[0001] Die Erfindung betrifft einen Behandlungstisch nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Ein derartiger Behandlungstisch ist bekannt (EP 0 406 462 B1 und EP 0 604 680 A1).
Beim bekannten Behandlungstisch, insbesondere für physikalische Therapie, ist eine
aus Liegeflächenteilstücken, die an ihren jeweiligen benachbarten Kanten mittels Gelenken
miteinander verbunden sind, gelenkig am oberen Teil einer vertikalen und höhenverstellbaren
Tragsäule schwenkbar gelagert. Mit den Liegeflächenteilstücken sind in Form von Arbeitszylindern,
insbesondere Hydraulikzylinder, Betätigungsmittel verbunden, durch welche die Liegeflachenteilstücke
gegeneinander verschwenkt werden können, so daß die Auflagefläche des Behandlungstisches
in eine Form gebracht wird, welche die Behandlung des Patienten erfordert. Aus der
EP 0 406 462 B1 ist neben der Höhenverstellbarkeit der Auflagefläche auch eine Verschwenkung
um eine zur Längsrichtung der Auflagefläche schwenkbare parallele Achse bekannt.
[0003] Durch die Verstellbarkeit der Auflagefläche ergibt sich eine vielseitige Verwendbarkeit
des Behandlungstisches. Er eignet sich nicht nur als Behandlungstisch zu Massagezwecken,
sondern kann auch als Spezialiege, Operationstisch, Therapiestuhl oder Therapiehocker,
als Extensionsbank, schiefe Ebene oder Patientenhebebühne und dergl. dienen. Um die
Liegeflächenteilstücke in die jeweils gewünschten Positionen zu bringen, ist eine
mit Hilfe einer Tastatur zu betätigende Steuerelektronik für die einzelnen Arbeitszylinder
vorgesehen. Bei den verschiedenen Behandlungen ist daher eine entsprechende Betätigung
der Tastatur der Steuerelektronik oder adäquater Einstellmittel von Hand erforderlich.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Behandlungstisch der eingangs genannten Art zu
schaffen, dessen Bedienung, insbesondere Einstellung in die für die jeweiligen Behandlungszwecke
erforderlichen Positionen erleichtert ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst.
[0006] Bei der Erfindung sind die Gelenke, mit denen die Liegeflächenteilstücke der Auflagefläche
miteinander verbunden sind, mit Drehwinkelgebern versehen. Die Drehwinkelgeber sind
mit einer Speichereinrichtung verbunden. Auf diese Weise können die jeweiligen Winkelpositionen,
welche die Liegeflächenteilstücke bei einer bestimmten Behandlung einnehmen, für eine
spätere Behandlung gespeichert werden.Mit der Speichereinrichtung ist eine Steuereinrichtung
verbunden, welche in Abhängigkeit von den gespeicherten Drehwinkeln die entsprechenden
Betätigungsmittel (Arbeitszylinder) steuert, so daß die Liegeflächenteilstücke für
die gewünschte Behandlung in die richtigen Winkelpositionen gebracht werden. Es ist
beim erfindungsgemäßen Behandlungstisch nicht mehr erforderlich, von Hand die Liegeflächenteilstücke
in ihre gewünschten Positionen durch Betätigung einer Tastatur oder dergl. zu bringen.
In der Speichereinrichtung befinden sich die für spezielle Behandlungen und bestimmten
Patienten zugeordneten Drehwinkel, durch die die jeweiligen Positionen der Liegeflächenteilstücke
vorgegeben sind. Durch Abruf der gespeicherten Drehwinkel werden dann von der Speichereinrichtung
die entsprechenden Arbeitszylinder angesteuert, so daß die Liegeflächenteilstücke
in die gewünschten Positionen gebracht werden. Die Speichereinrichtung kann in der
Weise ausgebildet sein, daß sie eine Aufnahme bildet für Speicherkarten, welche bestimmten
Patienten zugeordnet sind. Es ist jedoch auch möglich, daß von Hand die einem Patienten
für eine bestimmte Behandlung zugeordneten Winkelpositionen in die Speichereinrichtung
eingegeben werden, so daß dann die automatische Steuerung der Arbeitszylinder für
die Bewegung der Liegeflächenteilstücke in ihre gewünschten Positionen erfolgt. Ferner
ist es möglich, daß die am besten geeigneten Winkelpositionen für die Behandlung eines
bestimmten Patienten und/oder einer bestimmten Behandlungsart in die Speichereinrichtung
direkt durch Abruf der von den Drehwinkelgebern erzeugten Drehwinkelsignale gespeichert
werden und für eine spätere Behandlung verwendet werden.
[0007] Anhand der Figuren wird die Erfindung noch näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1:
- eine Gesamtansicht eines Ausführungsbeispiels eines Behandlungstisches;
- Fig. 2:
- ein Blockschaltbild für die automatische Betätigung der auf die Verstellung der Liegeflächenteilstücke
wirkenden Betätigungsmittel; und
- Fig. 3:
- ein Ausführungsbeispiel für eine Anordnung der Drehwinkelgeber, insbesondere in Form
von Potentiometern in den Gelenken zwischen den Liegeflächenteilstücken.
[0008] Der in den Figuren dargestellte Behandlungstisch besitzt eine Auflagefläche 1, welche
sich aus mehreren Liegeflächenteilstücken 2, 3, 4 und 5 zusammensetzt. Das Liegeflächenteilstück
2 befindet sich im Kopfbereich, das Liegeflächenteilstück 3 befindet sich im Brustbereich,
das Liegeflächenteilstück 4 befindet sich im Oberschenkelbereich und das Liegeflächenteilstück
5 im Unterschenkel- und Fußbereich. Die beiden mittleren Liegeflächenteilstücke 3
und 4 sind in einem Gelenk 6 am oberen Teil einer vertikal verstellbaren Tragsäule
18 schwenkbar gelagert. Die Tragsäule 18 kann beispielsweise so ausgebildet sein,
wie es aus der DE 30 16 387 A1 oder der EP 0 406 462 B1 bekannt ist. Mit Hilfe eines
Arbeitszylinders 21 kann ein Säulenmantel in seiner Höhe verstellt werden. Der Säulenmantel
wird dabei gegenüber einem Säulenkern, welcher fest mit einer Bodenplatte 23 verbunden
ist und an welcher der Arbeitszylinder 21 abgestützt ist, in vertikaler Richtung bewegt.
Ferner kann ein Arbeitszylinder 20 vorgesehen sein, um die Liege um eine zur Längsrichtung
parallele Achse, insbesondere Längsmittelachse zu verschwenken, wie es aus der EP
0 406 462 B1 bekannt ist.
[0009] Zur Verstellung bzw. Verschwenkung der beiden mittleren Liegeflächenteilstücke 3
und 4 um das Gelenk 6 sind in Form von Arbeitszylindern 10 und 11 an der Tragsäule
18 abgestützte Betätigungsmittel vorgesehen, welche gelenkig mit den Liegeflachenteilstücken
3 und 4 verbunden sind. Die unteren Enden der Arbeitszylinder 10 und 11 sind an der
Tragsäule 18 abgestützt, und die oberen Enden der Arbeitszylinder 10 und 11 sind gelenkig
mit den Liegeflächenteilstücken 3 und 4 verbunden.
[0010] Mit den beiden Liegeflächenteilstücken 3 und 4 sind über Gelenke 7 und 8 die beiden
äußeren Liegeflächenteilstücke 2 und 5 verbunden. Zur Betätigung des Liegeflächenteilstückes
2 dient ein Arbeitszylinder 9, welcher an seinem einen Ende gelenkig am Liegeflächenteilstück
3 und mit seinem anderen Ende am Liegeflächenteilstück 2 abgestützt ist. Zur Verstellung
des anderen äußeren Liegeflächenteilstückes 5 dient ein Arbeitszylinder 12. Der Arbeitszylinder
12 stützt sich mit seinem einen Ende am Liegeflächenteilstück 4 und mit seinem anderen
Ende am Liegeflächenteilstück 5 ab. Die Abstützung der Arbeitszylinder 9 und 12 sowie
der Arbeitszylinder 10 und 11 in den jeweiligen Abstütz- bzw. Verbindungsstellen erfolgt
gelenkig, so daß ein Verschwenken der jeweiligen Liegeflächenteilstücke um die Gelenke
6, 7 und 8 in die gewünschten Positionen erreicht werden kann.
[0011] Zur Verstellung der Arbeitszylinder dient eine Steuereinrichtung 17 (Figur 2), die
elektrisch betreibbar ist. Die Stromversorgung kann über das Netz erfolgen oder von
einem Akkumulator gewährleistet werden, wie es beispielsweise aus der EP 0 604 680
A1 bekannt ist. Durch die Steuereinrichtung kann ein Druckmittelaggregat, insbesondere
Hydraulikaggregat, bestehend aus Druckmittelpumpe und Druckmittelspeicher sowie aus
steuerbaren Ventilen, insbesondere Magnetventilen, zur Betätigung der Arbeitszylinder
9, 10, 11 und 12 angesteuert werden.
[0012] Wie aus den Figuren ferner zu ersehen ist, sind in den Gelenken 6, 7 und 8 Drehwinkelgeber
13, 14, 15 und 16 vorgesehen. Der Drehwinkelgeber 13 erzeugt Winkelsignale, die proportional
der Winkelstellung sind, welche die beiden Liegeflächenteilstücke 2 und 3 zueinander
haben. Der Drehwinkelgeber 16 erzeugt Winkelsignale, die proportional den Winkelstellungen
sind, die die beiden Liegeflächenteilstücke 4 und 5 zueinander haben. Im Gelenk 6
sind zwei Drehwinkelgeber 14 und 15 angeordnet. Der Drehwinkelgeber 14 erzeugt ein
Winkelsignal, welches proportional zur Winkelstellung ist, die das Liegeflächenteilstück
3 gegenüber einer Bezugswinkellage (Null-Lage) einnimmt. Der Drehwinkelgeber 15 liefert
ein Winkelsignal, welches proportional einem Winkel ist, den das Liegeflächenteilstück
4 gegenüber der Bezugswinkellage (Null-Lage) einnimmt. Die Bezugswinkellage kann durch
ein ortsfestes Teil des Gelenkes 6 oder durch ein Konstruktionsteil der Tragsäule
18 bestimmt sein. In bevorzugter Weise handelt es sich um eine vertikale oder horizontale
Bezugsebene. Der Winkelbezug kann konstruktiv, beispielsweise durch einen Gelenkbolzen
24, erreicht werden, welcher zur Bildung des Gelenks 6 fest mit der Tragsäule 18,
insbesondere dem vertikal verschiebbaren Säulenmantel, verbunden ist, wie es beispielsweise
aus der EP 0 406 462 B1 bekannt ist. Mit dem Gelenkbolzen können Rotore 25 und 26
der als Potentiometer ausgebildeten Drehwinkelgeber 14 und 15 drehfest verbunden sein.
Die drehfeste Verbindung kann durch Schweißen, Formschluß oder in anderer geeigneter
Weise mit dem Gelenkbolzen 24 erfolgen. Gehäuse 27 und 28 der Drehwinkelgeber, insbesondere
Potentiometer, sind drehfest mit den beiden Liegeflächenteilstücken 3 und 4, beispielsweise
über fest mit den Liegeflächenteilstücken verbundenen Scharnierstücke, welche zur
Bildung des Gelenkes 6 zusammen mit dem Gelenkbolzen 24 dienen, verbunden. Durch die
Relativverdrehung der Rotore 25 und 26 gegenüber den Gehäusen 27 und 28 läßt sich
beim Verschwenken der Liegeflächenteilstücke 3 und 4 in bekannter Weise eine Verstellung
von Abtastmitteln in den bevorzugt als Potentiometer ausgebildeten Drehwinkelgebern
erreichen, wodurch den Schwenkwinkeln proportionale elektrische Winkelsignale erzeugt
werden. Da der Gelenkbolzen 24 fest mit der Tragsäule 18 verbunden ist, läßt sich
eine Bezugswinkelposition (Null-Lage) definieren, bezüglich welcher die Verdrehung
bzw. Verschwenkung der Liegeflächenteilstücke 3 und 4 bestimmt wird.
[0013] Auch für die Drehwinkelgeber 13 und 16 kann eine Anordnung, wie sie in der Fig. 3
gezeigt ist, gewählt werden. Dabei ist das Gehäuse 27 bzw. 28 des Drehwinkelgebers
drehfest mit einem der beiden Liegeflächenteilstücken 2 oder 3 bzw. 4 oder 5 verbunden,
und der Rotor 25 bzw. 26 ist mit einem beispielsweise bolzenförmigen Konstruktionselement,
welches zur Gelenkbildung dient und drehfest mit dem anderen Liegeflächenteilstück
verbunden ist, drehfest verbunden. Auf diese Weise erreicht man ebenfalls Winkelsignale,
die proportional einem Winkel sind, den die beiden Liegeflächenteilstücke 2 und 3
bzw. 4 und 5 zueinander einschließen. Da über die beiden mittleren Liegeflächenteilstücke
3 und 4 die Winkelstellung zu einer Bezugswinkellage (Null-Lage) durch die Drehwinkelgeber
14 und 15 bestimmt wird, ist eine definierte Positionierung auch der beiden äußeren
Liegeflächenteilstücke 2 und 5 gewährleistet.
[0014] Die von den Drehwinkelgebern 13, 14, 15 und 16 erzeugten Winkelsignale können in
zweierlei Hinsicht ausgewertet werden. Wie aus der Fig. 2 zu ersehen ist, sind die
Drehwinkelgeber 13 bis 16 mit einer Speichereinrichtung 19 verbunden. Hierdurch läßt
sich erreichen, daß Winkelstellungen der Liegeflächenteilstücke, die sich als besonders
vorteilhaft bei einer bestimmten Behandlungsart an einem Patienten erwiesen haben,
in der Speichereinrichtung 19 gespeichert werden können. Für spätere Behandlungen
dieser Art am Patienten oder auch an anderen Patienten mit im wesentlichen gleichen
Körpermaßen und Krankheitssymptomen können dann diese eingespeicherten Positionen
der Liegeflächenteile abgerufen werden zur Aktivierung der Steuereinrichtung 17, welche
mit der Speichereinrichtung 19 verbunden ist. Die Steuereinrichtung 17 steuert dann
die jeweiligen Arbeitszylinder 9 bis 12 so, daß diese die Liegeflächenteilstücke in
die gewünschten Positionen bringen. Wie aus der Fig. 2 ferner zu ersehen ist, ist
eine Vergleichseinrichtung 22 vorgesehen, welche mit den jeweiligen Drehwinkelgebern
13, 14, 15 und 16 verbunden ist. Ferner ist die Vergleichereinrichtung 22 mit der
Speichereinrichtung 19 verbunden. Durch Vergleich der in der Speichereinrichtung 19
gespeicherten Winkelpositionen mit den von den Drehwinkelgebern 13 bis 16 gelieferten
Winkelsignalen erfolgt eine Überwachung des jeweiligen Stellvorganges, der von den
Arbeitszylindern 9 bis 12 an den Liegeflächenteilstücken 2 bis 5 durchgeführt wird,
bis die gewünschte Winkelpositionierung zwischen den einzelnen Liegeflächenteilstücken
erreicht ist. Die Vergleichereinrichtung 22 liefert dann an die Steuereinrichtung
17 ein entsprechendes Signal, welches angibt, daß die Liegeflächenteilstücke in den
gespeicherten Winkelpositionen sich befinden. Wie die Fig. 2 zeigt, ist die Vergleichereinrichtung
22 mit der Steuereinrichtung 17 verbunden.
[0015] Die Speichereinrichtung 19 kann eine Aufnahmeeinrichtung für auswechselbare Speicher,
beispielsweise in Form von Magnetkarten bzw. Magnetstreifen aufweisen, die patientenbezogen
und/oder bezogen auf die Behandlungsart die entsprechenden Winkelstellungen der Liegeflächenteilstücke
2 bis 5 aufweisen. Es ist jedoch auch möglich, in einem zentralen Speicher an entsprechenden
Speicherplätzen die Winkelpositionsdaten zu speichern, so daß sie bei Bedarf für die
gesteuerte Betätigung der Arbeitszylinder 9 bis 12 abgerufen werden können.
[0016] Die gesteuerte Beaufschlagung der Arbeitszylinder 9 bis 12 mit einem Druckmittel,
insbesondere Hydraulikflüssigkeit (Hydrauliköl) kann in der Weise erfolgen, wie es
in Fig. 2 dargestellt ist. Hierbei sind die einzelnen Arbeitszylinder 9 bis 12 über
zugeordnete von der Steuereinrichtung 17 ansteuerbare Ventile 29, 30, 31 und 32 mit
einer gemeinsamen Druckmittelquelle 33 verbunden. Die Druckmittelquelle kann ein Druckmittelreservoir
für die Hydraulikflüssigkeit und eine Pumpe zur Erzeugung des erforderlichen Arbeitsdrukkes
aufweisen. Die Arbeitszylinder sind in bevorzugter Weise als einfach wirkende Zylinder
ausgebildet. Wenn die jeweiligen Arbeitszylinder in ihren Arbeitsräumen mit dem Druckmittel
versorgt sind, werden die damit verbundenen Liegeflächenteilstücke 2 bis 5 in die
gewünschten Winkelpositionen gebracht. Das Zurückbringen der Arbeitszylinder in ihre
Ausgangsstellung kann durch Schwerkraftwirkung erfolgen, wenn die Druckbeaufschlagung
in den Arbeitsräumen der Zylinder abgeschaltet ist. Für die Druckmittelbeaufschlagung
der Arbeitszylinder werden die zugeordneten Ventile 29 bis 32 von der Steuereinrichtung
17 angesteuert. Zur Betätigung der Pumpe der Druckmittelquelle 33 kann diese ebenfalls
mit der Steuereinrichtung 17 verbunden sein. Bei gleichzeitiger Druckbeaufschlagung
der Arbeitszylinder 9 bis 12 über die geöffneten Ventile 29 bis 32 mit dem von der
gemeinsamen Druckmittelquelle 33 gelieferten Druckmittel erfolgt in den Arbeitsräumen
der Arbeitszylinder ein Druckmittelausgleich, insbesondere dann, wenn auf der Auflagefläche
ein Patient während des Bewegens der Liegeflächenteilstücke in ihre Sollpositionen
liegt. Das von Patienten ausgeübte Gewicht wirkt der Kraft des Druckmittels entgegen,
so daß eine harmonische Verstellgeschwindigkeit der einzelnen Liegeflächenteilstücke
in ihre gewünschten Winkelpositionen stattfindet. In bevorzugter Weise erfolgt hierzu
die Beaufschlagung der Arbeitszylinder 9 bis 12 gleichzeitig durch gleichzeitiges
Öffnen der Ventile 29 bis 32 mit dem von der Druckmittelquelle 33 gelieferten Druckmittel.
1. Behandlungstisch, insbesondere für physikalische Therapie mit
- einer Auflagefläche aus Liegeflächenteilstücken, die an ihren jeweiligen benachbarten
Kanten mittels Gelenken miteinander verbunden sind;
- einer vertikalen höhenverstellbaren Tragsäule, an deren oberem Teil die Auflagefläche
schwenkbar gelagert ist; und
- Betätigungsmitteln, die an die Liegeflächenteilstücke zum Gegeneinanderverschwenken
der Liegeflächenteilstücke in bestimmte Positionen angelenkt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Gelenke (6 - 8) Drehwinkelgeber (13 - 16) aufweisen, welche mit einer Speichereinrichtung
(19) verbunden sind; und
- mit der Speichereinrichtung (19) eine Steuereinrichtung (17) verbunden ist, welche
in Abhängigkeit von in der Speichereinrichtung (19) gespeicherten Drehwinkeln zwischen
den Liegeflächenteilstücken (2 - 5) die Betätigungsmittel (9 - 12) steuert.
2. Behandlungstisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (1)
an ihrer Lagerstelle an der Tragsäule (18) das Gelenk (6) aufweist und daß für jedes
der beiden in diesem Gelenk (6) miteinander verbundenen Liegeflächenteilstücke (3,
4) ein Drehwinkelgeber (14, 15) vorgesehen ist.
3. Behandlungstisch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangswinkellage
(Null-Lage) in dem Gelenk (6), in welchem die Auflagefläche (1) an der Tragsäule (18)
gelagert ist, bestimmt ist.
4. Behandlungstisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ferner
je ein Winkelgeber (13, 16) zwischen weiteren äußeren Liegeflächenteilen (2, 5), welche
mit den beiden an die Lagerstelle (Gelenk 6) der Auflagefläche (1) an der Tragsäule
(18) angelenkten Liegeflächenteilstücken (3, 4) in Gelenken (7, 8) verbunden sind,
und den in der an der Lagerstelle (Gelenk 6) an der Tragsäule (18) angelenkten Liegeflächenteilstücken
(3, 4) vorgesehen sind.
5. Behandlungstisch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bezugswinkellage durch ein an der Tragsäule (18) befestigtes Konstruktionsteil (Gelenkbolzen
24) des Gelenks (6), in welchem die Auflagefläche (1) an der Tragsäule (18) gelagert
ist, bestimmt ist.
6. Behandlungstisch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in
die Speichereinrichtung (19) bestimmte Winkelwerte für die Winkelpositionen der Liegeflächenteilstücke
(2 - 5) eingebbar sind.
7. Behandlungstisch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Speichereinrichtung (19) und die Steuereinrichtung (17) mit einer mit dem Drehwinkelgebern
(13 - 16) verbundenen Vergleichereinrichtung (22 verbunden sind.
8. Behandlungstisch nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Winkelgeber (13 - 16) als Potentiometer ausgebildet sind.
9. Behandlungstisch nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
als Arbeitszylinder ausgebildeten Betätigungsmittel (9 - 12) über jeweils zugeordnete
Ventile (29 - 32) mit einer gemeinsamen Druckmittelquelle (33) verbunden sind und
die Ventile (29 - 32) von der Steuereinrichtung (17) angesteuert sind.
10. Behandlungstisch nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß bei
der Verstellung der Liegeflächenteilstücke (2- 5) in die gewünschten Winkelpositionen
in den mit dem Druckmittel, insbesondere Hydraulikflüssigkeit, beaufschlagten Arbeitsräumen
der als Arbeitszylinder ausgebildeten Betätigungsmittel (9 - 12) über die Ventile
(29 - 32) und die Druckmittelquelle (33) sowie die zugeodneten Druckmittelleitungen
ein Druckausgleich vorgesehen ist.
11. Behandlungstisch nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
als Betätigungsmittel (9 - 12) verwendeten Arbeitszylinder als einfach wirkende Arbeitszylinder
ausgebildet sind, welche bei Beaufschlagung mit dem Druckmittel die Liegeflächenteilstücke
(2 - 5) in die gespeicherten Winkelpositionen bewegen und welche durch Schwerkraftwirkung
in die Ausgangspositionen zurückstellbar sind.
12. Behandlungstisch nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betätigungsmittel (9 - 12) gleichzeitig mit dem Druckmittel beaufschlagbar sind.