[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gefahrenmelder mit einem Gehäuse, welches
mindestens einen Sensor für eine Gefahrenkenngrösse, eine Auswerteelektronik für die
Sensorsignale und eine Lichtquelle zur Alarmanzeige aufweist.
[0002] Gefahrenmelder werden bekanntlich mehr oder weniger regelmässig gewartet wobei oft
der Wunsch besteht bei solchen Service-Arbeiten auf die aktuellen Signale des Melders
Zugriff nehmen zu können, um diese zu analysieren und detailliert auszuwerten. Wenn
die Auswerteelektronik einen Speicher enthalt was bei einem Mikroprozessor oder Mikrokontroller
immer der Fall ist und bei einem ASIC (Application-Specified-Integrated-Circuit) der
Fall sein kann, dann könnte der Melder zusätzlich bestimmte, während des Betriebs
erfasste Daten und Statusinformationen abspeichern, die dann bei passender Gelegenheit
beispielsweise im Rahmen von Servicearbeiten, aus dem Melder ausgelesen und einer
Auswertung zugeführt werden könnten. So ist es beispielsweise denkbar, dass der Melder
das Grundsignal misst und abspeichert, oder Beinahe-Alarme registriert oder das jeweils
erfasste Gefahrensignal speichert.
[0003] Alle diese Informationen könnten sinnvoll statistisch ausgewertet werden, wobei aber
das Problem besteht, dass das Auslesen aus dem Melder entweder eine mit einem Öffnen
des Meldergehäuses verbundene Manipulation oder das Anbringen einer geeigneten Schnittstelle,
beispielsweise einer Steckerbuchse, am Melder erfordert. Da beides sowohl aus Kostengründen
als auch aus Gründen des Bedienungskomforts nicht möglich ist können die genannten
Daten nicht ausgewertet werden und gehen somit verloren.
[0004] Durch die Erfindung soll nun eine drahtlose Auslesung der genannten Daten oder Informationen
aus dem Melder ermöglicht werden, ohne dass Manipulationen am Melder, wie beispielsweise
das Öffnen von dessen Gehäuse, erforderlich sind.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst dass der Melder eine Kommunikationsschnittstelle
mit einem Sender zur drahtlosen Aussendung von vom Melder aufgenommenen Daten aufweist
und in einen Datentransfermode umschaltbar ist in welchem die Aussendung der genannten
Melderdaten erfolgt.
[0006] Bei dem Gefahrenmelder kann es sich beispielsweise um einen Passiv-Infrarotmelder
handeln, der die aus einem Überwachungsbereich empfangene Infrarotstrahlung auswertet
und die Auslösung eines Alarmsignals durch die vorzugsweise durch eine LED gebildete
Lichtquelle anzeigt. Dazu wird die LED vom Mikroprozessor des Melders über einen Treiber
so angesteuert, dass sie bei Alarm einige, beispielsweise zwei, Sekunden leuchtet.
Es ist auch möglich, den Treiber in den Mikroprozessor zu integrieren und die LED
direkt an den Mikroprozessor anzuschliessen.
[0007] Bei einer ersten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Gefahrenmelders
ist der Sender der Kommunikationsschnittstelle durch die Lichtquelle zur Alarmanzeige
oder durch eine zusätzliche Infrarotquelle gebildet.
[0008] Bei der ersten Variante dieser bevorzugten Ausführungsform ist der Treiber oder der
Mikroprozessor so ausgebildet dass die Melderdaten in einem geeigneten Format, wie
z.B. Helligkeit der LED, Dauer und/oder Anzahl von Pulsen und Pulslücken, ausgesandt
werden können. Während diese Variante besonders preisgünstig ist weil sie keine zusätzlichen
Komponenten oder Elemente am Melder selbst erfordert, hat die zweite Variante den
Vorteil, dass der zum Empfang der von der Kommunikationsschnittstelle ausgesandten
Melderdaten vorgesehene Empfänger die Melderdaten noch in einer relativ grossen Entfernung
vom Melder und ohne exakte Positionierung relativ zu diesem empfangen kann.
[0009] Die optische Übertragung der Melderdaten ist absolut potentialfrei und beeinflusst
den Melder hinsichtlich elektromagnetischer Verträglichkeit in keiner Weise, was zur
Untersuchung von Problemen beim praktischen Einsatz des Melders wichtig sein kann.
[0010] Bei einer zweiten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Gefahrenmelders
weist die Kommunikationsschnittstelle einen Empfänger für von einer externen Quelle
ausgesandte Daten auf.
[0011] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Gefahrenmelders ist
dadurch gekennzeichnet dass die Auswerteelektronik einen Speicher zum Speichern der
Melderdaten enthält, welcher vorzugsweise in einem Mikroprozessor, Mikrokontroller
oder ASIC realisiert ist.
[0012] Die Erfindung betrifft weiter ein Bedienungsmodul für den genannten Gefahrenmelder.
Dieses ist dadurch gekennzeichnet, dass es als mobile Einheit ausgebildet ist und
Mittel zum Empfang der ausgesandten Melderdaten aufweist.
[0013] Eine erste bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Bedienungsmoduls für
einen Gefahrenmelder, bei dem der Sender der Kommunikationsschnittstelle durch die
Lichtquelle zur Alarmanzeige gebildet ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel
zum Empfang der Melderdaten durch eine Fotodiode gebildet und dass das Bedienungsmodul
so mit dem Melder koppelbar ist, dass die Fotodiode in unmittelbarer Nähe der Lichtquelle
zu liegen kommt und mit dieser eine Art von Optokoppler bildet.
[0014] Eine zweite bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Bedienungsmoduls für
einen Gefahrenmelder, bei dem der Sender der Kommunikationsschnittstelle durch eine
zusätzliche Infrarotquelle gebildet ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienungsmodul
einen Speicher für die empfangenen Melderdaten und/oder ein Anzeigefeld für diese
aufweist.
[0015] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Bedienungsmoduls für
einen Gefahrenmelder, dessen Kommunikationsschnittstelle einen Empfänger aufweist,
ist dadurch gekennzeichnet, dass dass Bedienungsmodul für birektionale Datenkommunikation
mit dem Gefahrenmelder ausgebildet ist.
[0016] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der Zeichnungen
näher erläutert; es zeigt:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen Gefahrenmelders
mit einem auf diesem fixiertem Bedienungsmodul,
- Fig. 2
- eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II von Fig. 1; und
- Fig. 3
- einen schematischen Ausschnitt aus einem zweiten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen
Gefahrenmelders mit zugehörigem Bedienungsmodul.
[0017] Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Melder 1 ist ein üblicher Passiv-Infrarotmelder,
wie er beispielsweise von der Cerberus AG vertrieben wird. Derartige Melder enthalten
einen Pyrosensor, einen Infrarotspiegel, der die auftreffende Infrarotstrahlung auf
den Pyrosensor fokussiert und eine an den Pyrosensor angeschlossene und einen Mikroprozessor
oder Mikrokontroller oder ASIC aufweisende Stufe zur Auswertung der Sensorsignale.
Der Sensor erzeugt bei einer Änderung der Infrarotenergie ein Signal, das im Mikroprozessor
zur Alarmfreigabe weiterverarbeitet wird.
[0018] Das Gehäuse des Melders 1 besteht darstellungsgemäss aus einem Boden 2 und einem
an diesem fixierbaren Deckel 3, in dem der Pyrosensor, der Infrarotspiegel und eine
Leiterplatte 4 integriert sind. Da der Pyrosensor und der Infrarotspiegel bekannt
und ausserdem nicht erfindungswesentlich sind, sind sie nicht dargestellt. In den
Deckel 3 ist ein infrarotdurchlässiges Fenster 5 eingesetzt, durch welches die Infrarotstrahlung
aus den einzelnen Zonen des Überwachungsbereichs auf den Infrarotspiegel und von diesem
auf den Pyrosensor gelangt.
[0019] Ausserdem enthält der Deckel 3 einen zu seiner Verriegelung mit dem Boden 2 dienenden
Schraubschnappverschluss 6, in dessen Kopf eine einen Lichtleiter 7 enthaltende Bohrung
angeordnet ist, so dass der Lichtleiter 7 im Kopf des Schnappverschlusses 6 fixiert
ist und bei Verdrehen des Verschlusses 6 mit diesem mitbewegt wird. Eine Verriegelungsvorrichtung
dieser Art ist in der EP-A-0 616 307 beschrieben. In der Geschlossenstellung des Verschlusses
6 liegt der Lichtleiter 7 oberhalb einer auf der Leiterplatte 4 angeordneten Lichtquelle
8, die vorzugsweise durch eine LED gebildet ist. Sobald ein Alarmsignal ausgelöst
wird, wird die Lichtquelle 8 entweder direkt vom Mikroprozessor oder über einen Treiber
so angesteuert, dass sie für einige Sekunden leuchtet. Durch den Lichtleiter 7 gelangt
das Licht der Lichtquelle 8 aus dem Gehäuseinneren nach aussen und wird von aussen
sichtbar.
[0020] Der beschriebene Aufbau des Melders 1 ist nur als beispielhaft zu verstehen. Wesentlich
ist einzig, dass der Melder über eine Auswerteelektronik und eine von aussen sichtbare
Lichtquelle zur Anzeige von Alarmen verfügt, damit aktuelle Meldersignale zu Analyse-
und Überprüfungszwecken ausgegeben werden können.
[0021] Zur Ermöglichung einer Speicherung von während des Betriebs erfassten Daten ist es
vorteilhaft, wenn die Auswerteelektronik über einen Speicher von ausreichender Kapazität
verfügt. Dieser Speicher kann beispielsweise in einen Mikroprozessor, Mikrokontroller
oder ASIC integriert, er kann aber auch durch ein RAM gebildet sein. Der Melder kann
Bestandteil eines Systems bilden und mit einer Gefahrenmeldezentrale verbunden oder
er kann autonom installiert und mit einem Alarmgeber verbunden sein.
[0022] Wie schon erwähnt wurde, gelangt die aus dem zu überwachenden Raum auf den Melder
1 einfallende Infrarotstrahlung durch das Fenster 5 ins Innere des Gehäuses 2, 3 und
wird von dem in diesem angeordneten Spiegel, der beispielsweise von der in der EP-A-0
707 294 beschriebenen Art sein kann, auf den Pyrosensor fokussiert. Sofern der Melder
1 in Betrieb und scharf geschaltet ist, wird das vom Pyrosensor gelieferte Signal
ständig ausgewertet, wobei bei dieser Auswertung neben dem eher seltenen Ereignis
von Alarmen eine Vielzahl von Informationen und Daten anfällt, deren weitere, insbesondere
statistische, Auswertung für den Ersteller und/oder den Betreiber der Anlage oder
des Melders von erheblichem Interesse sein kann.
[0023] So kann man beispielsweise einen unterhalb der Alarmschwelle liegenden Beinahe-Alarm-Wert
definieren und registrieren, wann und wie oft dieser Beinahe-Alarm erreicht wird.
Man kann auch das Grundsignal oder beliebige während des Betriebs erfasste Daten und/oder
Statusinformationen abspeichern, oder man kann auch das momentan erfasste Meldersignal
registrieren. Alle diese nachfolgend als "Melderdaten" bezeichneten Daten und Informationen
sind dann im Melder 1 gespeichert und stehen zur weiteren Auswertung zur Verfügung,
Zu welchem Zweck sie vom Melder an eine geeignete Verarbeitungsanlage übertragen werden
müssen, welche beispielsweise ein tragbarer Computer, vorzugsweise ein PC oder ein
Laptop, sein kann.
[0024] Wie schon erwähnt wurde, kann es auch von Nutzen sein, das Meldersignal ohne vorherige
Abspeicherung auszusenden. Die Übertragung der Melderdaten erfolgt drahtlos, ohne
dass am Melder spezielle Manipulationen, wie beispielsweise das Öffnen des Meldergehäuses,
erforderlich sind. Vorzugsweise erfolgt das Auslesen im Rahmen von Service- oder Unterhaltsarbeiten,
wobei der tragbare Computer, in den die Daten eingelesen werden, zur Ausrüstung des
Servicepersonals gehört.
[0025] Zur Übertragung der Melderdaten wird eine uni- oder bidirektionale optische Kommunikationsschnittstelle
verwendet, die einen durch die Lichtquelle 8 gebildeten Sender aufweist. Die Lichtquelle
8 wird zum Zweck der Aussendung von Melderdaten durch den Mikroprozessor, entweder
direkt oder über den Treiber, so in der Helligkeit moduliert, dass die Melderdaten
mit einem geeigneten Format nach aussen übertragen werden können. Ein geeignetes Format
wäre zum Beispiel die Dauer und/oder die Anzahl von Pulsen und/oder Pulslücken. Die
Übertragung der Melderdaten kann keinesfalls dann erfolgen, wann sich der Melder im
Überwachungszustand befindet, aber sie wird auch bei nicht scharf geschaltetem Melder
nicht automatisch und nicht ständig, sondern nur in einem speziellen Datentransfermode
erfolgen.
[0026] In diesen Datentransfermode wird der Melder entweder ferngesteuert oder von Hand
gebracht. Zur ferngesteuerten Auslösung des Datentransfermodes kann die Zentrale beispielsweise
die den beiden Zuständen "Nacht" und "Test" zugeordneten Telegramme an die Melder
senden, welche üblicherweise in dieser Kombination nicht sinnvoll sind, da Tests nicht
in der Nacht durchgeführt werden, wo sich die Melder im Überwachungsmode befinden.
Die nicht-ferngesteuerte Auslösung des Datentransfermodes bei einfachen Meldern ohne
Fernsteuerungseingänge kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass der Betriebszustand
des Melders von aussen mit einem Magneten umgeschaltet wird, der einen im Melderinnern
angeordneten Reed-Kontakt öffnet.
[0027] Selbstverständlich könnte im Melderinnern zur Umschaltung auch ein sogenannter Jumper,
das ist ein Schalter Zum Umschalten auf verschiedene Modes oder Betriebszustände des
Melders, angeordnet sein, wobei aber der Melder zum Umschalten geöffnet werden müsste,
was jedoch durch die drahtlose Übertragung der Melderdaten gerade vermieden werden
soll. In jedem Fall muss dafür gesorgt sein, dass ein allfälliger Alarm auch im Datentransfermode
Priorität hat, und dass die nicht-ferngesteuerte Auslösung des Datentransfermodes
nur durch befugte Personen erfolgen kann, dass also der Melder in dieser Hinsicht
sabotagesicher ist.
[0028] Zum Empfang der ausgesandten Melderdaten ist ein mit dem Melder 1 koppelbares Bedienungsmodul
9 vorgesehen. Dieses weist eine an die Kontur des Melders 1 angepasste Form auf und
ist am Melder 1 in einer definierten Position fixierbar. Letzteres kann dadurch erreicht
werden, dass das Bedienungsmodul 9 haubenartig und über den Melder 1 stülpbar ausgebildet
ist, oder dass es, so wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich, eine abgewinkelte,
zweischenkelige Form aufweist und in den Melder 1 einhängbar ist.
[0029] Darstellungsgemäss ist der an der Deckelfläche des Melders 1 anliegende Schenkel
des Bedienungsmoduls mit zwei Befestigungsstiften 10 versehen, die in entsprechende
Bohrungen des Melders 1 einrasten und dadurch das Bedienungsmodul 9 am Melder 1 fixieren.
Das Bedienungsmodul 9 enthält eine Fotodiode 11, die bei in den Melder 1 eingehängtem
Bedienungsmodul 9 in unmittelbarer Nähe des Lichtleiters 7 oder der Lichtquelle 8
des Melders zu liegen kommt und die die Melderdaten übertragende modulierte Lichtstrahlung
der Lichtquelle 8 empfängt. Die Lichtquelle 8 des Melders 1 und die Fotodiode 11 des
Bedienungsmoduls 9 bilden somit eine Art Optokoppler. Das Bedienungsmodul 9 enthält
einen der Fotodiode 11 nachgeschalteten Verstärker (nicht dargestellt) und ein Kabel
12 zur Verbindung mit einer mobilen Auswerteeinheit, beispielsweise einem PC oder
Laptop.
[0030] Das Auslesen der Melderdaten geht so vor sich, dass eine Bedienungsperson über die
Zentrale die angeschlossenen Melder in den Datentransfermode umschaltet und das Bedienungsmodul
9 auf den einzelnen Meldern 1 fixiert und dadurch die Melderdaten in die mobile Auswerteeinheit
einliest, wo sie dann beliebig ausgewertet werden können. Wie schon erwähnt wurde,
können die Melder auch manuell auf den Datentransfermode umgeschaltet werden. Selbstverständlich
muss das Bedienungsmodul 9 nicht direkt am Melder 1 fixiert werden, sondern kann eine
gewisse Distanz zu diesem aufweisen.
[0031] Man kann noch einen Schritt weitergehen und die Möglichkeit für einen bidirektionalen
Datenaustansch zwischen Melder 1 und Bedienungsmodul 9 schaffen. Zu diesem Zweck wird
das Bedienungsmodul 9 mit einer Lichtquelle, vorzugsweise einer LED, und der Melder
1 mit einer Fotodiode versehen, die beide so angeordnet sind, dass sie bei auf dem
Melder fixiertem Bedienungsmodul einander gegenüberliegen.
[0032] Eine andere Möglichkeit Zur Datenübertragung von aussen in den Melder 1 besteht darin,
für die Datenübertragung den Infrarotkanal zu verwenden. Dazu wird eine kleine Wärmequelle
in unmittelbarer Nähe des Melders 1 in den Strahlengang von dessen Optik gebracht.
Zur Übertragung von Daten wird die Temperatur der Wärmequelle moduliert. Wegen der
geringen Bandbreite des Übertragungskanals sowohl auf der Senderwie auch auf der Empfängerseite,
lassen sich aber auf diese Weise innerhalb nützlicher Frist nur relativ geringe Datenmengen
übertragen. Für die Datenübertragung von aussen in den Melder ist ausserdem noch der
sicherheitstechnische Aspekt zu beachten, dass der Melder nur in bestimmten, von der
Zentrale aus zu steuernden Betriebszuständen, Daten akzeptieren darf.
[0033] In Fig. 3 ist jeweils ausschnittweise in der linken Hälfte eine Variante eines Gefahrenmelders
1' und in der rechten Hälfte das zugehörige Bedienungsmodul 9' dargestellt. Darstellungsgemäss
weist der Melder 1', der prinzipiell gleich aufgebaut sein kann wie der in den Figuren
1 und 2 dargestellte Melder 1, eine optische Alarmanzeige 13 und zusätzlich zu dieser
eine den Sender der Kommunikationsschnittstelle bildende Infrarotlichtquelle 14 auf.
Diese Ausführungsform ist zwar wegen der zusätzlichen Infrarotlichtquelle 14 teurer
als der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Melder, sie hat aber den Vorteil, dass das
Bedienungsmodul 9' für den Datenaustausch eine relativ grosse Distanz zum Melder aufweisen
und in der Art der Fernbedienung eines TV-Apparats gegen den Melder 1' gerichtet oder
im Abstand an diesem vorbeibewegt werden kann.
[0034] Das Bedienungsmodul 9', das etwa die Form und Abmessungen eines Taschenrechners hat,
enthält einen Infrarotempfänger (nicht dargestellt), einen Speicher, in den die empfangenen
Melderdaten eingelesen werden, ein Anzeigefeld 15 und eine Reihe von Bedienungstasten
16. Die letzteren dienen dazu, aus dem Speicher nacheinander die Melderdaten abzurufen
und auf dem Anzeigefeld 15 anzuzeigen. Selbstverständlich kann auch der Melder 1'
so ausgestaltet werden, dass ein bidirektionaler Datenaustausch mit dem Bedienungsmodul
9' möglich wird. In diesem Fall würde das Bedienungsmodul 9' zusätzlich eine Infrarotquelle
und der Melder 1' zusätzlich einen Infrarotempfänger aufweisen.
[0035] Das beschriebene Verfahren zur Übertragung von Daten von einem Melder zu einem Bedienungsmodul
und umgekehrt auf optischem Weg, wobei die verwendete Wellenlänge im Bereich des sichtbare
Lichts oder im Infrarotbereich liegen kann, kann auch vorteilhaft zur Konfiguration
und/oder Anpassung der Melderparameter von Geräusch- oder Körperschallmeldern verwendet
werden.
[0036] Derartige Melder, wie beispielsweise die von der Cerberus AG vertriebenen Senstec
Körperschallmelder (Senstec - eingetragenes Warenzeichen der Cerberus AG), haben die
Form einer flachen Schachtel und werden auf Tür und Mantel von Panzerschränken, Tresortüren,
oder an Wänden, Decken und Böden von Tresorräumen befestigt. Die Melder verfügen unter
anderem über ein Mikrofon, einen Sensor, eine Auswerteelektronik und einen massiven
Gehäusedeckel, der durch einen Sabotageschalter gegen unbefugtes Öffnen geschützt
ist (siehe dazu auch die EP-A-0 664 531).
[0037] Die Auswerteelektronik enthält unter anderem einen Mikroprozessor, in dem bei der
Inbetriebnahme des Melders die Melderparameter konfiguriert und abgespeichert werden.
Gegebenenfalls erfolgt später, beispielsweise im Rahmen von Service- oder Unterhaltsarbeiten,
eine Anpassung der gespeicherten Melderparameter. Zur Ermöglichung einer drahtlosen
Konfiguration und/oder Änderung der Melderparameter mit einem externen Bedienungsmodul
enthält die Auswerteelektronik eine Infrarot-Schnittstelle mit einem Infrarotsender
und einem Infrarotempfänger, die bei geschlossenem Gehäusedeckel beide im Inneren
des Melders liegen und von aussen nicht zugänglich sind.
[0038] Zur Datenkommunikation mit dem Mikroprozessor des Melders wird der Gehäusedeckel
abgenommen und durch einen das Bedienungsmodul bildenden "Servicedeckel" ersetzt,
welcher einen Infratorsender und einen Infrarotempfänger aufweist, so dass Infrarotstrahlung
vom Sender des Servicedeckels zum Empfänger des Melders und vom Sender des Melders
zum Empfänger des Servicedeckels gelangen kann. Es ist auch möglich, so wie beim beschriebenen
Passiv-Infrarotmelder die Daten zwischen Melder und Bedienungsmodul über eine gewisse
Distanz auszutauschen. In diesem Fall würde der Servicedeckel nicht das Bedienungsmodul
bilden, sondern würde die Verbindung zwischen der Kommunikationsschnittstelle des
Melders und dem Bedienungsmodul ermöglichen.
[0039] Beim Öffnen des Gehäusedeckels würde der Sabotageschalter einen Alarm auslösen, was
aber kein Problem ist, weil das Öffnen durch eine befugte Serviceperson erfolgt, die
den Alarm abstellen kann. Andererseits ist es aber unmöglich, dass eine unbefugte
Person versucht, eine Kommunikation mit dem Mikroprozesor des Melders herzustellen,
ohne dass durch den Sabotageschalter Alarm ausgelöst würde.
1. Gefahrenmelder mit einem Gehäuse (2, 3), welches mindestens einen Sensor für eine
Gefahrenkenngrösse, eine Auswerteelektronik für die Sensorsignale und eine Lichtquelle
(7, 8; 13) zur Alarmanzeige aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Melder (1,
1') eine Kommunikationsschnittstelle mit einem Sender (7, 8; 14) zur drahtlosen Aussendung
von vom Melder (1, 1') aufgenommenen Daten aufweist und in einen Datentransfermode
umschaltbar ist, in welchem die Aussendung der genannten Melderdaten erfolgt.
2. Gefahrenmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender der Kommunikationsschnittstelle
durch die Lichtquelle (7, 8) zur Alarmanzeige (14) oder durch eine zusätzliche Infrarotquelle
(14) gebildet ist.
3. Gefahrenmelder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsschnittstelle
einen Empfänger für von einer externen Quelle ausgesandte Daten aufweist.
4. Gefahrenmelder nach Anspruch 3 mit einer den Sender der Kommunikationsschnittstelle
bildenden Infrarotquelle und mit einem das Gehäuse abschliessenden, abnehmbaren Gehäusedeckel,
dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger der Kommunikationsschnittstelle durch einen
innerhalb des Gehäuses angeordneten und bei geschlossenem Gehäusedeckel von aussen
unzugänglichen Infrarotempfänger gebildet ist, und dass zum Zweck eines Datentransfers
zwischen dem Melder und einem externen Modul der Gehäusedeckel durch einen im Bereich
der Kommunikationsschnittstelle einen Infrarotsender und einen Infrarotempfänger aufweisenden
Deckel ersetzbar ist.
5. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Auswerteelektronik einen Speicher zur Speicherung der Melderdaten enthält, welcher
vorzugsweise in einem Mikroprozessor, Mikrokontroller oder ASIC realisiert ist.
6. Gefahrenmelder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem an eine Zentrale
angeschlossenen Melder (1, 1') das Umschalten auf den Datentransfermode ferngesteuert
durch die Zentrale erfolgt.
7. Gefahrenmelder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Melder (1,
1') ohne Fernsteuereingang im Melderinnern ein Reed-Kontakt angeordnet ist, und dass
das Umschalten auf den Datentransfermode durch einen von aussen auf den Reed-Kontakt
wirkenden Magneten erfolgt.
8. Bedienungsmodul für einen Gefahrenmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Bedienungsmodul (9, 9') als mobile Einheit ausgebildet ist und Mittel (11)
zum Empfang der ausgesandten Melderdaten aufweist.
9. Bedienungsmodul nach Anspruch 8 für einen Gefahrenmelder (1), bei dem der Sender der
Kommunikationschnittstelle durch die Lichtquelle (7, 8) zur Alarmanzeige gebildet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zum Empfang der Melderdaten durch eine
Fotodiode (11) gebildet, und dass das Bedienungsmodul (9) so mit dem Melder (1) koppelbar
ist, dass die Fotodiode (11) in unmittelbarer Nähe der Lichtquelle (7, 8) zu liegen
kommt und mit dieser eine Art von Optokoppler bildet.
10. Bedienungsmodul nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass dieses am Melder (1)
befestigbar, vorzugsweise auf diesen aufsetzbar oder in diesen einhängbar ausgebildet
ist.
11. Bedienungsmodul nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass dieses an ein Auswertegerät,
vorzugsweise einen PC oder Laptop, anschliessbar ist.
12. Bedienungsmodul nach Anspruch 8 für einen Gefahrenmelder (1), bei dem der Sender der
Kommunikationsschnittstelle durch eine zusätzliche Infrarotquelle (14) gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienungsmodul (9') einen Speicher für die empfangenen
Melderdaten und/oder ein Anzeigefeld (15) für diese aufweist.
13. Bedienungsmodul nach Anspruch 8 für einen Gefahrenmelder, dessen Kommunikationsschnittstelle
einen Empfänger aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienungsmodul (9') für
bidirektionalen Datenkommunikation mit dem Gefahrenmelder ausgebildet ist.