[0001] Die Erfindung betrifft ein Schraubwerkzeug der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 angegebenen Art.
[0002] Ein solches Schraubwerkzeug, das aus der DE 196 25 416 A1 bekannt ist, weist eine
ganz spezielle konstruktive Gestaltung auf, für die auch die dazu passende Schraube
vorhanden sein muß. Da das bekannte Schraubwerkzeug in dem an seinem freien Einsatzende
ausgebildeten Abschnitt einen bolzenartigen Teil für einen Innenangriff und in demselben
Abschnitt radial nach außen abstehende Flügel aufweist, muß die entsprechende Schraube
mit einem Innenangriff und zusätzlich mit radial nach außen führenden Schlitzen versehen
sein. Das bekannte Schraubwerkzeug kann daher nicht für eine Schraube eingesetzt werden,
welche einen Innenangriff und keine zusätzlichen radial nach außen führenden Schlitze
aufweist, oder nur für ein hülsenartiges Befestigungselement mit einer Art Schraubendreherschlitz.
[0003] Bei verschiedenen Arbeitseinsätzen ist es aber notwendig, daß bei ein und demselben
Befestigungselement oder einfach bei der Montage in einer Arbeitsstation verschiedene
Werkzeuge eingesetzt werden, wobei der Schraubendreher oder die Schraubendreherklinge
immer wieder gewechselt oder beispielsweise um 180° gedreht werden muß.
[0004] Aus der US-PS 961 515 ist ein Schraubwerkzeug bekannt, das mehrere im Querschnitt
sternförmige, axial versetzt zueinander angeordnete, identische Einsatzwerkzeuge aufweist,
die sich lediglich dadurch unterscheiden, daß jedes folgende Einsatzwerkzeug einen
größeren Durchmesser als das vorhergehende Einsatzwerkzeug hat. Die Übergangsflächen
zwischen den einzelnen Werkzeugeinsätzen sind schräg gegen die Längsachse des Schraubwerkzeuges
abgewinkelt, weshalb dieses bekannte Schraubwerkzeug zum Eingriff in eine Art Schraubendreherschlitz
weder bestimmt noch geeignet ist. Das bekannte Schraubwerkzeug ist speziell als Steckschlüssel
für Heizkörperventile ausgebildet. Das Schraubwerkzeug kann in Heizkörperventile verschiedener
Größen eingeführt werden, in denen Vorsprünge vorgesehen sind, mit denen die im Querschnitt
sternförmigen Einsatzwerkzeuge in Eingriff kommen. Die Umfangsränder des Schraubwerkzeuges
sind zusätzlich als Schneidflanken ausgebildet, so daß es als ein Räumwerkzeug zum
Entgraten der Enden von Rohren unterschiedlicher Größen benutzt werden kann.
[0005] Aus der GB 2 285 940 A ist ein Schraubwerkzeug bekannt, das an der Spitze entweder
als Schraubendreherklinge oder als Steckschlüssel ausgebildet ist, und zwar jeweils
mehrfach abgestuft zum Einfassen in einen entsprechend abgestuften Schlitz bzw. Innenangriff
in einem Schraubenkopf. Wie bei dem vorgenannten bekannten Schraubwerkzeug sind somit
mehrere identische Einsatzwerkzeuge axial versetzt zueinander vorgesehen, die eine
entsprechend abgestuft ausgebildete Vertiefung in einem Schraubenkopf erfordern, also
nur für Schrauben mit speziellem Schraubendreherschlitz oder für Schrauben mit speziellem
abgestuftem Innenangriff einsetzbar sind, nicht aber wahlweise für Schrauben mit Schraubendreherschlitz
oder mit Innenangriff.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schraubwerkzeug zu schaffen, welches bei Befestigungselementen
einsetzbar ist, die ausschließlich einen Innenangriff aufweisen, und bei hülsenartigen
Befestigungselementen, die eine Art Schraubendreherschlitz aufweisen.
[0007] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch ein Schraubwerkzeug mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Da bei dem erfindungsgemäßen Schraubwerkzeug die Flügel in einem Abstand von dem
mit dem Innenangriff ausgebildeten Einsatzende des Werkzeuges ausgebildet sind, der
wenigstens gleich der axialen Länge des als Innenangriff ausgeführten Abschnittes
ist, stehen die radial abstehenden Flügel einem Einsatz bei einem Innenangriff überhaupt
nicht hindernd im Wege. Der als Innenangriff ausgeführte Abschnitt kann dabei beispielsweise
einen Vierkant, einen Sechskant oder einen Innenangriff entsprechend dem TORX®-Angriff
aufweisen. Die mit Abstand von dem mit dem Innenangriff ausgebildeten Ende des Werkzeuges
radial nach außen abstehenden Flügel sind zum Eingriff in eine Art Schraubendreherschlitz
am Ende eines hülsenartigen Befestigungselementes vorgesehen. Das erfindungsgemäße
Schraubwerkzeug ist somit wahlweise bei Befestigungselementen mit Schraubendreherschlitz
oder bei Befestigungselementen mit Innenangriff einsetzbar. Zum Betätigen von hülsenartigen
Befestigungselementen ist die optimale Ausbildung das Vorsehen von einer Art Schraubendreherschlitz.
Dabei sind in den Wandungen des hülsenartigen Befestigungselementes Nuten ausgefräst,
welche aufeinander abgestimmt in radialer Richtung ausgerichtet sind. Bei einem solchen
Angriff kann einfach das freie Ende des Schraubwerkzeuges mit dem Innenangriff in
das hülsenartige Befestigungselement hineingeschoben werden, bis die nach rückwärts
versetzten, radial nach außen abstehenden Flügel zum Eingriff in die Art Schraubendreherschlitz
am Ende des hülsenartigen Befestigungselementes kommen. Dabei ist zusätzlich noch
der wesentliche Vorteil gegeben, daß das Werkzeug nicht aus dem Schraubendreherschlitz
abgleiten kann, weil der vorab in das hülsenartige Befestigungselement einzuschiebende
Bereich mit dem Innenangriff an dem hülsenartigen Befestigungselement eine Zentrierung
des ganzen Schraubwerkzeuges bewirkt. Da an dem Schraubwerkzeug nach der Erfindung
axial versetzt zueinander zwei Stufen eines Werkzeugangriffes ausgebildet sind, kann
das Schraubwerkzeug sowohl für Innenangriffe als auch für eine Art Schraubendreherschlitz
bei hülsenartigen Befestigungselementen verwendet werden. Dabei ist es durchaus möglich,
daß das erfindungsgemäße Schraubwerkzeug fast ausschließlich für den Bereich eines
Innenangriffes angesetzt wird, wobei aber zusätzlich die Möglichkeit gegeben ist,
hülsenartige Befestigungselemente mit einer Art Schraubendreherschlitz zu betätigen.
[0009] Vorteilhafterweise sind bei dem Schraubwerkzeug nach der Erfindung zwar wenigstens
zwei diametral einander gegenüberliegende Flügel vorgesehen, an sich würde es für
die Funktion des Schraubwerkzeuges bei einem Einsatz in einem hülsenartigen Befestigungselement
jedoch ausreichen, wenn nur ein einziger radial abstehender Flügel vorhanden wäre.
Zur besseren Übertragung des Drehmomentes sind jedoch wenigstens zwei diametral einander
gegenüberliegende Flügel vorgesehen. In diesem Zusammenhang ist es auch denkbar, zusätzlich
zu den diametral einander gegenüberliegenden beiden Flügeln einen dritten oder vierten
Flügel vorzusehen, die gegebenenfalls in gleichen Winkelabschnitten aufeinander folgen
oder aber in unterschiedlichen Winkelbereichen zueinander stehen. Durch eine solche
Maßnahme könnte zusätzlich eine Art Sperre geschaffen werden, damit Unbefugte das
hülsenartige Befestigungselement nicht mit einem anderen Werkzeug verdrehen könnten,
und zwar insbesondere dann nicht, wenn ein Zugriff mit einer Zange nicht möglich ist.
[0010] Bei dem Schraubwerkzeug nach der Erfindung kann der Abstand der Flügel von dem Einsatzende
des Werkzeuges größer sein als die axiale Länge des als Innenangriff ausgeführten
Abschnittes. Dadurch ist selbst bei relativ tief liegenden Innenangriffen an einem
Befestigungselement kein Hindernis durch die radial nach außen abstehenden Flügel
gegeben. Zudem kann der werkzeugseitige Innenangriff bereits bei der Herstellung des
Werkzeuges optimal gestaltet werden, da die Verformung aufgrund der abstehenden Flügel
keinen Einfluß auf den Bereich mit dem Innenangriff hat.
[0011] Aus der US-PS 1 979 460 ist es zwar an sich bekannt, an einer Schraubendreherklinge
mit Abstand von dem freien Ende radial nach außen abstehende Flügel vorzusehen, diese
dienen jedoch nicht zum Eingriff in eine Art Schraubendreherschlitz, sondern zum Erfassen
der Schraubendreherklinge mit einem Schlüssel oder anderen Werkzeugen zum Drehen.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung bilden die Gegenstände der Unteransprüche.
[0013] Wenn vorgeschlagen ist, daß der gedachte Hüllzylinder um den Abschnitt mit dem Innenangriff
einen kleineren Durchmesser aufweist als der daran anschließende, die radial nach
außen abstehenden Flügel aufweisende Abschnitt, dann ist sichergestellt, daß das Schraubwerkzeug
(in der folgenden Beschreibung einfach als Werkzeug bezeichnet) sehr einfach in ein
hülsenartiges Befestigungselement eingeführt werden kann. Damit ist aber auch gewährleistet,
daß der die radial nach außen abstehenden Flügel aufweisende Abschnitt einen entsprechenden
Durchmesser aufweist, um die anzuformenden oder auszuformenden Flügel zu tragen und
ein entsprechendes Drehmoment übertragen zu können.
[0014] Damit nach dem Einführen des als Innenangriff ausgebildeten Abschnittes des Werkzeuges
ein weiteres Einstecken des Werkzeuges in ein hülsenartiges Befestigungselement ohne
Probleme und irgendwelche Hindernisse erfolgen kann, wird vorgeschlagen, daß der Übergang
vom Abschnitt mit dem Innenangriff zum Abschnitt mit den Flügeln kegelstumpfförmig
ausgebildet ist. Dadurch sind ein entsprechender Übergang und somit auch ein Zentrierübergang
zwischen den beiden Abschnitten gegeben.
[0015] Wenn außerdem vorgesehen wird, daß der Durchmesser des Abschnittes mit den Flügeln
der lichten Weite eines hülsenartigen Befestigungselementes mit am freien Ende ausgebildeten
schraubenschlitzartigen Ausnehmungen angepaßt ist, dann ist die Gewähr gegeben, daß
das Werkzeug in dem entsprechenden hülsenartigen Befestigungselement optimal zentriert
ist und in die schraubenschlitzartigen Ausnehmungen mit dem unmittelbar innen liegenden
Bereich der Flügel eingreifen kann. Gerade bei einem Einsatz in Justierelementen wirkt
sich eine solche Anordnung sehr positiv aus, da das Werkzeug praktisch in dem entsprechenden
hülsenartigen Befestigungselement des Justierelementes stecken gelassen werden kann,
bis die richtige Einstellung nach mehrmaligen Meßvorgängen erreicht ist.
[0016] Weiter wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß an den mit den Flügeln versehenen
Abschnitt ein weiterer Abschnitt des Werkzeuges anschließt, welcher zur form- und/oder
kraftschlüssigen Halterung in ein Schraubenzieherheft oder einen Schrauber oder dergleichen
einsetzbar ist. Auf diese Weise wird ein universell einsetzbares Werkzeug geschaffen,
welches sowohl in ein Handwerkzeug als auch in einen elektrisch bzw. pneumatisch angetriebenen
Schrauber eingesetzt werden kann.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in der nachstehenden Beschreibung anhand
der Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht des erfindungsgemäßen Werkzeuges;
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, vergrößert dargestellt;
Fig. 3 einen Schnitt durch ein Justierelement, welches in einen Fensterrahmen eingesetzt
ist;
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung eines solchen Justierelementes;
Fig. 5 eine andere Ausführungsform eines Justierelementes, teilweise aufgeschnitten
dargestellt;
Fig. 6 eine Darstellung eines Teilbereiches aus Fig. 5, gegenüber Fig. 5 vergrößert
dargestellt.
[0018] Bei dem Werkzeug 1, welches insbesondere als Schraubendreher oder Schraubendreherklinge
ausgeführt ist, ist an einem freien Einsatzende ein Abschnitt A mit einem Innenangriff
2 ausgebildet. An einem darauf folgenden Abschnitt B sind radial nach außen abstehende
Flügel 3 angebracht. Der mit dem Innenangriff 2 versehene Abschnitt A ist zum Eingriff
in entsprechende Angriffe 4 vorgesehen, welche beispielsweise in voll ausgebildeten
Befestigungselementen 5 in Form von Gewindestangen ausgeführt sind. Die Flügel 3 dienen
zum Einsatz in einem Angriff 6 in einem hülsenartigen Befestigungselement 7, wobei
der Angriff 6 nach Art eines Schraubenzieherschlitzes ausgebildet ist.
[0019] Damit die Flügel 3 beim Einsatz in einem Innenangriff 4 nicht hindernd im Wege stehen,
beginnen diese erst mit Abstand C von dem mit dem Innenangriff 2 ausgebildeten Ende
des Werkzeuges 1. Zweckmäßig sind zwei diametral einander gegenüberliegende Flügel
3 vorgesehen, wobei es durchaus auch möglich ist, auch mehr als zwei Flügel 3 auszubilden.
Beispielsweise können vier jeweils um 90° zueinander versetzt angeordnete Flügel 3
vorgesehen werden. Es wäre aber möglich, die Flügel 3 in ganz speziellen Winkelgraden
zueinander anzuordnen, so daß z.B. zwei Flügel 3 diametral einander gegenüberliegen
und mit weiteren Flügeln einen beliebigen Winkel einschließen. Auf diese Weise könnte
auf bestimmte Benützer abgestimmt ein Werkzeug geschaffen werden, welches nur von
dem berechtigten Benutzer eingesetzt werden kann, wobei eine Betätigung eines Befestigungselementes
ohne das dazugehörige Werkzeug fast unmöglich wird.
[0020] Der Abstand C der Flügel 3 vom Einsatzende des Werkzeuges 1 gemessen ist größer als
die axiale Länge des als Innenangriff 2 ausgeführten Abschnittes A. Weiter ist der
gedachte Hüllzylinder um den Abschnitt A mit dem Innenangriff 2 mit einem entsprechend
kleineren Durchmesser versehen als der daran anschließende, die radial auskragenden
Flügel 3 aufweisende Abschnitt B. Der Übergang D vom Abschnitt A mit dem Innenangriff
2 zum Abschnitt B mit den Flügeln 3 ist kegelstumpfförmig ausgebildet.
[0021] An den mit den Flügeln 3 versehenen Abschnitt B schließt ein weiterer Abschnitt E
des Werkzeuges an, welcher zur form- und/oder kraftschlüssigen Halterung in einem
Schraubendreherheft oder einem Schrauber eine entsprechende Ausgestaltung aufweist,
also beispielsweise als Sechskant 8 mit dazwischen angeordneter Nut 9 ausgebildet
ist.
[0022] Der Durchmesser des Abschnittes B, welcher die Flügel 3 trägt, ist im wesentlichen
der lichten Weite eines hülsenartigen Befestigungselementes 7 angepaßt, welches am
freien Ende einen Angriff 6 mit schraubenschlitzartigen Ausnehmungen aufweist. Es
ist dadurch auch eine entsprechende Zentrierung und Halterung des Werkzeuges in dem
hülsenartigen Befestigungselement 7 gewährleistet.
[0023] Bei der dargestellten Einsatzmöglichkeit des erfindungsgemäßen Werkzeuges 1 geht
es um ein Justierelement 10, bei welchem ein Befestigungselement 5 oder ein hülsenartiges
Befestigungselement 7 einen Abstützteil 11 oder eine entsprechende Lasche 12 trägt.
Durch einen Niet- oder anderen Verformvorgang wird am einen Ende des Befestigungselementes
5 bzw. 7 der Abstützteil 11 bzw. eine Lasche 12 befestigt. Gleichzeitig mit der Herstellung
dieser Befestigung und der dazu notwendigen Umformung an dem Ende des Befestigungselementes
5 bzw. 7 kann hier ein Angriff für ein Werkzeug geschaffen werden. Bei einem hülsenartigen
Befestigungselement 7 gemäß den Fig. 3 und 4 ist es beispielsweise möglich, daß lediglich
einzelne Laschen 13 am freien Ende umgebogen werden, welche dann den Abstützteil 10
halten. Dadurch wird aber auch in diesem Bereich ein Angriff nach Art eines Schraubenzieherschlitzes
geschaffen. Bei einer Ausführung nach den Fig. 3 und 4 wäre also bei dem Einsatz des
Werkzeuges 1 von beiden Enden her ein Einsatz der Flügel 3 gegeben, wobei das Werkzeug
1 mit der Länge des Abstandes C in das Innere des hülsenartigen Befestigungselementes
7 eingeschoben wird, so daß die radial auskragenden Flügel 3 entweder an dem einen
oder an dem anderen Ende des hülsenartigen Befestigungselementes 7 zum Eingriff kommen.
[0024] Bei der Ausführung nach den Fig. 5 und 6 ist an beiden Enden des aus Vollmaterial
gebildeten Befestigungselementes 5 ein Innenangriff 4 ausgebildet, wobei der Abschnitt
A mit dem Innenangriff 2 des Werkzeuges 1 zum Einsatz kommt.
[0025] Es ist durchaus möglich, bei der Befestigung des Abstützelementes 11 des Justierelementes
10 die Verformung des Endes des hülsenartigen Befestigungselementes so vorzunehmen,
daß ein Innenangriff zum Einsatz des Abschnittes A des Werkzeuges 1 gebildet wird.
An der gegenüberliegenden Seite, d.h. am freien Ende des hülsenartigen Befestigungselementes
wäre dann ein Angriff 6 entsprechend einem Schraubenzieherschlitz vorhanden. Bei einer
solchen Ausgestaltung wären dementsprechend für ein und dasselbe Befestigungselement,
von den gegenüberliegenden Enden her gesehen, zwei verschiedene Abschnitte des Werkzeuges
1 einzusetzen, und zwar einerseits der Innenangriff 2 und andererseits die Flügel
3. Es ist aber auch bei der Ausgestaltung nach den Fig. 5 und 6 möglich, das Befestigungselement
5 insgesamt als Umformteil auszuführen, wobei ein großer Abschnitt bezogen auf dessen
Länge hülsenartig und lediglich der der Lasche 12 zugewandte Abschnitt als Vollkörper
ausgeführt würde, so daß dann beispielsweise der unten liegende Angriff als Innenangriff
4 und an dem oberen Ende ein Angriff entsprechend einem Schraubenzieherschlitz vorgesehen
würde.
[0026] Es ist auch nicht unbedingt erforderlich, daß ein solches Werkzeug immer bei dem
gleichen Befestigungselement zum Einsatz kommt. Bei Montagearbeiten kommt es öfters
vor, daß einmal hülsenartige Befestigungselemente mit Eingriffen nach Art von Schraubendreherschlitzen
und daneben Befestigungselemente mit Innenangriffen vorgesehen sind. Die Bedienung
kann dann mit einem einzigen Werkzeug erfolgen, wobei eben gerade bei hülsenartigen
Befestigungselementen noch der Vorteil der Zentrierung gegeben ist, so daß ein Abrutschen
aus dem nach Art eines Schraubendreherschlitzes ausgebildeten Angriffes verhindert
wird.
[0027] Das erfindungsgemäße Werkzeug wurde vorstehend an einem Beispiel bei einem Einsatz
bei Justierelementen erläutert, wobei es sich um die Justierung eines Fensterrahmens
14 handelt.
[0028] Solche Justierelemente oder irgendwelche Befestigungselemente mit verschiedenartigen
Angriffen für Drehwerkzeuge sind in den unterschiedlichsten Bereichen anwendbar und
einsetzbar. So ist das erfindungsgemäße Werkzeug nicht nur auf dem Bausektor, sondern
auch im Maschinenbau oder in der Elektronik anwendbar. Ein solches "zweistufiges"
Werkzeug wird sinnvollerweise dort eingesetzt, wo Befestigungselemente mit einem Innenangriff
und hülsenartige Befestigungselemente, welche einen Angriff nach Art eines Schraubendreherschlitzes
aufweisen, vorwendet werden.
1. Schraubwerkzeug, insbesondere Schraubendreher oder Schraubendreherklinge, mit einem
an seinem freien Einsatzende ausgebildeten Abschnitt (A) für den Einsatz bei einem
Innenangriff von Befestigungselementen und mit wenigstens zwei radial nach außen abstehenden
und diametral einander gegenüberliegenden Flügeln (3) zum Eingriff in eine Art Schraubendreherschlitz
(6), dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (3) in einem Abstand (C) von dem mit dem Innenangriff (2) ausgebildeten
Einsatzende des Werkzeuges (1) ausgebildet sind, der wenigstens gleich der axialen
Länge des als Innenangriff (2) ausgeführten Abschnittes (A) ist.
2. Schraubwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gedachte Hüllzylinder
um den Abschnitt (A) mit dem Innenangriff (2) einen kleineren Durchmesser aufweist
als der daran anschließende, die radial nach außen abstehenden Flügel (3) aufweisende
Abschnitt (B).
3. Schraubwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang (D) von
dem Abschnitt (A) mit dem Innenangriff (2) zu dem Abschnitt (B) mit den Flügeln (3)
kegelstumpfförmig ausgebildet ist.
4. Schraubwerkzeug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser
des Abschnittes (B) mit den Flügeln (3) der lichten Weite eines hülsenartigen Befestigungselementes
(7) angepaßt ist, an dessen freiem Ende Ausnehmungen als Schraubendreherschlitz ausgebildet
sind.
5. Schraubwerkzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich
an den Abschnitt (B) mit den Flügeln (3) ein weiterer Abschnitt (E) des Schraubwerkzeuges
(1) anschließt, welcher zur form- und/oder kraftschlüssigen Halterung in ein Schraubendreherheft,
einen Schrauber oder dergleichen einsetzbar ist.