[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung gemäss Oberbegriff der
unabhängigen Ansprüche.
[0002] Aus einer europäischen Patentveröffentlichung mit der Nr. 0485871 B1 (Barmag) ist
ein Verfahren bereits bekannt, in welchem unterschiedlich gefärbte, je von einem Spinnschacht
herkommende Teilfäden je über eine Präparation und je durch eine Vorkompaktierung
geführt werden, um anschliessend mittels einem Galettenpaar verstreckt, in einer Texturierdüse
texturiert, auf einer Kühltrommel gekühlt, gemeinsam in einer Verwirbelungsdüse kompaktiert
und anschliessend aufgespult werden.
[0003] Dabei handelt es sich bei der Kompaktierung zwischen der Präparation und den Verstreckgaletten
um Verwirbelungsdüsen pro Teilfaden, welche die an sich bekannten Verwirbelungsengstellen
verursachen. Solche an sich für das Texturieren nachteiligen Engstellen werden in
diesem Verfahren durch das Strecken mittels der Streckgaletten wieder aufgelöst, bevor
die Teilfäden in die Texturierdüse gelangen.
[0004] Die bestehende Erfindung betrifft die Verbesserung eines Verfahrens für das Produzieren
von Garn, wie dies in der US-PS-4,025,595 veröffentlicht ist. Ein solches Garn beinhaltet
mindestens zwei verschiedene Filamentbündel, wobei jedes Bündel separat verwirbelt
und später die Bündel zusammen verwirbelt werden, um das Garn zu bilden. Die offensichtliche

Differenz" zwischen den beiden Filamentbündeln betrifft ihre Farbe, indem ein Mehrfarbengarn
hergestellt wird. Es ist deshalb vorteilhaft diese Art Verfahren mit bezug auf zwei
verschiedenfarbige Filamentbündel zu erklären, wobei die Farbdifferenz nicht das wesentliche
Merkmal der Erfindung ist. Wünschbare

Effekte" in bezug auf Garnstrukturen und Erscheinungsbild des Garnes können durch
Kombinieren von Filamentbündel erhalten werden, welche andere

Unterschiede" aufweisen, beispielsweise solche welche in der US-4,025,595 erwähnt
sind.
[0005] Das in der US-PS-4,025,595 erklärte Verfahren war für relativ niedrige Spinngeschwindigkeiten
vorgesehen, im Vergleich mit den heute modernen Spinnverfahren. Im weiteren konnten
texturierte Produkte nur mittels aufeinander folgender Verfahren mit Zwischenprodukten
erhalten werden, im sogenannten

Spinn-Streck-Spuhlverfahren" wie dies in der vorgenannten US-Patentschrift erwähnt
ist.
[0006] Die Produktion von ähnlichen Garnen mittels modernen On-line-Verfahren hat sich als
schwierig erwiesen, insofern als in der kontunierlichen Verfahrenslinie ein Texturierschritt
inbegriffen ist. Der in der US-PS-4.025,595 veröffentlichte Verwirbelungsschritt hat
die Tendenz einen Texturierschritt zu stören. Ein Versuch dieses Problem zu lösen
kann in der EP-B-485 871 und in der EP-A-434 601 gefunden werden. In diesen Fällen
wird das Filamentbündel oberhalb des Texturierschrittes behandelt, um zu versichern,
dass die beiden Schritte voneinander getrennt werden können, mit dem Ziel die

Induvidialität" der beiden Filamentbündel im Endgarn aufrechtzuerhalten. Diese Verfahren
haben einen Erfolgsgrad erreicht, sie geben den Garnherstellern jedoch nicht die verlangte
Verlässlichkeit und Flexibilität, in Anbetracht der Tatsache, dass

Garnhersteller" eine unterschiedliche Gruppe von Organisationen mit verschiedenen
Marketing- und Produktstrategien bilden.
[0007] Die neue Erfindung beinhaltet ein Verfahren zur Herstellung eines Garnes mit einer
Mehrzahl von verschiedenen Filamentbündeln, wobei das Verfahren den Schritt der Vereinigung
der Filamentbündel beinhaltet, beispielsweise durch Verwirbelung, um dadurch ein Garn
zu bilden. Das Verfahren ist durch den Verfahrensschritt gekennzeichnet, in welchem
mindestens ein Filamentbündel individuell oberhalb des Verbindungsschrittes und unterhalb
aller vorangehenden Streck- Texturier- und Kombinierschritte behandelt wird. Die individuelle
Behandlung kann vorgesehen werden, um das Mass der Induvidialität des behandelten
Filamentbündels im, nach der Verbindung der Bündel erhaltenen Garnprodukts zu erhöhen.
Die induvidielle Behandlung kann (beispielsweise) eine Behandlung beinhalten, welche
die Kompaktheit des Fibrillenbündes erhöht (beispielsweise durch Verwirbeln), am Eingang
des Verbindungsschrittes. In der bevorzugten Ausführungsform wird jedes Fibrillenbündel
individuell und unmittelbar vor dem Eintreten in den Verbindungsschritt behandelt.
[0008] Insofern als vorangehende Behandlungsschritte verwendet wurden, welche die Filamentbündel
zusammengebracht haben (beispielsweise Texturieren in einer gemeinsamen Texturierkammer)
ist es notwendig die Filamentbündel wieder zu separieren, sofern dies verlangt wird,
um eine individuelle Behandlung gemäss vorliegender Erfindung zu ermöglichen. In der
bevorzugten Ausführungsform werden die Filamentbündel bis zum Vereinigungsschritt
separat gehalten. Hingegen ist es nicht immer aus ökonomischen Gründen möglich, dieses
Ziel der

separaten Behandlung bis zur Vereinigung" zu erreichen, weshalb verschiedene Massnahmen
angenommen werden können um das Separathalten der Filamentbündel zu verbessern, selbst
wenn sie vor der Vereinigung zusammengebracht werden. Solche Massnahmen beinhalten
das Verwirbeln und das Falschdrehen der individuellen Bündel, beispielsweise vor einem
gemeinsamen Texturieren.
[0009] Der

Unterschied" zwischen zwei Filamentbündeln, welche erfindungsgemäss verarbeitet werden,
beinhalten Unterschiede in
- Farbe
- Titer
- Anzahl der Fibrillen im Filamentbündel
- Polymertyp
- Anfärbbarkeit
- Querschnitt der Fibrillen
- Additive in den Fibrillenbündeln
[0010] Die Erfindung liefert ein hochstehend kontrollierbares Verfahren für das Beeinflussen
der Struktur und/oder der Erscheinung des Garnproduktes, das heisst es ist eine hochstehend
effiziente Methode für das Erzeugen von

Effekte". Dies ist dank der Tatsache, dass der Vereinigungsschritt unmittelbar nach
dem individuellen Behandlungsschritt folgt, denn es bestehen keine Zwischenverfahrensschritte,
welche die Tendenz haben den Effekt zu verkleinern oder, welche in Betracht gezogen
werden müssen um das Mass der individuellen Behandlung zu bestimmen. Beispielsweise
beinhaltet eine Art der individuellen Behandlung den Schritt des

örtlichen" Zusammenbringens der Fibrillen eines Fibrillenbündels (durch Bilden von

Engstellen"), wobei die

örtlichen" Verbindungen entlang der Länge des Filamentbündels mit Abständen vorgesehen
sind. In einem erfindungsgemässen Verfahren kann die Anzahl der örtlichen Verbindungen
pro Längeneinheit des Filamentes die Dichtheit der Verbindung in der Örtlichkeit und
die Gleichmässigkeit der Verbindungsschritte entlang der Länge des Filamentbündels,
mit Bezug auf den gewünschten Effekt gesteuert werden und zwar ohne Eingrenzungen,
gegeben durch andere Vertahrensschritte ausser dem Verbinden. Wie bereits in der US-PS
4.025,595 vorgeschlagen ist es möglich, gewünschte

Effekte" durch

Ausbalancieren" der individuellen Behandlung mit der kollektiven Behandlung im Verbindungsschritt
zu erzeugen.
[0011] Mit Bezug auf in der WO 96/09425 (Obj. 2509) beschriebenen Verfahren, sei als Beispiel
eine Ausführungsform der Erfindung beschrieben, wobei die Hauptelemente in der Fig.
A gezeigt sind. Der Einfachheithalber sind nur zwei Filamentbündel I und II gezeigt.
Nachdem die Filamentbündel separat gesponnen wurden (Spinnbalken und Düsenanordnung
nicht gezeigt), werden sie mittels einer ersten Rolle G1 und einer zweiten Rolle G2
gestreckt, bevor sie in einer Aufwindmaschine W aufgewickelt werden. (die Darstellung
in Fig. A ist lediglich schematisch). In der erfindungsgemässen Modifikation werden
die Filamentbündel individuell bei T1 und T2 behandelt und die behandelten Filamentbündel
werden in J zu einem Garn vereint.
[0012] Die Fig. B zeigt schematisch ein unbehandeltes Filamentbündel - Fibrillen von unbehandelten
Filamentbündeln sind frei sich mit solchen von einem anderen unbehandelten Filamentbündel

zu vereinen", wenn die beiden Filamentbündel zusammengebracht werden. Eine Methode
um die Freiheit solcher Fibrillen bezüglich der

Vereinigung" zu Imitieren, besteht darin, dass

kompakte Stellen" S in jedem Bündel vorgesehen wird, wie dies in Fig. C gezeigt ist.
Solche kompakte Stellen können beispielsweise durch Verwirbeln geformt werden. Solche
kompakte Stellen entstehen bei der Verwirbelung dann, wenn ein Luftstrahl quer durch
das laufende Fibrillenbündel geblasen wird, welcher das Fibrillenbündel in zwei Teile
teilt und dann in beiden Teilen ein entgegengesetzt gerichteter Drall verursacht,
der nach verlassen des Luftstrahls wieder aufgehoben wird, wobei sich die Fibrillen
der beiden Fibrillenbündel während dieser Entdrallung ineinander vermischen und dadurch
die Engstellen verursachen. Dabei beginnt nach dem Durchgang der hinteren Engstelle,
in Laufrichtung gesehen, dasselbe von neuem. Eine andere Methode die Freiheit der
genannten

Vereinigung" zu limitieren besteht in der Falschdrehung des Filamentbündeln, wie dies
beispielsweise in Fig. D gezeigt ist. Es ist allgemein bekannt, dass es nicht möglich
ist einen

echten Drall" in einem laufenden Garn (Filamentbündel) mittels Falschdrall zwischen
zwei Enden des Garnes zu erzeugen. Es ist hingegen möglich, eine Art

Reversierdrall" zu bilden, wie dies in Fig. D gezeigt ist, in welcher das Filamentbündel
eine erste Drallrichtung in der Region R1 und eine zweite Drallrichtung in der Region
R2 zeigt - es ist auch möglich, dieses Drallmuster zu

fixieren" in dem Drallstops in die Garnstruktur hineingebracht werden. Das Einbringen
von

Drallstops", kann dadurch erreicht werden, dass ein behandeltes Bündel mit einem anderen
Bündel zu einem Garn vereint wird, wie dies in Fig. A mit J gezeigt ist.
[0013] Die Fig. E zeigt schematisch eine Vorrichtung mittels welcher an einem Filamentbündel

kompakte Stellen" S eingebracht werden können. Die Vorrichtung umfasst einen gemeinsamen
Einlass (dargestellt mit dem Pfeil P) und drei Ausgänge (dargestellt mit kleinen Pfeilen
innerhalb der Figur.). Das Filamentbündel wird nacheinander an den drei Ausgängen
vorbeigeführt und wird dabei verwirbelt. Ähnliche Verwirbelungsverfahren können im

Vereinigungsschritt" für das Zusammenbringen von Fibrillenbündel zu einem Garn verwendet
werden, wobei der Luftdruck, welcher in der Zusammenführphase verwendet wird, vermutlich
wesentlich höher sein wird als in der individuellen Verwirbelung, beispielsweise 0,
- 3 bar in der individuellen Verwirbelung (z.B. T
1 und T
2) und ungefähr 6 bar in der Vereinigungsverwirbelung (J). Der Abstand der Einheiten
T
1 und T
2 von der Einheit J sollte genügend gross sein, um gegenseitige Interferenzen zu vermeiden,
es sei denn, solche Interferenzen sind akzeptabel in bezug auf den zu erreichenden
Effekt (zufällige Einflüsse).
[0014] Die in Fig. A gezeigte Anordnung ist

einfach", insofern als die Filamentbündel klar voneinander separat gehalten werden
können (mit Abstand zwischen den Filamentbündeln) und zwar bis zu dem Vereinigungsschritt
J. Dies ist jedoch nicht immer möglich, wie dies beispielsweise in der Anordnung der
EP-A-434 601 gezeigt ist. In solchen Fällen ist es wünschbar zusätzliche Mittel vorzusehen
um ein

Verschmelzen" der Fibrillen der Filamentbündel vor dem (gesteuerten) Verwirbeln in
der Stufe J zu vermeiden. Mit dem Begriff

Verschmelzen" soll auf die Tendenz hingewiesen werden, welche besteht, wenn an sich
zwei ursprünglich separat geführte Filamentbündel in einer unkontrollierten Art sich
vermischen, indem die beiden Filamentbündel in Kontakt miteinander geraten, wenn keine
Massnahmen getroffen werden, um dieses Vermischen zu vermeiden. Passende Massnahmen
sind jedoch aus dem vorgenannten Stand der Technik bekannt.
[0015] Die Erfindung ist nicht eingeschränkt auf die Behandlung der Filamentbündel mittels
Luftdüsen. Das Behandeln der individuellen Filamentbündel und das Vereinigen der Bündel
kann beispielsweise auch durch Verwendung von adhesivem Materials oder durch Bilden
von

Schweissstellen" durchgeführt werden. Je nach Effekt, welcher im Garn erreicht werden
soll, kann es auch wünschenswert sein, ein Filamentbündel vor dem Bilden des Garnes
durch Vereinen der Filamentbündel, unbehandelt zu lassen - dass unbehandelte Bündel
gibt dem Garn einen

flaumigen" Effekt.
[0016] Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch Kompaktieren der einzelnen Teilfäden
(T1 und T2 in Fig. A) nach dem Texturieren (Fig. 1 - 8) und vor dem später als Kollektivkompaktieren
bezeichneten Kompaktieren der zusammengefassten Teilfäden (J in Fig. A) die Qualität
d.h. die Sicherheit in der Farbtrennung und damit Farberkennung der einzelnen Teilfäden
im Garn gegenüber dem Stand der Technik wiederholbar verbessert wird.
[0017] Vor der Figurenbeschreibung sei noch auf einige weitere Detaillösungen zur Durchführung
der Kompaktierung, bzw. des Texturierens hingewiesen, auf welche im Laufe der Beschreibung
der weiteren Figuren, Bezug genommen wird.
[0018] Dabei soll unter

Kompaktierung" das Verdichten der Fibrillenbündel verstanden werden und zwar entweder
über die ganze Länge des Fibrillenbündels mittels eines Falschdralles oder punktuell
mittels einer Verwirbelungsdüse.
[0019] Beispielsweise sind Verwirbelungsdüsen, welche als Kompaktiermittel verwendet werden
können, aus der US-4,025,595, bzw. US-3,364,537 oder US-3,426,406 bekannt und aus
der EP-0434601 A1 sind Falschdralldüsen bekannt, welche ebenfalls in der darin beschriebenen
Art als Kompaktiermittel verwendet werden können.
[0020] Im weiteren ist je aus der EP-0039763, EP-0110359 A1, EP-0123072 A1, EP-0123829 eine
Texturierdüse bekannt, welche vorteilhafterweise aufklappbar ist, um zu ermöglichen
16einen oder mehrere Teilfäden zur Texturierung hineinzugeben, wobei das Texturieren
nach erneuter Schliessung der Texturierungdüse erfolgt. Da solche Texturierdüsen im
Förderteil nach dem Injektorprinzip arbeiten, sind sie nicht nur in der Lage die Teilfäden
nach der Schliessung der Düsen weiterzufördern, sondern falls nötig auch anzusaugen,
so dass auch nichtaufklappbare Texturierdüsen verwendet werden können um die Fäden
in die Texturierdüse zu bringen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Fäden
mittels Saugpistole in und durch die Texturierdüsen zu bringen.
[0021] Ebenso ist aus der CH-680140 A5 eine Texturierdüse bekannt, welche am Eingang Einblasdüsen
aufweist, die, zur Erzeugung eines Schutzdralles im Teilfaden, exzentrisch in den
Garnführungskanal münden.
[0022] In den aus den EP-0039763 A1, EP-0123072 A1, EP-0123829 A1 bekannten Texturierdüsen
erfolgt das Erwärmen und Fördern des Teilfadens je in einem als Kanal oder Kammer
ausgebildeten Heiz- und Förderelement, und das Pfropfen bilden bzw. Kräuseln, bzw.
Texturieren in einer zweiten Kammer, in welcher das eingeblasene erwärmte Gas wieder
entweichen kann, so dass ein Pfropfen aus der Kammer entnommen werden kann. Für das
Abkühlen des Pfropfens wird dieser auf ein transportierendes Kühlelement, beispielsweise
eine drehende Kühltrommel gegeben.
[0023] Eine weitere Testuriervorrichtung ist aus der EP-310890 A1 (Rolltex) bekannt, welche
sich aus einem Heiz- und Förderkanal zur Erwärmung und Förderung des Teilfadens, bzw.
des Garnes und einer daran angeschlossenen Nadelwalze zur Bildung des Garnpfropfens
zusammensetzt, wobei der Pfropfen nach der Nadelwalze auf eine Kühltrommel, zur Abkühlung
des Pfropfens, gegeben wird.
[0024] Ebenso sind aus der US-3,255,508 (Mitsubishi) Texturiermittel bekannt, welche sich
aus einer Erwärmungs- und Förderdüse und einer anschliessenden Kühltrommel zusammensetzen,
wobei die Pfropfenbildung aufgrund des Aufpralles des erwärmten und geförderten Fadens
auf der Kühltrommel entsteht.
[0025] Die Erfindung wird nun anhand weiterer Ausführungsbeispiele weiter erläutert. Es
zeigt:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zur Erzeugung eines erfindungsgemässen mehrfarbigen Garnes aus anders
anfärbenden oder unterschiedlich farbigen Teilfäden, schematisch dargestellt,
- Fig. 2
- eine Variante eines Teiles von Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Variante der Vorrichtung von Fig. 1,
- Fig. 4
- eine Variante eines Details der erfindungsgemässen Vorrichtung,
- Fig. 5 bis 9
- je Varianten eines Teiles der Fig. 1,
- Fig. 10
- ein Querschnitt von Fig. 9 entsprechend den Schnittlinien I-I (Fig. 9) und
- Fig. 11
- eine Variation des Querschnittes von Fig. 10.
[0026] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung zur Erzeugung eines mehrfarbigen Garnes mit hier beispielsweise
drei Spinnschächten, welche je unterschiedlich gefärbte Teilfäden 11 bzw. 11.1 bzw.
11.2 erzeugen. Diese Teilfäden 11, 11.1, 11.2 werden je über ein Präparationsmittel
2 geführt, welches in der Regel ein Beölungsmittel ist.
[0027] Solche Garne können auch aus zwei oder mehr Teilfäden bestehen.
[0028] Nach den Präparationsmitteln 2 gelangen die Teilfäden 11-11.2 je separat in ein zugehöriges
als Vorkompaktierungsmittel 3 bezeichnetes Kompaktierungsmittel, welches entweder
ein an sich bekanntes Verwirbelungsmittel oder vorzugsweise ein an sich bekanntes
Falschdrallmittel ist, wobei beide Mittel als Stand der Technik eingangs bereits erwähnt
wurden.
[0029] Nach den Vorkompaktierungsmitteln werden die Teilfäden 11-11.2 auf Streckgaletten
4 auf ein vorgegebenes Mass verstreckt dabei erwärmt, bzw. erhitzt, d.h. in den Bereich
des Glasumwandlungspunktes, bzw. in den thermoplastischen Bereich gebracht. Bei Verwendung
von Verwirbelungsmittel als Vorkompaktierungsmittel wird die Verwirbelung derart vorgesehen
, dass beim Strecken der verwirbelten Teilfäden 11-11.2 die Verwirbelungseinschnürungen
je nach Verwirbelungsart mindestens teilweise wieder aufgehoben werden, um keine Einbussen
in der Texturierqualität des Garnes zu erhalten.
[0030] Nach den Streckgaletten 4 werden die Teilfäden 11-11.2 gemeinsam in einer Texturierdüse
5 texturiert, wobei primär die Teilfäden in einem Heiz- und Förderelement 6 aufgrund
eines auf dem Injektorprinzip wirkenden Fördersystems angesaugt, erwärmt und in ein
Kräuselelement 7 gefördert werden, um dort aufgrund des Entweichens der Heiz- und
Fördergase zwischen Lamellen 32 oder anderen äquivalenten luftdurchlässigen Elementen
und der daraus resultierenden Reduzierung der Fördergeschwindigkeit und weiter daraus
resultierenden Reibung der einzelnen Fibrillen der Fäden an der Wand des Kühl- und
Kräuselelementes 7 zu einem Pfropfen gestaucht werden, welcher anschliessend auf eine
Kühltrommel 16 gegeben wird. Von der Bedienungsperson wird der Pfropfen vor oder nach
der Kühltrommel 16 in gekräuselte Teilfäden 11.3 - 11.5 aufgeteilt, was auch für die
noch zu beschreibenden Figuren 2 bis 6 und 8 zutrifft, und via eine Abzugswalze 33
und, wo nötig, über Umlenkfadenführer 31 je in ein zugehöriges, als Nachkompaktierungsmittel
8 - im Zusammenhang mit Fig. A als T1 bzw. T2 - bezeichnetes Kompaktierungsmittel
geführt, wobei auch hier das Nachkompaktierungsmittel 8 entweder ein an sich bekanntes
oder ein im Zusammenhang mit Fig. D erwähntes Falschdrallmittel oder vorzugsweise
ein an sich bekanntes Verwirbelungsmittel ist. Das genannte Erfassen durch die Bedienungsperson
geschieht mit Hilfe einer an sich bekannten Saugpistole, wobei die Auftrennung in
die Teilfäden manuell und mit Hilfe von hier nicht gezeigten Fadenführern pro Teilfaden
geschieht.
[0031] Nach den Nachkompaktierungsmitteln 8 werden die Teilfäden 11.3-11.5, wo nötig, über
Umlenkfadenführer 31 auf einer Galette 34 zusammengefasst, anschliessend in einem
als Kollektivkompaktierungsmittel 9 oder im Zusammenhang mit Fig. A als J bezeichnetes
Kompaktierungsmittel gemeinsam kompaktiert, das heisst, entweder vorzugsweise gemeinsam
mit an sich bekannten Mitteln verwirbelt oder gemeinsam falsch gedreht, um als Garn
12 nochmals über eine Galette 35 geführt und anschliessend im Spuler 10 aufgespult
zu werden. Da es sich bei diesen Galetten um Förderwalzen handelt, kann gegebenenfalls
auf eine oder beide Galetten 33 bzw. 34 vor oder auf die Galette 35 nach dem Kompaktiermittel
9 oder auf alle drei Galetten 33, 34 und 35 verzichtet werden, was durch Versuche
je nach Material festgestellt werden muss.
[0032] Im letzteren Falle werden die Fäden direkt vom Spuler 10 von der Kühltrommel 16 und
durch die Nachkompaktierungsmittel 8 und Kollektivkompaktierungsmittel 9 gezogen.
[0033] Die Fig. 2 zeigt als Variante gegenüber der Fig. 1 zur Texturierung der Teilfäden
11-11.2 nach den Streckgaletten 4 ein Heiz- und Förderelement 15 mit denselben Funktionen
wie das Element 6 und anschliessend daran eine an sich aus der US-3255508 bekannten
Kühltrommel 16 mit der zusätzlichen Funktion des Elementes 7, d.h. der Pfropfen wird
auf der Kühltrommel 16 gebildet und gekühlt. Die weiteren Elemente entsprechen den
bereits für Fig. 1 beschriebenen Elementen und werden deshalb nicht nochmals erwähnt.
[0034] Die Fig. 3 zeigt als Variante der Fig. 1 anstelle der Spinnschächte 1 einzelne Spulen
mit gefärbten Teilfäden, auch gefärbte Spulen 13 genannt, sowie als weitere Variante
zwecks Texturierung der hier mit 14-14.2 gekennzeichneten Teilfäden, nach den Streckgaletten
4 ein Heiz- und Förderelement 17, welches funktionell den vorgenannten Elementen 6
und 15 entspricht, mit anschliessender Nadelwalze 18 und anschliessender Kühltrommel
16 und dazwischen vorgesehenem Pfropfen-Auslenkelement 30, wobei die Kombination der
Elemente 17,18,16 und 30 in der EP-0310890 A1 beschrieben ist, weshalb für weitere
Details auf diese EP-Schrift verwiesen wird. Die übrigen Elemente entsprechen den
Elementen der vorgenannten Figuren und werden deshalb nicht nochmals erwähnt.
[0035] Hingegen sei erwähnt, dass die Verwendung von Vorlagespulen 13 (z.B. gefärbte Spulen)
anstelle von Spinnschächten 1, für alle Varianten der übrigen Figuren möglich ist.
[0036] Die Fig. 4 zeigt eine Kombination von Streckgaletten 4.1 mit einem an sich bekannten
Flächenheizelement 19, welches zwischen den beiden Streckgaletten vorgesehen ist und
zusätzlich zur Erwärmung mittels der Galetten 4 oder allein der Erwärmung der daran
gleitenden Teilfäden 11-11.2 oder 14-14.2 dient.
[0037] Die Fig. 5 zeigt eine Variante eines Teiles der Fig. 1, insofern als eine Texturierdüse
20, welche für jeden Teilfaden 11-11.2 oder 14-14.2 einen Ansaugteil 21 aufweist,
welcher dem entsprechenden Teilfaden einen genannten Schutzdrall erteilt, wobei im
Anschluss daran die Teilfäden im Heiz- und Förderelement 21.1 mittels des Fördermediums
erwärmt und gefördert und im anschliessenden Kräuselelement 22 zu einem Pfropfen gekräuselt
werden. Dabei münden die einzelnen Heiz- und Förderkanäle der Teilfäden zusammengefasst
in das Kräuselelement, d.h. dass gedachte Symetrieebenen der einzelnen Heiz.- und
Förderkanäle sich vor dem Kräuselelement schneiden. Die weiteren Elemente entsprechen
den bereits beschriebenen Elementen und werden deshalb nicht nochmals erwähnt.
[0038] Die Fig. 6 zeigt gegenüber der Fig. 5 eine weitere Variante einer Texturierdüse in
dem eine Texturierdüse 23 für die Teilfäden ein Heiz- und Förderelement 24 und ebenfalls
ein gemeinsames Kräuselelement 25 aufweist, um die einzelnen Teilfäden je separat
zu Heizen und zu Fördern, und gemeinsam zu texturieren. Dabei münden die einzelnen
Heiz- und Förderkanläle der Teilfäden nebeneinander in das Kräuselelement, d.h. dass
gedachte Symetrieebenen der einzelnen Heiz- und Förderkanäle sich ausserhalb des Heiz-
und Förderelementes 24 schneiden, wobei der Schnittpunkt nicht dargestellt ist.
[0039] Die weiteren Elemente entsprechen den bisher bereits beschriebenen Elementen und
werden deshalb nicht nochmals erwähnt.
[0040] Die Fig. 7 zeigt gegenüber der Fig. 6 insofern eine Variante als es sich hier um
drei einzelne Texturierdüsen 28 handelt, mit je einem Heiz- und Förderelement 26 und
einem daran angeschlossenen Kräuselelement 27 pro Teilfaden, wobei die drei Pfropfen
aus dem entsprechenden Kräuselelement entweder über Förderwalzen 29 oder direkt, je
nach Anordnung, nebeneinander auf eine gemeinsame Kühltrommel 16 gegeben werden, so
dass das für die Figuren 1 - 6 und 8 erwähnte Aufteilen in Teilfäden hier nicht mehr
notwendig ist. Die weiteren Elemente entsprechen den bisher beschriebenen und werden
deshalb nicht nochmals erwähnt.
[0041] Die Fig. 8 zeigt insofern eine Variante zur Fig. 3 als hier auf die Kühltrommel 16
verzichtet wird und an dessen Stelle ein Kühlluftauftragselement 36 sowie ein Kühlluftabsaugelement
37 um einen vorgegebenen Bereich der Nadelwalze 18 vorgesehen wird, mittels welchem
der sich auf der Nadelwalze befindliche Pfropfen abgekühlt und anschliessend über
einen Umlenkfadenführer 31 auf die Galette 33 und weiter wie bisher beschrieben geführt
wird. Dabei können die für die Fig. 1 beschriebenen Variationen in der Verwendung
der Galetten 33, 34 und 35 auch für die Anordnung der beschriebenen Elemente dieser
Figur, wie auch für die Anordnung der beschriebenen Elemente aller anderen Figuren
verwendet werden.
[0042] Die Fig. 9 zeigt eine in den Vorrichtungen der Fig. 1 bis 8 verwendbare Texturierdüse
38, welche mit einem Heiz- und Förderelement 39 versehen ist, welches für jeden Teilfaden
einen eigenen Heiz- und Förderkanal sowie einen eigenen Kräuselkanal im Kräuselelement
40 enthält.
[0043] Der Vorteil dieser Ausführung gegenüber der drei einzelnen Texturierdüsen von Fig.
7, besteht wärmetechnisch und herstellungsmässig in der kompakten Ausführungsform,
was zu billigeren Herstellungs- und Betriebskosten führen kann.
[0044] In Fig. 10 ist der Querschnitt des Kräuselelementes 40 gezeigt, wobei sich das Kräuselelement
aus den beiden Aussenwänden 41 und den Zwischenwänden 42 sowie den sich dazwischen
befindlichenLamellen 43 zusammensetzt. Dabei ist ein Freiraum für die Pfropfenbildung
vorgesehen, was mit der gezeigten Faden-Wirrlage 45 dargestellt ist. Im weiteren sind
die Aussenwände 41, die Zwischenwände 42 und die Lamellen 43 mittels eines oberen
Ringflansches 46 am Heiz- und Förderelement 39 befestigt, während der Zusammenhalt
der Aussenwände 41, der Zwischenwände 42 und der Lamellen am Ausgang des Kräuselelementes
40 mittels eines unteren Ringflansches 47 erfolgt.
[0045] Mit 44 ist dargestellt, in welcher Weise sich die Luft aus den einzelnen Kanälen
(nur bei einem Kanal dargestellt) des Kräuselelementes entweichen kann.
[0046] Vorteilhafterweise sind die fadenumgebenden Teile der Texturierdüsen, um die Teilfäden
einfach einführen zu können, entsprechend der vorgenannten EP-0039763 etc., aufklappbar,
weshalb die Texturierdüse 38, wie früher erwähnt, in zwei Hälften trennbar ist, was
mit der gedachten Symetrieebene 48 angedeutet ist.
[0047] Die Fig. 11 zeigt eine Variante des Querschnittes von Fig. 10 indem Lamellen 49 strahlenförmig
angeordnet sind, im Vergleich zur parallelen Anordnung der Lamellen 43 in Fig. 10.
Die weiteren Elemente entsprechen den Elementen der Fig. 10 und werden nicht wiederholt.
[0048] Im weiteren sei erwähnt, dass in den Figuren die noch zu kräuselnden Teilfäden bis
und mit der Texturiermittel mit 11-11.2 bzw. 14-14.2 und die nach den Texturiermitteln
gekräuselten Teilfäden bis zum Kollektivkompaktiermittel 9 mit 11.3-11.5 bzw. 14.3-14.5
und anschliessend an diese als Garn 12 gekennzeichnet sind.
[0049] Ebenso können in allen Varianten der Figuren 1-11 entweder Teilfäden von den Spinnschächten
1 oder von den Spulen 13 verarbeitet werden.
[0050] Ebenfalls sind in den Figuren, wo notwendig, Umlenkfadenführer 31 vorgesehen, was
in den Figuren schematisch gezeigt ist.
[0051] Es versteht sich, dass für alle mit einem Injektorprinzip versehenen Elemente vorteilhafterweise
ein mit der CH-680140 A5 gezeigtes Drallerteilungsprinzip verwendet werden kann, um
dem durch die Texturierdüse geführten Fäden einen Schutzdrall zu erteilen, welcher
zusätzlich zur sonst genannten Kompaktierung der Teilfäden dafür sorgt, dass bei Mehrfachführung
von Fäden durch eine Texturierdüse die einzelnen Teilfäden sich weniger ineinander
verharken, sondern im wesentlichen für sich nebeneinander bleiben, wobei der obere
Drallstop des entsprechenden Teilfadens die in Fadenlaufrichtung vorausgehende Galette
des Galettenpaares 4 ist.
[0052] Ein Schutzdrall ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die Fäden wie in den Fig. 1-5
gezeigt, in einer gemeinsamen Texturierdüse texturiert werden.
[0053] Im weiteren sei erwähnt, dass bei Verwendung des Falschdrallprinzips zur Kompaktierung
der Teilfäden nach den Präparationsmitteln 2, diese Präparationsmittel 2 als Drallstop
verwendet werden können, wenn keine Umlenkfadenführer 31 aus irgendwelchen Gründen
verwendet werden, sowie dass der Begriff

anders anfärbenden Teilfaden" so zu verstehen ist, dass solche Fäden im Farbprozess,
bei Anwendung von beispielsweise gleicher Farbe, nuanciert unterschiedliche, jedoch
wünschbare Farbeffekte enthalten.
[0054] Ebenfalls sei erwähnt, dass bei der genannten Nachkompaktierung mittels Verwirbelungsdüsen,
der Kompaktiereffekt mittels Druck (bar) und/oder Menge (kg/h) und/oder der Temperatur
des Gases, z.B. Luft oder Dampf verändert wird, indem dadurch die Anzahl Verwirbelungen
pro Längeneinheit des Fadens mehr oder weniger wählbar unterschiedlich ausfällt. Dies
wird erfindungsgemäss verwendet um den Farbeffekt des fertigen Garnes zusätzlich zur
Variierung des Farbeffektes durch die Auswahl der Farben zu variieren.
[0055] Zusätzlich können diese Parameter (Druck, Menge, Temperatur des Gases) pro Teilfaden
unterschiedlich gewählt werden, so dass von Teilfaden zu Teilfaden ein Unterschied
in der Verwirbelung und damit in der Intensität der Farbtrennung bzw. Farberkennung
im Garn besteht.
Legende
[0056]
- 1
- Spinnschacht mit oder ohne Unterteilungen
- 2
- Präparationsmittel
- 3
- Vorkompaktierungsmittel
- 4-4.2
- Streckgaletten
- 5
- Texturierdüse
- 6
- Heiz- und Förderelement
- 7.1-7.3
- Kräuselelement
- 8
- Nachkompaktierungsmittel
- 9
- Kollektivkompaktierungsmittel
- 10
- Spuler
- 11-11.2
- Teilfäden
- 11.3-11.5
- gekräuselte Teilfäden
- 12
- Garn
- 13
- gefärbte Spulen
- 14-14.2
- Teilfäden
- 14.3-14.5
- gekräuselte Teilfäden
- 15
- Heiz- und Förderelement
- 16
- Kühltrommel
- 17
- Heiz- und Förderelement
- 18
- Nadelwalze
- 19
- Flächenheizelement
- 20
- Texturierdüse
- 21
- Heiz- und Förder- und Drallgeberelement
- 22
- Kräuselelement
- 23
- Texturierdüse
- 24
- Heiz- und Förderelement
- 25
- Kräuselelement
- 26
- Heiz- und Förderelement
- 27
- Kräuselelement
- 28
- Texturierdüse
- 29
- Förderwalzen
- 30
- Auslenkelement
- 31
- Umlenkfadenführer
- 32
- Lamellen
- 33
- Galetten
- 34
- Galetten
- 35
- Galetten
- 36
- Kühlluftauftragelement
- 37
- Kühlluftabsaugelement
- 38
- Texturierdüse
- 39
- Heiz- und Förderelement
- 40
- Kräuselelement
- 41
- Aussenwand
- 42
- Zwischenwand
- 43
- Lamellen
- 44
- Luftaustrittsrichtung
- 45
- Fadenwirrlage
- 46
- oberer Flansch
- 47
- unterer Flansch
- 48
- Symetrieebene
- 49
- Lamellen
- I, II
- Fibrillenbündel
- G1, G2
- Galetten
- T1, T2, J
- Kompaktiermittel
- S
- Eugstellen
- R1, R2
- Drehung im Fibrillenbündel
- P
- Gasdruck
1. Verfahren zur Erzeugung eines Garnes (12) aus mehreren Teilfäden (11,11.1,11.2), wobei
die Teilfäden zusammengefasst gekräuselt und einer Aufspulung (10) unterzogen werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Teilfaden (11,11.1,11.2), für sich in einem Förderelement (21,21.1) mittels
eines Fördermediums gefördert und die Teilfäden in einem anschliessenden Kräuselelement
(22,25) gemeinsam zu einem Pfropfen gekräuselt (auch texturiert genannt) werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilfäden (11,11.1,11.2)
zusammengefasst in das Kräuselelement (22,25) münden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das texturierte Garn nach
der Texturierung wieder in Teilfäden aufgeteilt und jeder Teilfaden vor einer Kollektivkompaktierung
einer Nachkompaktierung unterzogen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Texturierung die Teilfäden
einer Streckung unterzogen werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorkompaktierung
separat pro Teilfaden vor der Streckung bzw. der Texturierung durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
genannten Kompaktierungen wahlweise mittels einer Verwirbelungskompaktierung und/oder
mittels einer Falschdrallkompaktierung durchgeführt werden.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Vorkompaktierung eine Falschdrallkompaktierung und die Nach- und Kollektivkompaktierung
je eine Verwirbelungskompaktierung sind.
8. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Veränderung des Effektes
des fertigen Garnes (12) durch Variation mindestens eines der folgenden Parameters
beim Verwirbeln in der Nachkompaktierung, und zwar pro Teilfaden gleich oder unterschiedlich,
durchgeführt wird, nämlich:
- des Druckes (bar)
- der Menge (kg/h)
- Temperatur (°C)
des für das Verwirbeln verwendenden Gases, beispielsweise Luft und/oder Dampf.
9. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Vorkompaktierung
eine Falschdrallkompaktierung ist und die Drallgebung durch Drallmiltel erzeugt wird,
welche die Drallerteilung vor der Streckung bzw. Texturierung, in Fadenlaufrichtung
gesehen, erzeugen.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Drallerteilung
mittels einer Drallgebung der Förderelemente erfolgt.
11. Vorrichtung zur Erzeugung eines Garnes aus mehreren Teilfäden mit einer Texturierdüse
(20,23) bestehend aus einem Förderelement (21,21.1) und einem Kräuselelement (22,25)
für alle Teilfäden,
dadurch gekennzeichnet,
dass pro Teilfaden je in separates Förderelement (21,21.1) vorgesehen ist, wobei diese
Förderelemente zusammengefasst in das Kräuselelement (22,25) münden.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderelemente (21,21.1)
derart angeordnet sind, dass gedachte Symmetrieebenen der einzelnen Förderelemente
(21,21.1) sich vor dem Kräuselelement (22), in Fadenlaufrichtung gesehen, schneiden.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass gedachte Symmetrieebenen
der einzelnen Förderkanäle (21,21.1) sich ausserhalb des Förderelementes (24) bzw.
innerhalb des Kräuselelementes (25) schneiden, wobei der Schnittpunkt nicht dargestellt
ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement (21)
einen Ansaugteil aufweist, welcher dem entsprechenden Teilfaden einen Falschdrall
erteilt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Texturierdüse (20,23),
in Fadenlaufrichtung gesehen, ein Streckmittel (4) für die Teilfäden (11,11.1,11.2)
vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Texturierdüse (20,23)
), in Fadenlaufrichtung gesehen, ein Vorkompaktiermittel (3) für die Teilfäden (11,11.1,11.2)
vorgesehen ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 und 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorkompaktiermittel
(3) vor dem Streckmittel (4), in Fadenlaufrichtung gesehen, vorgesehen ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Texturierdüse
(20,23), in Fadenlaufrichtung gesehen, ein Nachkompaktiermittel (8) für die Teilfäden
(11,11.1,11.2) vorgesehen ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Texturierdüse
(20,23), in Fadenlaufrichtung gesehen, ein Kollektivkompaktiermittel (9) für die Teilfäden
(11,11.1,11.2) vorgesehen ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachkompaktiermittel
(8) vor dem Kollektivkompaktiermittel (9), in Fadenlaufrichtung gesehen, vorgesehen
ist.
21. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kompaktiermittel wahlweise Verwirbelungsmittel und/oder Falschdrallmittel
sind.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorkompaktiermittel
(3) je ein Falschdrallmittel und die Nachkompaktiermittel (8) bzw. die Kollektivkompaktiermittel
(9) je Verwirbelungsmittel sind.
23. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Teilfaden im Förderelement
auch erwärmt wird.
24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Teilfaden mittels des
Fördermediums erwärmt wird.