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EP 0 874 075 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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28.10.1998 Patentblatt 1998/44 |
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Anmeldetag: 24.04.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D03D 51/34 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV RO SI |
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Anmelder: SULZER RÜTI AG |
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CH-8630 Rüti (CH) |
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Erfinder: |
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- Kaufmann, Josef
8352 Elsau (CH)
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Vertreter: Heubeck, Bernhard |
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Sulzer Management AG,
KS Patente/0007,
Zürcherstrasse 12 8401 Winterthur 8401 Winterthur (CH) |
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Vorrichtung zur Überwachung von bewegten Körpern und Webmaschine mit einer derartigen
Vorrichtung |
(57) Die Vorrichtung umfasst mindestens eine Lichtschranke (1) mit zwei Lichtleitern (5,
6) und eine Auswerteinrichtung (8). Jeder Lichtleiter (5, 6) ist in einer Schlauchleitung
(16) angeordnet, die an einen Luftverteiler (15) angeschlossen ist, um einen Luftstrom
entlang der Lichtleiter und an deren freien Enden zu erzeugen. Die Vorrichtung erweist sich als vielseitig einsetzbar, z.B. zur Ueberwachung von
Greifern, Fadenvorlegern usw. und von Schussfäden.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ueberwachung von bewegten Körpern und
Webmaschine mit einer derartigen Vorrichtung.
[0002] Es sind Ueberwachungsvorrichtungen bekannt, bei denen berührungslose magnetische,
optische, photoelektrische und induktive Sensoren vorgesehen sind. Induktive und magnetische
Sensoren können nur zur Ueberwachung metallischer Körper eingesetzt werden, während
optische oder photoelektrische Sensoren verschmutzungsempfindlich und daher nur begrenzt
anwendbar sind. Insbesondere Staub und während des Betriebes abgelöste, feine Partikel,
wie sie z.B. beim Weben auftreten, setzen sich an den optischen oder photoelektrischen
Sensoren ab. Die Folge sind Fehlsignale.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Ueberwachung von bewegten
Körpern zu schaffen, welche den genannten Nachteil nicht aufweist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0005] Die mit der erfindungsgemässen Vorrichtung erzielbaren Vorteile sind in der vielseitigen
Einsetzbarkeit und in der Betriebssicherheit zu sehen, wobei eine Selbstüberwachung
der Vorrichtung möglich ist.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemässen Vorrichtung ergeben sich aus
den abhängigen Ansprüchen.
[0007] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert.
[0008] Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung
und
- Fig. 2
- eine Einzelheit "A" in Fig. 1 im Schnitt und
- Fig. 3
- ein Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2.
[0009] Mit der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung wird die Stellung eines Projektils P in einem
Fangwerk F einer Projektilwebmaschine überwacht. Die Vorrichtung enthält zwei Lichtschranken
1, eine Steuereinrichtung 2, eine Abblaseinrichtung 3 und eine Einrichtung 4 zur Luftzufuhr.
Die Lichtschranke 1 wird von zwei Lichtleitern 5, 6 gebildet, wobei ein Lichtleiter
5 als Sender und der andere Lichtleiter 6 als Empfänger wirkt. Die Steuereinrichtung
2 enthält Zwei Auswerteinheiten 8, 9, die jeweils mit einer Lichtschranke verbunden
sind und eine Steuereinheit 10, die mit den Auswerteinheiten 8, 9 signalübertragend
verbunden ist. Die Abblaseinrichtung 3 umfasst einen Luftverteiler 15, der an die
Luftzufuhreinrichtung 4 angeschlossen ist und vier Schlauchleitungen 16, in welchen
jeweils ein Lichtleiter angeordnet ist. Im Luftverteiler 15 ist ein erstes Leitungssystem
18 mit Drosseln 19, um eine Mediumströmung zum Schutz der Lichtleiter 5, 6 gegen Schmutzablagerung
zu erzeugen und ein zweites Leitungssystem 20 mit einem Steuerkolben 21 vorgesehen,
um eine Mediumströmung zum Entfernen von Schmutzablagerungen in einem Bereich vor
dem freien Ende der Lichtleiter 5, 6 zu entfernen. Der Luftverteiler 15 ist ein Körper,
in welchem die Leitungssysteme in Form von Bohrungen ausgebildet sind. Es wird darauf
hingewiesen, dass anstelle eines Körpers ein Aufbau des Luftverteilers aus den einzelnen
Elementen möglich ist.
[0010] Es wird auf die Fig. 2 Bezug genommen. Es ist ein Halter 31 vorgesehen. Die Schlauchleitung
16 ist einerseits mittels eines Anschlussteiles 31 am Halter 31 gehalten und andererseits
mittels einer Hülse 33 an den Anschlussteil 32 festgeklemmt. Das freie Ende des Lichtleiters
5 ist in einer Fassung 34 gehalten, die einen sechseckigen Querschnitt aufweist. Die
Fassung 34 ist in einem Luftleitorgan 35 angeordnet, das in den Halter 31 eingesetzt
ist. Das Luftleitorgan 35 ist hülsenförmig ausgebildet und weist einen verjüngten
Abschnitt 36 auf, der ein Loch 37 zum Durchtritt der Lichtstrahlen hat.
[0011] Im Betrieb wird die Vorrichtung fortwährend mit dem Schmutzmedium, insbesondere Luft
unter 5-6 bar versorgt. Die Luft wird über das Ventil der Zuführeinrichtung 4 in das
Leitungssystem 18 mit den Drosseln 19 eingespeist. Die Drosseln 19 sind so ausgelegt,
dass in den Schlauchleitungen 15 eine Strömung herrscht, welche die Ablagerung von
Schmutz auf der Stirnfläche der Lichtleiter 5 und 6 verhindert. Diese Funktion wird
durch die Verengung des Leitorgans 35 unterstützt und damit in vorteilhafter Weise
ein Reinigungseffekt erzielt. Aufgrund der aus dem Leitorgan 35 strömenden Luft, entstehen
Luftwirbel, welche zu Ablagerung von Schmutzpartikeln im Bereich des Leitorgans 35
führen. Aus diesem Grunde wird Spülluft mit höheren Druck über das Ventil der Zuführeinrichtung
4 in die Schlauchleitungen 16 geleitet, welche die den Sender der Lichtschranke 1
bildende Lichtleiter 5 enthalten. Diese Luftzufuhr erfolgt impulsweise durch Umschalten
des Ventils der Zuführeinrichtung 4. Die Steuerung des Ventils erfolgt durch die Steuereinheit
10, mit welcher die Pulsdauer und der Pulsintervall eingestellt wird. Die Lichtleiter
5 und 6 einer Lichtschranke 1 sind an eine Auswerteinrichtung 8, 9 angeschlossen.
Die Ausführung der Lichtschranke 1 ist bekannt und wird daher nicht beschrieben.
[0012] Die Vorrichtung umfasst mindestens eine Lichtschranke 1 mit zwei Lichtleitern 5,
6 und eine Auswerteinrichtung 8. Jeder Lichtleiter 5, 6 ist in einer Schlauchleitung
16 angeordnet, die an einen Luftverteiler 15 angeschlossen ist, um einen Luftstrom
entlang der Lichtleiter und an deren freien Enden zu erzeugen.
[0013] Die Vorrichtung erweist sich als vielseitig einsetzbar, z.B. zur Ueberwachung von
Greifern, Fadenvorlegern usw. und von Schussfäden.
1. Vorrichtung zur Ueberwachung von bewegten Körpern in einer Webmaschine, mit mindestens
einer Lichtschranke aufweisend einen ersten und zweiten Lichtleiter und einer Auswerteinrichtung,
gekennzeichnet durch einen Schutzmantel (16) für jeden Lichtleiter (5, 6) und durch
einen Luftverteiler (15), der mit den Schutzmänteln (16) verbunden ist, um eine Strömung
eines Mediums entlang der Lichtleiter (5, 6) und an deren freien Enden zu erzeugen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzmantel (16) als
Schlauch- oder Rohrleitung ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftverteiler
(15) ein erstes Leitungssystem (18) mit Drosseln (19) zur Erzeugung einer Schutzströmung,
um Schmutzablagerungen auf den Lichtleitern (5, 6) zu verhindern und ein zweites Leitungssystem
(20) zur Erzeugung einer Spülströmung aufweist, um Schmutzablagerungen zu entfernen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Fassung (34)
mit sechseckigem Querschnitt, die am freien Ende des Lichtleiters (5, 6) montiert
ist und durch ein hülsenförmiges Luftleitorgan (35), welches die Fassung (34) umschliesst,
um Kanäle für den Mediumstrom zu bilden.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein elektromagnetischen
Ventil (4), das einen Einlass und zwei Auslässe aufweist, wobei der Einlass mit einer
Druckquelle (22) verbunden ist und die Auslässe mit dem ersten bzw. zweiten Leitungssystem
(18, 20) verbunden sind.
6. Webmaschine mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5.

