[0001] Die Erfindung betrifft eine Kondensor-Monochromator-Anordnung für Röntgenstrahlung
entsprechend den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In den letzten Jahren wurden erhebliche Fortschritte in der Röntgenmikroskopie im
Wellenlängenbereich von etwa 0.2 - 5 nm gemacht. Es wurden Röntgenmikroskope entwickelt,
die an brillanten Röntgenquellen betrieben werden. Zu diesen Röntgenquellen zählen
Elektronenspeicherringe, deren Ablenkmagneten und Undulatoren Quellorte intensiver
Röntgenstrahlung sind; andere Röntgenquellen vergleichbarer Brillanz gibt es bislang
nicht. Für Transmissions-Röntgenmikroskope wurde bislang nur die von Ablenkmagneten
erzeugte Röntgenstrahlung genutzt.
[0003] Zur Beleuchtung eines Objekts mit Röntgenstrahlung werden Kondensoren verwendet.
Herkömmliche Kondensoren sind als Spiegelkondensoren oder als Kondensorzonenplatten,
die weiter unten beschrieben werden, ausgebildet. Die aus OPTIK, Bd. 93, Nr. 3, 1.
Mai 1993, Seiten 95-102, G. Schmahl et al., "X-ray microscopy studies" (Fig.6) und
aus der EP-A-0 475 098 bekannten Spiegelkondensoren besitzen die Form eines Rotationsellipsoids
und fokussieren die Strahlung der Röntgenquelle auf das zu untersuchende Objekt. Da
als Röntgenquellen gepulste Plasmaquellen als Linienstrahler verwendet werden, besitzen
die Kondensoren keine beugenden Elemente für eine spektrale Zerlegung.
[0004] Als hochauflösende Objektive in Röntgenmikroskopen kommen heutzutage nur Mikrozonenplatten
zum Einsatz. Mikrozonenplatten sind rotationssymmetrische Transmissionskreisgitter
mit nach außen hin abnehmender Gitterkonstanten, haben typischerweise bis zu 0.1 mm
Durchmesser und einige hundert Zonen. Die numerische Apertur einer Zonenplatte ist
ganz allgemein durch den Beugungswinkel bestimmt, unter dem die äußeren und damit
feinsten Zonen senkrecht einfallende Röntgenstrahlen beugen. Die erzielbare räumliche
Auflösung einer Zonenplatte ist durch ihre numerische Apertur bestimmt. Die numerische
Apertur der benutzten Röntgenobjektive konnte in den letzten Jahren wesentlich erhöht
werden, so daß deren Auflösung sich verbesserte. Dieser Trend zu höherer Auflösung
wird sich fortsetzen.
[0005] Generell wird für Röntgenmikroskope, die Zonenplatten als Röntgenobjektive benutzen,
eine hohlkegelförmige Objektbeleuchtung benötigt. Andernfalls würde sich dem Bild
auch in seinem Zentrum die Strahlung aus der 0. und der 1. Beugungsordnung der Kondensorzonenplatte
überlagern. Das liegt daran, daß der überwiegende Anteil der Strahlung, die parallel
oder fast parallel zur optischen Achse auf das Objekt fällt, dieses und die folgende
Mikrozonenplatte (das beugende Röntgenobjektiv) ungebeugt durchdringt und sich als
allgemeiner diffuser Untergrund in Geradeausrichtung, also im Zentrum des Bildfeldes
bemerkbar macht. Aus diesem Grunde benutzen alle Transmissions-Röntgenmikroskope ringförmige
Kondensoren und der nutzbare, nicht diffus überstrahlte Bereich des Bildfeldes wird
um so größer, je größer der innere, strahlungsfreie Raumwinkelbereich des Kondensors
ist.
[0006] Aus der Theorie der Mikroskopie ist bekannt, daß die numerische Apertur des beleuchtenden
Kondensors eines Durchlichtmikroskopes stets in etwa angepaßt sein sollte an die numerische
Apertur des Mikroskopobjektives, um von inkohärent strahlenden Lichtquellen auch eine
inkohärente Objektbeleuchtung und damit eine nahezu lineare Beziehung zwischen Objektintensität
und Bildintensität zu erhalten. Ist die Apertur des Kondensors dagegen geringer als
die des Mikroskopobjektivs, so liegt eine teilkohärente Abbildung vor und die lineare
Transformation zwischen Objektintensität und Bildintensität geht für die wichtigen,
die Auflösung des Mikroskopes bestimmenden hohen Raumfrequenzen verloren.
[0007] Als Kondensoren für Röntgenstrahlung werden bislang "großflächige" ringförmige Zonenplatten
benutzt. (A. Schlachetzki, K. Dorenwendt: Quantitative Mikroskopie und Mikrostrukturierung,
Blockseminar vom 13. bis 14. September 1995, Physikalisch Technische Bundesanstalt,
Technische Universität Braunschweig, veröffentlicht: PTB-Opt-50, Braunschweig, März
1996, Seiten 98-116, B. Niemann et al., "X-Ray Microscopy" (siehe Fig.3); P. C. Cheng,
G. J. Jan: X-ray Microscopy, Springerverlag Berlin Heidelberg 1987, Seiten 32-38,
W. Meyer-llse et al., "Status of X-ray Microscopy Experiments at the BESSY Laboratory"
(siehe Fig.3.1)). Sie fokussieren die Röntgenstrahlung auf das mit dem Röntgenmikroskop
zu untersuchende Objekt. Eine solche "Kondensorzonenplatte" ist in ihrer Größe angepaßt
an den Strahldurchmesser, der am Ende des Strahlrohres eines Ablenkmagneten eines
Elektronenspeicherrings typisch bis zu 1 cm beträgt. Da die Kondensorzonenplatte ringförmig
ist, fängt sie etwa ¾ der in diesem Strahldurchmesser liegenden Strahlung auf. Da
die Brennweite einer Zonenplatte reziprok zur benutzten Wellenlänge ist, wirkt eine
solche Kondensorzonenplatte zusammen mit einer kleinen sogenannten Monochromatorlochblende,
die in der Objektebene um das Objekt gelegen ist, gleichzeitig als Linearmonochromator
(Optics Communication 12, S.160-163, 1974, "Soft X-Ray Imaging Zone Plates with Large
Zone Numbers for Microscopic and Spectroscopic Applications", Niemann, Rudolph, Schmahl).
Nur ein enger Spektralbereich der einfallenden polychromatischen Strahlung eines Elektronenspeicherrings
wird in die Lochblende fokussiert und zur Beleuchtung des Objektes genutzt.
[0008] Die spektrale Auflösung eines solchen Linearmonochromators beträgt
R =
D/2d, wenn
D und
d die Durchmesser von Kondensorzonenplatte und Monochromatorlochblende sind und wenn
die Kondensorzonenplatte das Quellgebiet der Röntgenstrahlung stark verkleinert abbildet.
Allerdings gilt die Beziehung nur, wenn das Bild der Quelle - es handelt sich um die
sogenannte "kritische Beleuchtung" - nicht größer ist als der Durchmesser d der Lochblende.
Ist
R mindestens so groß wie die Zonenzahl
n der Mikrozonenplatte des Röntgenmikroskopes, so ist die chromatische Aberration der
Mikrozonenplatte vernachlässigbar und sie verschlechtert die Qualität der Röntgenabbildung
nur unwesentlich. Um dieser Anforderung an die spektrale Auflösung
R zu genügen, wird stets eine Kondensorzonenplatte nicht zu kleinen Durchmessers
D benutzt, so daß der erlaubte Durchmesser
d der Monochromatorlochblende größer als das Bild der Quelle ist.
[0009] Da der Standort eines Röntgenmikroskopes aus praktischen Gründen nie nahe an den
Quellort der Röntgenstrahlung eines Elektronenspeicherringes gebracht werden kann
und die Entfernung typischerweise bei mindestens 15 m liegt, kann auch die vom Strahl
ausgeleuchtete Fläche bestimmte Werte nicht unterschreiten. Damit sollte auch der
Durchmesser
D einer möglichst viel Röntgenstrahlung auffangenden Kondensorzonenplatte diese Werte
nicht unterschreiten. Wird nun für diese Einsatzbedingungen die numerische Apertur
der Kondensorzonenplatte erhöht, so verringert sich zwangsläufig die Brennweite der
Kondensorzonenplatte. Damit verringert sich der Abbildungsmaßstab, mit dem die Quelle
in die Objektebene abgebildet wird und es sinkt der Durchmesser des beleuchteten Objektgebietes
( in der Praxis auf wenige um Durchmesser), was nachteilig ist. Nur durch andere Maßnahmen
- etwa durch rasternde parallele Bewegungen von Kondensor und Monochromatorlochblende
- kann dann sichergestellt werden, daß ein größeres Objektgebiet homogen ausgeleuchtet
wird. Dazu kommt, daß während der Bewegung Monochromatorblende und Kondensorzonenplatte
genau zueinander justiert bleiben müssen.
[0010] Kondensorzonenplatten werden üblicherweise in der ersten Beugungsordnung benutzt,
in der alle bislang realisierten Kondensorzonenplatten ihren höchsten Beugungswirkungsgrad
besitzen. Dabei ist es auch aus einem weiteren, im folgenden erläuterten Grunde schwierig,
die zuvor geforderte Anpassung der numerischen Apertur der Kondensorzonenplatte an
die der Mikrozonenplatte ohne neue Schwierigkeiten zu erreichen. Um die Anpassung
zu verwirklichen, muß die der Beleuchtung dienende Kondensorzonenplatte außen dieselben
feinen Zonen besitzen wie die als Objektiv dienende Mikrozonenplatte selbst. Die lichtstärksten
gebauten Mikrozonenplatten besitzen inzwischen Zonenbreiten von nur noch 19 nm (entsprechend
38 nm Periode der Zonenstrukturen). Zonenplatten mit solch feinen Zonenstrukturen
können bislang nur mit Methoden der Elektronenstrahllithographie, in der die Zonen
nacheinander erzeugt werden, hergestellt werden. Holographische Methoden, die das
Muster einer Zonenplatte in einem Schritt "parallel" und damit in kurzer Zeit erzeugen,
scheiden aus, da eine geeignet kurzwellige UV-Holographie nicht existiert. Dementsprechend
könnten auch Kondensorzonenplatten mit angepaßter numerischer Apertur nur mit Methoden
der Elektronenstrahllithographie, welches als serielles und damit langsames Verfahren
zu bezeichnen ist, hergestellt werden. Solche Kondensorzonenplatten haben aber wegen
ihres notwendigerweise großen Durchmessers typischerweise viele 10 000 Zonen. Die
Schreibzeiten mit einem Elektronenstrahllithographiesystem liegen dann in der für
die Praxis unrealistischen Größenordnung von Wochen, weshalb Kondensorzonenplatten
mit Methoden der Elektronenstrahllithographie bislang nicht hergestellt wurden.
[0011] Für die Dunkelfeld-Röntgenmikroskopie sind sogar noch lichtstärkere Kondensor-Monochromator-Anordnungen
nötig (sofern nicht ein sehr präzise zu justierender absorbierender Ring in der hinteren
Fokalebene des Mikroobjektivs plaziert wird). Die Perioden der Zonenstrukturen geeigneter
Kondensorzonenplatten müßten dafür weniger als 38 nm betragen.
[0012] Für die Phasenkontrast-Röntgenmikroskopie ist eine Kondensor-Monochromator-Anordnung
von Vorteil, die möglichst alles vom Strahlrohr zur Verfügung gestellte Röntgenlicht
in eine ringförmige Hohlkegel-Apertur großen Aperturwinkels zum Objekt liefert.
[0013] Um die Auflösung der Röntgenmikroskope zu erhöhen, wird gegenwärtig daran gearbeitet
Mikrozonenplatten zu entwickeln, die eine kleinste Zonenbreite von nur noch 10 nm
besitzen. Damit steigen die Aperturen der Mikrozonenplatten und dementsprechend die
nötigen numerischen Aperturen der Kondensoren, um eine inkohärente Objektbeleuchtung
sicherzustellen, und die bereits erwähnten Schwierigkeiten vergrößern sich weiter.
[0014] Es sind weltweit Elektronenspeicherringe im Bau und z.T. fertiggestellt, die Röntgenstrahlung
aus Undulatoren zur Verfügung stellen. Diese Undulatoren liefern einen etwa 10 bis
100 mal höheren Röntgenstrahlungsfluß, der für die Röntgenmikroskopie voll genutzt
werden kann. Außerdem ist die Röntgenstrahlung viel besser kollimiert, typischerweise
hat der Strahl am Ende eines Strahlrohres am Standort eines Mikroskopes nur 1 - 2
mm Durchmesser und die bislang genutzten und in ihrer Apertur nicht angepaßten "großen"
Kondensorzonenplatten können nicht mehr voll ausgeleuchtet werden. Damit Kondensorzonenplatten
die Strahlung ausreichend monochromatisieren, müßten dann entweder Anordnungen mit
den bereits oben diskutierten Nachteilen - kleinere Kondensorzonenplatten mit kürzeren
Brennweiten und entsprechend kleinere Monochromatorlochblenden - benutzt werden, oder
große Kondensorzonenplatten müssen außeraxial, d.h in einem Randgebiet, beleuchtet
werden. Solche außeraxialen Anordnungen beleuchten aber das Objekt schräg, was zu
einer unsymmetrischen optischen Übertragungsfunktion des Mikroskops führt und die
damit erzeugten Abbildungen sind nur schwer auswertbar. Ein anderer Weg, der bereits
vorgeschlagen wurde, besteht darin, den Strahl mit einer zusätzlichen Zonenplatte
vor dem Kondensor geeignet aufzuweiten. Dies hat aber den Nachteil, daß an diesem
zusätzlichen beugenden Element ein weiterer Lichtverlust auftritt - der Beugungswirkungsgrad
von Zonenplatten liegt im Bereich von nur 10 % bis 20% - und zudem sind dann insgesamt
drei Zonenplatten im Mikroskop vorhanden, die wegen der Wellenlängenabhängigkeit ihrer
Brennweiten viel schwieriger exakt aufeinander einjustiert werden können als zwei
Zonenplatten. Zudem kann die Anpassung der Aperturen auch in den beiden zuletzt genannten
Fällen nachteiligerweise nur durch eine Anpassung der kleinsten Zonenbreiten der Kondensorzonenplatte
an die der Mikrozonenplatte erreicht werden.
[0015] Es ist die Aufgabe der Erfindung, für eine quasimonochromatische Objektbeleuchtung
in einem Röntgenmikroskop und eine inkohärente Bildaufzeichnung eine Kondensor-Monochromator-Anordnung
anzugeben,
- die eine ringförmige Beleuchtungspupille besitzt,
- mit der eine hohe numerische Apertur erzeugt werden kann, die den hohen Aperturen
eines modernen Röntgenobjektivs mit Mikrozonenplatten zur Erzeugung einer hohen Auflösung
entsprechend angepaßt ist und
- mit der auch ein einfallendes enges Strahlenbündel mit nur wenigen Millimetern Durchmesser
vollständig genutzt werden kann.
[0016] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0017] Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß eine inkohärente Bildaufzeichnung
erhalten wird, wenn ein abzubildendes Objekt während der Belichtungszeit eines Bildes
sukzessive aus unterschiedlichen Richtungen beleuchtet wird. Es wird eine Kondensor-Monochromator-Anordnung
genutzt, die aus einer off-axis Zonenplatte, einem Planspiegel, einer Monochromatorlochblende
auf der optischen Achse und einem mechanischen Halter für die off-axis Zonenplatte
und den Planspiegel besteht. Der Halter ist um die optische Achse des Mikroskopes
drehbar. Durch diese Drehung wird eine Beleuchtung aus verschiedenen Richtungen erzeugt.
[0018] Die Kondensor-Monochromator-Anordnung benötigt auch bei nur geringem Strahlenquerschnitt
der einfallenden Röntgenstrahlen nur ein einziges beugendes optisches Element und
dieses enthält gröbere und damit eine insgesamt geringere Anzahl beugender Strukturen
als in bisher genutzten optischen Elementen. Die insbesondere gegenüber den feinen
Strukturen der Mikrozonenplatte des Objektivs sehr groben Strukturen des beugenden
Elements der Kondensor-Monochromator-Anordnung lassen sich mit Hilfe der Elektronenstrahllithographie
in deutlich kürzeren Zeiten herstellen. Außerdem kann die Beleuchtungsapertur der
Kondensor- Monochromator-Anordnung variabel eingestellt werden, ohne daß ein weiteres
beugendes optisches Element benötigt wird. Der nutzbare Bereich des Bildfeldes ist
vergrößert, da die Beleuchtung nur aus einen sehr "dünnwandigen Hohlkegelmantel" besteht.
[0019] Im folgenden werden schematisch dargestellte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnung näher erläutert.
[0020] Fig.1 zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einer off-axis Transmissionszonenplatte
und einem nachgeordneten Planspiegel.
[0021] Fig.2 zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einer off-axis Transmissionszonenplatte,
einem vorgeschaltetem und einem nachgeordnetem Planspiegel.
[0022] Fig.3 zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einer off-axis Transmissionszonenplatte
und zwei vorgeschalteten Planspiegeln.
[0023] Fig.4 zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einer off-axis Transmissionszonenplatte
und einem vorgeschalteten Planspiegel.
[0024] Fig.5 zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einer Kondensorzonenplatte
und zwei vorgeschalteten Planspiegeln.
[0025] Fig.6 zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einer off-axis Reflexionszonenplatte
und einem nachgeordneten Planspiegel.
[0026] Fig.7a zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einem Reflexionsplangitter
und einem nachgeordneten fokussierenden Spiegel.
[0027] Fig.7b zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einem Transmissionsplangitter
und einem nachgeordneten fokussierenden Spiegel.
[0028] Fig.8 zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einer off-axis Reflexionszonenplatte
und einem vorgeschalteten Planspiegel.
[0029] Fig.9 zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einer off-axis Reflexionszonenplatte,
einem vorgeschalteten und einem nachgeordneten Planspiegel.
[0030] Fig.10 zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einer off-axis Reflexionszonenplatte
und zwei vorgeschalteten Planspiegeln.
[0031] Fig. 11. zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einer off-axis Transmissionszonenplatte
und zwei nachgeschalteten Planspiegeln.
[0032] Fig.12. zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einer off-axis Transmissionszonenplatte
und drei nachgeschalteten Planspiegeln.
[0033] Fig.13 zeigt einen Kondensor-Monochromator, der eine off-axis Transmissionszonenplatte
aus zwei Segmenten unterschiedlicher Brennpunkte und zwei Paare Planspiegel enthält.
[0034] Fig.14. zeigt einen Kondensor-Monochromator, der eine off-axis Transmissionszonenplatte
aus zwei Segmenten unterschiedlicher Brennpunkte und zwei Paare Planspiegel enthält.
[0035] Fig.15 zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einem Fokussator mit Ringfokus
und einem nachgeschalteten Hohlkegelspiegel.
[0036] Fig.16 zeigt einen Kondensor-Monochromator bestehend aus einem Fokussator mit Ringfokus
und zwei nachgeschalteten Hohlkegelspiegeln.
[0037] In Fig.1 ist eine Kondensor-Monochromator-Anordnungen dargestellt, die zwei optische
Elemente enthält. Die einfallende Röntgenstrahlung 1 trifft auf ein beugendes und
zugleich abbildendes optisches Element 7 und wird von diesem fokussiert und in Richtung
eines Planspiegels 2 gebeugt.
[0038] Der Planspiegel 2 steht einige cm vor dem Fokalpunkt der Röntgenstrahlung und spiegelt
diese in die Monochromatorlochblende 11 auf das Objekt 4, das sich auf der optischen
Achse 6 des Röntgenmikroskops 5 befindet. Der Planspiegel 2 steht unter streifendem
Einfall mit wenigen Grad Einfallswinkel, so daß Totalreflexion auftritt (Materie hat
für weiche Röntgenstrahlung einen Brechungsindex, der kleiner als eins ist) und eine
hohe Reflektivität erzielt wird. An die Oberflächenqualität des Planspiegels 2 muß
hinsichtlich des Winkeltangentenfehlers keine besonders hohe Anforderung gestellt
werden (ein Winkeltangentenfehler von besser als 10 Bogensekunden ist ausreichend),
da der Planspiegel 2 sich nur wenige cm vor dem zu beleuchtenden Objekt 4 befindet.
Dadurch kann der Winkeltangentenfehler das ausgeleuchtete Bildfeld durch Zerstreuung
nur unbedeutend aufweiten. Da der Planspiegel 2 relativ nahe am Fokalpunkt der Röntgenstrahlung
liegt und der Strahlquerschnitt hier bereits klein ist, braucht der Planspiegel 2
günstigerweise nur wenige cm lang zu sein.
[0039] Zusammen als Einheit bilden die beiden beschriebenen optischen Elemente 2,7 mit der
Monochromatorlochblende 11 eine Kondensor-Monochromator-Anordnung. Die optischen Elemente
2,7 sind drehbar um die optische Achse 6 des Röntgenmikroskops 5 gelagert. Hierzu
können sie in einer hier nicht dargestellten mechanischen Halterung befestigt sein.
Die Halterung besitzt eine mit der optischen Achse 6 zusammenfallende Drehachse, um
die sie sich zusammen mit den optischen Elementen 2,7 drehen kann. Die optische Achse
6 des Röntgenmikroskops 5 ist in Ausbreitungsrichtung der einfallenden Röntgenstrahlung
1 ausgerichtet. Der gesamte Aufbau befindet sich wegen der hohen Absorption der benutzten
weichen Röntgenstrahlung in einer Vakuumkammer.
[0040] Das beugende und abbildende optische Element 7 kann eine off-axis Zonenplatte sein.
Unter einer off-axis Zonenplatte wird hier eine Zonenplatte verstanden, die nur aus
einem kleinen, unsymmetrisch und fern zur Zonenplattenmitte liegenden, zusammenhängenden
Zonenbereich besteht. Deswegen sind die Strukturen innerhalb dieses Zonenbereichs
im allgemeinen nicht rotationssymmetrisch. Der Zonenbereich ist dabei so groß, daß
er einen Röntgenstrahl von einigen mm
2 Querschnittsfläche auffangen kann.. Sie kann in Transmission als off-axis Transmissionszonenplatte
7 gemäß Fig.1, oder in Reflexion als off-axis Reflexionszonenplatte 3 gemäß Fig.6
eingesetzt werden. Da eine off-axis Zonenplatte die Röntgenstrahlung seitlich auslenkt,
ist der Planspiegel 2 zwingend notwendig, um die Röntgenstrahlung auf die optischen
Achse 6 zurückzuspiegeln.
[0041] Wird nun während der Belichtung eines mikroskopischen Bildes, die typischerweise
wenige Sekunden beträgt, die mechanische Halterung mit den optischen Elementen 7,2
(Fig.1) genau eine Umdrehung um die optische Achse 6 gedreht, so beschreibt der schräg
auf das Objekt 4 einfallende Beleuchtungskegel 8 einen Hohlkegel, der die wirksame
Apertur der Beleuchtung bestimmt. Der Öffnungswinkel 10 dieses Hohlkegels kann über
den Reflexionswinkel 9 des Planspiegels 2 eingestellt werden. Dazu muß auch der Abstand
des Planspiegels 2 von der optischen Achse 6 und die Lage der off-axis Transmissionszonenplatte
7 (bzw. der off-axis Reflexionszonenplatte 3 in Fig.6) entlang der optischen Achse
6 neu justiert werden, damit der Fokus genau wieder auf der optischen Achse 6 im Objekt
4 liegt. Die Lage der Drehachse der Halterung muß bis auf wenige um stabil bleiben,
was mit Spindelkugellagern oder spielfreien Kugelführungen erreicht werden kann.
[0042] Da die Aperturanpassung mit dem Planspiegel 2 vorgenommen wird, sind hinsichtlich
der Stärke der Strahlablenkung durch Beugung an der off-axis Zonenplatte 7,3 keine
besonderen Anforderungen zu stellen. Die off-axis Zonenplatte 7,3 muß nur ein Bild
der Röntgenstrahlungsquelle in geeigneter Größe in der Objektebene erzeugen und die
Röntgenstrahlung spektral zerlegen. Da Undulatoren sehr kleine Quellgrößen besitzen
- sie sind deutlich kleiner als die Quellgrößen in den bislang benutzten Ablenkmagneten-
, kann ein geringer Verkleinerungsmaßstab und damit eine off-axis Zonenplatte 7,3
mit typisch mindestens zwei mal größerer Brennweite als die der in der Einleitung
genannten Kondensorzonenplatten benutzt werden, um das Objekt in sogenannter "kritischer
Beleuchtung" zu beleuchten. Dies hat zur Folge, daß nicht nur eine unter streifendem
Einfall benutzte off-axis
Reflexionszonenplatte 3 (Fig.6, ebenso auch Fig.8 -10), die von vorn herein gröbere Zonen besitzt,
verwendet werden kann, sondern daß bereits eine off-axis
Transmissionszonenplatte 7 (Fig.1, ebenso auch Fig.2-4,11-14) genügt, die gröbere und damit weniger
Zonen besitzt als die oben diskutierte Kondensorzonenplatte, die dem Stand der Technik
entsprechend in einer Kondensor-Monochromator-Anordnung das einzige optische Element
überhaupt ist und stets in Transmission zur quasimonochromatischen Beleuchtung genutzt
wird. Zudem ist die zu strukturierende Fläche für Anwendungen an Undulatoren wegen
des besser gebündelten Strahls typischerweise 10 mal geringer als bei der in der Einleitung
beschriebenen Kondensorzonenplatte für die Strahlung aus Ablenkmagneten. Dazu kommt,
daß die Zonenbreiten einer off-axis Zonenplatte 7,3 nahezu konstant sind, so daß sie
vorteilhafterweise über ihre
gesamte Fläche eine nahezu einheitlich hohe Dispersion besitzen.
[0043] Wie bereits erwähnt, sind prinzipiell Anordnungen mit off-axis Transmissions- und
Reflexionszonenplatten nutzbar. Eine off-axis Transmissionszonenplatte 7 für eine
Röntgenstrahlung mit 2.4 nm Wellenlänge besitzt z.B. 50 nm breite und 300 nm hohe
Germaniumzonen - was zur Zeit technologisch herstellbar ist. Eine in ihren optischen
Eigenschaften äquivalente off-axis Reflexionszonenplatte 3, die bei Einfallswinkeln
von wenigen Grad benutzt wird, besitzt dagegen etwa 10 bis 50 mal größere Zonenbreiten
bei gleichzeitig deutlich geringerer Zonenhöhe. Daher ist die off-axis Reflexionszonenplatte
3 technologisch viel einfacher zu realisieren als die äquivalente off-axis Transmissionszonenplatte
7.
[0044] Im Unterschied zu einer off-axis Transmissionszonenplatte 7, die freitragend mit
feinen Stützstrukturen oder auf einer sehr dünnen Stützfolie hergestellt ist, kann
sich eine off-axis Reflexionszonenplatte 3 auf einem stabilen festen Substrat befinden.
Wegen des extrem schrägen Einfalls der Röntgenstrahlung ist dieses Substrat thermisch
belastbar und kühlbar.
[0045] Auch mit mehreren Planspiegeln 2 kann sowohl die off-axis Transmissionszonenplatte
7 als auch die off-axis Reflexionszonenplatte 3 in unterschiedlicher Weise angeordnet
werden, was beispielhaft in den Fig. 2, 3 und 9-14 dargestellt ist.
[0046] So wird gemäß Fig.2 und auch gemäß Fig.9 die einfallende Röntgenstrahlung 1 zuerst
mit einem Planspiegel 2 aus ihrer ursprünglichen Richtung zu einer off-axis Zonenplatte
7,3 hin abgelenkt. Hinter der off-axis Zonenplatte 7,3 wird mit einem zweiten Planspiegel
2 die gebeugte und konvergierende Strahlung in Richtung zur optischen Achse 6 gespiegelt,
wobei durch diesen zweiten Planspiegel 2 die Apertur der Beleuchtung eingestellt werden
kann. Gemäß Fig.2 wird eine off-axis Transmissionszonenplatte 7 und gemäß Fig.9 eine
off-axis Reflexionszonenplatte 3 eingesetzt. Die Anordnung beider Planspiegel 2 und
der off-axis Zonenplatte 7,3 wird während der Belichtungszeit für ein Röntgenbild
eine Umdrehung um die optische Achse 6 gedreht. Der schräg auf das Objekt einfallende
Beleuchtungskegel 8 beschreibt einen Hohlkegel, der die wirksame Apertur der Beleuchtung
bestimmt. Die gewünschte Aperturanpassung geschieht mit dem zweiten im Strahlengang
hinter der off-axis Zonenplatte 7,3 angeordneten Planspiegel 2, indem der Reflexionswinkel
9 geeignet eingestellt wird.
[0047] Gemäß Fig.3 und auch gemäß Fig.10 wird die einfallende Röntgenstrahlung 1 zuerst
mit einem Planspiegel 2 aus ihrer ursprünglichen Richtung gelenkt und trifft auf einen
zweiten Planspiegel 2. Von dort gelangt sie gemäß Fig.3 auf eine off-axis Transmissionszonenplatte
7 bzw. gemäß Fig.10 auf eine off-axis Reflexionszonenplatte 3. Die off-axis Zonenplatte
7,3 fokussiert das Röntgenlicht in das Objekt 4. Die beschriebene Anordnung der beiden
Planspiegel 2 und der off-axis Zonenplatte 7,3 wird mit Hilfe einer nicht dargestellten
mechanischen Halterung während der Belichtungszeit des Röntgenmikroskopes 5 eine Umdrehung
um die optische Achse 6 gedreht. Der schräg auf das Objekt 4 einfallende Beleuchtungskegel
8 beschreibt einen Hohlkegel, der die wirksame Apertur der Beleuchtung bestimmt. Die
gewünschte Aperturanpassung geschieht mit dem zweiten im Strahlengang kurz vor der
off-axis Zonenplatte 7,3 angeordneten Planspiegel 2, indem der Reflexionswinkel 9
geeignet eingestellt wird.
[0048] Fig.4 zeigt eine Kondensor-Monochromator-Anordnung mit einer off-axis Transmissionszonenplatte
7 und einem vorgeschalteten Planspiegel 2. Die off-axis Transmissionszonenplatte 7
fokussiert das Röntgenlicht schräg zurück zum Objekt 4 auf die optische Achse 6. Die
off-axis Transmissionszonenplatte 7 und der vorgeschaltete Planspiegel 2 werden während
der Belichtungszeit des Röntgenmikroskopes 5 eine Umdrehung um die optische Achse
6 gedreht. Der schräg auf das Objekt einfallende Beleuchtungskegel 8 beschreibt einen
Hohlkegel, der die wirksame Apertur der Beleuchtung bestimmt. Allerdings ist mit dieser
Anordnung keine flexible Aperturanpassung mehr möglich.
[0049] In Fig.5 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, in dem als beugendes Element eine
in der Einleitung beschriebene ringförmige Kondensorzonenplatte 14 genutzt wird. Im
Strahlengang davor befinden sich zur Strahlablenkung zwei Planspiegel 2, die während
der Belichtungszeit eines röntgenmikroskopischen Bildes mittels einer drehbaren mechanischen
Halterung einmal um die optische Achse 6 gedreht werden, so daß das abgelenkte Strahlenbündel
die gesamte ringförmige Kondensorzonenplatte 14 einmal überstreicht. Die Kondensorzonenplatte
14 braucht daher nicht gedreht zu werden. Der schräg auf das Objekt 4 einfallende
Beleuchtungskegel 8 beschreibt einen Hohlkegel, der die wirksame Apertur der Beleuchtung
bestimmt.
[0050] In Fig.6 ist eine Kondensor-Monochromator-Anordnung dargestellt, bei der die einfallende
Röntgenstrahlung 1 auf eine off-axis Reflexionszonenplatte 3 trifft, die die Röntgenstrahlung
1 in Reflexion beugt und zugleich fokussiert. Der Planspiegel 2 lenkt die gebeugte
Röntgenstrahlung auf das Objekt 4. Dabei drehen sich die off-axis Reflexionszonenplatte
3 und der Planspiegel um die optische Achse 6. Unter der Beschreibung der Fig.1 ist
die Funktionsweise bereits detailliert dargelegt.
[0051] In Fig.7a ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, in der als beugendes Element ein
Reflexionsplangitter 15a mit variabler Liniendichte genutzt wird. Die Liniendichte
des Reflexionsplangitters 15a variiert derart, daß die Röntgenstrahlung nach Beugung
am Reflexionsplangitter 15a dieselbe Strahldivergenz besitzt wie vor dem Reflexionsplangitter
15a. Diese Technik ist allgemein bekannt und wird bereits genutzt. Erfindungsgemäß
befindet sich zusätzlich aber im weiteren Strahlengang ein fokussierender Spiegel
16 und wird zusammen mit dem Reflexionsplangitter 15 um die optische Achse 6 gedreht.
Der fokussierende Spiegel 16 fokussiert die Röntgenstrahlung auf das Objekt 4, wobei
durch die Rotation ein die Apertur der Beleuchtung bestimmender Hohlkegel gebildet
wird.
[0052] Es ist natürlich auch möglich, anstelle des Reflexionsplangitters 15a - bei Verwendung
geeignet kurzwelliger Röntgenstrahlung - einen Kristall unter Braggreflexion einzusetzen.
[0053] Die Fig.7b unterscheidet sich von Fig.7a nur dadurch, daß als beugendes optisches
Element ein Transmissionsplangitter 15b anstelle des Reflexionsplangitters 15a eingesetzt
ist. Das Transmissionsplangitter 15b beugt die einfallende Röntgenstrahlung 1 in Transmission
und behält deren Parallelität auch nach der Beugung bei. Erst der fokussierende Spiegel
16, der zusammen mit dem Transmissionsplangitter um die optische Achse 6 rotiert,
fokussiert die Röntgenstrahlung auf das Objekt 4.
[0054] Fig.8 zeigt eine Kondensor-Monochromator-Anordnung mit einer off-axis Reflexionszonenplatte
3 und einem vorgeschalteten Planspiegel 2. Die off-axis Reflexionszonenplatte 3 fokussiert
das Röntgenlicht schräg zurück zum Objekt 4 auf die optische Achse 6. Die off-axis
Reflexionszonenplatte 3 und der vorgeschaltete Planspiegel 2 werden während der Belichtungszeit
des Röntgenmikroskopes 5 eine Umdrehung um die optische Achse 6 gedreht. Der schräg
auf das Objekt einfallende Beleuchtungskegel 8 beschreibt einen Hohlkegel, der die
wirksame Apertur der Beleuchtung bestimmt. Allerdings ist mit dieser Anordnung keine
flexible Aperturanpassung mehr möglich.
[0055] Bei Verwendung geeignet kurzwelliger Röntgenstrahlung ist es natürlich auch möglich,
anstelle des Planspiegels 2 in Fig.8 einen Kristall unter Braggreflexion einzusetzen.
[0056] Ebenso kann bei Verwendung geeignet kurzwelliger Röntgenstrahlung anstelle der off-axis
Reflexionszonenplatte 3 in Fig.8 ein gekrümmter Kristall in der sogenannten "Rowlandanordnung"
und unter Ausnutzung der Braggreflexion eingesetzt werden.
[0057] Die Kondensor-Monochromator-Anordnungen gemäß Fig.9 und Fig.10 mit jeweils zwei Planspiegeln
2 und einer off-axis Reflexionszonenplatte 3, die um die optische Achse 6 rotieren,
sind der Analogie wegen bereits im Text zu Fig.2 und. Fig.3 beschrieben.
[0058] Es soll noch erwähnt werden, daß sich diese bislang gefundenen Lösungen mit Transmissions-
und Reflexionszonenplatten 7,3 auch für Strahlung längerer Wellenlängen, etwa für
UV- Strahlung und sichtbare Strahlung eignen. Insbesondere kann mit diesen rotierenden
Optiken eine Objektbeleuchtung für inkohärente Bildaufzeichnung auch mit kohärenten
Lichtquellen, z.B. bei Beleuchtung mit Lasern, erzeugt werden. Entsprechende Systeme
werden als Systeme mit "dynamischer kohärenter Apertur" bezeichnet. Sie verkörpern
dazu den Spezialfall stark schräger und rotierender Beleuchtung. Für diese ist im
sichtbaren Spektralbereich bekannt, daß die Übertragungsfunktion bei hohen Raumfrequenzen
deutlich angehoben wird gegenüber nahezu inkohärenter Beleuchtung mit einem Kondensor
kreisförmiger Pupille, so daß eine verbesserte Kontrastübertagung erreicht wird. Bei
Verwendung monochromatischer Laserstrahlung reicht es natürlich, die Stahlablenkung
nur durch Spiegel vorzunehmen, d.h. in Fig.6 und in Fig.8-10 kann auf die monochromatisierenden
Eigenschaften der off-axis Reflexionszonenplatte 3 verzichtet werden und diese durch
einen fokussierenden Spiegel ersetzt werden. Aus demselben Grund kann dann in Fig.1-4
die off-axis Transmissionszonenplatte 7 durch eine Linse ersetzt werden, die in einem
Teilstück weit ab von der Linsenmitte benutzt wird.
[0059] In Fig.11 ist der z.B. in Fig.1 gezeigte Planspiegel 2 durch zwei aufeinanderfolgende
einzelne Planspiegel 2 ersetzt. Dabei lenken beide Planspiegel 2 die Röntgenstrahlung
in dieselbe Richtung ab. Es ist aber auch möglich, daß die beiden Planspiegel 2 die
Röntgenstrahlung entgegengesetzt gerichtet ablenken. Eine Anordnung mit zwei aufeinanderfolgenden
um die optische Achse 6 rotierenden Planspiegeln 2 (wie sie auch in Fig.3 und Fig.10
dargestellt sind) bewirkt in jedem Fall, daß das Bild der Röntgenstrahlungsquelle
trotz rotierender off-axis Transmissionszonenplatte 7 und der rotierenden Planspiegel
2 nicht gedreht wird. Dies hat die weiter unten noch diskutierten Vorteile bei Anwendungen
mit elliptischen Strahlungsquellen und es kann die Genauigkeitsanforderungen an das
Spiel der Drehachse der Spiegel- und Zonenplattenhalterung reduzieren.
[0060] In Fig.12. ist ein Kondensor-Monochromator bestehend aus einer off-axis Transmissionszonenplatte
7 und drei nachgeschalteten Planspiegeln 17,18,19 gezeigt. In dieser Anordnung brauchen
sich nur die beiden nachgeschalteten Planspiegel 17,18 um die optische Achse 6 des
Röntgenmikroskops 5 zu drehen. Die off-axis Transmissionszonenplatte 7 und der Planspiegel
19 können dabei raumfest bleiben. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß das von der
off-axis Transmissionszonenplatte 7 erzeugte Bild der Röntgenstrahlungsquelle wegen
der zweifachen Spiegelung an den sich drehenden Spiegeln 17,18 nicht gedreht ist.
Wenn als Röntgenstrahlungsquelle ein Elektronenstrahl-Undulator benutzt wird, so hat
dieser im allgemeinen ein stark elliptisches Quellgebiet, von dem die off-axis Transmissionszonenplatte
7 ein Bild erzeugt. Die Dispersionsrichtung der off-axis Transmissionszonenplatte
7 kann nun so gelegt werden, daß diese in Richtung der kleinen Ellipsenachse fällt.
Dabei verlaufen die nur leicht gekrümmten Zonen der off-axis Transmissionszonenplatte
7 im wesentlichen "parallel" zur großen Ellipsenachse des Bildes. Da sich das Bild
der Röntgenstrahlungsquelle infolge zweifacher Spiegelung an der beiden rotierenden,
nachgeschalteten Spiegeln 17,18 nicht dreht, kann daher auf diese Weise ein relativ
homogen ausgeleuchtetes "Band" von der Breite des großen Durchmessers der Bildellipse
erzeugt werden, dessen Intensität in Dispersionsrichtung nur langsam variiert.
[0061] Gleichzeitig ist diese Anordnung relativ unempfindlich gegen Verkippungen und Translationen
der Drehachse der Spiegelanordnung, da zwei sich drehende Planspiegel 2 verwendet
werden.
[0062] In Fig.13 ist eine Kondensor-Monochromator-Anordnung mit einer off-axis Transmissionszonenplatte
7, die in zwei off-axis Transmissionszonenplattensegmenten 20a, 20b unterteilt ist,
und mit zwei Paaren nachgeschalteter und jeweils entgegengesetzt ablenkender Planspiegel
2 gezeigt. Hier wird die Röntgenstrahlung von zwei off-axis Transmissionszonenplattensegmenten
20a, 20b derselben Brennweite eingefangen. Die off-axis Transmissionszonenplattensegmente
20a, 20b sind in ihrer Struktur identisch, aber um 180° gegeneinander gedreht, so
daß die beiden zugehörigen Foci sich gegenüber liegen, symmetrisch zur optischen Achse
6. Mit je einem Planspiegelpaar werden die Strahlen zurückgespiegelt auf die optische
Achse 6, so daß sich die beiden Brennpunkte im Objekt 4 überlagern. Diese Art der
Beleuchtung ist streng spiegelsymmetrisch und führt zu anderen Abbildungseigenschaften
als die "Einseitenbandabbildung" bei einseitiger und extremer Hellfeld-Schrägbeleuchtung.
Insbesondere kann mit dieser Art der Beleuchtung bei weiterer Vergrößerung der Beleuchtungswinkels
in der Objektebene Dunkelfeldmikroskopie betrieben werden. Es sind dann stets komplementär
gebeugte Strahlen in der Bildebene vorhanden, die miteinander interferieren können.
Dies ist eine notwendige Voraussetzung, wenn die Grenzauflösung im Dunkelfeld erreicht
werden soll.
[0063] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.13 drehen sich mit der off-axis Transmissionszonenplatte
7 und den 2 Paaren Planspiegel 2 mehrere strahlablenkende optische Elemente um die
optische Achse 6. Dies ist auch der Fall für das in Fig.14 gezeigte Ausführungsbeispiel.
[0064] In Fig.14. ist eine Kondensor-Monochromator-Anordnung mit einer off-axis Transmissionszonenplatte
7 und mit zwei Paaren jeweils gleichgerichtet ablenkender Planspiegeln 2 dargestellt.
Die off-axis Transmissionszonenplatte 7 ist wie die gemäß Fig.13 aus zwei Segmenten
20a, 20b zusammengesetzt, die die gleiche Brennweite besitzen aber mit - bezogen auf
die optische Achse 6 - gegenüberliegenden Brennpunkten. Aufgrund der strahlungsumlenkenden
Planspiegel 2 überlagern sich aber die sonst getrennten Brennpunkte in einem Brennpunkt
im Objekt 4. Die prinzipielle Funktionsweise ist dieselbe wie unter Fig.13 bereits
beschrieben.
[0065] Schließlich ist es gemäß Fig.15 auch möglich, die Aufgabenstellung erfüllende äquivalente
Systeme zur quasimonochromatischen Objektbeleuchtung mit inkohärenter Bildaufzeichnung
anzugeben, die während der Belichtungszeit eines Bildes keine Rotation des ganzen
Systems um die optische Achse 6 erfordern. In diesem Fall wird - wie allgemein in
der optischen Mikroskopie üblich - ein Kondensor-Monochromator benutzt, der eine Beleuchtungswelle
hoher numerischer Apertur erzeugt. Dazu kann ein besonderes beugendes Element mit
einem nachgeschalteten Spiegel benutzt werden. Das beugende Element ist ein sogenannter
Fokussator 13 mit Ringfokus, der statt eines Brennpunktes einen scharf fokussierten
Ring konzentrisch zur optischen Achse 6 erzeugt. Solche Fokussatoren 13 lassen sich
genauso wie off-axis Zonenplatten 7,3 mit Hilfe der Elektronenstrahllithographie erzeugen.
Sie besitzen ganz ähnliche Parameter und Gesetzmäßigkeiten wie die zuvor beschriebenen
off-axis Zonenplatten 7 in Transmission, insbesondere brauchen sie nur vergleichbar
"grobe" beugende Strukturen zu besitzen wie in den oben beschriebenen Fällen. Ein
weiterer Vorteil des Fokussators 13 besteht darin, daß er gut geeignet ist für stark
kollimierte Strahlung. Alle Strahlung aus dem
zentralen Strahl beugt und fokussiert der Fokussator 13 in einen Ring größeren Durchmessers,
der konzentrisch um die optische Achse 6 liegt (Fig.15). Das folgende Spiegelsystem
besteht aus einem oder zwei hintereinandergeschalteten Hohlkegelspiegeln 12. Es wird
in geeignetem Abstand hinter dem Fokussator 13 und vor dem Ringfokus angeordnet. Dadurch
wird anstelle eines Ringfokus ein punktförmiger Fokus auf der optischen Achse 6 erhalten.
Wird um diesen ,,Brennpunkt" eine kleine Lochblende 11 gelegt, so wirkt die Anordnung
aus Fokussator 13, Hohlkegelspiegel 12 und Lochblende 11 als Monochromator. Die Aperturanpassung
geschieht über eine geeignete Wahl des Ablenkwinkels des Hohlkegelspiegelsystems.
[0066] Fig.16 zeigt eine Kondensor-Monochromator-Anordnung mit einem Fokussator 13 mit Ringfokus
und zwei nachgeschalteten Hohlkegelspiegeln 12. Der Vorteil eines Systems mit
zwei Hohlkegelspiegeln 12 liegt darin, daß in einem solchen System die sogenannte "Knickfläche"
der Strahlungsablenkung nahezu senkrecht zur optischen Achse 6 liegt (Die Knickfläche
ist diejenige Fläche, auf der sich die in Strahlrichtung verlängerten und die rückwärtig
verlängerten reflektierten Strahlen schneiden.). Es ist bekannt, daß in diesen optischen
Systemen die Aberrationen, die bei Verkippung des Systems - also z.B. bei fehlerhafter
Justierung - auftreten, geringer sind als in Systemen, deren Knickfläche fast parallel
zur optischen Achse 6 verläuft. Letzteres ist bei Benutzung eines Systems mit nur
einem Hohlkegelspiegel 12 der Fall, für den die reflektierende Oberfläche und die
Knickfläche übereinstimmen muß und der sehr viel genauer justiert werden muß.
[0067] Im folgenden sind die Vorteile der Erfindung nochmals zusammengefaßt. Es können mit
einem einzigen Aufbau die Aperturen aller bislang zur Verfügung stehender Mikrozonenplatten
für Hellfeld-, Phasenkontrastund Dunkelfeldmikroskopie angepaßt werden. Die Apertur
einer Ringpupille wird durch Rotation einer Schrägbeleuchtung um 360° erhalten, wobei
der Winkel der Schrägbeleuchtung zum Beispiel über einen Planspiegel 2 über einen
weiten Bereich eingestellt werden kann. Der Planspiegel 2 ist sehr klein, typischerweise
wenige cm lang und daher preiswert. Für den Betrieb an gut kollimierten Strahlen aus
Undulatoren ist eine Strahlaufweitung nicht nötig. Die Wellenlänge kann in sehr weiten
Bereichen verändert werden. Die Kondensor-Monochromator-Anordnung enthält eine off-axis
Zonen platte 7,3 mit Zonenbreiten, die deutlich größer und somit leichter und schneller
herstellbar sind als die der zur Verfügung stehenden Mikrozonenplatten, die als Röntgenobjektiv
eingesetzt werden. Die Wellenlänge kann in sehr weiten Bereichen verändert werden.
Alternativ kann eine Ringpupille auch durch einen Fokussator 13 erzeugt werden, wobei
dann ein Hohlkegelspiegel 12 zur Fokussierung der Strahlung auf die optische Achse
6 verwendet wird.
Bezugszeichenliste
[0068]
- 1
- einfallende Röntgenstrahlung
- 2
- Planspiegel
- 3
- off-axis Reflexionszonenplatte
- 4
- Objekt
- 5
- Röntgen mikroskop
- 6
- optische Achse des Röntgenmikroskops
- 7
- off-axis Transmissionszonenplatte
- 8
- schräg einfallender Beleuchtungskegel
- 9
- Reflexionswinkel
- 10
- halber Öffnungswinkel der Hohlkegelbeleuchtung
- 11
- Monochromatorlochblende in der Objektebene
- 12
- Hohlkegelspiegel
- 13
- Fokussator mit Ringfokus
- 14
- ringförmige Kondensorzonenplatte
- 15a
- Reflexionsplangitter
- 15b
- Transmissionsplangitter
- 16
- fokussierender Spiegel
- 17
- Planspiegel
- 18
- Planspiegel
- 19
- Planspiegel
- 20a
- off-axis Zonenplattensegment
- 20b
- off-axis Zonenplattensegment
1. Kondensor-Monochromator-Anordnung für Röntgenstrahlung zur quasimonochromatischen,
hohlkegelförmigen Beleuchtung und inkohärenten Bildaufzeichnung eines Objekts (4)
in einem abbildenden Röntgenmikroskop (5) mit beugenden und reflektierenden optischen
Elementen (2,3,7,12,13,14, 15a, 15b, 16, 17, 18, 19, 20a, 20b) und mit einer auf der
optischen Achse (6) des Röntgenmikroskops (5) angeordneten Monochromatorlochblende
(11), in deren Ebene das Objekt (4) auf der optischen Achse (6) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein beugendes optisches Element (3,7,13,14,15a,15b,20a,20b), das die spektrale
Zerlegung der Röntgenstrahlung bewirkt, und mindestens ein reflektierendes optisches
Element (2,12,16,17,18,19) vorgesehen sind, wobei durch das reflektierende Element
(2,12,16,17,18,19) in Kombination mit dem beugenden Element (3,7,13,14,15a, 15b,20a,20b)
der Öffnungswinkel (10) des erzeugten Beleuchtungskegels (8) und die Lage des Brennpunktes
des Beleuchtungskegels (8) auf der optischen Achse (6) am Ort des Objekts (4) bestimmt
sind.
2. Kondensor-Monochromator-Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das beugende Element (3,7,15a,15b,20a,20b) und ein oder mehrere reflektierende
Elemente (2,18,19) drehbar um die optische Achse (6) des Röntgenmikroskops (5) gelagert
sind.
3. Kondensor-Monochromator-Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das beugende Element (3,7,15a,15b,20a,20b) als off-axis Zonenplatten (3,7) in
Reflexion oder Transmission, oder als Plangitter (15a,15b) in Reflexion oder Transmission,
oder als Kristall in Braggreflexion ausgebildet ist.
4. Kondensor-Monochromator-Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei reflektierende Elemente (2,17,18) drehbar um die optische Achse (6) des
Röntgenmikroskops (5) gelagert sind.
5. Kondensor-Monochromator-Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine off-axis Zonenplatte (3,7) im Strahlengang raumfest angeordnet ist.
6. Kondensor-Monochromator-Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine ringförmige Kondensorzonenplatte (14) im Strahlengang raumfest angeordnet
ist.
7. Kondensor-Monochromator-Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die reflektierenden Elemente Planspiegel (2,17,18,19) oder fokussierende Spiegel
(16) sind.
8. Kondensor-Monochromator-Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der fokussierende Spiegel (16) ein gekrümmter Kristall ist, der in Rowlandanordnung
benutzt wird.
9. Kondensor-Monochromator-Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beugenden und reflektierenden optischen Elemente (2,3,7,12,13,14,15a,15b,16,17,
18,19,20a,20b) zur variablen Einstellung des Öffnungswinkels (10) verschiebbar und
kippbar sind.
10. Kondensor-Monochromator-Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das beugende optische Element ein Fokussator (13) mit einem Ringfokus ist, dem
mindestens ein Hohlkegelspiegel (12) als reflektierendes optisches Element im Strahlengang
nachgeordnet ist.
1. Condenser monochromator arrangement for x-rays for the quasi-monochromatic, hollow-conically
shaped illumination and incoherent image recording of an object (4) in an imaging
x-ray microscope (5) with refracting and reflecting optical elements (2, 3, 7, 12,
13, 15a, 15b, 16, 17, 18, 19, 20a, 20b) and with a monochromator aperture (11), which
is arranged in the optical axis (6) of the x-ray microscope (5) and in the plane of
which the object (4) is arranged on the optical axis (6), characterised in that a
refracting optical element (3, 7, 13, 14, 15a, 15b, 20a, 20b), which causes the spectral
dissection of the x-rays, and at least one reflecting optical element (2, 12, 16,
17, 28, 19) are provided, wherein the aperture angle (10) of the produced illumination
cone (8) and the position of the focal point of the illumination cone (8) on the optical
axis (6) at the location of the object (4) are determined by the reflecting element
(2, 12, 14, 17, 18, 19) in combination with the refracting element (3, 7, 13, 14,
15a, 15b, 20a, 20b).
2. Condenser monochromator arrangement according to claim 1, characterised in that the
refracting element (3, 7, 15a, 15b, 20a, 20b) and one or more reflecting elements
(2, 18, 19) are borne to be rotatable about the optical axis (6) of the x-ray microscope
(5).
3. Condenser monochromator arrangement according to claim 2, characterised in that the
refracting element (3, 7, 15a, 15b, 20a, 20b) is constructed as off-axis zone plates
(3, 7) in reflection or transmission or as plane grating (15a, 15b) crystal in Bragg
reflection.
4. Condenser monochromator arrangement according to claim 1, characterised in that two
reflecting elements (2, 17, 18) are borne to be rotatable about the optical axis (6)
of the x-ray microscope (5).
5. Condenser monochromator arrangement according to claim 4, characterised in that an
off-axis zone plate (3, 7) is spatially arranged in the ray path.
6. Condenser monochromator arrangement according to claim 4, characterised in that an
annular condenser zone plate (14) is spatially arranged in the ray path.
7. Condenser monochromator arrangement according to one of the preceding claims, characterised
in that the reflecting elements are planar mirrors (2, 17, 18, 19) or focussing mirrors
(16).
8. Condenser monochromator arrangement according to claim 7, characterised in that the
focussing mirror (16) is a curved crystal used in Rowland arrangement.
9. Condenser monochromator arrangement according to one of the preceding claims, characterised
in that the refracting and reflecting optical elements (2, 3, 7, 12, 13, 15a, 15b,
16, 17, 18, 19, 20a, 20b) are displaceable and tiltable for the variable setting of
the aperture angle (10).
10. Condenser monochromator arrangement according to claim 1, characterised in that the
refracting optical element is a focussing device (13) with an annular focus, behind
which at least one hollow cone mirror (12) is arranged in the ray path as reflecting
optical element.
1. Système de condenseur-monochromateur pour rayonnement X pour l'éclairement quasi monochromatique
en forme de cône creux et l'enregistrement d'images incohérentes d'un objet (4) dans
un microscope à rayons de représentation (5) avec éléments optiques de diffraction
et de réflexion (2,3,7,12,13,14,15a, 15b,16, 17,18,19,20a,20b) et avec un sténopé
monochromateur (11) agencé sur l'axe optique (6) du microscope à rayonnement X dans
le plan duquel l'objet (4) est agencé sur l'axe optique (6), caractérisé en ce qu'un
élément optique de diffraction (3,7,13,14,15a,15b,20a,20b) qui effectue la dispersion
spectrale du rayonnement X et au moins un élément optique réflecteur (2,12,16,17,18,19)
sont prévus et par l'élément réflecteur (2,12,16,17,18,19) en combinaison avec l'élément
de diffraction (3,7,l3,14,15a,15b,20a,20b), l'angle d'ouverture (10) du cône d'éclairement
produit (8) et la position du point focal du cône d'éclairement (8) sur l'axe optique
(6) sont déterminés au lieu de l'objet.
2. Système de condenseur-monochromateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que
l'élément de diffraction (3,7,15a,15b,20a,20b) et un ou plusieurs éléments de réflexion
(2,18,19) sont placés rotatifs autour de l'axe optique (6) du microscope à rayonnement
X (5).
3. Système de condenseur-monochromateur selon la revendication 2, caractérisé en ce que
l'élément de diffraction (3,7,15a,15b,20a,20b) est configuré en tant que lentilles
zonées hors axe (3,7) en réflexion ou transmission ou bien en tant que réseau plan
(15a,15b) en réflexion ou transmission ou en tant que cristal en réflexion de Bragg.
4. Système de condenseur-monochromateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que
deux éléments réflecteurs (2,17,18) sont placés rotatifs autour de l'axe optique (6)
du microscope à rayonnement X (5).
5. Système de condenseur-monochromateur selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une
lentille zonée (3,7) hors axe est agencée, solidaire de l'espace dans la trajectoire
des rayons.
6. Système de condenseur-monochromateur selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une
lentille zonée annulaire de condenseur (14) est agencée solidaire dans l'espace dans
la trajectoire des rayons.
7. Système de condenseur-monochromateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que les éléments réflecteurs sont des miroirs plans (2,17,18,19) ou des miroirs
focalisants (16).
8. Système de condenseur monochromateur selon la revendication 7, caractérisé en ce que
le miroir focalisant (16) est un cristal courbe qui est utilisé dans un agencement
de Rowland.
9. Système de condenseur-monochromateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que les éléments optiques de diffraction et de réflexion (2,3,7,12,13,14,15a,15b,16,17,18,19,20a,20b)
sont déplaçables et basculables pour l'ajustement variable de l'angle d'ouverture
(10).
10. Système de condenseur-monochromateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que
l'élément optique de réfraction est un focaliseur (13) avec un foyer annulaire qui
est suivi d'au moins un miroir en cône creux (12) en tant qu'élément optique réfléchissant
dans la trajectoire des rayons.