[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verarbeiten von Wärmedämmplatten für die
Fassadendämmung. Ein solches Verfahren wirdz.B. in DE-U-8810244 oder DE-A-2852496
beschrieben. Bei diesen Wärmedämmplatten kann es sich beispielsweise um EPS-Dämmplatten
oder um Mineralfaserdämmplatten handeln.
[0002] Beim Anbringen von Wärmedämmplatten an Gebäudefassaden wird bisher derart verfahren,
daß die Wärmedämmplatten zunächst manuell oder durch Schrägaufzüge auf die einzelnen
Geschoßböden des Fassadengerüsts transportiert werden. Dort lagern sie dann im Arbeitsbereich
der Bauarbeiter, was deren Bewegungsfreiheit einschränkt. Hinzu kommt, daß neben den
Wärmedämmplatten zumeist auch noch Behältnisse für den Mörtelkleber auf den Geschoßböden
des Fassadengerüsts ruhen oder aber über die Geschoßböden ein Förderschlauch zum maschinellen
Auftragen von Mörtelkleber verläuft. Da zum einen der Transport der Wärmedämmplatten
auf das Gerüst umständlich und zeit- sowie personalintensiv ist und zum anderen die
auf dem Gerüst gestapelten, zu verarbeitenden Wärmedämmplatten die Bewegungsfreiheit
der Bauarbeiter stark einschränken, ist die bisherige Verfahrensweise in mehrerlei
Hinsicht nachteilig.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Verarbeiten von Wärmedämmplatten
für die Fassadendämmung zu schaffen, mit dem sich die Wärmedämmplatten zeit- und personaleffektiv
an der Fassade anbringen lassen.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Verfahren zum Verarbeiten von
Wärmedämmplatten für die Fassadendammung nach dem einzigen Patentanspruch vorgeschlagen.
[0005] Hauptgesichtspunkt der neuen Verfahrensweise ist es, die übereinanderliegenden Wärmedämmplatten
nicht mehr auf den Geschoßböden des Fassadengerüsts sondern vor diesem, d.h. außerhalb
der Geschoßböden, zu lagern. Damit sind die Geschoßböden des Fassadengerüsts nicht
länger durch Stapel von Wärmedämmplatten zugestellt. Die Anbringung der zu verarbeitenden
Wärmedämmplatten von außen an dem Fassadengerüst hat darüber hinaus den Vorteil, daß
vor dem eigentlichen Anbringen der Wärmedämmplatten an der Fassade die Baukolonne
zunächst das Fassadengerüst mit zu verarbeitenden Wärmedämmplatten bestücken kann,
um erst danach mit der eigentlichen Arbeit, nämlich der Anbringung der Wärmedämmplatten
an der Gebäudefassade, zu beginnen. Auf diese Weise können die beiden Arbeitsgänge,
nämlich die Verbringung der zu verarbeitenden Wärmedämmplatten in die einzelnen Geschosse
des Fassadengerüsts und die eigentliche Anbringung der Wärmedämmplatten an der Gebäude
fassade in verfahrensökonomisch optimaler Weise voneinander getrennt werden, ohne
daß durch die Lagerung der Stapel von Wärmedämmplatten Bewegungsfreiraum auf den Geschoßböden
des Fassadengerüsts eingebüßt wird.
[0006] Je nach dem Gewicht, welches die zu verarbeitenden Wärmedämmplatten aufweisen, ist
es von Vorteil, die Wärmedämmplattenstapel in Lagerungsvorrichtungen unterzubringen,
die über Aufhängevorrichtungen an dem Fassadengerüst angeordnet werden. Bei leichteren
Wärmedämmplatten, wie beispielsweise EPS-Dämmplatten ist es hingegen ausreichend,
wenn die Stapel durch umlaufende Gurte o.dgl. gehalten und vor dem Fassadengerüst
aufgehängt werden. Palettierte Ware hingegen sollte in speziellen Lagerungsvorrichtungen
untergebracht werden. Dies gilt beispielsweise für Mineralfaserdämmplatten, die zwecks
besserer Haftung an der Gebäudefassade vorzugsweise mit Mörtelkleber vorbeschichtet
sind und dadurch ein noch größeres Gewicht aufweisen.
[0007] Leichtdämmstoffplatten, wie die bereits zuvor angesprochenen EPS-Platten weisen zweckmäßigerweise
Verpackungen mit integrierten Aufhängevorrichtungen auf. Über diese Aufhängevorrichtungen
läßt sich der verpackte Stapel an Leichtdämmstoffplatten problemlos an der Brustwehr
der Gebäudefassade anbringen. Pro Feld können dabei ein oder mehrere derartige Verpackungen
an das Fassadengerüst angehängt werden. Sofern die Aufhängevorrichtungen beidseitig
des Stapels angeordnet sind, ist es möglich, die Beschichtung der Wärmedämmplatten
außen am Fassadengerüst vorzunehmen, indem sich der Bauarbeiter an die Brustwehr stellt
und die oberste Wärmedämmplatte mit Mörtel bestreicht, um sie danach an die Gebäudefassade
anzubringen. Sollten die Aufhängevorrichtungen nicht stabil genug ausgeführt sein
oder im mittleren Bereich des Stapels verlaufen, so ist es zweckmäßig, den außen lagernden
Stapel an Wärmedämmplatten unmittelbar vor der Verarbeitung auf den betreffenden Geschoßboden
abzustellen, um dann mit der weiteren Beund Verarbeitung der Wärmedämmplatten fortzufahren.
Bei dieser Vorgehensweise werden zwar einzelne Stapel von Wärmedämmplatten auf den
Geschoßböden des Fassadengerüsts gelagert. Hierbei ist jedoch anzumerken, daß jeweils
nur diejenigen Plattenstapel gelagert werden, deren Platte gerade verarbeitet werden.
Die später zu verarbeitenden Wärmedämmplattenstapel verbleiben außerhalb der Geschoßböden
und hängen weiterhin außen an den Brustwehren des Fassadengerüsts.
[0008] Sofern aus Gewichtsgründen oder aus Gründen der Beschichtung der Wärmedämmplatten
mit Mörtelkleber bei von außen an dem Fassadengerüst befindlichen Stapel auf spezielle
Lagerungsvorrichtungen oder spezielle Verpackungen zurückgegriffen werden muß, ist
es von Vorteil, wenn diese Lagerungsvorrichtungen bzw. Verpackungen zum Fassadengerüst
hin geöffnet werden können, so daß die beschichteten Wärmedämmplatten von oben vom
Stapel abgenommen und an die Fassade gebracht werden können.
[0009] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es erstmals möglich, die beiden beim Anbringen
der Wärmedämmplatten an die Fassade durchzuführenden Verfahrensschritte, nämlich die
Versorgung des Fassadengerüsts mit zu verarbeitenden Wärmedämmplatten und die Verarbeitung
der Wärmedämmplatten selbst, vollständig voneinander zu trennen. Auf diese Weise ist
es möglich, die "hilfsweise Tätigkeit" der Bestückung des Fassadengerüsts mit Wärmedämmplattenstapel
vollständig von der eigentlichen Tätigkeit der Anbringung der Wärmedämmplatten zu
trennen. Dies ist aus verfahrensökonomischen Gründen von Vorteil, da nun die Be- und
Verarbeitung der Wärmedämmplatten zur Anbringung an der Gebäudefassade nicht länger
durch die Versorgung des Fassadengerüsts mit Stapel von zu verarbeitenden Wärmedämmplatten
unterbrochen wird und durch die Vorab-Bestückung des Fassadengerüsts mit Wärmedämmplattenstapel
keinerlei Bewegungsfreiraum auf dem Fassadengerüst eingebüßt wird, da die Wärmedämmplattenstapel
außerhalb des Fassadengerüsts lagern und für die Bauarbeiter leicht zugänglich sind.
[0010] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Im einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht eines Fassadengerüsts mit an diesem außen angehängten Lagerungsvorrichtungen
zur Aufnahme von Wärmedämmplattenstapeln,
- Fig. 2
- eine Ansicht in Richtung des Pfeils II der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Vorderansicht eines Fassadengerüsts mit an dessen Brustwehre angehängten Leichtdämmstoffstapeln
mit integrierten Aufhängungsvorrichtungen und
- Fig. 4
- eine Ansicht in Richtung des Pfeils IV der Fig. 3.
[0011] Gemäß Fig. 1 weist ein Fassadengerüst 10 eine Vielzahl von Geschoßböden 12 auf, die
in Form von Metall- oder Holzbohlen realisiert sind. Diese Bohlen liegen auf Querträgern
14 auf, die jeweils zwei zueinander parallele Vertikalstützen 16 untereinander verbinden.
Unmittelbar oberhalb der Geschoßböden 12 befinden sich aufragende Fußleisten 18, die
aus Sicherheitsgründen vorhanden sein sollten. In Oberschenkel-, Becken- bzw. Brusthöhe
sind wie die Fußleisten 18 auf der der Gebäudefassade gegenüberliegenden Vorderseite
des Baugerüsts 10 Brustwehre 20 angeordnet, die mit den Vertikalstützen 16 verbunden
sind.
[0012] Gemäß Fig. 1 sind an die Brustwehre 20 käfigähnliche Lagerungsvorrichtung 22 angehängt,
die an den beiden Schmalseiten und der Oberseite eines Stapels 24 von übereinanderliegenden
Mineralfaserdämmplatten 26 verlaufen und (Holz-)Paletten 27 seitlich untergreifen,
auf denen die Stapel 24 ruhen. Auf den dem Fassadengerüst 10 abgewandten Außenseiten
dieser Lagerungsvorrichtungen 22 befinden sich Verzurrungselemente 28. Demgegenüber
sind die der Gebäudefassade zugewandten Seiten der Lagerungsvorrichtungen 22 frei,
so daß die Stapel 24 von dem Fassadengerüst 10 aus frei zugänglich sind. Anstelle
der Lagerungsvorrichtung 22, bei der die Auflagefläche für den Stapel 24 von einer
Palette 27 gebildet ist, kann ebenso gut auch eine geschlossene (viereckige) Rahmenstruktur
aufweisende Lagerungsvorrichtung mit einem oberen und einem unteren sowie diese verbindendes
Rahmenelement eingesetzt werden, bei der der Stapel auf dem unteren Rahmenelement
ruht. Eine solche Rahmenstruktur sowie die Lagerungsvorrichtung 22 sind insbesondere
zusammenlegbar bzw. -klappbar ausgeführt.
[0013] Vor Beginn der Verarbeitung der Wärmedämmplatten werden die Brustwehre 20 des Fassadengerüsts
10 mit Lagerungsvorrichtungen 22 bestückt, die über Hakenelemente 29 von oben die
Brustwehren 20 umgreifen. Im unteren Bereich liegen die Lagerungsvorrichtungen 22
außen an den Fußleisten 18 an. Diese Situation sowie die Entnahme der einzelnen Platten
der Stapel 24 ist in Fig. 2 dargestellt.
[0014] In Fig. 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Auch hier
befinden sich außen am Fassadengerüst 10 einzelne Stapel von Wärmedämm-Material, dessen
Gewicht jedoch wesentlich geringer ist als dasjenige des Wärmedämm-Materials gemäß
den Fign. 1 und 2. Bei dem Wärmedämm-Material gemäß Fig. 3 handelt es sich um EPS-Dämmplatten,
die jeweils auf einem Pappboden 30 mit seitlich hochstehenden Rändern ruhen. Mehrere
EPS-Platten 32 sind übereinander angeordnet, wobei der gesamte Stapel 34 von einer
Verpackungsfolie 36 umgeben ist. An den hochstehenden Seitenrändern der Bodenplatte
30 sind Seile 38 befestigt, die durch Hakenelemente 40 hindurchgeführt sind, welche
ihrerseits in die Brustwehre 20 einhängbar sind. Weitere Einzelheiten ergeben sich
aus der Darstellung gemäß Fig. 4.
1. Verfahren zum Verarbeiten von Wärmedämmplatten für die Fassadendämmung, bei dem
- die Wärmedämmplatten (32;26) als Stapel (24) übereinander gelegt in Lagerungsvorrichtungen
(22) mit Aufhängungsvorrichtungen untergebracht werden,
- die Lagerungsvorrichtungen (22) außen an einem Fassadengerüst (10) angeordnet werden,
- Mörtelkleber auf die jeweils oberste Wärmedämmplatte (32;26) der Stapel (24) aufgebracht
wird und
- die derart bearbeiteten Wärmedämmplatten (32;26) aus den zum Fassadengerüst (10)
hin offenen Lagerungsvorrichtungen (22) entnommen und an die Fassade geklebt werden,
- wobei die Lagerungsvorrichtungen (22) an die Brustwehre (20) des Fassadengerüsts
(10) gehängt werden und von außen in Höhe des unterhalb der Brustwehr (20) befindlichen
nächsten Geschossbodens (12) an dessen Fußleiste (18) anliegend sich an dieser abstützen.
1. Process for treating heat insulation plates for facade insulation, wherein
- the heat insulation plates (32;26) placed one above the other to form a stack (24)
are accommodated in storage devices (22) having suspension devices,
- the storage devices (22) are arranged on the outside of a facade scaffolding (10),
- the uppermost heat insulation plates (32;26) of the stacks (24) are provided with
mortar, and
- the heat insulation plates (32;26) treated this way are removed from the storage
devices (22) open towards the facade scaffolding (10) and are fixed to the facade,
- with the storage devices (22) being suspended in the bars (20) of the facade scaffolding
(10) and resting, from outside, at the level of the next floor bottom (12) located
below the bar (20) against the baseboard (18) of the floor bottom (12) and being supported
there.
1. Procédé de manipulation de panneaux d'isolation thermique pour l'isolation des façades,
dans lequel:
- les panneaux d'isolation thermique (32;26) sont entreposés en étant superposés en
piles (24) dans des dispositifs de stockage (22) dotés d'éléments de suspension,
- les dispositifs de stockage (22) étant placés à l'extérieur d'un échafaudage de
façade (10),
- les panneaux d'isolation thermique (32;26) placés sur le dessus des piles (24) sont
à chaque fois enduits de mortier colle, et
- les panneaux d'isolation thermique (32;26) ainsi traités sont sortis des dispositifs
de stockage (22) ouverts en direction de l'échafaudage de façade (10) et appliqué
sur la façade,
- où les dispositifs de stockage (22) sont suspendus aux garde-corps (20) de l'échafaudage
de façade (10) et où ils sont en appui, de l'extérieur, à hauteur du sol d'étage (12)
suivant se trouvant au-dessous du garde-corps (20) contre le lambris de socle (18)
du sol d'étage (12) et supportés au lambris de socle.