[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein HF-Koaxial-Steckverbinderteil, bestehend aus in
einem Mehrfach-Steckergehäuse angeordneten Koaxialsteckern - Koaxial-Steckermodul
- bzw. in einem Mehrfach-Buchsengehäuse angeordneten Koaxialbuchsen - Koaxial-Buchsenmodul
- bei dem der Koaxial-Steckermodul bzw. der Koaxial-Buchsenmodul auf einer Unterlage,
beispielsweise eine Leiterplatte, befestigt ist und im auf der Unterlage befestigten
Zustand mit seinen bodenseitigen mit den Koaxialleitern verbundenen Anschlüssen eine
leitende Verbindung mit ihnen unterlagenseitig zugeordneten Anschlüssen herstellen
und bei dem die Koaxial-Innenleiter im Gehäuse des Koaxial-Steckermoduls bzw. des
Koaxial-Buchsenmoduls jeweils isoliert in im Gehäuse integrierte Koaxial-Außenleiter
eingesetzt sind.
[0002] Steckverbinderteile dieser Art sind beispielsweise durch die Literaturstelle EP 0582960
A1 bekannt. Das Monoblockgehäuse besteht dabei aus einem leitenden Material. Die Verbindung
dieses Monoblockgehäuses auf einer Leiterplatte erfolgt durch Lötstifte oder Einpreßkontakte,
von denen die Lötstifte oder Einpreßkontakte für das Massepotential speziell in Bohrlöchern
am Monogehäuse angebracht werden müssen.
[0003] Weiterhin ist es durch die Literaturstelle EP 0555933 B1 bekannt, als Monoblockgehäuse
ein Kunststoffgehäuse mit rechteckigen Rohrfächern vorzusehen, in die die Koaxialstecker
bzw. Koaxialbuchsen teilweise eingeschoben sind. Die herausstehenden Enden der Koaxialstecker
bzw. Koaxialbuchsen sind von einem äußeren Kontaktteil mit Standfüßen umgeben. Weiterhin
enden die Koaxial-Innenleiter auf seiten der äußeren Kontaktteile ebenfalls in Standfüßen.
Die Befestigung der so gestalteten Gesamtanordnung auf einer Leiterplatte erfolgt
unter anderem mittels dieser Standfüße, die auf der Leiterplatte aufsitzen und hieran
angelötet sind.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine weitere Lösung für die Befestigung
eines Mehrfach-Steckverbinderteils auf einer Unterlage, insbesondere einer Leiterplatte,
anzugeben, das zur Gewichtsreduzierung ebenfalls von einem Gehäuse aus Kunststoff
Gebrauch macht, jedoch fertigungstechnisch wesentlich kostengünstiger gestaltet ist
und sich darüber besonders einfach an einer Unterlage befestigen läßt.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das aus metallisiertem Kunststoff
bestehende Gehäuse des Koaxial-Steckermoduls bzw. des Koaxial-Buchsenmoduls bodenseitig
eine Vielzahl von Kontakt-Standfüßen mit SMD-Anschlüsse darstellenden Standflächen
aufweist, daß diese Kontakt-Standfüße sowohl der Gehäusebefestigung auf der Unterlage
als auch der elektrischen Verbindung ihrer SMD-Anschlüsse mit diesen auf der Unterlage
zugeordneten Anschlüssen dienen, daß die Kontakt-Standfüße randseitig am Umfang des
Gehäuses vorgesehen und mit ihren SMD-Anschlüssen, die etwas über den Boden des Gehäuses
überstehen, in einer Ebene angeordnet sind und daß die Metallisierung des Gehäuses
zur Potentialtrennung zwischen der Metallisierung der Kontakt-Standfüße mit SMD-Anschlüsssen
für Koaxial-Innenleiter und der übrigen Metallisierung des Gehäuses in voneinander
elektrisch getrennte Metallisierungsbereiche aufgeteilt ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß sowohl für die Herstellung der Anschlußverbindungen
zwischen einem Steckverbinderteil und einer Unterlage als auch für seine ausreichende
Befestigung auf der Unterlage von gehäuseseitigen Kontakt-Standfüßen mit SMD-Anschlüssen
Gebrauch gemacht werden kann. Wichtig ist in diesem Zusammenhang lediglich, daß einerseits
für die Befestigung eine ausreichende Anzahl solcher Kontakt-Standfüße vorhanden ist
und andererseits die Kontakt-Standfüße in Bodennähe an der Außenseite des Gehäuses
vorgesehen sind, damit das einwandfreie Anlöten der Kontakt-Standfüße mit ihren SMD-Anschlüssen
ausreichend überwacht werden kann.
[0007] Vorteilhaft Ausgestaltungen des Gegenstandes nach Patentanspruch 1 sind in den weiteren
Patentansprüchen 2 bis 17 angegeben.
[0008] Anhand von Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung dargestellt sind, soll die
Erfindung im folgenden noch näher erläutert werden. In der Zeichnung bedeuten
Fig. 1 die perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels für einen
Koaxial-Buchsenmodul in Aufsicht auf seine Gegensteckerseite,
Fig. 2 der Koaxial-Buchsenmodul nach Fig. 1, ebenfalls in perspektivischer Darstellung
mit Sicht auf den Boden seines Gehäuses,
Fig. 3 das Gehäuse eines Koaxial-Steckermoduls bzw. Koaxial-Buchsenmoduls entsprechend
den Fig. 1 und 2 in perspektivischer Darstellung mit Sicht auf den Boden und die Rückwand
mit schlitzförmigen Öffnungen,
Fig. 4 ein Deckel für die schlitzförmigen Öffnungen in der Rückwand des Gehäuses nach
Fig. 3 in perspektivischer Darstellung,
Fig. 5 der Schnitt AA des Koaxial-Buchsenmoduls nach Fig. 2
Fig. 6 eine Schnittdarstellung entsprechend Fig. 5 eines zweiten Ausführungsbeispiels
für einen Koaxial-Buchsenmodul,
Fig. 7 ein bodenseitiger Gehäuseauschnitt des Koaxial-Buchsenmoduls nach Fig. 2 im
Bereich des Anschlusses eines Koaxial-Innenleiters an einen diesem zugeordneten Kontakt-Standfuß,
Fig. 8 eine einen Koaxial-Innenleiter mit einem ihm zugeordneten Kontakt-Standfuß
verbindende Klemmbrücke.
[0009] Der in den Fig. 1 und 2 aus verschiedener Sicht dargestellte Koaxial-Buchsenmodul
1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel in Form eines Winkel-Steckverbinderteils. Der
Koaxial-Buchsenmodul 1 weist auf der Gegensteckerseite 2 seines Gehäuses 3 aus metallisiertem
Kunststoff vier Koaxialbuchsen 4 in einer Reihen-Spaltenanordnung auf. Die Schichtstärke
der Metallisierung des Gehäuses ist dabei wenigstens gleich der Eindringtiefe der
über das Koaxial-Steckverbinderteil zu übertragenden elektromagnetischen Wellen.
[0010] Der Koaxial-Buchsenmodul 1 hat Kontakt-Standfüße 5 und 6, die in einer Vielzahl an
der Außenseite des Gehäuses 3 in Nähe des Bodens 9 angeordnet sind. Die Kontakt-Standfüße
5 und 6 haben Standflächen, die als verzinnbare SMD-Anschlüsse 7 und 8 ausgeführt
sind. Sie dienen sowohl der Gehäusebefestigung auf einer Unterlage, insbesondere einer
Leiterplatte, als auch der elektrischen Verbindung ihrer SMD-Anschlüsse mit diesen
auf der Unterlage zugeordneten Anschlüssen.
[0011] Auf der Gegensteckerseite 2 des Gehäuses 3 ist im Mittenbereich zwischen den Koaxialbuchsen
4 eine einen Anschlag darstellende plattenförmige Erhöhung 10 mit einem Loch 11 für
eine Befestigungsschraube vorhanden. Dies gibt die Möglichkeit, den Koaxial-Buchsenmodul
1 zusätzlich mit seiner Gegensteckerseite 2 an einer nicht dargestellten Montageplatte
zu befestigen, die hierbei Löcher zum Durchtritt der Koaxialbuchsen 4 aufweisen muß.
Um in diesem Falle einen gut leitenden Kontakt zwischen der Montageplatte und der
Metallisierung des Gehäuses 3 auf seiner Gegensteckerseite 2 sicherzustellen, ist
eine Kontaktplatte 12 vorgesehen. Die Kontaktplatte 12 besteht aus einem Mittelteil
13 mit einer Klemmrast 14, das auf beiden Seiten in ein in seiner Öffnung an den Durchmesser
der Koaxialbuchsen 4 angepaßtes Ringteil 15 mit radialen leicht nach oben abgewinkelten
Kontaktlaschen 16 übergeht. Diese Kontaktplatte 12 ist auf die Gegensteckerseite 2
des Gehäuses 3 so aufgesetzt, daß die linken beiden Koaxialbuchsen 4 durch die Öffnungen
der Ringteile 15 hindurchragen. Die so auf der Gegensteckerseite 2 aufliegende Kontaktplatte
12 ist dabei in ihrem Mittelteil 13 zusätzlich an einem gehäuseseitigen Haltestift
17 verankert, den sie mit ihrer Klemmrast 14 umspannt.
[0012] Die Kontakt-Standfüße 5 und 6 sind an der Außenseite der Seitenwände 18 und 19 und
der Rückwand 20 des Gehäuses 3 in größerer Anzahl vorgesehen und weisen jeweils eine
kammartige Struktur auf. Sie haben eine stützstegartige Formgebung und ragen mit ihren
SMD-Anschlüssen 7 und 8 geringfügig über den Boden 9 des Gehäuses 3 hinaus. Um beim
Verbinden des Koaxial-Buchsenmoduls 1 mit einer Unterlage für alle SMD-Anschlüsse
einwandfreie Lötverbindungen sicherzustellen, ist es angebracht, zwischen allen SMD-Anschlüssen
7 und 8 der Kontakt-Standfüße 5 und 6 eine Planitätstoleranz < 0,1 mm vorzusehen.
[0013] Die Kontakt-Standfüße 5 einschließlich ihrer SMD-Anschlüsse 7 sind den in das Gehäuse
3 integrierten Koaxial-Außenleitern 21 und die Kontakt-Standfüße 6 einschließlich
ihrer SMD-Anschlüsse 8 den Koaxial-Innenleitern 22 der in das Gehäuse 3 integrierten
Koaxial-Außenleiter 21 zugeordnet. In diesem Zusammenhang ist noch darauf hinzuweisen,
daß beim Ausführungsbeispiel für einen Koaxial-Buchsenmodul 1 entsprechend den Fig.
1 bis 3 und 5 die Koaxial-Außenleiter der Koaxialbuchsen 4 kein integraler Bestandteil
des Gehäuses 3 sondern in das Gehäuse 3 eingesetzte metallische Hülsen 23 sind.
[0014] Während für jeden Koaxial-Innenleiter 22 lediglich ein Kontakt-Standfuß 6 vorgesehen
ist, ist die Anzahl der den integrierten Koaxial-Außenleitern 21 zugeordneten Kontakt-Standfüße
5 frei wählbar. Zweckmäßig werden zusätzlich zu den Kontakt-Standfüßen 6 insgesamt
so viele Kontakt-Standfüße 5 am Umfang des Gehäuses 3 vorgesehen, daß nach dem Anlöten
ihrer SMD-Anschlüsse an der Unterlage eine ausreichende Festigkeit der Verbindung
zwischen Gehäuses 3 und Unterlage für den praktischen Gebrauch sichergestellt ist.
[0015] Durch metallisierungsfreie, sich im Ring schließende Streifen an den Außenseiten
des Gehäuses 3 kann die elektrische Verbindung zwischen den Koaxial-Außenleitern 21,
bei gleichzeitiger Aufteilung der Kontakt-Standfüße 5 auf die einzelnen Koaxial-Außenleiter
21, in einer gewünschten Weise vorgenommen werden. Bei den in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen für einen Koaxial-Buchsenmodul ist, wie das die Fig. 1 bis 3
gut erkennen lassen, die außenseitige Metallisierung des Gehäuses 3 des Koaxial-Buchsenmoduls
1 durch Streifen 24 in drei große Metallisierungsbereiche aufgeteilt. Durch diese
Aufteilung sind nur noch die Koaxial-Außenleiter 21, die durch die beiden linken Koaxialbuchsen
4 repräsentiert werden miteinander elektrisch leitend verbunden. Jeder der Koaxial-Außenleiter
21, der durch eine der beiden rechten Koaxialbuchsen 4 repräsentiert wird, ist dagegen
gegenüber allen übrigen Koaxial-Außenleitern 21 isoliert. Abgesehen von diesen durch
die metallisierungsfreien Streifen 24 geschaffenen drei großen Metallisierungsbereichen
müssen auch die metallisierten Kontakt-Standfüße 6 mit ihren SMD-Anschlüssen 8 für
die Koaxial-Innenleiter 22 von der übrigen Metallisierung getrennte Metallisierungsbereiche
aufweisen. Dies ist durch metallisierungsfreie Streifen 25 herbeigeführt, die die
Kontakt-Standfüße 6 ringförmig umgeben und so für jeden Kontakt-Standfuß 6 einen eigenen
kleinen Metallisierungsbereich festlegen. Die metallisierungsfreien Streifen 24 und
25 lassen sich in einfacher Weise durch partielles linienförmiges Abtragen der außenseitigen
Metallisierung des Gehäuses 3 mittel Fräsen oder Verdampfen erzeugen. Im übrigen ist
festzustellen, daß es grundsätzlich nicht erforderlich ist, das ganzen Gehäuses 3,
also auch alle Gehäuseaußenseiten, zu metallisieren. Beispielsweise kann auf die Metallisierung
der Oberseite 0 des Gehäuses 3 vollständig verzichtet werden. Auch ist es möglich
am Gehäuse 3 nur die für die elektrisch leitende Funktion der integrierten Koaxial-Außenleiter
21 einschließlich ihrer Anschlüsse sowie der Anschlüsse der Koaxial-Innenleiter 22
notwendigen Metallisierungsbereiche aufzudampfen. In diesem Falle sind keine metallisierungsfreien
Streifen erforderlich.
[0016] Die Anordnung der Kontakt-Standfüße 5 und 6 an der Außenseite der Seitenwände 18
und 19 und der Rückwand 20 ist für das Anlöten ihrer SMD-Anschlüsse 7 und 8 auf einer
Unterlage von Bedeutung, weil die beim Lötvorgang eingesetzte Umluftwärme so gut an
die SMD-Anschüsse 7 und 8 herangeführt werden kann. Außerdem kann so im Nachhinein
leicht überprüft werden, ob die Lötstellen einwandfrei sind. Weiterhin hat diese Anordnung
der Kontakt-Standfüße den Vorteil, daß hierdurch für die Befestigung des Koaxial-Buchsenmoduls
1 auf einer Unterlage optimale Voraussetzungen geschaffen sind.
[0017] Die Anordnung der Kontakt-Standfüße 5 und 6 macht es, wie unter anderem Fig. 2 erkennen
läßt, notwendig, zwischen den Kontakt-Standfüßen 6 mit ihren SMD-Anschlüssen 8 und
den diesen zugeordneten, im Boden 9 des Gehäuses 3 endenden Koaxial-Innenleitern 22
eine geeignete elektrisch leitende Verbindung herzustellen. Hierfür ist, wie noch
anhand der Fig. 7 und 8 näher erläutert werden soll, jeweils zwischen einem im Boden
9 des Gehäuses 3 endenden integrierten Koaxial-Außenleiters 21 und dem ihm randseitig
nahen Kontakt-Standfuß 6 ein offener Verbindungskanal 26 vorgesehen. Diese Verbindungskanäle
26 nehmen für die Herstellung der erforderlichen elektrisch leitenden Verbindung jeweils
eine metallische Klemmbrücke 27 in sich auf. Weiterhin sind am Boden 9 des Gehäuses
3 noch Zentrierstifte 28 vorgesehen, die beim Aufsetzen auf eine Unterlage in ihnen
zugeordnete Zentrierbohrungen in der Unterlage eingreifen und auf diese Weise die
genaue gegenseitige Zuordnung zwischen den SMD-Anschlüssen 7 und 8 der Kontakt-Standfüße
5 und 6 und ihren Anschlüssen auf der Unterlage sicherstellen.
[0018] In den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich um Winkel-Steckverbinderteile.
In diesem Falle sind in die in das Gehäuse 3 integrierten Koaxial-Außenleiter 21 abgewinkelte
Koaxial-Innenleiter 22 einzubringen. Um dies zu ermöglichen, sind, wie das in Fig.
3 nochmals ohne Koaxial-Innenleiter 22 dargestellte Gehäuse 3 zeigt, in seiner Rückwand
20 rechteckige Deckelaussparungen 29 mit schlitzförmigen Öffnungen 30 vorgesehen.
Die schlitzförmigen Öffnungen 30 erstrecken sich auf seiten des Bodens 9 über die
Deckelaussparungen 29 hinaus bis in den Boden 9 hinein, sind dabei parallel zu den
integrierten Koaxial-Außenleitern 21 ausgerichtet und zu diesen offen. Die Deckelaussparungen
29 sind mit Löchern 31 für die Aufnahme von an der Unterseite eines in Fig. 4 dargestellten
Deckels 32 vorhandenen Klemmstiften 33 versehen. Der aus Kunststoff bestehende Deckel
32 ist ebenfalls metallisiert und weist randseitige Kontaktnoppen 34 auf, so daß die
in die Deckelaussparungen 29 eingesetzten Deckel 32 eine einwandfreie elektrische
Verbindung mit der gehäuseseitigen Metallisierung herstellen. Zum Verschluß der schlitzförmigen
Öffnungen 30 im Bereich des Bodens 9 haben die Deckel 32 an ihrer einen Schmalseite
einen quaderförmigen Ansatz 35, der bei in die Deckelausparung 29 eingesetztem Deckel
32 in die schlitzförmige Öffnung 30 im Bereich des Bodens 9 des Gehäuses 3 eingreift.
[0019] Wie der in Fig. 5 dargestellte Schnitt AA der Koaxial-Buchsenmoduls 1 nach Fig. 1
gut erkennen läßt, sind die metallische Hülsen 23 darstellenden Koaxial-Außenleiter
21 der Koaxialbuchsen 4 auf der Gegensteckerseite 2 des Gehäuses 3 in Aufnahmeöffnungen
36 eingeschraubt. In die Hülsen 23 und die ins Gehäuse 3 integrierten Koaxial-Außenleiter
21 sind Isolierstoffhülsen 37, 38, 39 und 40 eingeschoben, die die Koaxial-Innenleiter
22 in sich aufnehmen. Für den festen Sitz der Koaxial-Innenleiter 22 in den Isolierhülsen
37, 38, 39 und 40 sind diese, soweit erforderlich, mit ringförmigen Widerhaken 41
versehen. Zur Gewährleistung eines vorgegebenen Wellenwiderstandes der Koaxialleiter
des Steckverbinders müssen, wie das Fig. 5 zeigt, die Innendurchmesser der Koaxial-Außenleiter
21 und damit auch die Außendurchmesser der Isolierstoffhülsen 37, 38, 39 und 40 sowie
die Außendurchmesser der Koaxial-Innenleiter 22 in den verschiedenen Leitungsabschnitten
unterschiedlich gewählt werden.
[0020] Das in Fig. 6 entsprechend Fig. 5 im Schnitt dargestellte zweite Ausführungsbeispiel
für einen Koaxial-Buchsenmodul 42 unterscheidet sich vom Koaxial-Buchsenmodul 1 nach
den Fig. 1 bis 3 und 5 lediglich dadurch, daß hier die Koaxial-Außenleiter 21 seiner
Koaxialbuchsen 4 auf der Gegensteckerseite 2 integraler Bestandteil seines Gehäuses
43 sind. Die die Koaxial-Innenleiter 22 in sich aufnehmenden Isolierstoffhülsen 44
und 45 können wegen der hier fehlenden Verschraubung, entgegen den Isolierstoffhülsen
37 beim Koaxial-Buchsenmodul 1, über ihre Länge ohne einen Außenleitersprung ausgeführt
sein.
[0021] In Fig. 7 ist nochmals ein Teil des Bodens 9 des Koaxial-Buchsenmoduls 1 in Fig.
2, und zwar der linke untere Eckbereich vergrößert dargestellt um die Gestaltung des
im Boden 9 zwischen dem hier endenden Koaxial-Außenleiter 21 und dem ihm nahen Kontakt-Standfuß
6 vorgesehenen offenen Verbindungskanal 26 einschließlich der hierin angeordneten
Klemmbrücke 27 noch besser erkennen zu können. Weiterhin ist die Klemmbrücke 27 nochmals
vergrößert in Fig. 8 dargestellt.
[0022] Der Verbindungskanal 26 erstreckt sich auf seiten des Kontakt-Standfußes 6 bis in
die Mitte seines SMD-Anschlusses 8. Die Klemmbrücke 27 weist auf seiten ihrer Verbindung
mit dem Ende des Koaxial-Innenleiter 22 einen Klemmzangenkopf 46 auf, dessen Klemmarme
47 und 48 mit einer Klemmrast 49 für das Ende des Koaxial-Innenleiters 22 in Gestalt
einer kreisförmigen Aussparung versehen sind. Weiterhin weist die Klemmbrücke 27 auf
seiten ihrer Verbindung mit dem Kontakt-Standfuß 6 einen angewinkelten Klemmkopf 50
mit auf beiden Seiten vorgesehenen Klemmstegen 51 auf. Wie Fig. 7 gut erkennen läßt,
ist die Klemmbrücke 27 im Verbindungskanal 26 mit ihrem angewinkelten Klemmkopf 50
bis zum Anschlag in den Kontaktfuß 6 eingepaßt und ragt dabei mit dem freien Kopfende
52 ihres Klemmkopfes 50 bis in Höhe des SMD-Anschlusses 8 des Kontakt-Standfußes 6.
Über seine Klemmstege 51 stellt der Klemmkopf 50 der Klemmbrücke 27 zugleich eine
gut leitende Verbindung mit dem metallisierten Verbindungskanal 26 auf seiten des
Kontakt-Standfußes 6 her.
[0023] Anstelle von Kontaktbuchsen 4 kann das Gehäuse 3 bzw. 43 der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungbeispiele auch mit Kontaktsteckern versehen sein. Sie stellen dann Koaxial-Steckermodule
dar. Weiterhin ist die Erfindung nicht auf Winkel -Steckverbinderteile beschränkt
sonder kann in gleicher Weise für gerade Steckverbinderteile zur Anwendung kommen.
Bezogen auf die in der Zeichnung dargestellten Koaxial-Buchsenmodule 1 und 42 sind
dann gehäuseseitig an der Rückwand keine mit Deckeln zu verschließende schlitzförmige
Öffnungen erforderlich, weil in diesem Falle die Rückwand zum Boden wird.
[0024] Zu erwähnen ist noch, daß für die Montage von nach der Erfindung gestalteten Steckverbinderteilen
in vorteilhafter Weise sogenannte Pick & Place-Automaten zur Anwendung gelangen können,
bei denen ein zu bestückendes Gehäuse an einer seiner Außenwände, die eine ausreichend
glatte Oberfläche aufweist, sauggehaltert wird. Dies wird bei solchen Steckverbinderteilen
infolge der erheblichen Gewichtsreduzierung durch die Verwendung von metallisierten
Kunststoffgehäusen möglich.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1, 42
- = Koaxial-Buchsenmodul
- 2
- = Gegensteckerseite
- 3, 43
- = Gehäuse
- 4
- = Koaxialbuchse
- 5, 6
- = Kontakt-Standfuß
- 7, 8
- = SMD-Anschluß
- 9
- = Boden
- 10
- = Erhöhung
- 11, 31
- = Loch
- 12
- = Kontaktplatte
- 13
- = Mitteteil
- 14, 49
- = Klemmrast
- 15
- = Ringteil
- 16
- = Kontaktlasche
- 17
- = Haltestift
- 18, 19
- = Seitenwand
- 20
- = Rückwand
- 21
- = Koaxial-Außenleiter
- 22
- = Koaxial-Innenleiter
- 23
- = Hülse
- 24, 25
- = Streifen
- 26
- = Verbindungskanal
- 27
- = Klemmbrücke
- 28
- = Zentrierstift
- 29
- = Deckelaussparung
- 30
- = Öffnung
- 32
- = Deckel
- 33
- = Klemmstift
- 34
- = Kontaktnoppe
- 35
- = Ansatz
- 36
- = Aufnahmeöffnung
- 37, 38, 39, 40, 44, 45
- = Isolierstoffhülse
- 41
- = Widerhaken
- 46
- = Klemmzangenkopf
- 47, 48
- = Klemmarm
- 50
- = Klemmkopf
- 51
- = Klemmsteg
- 52
- = Kopfende
- O
- = Oberseite
1. HF-Koaxial-Steckverbinderteil, bestehend aus in einem Mehrfach-Steckergehäuse angeordneten
Koaxialsteckern - Koaxial-Steckermodul - bzw. in einem Mehrfach-Buchsengehäuse angeordneten
Koaxialbuchsen - Koaxial-Buchsenmodul - (1)
bei dem der Koaxial-Steckermodul bzw. der Koaxial-Buchsenmodul (1) auf einer Unterlage,
beispielsweise eine Leiterplatte, befestigt ist und im auf der Unterlage befestigten
Zustand mit seinen bodenseitigen mit den Koaxialleitern verbundenen Anschlüssen eine
leitende Verbindung mit ihnen unterlagenseitig zugeordneten Anschlüssen herstellen
und
bei dem die Koaxial-Innenleiter (22) im Gehäuse (3, 43) des Koaxial-Steckermoduls
bzw. des Koaxial-Buchsenmoduls (1, 42) jeweils isoliert in im Gehäuse (3, 43) integrierte
Koaxial-Außenleiter (21) eingesetzt sind, dadurch
gekennzeichnet,
daß das aus metallisiertem Kunststoff bestehende Gehäuse (3, 43) des Koaxial-Steckermoduls
bzw. des Koaxial-Buchsenmoduls (1, 42) bodenseitig eine Vielzahl von Kontakt-Standfüßen
(5, 6) mit SMD-Anschlüsse (7, 8) darstellenden Standflächen aufweist,
daß diese Kontakt-Standfüße (5, 6) sowohl der Gehäusebefestigung auf der Unterlage
als auch der elektrischen Verbindung ihrer SMD-Anschlüsse (7, 8) mit diesen auf der
Unterlage zugeordneten Anschlüssen dienen,
daß die Kontakt-Standfüße (5, 6) randseitig am Umfang des Gehäuses (3, 43) vorgesehen
und mit ihren SMD-Anschlüssen (7, 8), die etwas über den Boden (9) des Gehäuses (3,
43) überstehen, in einer Ebene angeordnet sind und
daß die Metallisierung des Gehäuses (3, 43) zur Potentialtrennung zwischen der Metallisierung
der Kontakt-Standfüße (6) mit SMD-Anschlüsssen (8) für Koaxial-Innenleiter (22) und
der übrigen Metallisierung des Gehäuses (3, 43) in voneinander elektrisch getrennte
Metallisierungsbereiche aufgeteilt ist.
2. HF-Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Kontakt-Standfüße (5, 6) an der Außenseite des Gehäuses (3, 43) des Koaxial-Steckermoduls
bzw. des Koaxial-Buchsenmoduls (1, 42), und zwar in Nähe seines Bodens (9), sowohl
an seiner Rückwand (20) als auch an seinen beiden Seitenwänden (18, 19) vorgesehen
sind.
3. HF-Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Kontakt-Standfüße (5, 6) als kurze stützstegartige Wandansätze ausgeführt
sind und miteinander sowohl an der Rückwand (20) als auch an beiden Seitenwänden (18,
19) des Gehäuses (3, 43) eine kammartige Struktur aufweisen.
4. HF-Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß im Boden (9) des Gehäuses (3, 43) des Koaxial-Steckermoduls bzw. des Koaxial-Buchsenmoduls
(1, 42) jeweils zwischen einem im Boden (9) des Gehäuses (3, 43) endenden Koaxial-Außenleiters
(21) und dem seinem Koaxial-Innenleiter (22) zugeordneten nahen Kontakt-Standfuß (6)
an der Gehäuseaußenseite ein offener Verbindungskanal (26) vorgesehen ist, der sich
auf seiten des Kontakt-Standfußes (6) bis in dessen SMD-Anschluß (8) hinein erstreckt,
daß diese Verbindungskanäle (26) jeweils ausschließlich mit den ihnen zugehörigen
Kontakt-Standfüßen (6) einen gemeinsamen Metallisierungsbereich aufweisen, und
daß jeder der Verbindungskanäle (26) eine metallische Klemmbrücke (27) in sich aufnimmt,
die jeweils die elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Koaxial-Innenleiter (22)
eines ihm Boden (9) des Gehäuses (3, 43) endenden Koaxial-Außenleiters (21) und dem
ihm zugeordneten nahen Kontakt-Standfuß (6) herstellt.
5. HF-Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Klemmbrücke (27) auf seiten ihrer Verbindung mit einem Koaxial-Innenleiter
(22) einen Klemmzangenkopf (46) aufweist, dessen Klemmarme (47, 48) mit einer Klemmrast
(49) für den Koaxial-Innenleiter (22) in Gestalt einer kreisförmigen Ausparung versehen
sind,
daß die Klemmbrücke (27) auf seiten ihrer Verbindung mit einem Kontakt-Standfuß (6)
einen angewinkelten Klemmkopf (50) mit auf beiden Seiten angebrachten Klemmstegen
(51) aufweist und
daß die in einen Verbindungskanal (26) eingesetzte Klemmbrücke (27) mit dem freien
Kopfende (52) ihres angewinkelten Klemmkopfs (50), bis in Höhe des SMD-Anschlusses
(8) des diesem Verbindungskanal (26) zugeordneten Kontakt-Standfußes (6) aufragt und
dabei über die Klemmstege (51) einen gut leitenden Kontakt mit diesem Kontakt-Standfuß
(6) über den metallisierten Verbindungskanal (26) herstellt.
6. HF-Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß abgesehen von den Metallisierungsbereichen der Kontakt-Standfüße (6) mit SMD-Anschlüssen
(8) für die Koaxial-Innenleiter (22) einschließlich der ihnen zugeordneten Verbindungskanäle
(26) auch die übrige Metallisierung des Gehäuses (3, 43) zur beliebigen Potentialtrennung
zwischen den Koaxial-Außenleitern (21) eines Koaxial-Steckermoduls bzw. Koaxial-Buchsenmoduls
( 1, 42) in weitere Metallisierungsbereiche aufteilbar ist.
7. HF-Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Aufteilung der Metallisierung des Gehäuses (3, 43) des Koaxial-Steckermoduls
bzw. des Koaxial-Buchsenmoduls (1, 42) in elektrisch voneinander getrennte Metallisierungsbereiche
durch partielles linienförmiges Abtragen der Metallisierung, beispielsweise mittels
Laserbearbeitung, herbeigeführt ist.
8. HF-Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Koaxialstecker bzw. Koaxialbuchsen (4) des zwei und mehr koaxiale Steckverbindungen
aufweisenden Gehäuses (3, 43) des Koaxial-Steckermoduls bzw. Koaxial-Buchsenmoduls
(1, 42) in einem Reihen-Spaltenmuster angeordnet sind,
daß zur zusätzlichen Befestigung des Gehäuses (3, 43) auf seiten seiner Gegensteckerseite
(2) an einer Montageplatte, beispielsweise eine Frontplatte, an seiner Gegensteckerseite
(2) im Mittenbereich zwischen den Koaxialsteckern bzw. Koaxialbuchsen (4) wenigstens
eine einen Anschlag darstellende plattenförmige Erhöhung (10) mit einem Loch (11)
für eine Befestigungsschraube vorgesehen ist und
daß weiterhin für die Herstellung eines gut leitenden Kontakts zwischen der Montageplatte
und der Metallisierung des Gehäuses (3, 43) auf seiner Gegensteckerseite (2) eine
Kontaktplatte (12) mit randseitigen leicht nach vorn zur Montageplatte hin abgebogenen
Kontaktlaschen (16) aufgesetzt ist.
9. HF-Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die auf der Gegensteckerseite (2) des Gehäuses (43) vorhandenen Koaxial-Außenleiter
(21) der Koaxialstecker bzw. Koaxialbuchsen (4) integraler Bestandteil des Gehäuses
(43) sind.
10. HF-Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet,
daß die auf der Gegensteckerseite (2) des Gehäuses (3) vorhandenen Koaxial-Außenleiter
(21) der Koaxialstecker bzw. Koaxialbuchsen (4) in Aufnahmeöffnungen (36) des Gehäuses
(3) eingeschraubte, eingepreßte oder eingesetzte metallische Hülsen (23) sind.
11. HF-Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß in die in das Gehäuse (3, 43) integrierten Koaxial-Außenleiter (21) und in die
gegebenenfalls in das Gehäuse (3) eingesetzten metallischen Hülsen (23) Isolierstoffhülsen
eingesetzt sind, die die Koaxial-Innenleiter (22) in sich aufnehmen.
12. HF-Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß der Koaxial-Steckermodul bzw. der Koaxial-Buchsenmodul (1, 42) ein Winkel-Steckverbinderteil
ist.
13. HF-Koaxial-Steckverbinder nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet,
d aß in der Rückwand (20) des Gehäuses (3, 43) für das Einsetzen der abgewinkelten
Koaxial-Innenleiter (22) in die Koaxial-Außenleiter (21) schlitzförmige, mit einem
Deckel (32) verschließbare Öffnungen (30) vorgesehen sind.
14. HF-Koaxial-Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet,
daß der Koaxial-Steckermodul bzw. der Koaxial-Buchsenmodul ein gerades Steckverbinderteil
ist.
15. HF-Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß zum Zentrieren des Gehäuses (3, 43) des Koaxial-Steckermoduls bzw. Koaxial-Buchsenmoduls
(1, 42) auf der Unterlage einander zugeordnete Zentriermittel, beispielsweise Zentrierstifte
(28) und Zentrierlöcher, am Boden (9) des Gehäuses (3, 43) und an der Unterlage vorgesehen
sind.
16. HF-Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß die Schichtstärke der Metallisierung des Gehäuses (3, 43) wenigstens gleich der
Eindringtiefe der über das Koaxial-Steckverbinderteil zu übertragenden elektromagnetischen
Wellen ist.
17. HF-Koaxial-Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet,
daß das metallisierte Gehäuse (3, 43) aus Kunststoff an seinen Außenseiten metallisierungsfreie
Teilflächen aufweist.