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EP 0 872 921 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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21.10.1998 Patentblatt 1998/43 |
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Anmeldetag: 06.04.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: H01R 23/72 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
18.04.1997 DE 29707018 U
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Schumacher, Hartmut, Dipl.-Ing.
92263 Ebermannsdorf (DE)
- Scherl, Josef, Dipl.-Ing.
92431 Neunburg (DE)
- Hiltl, Bernhard
92245 Kümmersbruck (DE)
- Herdegen, Reinhard, Dipl.-Ing.
92224 Amberg (DE)
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Kontakteinrichtung für eine Leiterplatte |
(57) Es soll eine Kontakteinrichtung für eine Leiterplatte geschaffen werden, mit einem
in Betätigungsrichtung federnden Kontakt und einem Gegenkontakt, die einen großen
Überhubausgleich und einen kleinen Einbauraum benötigt. Diese Aufgabe wird dadurch
gelöst, daß der Kontakt als biegeelastische Kontaktfeder (1) ausgeführt ist, die einen
ersten federelastischen Schenkel (2) und einen zweiten federelastischen Schenkel (4)
aufweist, der in Betätigungsrichtung (8) zum ersten Schenkel (2) hin federelastisch
nachgiebig ist.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Kontakteinrichtung für eine Leiterplatte, mit
einem in Betätigungsrichtung federnden Kontakt und einem Gegenkontakt.
[0002] Eine gattungsgemäße Kontakteinrichtung gehört zum Stand der Technik. Es ist eine
gängige Ausführungsform wie sie zum Lieferumfang verschiedener Hersteller gehört.
Diese bekannten handelsüblichen Einlötelemente und Miniaturschaltkontakte für Leiterplatten
haben allerdings entweder einen geringen Über-hubausgleich oder sie sind bei größerem
Überhub in ihren Abmessungen verhältnismäßig groß. Die hierbei verwendeten Kontakte
sind kompliziert aufgebaut und verhältnismäßig teuer.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kontakteinrichtung der obengenannten
Art zu schaffen, die einen großen Überhubausgleich ermöglicht und einen verhältnismäßig
kleinen Einbauraum benötigt.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Kontakteinrichtung, bei der der Kontakt als biegeelastische
Kontaktfeder ausgeführt ist, die einen ersten federelastischen Schenkel mit einer
Kontaktfläche und einen zweiten Schenkel aufweist, der in Betätigungsrichtung zum
ersten Schenkel hin federelastisch nachgiebig ist. Die derart ausgebildetet Kontakteinrichtung
ist außerdem vorteilhaft, weil sie keine separate Rückdruckfeder erfordert und ein
gewisser Selbstreinigungseffekt der Kontaktflächen stattfindet, da diese beim Betätigen
eine kleine Schiebebewegung erfahren.
[0005] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Kontaktfeder einen zur Verlötung mit der Leiterplatte
vorgesehenen Lötbereich aufweist, an dem ein Lappen zur Entlastung der Lötstelle auf
der Leiterplatte ausgeschert ist. Dies stellt eine kostengünstige Ausführung dar,
bei der zur Fixierung kein Gehäuse benötigt wird und dennoch eine ausreichend stabile
Befestigung erfolgt.
[0006] Eine zuverlässige Kontaktierung der Kontaktfläche mit dem Gegenkontakt wird erreicht,
wenn die Kontaktfeder im Bereich der Kontaktfläche geschlitzt ist, was zu einer Doppelkontaktgabe
führt.
[0007] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0008] Ein Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- FIG 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Kontaktfeder für eine stehende
Einbaulage,
- FIG 2
- eine in einer Leiterplatte montierte Kontakteinrichtung in stehender Einbaulage,
- FIG 3
- eine perspektivische Ansicht einer Kontaktfeder für liegenden Einbaulage und
- FIG 4
- eine in einer Leiterplatte montierte Kontakteinrichtung in liegender Einbaulage.
[0009] In FIG 1 ist eine Kontaktfeder 1 einer erfindungsgemäßen Kontakteinrichtung für Leiterplatten
dargestellt. Die Kontaktfeder 1 ist biegeelastisch mit einem ersten federelastischen
Schenkel 2, mit einer Kontaktfläche 3 und mit einem zweiten Schenkel 4 ausgeführt,
der in Betätigungsrichtung zum ersten Schenkel 2 hin federelastisch nachgiebig ist.
Im Bereich der Kontaktfläche 3 ist die Kontaktfeder 1 geschlitzt. Zur Verlötung mit
einer Leiterplatte weist die Kontaktfeder 1 einen Lötbereich auf, an dem ein Lappen
5 zur Entlastung der Lötstelle auf der Leiterplatte ausgeschert ist. Die Kontaktfeder
1 ist einstückig ausgeführt, wobei die Verbindung zwischen dem ersten 2 und dem zweiten
Schenkel 4 einen verhältnismäßig großen Biegeradius besitzt, der die Durchfederung
des zweiten Schenkels 4 zum ersten Schenkel 2 hin ermöglicht. Auf diese Weise kann
auch ein großer Überhub ausgeglichen werden.
[0010] FIG 2 zeigt eine in einer Leiterplatte 6 eingebaute erfindungsgemäße Kontakteinrichtung
in stehender Einbaulage. Hier ist die zuvor beschriebene Kontaktfeder 1 stehend in
die Leiterplatte 6 eingebaut. Der Lappen 5 der Kontaktfeder 1 stützt sich an der Leiterplatte
6 ab und gewährleistet somit eine stabile Halterung der Kontaktfeder 1 an der Leiterplatte
6. Der zur Kontakteinrichtung zugehörige Gegenkontakt ist hier in Form zweiter Lötstifte
7 realisiert, die in der Leiterplatte 6 eingelötet sind und in die Nähe der geschlitzten
Kontaktfläche 3 reichen. Bei Betätigung der Kontakteinrichtung über den zweiten Schenkel
4 gemäß der dem Pfeil 8 angezeigten Richtung wird die Kontaktfeder 1 durch Verbiegung
des ersten federelastischen Schenkels 2 zur Kontaktierung seiner Kontaktfläche 3 mit
den Lötstiften 7 gebracht. Nach erfolgter Kontaktierung wird bei Überhub der zweite
Schenkel 4 infolge der Verbindung mit dem großen Biegeradius zum ersten federelastischen
Schenkel 2 hin durchgedrückt. Der Abstand beider Schenkel 2 und 4 kann weitgehend
zum Ausgleich eines Überhubs ausgenutzt werden.
[0011] In FIG 3 ist eine Kontaktfeder 1 für eine liegende Einbaulage dargestellt, wobei
der Schenkel 2 endseitig nahezu rechtwinklig umgebogen ist.
[0012] FIG 4 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsform einer in einer Leiterplatte 6 kontaktierten
Kontakteinrichtung in liegender Einbaulage. Diese Kontakteinrichtung unterscheidet
sich von der zuvor beschriebenen gemäß FIG 2 insbesondere durch die Ausführung des
Gegenkontakts, der hier durch zwei Kontaktpads 9 realisiert ist. Im übrigen entspricht
der Aufbau und die Funktion der Kontakteinrichtung der zuvor beschriebenen Ausführungsform
in stehender Einbaulage gemäß FIG 2, so daß zur Vermeidung von Wiederholungen auf
eine nochmalige Beschreibung hier verzichtet wird.
[0013] Obwohl die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die in der beigefügten Zeichnung
dargestellte Ausführungsform erläutert ist, sollte berücksichtigt werden, daß damit
nicht beabsichtigt ist, die Erfindung nur auf die dargestellte Ausführungsform zu
beschränken, sondern alle möglichen Änderungen, Modifizierungen und äquivalente Anordnungen,
soweit sie vom Inhalt der Patentansprüche gedeckt sind, einzuschließen.
1. Kontakteinrichtung für eine Leiterplatte (6), mit einem in Betätigungsrichtung (8)
federnden Kontakt (1) und einem Gegenkontakt (7,9), dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakt als biegeelastische Kontaktfeder (1) ausgeführt ist, die einen ersten
federelastischen Schenkel (2) mit einer Kontaktfläche (3) und einen zweiten Schenkel
(4) aufweist, der in Betätigungsrichtung (8) zum ersten Schenkel (2) hin federelastisch
nachgiebig ist.
2. Kontakteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (1) einen zur Verlötung mit der Leiterplatte (6) vorgesehenen
Lötbereich aufweist, an dem ein Lappen (5) zur Entlastung der Lötstelle auf der Leiterplatte
(6) ausgeschert ist.
3. Kontakteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (1) eine geschlitzte Kontaktfläche (3) aufweist.
4. Kontakteinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenkontakt auf der Leiterplatte (6) als Lötstift (7) ausgeführt ist.
5. Kontakteinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenkontakt als Lötpad (9) ausgeführt ist.
6. Kontakteinrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (1) einstückig ausgeführt ist und die Verbindung zwischen dem
ersten (2) und zweiten Schenkel (4) einen Biegeradius aufweist.

