[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaftwebmaschine und ein Verfahren zur Regelung einer
Schaftwebmaschine gemäss dem Oberbegriff des jeweiligen unabhängigen Patentanspruchs.
[0002] Bekannte Schaftwebmaschinen umfassen eine Webmaschine zum Eintrag eines Schussfadens
sowie eine Schaftmaschine als Vorrichtung zur Bildung des Webfachs. Die Webmaschine
und die Schaftmaschine sind üblicherweise über eine Transmissionsvorrichtung, beispielsweise
über eine Kupplung und ein Getriebe, miteinander koppelbar und weisen im gekoppelten
Zustand einen gemeinsamen Antriebsstrang auf. Dieser gemeinsame Antriebsstrang wird
mittels eines Antriebs - üblicherweise mittels eines Motors - angetrieben und treibt
seinerseits sowohl die Webmaschine als auch die Schaftmaschine an.
[0003] Derartige Schaftwebmaschinen weisen den Nachteil auf, dass ein Motor mit hoher Leistungsabgabe
erforderlich ist, insbesondere beim Antrieb einer grossen Schaftmaschine (z.B. bedingt
durch eine grosse Anzahl schwerer Webschäfte oder durch eine grosse Webbreite). Weiterhin
variiert sowohl bei der Webmaschine als auch bei der Schaftmaschine das im Freilauf
erforderliche Drehmoment, und zwar in Abhängigkeit vom Drehwinkel (aktuelle Umlaufposition).
Dies wird vor allem hervorgerufen durch verschiedene oszillierende massebehaftete
Bauteile der einzelnen Maschinen. Mit zunehmender Baugrösse der Schaftmaschine und
mit zunehmender Drehzahl der Webmaschine steigt die hierdurch hervorgerufene Belastung
des gesamten Antriebsstrangs, insbesondere auch des zwischen Webmaschine und Schaftmaschine
angeordneten Teils des Antriebsstrangs, aber auch die Belastung des Motors, erheblich
an. Hinzu kommt, dass das erforderliche Drehmoment noch zusätzlich von weiteren Betriebsparametern
abhängt, wie z.B. von der Drehzahl, von der Gewebeart oder vom herzustellenden Muster.
[0004] Speziell die beim Start der Maschine auftretenden Drehmomente wie auch die infolge
von Schwankungen der Drehzahl hervorgerufenen Drehmomentschwankungen können die Leistungsfähigkeit
des Motors und/oder die zulässige Belastung des Antriebsstrangs übersteigen, zumindest
aber dessen Lebensdauer erheblich verkürzen. Es ist dann nicht nur notwendig, einen
leistungfähigeren Motor bereitzustellen, sondern der gesamte Antriebsstrang muss in
solchen Fällen verstärkt werden - es müssen also stärkere Wellen, Getriebe, Kupplungen,
Lager etc. bereitgestellt werden, was einen erheblichen technischen Aufwand bedeutet
und die Maschine deutlich verteuert.
[0005] Auf dem Gebiet der Jacquardwebmaschinen ist es aus der EP-A-0 736 622 bekannt, einen
vom Antrieb der Webmaschine unabhängigen Hilfsmotor für die Jacquardeinrichtung bereitzustellen
und die Antriebswelle der Webmaschine mit der Antriebswelle der Jacquardeinrichtung
über eine Synchronisationswelle zu koppeln. Mittels dieses Hilfsmotors ist die Antriebswelle
der Jacquardeinrichtung zusätzlich antreibbar. Der Hilfsmotor dient also - bei entprechender
Ansteuerung - zur Entlastung des Antriebs der Webmaschine, wie auch zur Entlastung
des gesamten Antriebsstrangs. Gleichzeitig sorgt die Synchronisationswelle für eine
mehr oder weniger gute Synchronisation von Webmaschine und Jacquardeinrichtung. Um
nun zu ermitteln, welches Drehmoment zur Entlastung des Antriebs der Webmaschine bzw.
zur Entlastung des Antriebsstrangs von dem Hilfsmotor aufgebracht werden muss, ist
ein Winkelgeber vorgesehen, der die jeweilige Umlaufposition der Antriebswelle der
Jacquardeinrichtung detektiert und einer Steuerung zuführt. Die Steuerung ermittelt
dann - in Kenntnis des gewünschten Webmusters und in Kenntnis der beim jeweiligen
Drehwinkel erforderlichen Drehmomente (die erforderlichen Drehmomente müssen also
der Steuerung für jeden Drehwinkel bereits vor dem Start der Maschine bekannt sein)
- das vom Hilfsmotor aufzubringende Drehmoment, um den Antrieb der Webmaschine wie
auch den gesamten Antriebsstrang zu entlasten.
[0006] Die in der genannten EP-A-0 736 622 beschriebene Jacquardwebmaschine ist zwar prinzipiell
funktionsfähig. Allerdings ist die vorgeschlagene Vorgehensweise für Schaftwebmaschinen,
speziell für grosse Schaftwebmaschinen mit schweren Schäften, nicht einfach anwendbar.
Aufgrund der durch die grossen oszillierden Massen und durch Drehzahlschwankungen
und andere Betriebsparameter hervorgerufenen Drehmomentschwankungen ist nämlich der
Zusammenhang zwischen dem tatsächlich entlang des Antriebsstrangs anliegenden Drehmoment
und der jeweiligen Umlaufposition der Antriebswelle der Schaftmaschine speziell bei
grossen Schaftmaschinen in der Praxis nicht konstant und daher auch nicht oder bestenfalls
nur sehr ungenau vorhersehbar. Eine genaue Vorhersage des entlang des Antriebsstrangs
auftretenden Drehmoments in Abhängigkeit von der jeweiligen Umlaufposition ist jedenfalls
in der Praxis nicht möglich. Daher können nach wie vor entlang des Antriebsstrangs,
speziell in dem zwischen Schaftmaschine und Webmaschine angeordneten Teil des Antriebsstrangs,
sehr grosse Drehmomente auftreten. Um ein hohes Mass an Zuverlässigkeit bzw. Verfügbarkeit
der Maschine zu gewährleisten, müssten also ähnlich aufwendige Massnahmen hinsichtlich
der Dimensionierung der Antriebe und des Antriebsstrangs getroffen werden wie oben
beschrieben.
[0007] Weiterhin ist aus der EP-A-0 743 383 eine Schaftwebmaschine bekannt, die nach einem
ähnlichen Prinzip arbeitet wie die oben bereits erläuterte Jacquardwebmaschine. Auch
bei dieser Maschine ist ein Hauptmotor für den Antrieb der Webmaschine vorgesehen,
die über eine mechanische Transmissionsvorrichtung mit einer Schaftmaschine (oder
alternativ auch mit einer Jacquardeinrichtung) gekoppelt ist. Ferner ist ein Hilfsmotor
an der Schaftmaschine vorgesehen, der den Hauptmotor bzw. den Antriebsstrang entlastet.
Auch die hier beschriebene Art der Steuerung des Hilfsmotors setzt voraus, dass das
für den Antrieb der Schaftmaschine bei einer bestimmten Drehzahl erforderliche Drehmoment
für jeden Drehwinkel (Umlaufposition) vor dem Start der Maschine der Steuerung bereits
bekannt ist, sei es nun durch eine vor dem Start der Maschine erfolgte "theoretische"
Ermittlung des jeweils erforderlichen Drehmoments oder durch bei Probeläufen ermittelte
Werte für das Drehmoment. Aufgrund der durch die grossen oszillierden Massen, insbesondere
bei grossen Schaftmaschinen mit schweren Schäften, und aufgrund der durch Drehzahlschwankungen
und andere Betriebsparameter hervorgerufenen Drehmomentschwankungen, ist jedoch das
tatäschlich entlang des Antriebsstrangs anliegende Drehmoment in Abhängigkeit von
der Umlaufposition in der Praxis nicht oder bestenfalls nur sehr ungenau vorhersehbar.
Insbesondere in dem zwischen Webmaschine und Schaftmaschine angeordneten Teil des
Antriebsstrangs können nach wie vor grosse Drehmomente auftreten. Daher müssten auch
hier entsprechend aufwendige Massnahmen hinsichtlich der Dimensionierung der Antriebe
und des Antriebsstrangs getroffen werden, um eine hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit
der Maschine zu gewährleisten.
[0008] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Schaftwebmaschine vorzuschlagen, bei der
dieser grosse Aufwand - nämlich einen leistungsfähigeren Motor bereitzustellen und
sämtliche Teile des Antriebsstrangs zu verstärken - vermieden werden kann, speziell
auch für den Fall von grossen Schaftmaschinen mit schweren Schäften und hoher Drehzahl.
Gleichzeitig soll ein wirtschaftlicher und zuverlässiger Betrieb einer solchen Schaftwebmaschine
gewährleistet sein.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Schaftwebmaschine gemäss Patentanspruch 1. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemässen Schaftwebmaschine ergeben sich
aus den abhängigen Patentansprüchen. Die Aufgabe wird verfahrensmässig gelöst gemäss
dem unabhängigen Verfahrensanspruch.
[0010] Erfindungsgemäss ist bei der Schaftwebmaschine mindestens ein Sensor im Bereich zwischen
der Webmaschine und der Schaftmaschine oder im jeweils an diesen Bereich angrenzenden
Endbereich der Webmaschine bzw. der Schaftmaschine angeordnet. Der dort angeordnete
Sensor (es können auch mehrere Sensoren hierfür vorgesehen sein) erfasst das tatsächlich
am Antriebsstrang anliegende Drehmoment. In dem genannten Bereich treten üblicherweise
die grössten von dem Drehmoment hervorgerufenen Veränderungen (z.B. die grösste Torsion
der Antriebswelle) auf, da die Drehmomentschwankungen ganz wesentlich von den grossen
oszillierenden Massen in der Schaftmaschine und der Webmaschine hervorgerufen werden.
Somit sind die dadurch hervorgerufenen Veränderungen in dem genannten Bereich besonders
gut erfassbar. Der Sensor ist mit einer Regelung verbunden, welche den Hilfsantrieb
(z.B. einen Hilfsmotor) so ansteuert, dass das im Bereich zwischen der Webmaschine
und der Schaftmaschine anliegende Drehmoment und/oder Schwankungen der Drehzahl reduziert
werden. Auf diese Weise wird eine Entlastung des Hauptantriebs und des gesamten Antriebsstrangs
bewirkt, sodass es möglich ist, Standardmotoren als Hauptantrieb, sowie Standardantriebswellen,
-kupplungen und -lager auch für schwere Schaftmaschinen einzusetzen, was den Aufwand
erheblich reduziert. Eine Verstärkung einzelner oder aller Teile des Antriebsstranges
und das Ersetzen des Standardantriebsmotors durch einen leistungsfähigeren wird dadurch
obsolet.
[0011] In einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Schaftwebmaschine
ist der Sensor oder Teile davon (z.B. eine Dehnungsmessstreifenanordnung) auf dem
Antriebsstrang angeordnet. Auf diese Weise kann die repräsentative Grösse für das
zum jeweiligen Zeitpunkt anliegende Drehmoment direkt am Antriebsstrang abgenommen
werden und wird somit auch nicht verfälscht. Ausserdem muss das Drehmoment so auch
nicht auf irgendwelchen aufwendigen Umwegen bestimmt werden.
[0012] Als Sensor kommt dabei speziell ein Sensor in Frage, der ein elektrisches Signal
in Funktion des tatsächlich anliegenden Drehmoments liefert, also beispielsweise ein
Sensor, der eine Dehnungsmessstreifenanordnung umfasst. Die Dehnungsmessstreifenanordnung
ist dabei direkt auf dem Antriebsstrang angeordnet. Natürlich muss der Sensor auch
noch ein geeignetes Übertragungselement (einen Transmitter) zur Übertragung des Signals
vom im Betrieb rotierenden Antriebsstrang zu einem im Betrieb feststehenden Maschinenteil
aufweisen. Eine Dehnungsmessstreifenanordnung, die auf dem Antriebsstrang angeordnet
ist, eignet sich deshalb in besonderer Weise zur Erfassung des Drehmoments, weil ihr
Ausgangssignal dem anliegenden Drehmoment direkt proportional ist (alternativ eignen
sich auch Sensoren zur Messung von Schubspannungen). Das anliegende Drehmoment kann
somit schnell und unverfälscht aus dem Signal des Sensors gewonnen werden.
[0013] Ebenso kommen auch Sensoren in Frage, die als Winkelgeber ausgebildet und die in
Längsrichtung des Antriebsstrangs betrachtet zueinander versetzt angeordnet sind.
Die Winkelgeber erfassen die Umlaufposition des jeweiligen Teils des Antriebsstrangs.
Da jeder Teil des Antriebsstrangs bis zu einem gewissen Grad elastisch ist, kann -
beim Anliegen eines Drehmoments und bei genügend guter Auflösung der Sensoren - zwischen
zwei verschiedenen Stellen des Antriebsstrangs eine Winkeldifferenz erfasst werden.
Diese Winkeldifferenz ist ein Mass für das anliegende Drehmoment, da die Winkeldifferenz
von dem Drehmoment hervorgerufen wird. Das Signal eines einzelnen Sensors ist also
in diesem Fall nicht repräsentativ für das Drehmoment, wohl aber ist es die genannte
Winkeldifferenz. Ausserdem lässt sich mit dieser Art und Anordnung von Sensoren auch
die jeweils aktuelle Drehzahl überwachen.
[0014] Des weiteren kommt auch ein Sensor in Frage , der als Kraftaufnahme-Sensor ausgebildet
und so angeordnet ist, dass er Reaktionskräfte erfasst, die von dem anliegenden Drehmoment
an einem im Betrieb feststehenden Teil der Schaftwebmaschine hervorgerufen werden,
wie z.B. an einem Lager oder an einem Getriebekasten. Das Sensorsignal ist dann ein
direktes Mass für das anliegende Drehmoment.
[0015] Ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Schaftwebmaschine
weist zusätzlich zum Hauptantrieb und zum Hilfsantrieb noch einen weiteren, an den
die Schaftmaschine antreibenden Teil des Antriebsstrangs ankoppelbaren Antrieb auf.
Dieser zusätzliche Antrieb, der typischerweise einen Motor und ein Kriechganggetriebe
umfasst, kommt bei Webmaschinen beispielsweise bei der Schussuche zum Einsatz, um
das Webfach unabhängig vom Hauptantrieb zu öffnen. Der erfindungsgemäss vorgesehene
Hilfsantrieb ist nun in der Lage, diesen zusätzlichen Antrieb (Kriechgangantrieb)
erheblich zu entlasten. Ist der Hilfsantrieb entsprechend genau steuerbar, so ist
es prinzipiell möglich, dass der Hilfsantrieb die Funktion des (Kriechgang-)Antriebs
mitübernimmt und dadurch der hier genannte zusätzliche (Kriechgang-)Antrieb nicht
erforderlich ist. Zumindest aber kann der zusätzliche (Kriechgang-)antrieb von dem
erfindungsgemäss vorgesehenen Hilfsantrieb erheblich entlastet werden.
[0016] Bei dem erfindungsgemässen Verfahren wird mittels mindestens eines Sensors, der zwischen
der Webmaschine und der Schaftmaschine oder in den an diesen Bereich angrenzenden
Endbereichen der Webmaschine und der Schaftmaschine angeordnet ist, das am Antriebsstrang
anliegende Drehmoment erfasst und ein entsprechendes Signal einer Regelung zugeführt.
Aufgrund dieses Signals wird der Hilfsantrieb von der Regelung so angesteuert, dass
das zwischen der Webmaschine und der Schaftmaschine anliegende Drehmoment und/oder
Schwankungen der Drehzahl reduziert werden. Dadurch wird der bereits weiter oben genannte
Aufwand einer Verstärkung des Hauptantriebs und der Teile des Antriebsstrangs, insbesondere
von Wellen, Lagern, Getrieben und Kupplungen, vermieden.
[0017] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in
schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Schaftwebmaschine,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt des Antriebsstrangs, auf welchem eine Dehnungsmessstreifenanordnung
befestigt ist,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt des Antriebsstrangs mit zwei in Längsrichtung des Antriebsstrangs
versetzt angeordneten Winkelgebern,
- Fig. 4
- ein Ausführungsbeispiel eines Getriebes mit Lagern, an welchen durch das Drehmoment
Kräfte hervorgerufen werden,
- Fig. 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Getriebes mit Lagern
und
- Fig. 6
- eine vergrösserte Darstellung eines Lagers mit einem Kraftaufnahme-Sensor.
[0018] Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Schaftwebmaschine
umfasst eine Webmaschine 1 und eine Schaftmaschine 2. Die Webmaschine 1 und die Schaftmaschine
2 sind mittels einer mechanischen Transmissionsvorrichtung, welche eine Kupplung 3
umfasst, miteinander koppelbar, sodass sie im gekoppelten Zustand einen gemeinsamen
Antriebsstrang aufweisen, von dem aus zeichnerischen Gründen nur der Teil 4 zwischen
Webmaschine 1 und Schaftmaschine 2 dargestellt ist. Ferner umfasst die Schaftwebmaschine
einen an der Webmaschine 1 angeordneten Hauptantrieb in Form eines Motors 5 (üblicherweise
ein Elektromotor) sowie einen an der Schaftmaschine 2 angeordneten Hilfsantrieb in
Form des Motors 6 (üblicherweise ebenfalls ein Elektromotor). Darüberhinaus umfasst
das gezeigte Ausführungsbeispiel der Schaftwebmaschine noch Sensoren 7 und 8, die
jeweils mittels Signalleitungen mit einer Regelung 9 verbunden sind. Die Regelung
9 ihrerseits ist mittels einer Signalleitung mit dem Motor 6, also mit dem Hilfsantrieb,
verbunden. Schliesslich ist in Fig. 1 noch optional ein weiterer (Zusatz-)Antrieb
ZA (Kriechgang) vorgesehen, der über ein entsprechendes Getriebe ZG an den Antriebsstrang
ankoppelbar ist und insbesondere bei der Schussuche zum Einsatz kommen kann, entweder
alleine (dann muss er allerdings so dimensioniert sein, dass er in der Lage ist, die
Schaftmaschine alleine im Kriechgang anzutreiben) oder aber zusammen mit dem Motor
6.
[0019] Im Betrieb treibt der Motor 5 die Webmaschine 1 und aufgrund der Kopplung von Webmaschine
1 und Schaftmaschine 2 auch die Schaftmaschine 2 an. Dabei kann insbesondere an dem
dargestellten Teil 4 des Antriebsstrangs aufgrund der grossen oszillierenden massebehafteten
Bauteile in der Webmaschine 1 und der Schaftmaschine 2 ein sehr grosses Drehmoment
anliegen, welches sich zu dem für die Bewegung der Webschäfte erforderlichen Antriebsmoment
addiert. Dieses in diesem Bereich tatsächlich am Antriebsstrang anliegende Drehmoment
wird entweder nur mittels eines der beiden Sensoren 7 oder 8 oder aber mittels beider
Sensoren erfasst. Ob das Drehmoment mittels nur einem der Sensoren 7,8 oder aber mittels
beider Sensoren 7 und 8 erfasst wird, hängt davon ab, wie viele Sensoren tatsächlich
vorgesehen sind und vor allem hängt es davon ab, welcher Typ von Sensor eingesetzt
wird. Auf die verschiedenen Typen von Sensoren wird weiter unten noch genauer eingegangen.
Das Ausgangssignal der Sensoren 7 und 8 wird mittels Signalleitungen einer Regelung
9 zugeführt, welche ihrerseits über eine Signalleitung 10 den Motor 6, also den Hilfsantrieb,
ansteuert. Die Ansteuerung des Motors 6 durch die Regelung 9 erfolgt dabei so, dass
das zwischen der Webmaschine 1 und der Schaftmaschine 2 anliegende Drehmoment und/oder
Schwankungen der Drehzahl reduziert werden. Bei der Reduktion des zwischen der Webmaschine
1 und der Schaftmaschine 2 anliegenden Drehmoments kann auf diese Weise also sowohl
das zum Antrieb erforderliche ("statische") Drehmoment reduziert werden wie auch die
aufgrund der oszillierenden massebehafteten Bauteile auftretenden ("dynamischen")
Drehmomentschwankungen.
[0020] Hinsichtlich der Regelung des Drehmoments eignen sich dabei unterschiedliche Regelstrategien
wie
a) Begrenzung des positiven oder negativen Drehmoments auf einen zulässigen Maximalwert
b) Reduktion des Drehmoments um einen konstanten Faktor oder entsprechend einer vorgebbaren
mathematischen Gesetzmässigkeit
c) Begrenzung oder Reduktion der Drehmomentveränderung in Funktion der Zeit
d) Sowohl eine Begrenzung des maximal anliegenden Drehmoments als auch zugleich eine
Reduktion des Drehmoments
e) Begrenzung des Drehmoments auf einen minimalen, gegen null strebenden Wert.
[0021] Zur Erläuterung sei ein Fall betrachtet, bei dem die Webmaschine 1 und die Schaftmaschine
2 eine gegenläufige Bewegung anstreben, was heisst, dass die eine Maschine ein in
Bezug auf den zunehmenden Drehwinkel zunehmendes Drehmoment, die andere Maschine hingegen
ein in Bezug auf den zunehmenden Drehwinkel abnehmendes Drehmoment erfordert (die
eine Maschine quasi bremsend, die andere hingegen treibend wirkt). Dies ruft in der
Kupplung 3 und in dem zwischen Webmaschine 1 und Schaftmaschine 2 angeordneten Teil
4 des Antriebsstrangs ein grosses Drehmoment hervor. Dieses grosse Drehmoment wird
von den Sensoren 7 und 8 (oder je nach Sensortyp auch nur von einem der beiden) erfasst
und in Form eines elektrischen Signals an die Regelung 9 weitergeleitet. Die Regelung
9 steuert demzufolge den Hilfsantrieb, also den Motor 6, so an, dass dieses Drehmoment
reduziert wird. Dadurch wird der Antriebsstrang entlastet, aber auch der Hauptantrieb,
also der Motor 5, der ansonsten dieses Drehmoment alleine aufbringen müsste (sofern
er dazu ausgelegt ist).
[0022] Die erfindungsgemässe Lösung ist aber auch hinsichtlich des gesamten Energieverbrauchs
(das ist die aufzuwendende Gesamtleistung, die für die Erzeugung des erforderlichen
Drehmoments benötigt wird), günstig. Dies hängt ursächlich mit der mechanischen Kopplung
zusammen. Bei einer Schaftwebmaschine mit mechanisch getrennten Antrieben für die
Schaftmaschine und die Webmaschine, also ohne Verbindungselemente, müsste die Energie
zum Gleichlauf der beiden Maschinen vollständig von den Antrieben der Maschinen bereitgestellt
werden (bei gegenläufigen Bewegungstendenzen müsste also ein Antriebsmotor bremsend,
der andere hingegen treibend wirken), was mit entsprechenden Umsetzungsverlusten (bei
den Motoren) verbunden wäre. Bei einer mechanischen Kopplung hingegen gleichen sich
die unterschiedlichen Bewegungstendenzen mindestens teilweise über die mechanische
Kopplung von Webmaschine und Schaftmaschine aus (was sich z.B. in einer Torsion äussert).
Eine Schaftwebmaschine mit mechanischer Kopplung zwischen Webmaschine und Schaftmaschine
ist also in diesem Fall günstiger als eine Schaftwebmaschine ohne mechanische Kopplung.
[0023] Hinsichtlich der Regelung der Drehzahl bieten sich unterschiedliche Regelstrategien
an wie
a) Begrenzung der Drehzahl auf einen zulässigen Maximalwert
b) Begrenzung der Spitzenwerte der Drehzahlveränderung
c) Reduktion der Drehzahlschwankungen auf einen gegen null strebenden Wert.
[0024] Beispielhaft sei ein Fall betrachtet, bei dem die Webmaschine 1 und die Schaftmaschine
2 beide eine mitläufige Bewegung anstreben, wobei beide Maschinen ein in Bezug auf
den zunehmenden Drehwinkel abnehmendes Drehmoment erfordern (das heisst, sie tendieren
zu einer höheren Drehzahl hin). Ein entsprechendes Signal wird von den Sensoren 7
und 8 an die Regelung 9 weitergeleitet. Die Regelung 9 steuert dann den Motor 6 so
an, dass er bremsend auf den Antriebsstrang wirkt, da sonst die Drehzahl zunehmen
würde (und der Hauptantrieb alleine bremsend auf den Antriebsstrang wirken müsste).
[0025] Ferner sei beispielhaft ein Fall betrachtet, bei dem die Webmaschine 1 und die Schaftmaschine
2 ebenfalls eine mitläufige Bewegung anstreben, allerdings derart, dass beide Maschinen
in Bezug auf den zunehmenden Drehwinkel ein zunehmendes Drehmoment erfordern (das
heisst, sie tendieren zu einer niedrigeren Drehzahl hin). Ein entsprechendes Signal
wird von den Sensoren 7 und 8 an die Regelung 9 weitergeleitet. Die Regelung 9 steuert
dann den Motor 6 so an, dass er antreibend auf den Antriebsstrang wirkt, da sonst
die Drehzahl abnehmen würde bzw. der Hauptantrieb die gesamte Antriebsleistung aufbringen
müsste. Dies würde aber eine höhere Belastung des Hauptantriebs bedeuten, der das
erforderliche Beschleunigungs-Drehmoment alleine aufbringen müsste.
[0026] Natürlich sind auch gemischte Regelstrategien denkbar, also solche Strategien, bei
denen fallweise Schwankungen des Drehmoments bzw. Schwankungen der Drehzahl geregelt
werden. Beispielweise kann es eine Strategie sein, dass
a) wenn sich das Drehmoment in Bezug auf den zunehmenden Drehwinkel gleichsinnig ändert,
also i.d. Regel ein kleines Drehmoment zwischen der Webmaschine 1 und der Schaftmaschine
2 anliegt, die Drehzahl geregelt wird
b) wenn sich das Drehmoment in Bezug auf den zunehmenden Drehwinkel gegensinnig ändert,
also i.d. Regel ein grosses Drehmoment zwischen der Webmaschine 1 und der Schaftmaschine
2 anliegt, das Drehmoment geregelt wird, derart, dass der zwischen Webmaschine 1 und
Schaftmaschine 2 angeordenete Teil des Antriebsstrangs 4 und die Kupplung 3 entlastet
werden. Eine derartige Strategie ist auch bezüglich des Gesamtwirkungsgrads günstig.
[0027] Zur Erfassung des Drehmoments, das zwischen Webmaschine 1 und Schaftmaschine 2 am
Antriebsstrang anliegt, kann auf dem Teil 4 des Antriebsstrangs ein Sensor aufgebracht
sein, der eine Dehnungsmessstreifenanordnung umfasst. Ein derartiger Sensor ist vom
Prinzip her in Fig. 2 gezeigt (stark vergrössert). Man erkennt dort eine Dehnungsmessstreifenanordnung
80, die aufgrund einer Torsion des Teils 4 des Antriebsstrangs, die von dem anliegenden
Drehmoment hervorgerufen ist, aus ihrer Ruhelage 80a ausgelenkt ist. Die Ruhelage
80a ist dabei in Fig. 2 strichliert dargestellt. Das Ausgangssignal der Dehnungsmessstreifenanordnung
80 ist ein Mass für die Torsion des Teils 4 des Antriebsstrangs und die Torsion des
Teils 4 des Antriebsstrangs ist wiederum ein Mass für das anliegende Drehmoment. Ist
also das anliegende Drehmoment die einzige zu regelnde Grösse, reicht im Grunde ein
einziger solcher Sensor 80 aus. Es ist selbstverständlich, dass ein solcher Sensor
80 auch noch ein geeignetes Übertragungselement aufweist (z.B. einen geeigneten Transducer,
in Fig. 2 aus zeichnerischen Gründen nicht dargestellt), welches im Betrieb das Ausgangssignal
der Dehnungsmessstreifenanordnung von dem rotierenden Antriebsstrang zu einem feststehenden
Maschinenteil überträgt.
[0028] Ein anderes Ausführungsbeispiel, welches in Fig. 3 dargestellt ist, weist zwei Sensoren
auf, die als Winkelgeber 71 und 81 ausgebildet und in Längsrichtung des Antriebsstrangs
betrachtet zueinander versetzt angeordnet sind. Da auch hier der Teil 4 des Antriebsstrangs
aufgrund eines anliegenden Drehmoments tordiert, ist der Winkelgeber 71 aus seiner
Ruhelage 71a, die strichliert angedeutet ist, ausgelenkt. Um die Auslenkung festzustellen,
benötigt man natürlich entsprechende Detektoren, die entlang des Umfangs des Antriebsstrangs
angeordnet sind. Dies ist in Fig. 3 durch die strichlierten Linien 71b und 81b schematisch
angedeutet. Das Mass der Auslenkung im Verhältnis zur Ruhelage ist ein Mass für die
Torsion des Teils 4 des Antriebsstrangs und diese wiederum ein Mass für das anliegende
Drehmoment. Winkelgeber haben aber auch den Vorteil, dass mit ihrer Hilfe nicht nur
das anliegende Drehmoment, sondern auch die jeweils aktuelle Drehzahl festgestellt
werden kann.
[0029] In Fig. 4, Fig. 5 und Fig. 6 sind schliesslich solche Ausführungsbeispiele dargestellt,
bei denen das anliegende Drehmoment mittels Kraftaufnahme-Sensoren erfasst wird, die
die Kräfte an beim Betrieb feststehenden Teilen, wie z.B. an Lagern, erfassen. In
Fig. 4 ist dabei ein Winkelgetriebe 14 vorgesehen, wie es z.B. zwischen der Webmaschine
1 und dem Teil 4 (Fig. 1) des Antriebsstrangs vorgesehen sein kann. Die beiden Teile
des Antriebsstrangs sind hier nur ausschnittsweise angedeutet, man erkennt ein Endstück
10 des von der Webmaschine 1 kommenden Teils des Antriebsstrangs und ein Endstück
40 des zwischen Webmaschine 1 und Schaftmaschine 2 vorgesehen Teils 4 des Antriebsstrangs.
Die beiden einander zugewandten Endstücke sind in Lagern 11 bzw. 41 geführt und mittels
der Kegelzahnräder 12 und 42 mechanisch miteinander gekoppelt. Wird nun eine Kraft
bzw. ein Drehmoment vom Kegelzahnrad 12 auf das Kegelzahnrad 42 übertragen, so würde
der Teil 4 des Antriebsstrangs ausweichen wollen, wird aber vom Lager 41 daran gehindert.
Infolgedessen wirkt eine entsprechende Kraft auf das Lager 41, welche von einem entsprechenden
Kraftaufnahme-Sensor (siehe Fig. 6) erfasst wird.
[0030] In Fig. 5 ist ein anderes Getriebe 14a dargestellt, wie es ebenfalls zwischen der
Webmaschine 1 und dem Teil 4 des Antriebsstrangs vorgesehen sein kann. Die beiden
Teile des Antriebsstrangs sind hier nur ausschnittsweise angedeutet, man erkennt ein
Endstück 10a des von der Webmaschine 1 kommenden Teils des Antriebsstrangs und ein
Endstück 40a des zwischen Webmaschine 1 und Schaftmaschine 2 vorgesehen Teils 4 des
Antriebsstrangs. Die beiden Endstücke sind wieder in Lagern 11a bzw. 41a geführt und
mittels der radial ineinander greifenden Zahnräder 12a und 42a mechanisch miteinander
gekoppelt. Wird nun eine Kraft bzw. ein Drehmoment vom Zahnrad 12a auf das Zahnrad
42a übertragen, so würde der Teil 4 des Antriebsstrangs ausweichen wollen, wird aber
vom Lager 41a daran gehindert. Infolgedessen wirkt eine entsprechende Kraft auf das
Lager 41a, welche von einem entsprechenden Kraftaufnahme-Sensor (siehe Fig. 6) erfasst
wird, ähnlich wie bei dem anhand von Fig. 4 beschriebenen Ausführungsbeispiel.
[0031] Fig. 6 zeigt schliesslich schematisch einen Sensor 72, welcher beispielsweise am
Lager 11 bzw. 11a (Fig.4,Fig.5) vorgesehen sein kann. Wie bereits anhand von Fig.
4 und Fig. 5 erläutert, wirkt beim Übertragen einer Kraft bzw. eines Drehmoments auf
den Teil 4 des Antriebsstrangs eine Kraft auf das Lager 41 bzw. 41a, da der Antriebsstrang
im dem Lager geführt ist und nicht ausweichen kann. Dabei können die auf das Lager
41a wirkende Kräfte in Richtung der Pfeile F1 und F2 von dem Sensor 72 erfasst und
auf diese Weise die Kraft bzw. das Drehmoment bestimmt werden, welches die entsprechende
Kraft auf das Lager verursacht hat.
[0032] Die Schaftwebmaschine umfasst eine Webmaschine und eine Schaftmaschine, die über
eine mechanische Transmissionsvorrichtung miteinander koppelbar sind und im gekoppelten
Zustand einen gemeinsamen Antriebsstrang aufweisen, der von einem Hauptantrieb antreibbar
ist. Sie umfasst ferner einen Hilfsantrieb, der zumindest auf den die Schaftmaschine
antreibenden Teil des Antriebsstrangs wirkend angeordnet ist. Die Schaftwebmaschine
umfasst ferner mindestens einen Sensor, welcher das tatsächlich am Antriebsstrang
anliegende Drehmoment erfasst und der im Bereich zwischen der Webmaschine und der
Schaftmaschine oder im jeweils an diesen Bereich angrenzenden Endbereich der Webmaschine
bzw. der Schaftmaschine entlang des Antriebsstrangs angeordnet ist. Dieser Sensor
ist mit einer Regelung verbunden, welche den Hilfsantrieb so ansteuert, dass das zwischen
der Webmaschine und der Schaftmaschine anliegende Drehmoment und/oder Schwankungen
der Drehzahl reduziert werden.
1. Schaftwebmaschine umfassend eine Webmaschine (1) und eine Schaftmaschine (2), die
über eine mechanische Transmissionsvorrichtung (3) miteinander koppelbar sind und
im gekoppelten Zustand einen gemeinsamen Antriebsstrang aufweisen, der von einem Hauptantrieb
(5) antreibbar ist, sowie mit einem Hilfsantrieb (6), der zumindest auf den die Schaftmaschine
(1) antreibenden Teil des Antriebsstrangs wirkend angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens ein Sensor (7,8), welcher das tatsächlich am Antriebsstrang anliegende
Drehmoment erfasst, im Bereich zwischen der Webmaschine (1) und der Schaftmaschine
(2) oder im jeweils an diesen Bereich angrenzenden Endbereich der Webmaschine (1)
bzw. der Schaftmaschine (2) entlang des Antriebsstrangs angeordnet ist, und dass dieser
Sensor (7,8) mit einer Regelung (9) verbunden ist, welche den Hilfsantrieb (6) so
ansteuert, dass das zwischen der Webmaschine (1) und der Schaftmaschine (2) anliegende
Drehmoment und/oder Schwankungen der Drehzahl reduziert werden.
2. Schaftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7,8) oder
Teile davon auf dem Antriebsstrang angeordnet ist.
3. Schaftwebmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor eine Dehnungsmessstreifenanordnung
(80) und ein geeignetes Übertragungselement zum Übertragen des Signals vom Antriebsstrang
zu einem beim Betrieb feststehenden Maschinenteil umfasst.
4. Schaftwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens zwei Sensoren vorgesehen sind, die als Winkelgeber (71,81) ausgebildet
und in Längsrichtung des Antriebsstrangs betrachtet zueinander versetzt angeordnet
sind.
5. Schaftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor als Kraftaufnahme-Sensor
(72) ausgebildet und so angeordnet ist, dass er die von dem anliegenden Drehmoment
hervorgerufenen Reaktionskräfte an einem beim Betrieb feststehenden Teil (41,41a)
der Schaftwebmaschine erfasst.
6. Schaftwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie
zusätzlich zum Hauptantrieb (5) und zum Hilfsantrieb (6) noch einen weiteren, an den
die Schaftmaschine antreibenden Teil des Antriebsstrangs ankoppelbaren Antrieb (ZA)
aufweist.
7. Verfahren zur Regelung einer Schaftwebmaschine, welche eine Webmaschine (1) und eine
Schaftmaschine (2) umfasst, die über eine mechanische Transmissionsvorrichtung (3)
miteinander koppelbar sind und im gekoppelten Zustand einen gemeinsamen Antriebsstrang
aufweisen, der beim Betrieb von einem Hauptantrieb (5) angetrieben wird, sowie mit
einem Hilfsantrieb (6), der zumindest auf den die Schaftmaschine (2) antreibenden
Teil des Antriebsstrangs einwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass mittels mindestens
eines Sensors (7,8), der zwischen der Webmaschine (1) und der Schaftmaschine (2) oder
in den an diesen Bereich angrenzenden Endbereichen der Webmaschine (1) und der Schaftmaschine
(2) entlang des Antriebsstrangs angeordnet ist, das tatsächlich am Antriebsstrang
anliegende Drehmoment erfasst wird und ein entsprechendes Signal einer Regelung (9)
zugeführt wird, aufgrund dessen der Hilfsantrieb (6) von der Regelung (9) so angesteuert
wird, dass das zwischen der Webmaschine (1) und der Schaftmaschine (2) anliegende
Drehmoment und/oder Schwankungen der Drehzahl reduziert werden.