angeordnet.
[0059] Der Biegekopf 50 weist einen verschwenkbaren Arm 51 auf (Pfeil Y) und dieser Arm
kann gesteuert um einen (nicht dargestellten) Zapfen verschwenkt werden. Dieser Zapfen
ist senkrecht zur Achse 11 der Spannzange 10 angeordnet. Der Zapfen legt eine Achse
52, für die Durchführung der Biegebewegung in der Maschine 1 fest. Bekannte Matrizen
54 sind auf dem Biegezapfen gelagert.
[0060] Ein Schlitten 53 zum Spannen des Werkstückes, das die Form einer Stange oder eines
Rohres hat, das sich in Bearbeitung befindet, ist am Arm 51 angeordnet.
[0061] Ein zweiter Schlitten 56, der mit Gleitrollen versehen ist, ist auf einem Arm 57
verschiebbar gelagert, der Arm 57 ist am Schlitten 20 quer zur Achse 11 der Spannzange
10 angeordnet.
[0062] In vorteilhafter Weise kann der Schlitten 20 U-förmige oder T-förmige Gestalt aufweisen,
es genügt, daß der Schlitten mit ausreichender Steifigkeit zur Durchführung eines
Biegevorganges ausgebildet ist und eine Verbindungsfläche zur Platte 25 aufweist,
die quer zur Achse 11 der Spannzange 10 angeordnet ist. Ferner sind eine oder mehrere
Halterungen für einen oder mehrere Biegeköpfe 50 vorgesehen, die mit ihrer Achse 52
senkrecht zur Achse 11 der Zange 10 angeordnet sind.
[0063] In vorteilhafter Weise ist der Schlitten 20, dank der Platte 25, um die Achse 36
verschwenkbar angeordnet (Pfeil Q) und kann mehrere Bearbeitungseinheiten aufnehmen,
die am Umfang des Schlittenkörpers 20 angeordnet sind. Wird die Platte 25 verschwenkt,
so werden diese Einheiten mit der Achse 11 der Spannzange 10 zur Fluchtung gebracht
um eine Bearbeitung des Werkstückes in Form einer Stange oder eines Rohres zu ermöglichen.
[0064] So ist es z.B. vorteilhaft den Schlitten U-förmig auszubilden.
Ein so ausgebildeter Schlitten kann einen Biegekopf am Ende eines ersten Armes des
U-förmigen Gebildes und eine Endbearbeitungseinheit am zweiten Arm des U-förmigen
Gebildes aufnehmen. In vorteilhafter Weise ist der Schlitten 20 gegenüber dem Maschinengestell
2 quer zur Achse 11 der Zange 10 verschiebbar.
[0065] Die Bauteile 40, 41 zur Lagerung und zur Drehung der Welle 35, der Platte 25 sowie
das Untersetzungsgetriebe 45 sind von einem Wagen aufgenommenen, der verfahrbar vom
Grundgestell aufgenommen ist und gesteuert, unter Vorsehung von bekannten Steuereinrichtungen
verschiebbar ist.
[0066] Der verfahrbare Wagen der Platte 25 ist mit Führungen (nicht dargestellt) verbunden,
diese Führungen sind mit dem Grundgestell 2 verbunden und quer zur Achse 11 der Spannzange
10 angeordnet.
[0067] Die Antriebs- und Steuereinrichtungen der Servomotoren 12, 13, 31, 45 zum Antrieb
um die Achsen 11, 30, 35, 52 der Maschine 1 sind in einem Steuerschrank 60 untergebracht,
der im Maschinengestell 2 an dessen rückwärtigem Teil angeordnet ist. Der Schrank
60 ist im Inneren der Ausnehmung, die durch die L-förmige Gestalt des Maschinengestelles
2 gebildet wird angeordnet, wodurch die Vorderseite des Maschinengestelles in der
Nähe des Schlittens 20 frei und zugänglich bleibt.
[0068] Die Antriebs- und Steuereinrichtungen sind mit einer bekannten NC-Einheit (nicht
dargestellt) ausgerüstet.
[0069] Bekannte Transduktoren (nicht dargestellt), die an verschiedenen Antriebseinrichtungen
der Maschine 1 angeordnet sind, bilden eine Rückkopplung der Steuersignale zur NC-Einheit.
[0070] Im Anschluß wird die Arbeitsweise des Schlittens 20 unter Zuhilfenahme der Figuren
4 und 5 beschrieben.
[0071] Es sei davon ausgegangen, daß der Biegekopf 50 als Manipulator während eines Entnahmevorganges
eines geraden Werkstückes 71 in Form einer Stange, eines Profiles oder eines Rohres
aus einer Lagerstation 70 verwendet wird und der Biegekopf ferner bei Freigabe eines
gebogenen Werkstückes 81 dieses an eine Entladestation 80 abgibt.
[0072] Blickt man auf die Vorderseite der Maschine 1, kann die Möglichkeit einer Schwenkbewegung
(Pfeil 90) im Uhrzeigersinn der Platte 25 (Figur 4) festgestellt werden.
[0073] Anschließend werden die Schlitten 53, 56 aus der gespannten und im Kontakt mit der
Matrize 54 befindlichen Lage zurückgefahren und es bildet sich eine Öffnung 91. Die
Öffnung 91 wird mit dem Werkstück 71, das von einer Gabel der Beladestation 70 getragen
wird, zur Fluchtung gebracht.
[0074] Es erfolgt ein Verschieben (Pfeil 92) des Schlittens 20 bis zum Ausrichten der genuteten
Fläche der Matrize 54, gegenüber dem Werkstück 71.
[0075] Es erfolgt eine Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn der Platte 25, wodurch das
Werkstueck 71 in der Nute der Matrize 54 zur Anlage kommt.
[0076] Es erfolgt dann eine Vorschubbewegung (Pfeil 93) des Schlittens 53 bis zum Spannen
des Werkstückes 71 zwischen dem Schlitten 53 und der Matrize 54.
[0077] Es erfolgt anschließend eine Drehbewegung (entgegen dem Uhrzeigersinn) der Platte
25 und ein Zurückfahren des Schlittens 20 bis zum Ausrichten des Werkstückes 71 gegenüber
der Achse 11 der Zange 10 durchgeführt.
[0078] Anschließend erfolgt ein Vorschieben der Zange 10 um ein Ergreifen des freien Endes
des Werkstückes 71 zu ermöglichen.
[0079] Anschließend werden die bekannten Biegevorgänge durchgeführt.
[0080] Sobald das Werkstück 71 in der gewünschten Weise verformt wurde, wird die Zange 10
geöffnet, das Ende des Werkstückes wird freigegeben und die Zange 10 auf der Platte
5 zurückgefahren (Figur 5).
[0081] Der Schlitten 20 wird dann im Uhrzeigersinn (Pfeil 100) gedreht und verfahren, bis
das verformte Werkstück 81 eine Entladestation 80, die entsprechend ausgebildet ist,
erreicht.
[0082] Es erfolgt dann ein Zurückfahren (Pfeil 101) des Schlittens 53 zur Freigabe des Werkstückes
81.
[0083] Anschließend erfolgt eine Schwenkbewegung der Platte 25 im Uhrzeigersinn, was zu
einem Auslaufen des Werkstückes 81 aus der Ausnehmung der Matrize 54 führt und anschließend
erfolgt ein Rückfahren (Pfeil 102) des Schlittens 20, der nunmehr frei ist um in eine
Lage verfahren zu werden, in der erneut ein Werkstück aus der Beladestation aufgenommen
werden kann.
[0084] In vorteilhafter Weise bewegt der Schlitten 20 das verformte Werkstück 81 und fördert
es zu einer oder zu mehreren zusätzlichen Bearbeitungstationen. Diese Stationen für
die Durchführung zusätzlicher Bearbeitungen, führen Bohr-, Anfas- oder Signiervorgänge
aus und sind in einem Raum vorgesehen, der durch das verformte Werkstück 81, das im
Biegekopf 50 des Schlittens 20 gespannt ist, erreichbar ist.
1. Maschine (1) zum Biegen von länglichem Material, wie Rohren, Stangen oder Profilen
mit einem Grundgestell (2), das einen Wagen aufnimmt, der mit Spannzange (10) zum
gesteuerten Drehen und Verschieben eines Werkstückes, sowie mit einem Biegekopf (50)
ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Biegekopf (50) von einem verschiebbaren Schlitten (20) aufgenommen ist,
der mit steuerbaren Antriebsmitteln ausgerüstet ist, wobei der verfahrbare Schlitten
(20) von einer Platte (25) aufgenommen ist, die mit einer Aufnahmewelle (35) verbunden
ist, die verschwenkbar im Maschinengestell (2) gelagert und mit steuerbaren Antriebsmittel
wirkverbunden ist.
2. Maschine (1), nach Patentanspruch 1,dadurch gegekennzeichnet, daß die Welle (35) von einem verschiebbar angeordneten Wagen aufgenommen wird, der
im Grundgestell der Maschine (2) angeordnet ist und daß der Wagen mit steuerbaren
Antriebsmitteln wirkverbunden ist.
3. Maschine (1), nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (25) Führungen zum Verschieben des Schlittens (20) sowie eine Schraubenspindel
aufweist, die mit einem Hilfsmotor (31) wirkverbunden ist und, daß die Schraubenspindel
mit einer Gewindemutter wirkverbunden ist, die am Schlitten (20) befestigt ist.
4. Maschine (1), nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Antriebswelle (35) von der Platte (25) erhebt und das Mittel (40, 41)
zur Lagerung und zum Antrieb der Welle (35) am Maschinengestell (2) vorgesehen sind
und, daß eine Steuereinrichtung zur Überwachung der Drehbewegung mit der Welle (35)
wirkverbunden ist.
5. Maschine (1), nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein gesteuertes Untersetzungsgetriebe (45) vom Grundgestell (2) der Maschine
aufgenommen ist und daß die Aufnahmewelle (35) eine Zahnrad (49) trägt und, das Untersetzungsgetriebe
(45) über ein Ritzel (48) mit dem Zahnrad (49) verbunden ist.
6. Maschine (1), nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Bearbeitungseinheiten auf dem Schlitten (20) angeordnet sind.