[0001] Die Erfindung betrifft einen Arbeitstisch gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Wesentliche Forderungen, die an moderne Arbeitstische gestellt werden, sind neben
einem ansprechenden Design insbesondere Flexibilität, Stabilität und kostengünstige
Herstellung. Ein flexibler Arbeitstisch soll in der Regel aus ergonomischen Gründen
eine Höhenverstellung der Tischplatte ermöglichen. Weiter ist es üblich, den Arbeitstisch
mit zusätzlichen Funktionselementen auszustatten, wie z. B. mit Bildschirmträgern,
Telefonhaltern, Sichtschutzwänden, Ablageboards, Stehpulten usw.
[0003] Aus der DE 296 12 671 U1 ist ein Arbeitstisch bekannt, bei welchem die Tischplatte
von zwei Füßen getragen wird, die jeweils aus einem rohrförmigen Bodenelement und
einem vertikal in dem Bodenelement geführten, teleskopisch ausziehbaren Tischelement
bestehen. Das Tischelement ist durch das Bodenelement durchsetzende Querbolzen in
der Höhe einstellbar und festlegbar. Die Tiefplatte ist fest an dem oberen Ende des
Tischelements angebracht.
[0004] Aus der DE 87 14 332 U1 ist es bekannt, auf der Tischplatte eines Arbeitstisches
ein Trageelement in Form einer Standsäule anzubringen, an welcher zusätzliche Funktionselemente
in einstellbarer Höhe angebracht werden können. Das Trageelement ist vertikal verschiebbar
in einer Tischhülse angeordnet, die in eine Bohrung der Tischplatte eingesetzt und
mit der Tischplatte verspannt ist. Eine radial in die Tischhülse eingesetzte Klemmschraube
dient zur Festlegung des Tragelements in der Tischhülse. Die Tischhülse und ein Teil
des Trageelements ragen ständig nach oben über die Tischplatte hinaus.
[0005] Aus der DE 83 16 662 U1 ist ein Arbeitstisch bekannt, bei welchem die Tischplatte
tragende Füße durch aufgesetzte Rohrstücke in der Höhe verstellbar sind. Die Füße
können durch weitere aufgesetzte Rohrstücke über die Tischplatte hinaus nach oben
verlängert werden, um zusätzliche Funtionselemente oberhalb der Tischplatte anzuordnen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Arbeitstisch so auszubilden, daß
er eine vielseitige flexible Anpassung ermöglicht und dabei kostengünstig herstellbar
ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Arbeitstisch mit den Merkmalen
des Anspruchs 1.
[0008] Vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0009] Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, den Fuß der Arbeitstisches mit einem
unter der Tischplatte angeordneten Tischrohrelement auszubilden, welches entweder
unmittelbar starr mit der Tischplatte oder mit einem die Tischplatte tragenden Gestell
verbunden ist. Die Tischplatte weist einen axial mit dem Tischrohrelement fluchtenden
Durchbruch auf. In dem Tischrohrelement ist teleskopisch ausziehbar ein Trageelement
geführt. Das Trageelement kann bei Bedarf durch den Durchbruch über die Tischplatte
ausgezogen werden, um zusätzliche Funktionselemente oberhalb der Tischplatte an dem
Trageelement anzubringen. Werden solche zusätzlichen Funktionselemente nicht benötigt,
so kann das Trageelement in den Fuß hineingeschoben werden, so daß es sich vollständig
unter der Oberfläche der Tischplatte befindet und die freie Tischfläche des Arbeitstisches
weder funktionsmäßig noch optisch stört.
[0010] Die starre Verbindung des Tischrohrelementes mit der Tischplatte bzw. dem die Tischplatte
tragenden Gestell ergibt eine hohe Stabilität des Arbeitstisches. Die Kippbelastbarkeit
des Tischrohrelements gewährleistet außerdem, daß das Trageelement nicht nur vertikal
geführt wird, sondern insbesondere ebenfalls eine hohe Kippbelastung aufnehmen kann,
z. B. durch radial weit ausladende Tragarme für Bildschirmgeräte, Stehpulte oder dergleichen.
[0011] Da das Tischrohrelement Bestandteil des Fußes ist, kann das Tragelement nahezu über
die gesamte Länge des Fußes in das Tischrohrelement eingeschoben werden. Das Trageelement
kann daher eine große Länge aufweisen und über einen entsprechend großen Längenbereich
über die Tischplatte ausgezogen werden. Es ergibt sich dadurch eine große Vielseitigkeit
in Bezug auf das Anbringen und die Art der zusätzlichen Funktionselemente. Andererseits
kann auch die gesamte Länge des Trageelements in das Tischrohrelement des Fußes eingeschoben
werden, wenn keine zusätzlichen Funktionselemente benötigt werden, ohne daß das in
dem Fuß aufgenommene Trageelement den Freiraum unter der Tischplatte beeinträchtigt
oder störend sichtbar ist.
[0012] In einer einfachen Ausführung bildet das Tischrohrelement den gesamten Fuß und steht
mit seinem unteren Ende auf dem Fußboden auf. In dieser Ausführung ist keine Höhenverstellung
der Tischplatte möglich.
[0013] In einer bevorzugten Ausführung weist der Fuß jedoch ein Bodenelement auf, welches
gegenüber dem mit der Tischplatte verbundenen Tischrohrelement vertikal verstellbar
ist und auf dem Fußboden aufsteht. Durch die gegenseitige Verstellung von Tischrohrelement
und Bodenelement ergibt sich zusätzlich eine Höhenverstellbarkeit der Tischplatte,
ohne daß die Vorteile des Trageelements beeinflußt werden.
[0014] Das Tischrohrelement kann eine große Länge aufweisen, weil es den gesamten Fuß bildet
und/oder weil hierdurch eine besonders kippstabile Führung des Trageelements gewährleistet
ist. In diesen Fällen ist das Tischrohrelement vorzugsweise zweiteilig ausgebildet
und besteht aus einer an der Tischplatte oder dem die Tischplatte tragenden Gestell
angebrachten Tischhülse und einem starr mit der Tischhülse verbindbaren, jedoch von
der Tischhülse abnehmbarem Fußstück. Das Abnehmen des Fußstücks erleichtert den Transport
und die Lagerhaltung des Arbeitstisches.
[0015] Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert, wobei zusätzliche Merkmale und Vorteile der Erfindung deutlich werden.
Es zeigen:
- Figur 1
- schematisch einen Vertikalschnitt einer ersten Ausführung des Fußes,
- Figur 2
- einen Vertikalschnitt einer zweiten Ausführung des Fußes,
- Figur 3
- einen Vertikalschnitt einer dritten Ausführung des Fußes,
- Figur 4
- einen Vertikalschnitt einer vierten Ausführung des Fußes,
- Figur 5
- einen Vertikalschnitt einer fünften Ausführung des Fußes,
- Figur 6
- einen Vertikalschnitt einer sechsten Ausführung des Fußes,
- Figur 7
- einen Vertikalschnitt einer siebten Ausführung des Fußes,
- Figur 8
- den Fuß der Figur 7 in einer weiteren Verstellsituation,
- Figur 9
- den Fuß der Figur 7 in einer weiteren Verstellsituation und
- Figur 10
- einen Vertikalschnitt einer achten Ausführung des Fußes.
[0016] Der Arbeitstisch weist eine Tischplatte 10 auf, die von einem oder mehreren Füßen
getragen wird. Es können beispielsweise vier Füße vorgesehen sein. Ebenso kann der
Arbeitstisch einen einzigen zentralen Fuß, zwei L-Füße bzw. T-Füße oder drei Füße
aufweisen. Für die Erfindung wesentlich ist die Ausbildung der Füße, so daß es ausreichend
ist, die Erfindung anhand eines einzigen Fußes zu erläutern und nur einen einzigen
Fuß in der Zeichnung darzustellen. Weist der Arbeitstisch mehrere Füße auf, so können
diese in entsprechender Weise ausgebildet, sein.
[0017] Soweit bei den nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen einander entsprechende
Teile vorhanden sind, sind diese mit denselben Bezugszahlen versehen und werden vorzugsweise
nur einmal anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert.
[0018] Bei dem in Figur 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel liegt die Tischplatte
10 fest auf einem Rahmen 12 eines Gestells auf. Mit dem Rahmen 12 fest verbunden,
z. B. verschweißt ist eine Tischhülse 14, deren oberes Ende bündig mit der Oberkante
des Rahmens 12 und damit an der Unterseite der Tischplatte 10 endet. Nach unten ragt
die Tischhülse 14 über den Rahmen 12 hinaus. Auf das nach unten über den Rahmen 12
hinausragende Ende der Tischhülse 14 wird ein rohrförmiges Fußstück 16 geschoben und
mittels eines Klemmstückes 18, fest aber lösbar mit der Tischhülse 14 verbunden. Auf
diese Weise bilden die Tischhülse 14 und das Fußstück 16 ein zerlegbares Tischrohrelement,
dessen Länge im wesentlichen der Länge des Fußes entspricht.
[0019] Unten auf das Fußstück 16 ist wiederum teleskopisch ein rohrförmiges Bodenelement
20 aufgeschoben. Das Fußstück 16 kann in eine gewünschte vertikale Höhe gegenüber
dem Bodenelement 20 verstellt werden und wird in der gewünschten Höhe mittels eines
Stellstückes 22 arretiert. Das Stellstück 22 wird an dem Fußstück 16 festgeklemmt,
so daß sich das Fußstück 16 mittels des Stellstückes 22 vertikal auf dem Bodenelement
20 abstützt. Dadurch ist eine Höhenverstellung der Tischplatte 10 möglich.
[0020] Axial fluchtend mit der Tischhülse 14 ist in der Tischplatte 10 ein Durchbruch 24
vorgesehen, der die Tischplatte durchsetzt. Die lichten Innendurchmesser des Durchbruches
24 und der Tischhülse 14 stimmen überein. Ein rohrförmiges Trageelement 26 ist teleskopisch
verschiebbar in der Tischhülse 14 geführt und kann in seiner gewünschten Auszugstellung
mittels einer Klemmschraube 28 festgestellt werden, die radial in der Tischhülse 14
angeordnet ist. Das Trageelement 26 kann durch den Durchbruch 24 der Tischplatte 10
hinaus vertikal nach oben über die Tischplatte 10 ausgezogen werden, wie dies in Figur
1 dargestellt ist. An dem über die Tischplatte 10 hinausragenden Bereich des Trageelements
26 können zusätzliche Funktionselemente 30 angebracht werden, z. B. festgeklemmt werden.
Solche Funktionselemente können z. B. Bildschirmträger, Telefonarme, Bretter für die
sogenannte dritte Ebene, Tischwände, Stehpulte usw. sein.
[0021] Werden solche Funktionselemente 30 nicht benötigt, so wird das Trageelement 26 nach
unten in die Tischhülse 14 geschoben, bis das obere Ende des Trageelements 26 unter
der Tischoberfläche liegt. Der Durchbruch 24 kann dann durch eine Verschlußkappe 56
flächenbündig verschlossen werden, so daß die Oberfläche der Tischplatte 10 optisch
nicht beeinträchtigt ist und auf der gesamten Fläche unbehindert benutzt werden kann.
[0022] Das Trageelement 26 kann in die Tischhülse 14, das Fußstück 16 und das Bodenelement
20 eingeschoben werden, so daß die Länge des Trageelements 26 bis zu der gesamten
Länge des Fußes betragen kann. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, das Trageelement
26 bei Bedarf auf eine sehr große Länge über die Tischplatte 10 hinaus auszuziehen,
was die Nutzungsmöglichkeit für unterschiedlichste Funktionselemente 30 erweitert.
Zudem ergibt sich eine stabile kippbelastbare Führung des Trageelements über eine
große Länge.
[0023] Figur 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des Fußes des Arbeitstisches.
[0024] An dem Rahmen 12 ist das Tischrohrelement 32 angebracht, welches in diesem Ausführungsbeispiel
einstückig und nicht zerlegbar ausgebildet ist. Das Tischrohrelement 32 ist mittels
Verbindungslappen 34 mit dem Rahmen 12 verschraubt. Das Tischrohrelement 32 greift
in diesem Ausführungsbeispiel von unten in den Durchbruch 24 der Tischplatte 10, endet
jedoch unterhalb der oberen Arbeitsfläche der Tischplatte 10. Das Tischrohrelement
32 weist dabei einen Außendurchmesser auf, der dem lichten Innendurchmesser des Durchbruches
24 entspricht, so daß das Tischrohrelement 32 gleichzeitig zur Positionierung und
Fixierung der Tischplatte 10 auf dem Rahmen 12 ausgenutzt werden kann.
[0025] Das Tischrohrelement 32 ist wiederum höhenverstellbar in dem Bodenelement 20 geführt
und mittels des Stellstückes 22 arretierbar.
[0026] In dieser Ausführung weist das einstückige Tischrohrelement 32 eine Länge auf, die
nahezu der gesamten Höhe des Fußes entspricht. Das Trageelement 26 wird über diese
gesamte Länge des Tischrohrelements 32 geführt, so daß sich eine besonders hohe Kippbelastbarkeit
des Trageelements 26 ergibt.
[0027] Figur 3 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel des Fußes.
[0028] In diesem Ausführungsbeispiel ist das einstückige Tischrohrelement 32 mit einem Verbindungsstück
36 vereinigt, welches mit der Unterseite der Tischplatte verschraubt wird. Dadurch
ist eine starre Verbindung des Tischrohrelements 32 unmittelbar mit der Tischplatte
10 gegeben. Das Tischrohrelement 32 endet in dieser Ausführung an der Unterseite der
Tischplatte 10. Im Übrigen entspricht dieses Ausführungsbeispiel dem Ausführungsbeispiel
der Figur 2.
[0029] Figur 4 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel des Fußes. Das vierte Ausführungsbeispiel
entspricht im wesentlichen dem
[0030] Ausführungsbeispiel der Figur 3. Lediglich die Höhenverstellung der Tischplatte 10
ist modifiziert. Das rohrförmige Bodenelement 20 weist in seiner Wandung in einer
vertikalen Reihe beabstandet angeordnete Einstecklöcher 38 auf, in welche ein Stützbolzen
40 einsteckbar ist. Zur höhenverstellbaren Arretierung des Tischrohrelements 32 wird
der Stützbolzen 40 in der gewünschten Höhe in eines der Einstecklöcher 38 eingesteckt.
Das Tischrohrelement 32 ist teleskopisch in dem Bodenelement 20 geführt und stützt
sich vertikal auf dem Stützbolzen 40 ab.
[0031] Figur 5 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel des Fußes.
[0032] In diesem Ausführungsbeispiel ist die Tischhülse 14 mittels eines Verbindungsstückes
36 an der Unterseite der Tischplatte 10 angeschraubt und greift in den Durchbruch
24 der Tischplatte 10 ein. Zur Höhenverstellung der Tischplatte 10 schließt sich an
das untere Ende der Tischhülse 14 axial fluchtend und mit gleichem Durchmesser und
gleicher Wandstärke ein rohrförmiges Bodenelement 20 an. Der untere Rand der Tischhülse
14 und der obere Rand des Bodenelements 20 sind unter einem gleichen Winkel zur Achse
abgeschrägt, so daß Stützkanten 42 gebildet sind. Eine äußere Führungshülse 44 umgreift
koaxial die Tischhülse 14 und das obere Ende des Bodenelements 20 und ist mit der
Tischhülse 14 fest verbunden, z. B. verschweißt.
[0033] In der in Figur 5 gezeigten Stellung liegen die Stützkanten 42 der Tischhülse 14
und des Bodenelements 20 über den gesamten Umfang aneinander an, so daß sich die tiefste
Stellung der Tischplatte 10 ergibt. Wird das Bodenelement 20 gegenüber der Tischhülse
14 verdreht, so wandert der höchste Punkt der Stützkante 42 des Bodenelements 20 an
der Stützkante 42 der Tischhülse 14 entlang und verschiebt sich nach unten, so daß
sich die Länge des Fußes ändert. Mittels einer in der Führungshülse 44 sitzenden Klemmschraube
46 kann das Bodenelement 20 in der gewünschten Drehstellung und damit der Fuß in der
gewünschten Höhe arretiert werden.
[0034] Figur 6 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel des Fußes.
[0035] In diesem Ausführungsbeispiel ist die Tischhülse 14 an dem Rahmen 12 befestigt, beispielsweise
angeschweißt. Die Tischhülse 14 greift in den Durchbruch 24 der Tischplatte 10 ein,
so daß die Tischplatte 10 auf dem Rahmen 12 positioniert und fixiert ist. An dem nach
unten über den Rahmen 12 hinausragenden Ende der Tischhülse 14 ist eine Führungshülse
44 aufgeschoben und mittels eines Klemmringes 48 abnehmbar fest mit der Tischhülse
14 verbunden. Der Klemmring 48 weist eine ausreichende Wandstärke auf, um ein Gewinde
für Klemmschrauben 50 aufzunehmen. Es kann daher eine verhältnismäßig dünnwandige
Führungshülse 44 verwendet werden.
[0036] In die Führungshülse 44 ist das Bodenelement 20 teleskopisch von unten eingeschoben.
Das Bodenelement 20 ist ebenfalls als Rundrohr ausgebildet und in der Führungshülse
44 verdrehbar und axial beweglich. Der Außendurchmesser des Bodenelements 20 ist etwa
geringer als der Innendurchmesser der Führungshülse 44. In die äußere Mantelfläche
des Bodenelements 20 ist eine schraubenlinienförmige Nut eingedreht, in die ein Federdraht
52 eingelegt ist. Die Differenz zwischen Innendurchmesser der Führungshülse 44 und
Außendurchmesser des Bodenteils 20, die Tiefe der eingedrehten schraubenlinienförmigen
Nut und der Durchmesser des Federdrahts 52 sind so aufeinander abgestimmt, daß der
Federdraht 52 im Paßsitz an dem Innenumfang der Führungshülse 44 anliegt und unverschiebbar
in der Nut festgelegt ist. Über den Federdraht 52 wird somit das Bodenelement 20 exakt
in der Führungshülse 44 geführt. In die Führungshülse 44 ist radial ein Stützbolzen
54 eingesetzt, dessen inneres Ende an der äußeren Mantelfläche des Bodenelements 20
anliegt. Auf diese Weise bildet der Federdraht 52 eine schraubenlinienförmige Stützbahn
für den Stützbolzen 54, so daß durch Verdrehen des Bodenelements 20 gegenüber der
Führungshülse 44 sich der Stützbolzen 54 auf dem Federdraht 52 verschiebt. Da sich
die Führungshülse 44 über den Stützbolzen 54 auf dem Federdraht 52 und damit auf dem
Bodenelement 20 vertikal abstützt, ist durch Verdrehen des Bodenelements 20 eine Höhenverstellung
über mehrere Windungen des Federdrahtes 52 möglich.
[0037] In den Figuren 7 bis 9 ist ein siebtes Ausführungsbeispiel des Fußes gezeigt.
[0038] Bei dem siebten Ausführungsbeispiel ist die Tischhülse 14 mit dem Rahmen 12 einstückig
verbunden. Die Tischplatte 10 sitzt auf dem Rahmen 12 auf und ist mit diesem verschraubt.
Das Trageelement 26 ist einerseits in der Tischhülse 14 teleskopisch geführt und andererseits
in dem rohrförmigen Bodenelement 20, welches denselben Innendurchmesser wie die Tischhülse
14 aufweist.
[0039] In Figur 7 ist die Situation dargestellt, in welcher die Tischplatte 10 ihre tiefste
Stellung einnimmt und kein zusätzliches Funktionselement 30 oberhalb der Tischplatte
10 benötigt wird. Die Tischhülse 14 ist auf dem Trageelement 26 nach unten geschoben,
so daß sie oben auf dem Bodenelement 20 aufsitzt und vertikal durch dieses abgestützt
wird. Das Trageelement 26 ist nach unten in die Tischhülse 14 und das Bodenelement
20 geschoben, so daß sich das Trageelement 26 vollständig unterhalb der Oberfläche
der Tischplatte 10 befindet. Eine Deckkappe 56 ist in den Durchbruch 24 der Tischplatte
10 eingesetzt und verschließt diesen Durchbruch 24 bündig mit der Oberfläche der Tischplatte
10.
[0040] Figur 8 zeigt die Situation, in welcher die Tischplatte 10 höher eingestellt ist
und ebenfalls kein Funktionselement 30 benötigt wird. Das Trageelement 26, welches
mittels der Klemmschraube 28 in der Tischhülse 14 geklemmt ist, wird teleskopisch
aus dem Bodenelement 20 nach oben gezogen. Zwischen den oberen Rand des Bodenelementes
20 und den unteren Rand der Tischhülse 14 werden Distanzstützelemente 58 eingesetzt,
die sich auf dem Bodenelement 20 abstützen und die Distanzhülse 14 und mit dieser
die Tischplatte 10 in der gewünschten Höhe tragen. Die Distanzstützelemente 58 sind
vorzugsweise als ringförmige Hülsen ausgebildet, die das Trageelement 26 umschließen.
Zweckmäßigerweise sind die Distanzstützelemente 58 geschlitzte Hülsen, die aus Kunststoff
gefertigt sind, so daß sie auseinandergespreizt und von der Seite auf das Trageelement
26 aufgeklipst werden können.
[0041] Figur 9 zeigt eine weitere Situation, in welcher zusätzlich noch Funktionselemente
30 oberhalb der Tischplatte 10 vorgesehen sind. Hierzu wird das Trageelement 26 nach
Lösen der Klemmschraube 28 teleskopisch weiter durch die Tischhülse 14 nach oben gezogen,
bis das Trageelement 26 in der gewünschten Länge über die Oberfläche der Tischplatte
10 hinausragt. In dieser Position wird das Trageelement 26 wiederum durch die Klemmschraube
28 fixiert. Auf das Trageelement 26 können nun oberhalb der Tischplatte 10 weitere
Distanzstützelemente 58 aufgesetzt werden, die die Funktionselemente 30 auf dem Trageelement
26 in der gewünschten Höhe über der Tischplatte 10 vertikal abstützen.
[0042] Auch wenn das Trageelement 26 in der in Figur 9 gezeigten Situation über die Tischplatte
10 hinaus ausgezogen ist und zusätzliche Funktionselemente 30 trägt, kann die Tischplatte
10 in der Höhe dadurch verstellt werden, daß Distanzstützelemente 58 zwischen das
Bodenelement 20 und die Tischhülse 14 eingesetzt werden oder dort befindliche Distanzstützelemente
58 weggenommen werden. Die Höhe der Funktionselemente 30 über der Tischplatte 10 wird
durch diese Höhenverstellung der Tischplatte 10 nicht beeinflußt.
[0043] In Figur 10 ist ein achtes Ausführungsbeispiel des Fußes gezeigt.
[0044] In Übereinstimmung mit dem siebten Ausführungsbeispiel ist das Trageelement 26 einerseits
teleskopisch in dem Bodenelement 20 geführt und andererseits ist die Tischhülse 14
auf dem Trageelement 26 verschiebbar geführt. Die Tischhülse 14 ist mittels eines
Verbindungsstückes 36 mit der Unterseite der Tischplatte 10 verschraubt. Zunächst
wird das Trageelement 26 in Bezug auf die Tischplatte 10 so eingestellt, daß das Trageelement
26 entweder über die Tischplatte hinausragt, wie dies in Figur 10 gezeigt ist, oder
sich unter der Oberfläche der Tischplatte 10 befindet, wie dies in den Figuren 7 und
8 für das vorangehende Ausführungsbeispiel gezeigt ist. In dieser gegenseitigen Einstellung
von Trageelement 26 und Tischhülse 14 wird die Tischhülse 14 auf dem Trageelement
26 mittels eines Klemmringes 60 und einer Klemmschraube 62 fixiert. Falls das Trageelement
26 über die Tischplatte 10 hinausragt, können auf dem Trageelement 26 zusätzliche
Funktionselemente 30 angeordnet werden und in der gewünschten Höhe über der Tischplatte
10, z. B. ebenfalls mittels eines Klemmringes 60 und einer Klemmschraube 62 fixiert
werden.
[0045] Nun kann die Tischplatte 10 gegebenenfalls zusammen mit den Funktionselementen 30
in der Höhe eingestellt werden. Hierzu wird das Trageelement 26 teleskopisch aus dem
Bodenelement 20 so weit ausgezogen, bis die Tischplatte 10 die gewünschte Höhe einnimmt.
In dieser Höhe wird das Trageelement 26 in dem Bodenelement 20 fixiert, wozu ein weiterer
Klemmring 64 mit Klemmschraube 66 dient, der das Trageelement 26 in dem Bodenelement
20 klemmend einspannt.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 10
- Tischplatte
- 12
- Rahmen
- 14
- Tischhülse
- 16
- Fußstück
- 18
- Klemmstück
- 20
- Bodenelement
- 22
- Stellstück
- 24
- Durchbruch
- 26
- Trageelement
- 28
- Klemmschraube
- 30
- Funktionselement
- 32
- Tischrohrelement
- 34
- Verbindungslappen
- 36
- Verbindungsstück
- 38
- Einstecklöcher
- 40
- Stützbolzen
- 42
- Stützkanten
- 44
- Führungshülse
- 46
- Klemmschraube
- 48
- Klemmring
- 50
- Klemmschrauben
- 52
- Federdraht
- 54
- Stützbolzen
- 56
- Deckkappe
- 58
- Distanzstützelemente
- 60
- Klemmring
- 62
- Klemmschraube
- 64
- Klemmring
- 66
- Klemmschraube
1. Arbeitstisch mit einer Tischplatte (10), mit wenigstens einem die Tischplatte (10)
tragenden Fuß, der ein Tischrohrelement (14, 16, 32) aufweist, welches unter der Tischplatte
(10) angeordnet und mit der Tischplatte (10) oder einem die Tischplatte (10) tragenden
Rahmen (12) kippbelastbar fest verbunden ist, mit einem die Tischplatte (10) durchsetzenden,
mit dem Tischrohrelement (14, 16, 32) axial fluchtenden Durchbruch (24) und mit einem
in dem Tischrohrelement (14, 16, 32) aufgenommenen Trageelement (26), welches teleskopisch
durch den Durchbruch (24) über die Tischplatte (10) ausziehbar ist, um bei Bedarf
an dem Trageelement (26) zusätzliche Funktionselemente (30) oberhalb der Tischplatte
(10) anzubringen, und welches in das Tischrohrelement (14, 16, 32) vollständig bis
unter die Oberfläche der Tischplatte (10) einschiebbar ist, wenn kein Bedarf für zusätzliche
Funktionselemente (30) besteht.
2. Arbeitstisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fuß ein gegen das Tischrohrelement
(14, 16, 32) axial verstellbares und arretierbares Bodenelement (20) aufweist.
3. Arbeitstisch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenelement (20) und
das Tischrohrelement (14, 16, 32) gegenseitig teleskopisch geführt verschiebbar sind.
4. Arbeitstisch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trageelement (26) teleskopisch
verschiebbar an dem Bodenelement (20) und in dem Tischrohrelement (14, 16, 32) geführt
ist.
5. Arbeitstisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Tischrohrelement aus einer an der Tischplatte (10) oder dem Rahmen (12) angebrachten
Tischhülse (14) und einem mit der Tischhülse (14) starr aber lösbar verbundenen Fußstück
(16) besteht.
6. Arbeitstisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Länge des Trageelements (26) zumindest gleich der halben Höhe des Fußes und vorzugsweise
nahezu gleich der Höhe des Fußes ist.
7. Arbeitstisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Trageelement (26) teleskopisch
in dem Tischrohrelement (14, 16, 32) geführt ist und daß das Tischrohrelement (14,
16, 32) teleskopisch in dem Bodenelement (20) geführt ist, wobei sich die Teleskopverschiebungswege
von Trageelement (26) und Bodenelement (20) überlappen.
8. Arbeitstisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenelement (20) sich
mit im wesentlichen gleichen Durchmesser und gleicher Wandstärke axial an das Tischrohrelement
(14) anschließt, daß eine Führungshülse (44) das Tischrohrelement (14) und das Bodenelement
(20) koaxial umschließt und bei der gegenseitigen Höhenverstellung von Tischrohrelement
(14) und Bodenelement (20) führt und daß das Trageelement (26) teleskopisch in dem
Tischrohrelement (14) und dem Bodenelement (20) geführt ist.
9. Arbeitstisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen das Tischrohrelement
(14) und das Bodenelement (20) Distanzstützelemente (58) eingesetzt sind, die das
Tischrohrelement (14) vertikal auf dem Bodenelement (20) abstützen.
10. Arbeitstisch nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzstützelemente
(58) das Trageelement (26) umschließende Hülsen sind.
11. Arbeitstisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Tischrohrelement (32)
auf dem Trageelement (26) festklemmbar ist.
12. Arbeitstisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Tischrohrelement (14, 16, 32), das Bodenelement (20) und das Trageelement (26)
als Rohre mit kreisförmigem Querschnitt ausgebildet sind.