[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum vereinzelten Überführen von plattenartigen
Teilen aus einer ersten Position in eine zweite Position, insbesondere zum Überführen
von metallischen Plattenteilen von einem Plattenstapel in eine die Plattenteile formgebend
bearbeitende Presse, mit einer feststehenden Tragkonstruktion und einem an dieser
angeordneten Kreuzschlitten, der einen an der Tragkonstruktion entlang einer Führungsbahn
in horizontaler Längsrichtung verfahrbaren Horizontalschlitten und einen am Horizontalschlitten
in vertikaler Richtung verfahrbar geführten Vertikalschlitten enthält, wobei der Vertikalschlitten
mit einer Halteeinrichtung zum Halten des jeweiligen plattenartigen Teils verbunden
ist.
[0002] Solche Vorrichtungen werden auf vielen Gebieten eingesetzt, so beispielsweise in
der Autoindustrie zum Zuführen von Metallblechplatten von einem Plattenstapel zu einer
Presse, in der die Platten z.B. zu einer Autotüre oder einem sonstigen Autoteil geformt
werden.
[0003] Bei industriellen Abläufen wird das Erfordernis kurzer Zeiten und hoher Maschinenausnutzung
immer wichtiger. In diesem Zusammenhang liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit deren Hilfe
sich die plattenartigen Teile in möglichst kurzer Aufeinanderfolge umsetzen lassen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Tragkonstruktion ein
äußeres Paar und ein inneres Paar solcher Kreuzschlitten angeordnet sind, wobei die
beiden Vertikalschlitten jedes Kreuzschlittenpaares mit Querabstand zueinander angeordnet
sind, der Querabstand zwischen den Vertikalschlitten des äußeren Kreuzschlittenpaares
größer als der Querabstand zwischen den Vertikalschlitten des inneren Kreuzschlittenpaares
ist und die beiden Vertikalschlitten des inneren Kreuzschlittenpaares in der Längsrichtung
entsprechender Blickrichtung gesehen zwischen den beiden Vertikalschlitten des äußeren
Kreuzschlittenpaares angeordnet sind, und daß die beiden Vertikalschlitten jedes Kreuzschlittenpaares
über ein Traversenglied miteinander verbunden sind, das zusammen mit mindestens einem
an ihm angeordneten Halteelement eine Halteeinrichtung für ein plattenartiges Teil
bildet, derart, daß in der Längsrichtung entsprechender Blickrichtung gesehen die
beiden Vertikalschlitten des äußeren Kreuzschlittenpaares und das zugehörige Traversenglied
ein im wesentlichen U-artiges äußeres Traggestell bilden und die beiden Vertikalschlitten
des inneren Kreuzschlittenpaares und das zugehörige Traversenglied ein im wesentlichen
U-artiges inneres Traggestell bilden, welche Traggestelle jeweils für sich an den
beiden Horizontalschlitten des jeweils zugeordneten Kreuzschlittenpaares in vertikaler
Richtung und über die Horizontalschlitten in horizontaler Längsrichtung verfahrbar
sind, und das innere Traggestell bei entsprechender relativer Höhenlage zwischen den
beiden Traggestellen durch das äußere Traggestell hindurch fahrbar ist, so daß die
beiden Traggestelle in horizontaler Längsrichtung gegenläufig verfahren werden können.
[0005] Bei gegenläufigem Betrieb wird also bereits während des leeren Rücklaufs eines der
beiden Traggestelle das nächste plattenartige Teil mittels des anderen Traggestells
bzw. der an diesem sitzenden Halteeinrichtung vorgefördert, so daß man mit Bezug auf
herkömmliche Vorrichtungen mit nur einer Halteeinrichtung eine Halbierung der Taktzeit
erhält und eine nachgeordnete Maschine innerhalb eines bestimmten Zeitraums mit einer
verdoppelten Teileanzahl beschickt werden kann.
[0006] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß sich wegen der Erstreckung der Traversenglieder
in Querrichtung entsprechend großflächige Teile halten lassen. Die Vorrichtung läßt
sich mit praktisch beliebig langen Traversengliedern konstruieren, so daß die Vorrichtung
auch an Plattenteile mit einer Breite von mehreren Metern angepaßt werden kann.
[0007] Zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der Zeichnung im einzelnen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung in schematischer Seitenansicht gemäß Pfeil I in
Fig. 2,
- Fig. 2
- die Vorrichtung nach Fig. 1 im Querschnitt gemäß der Schnittlinie II-II,
- Fig. 3
- den in Fig. 1 rechts gezeichneten Endbereich der Tragkonstruktion in Draufsicht gemäß
Pfeil III in Fig. 1 und
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht zur Veranschaulichung der Arbeitsweise der erfindungsgemäßen
Vorrichtung beim Umsetzen von Plattenteilen von einem Plattenstapel in eine nachgeordnete,
strichpunktiert angedeutete Bearbeitungsmaschine, beispielsweise eine Presse.
[0009] Die aus der Zeichnung hervorgehende Vorrichtung 1 dient zum vereinzelten Überführen
von plattenartigen Teilen 2 aus einer ersten Position 3 in eine zweite Position 4.
Wie in Fig. 4 angedeutet ist, liegen die plattenartigen Teile 2 in der ersten Position
3 in gestapeltem Zustand vor und bilden ein Plattenstapel 5. Von hier aus können sie
in vereinzeltem Zustand zu einer nachgeordneten Maschine, beispielsweise eine Presse
6, gebracht werden, die sich bei der zweiten Position 4 befindet. Bei diesem Anwendungsbeispiel
werden die plattenartigen Teile 2 von Metallblechplatten gebildet, die in der Presse
6 zum jeweiligen Teil verformt werden.
[0010] Die Vorrichtung 1 weist eine an ihrem Einsatzort feststehend zu installierende Tragkonstruktion
7 auf. An dieser Tragkonstruktion 7 sind zwei ein äußeres Kreuzschlittenpaar bildende
Kreuzschlitten 8a, 8b und zwei ein inneres Kreuzschlittenpaar bildende Kreuzschlitten
9a, 9b in horizontaler Längsrichtung 14 verfahrbar gelagert. Dabei sitzt jeder Kreuzschlitten
an einer sich in horizontaler Längsrichtung erstreckenden Führungsbahn 10, 11, 12
bzw. 13 der Tragkonstruktion 7, entlang der er hin und her bewegt werden kann. Jeder
Kreuzschlitten 8a, 8b, 9a, 9b enthält einen an der jeweiligen Führungsbahn 10, 11,
12 bzw. 13 geführten Horizontalschlitten 15 und einen an diesem in vertikaler Richtung
16 verfahrbar geführten Vertikalschlitten 17. Dabei sitzt der jeweilige Vertikalschlitten
17 in einer in vertikaler Richtung 16 verlaufenden Vertikalausnehmung 18 des Horizontalschlittens
15 und ist in dieser mit Hilfe von Führungselementen 19 gelagert. Bei jedem Kreuzschlitten
8a, 8b, 9a, 9b steht der Vertikalschlitten 17 sowohl nach unten als auch nach oben
hin über den Horizontalschlitten 15 vor, so daß sich bei seinem Verfahren in vertikaler
Richtung 16 der obere und der untere Überstand verändern. Beim Ausführungsbeispiel
weisen die Vertikalschlitten 17 eine säulenartige Längsgestalt auf. Vom jeweiligen
Horizontalschlitten 15 kann sich ein nicht dargestellter Fortsatz parallel zum Vertikalschlitten
17 nach oben erstrecken, an dem eine andererseits am jeweiligen Vertikalschlitten
17 angreifende Gewichtsausgleichseinrichtung angebracht ist, mit deren Hilfe die nach
unten gerichtete Gewichtskraft des Vertikalschlittens 17 ausgeglichen wird, so daß
der Antrieb für den Vertikalschlitten 17 von dessen Gewichtskraft unbelastet bleibt.
Dieser Fortsatz des Horizontalschlittens und die Gewichtsausgleichseinrichtung sind
nicht dargestellt.
[0011] In zur Längsrichtung 14 und vertikalen Richtung 16 rechtwinkeliger Querrichtung 20
sind die Vertikalschlitten 17 der beiden äußeren Kreuzschlitten 8a, 8b mit einem Querabstand
a und die Vertikalschlitten 17 der beiden inneren Kreuzschlitten 9a, 9b mit einem
Querabstand b zueinander angeordnet. Dabei ist der Querabstand a zwischen den Vertikalschlitten
17 des äußeren Kreuzschlittenpaares 8a, 8b größer als der Querabstand b zwischen den
Vertikalschlitten 17 des inneren Kreuzschlittenpaares 9a, 9b. Ferner befinden sich
die beiden Vertikalschlitten 17 des inneren Kreuzschlittenpaares 9a, 9b in der Längsrichtung
14 entsprechender Blickrichtung (Fig. 2) gesehen zwischen den beiden Vertikalschlitten
17 des äußeren Kreuzschlittenpaares 8a, 8b.
[0012] Die beiden Vertikalschlitten 17 jedes Kreuzschlittenpaares 8a, 8b bzw. 9a, 9b sind
über ein Traversenglied 21 bzw. 22 miteinander verbunden. Dabei handelt es sich um
eine starre Verbindung. Auf diese Weise bilden, blickt man in Längsrichtung 14, die
beiden Vertikalschlitten 17 des äußeren Kreuzschlittenpaares 8a, 8b und das zugehörige
Traversenglied 21 ein im wesentlichen U-artiges äußeres Traggestell 23 und die beiden
Vertikalschlitten 17 des inneren Kreuzschlittenpaares 9a, 9b ein ebenfalls im wesentlichen
U-artiges inneres Traggestell 24. Dabei sind die beiden Traggestelle 23, 24 jeweils
für sich an den beiden Horizontalschlitten 15 des jeweils zugeordneten Kreuzschlittenpaares
8a, 8b bzw. 9a, 9b in vertikaler Richtung verfahrbar und können über diese Horizontalschlitten
15 in horizontaler Längsrichtung 14 bewegt werden.
[0013] Somit ergibt sich, ist das innere Traggestell 24 so weit nach oben gefahren, daß
sich sein Traversenglied 22 oberhalb des Traversenglieds 21 des äußeren Traggestells
23 befindet, daß das innere Traggestell 24, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, durch
das äußere Traggestell 23 hindurchpaßt. Somit können die beiden Traggestelle 23, 24
in Längsrichtung 14 ohne gegenseitige Behinderung gegenläufig längs der Tragkonstruktion
7 verfahren werden.
[0014] Die Traversenglieder 21, 22 tragen jeweils eine Mehrzahl von Halteelementen 25, beim
Ausführungsbeispiel in Gestalt von Saugern. Diese Halteelemente 25 befinden sich an
der Unterseite der Traversenglieder 21, 22. Sie dienen zum anhaftenden Halten von
jeweils einem der plattenförmigen Teile 2. Setzt man das Traversenglied 21 bzw. 22
eines der Traggestelle auf das oberste Teil 2 des Plattenstapels 5 auf und verbindet
man die die Halteelemente 25 bildenden Sauger mit einer Vakuumquelle, saugen sich
die Halteelemente 25 an dem obersten Teil 2 fest, so daß es vom Stapel 5 weggenommen
und in die zweite Position 4 getragen werden kann.
[0015] Im Falle von aus magnetisierbarem Metall bestehenden Plattenteilen 2 könnten die
Halteelemente 25 anstelle der Sauger von Magnetelementen gebildet werden.
[0016] In der zweiten Position 4 werden die Sauger zum Loslassen des Plattenteils 2 belüftet
bzw. die Magnetelemente stromlos gemacht.
[0017] Im vorliegenden Zusammenhang kommt es auf die Ausbildung der Halteelemente 25 im
einzelnen nicht an, so daß sie praktisch beliebiger Art sein können.
[0018] Das jeweilige Traversenglied 21 bzw. 22 bildet also zusammen mit den zugehörigen
Halteelementen 25 eine Halteeinrichtung für das jeweils zu transportierende plattenartige
Teil 2.
[0019] Es versteht sich, daß die Horizontalschlitten 15 des inneren Kreuzschlittenpaares
9a, 9b ebenfalls so mit Bezug auf die Horizontalschlitten 15 des äußeren Kreuzschlittenpaares
8a, 8b angeordnet sind, daß das Hindurchfahren des inneren Traggestells 24 durch das
äußere Traggestell 23 nicht behindert wird.
[0020] Beim Ausführungsbeispiel ist bei jedem Traggestell 23 bzw. 24 das Traversenglied
21 bzw. 22 in Seitenansicht gesehen (Fig. 1) vor der von den beiden Vertikalschlitten
17 des Traggestells 23 bzw. 24 aufgespannten Ebene angeordnet. In Seitenansicht ergibt
sich also eine L-ähnliche Anordnung. Auf diese Weise können die Traversenglieder 21,
22 zum Absetzen des jeweiligen plattenartigen Teils 2 in die Presse 6 eingefahren
werden.
[0021] Beim Ausführungsbeispiel ist das Traversenglied 21 des äußeren Traggestells 23 über
seitliche Verbindungsarme 26, 27 und das Traversenglied 22 des inneren Traggestells
24 über seitliche Verbindungsarme 28, 29 mit den beiden jeweils zugehörigen Vertikalschlitten
17 verbunden.
[0022] In der aus der Zeichnung und dabei insbesondere aus Fig. 4 hervorgehenden Stellung
nimmt das Traversenglied 21 des äußeren Traggestells 23 mit Hilfe der Halteelemente
25 in der ersten Position 3 ein Plattenteil 2 vom Stapel 5 ab, während das Traversenglied
22 des inneren Traggestells 24 das zuvor vom Stapel 5 weggenommene und zur Presse
6 transportierte Plattenelement 2 in der Presse absetzt. Anschließend an diese Situation
bewegt sich das Traversenglied 21 mit dem daran hängenden Plattenelement 2 längs des
Bewegungswegs 30 zur Presse 6, während das Traversenglied 22 ohne Plattenelement längs
des entgegengesetzten Bewegungswegs 31 zum Plattenstapel 5 zurückgefahren wird. Die
beiden Bewegenswege 30, 31 setzen sich, wie in Fig. 4 durch die eingezeichneten Pfeile
angegeben ist, sowohl aus Vertikal- als auch aus Horizontalkomponenten zusammen.
[0023] Zweckmäßigerweise enthält die Tragkonstruktion 7 zwei mit Abstand in Querrichtung
20 parallel zueinander verlaufende Längsträger 32, 33, an denen jeweils ein Horizontalschlitten
15 des äußeren Kreuzschlittenpaares 8a, 8b und ein Horizontalschlitten 15 des inneren
Kreuzschlittenpaares 9a, 9b geführt sind. Dabei sind die beiden Kreuzschlitten 8a,
8b des äußeren Kreuzschlittenpaares an den einander abgewandten Außenseiten der beiden
Längsträger 32, 33 geführt, während die beiden Kreuzschlitten 9a, 9b des inneren Kreuzschlittenpaares
an den einander zugewandten Innenseiten der beiden Längsträger 32, 33 geführt sind.
[0024] Bei jedem Kreuzschlitten 8a, 8b, 9a, 9b erfolgt der Antrieb des Horizontalschlittens
15 und des Vertikalschlittens 17 in gleicher Weise mittels eines jeweils zugeordneten
Riemenantriebs. Da bei allen Kreuzschlitten entsprechende Antriebsverhältnisse vorliegen,
genügt die aus Fig. 1 hervorgehende Beschreibung des Antriebs des Horizontalschlittens
15 und des Vertikalschlittens 17 des Kreuzschlittens 8a:
[0025] Dem Horizontalschlitten 15 ist ein Antriebsriemen 34 zugeordnet, der mit seinem einen
Ende 35 an der einen Seite des Horizontalschlittens 15 befestigt ist, sich von dort
längs der Tragkonstruktion 7 zu einem Antriebsrad 36 am einen Längsende der Tragkonstruktion
7 erstreckt, um dieses Antriebsrad 36 geführt ist und sodann wiederum entlang der
Tragkonstruktion 7 zu dessen anderem Längsende verläuft, wo er um eine Umlenkrolle
37 geführt ist und dann zur anderen Seite des Horizontalschlittens 15 verläuft und
an dieser befestigt ist. Treibt man das Antriebsrad 36 in der einen oder anderen Drehrichtung
an, fährt der Horizontalschlitten 15 in Fig. 1 in Längsrichtung 14 nach links oder
rechts.
[0026] Dem Vertikalschlitten 17 des Kreuzschlittens 8a ist ebenfalls ein Riemenantrieb mit
einem um ein Antriebsrad 38 geführten Antriebsriemen 39 zugeordnet. Die beiden Enden
dieses Antriebsriemens 39 sind am gleichen Ende der Tragkonstruktion an der Stelle
des Pfeils 40 festgelegt. Das Antriebsrad 38 befindet sich am entgegengesetzten Ende
der Tragkonstruktion 7, wobei es sich beim Ausführungsbeispiel um das gleiche Ende
handelt, an dem auch das Antriebsrad 36 des dem Horizontalschlitten 15 zugeordneten
Riemenantriebs angeordnet ist. Am Horizontalschlitten 15 sind zwei dem oberen Trum
des Antriebsriemens 39 zugeordnete Umlenkrollen 42 und zwei dem unteren Trum 43 des
Antriebsriemens 39 zugeordnete Umlenkrollen 44 angeordnet, wobei das obere Trum 41
zwischen den beiden Umlenkrollen 42 eine dem Vertikalschlitten 17 entlang nach oben
verlaufende und um eine am Vertikalschlitten gelagerte obere Umlenkrolle 45 geführte
Riemenschlaufe 46 und das untere Trum 43 eine zwischen den beiden Umlenkrollen 44
nach unten dem Vertikalschlitten 17 entlang verlaufende und um eine am Vertikalschlitten
17 gelagerte untere Umlenkrolle 47 geführte Riemenschlaufe 48 bildet. Treibt man das
Antriebsrad 38 in der einen oder anderen Richtung an, verlagert sich der Vertikalschlitten
17 in vertikaler Richtung unter Veränderung der Länge der beiden Riemenschlaufen 46,
48.
[0027] Wie erwähnt, ist bei allen Kreuzschlitten 8a, 8b, 9a, 9b dem Horizontalschlitten
15 und dem Vertikalschlitten 17 jeweils ein solcher Riemenantrieb zugeordnet, so daß
in den Fig. 2 und 3 der Einfachheit halber für die anderen Riemenantriebe die gleichen
Bezugsziffern wie für die Riemenantriebe bei dem Kreuzschlitten 8a eingetragen worden
sind.
[0028] Es versteht sich, daß die Antriebe der verschiedenen Schlitten auch in anderer Weise
als beschrieben erfolgen könnten. Die aufgezeigte Möglichkeit ist jedoch verhältnismäßig
einfach zu realisieren.
[0029] Wie aus der Zeichnung und dabei insbesondere aus Fig. 3 des weiteren hervorgeht,
können die Antriebsräder 36 der Horizontalschlitten 15 der beiden äußeren Kreuzschlitten
8a, 8b über eine Verbindungswelle 49, die Antriebsräder 38 der Vertikalschlitten 17
der beiden äußeren Kreuzschlitten 8a, 8b über eine Verbindungswelle 50, die Antriebsräder
36 der Horizontalschlitten 15 der beiden inneren Kreuzschlitten 9a, 9b über eine Verbindungswelle
51 und die Antriebsräder 38 der Vertikalschlitten 17 der beiden inneren Kreuzschlitten
9a, 9b über eine Verbindungswelle 52 miteinander verbunden sein, so daß sich jeweils
beidseitig ein synchroner Antrieb ergibt.
[0030] Prinzipiell könnte man anstelle der Verbindungswellen den beiden Rädern auch jeweils
einen gesonderten Einzelantrieb zuordnen und die beiden jeweiligen Einzelantriebe
insbesondere elektrisch synchronisieren.
[0031] In Fig. 3 ist strichpunktiert noch angedeutet, daß die den Schlitten zugeordneten
motorischen Antriebseinrichtungen 53, 54, 55, 56 in Antriebsverbindung mit den Verbindungswellen
49, 50, 51, 52 stehen können.
[0032] Nachzutragen ist noch, daß die Traversenglieder 21, 22 nicht starr mit dem Vertikalschlitten
17 verbunden sein müssen, sondern auch auswechselbar sein und somit an den jeweiligen
Anwendungsfall angepaßt werden können.
[0033] Ferner müssen die Traversenglieder 21, 22 nicht vor die von den Vertikalschlitten
17 aufgespannte Ebene vorstehen, sondern könnten sich je nach Anwendungsfall auch
in dieser Ebene unterhalb der Vertikalschlitten befinden.
1. Vorrichtung zum vereinzelten Überführen von plattenartigen Teilen aus einer ersten
Position in eine zweite Position, insbesondere zum Überführen von metallischen Plattenteilen
von einem Plattenstapel in eine die Plattenteile formgebend bearbeitende Presse, mit
einer feststehenden Tragkonstruktion und einem an dieser angeordneten Kreuzschlitten,
der einen an der Tragkonstruktion entlang einer Führungsbahn in horizontaler Längsrichtung
verfahrbaren Horizontalschlitten und einen am Horizontalschlitten in vertikaler Richtung
verfahrbar geführten Vertikalschlitten enthält, wobei der Vertikalschlitten mit einer
Halteeinrichtung zum Halten des jeweiligen plattenartigen Teils verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Tragkonstruktion (7) ein äußeres Paar und ein inneres Paar
solcher Kreuzschlitten (8a, 8b bzw. 9a, 9b) angeordnet sind, wobei die beiden Vertikalschlitten
(17) jedes Kreuzschlittenpaares (8a, 8b bzw. 9a, 9b) mit Querabstand zueinander angeordnet
sind, der Querabstand (a) zwischen den Vertikalschlitten (17) des äußeren Kreuzschlittenpaares
(8a, 8b) größer als der Querabstand (b) zwischen den Vertikalschlitten (17) des inneren
Kreuzschlittenpaares (9a, 9b) ist und die beiden Vertikalschlitten (16) des inneren
Kreuzschlittenpaares (9a, 9b) in der Längsrichtung entsprechender Blickrichtung gesehen
zwischen den beiden Vertikalschlitten (17) des äußeren Kreuzschlittenpaares (8a, 8b)
angeordnet sind, und daß die beiden Vertikalschlitten (17) jedes Kreuzschlittenpaares
(8a, 8b bzw. 9a, 9b) über ein Traversenglied (21 bzw. 22) miteinander verbunden sind,
das zusammen mit mindestens einem an ihm angeordneten Halteelement (25) eine Halteeinrichtung
für ein plattenartiges Teil (2) bildet, derart, daß in der Längsrichtung entsprechender
Blickrichtung gesehen die beiden Vertikalschlitten (17) des äußeren Kreuzschlittenpaares
(8a, 8b) und das zugehörige Traversenglied (21) ein im wesentlichen U-artiges äußeres
Traggestell (23) bilden und die beiden Vertikalschlitten (17) des inneren Kreuzschlittenpaares
(9a, 9b) und das zugehörige Traversenglied (33) ein im wesentlichen U-artiges inneres
Traggestell (24) bilden, welche Traggestelle (23, 24) jeweils für sich an den beiden
Horizontalschlitten (15) des jeweils zugeordneten Kreuzschlittenpaares (8a, 8b bzw.
9a, 9b) in vertikaler Richtung und über die Horizontalschlitten (15) in horizontaler
Längsrichtung verfahrbar sind, und das innere Traggestell (24) bei entsprechender
relativer Höhenlage zwischen den beiden Traggestellen (23, 24) durch das äußere Traggestell
(23) hindurch fahrbar ist, so daß die beiden Traggestelle (23, 24) in horizontaler
Längsrichtung gegenläufig verfahren werden können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragkonstruktion (7)
zwei mit Querabstand parallel zueinander verlaufende Längsträger (32, 33) enthält,
an denen jeweils ein Horizontalschlitten (15) des äußeren Kreuzschlittenpaares (8a,
8b) und ein Horizontalschlitten (15) des inneren Kreuzschlittenpaares (9a, 9b) geführt
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kreuzschlitten
(8a, 8b) des äußeren Kreuzschlittenpaares an den einander abgewandten Außenseiten
der beiden Längsträger (32, 33) geführt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kreuzschlitten
(9a, 9b) des inneren Kreuzschlittenpaares an den einander zugewandten Innenseiten
der beiden Längsträger (32, 33) geführt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Horizontalschlitten (15) und die beiden Vertikalschlitten (17) jedes Kreuzschlittenpaares
(8a, 8b bzw. 9a, 9b) jeweils mittels eines Riemenantriebs mit einem um ein Antriebsrad
(36 bzw. 38) geführten Antriebsriemen (34 bzw. 39) verfahrbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsräder (36, 38)
der Riemenantriebe der beiden Horizontalschlitten (17) und der beiden Vertikalschlitten
(15) jedes Kreuzschlittenpaares (8a, 8b bzw. 9a, 9b) über eine Verbindungswelle (49,
50, 51, 52) miteinander verbunden sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Traversenglieder
(21, 22) jeweils eine Mehrzahl von das jeweilige plattenförmige Teil (2) anhaftend
haltenden Halteelementen (25), insbesondere in Gestalt von Saugern oder Magneten,
tragen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei jedem
Traggestell (23, 24) das Traversenglied (21 bzw. 22) in Seitenansicht gesehen vor
der von den beiden Vertikalschlitten (17) des Traggestells (23 bzw. 24) aufgespannten
Ebene angeordnet ist.