Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft flüssige Feinwaschmittel in Form von Mikroemulsionen mit einem
definierten Gehalt an Esterquats, Alkylbenzolsulfonaten und Alk(en)yloligoglykosiden
sowie die Verwendung der ternären Mischung zur Herstellung von Mikroemulsionen.
Stand der Technik
[0002] Beim Einsatz von Waschmitteln wird üblicherweise zwischen flüssigen und pulverförmigen
oder granulierten Produkten sowie solchen für den universellen Einsatz oder die Behandlung
von empfindlichen Textilien (

Feinwaschmittel") unterschieden. Demzufolge werden für diesen Zweck in der Regel

milde" Tenside eingesetzt, also oberflächenaktive Substanzen, die auch gegenüber der
menschlichen Haut wenig aggressiv sind. So werden beispielsweise in der internationalen
Patentanmeldung
WO 87/02050 (Henkel Corp.) Feinwaschmittel mit einem Gehalt an Alkylpolyglucosiden vorgeschlagen.
Wäßrige Detergensgemische mit Alkyloligoglucosiden und Esterquats und deren Verwendung
zur Herstellung von Waschmitteln sind aus der internationalen Patentanmeldung
WO 94/06899 (Henkel) bekannt. Pulverförmige Waschpulver mit einen Gehalt an Alkylpolyglucosiden
und Alkylbenzolsulfonaten sind Gegenstand der beiden Druckschriften
EP 0700070 B1 (Procter & Gamble) und
EP 0554943 A2 (Unilever).
[0003] Ein Problem bei der Formulierung flüssiger Feinwaschmittel besteht darin, Zubereitungen
zu entwickeln, die nicht nur aus anwendungstechnischer Sicht zufriedenstellend beurteilt
werden können, also den Schmutz entfernen ohne empfindliches Gewebe anzugreifen und
gleichzeitig den Geweben einen angenehmen Weichgriff zu verleihen sowie die elektrostatische
Aufladung zwischen den Fasern herabzusetzen, sondern auch als Mikroemulsionen ausreichend
viskos und lagerstabil sind, so daß auch bei Temperaturbelastung über mehrere Monate
weder die Viskosität zusammenbricht noch Entmischung eintritt. Die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung hat darin bestanden, Mikroemulsionen dieses komplexen Anforderungsprofils
zur Verfügung zu stellen.
Beschreibung der Erfindung
[0004] Gegenstand der Erfindung sind Flüssige Feinwaschmittel in Mikroemulsionsform, enthaltend
(a) 5 bis 7, vorzugsweise 5 bis 6 Gew.-% Esterquats,
(b) 7 bis 10, vorzugsweise 7 bis 8 Gew.-% Alkylbenzolsulfonate und
(c) 4 bis 8, vorzugsweise 5 bis 6 Gew.-% Alkyl- und/oder Alkenyloligoglykoside,
mit der Maßgabe, daß sich die Mengenangaben mit Wasser und gegebenenfalls weiteren
üblichen Hilfs- und Zusatzstoffen zu 100 Gew.-% ergänzen.
[0005] Übenaschenderweise wurde gefunden, daß die erfindungsgemäßen Mischungen Mikroemulsionen
bilden, über ausgezeichnete Wasch- und Reinigungseigenschaften verfügen und damit
behandelten Geweben, insbesondere empfindlichen Textilien wie beispielsweise Wollpullovern
und dergleichen, nicht nur einen angenehmen Weichgriff verleihen, sondern auch die
elektrostatische Aufladung zwischen den Fasern herabsetzen. Ein besonderer Vorteil
liegt ferner darin, daß die Mikroemulsionen ausreichend viskos und auch bei Temperaturbelastung
über Monate lagerstabil sind, ohne sich zu entmischen oder in der Viskosität abnehmen
und es trotz der Kombination von anionischen und kationischen Tensiden nicht zur Salzbildung
kommt.
Esterquats
[0006] Unter der Bezeichnung

Esterquats" (Komponente a) werden im allgemeinen quaternierte Fettsäuretriethanolaminestersalze
verstanden. Es handelt sich dabei um bekannte Stoffe, die man nach den einschlägigen
Methoden der präparativen organischen Chemie erhalten kann. In diesem Zusammenhang
sei auf die Internationale Patentanmeldung
WO 91/01295 (Henkel) verwiesen, nach der man Triethanolamin in Gegenwart von unterphosphoriger
Säure mit Fettsäuren partiell verestert, Luft durchleitet und anschließend mit Dimethylsulfat
oder Ethylenoxid quaterniert. Aus der Deutschen Patentschrift
DE 4308794 C1 (Henkel) ist überdies ein Verfahren zur Herstellung fester Esterquats bekannt, bei
dem man die Quaternierung von Triethanolaminestern in Gegenwart von geeigneten Dispergatoren,
vorzugsweise Fettalkoholen, durchführt. Übersichten zu diesem Thema sind beispielsweise
von R.Puchta et al. in
Tens.Surf.Det., 30, 186 (1993), M.Brock in
Tens.Surf.Det. 30, 394 (1993), R.Lagerman et al. in
J.Am.Oil.Chem.Soc., 71, 97 (1994) sowie I.Shapiro in
Cosm.Toil. 109, 77 (1994) erschienen.
[0007] Die quaternierten Fettsäuretriethanolaminestersalze folgen der Formel
(I),

in der R
1CO für einen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
2 und R
3 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder R
1CO, R
4 für einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine (CH
2CH
2O)
qH-Gruppe, m, n und p in Summe für 0 oder Zahlen von 1 bis 12, q für Zahlen von 1 bis
12 und X für Halogenid, Alkylsulfat oder Alkylphosphat steht. Typische Beispiele für
Esterquats, die im Sinne der Erfindung Verwendung finden können, sind Produkte auf
Basis von Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Isostearinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Elaidinsäure, Arachinsäure, Behensäure und
Erucasäure sowie deren technische Mischungen, wie sie beispielsweise bei der Druckspaltung
natürlicher Fette und Öle anfallen. Vorzugsweise werden technische C
12/18-Kokosfettsäuren und insbesondere teilgehärtete C
16/18-Talg- bzw. Palmfettsäuren sowie elaidinsäurereiche C
16/18-Fettsäureschnitte eingesetzt. Zur Herstellung der quaternierten Ester können die
Fettsäuren und das Triethanolamin im molaren Verhältnis von 1,1 : 1 bis 3 : 1 eingesetzt
werden. Im Hinblick auf die anwendungstechnischen Eigenschaften der Esterquats hat
sich ein Einsatzverhältnis von 1,2 : 1 bis 2,2 : 1, vorzugsweise 1,5 : 1 bis 1,9 :
1 als besonders vorteilhaft erwiesen. Die bevorzugten Esterquats stellen technische
Mischungen von Mono-, Di- und Triestern mit einem durchschnittlichen Veresterungsgrad
von 1,5 bis 1,9 dar und leiten sich von technischer C
16/18-Talg- bzw. Palmfettsäure (Iodzahl 0 bis 40) ab. Aus anwendungstechnischer Sicht haben
sich quaternierte Fettsäuretriethanolaminestersalze der Formel
(I) als besonders vorteilhaft erwiesen, in der R
1CO für einen Acylrest mit 16 bis 18 Kohlenstoffatomen, R
2 für R
1CO, R
3 für Wasserstoff, R
4 für eine Methylgruppe, m, n und p für 0 und X für Methylsulfat steht.
[0008] Neben den quaternierten Fettsäuretriethanolaminestersalzen kommen als Esterquats
ferner auch quaternierte Estersalze von Fettsäuren mit Diethanolalkylaminen der Formel
(II) in Betracht,

in der R
1CO für einen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
2 für Wasserstoff oder R
1CO, R
4 und R
5 unabhängig voneinander für Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, m und n in Summe
für 0 oder Zahlen von 1 bis 12 und X für Halogenid, Alkylsulfat oder Alkylphosphat
steht.
[0009] Als weitere Gruppe geeigneter Esterquats sind schließlich die quaternierten Estersalze
von Fettsäuren mit 1,2-Dihydroxypropyldialkylaminen der Formel
(III) zu nennen,

in der R
1CO für einen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
2 für Wasserstoff oder R
1CO, R
4, R
6 und R
7 unabhängig voneinander für Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, m und n in Summe
für 0 oder Zahlen von 1 bis 12 und X für Halogenid, Alkylsulfat oder Alkylphosphat
steht.
[0010] Hinsichtlich der Auswahl der bevorzugten Fettsäuren und des optimalen Veresterungsgrades
gelten die für
(I) genannten Beispiele auch für die Esterquats der Formeln
(II) und
(III). Üblicherweise gelangen die Esterquats in Form 50 bis 90 Gew.-%iger alkoholischer
Lösungen in den Handel, die bei Bedarf problemlos mit Wasser verdünnt werden können.
Alkylbenzolsulfonate
[0011] Alkylbenzolsulfonate, die die Komponente (b) bilden, stellen bekannte anionische
Tenside dar, die man großtechnisch durch Friedel-Crafts Alkylierung von Benzol mit
geeigneten Olefinen, Kernsulfonierung der gebildeten Alkylaromaten mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und Neutralisation der resultieren Sulfonsäuren erhält. Üblicherweise
folgen die Alkylbenzolsulfonate der Formel
(IV),

in der R
8 für einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 10 bis 16 Kohlenstoffatomen, Ph
für einen Phenylrest und X für ein Alkali- und/oder Erdalkalimetall, Ammonium, Alkylammonium,
Alkanolammonium oder Glucammonium steht. Typische Beispiele sind Dodecylbenzolsulfonat
und Tetradecylbenzolsulfonat in Form ihrer Natriumsalze.
Alkyl- und/oder Alkenyloligoglykoside
[0012] Alkyl- und Alkenyloligoglykoside, die die Komponente (c) bilden, stellen bekannte
nichtionische Tenside dar, die der Formel
(V) folgen,

in der R
9 für einen Alkyl- und/oder Alkenylrest mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen, G für einen
Zuckerrest mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen und p für Zahlen von 1 bis 10 steht. Sie
können nach den einschlägigen Verfahren der präparativen organischen Chemie, beispielsweise
durch sauer katalysierte Acetalisierung von Glucose mit Fettalkoholen erhalten werden.
Die Alkyl- und/oder Alkenyloligoglykoside können sich von Aldosen bzw. Ketosen mit
5 oder 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise der Glucose ableiten. Die bevorzugten Alkyl-
und/oder Alkenyloligoglykoside sind somit Alkyl- und/oder Alkenyloligo
glucoside. Die Indexzahl p in der allgemeinen Formel
(V) gibt den Oligomerisierungsgrad (DP), d. h. die Verteilung von Mono- und Oligoglykosiden
an und steht für eine Zahl zwischen 1 und 10. Während p in einer gegebenen Verbindung
stets ganzzahlig sein muß und hier vor allem die Werte p = 1 bis 6 annehmen kann,
ist der Wert p für ein bestimmtes Alkyloligoglykosid eine analytisch ermittelte rechnerische
Größe, die meistens eine gebrochene Zahl darstellt. Vorzugsweise werden Alkyl- - und/oder
Alkenyloligoglykoside mit einem mittleren Oligomerisierungsgrad p von 1,1 bis 3,0
eingesetzt. Aus anwendungstechnischer Sicht sind solche Alkyl- und/oder Alkenyloligoglykoside
bevorzugt, deren Oligomerisierungsgrad kleiner als 1,7 ist und insbesondere zwischen
1,2 und 1,4 liegt. Der Alkyl- bzw. Alkenylrest R
9 kann sich von primären Alkoholen mit 4 bis 11, vorzugsweise 8 bis 10 Kohlenstoffatomen
ableiten. Typische Beispiele sind Butanol, Capronalkohol, Caprylalkohol, Caprinalkohol
und Undecylalkohol sowie deren technische Mischungen, wie sie beispielsweise bei der
Hydrierung von technischen Fettsäuremethylestern oder im Verlauf der Hydrierung von
Aldehyden aus der Roelen'schen Oxosynthese erhalten werden. Bevorzugt sind Alkyloligoglucoside
der Kettenlänge C
8-C
10 (DP = 1 bis 3), die als Vorlauf bei der destillativen Auftrennung von technischem
C
8-C
18-Kokosfettalkohol anfallen und mit einem Anteil von weniger als 6 Gew.-% C
12-Alkohol verunreinigt sein können sowie Alkyloligoglucoside auf Basis technischer
C
9/11-Oxoalkohole (DP = 1 bis 3). Der Alkyl- bzw. Alkenylrest R
9 kann sich ferner auch von primären Alkoholen mit 12 bis 22, vorzugsweise 12 bis 14
Kohlenstoffatomen ableiten. Typische Beispiele sind Laurylalkohol, Myristylalkohol,
Cetylalkohol, Palmoleylalkohol, Stearylalkohol, Isostearylalkohol, Oleylalkohol, Elaidylalkohol,
Petroselinylalkohol, Arachylalkohol, Gadoleylalkohol, Behenylalkohol, Erucylalkohol,
Brassidylalkohol sowie deren technische Gemische, die wie oben beschrieben erhalten
werden können. Bevorzugt sind Alkyloligoglucoside auf Basis von gehärtetem C
12/14-Kokosalkohol mit einem DP von 1 bis 3.
Fettalkoholpolyglycolether
[0013] In einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthalten die Mittel
weiterhin nichtionische Tenside vom Typ der Fettalkoholpolyglycolether, die der Formel
(VI) folgen,

in der R
10 für einen Alkyl- und/oder Alkenylrest mit 6 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 Kohlenstoffatomen
und q für Zahlen von 1 bis 10 steht. Typische Beispiele sind Anlagerungsprodukte von
durchschnittlich 1 bis 10 und vorzugsweise 2 bis 7 Mol Ethylenoxid an Capronalkohol,
Caprylalkohol, 2-Ethylhexylalkohol, Caprinalkohol, Laurylalkohol, Isotridecylalkohol,
Myristylalkohol, Cetylalkohol, Palmoleylalkohol, Stearylalkohol, Isostearylalkohol,
Oleylalkohol, Elaidylalkohol, Petroselinylalkohol, Linolylalkohol, Linolenylalkohol,
Elaeostearylalkohol, Arachylalkohol, Gadoleylalkohol, Behenylalkohol, Erucylalkohol
und Brassidylalkohol sowie deren technische Mischungen, die z.B. bei der Hochdruckhydrierung
von technischen Methylestern auf Basis von Fetten und Ölen oder Aldehyden aus der
Roelen'schen Oxosynthese sowie als Monomerfraktion bei der Dimerisierung von ungesättigten
Fettalkoholen anfallen. Bevorzugt sind Anlagerungsprodukte von 3 bis 5 Mol Ethylenoxid
an technische Fettalkohole mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen wie beispielsweise Kokos-,
Palm-, Palmkern- oder Talgfettalkohol. Die Mittel können die Niotenside in Mengen
von 1 bis 10, vorzugsweise 3 bis 5 Gew.-% - bezogen auf die Mittel - enthalten.
Weitere Hilfs- und Zusatzstoffe
[0014] Die Mittel können neben den genannten Tensiden weitere typische Inhaltsstoffe wie
beispielsweise Builder, Enzyme, Enzymstabilisatoren, Bleichmittel, optische Aufheller,
Verdickungsmittel, Soil repellants, Schauminhibitoren, Lösungsvermittler, anorganische
Salze sowie Duft- und Farbstoffe aufweisen.
[0015] Geeignete
Builder sind Zeolithe, Schichtsilicate, Phosphate sowie Ethylendiamintetraessigsäure, Nitrilotriessigsäure,
Citronensäure sowie anorganische Phosphonsäuren. Unter den als Peroxy-
Bleichmittel dienenden Verbindungen haben das Natriumperborat-Tetrahydrat und das Natriumperborat-Monohydrat
eine besondere Bedeutung. Weitere Bleichmittel sind beispielsweise Peroxycarbonat,
Citratperhydrate sowie H
2O
2-liefernde persaure Salze der Persäuren wie Perbenzoate, Peroxyphthalate oder Diperoxydodecandisäure.
Sie werden üblicherweise in Mengen von 8 bis 25 Gew.-% eingesetzt. Bevorzugt ist der
Einsatz von Natriumperborat-Monohydrat in Mengen von 10 bis 20 Gew.-% und insbesondere
von 10 bis 15 Gew.-%. Durch seine Fähigkeit, unter Ausbildung des Tetrahydrats freies
Wasser binden zu können, trägt es zur Erhöhung der Stabilität des Mittels bei. Als
Verdickungsmittel können beispielsweise gehärtetes Rizinusöl, Salze von langkettigen Fettsäuren, die
vorzugsweise in Mengen von 0 bis 5 Gew.-% und insbesondere in Mengen von 0,5 bis 2
Gew.-%, beispielsweise Natrium-, Kalium-, Aluminium-, Magnesium- und Titan-Stearate
oder die Natrium und/oder Kaliumsalze der Behensäure, sowie weitere polymere Verbindungen
eingesetzt werden. Zu den letzten gehören bevorzugt Polyvinylpyrrolidon, Urethane
und die Salze polymerer Polycarboxylate, beispielsweise homopolymerer oder copolymerer
Polyacrylate, Polymethacrylate und insbesondere Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure,
vorzugsweise solche aus 50 bis 10% Maleinsäure. Die relative Molekülmasse der Homopolymeren
liegt im allgemeinen zwischen 1000 und 100000, die der Copolymeren zwischen 2000 und
200000, vorzugsweise zwischen 50000 bis 120000, bezogen auf die freie Säure. Insbesondere
sind auch wasserlösliche Polyacrylate geeignet, die beispielsweise mit etwa 1% eines
Polyallylethers der Sucrose quervernetzt sind und die eine relative Molekülmasse oberhalb
1000000 besitzen Beispiele hierfür sind unter dem Namen Carbopol® 940 und 941 erhältliche
Polymere. Die quervernetzten Polyacrylate werden vorzugsweise in Mengen nicht über
1 Gew.-% besonders bevorzugt in Mengen von 0,2 bis 0,7 Gew.-% eingesetzt. Als
Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipase, Amylasen, Cellulasen bzw. deren
Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder Pilzen, wie
Bacillus subtilis, Bacillus lichenformis und Strptomyces griseus gewonnene enzymatische
Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere Proteasen,
die aus Bacillus lentes gewonnen werden, eingesetzt. Ihr Anteil kann etwa 0,2 bis
2 Gew.-% betragen. Die Enzyme können an Trägerstoffen adsorbiert oder in Hüllsubstanzen
eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Zusätzlich zu mono-
und polyfunktionellen Alkoholen und Phosphonaten können die Mittel weitere
Enzymstabilisatoren enthalten. Beispielsweise können 0,5 bis 1 Gew.-% Natriumformiat eingesetzt werden.
Möglich ist auch der Einsatz von Proteasen, die mit löslichen Calciumsalzen und einem
Calciumgehalt von vorzugsweise etwa 1,2 Gew.-%, bezogen auf das Enzym, stabilisiert
sind. Besonders vorteilhaft ist jedoch der Einsatz von Borverbindungen, beispielsweise
von Borsäure, Boroxid, Borax und anderen Alkalimetallboraten wie den Salzen der Orthoborsäure
(H
3BO
3), der Metaborsäure (HBO
2) und der Pyroborsäure (Tetraborsäure H
2B
4O
7). Beim Einsatz im maschinellen Waschverfahren kann es von Vorteil sein, den Mitteln
übliche
Schauminhibitoren zuzusetzen. Geeignete Schauminhibitoren enthalten beispielsweise bekannte Organopolysiloxane,
Paraffine oder Wachse.
Gewerbliche Anwendbarkeit
[0016] Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß nur innerhalb der engen Konzentrationsbereiche
lagerstabile Mikroemulsionen erhalten werden. Dementsprechend betrifft ein weiterer
Gegenstand der Erfindung die Verwendung der ternären Tensidmischung zur Herstellung
von Mikroemulsionen.
Beispiele
[0017] Die Beschaffenheit verschiedener Testprodukte wurde unmittelbar nach der Herstellung
sowie nach Lagerung beurteilt. Dabei bedeutet in der Zeile

Mikroemulsion" (+), daß die Mischung als Mikroemulsion vorlag, (-), daß keine Mikroemulsion
gebildet wurde. In der folgenden Zeile ist die Stabilität nach Lagerung angegeben;
(+) steht für stabil, (-) für getrennt. Die Viskosität der Zubereitungen wurde unmittelbar
nach der Herstellung nach der Brookfield-Methode in einem RVT-Viskosimeter (20°C,
Spindel 1, 10 Upm) gemessen. Anschließend wurde Baumwollgewebe (Testanschmutzung:
Sebum) in einer Haushaltswaschmaschine mit einem Fassungsvermögen von 50 l mit den
Zubereitungen bei 40°C gewaschen (Einsatzmenge 1 g/l) und der Weißgrad photometrisch
gegen einen Standard bestimmt. Der Weichgriff wurde von einem Panel erfahrener Personen
subjektiv auf einer Skala von (1) = weich bis (4) = hart bewertet. Die Zusammensetzungen
und Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefaßt. Die Beispiele 1 bis 4 sind erfindungsgemäß,
die Versuche V1 bis V4 dienen zum Vergleich.
Tabelle 1
| Zusammensetzung und Performance von flüssigen Feinwaschmtteln |
| Zusammensetzung / Performance |
1 |
2 |
3 |
4 |
V1 |
V2 |
V3 |
V4 |
| Methylquaternierter Dipalmettsäuretriethanolaminester, Methylsulfatsalz |
5,0 |
5,0 |
6,0 |
6,0 |
8,0 |
2,0 |
2,5 |
5,0 |
| Dodecylbenzolsulfonat-Natriumsalz |
8,5 |
10,0 |
8,0 |
10,0 |
7,0 |
12,0 |
7,0 |
7,0 |
| Kokosalkylpolyglucosid |
7,0 |
4,0 |
6,0 |
4,0 |
4,0 |
6,0 |
7,5 |
10,0 |
| Kokosfettalkohol+3EO |
3,0 |
3,0 |
3,0 |
3,0 |
3,0 |
3,0 |
3,0 |
3,0 |
| Ölsäure-Triethanolaminsalz |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
1,0 |
| Wasser |
ad 100 |
| Mikroemulsion |
+ |
+ |
+ |
+ |
- |
- |
+ |
+ |
| Lagerstabilität (3 w, 40°C) |
+ |
+ |
+ |
+ |
- |
- |
- |
- |
| Viskosität [mPas] |
6085 |
5900 |
4625 |
4890 |
335 |
930 |
4170 |
4670 |
| Remission [%-rel] |
65,0 |
62,0 |
63,3 |
64,1 |
- |
- |
55,1 |
60,0 |
| Weichgriff |
1,5 |
2,0 |
1,5 |
2,0 |
- |
- |
3,0 |
2,5 |
[0018] Die Beispiele und Vergleichsbeispiele zeigen, daß nur innerhalb der angegebenen engen
Konzentrationsbereiche stabile Mikroemulsionen einer ausreichend hohen Viskosität
erhalten werden, die gleichzeitig über ein hohes Waschvermögen verfügen und den Geweben
einen angenehmen Weichgriff verleihen.
1. Flüssige Feinwaschmittel in Mikroemulsionsform, enthaltend
(a) 5 bis 7 Gew.-% Esterquats,
(b) 7 bis 10 Gew.-% Alkylbenzolsulfonate und
(c) 4 bis 8 Gew.-% Alkyl- und/oder Alkenyloligoglykoside,
mit der Maßgabe, daß sich die Mengenangaben mit Wasser und gegebenenfalls weiteren
üblichen Hilfs- und Zusatzstoffen zu 100 Gew.-% ergänzen.
2. Mittel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß sie Esterquats der Formel
(I) enthalten,

in der R
1CO für einen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
2 und R
3 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder R
1CO, R
4 für einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine (CH
2CH
2O)
qH-Gruppe, m, n und p in Summe für 0 oder Zahlen von 1 bis 12, q für Zahlen von 1 bis
12 und X für Halogenid, Alkylsulfat oder Alkylphosphat steht.
3. Mittel nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß sie Esterquats der Formel
(II) enthalten,

in der R
1CO für einen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
2 für Wasserstoff oder R
1CO, R
4 und R
5 unabhängig voneinander für Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, m und n in Summe
für 0 oder Zahlen von 1 bis 12 und X für Halogenid, Alkylsulfat oder Alkylphosphat
steht.
4. Mittel nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß sie Esterquats der Formel
(III) enthalten,

in der R
1CO für einen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
2 für Wasserstoff oder R
1CO, R
4, R
6 und R
7 unabhängig voneinander für Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, m und n in Summe
für 0 oder Zahlen von 1 bis 12 und X für Halogenid, Alkylsulfat oder Alkylphosphat
steht.
5. Mittel nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß sie Alkylbenzolsulfonate der Formel
(IV) enthalten,

in der R
8 für einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 10 bis 16 Kohlenstoffatomen, Ph
für einen Phenylrest und X für ein Alkali- und/oder Erdalkalimetall, Ammonium, Alkylammonium,
Alkanolammonium oder Glucammonium steht.
6. Mittel nach den Ansprüchen 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß sie Alkyl- und Alkenyloligoglyside der Formel
(V) enthalten,

in der R
9 für einen Alkyl- und/oder Alkenylrest mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen, G für einen
Zuckerrest mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen und p für Zahlen von 1 bis 10 steht.
7. Mittel nach den Ansprüchen 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß sie weiterhin Fettalkoholpolyglycolether der Formel
(VI) enthalten,

in der R
10 für einen Alkyl- und/oder Alkenylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen und q für Zahlen
von 1 bis 10 steht.
8. Verwendung von Mischungen nach Anspruch 1 zur Herstellung von Mikroemulsionen.