[0001] Die Erfindung betrifft eine Markise mit einem nur die Tuchwelle mit dem Markisentuch
umschließenden Gehäuse, das eine Öffnung für das Markisentuch aufweist und von einzelnen
Trägern getragen wird.
[0002] Neben Markisen, deren Gehäuse im eingefahrenen Zustand der Markise die Tuchwelle,
die Gelenkarme und den Markisenantrieb umgibt, gibt es auch einfache Markisen, die
nur ein die Tuchwelle mit dem Markisentuch umschließendes Gehäuse haben. Hierbei schützt
das Tuchwellengehäuse das auf der Tuchwelle aufgewickelte Markisentuch mit seiner
Oberseite vor Regen und mit seiner Unterseite vor Spritzwasser, das bei Schlagregen
von einer Hauswand oder anderen Gebäudeteilen abgespritzt wird.
[0003] Es ist ein Tuchwellengehäuse dieser Art bekannt (DE 34 28 153 C1), welches aus einer
einteiligen Rohrschale aus Aluminiumblech od.dgl. besteht, die an der Vorderseite
eine Öffnung für das Markisentuch aufweist, die von einem Vordach abgedeckt wird,
das mit dem Markisengehäuse aus einem Stück besteht. Das Tuchwellengehäuse wird von
einzelnen, im seitlichen Abstand voneinander angeordneten Trägern getragen, die einen
Stützteil und zwei in Umfangsrichtung des Gehäuses entgegengesetzt gerichtete Tragarme
aufweisen, auf denen das rohrförmige Gehäuse aufliegt. Der Stützteil ist nach Art
einer Rohrschelle an einem unterhalb des Tuchwellengehäuses angeordneten Tragrohr
befestigt.
[0004] Diese bekannte Markise schützt zwar das auf der Tuchwelle aufgewickelte Markisentuch
vor Regen und Spritzwasser, die geschlossene Bauart hat aber den Nachteil, daß sich
im unteren Teil des Markisengehäuses Schmutz und aus dem Markisentuch ausgepreßtes
Wasser sammelt, wenn das Markisentuch in nassem Zustand eingerollt wird. Der Markisentuchballen
tunkt dann auf ganzer Breite mehr oder weniger tief in eine Lache schmutzigen Wassers
ein, wodurch das Markisentuch verunreinigt wird und rasch verrottet.
[0005] Die geschlossene Bauart hat ferner den Nachteil, daß das Gehäuse, insbesondere auf
seiner Innenseite, nur schwer mit einer Oberflächenbehandlung geschützt werden kann
Insbesondere ist es schwierig, die Innenfläche von rohrförmigen Teilen mit einer ausreichend
dicken Pulverbeschichtung zu versehen, die allein einen sicheren Schutz vor Abrieb
und Korrosion bietet.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Markise mit Tuchwellengehäuse besonders einfach
so auszubilden, daß sich in ihm kein Wasser oder Schmutz ansammeln kann und daß das
Gehäuse auch auf seiner Innenseite in üblichen Pulverbeschichtungsanlagen mit einer
Schutzschicht aus Kunststoff überzogen und möglichst ohne Werkzeug zusammengebaut
und montiert werden kann. Ferner ist es ein Anliegen der Erfindung, das Markisengehäuse
und seine Tragvorrichtungen so auszugestalten, daß das Markisengehäuse leicht und
schnell demontiert und in Teile unterschiedlicher Materialbeschaffenheit zerlegt werden
kann, was für die Entsorgung in späterer Zeit wichtig ist.
[0007] Die vorgenannte Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß das Gehäuse aus
mindestens zwei Gehäuseschalen besteht, die an den Trägern befestigt sind und im unteren
Teil des Gehäuses auf dessen ganzer Länge Schlitze bilden.
[0008] Die mehrteilige Ausbildung des Gehäuses hat den Vorteil, daß die kleineren Gehäuseschalen
in einfacher Weise in ein Wirbelbett getaucht oder mit Spritzdüsen pulverbeschichtet
werden können und mit einfachen Mitteln an den Trägern zu befestigen sind. Die Schlitze
im unteren Teil des Gehäuses, die auf dessen ganzer Länge vorgesehen sind, lassen
Wasser und Schmutz sofort wieder aus dem Gehäuse austreten, soweit solche Bestandteile
von dem Markisentuch beim Aufwickeln in das Gehäuse eingetragen werden.
[0009] Außerdem sorgen sie für eine gute Belüftung des Gehäuses und eine Trocknung des aufgerollten
Markisentuches auf dessen ganzer Länge, da die durch die Schlitze eintretende und
durch die vordere Öffnung austretende Luft ständig das Markisentuch umspült.
[0010] Gleichwohl ist das Markisentuch vor Regen und Spritzwasser ausreichend geschützt.
[0011] Es ist möglich, viele Schlitze begrenzter Länge aneinander anschließend im Boden
des Gehäuses anzuordnen. Noch einfacher und wirksamer ist es aber, wenn die Gehäuseschalen
untere Ränder aufweisen, die im seitlichen Abstand voneinander an den Trägern befestigt
sind. Der Schlitz läuft dann auf ganzer Länge des Gehäuses durch und wird nur im Bereich
der Träger von diesen unterbrochen.
[0012] Das Gehäuse kann zwei Gehäuseschalen mit in deren Längsrichtung sich erstreckenden
unteren Rändern aufweisen, die in seitlichem Abstand voneinander in an den Trägern
angeordnete Trägertaschen eingreifen und wobei die Gehäuseschalen an den Trägern verriegelt
sind. Eine solche Ausgestaltung ist besonders einfach und erlaubt die Montage und
Befestigung der Gehäuseschalen am Träger ohne Werkzeug.
[0013] Die in seitlichem Abstand voneinander angeordneten, unteren Ränder der Gehäuseschalen
können die Schlitze bilden und mindestens im Bereich der Träger Verkröpfungen aufweisen,
die in entsprechend geformte, seitlich und oben offene, am Träger angeordnete Trägertaschen
eingreifen. Bei einer solchen Ausbildung können die Gehäuseschalen einfach von oben
her mit ihren Verkröpfungen in die Trägertaschen eingeschoben und dann nach unten
geschwenkt werden, bis sie auf den Trägern aufliegen. Die Gehäuseschalen werden hierdurch
gleichzeitig verriegelt und können sich in Umfangsrichtung nicht mehr verschieben.
[0014] Bei einer anderen Ausführungsform können die Träger im Bereich der Trägertaschen
eine oben offene Rinne aufweisen, in die ein Stopfen eingreift, der die verkröpften
unteren Ränder der Gehäuseschalen übergreift und den Träger an seinen Stirnseiten
im Bereich der Rinne untergreift und hierdurch die Gehäuseschalen mit ihren unteren
Rändern am Träger festhält. Der Stopfen besteht hierbei zweckmäßig aus Kunststoff
und hat an seinen die Stirnseiten des Trägers übergreifenden Schenkeln nach innen
vorspringende Rasten, die beim Aufschieben des Stopfens an den Stirnseiten des Trägers
entlanggleiten und unter diesem einrasten.
[0015] Die Träger sind zweckmäßig so ausgebildet, daß sie einen Stützteil und zwei entgegengesetzt
gerichtete, sich in Umfangsrichtung des Gehäuses erstreckende Tragarme aufweisen,
deren freie Enden in Gehäusetaschen an den Außenflächen der Gehäuseschalen eingreifen.
Hierbei haben die Gehäusetaschen in Umfangsrichtung des Gehäuses mindestens die gleiche
Tiefe wie die an den Trägern angeordneten Trägertaschen. Die Gehäuseschalen können
dann mit ihren unteren, verkröpften Rändern und mit ihren Gehäusetaschen gleichzeitig
in die Trägertaschen und in die Gehäusetaschen eingeschoben werden. In diesem Fall
befinden sich die Trägertaschen zweckmäßig am Rand von etwas größeren Kammern, in
die die verkröpften unteren Ränder der Gehäuseschalen eingelegt und in die Trägertaschen
hineingleiten können, wenn die Gehäuseschalen in Umfangsrichtung auf den Tragarmen
der Träger entlanggeschoben werden.
[0016] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Stützteil zwischen den
Tragarmen einen gegenüber diesen vertieften Boden und in dessen Mitte eine sich in
Gehäuselängsrichtung erstreckende Kopfleiste auf, deren mit dem Boden verbundener
Steg zusammen mit dem Boden und den seitlich vorspringenden Teilen des Kopfes der
Kopfleiste Trägertaschen bildet, in welche Verkröpfungen an den unteren Rändern von
zwei Gehäuseschalen eingreifen. Hierbei geht der Boden im seitlichen Abstand von den
Seitenwänden des Steges und von den Verkröpfungen der Gehäuseschalen in Stützteilseitenwände
über, die mit dem Boden und den Gehäuseschalen Riegelkammern bilden, in welcher diese
ausfüllende Riegelarme eines Verriegelungselementes angeordnet sind.
[0017] Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß die Gehäuseschalen bei der Montage mit ihrer
Umfangsfläche flach auf die Tragarme aufgelegt und in Umfangsrichtung mit ihren unteren
Rändern in die Trägertaschen eingeschoben werden können, wobei die Verkröpfungen in
den Riegelkammern entlanggleiten, bis sie in den Trägertaschen sitzen. Der zwischen
den Verkröpfungen und den Stützteilseitenwänden entstehende Hohlraum wird dann von
den Riegelarmen des Verriegelungselementes ausgefüllt, so daß die Gehäuseschalen nicht
wieder zurückgleiten können, sondern in ihrer montierten Stellung verriegelt sind.
[0018] Die Riegelarme können aus Leisten oder Stiften bestehen, deren Querschnitt dem Querschnitt
der Riegelkammer angepaßt ist. Um die Montage zu erleichtern, ist es jedoch zweckmäßig,
zwei Riegelarme an ihrem einen Ende durch ein Joch zu verbinden, das am Träger befestigt
wird. Das Verriegelungselement mit beiden Riegelarmen kann dann in einfacher Weise
axial in die Riegelkammern eingeschoben und am Träger befestigt werden, so daß es
nicht wieder herausfallen kann.
[0019] Die Kopfleiste des Trägers besteht mit dem Boden zweckmäßig aus einem Stück und hat
eine zur Tuchwelle parallele, durchgehende Axialöffnung, in der ein Verankerungsmittel
für das Verriegelungselement angeordnet ist. Das Verriegelungselement kann mit einer
Schraube verankert werden, die in eine hierfür vorgesehene Axialbohrung im Träger
eingeschraubt wird. Einfacher ist es jedoch, wenn das Verriegelungselement mit einer
Rastklinke verankert wird, die sich am Ende eines Rastarmes befindet, der zwischen
den Riegelarmen am Joch des Verriegelungselementes angeordnet ist und die Axialöffnung
im Stützteil des Trägers durchdringt. Nach dem Finschieben des Verriegelungselementes,
bei dem die Riegelarme in die Riegelkammern eindringen und der Rastarm durch die Akialöffnung
im Stützteil hindurchgeschoben wird, tritt die Rastklinke am Ende der Axialöffnung
aus dieser heraus und greift hinter die dem Joch gegenüberliegende Stirnseite des
Trägers, wodurch das Verriegelungselement am Träger verriegelt wird.
[0020] Ebenso wie die vorerwähnten Stopfen können auch die Verriegelungselemente aus hartem,
elastischem Kunststoff bestehen, während das Markisengehäuse und seine Träger vorzugsweise
aus Strangpreßprofilabschnitten od. dgl. hergestellt sind.
[0021] Die beschriebenen Ausbildungen und Anordnungen gestatten es, die Gehäuseschalen nicht
nur einfach an den Trägern weitgehend ohne Werkzeug zu montieren, sondern auch bei
Bedarf wieder zu zerlegen, wobei lediglich die Rasten der Verriegelungselemente gelöst
und diese als ganzes aus den Riegelkammern herausgeschoben bzw. aus der Rinne der
Träger herausgehoben werden müssen. Wenn die Stopfen und Verriegelungselemente aus
Kunststoff bestehen, können sie nicht korrodieren und auch noch nach Jahrzehnten leicht
entfernt werden, wobei sie getrennt von den Metallteilen entsorgt werden können, aus
denen üblicherweise die Gehäuseschalen und die Träger für das Markisengehäuse bestehen.
[0022] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und den Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung an Beispielen
näher erläutert sind. Es zeigt:
- Fig. 1
- Die Tuchwelle mit aufgewickeltem Markisentuch einer Markise nach der Erfindung in
einer seitlichen Ansicht und in einem Querschnitt durch das Markisengehäuse in einer
ersten Ausführungsform;
- Fig. 2
- eine zweite Ausführungsform der Markise nach der Erfindung mit Riegelstopfen in einer
der Fig. 1 entsprechenden Teildarstellung in vergrößertem Maßstab;
- Fig. 3
- den Gegenstand der Fig. 2 in einem Teillängsschnitt nach Linie III-III der Fig. 2;
- Fig. 4
- den bei der Ausführungsform nach Fig. 2 und 3 verwendeten Riegelstopfen in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 5
- eine teilweise zusammengebaute Markise für zwei weitere Ausführungsformen der Erfindung
in einer der Fig. 1 entsprechenden Seitenansicht;
- Fig. 6
- eine Teildarstellung der Fig. 5 in vergrößertem Maßstab und in verriegeltem Zustand
des Gehäuses mit einem Verriegelungselement in einer ersten Variante und in einem
Teilschnitt nach Linie VI-VI der Fig. 7;
- Fig. 7
- die Auflagerung und Verriegelung der Gehäuseschalen der Markise nach Fig. 6 mit der
ersten Ausführungsform des Verriegelungselementes in einem Schnitt nach Linie VII-VII
der Fig. 6;
- Fig. 8
- eine der Fig. 6 entsprechende Darstellung einer vierten Ausführungsform der Erfindung
mit einer zweiten Variante des Verriegelungselementes in einem Querschnitt nach Linie
VIII-VIII der Fig. 9;
- Fig. 9
- den Gegenstand der Fig. 8 in einer Teildraufsicht in Richtung des Pfeiles IV gesehen;
- Fig.10
- den Gegenstand der Fig. 8 in einem Teillängsschnitt nach Linie X-X;
- Fig. 11
- das bei der Ausführungsform nach Fig. 8, 9 und 10 verwendete Verriegelungselement
für das Markisengehäuse nach der Erfindung in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 12
- den Gegenstand der Fig. 11 in einer Draufsicht in Richtung des Pfeiles XII gesehen;
- Fig. 13
- das Verriegelungselement nach Fig. 11 in einer Stirnansicht in Richtung des Pfeiles
XIII;
- Fig. 14
- das Verriegelungselement nach Fig. 11 in einer Rückansicht in Richtung des Pfeiles
XIV und
- Fig. 15
- das Verriegelungselement nach Fig. 11 in einer Seitenansicht in Richtung des Pfeiles
XV.
[0023] Von einer Markise nach der Erfindung, die beispielsweise eine übliche Gelenkarmmarkise
sein kann, sind in den Zeichnungen nur die Tuchwelle 10 mit dem darauf aufgewickelten
Markisentuch 11 und das Gehäuse 12 dargestellt, das von einzelnen, im seitlichen Abstand
voneinander angeordneten Trägern 13 getragen wird. Die Träger 13 können auf einem
nicht näher dargestellten Tragrohr oder an einer Hauswand befestigt sein, wie dies
an sich bekannt ist.
[0024] Das Gehäuse 12 ist im wesentlichen zylindrisch und umschließt das auf der Tuchwelle
10 aufgewickelte Markisentuch 11. Es hat im oberen Teil eine Öffnung 14, durch die
das vordere Ende des Markisentuches 11 herausgeführt ist und von der Tuchwelle 10
mit Hilfe der nicht näher dargestellten Gelenkarme und der Randleiste abgezogen werden
kann. Die Öffnung 14 wird von einem vorspringenden Dach 15 abgedeckt, welches Teil
des Gehäuses 12 ist.
[0025] Bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 bis 4 besteht das Gehäuse 12 aus zwei
Gehäuseschalen 16 und 17, deren untere Ränder 18 und 19 im seitlichen Abstand
a voneinander an den Trägern 13 befestigt sind, so daß sie einen auf ganzer Länge durchgehenden
Schlitz 23 bilden, der nur von den Trägern 13 unterbrochen wird.
[0026] Die Gehäuseschalen 16 und 17 bestehen aus Strangpreßprofilen oder durch Rollen verformten
Profilen und sind auf ihrer Außenseite und Innenseite mit Kunststoffpulver beschichtet.
[0027] Die ebenfalls mit Kunststoffpulver beschichteten Träger 13, die aus Aluminiumdruckguß
oder Stahl bestehen können, haben einen Stützteil 20 und zwei in Umfangsrichtung des
Gehäuses 12 entgegengesetzt gerichtete Tragarme 21 und 22, auf denen die Gehäuseschalen
16 bzw. 17 aufliegen.
[0028] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel trägt der Stützteil 20 des Trägers
13 zwischen den Tragarmen 21 und 22 eine Kopfleiste 24, deren Steg 25 mit den seitlich
vorspringenden Teilen 26 des Kopfes 27 und den neben dem Steg 25 vertieften Teilen
21a und 22a der Tragarme 21 und 22 Trägertaschen 28 bilden. Die Gehäuseschalen 16
und 17 haben an ihren unteren Rändern 18 und 19 mindestens im Bereich der Träger 13
Verkröpfungen 29, die im Querschnitt dem Querschnitt der Trägertaschen 28 entsprechen
und in diese eingreifen, wobei die unteren Ränder 18 und 19 der Gehäuseschalen 16
und 17 durch den Steg 25 der Kopfleiste 24 im Abstand
a voneinander gehalten werden und sich im unteren Teil des Gehäuses auf dessen ganzer
Länge ein durchgehender Schlitz 23 ergibt, der nur im Bereich der Träger 13 durch
deren Kopfleisten 24 unterbrochen wird.
[0029] Obgleich es genügt, die Verkröpfungen 29 an den unteren Rändern 18 und 19 der Gehäuseschalen
16 und 17 nur dort vorzusehen, wo das Gehäuse von einem Träger unterstützt wird, sind
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die unteren Ränder 18 und 19 der Gehäuseschalen
16 und 17 auf ihrer ganzen Länge verkröpft. Dies hat den Vorteil, daß die Gehäuseschalen
einstückig mit dem dargestellten Profil gezogen werden können.
[0030] Um die Gehäuseschalen 16 und 17 an den Trägern 13 zu befestigen, genügt es, sie mit
ihren Verkröpfungen 29 seitlich und von oben her in die Trägertaschen 28 einzuschieben
und auf den Tragarmen 21 und 22 abzulegen. Sie können dann in der in Fig. 1 dargestellten
Lage nicht mehr in Umfangsrichtung herausgezogen werden.
[0031] In den Fig. 2, 3 und 4 ist eine zweite Ausführungsform des Tuchwellengehäuses 12
gezeigt, bei dem der Stützteil 20 des Trägers 13 von einem im Querschnitt viereckigen
Rohr gebildet wird, das zwischen zwei Stützwänden 20a und 20b einen oberen Boden 30
aufweist, der in die Tragarme 21 und 22 übergeht und etwa in der Mitte eine Vertiefung
31 aufweist, die den Verkröpfungen 29 an den unteren Rändern 18 und 19 der Gehäuseschalen
16 und 17 angepaßt ist.
[0032] Bei dem in den Fig. 2 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel werden die unteren
Ränder 18 und 19 durch einen Stopfen 32 aus hartem, elastischem Kunststoff im seitlichen
Abstand
a voneinander gehalten, so daß sich auch hier im unteren Teil des Gehäuses zwischen
den unteren Rändern 18 und 19 ein über die ganze Länge des Gehäuses 12 durchlaufender
Schlitz 23 ergibt, durch den Schmutz und Wasser aus dem Gehäuse 12 austreten kann.
[0033] Wie aus Fig. 4 hervorgeht, hat der Stopfen 32 ein Kopfteil 33 und ein Stegteil 34
und erstreckt sich über die ganze Breite des Trägers 13, wobei er den oberen Boden
30 des Stützteiles 20 im Bereich der Vertiefung 31 seitlich überragt und umgreift.
Zu diesem Zwecke ist der Stegteil 34 im Längsschnitt U-förmig ausgebildet und hat
an seinen Enden federnde Zungen 35 mit Rasthaken 36 an ihren unteren Enden, die, wie
in Fig. 3 gezeigt, den Träger 13 an den Stirnseiten 37 des oberen Bodens 30 des Stützteiles
20 untergreifen. Die Oberfläche 38 des Kopfteiles 33 des Stopfens 32 ist in Querrichtung
leicht konkav, so daß sie sich der Krümmung der Gehäuseschalen 16 und 17 anpaßt.
[0034] Wie aus Fig. 2 hervorgeht, haben die Gehäuseschalen 16 und 17 an ihren Außenflächen
16a und 17a Gehäusetaschen 39, die von angeformten Leisten 40 gebildet werden, die
mit den Gehäuseschalen 16 und 17 aus einem Stück bestehen. Ebenso wie die Verkröpfungen
29 müssen die Gehäusetaschen 39 nur im Bereich der Träger vorgesehen sein. Zweckmäßigerweise
laufen sie jedoch auf ganzer Länge der Gehäuseschalen durch, so daß die Leisten 40
mit den Gehäuseschalen 16 und 17 aus einem Stück gezogen oder gepreßt werden können.
[0035] Wie aus Fig. 2 hervorgeht, greifen die freien Enden 21b und 22b der Tragarme 21 und
22 in die Gehäusetaschen 39 der Gehäuseschalen 16 und 17 ein. Man erkennt in Fig.
2, daß die Gehäusetaschen 39 in Umfangsrichtung 41 des Gehäuses 12 die gleiche Tiefe
t haben wie die an den Trägern 13 angeordneten Trägertaschen 28.
[0036] Bei der Montage des Gehäuses 12 an den Trägern 13 werden die Gehäuseschalen 16 und
17 in Umfangsrichtung 41 auf den Trägerarmen 21 und 22 entlanggeschoben, wobei die
freien Enden 21b und 22b der Tragarme 21 in die Gehäusetaschen 39 eingreifen und die
Verkröpfungen 29 an den unteren Rändern 18 und 19 der Gehäuseschalen 16 und 17 in
die angepaßte Vertiefung 31 des Bodens 30 des Stützteiles 20 hineingleiten. Die unteren
Ränder 18 und 19 befinden sich dann noch in seitlichem Abstand
a voneinander und bilden den durchlaufenden Schlitz 23. Durch diesen werden dann die
Stopfen im Bereich der Träger 13 hineingesteckt, die an den Stirnseiten 37 der Vertiefung
31 verrastet werden und mit ihrem Kopfteil 33 die unteren Ränder 18 und 19 der Gehäuseschalen
16 und 17 in der Vertiefung 31 der Träger 13 verriegeln.
[0037] Man erkennt, daß nach dem Montieren und Verriegeln des Gehäuses an den Trägern 13
die Gehäuseschalen 16 und 17 auf den Tragarmen 21 und 22 weder in Umfangsrichtung
41 verschoben, noch von diesen Tragarmen abgehoben werden können.
[0038] In den Fig. 5 bis 15 ist eine etwas andere Ausführungsform gezeigt, bei der das Gehäuse
12 aus einem Gehäuseoberteil 12a und einem Gehäuseunterteil 12b besteht. Das Gehäuseoberteil
12a besteht mit dem Dach 15 aus einem Stück und ist auf der Rückseite mit dem Gehäuseunterteil
12b verrastet. Das Gehäuseunterteil 12b besteht aus zwei Gehäuseschalen 16 und 17,
die ebenso wie bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel von einzelnen, im seitlichen
Abstand voneinander angeordneten Trägern 13 getragen werden und an diesen verriegelt
sind.
[0039] Ebenso wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 haben die Träger kastenförmigen
Querschnitt und Stützwände 20a und 20b, die durch einen oberen Boden 30 verbunden
sind, der in die Tragarme 21 und 22 übergeht. Der Boden 30 hat einen vertieften Bodenteil
42, der sich bei dieser Ausführungsform über annähernd die ganze Breite des Bodens
30 erstreckt und etwa in der Mitte eine sich in Gehäuselängsrichtung erstreckende
Kopfleiste trägt, welche der Kopfleiste in der Ausführungsform nach Fig. 1 entspricht
und deshalb auch mit dem Bezugszeichen 24 versehen ist. Der mit dem vertieften Bodenteil
42 des Stützteiles 20 aus einem Stück bestehende Steg 43 der Kopfleiste 24 bildet
zusammen mit dem vertieften Bodenteil 42 und den seitlich vorspringenden Teilen 26
des Kopfes 27 der Kopfleiste 24 Trägertaschen 28, in welche Verkröpfungen 29 an den
unteren Rändern 18 und 19 der Gehäuseschalen 16 und 17 eingreifen.
[0040] Man erkennt aus den Fig. 5 und 6, daß der vertiefte Boden 42 im seitlichen Abstand
von den Seitenwänden des Steges 43 und von den Verkröpfungen 29 der Gehäuseschalen
16 und 17 in Stützteilseitenwände 44 übergeht, die mit dem Boden 42 und den Gehäuseschalen
16 und 17 Riegelkammern 45 bilden, in welchen diese ausfüllende Riegelarme 46 eines
Verriegelungselementes 47 angeordnet sind (Fig. 6).
[0041] Das Verriegelungselement 47 besteht aus einem harten, federelastischen Kunststoff,
und die Riegelarme 46 sind an ihrem einen Ende 46a durch ein Joch 48 verbunden (Fig.
7 und 11 bis 15). In der Mitte zwischen den beiden Riegelarmen 46 trägt das Joch 48
des Verriegelungselementes 47 einen Rastarm 49, der als Verankerungsmittel dient.
Dieser Rastarm kann in eine durchgehende Axialöffnung 50 eingeschoben werden, die
bei der Ausführungsform nach Fig. 5 in der Kopfleiste 24 angeordnet ist und sich in
dieser parallel zur Tuchwelle 10 erstreckt. Die Axialöffnung 50 kann eine ringsum
geschlossene, durchgehende Bohrung sein, sie kann aber auch als an der Unterseite
offener Kanal ausgebildet werden, wie dies bei den in den Fig. 5 bis 10 dargestellten
Ausführungsformen der Fall ist.
[0042] Bei dem in den Fig. 6 bis 9 dargestellten Ausführungsbeispiel wird das Verriegelungselement
47 durch eine Kopfschraube 51 gesichert, die in das rückwärtige Ende des Rastarmes
49 eingeschraubt wird, wenn das Verriegelungselement 47 in Stellung gebracht ist.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 10 bis 15 ist am Ende des Rastarmes 49 eine
Rastklinke 52 angeordnet, die nach oben weist und das Verriegelungselement 47 im eingebauten
Zustand verankert, indem sie hinter eine Stirnfläche des Kopfteiles 33 der Kopfleiste
24 greift.
[0043] Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 1 und 5 bis 15 besteht die Kopfleiste 24
mit dem Stützteil 20 bzw. mit dessen Boden 30 und den Tragarmen 21 und 22 aus einem
Stück. Es ist dann möglich, die Träger im Strang zu pressen und diesen in einzelne
Trägerstücke zu zerlegen, die dann ihrerseits wieder auf einem Tragrohr befestigt
werden können.
[0044] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern es sind mehrere Änderungen und Ergänzungen möglich, ohne den Rahmen
der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise kann das Gehäuse auch aus mehr als zwei
oder drei Gehäuseschalen hergestellt werden, die miteinander verrastet oder auf andere
Weise verbunden werden. Es ist auch möglich, die Gehäuseschalen nicht aus Metall,
sondern aus einem harten Kunststoff herzustellen und diese auf andere Weise an den
Trägern zu befestigen. Wesentlich ist aber, daß das Gehäuse in seinem unteren Teil
auf ganzer Länge genügend große Öffnungen aufweist, um Wasser und Schmutz austreten
zu lassen, die beim Aufwickeln der Markise in das Markisengehäuse gelangen. Ferner
können die Verriegelungselemente etwas anders ausgebildet sein, beispielsweise aus
einfachen Dübeln bestehen, die in die Riegelkammern eingeschoben werden. Auch die
Gehäusetaschen können anders ausgebildet und beispielsweise an den Tragarmen angeordnet
sein, wobei dann an den Gehäuseschalen angeordnete Leisten in diese Taschen eingreifen.
1. Markise mit einem nur die Tuchwelle mit dem Markisentuch umschließenden Gehäuse, das
eine Öffnung für das Markisentuch aufweist und von einzelnen Trägern getragen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (12) aus mindestens zwei Gehäuseschalen (16, 17) besteht, die an den
Trägern (13) befestigt sind und im unteren Teil (12b) des Gehäuses (12) auf dessen
ganzer Länge Schlitze (23) bilden.
2. Markise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuseschalen (16, 17) untere Ränder (18, 19) aufweisen, die im seitlichen Abstand
(a) voneinander an den Trägern (13) befestigt sind.
3. Markise mit einem die Tuchwelle mit dem Markisentuch mindestens auf der Unterseite
abdeckenden Gehäuse, das von einzelnen Trägern getragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (12) zwei Gehäuseschalen (16, 17) mit in deren Längsrichtung sich erstreckenden
unteren Rändern (18, 19) aufweist, die in seitlichem Abstand (a) voneinander in an den Trägern (13) angeordnete Trägertaschen (28) eingreifen und
daß die Gehäuseschalen (16, 17) an den Trägern (13) verriegelt sind.
4. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in seitlichem Abstand (a) voneinander angeordneten, unteren Ränder (18, 19) der
Gehäuseschalen (16, 17) die Schlitze (23) bilden und mindestens im Bereich der Träger
(13) Verkröpfungen (29) aufweisen, die in entsprechend geformte, seitlich und oben
offene, am Träger (13) angeordnete Trägertaschen (28) eingreifen.
5. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger (13) im Bereich der Trägertaschen (28) eine oben offene Vertiefung (31)
aufweisen, in die ein Riegelstopfen (32) eingreift, der die verkröpften, unteren Ränder
(18, 19) der Gehäuseschalen (16, 17) übergreift und den Träger (13) an seinen Stirnseiten
(37) im Bereich der Vertiefung (31) untergreift und hierdurch die Gehäuseschalen (16,
17) mit ihren unteren Rändern (18, 19) am Träger (13) festhält.
6. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger (13) einen Stützteil (20) und zwei entgegengesetzt gerichtete, sich in
Umfangsrichtung des Gehäuses erstreckende Tragarme (21, 22) aufweisen, deren freie
Enden (21b, 22b) in Gehäusetaschen (39) an den Außenflächen (16a, 17a) der Gehäuseschalen
(16, 17) eingreifen.
7. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäusetaschen (39) in Umfangsrichtung (41) des Gehäuses (12) mindestens die
gleiche Tiefe (t) haben wie die an den Trägern (13) angeordneten Trägertaschen (28).
8. Markise mit einem die Tuchwelle mit dem Markisentuch umschließenden Gehäuse, das von
einzelnen Trägern getragen wird, die einen Stützteil und zwei in Umfangsrichtung des
Gehäuses entgegengesetzt gerichtete Tragarme aufweisen, auf denen das Gehäuse aufliegt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stützteil (20) zwischen den Tragarmen (21, 22) einen gegenüber diesen vertieften
Bodenteil (42) und etwa in dessen Mitte eine sich in Gehäuselängsrichtung erstreckende
Kopfleiste (24) aufweist, deren mit dem Bodenteil (42) verbundener Steg (43) zusammen
mit dem Boden (42) und den seitlich vorspringenden Teilen (26) des Kopfes (27) der
Kopfleiste (24) Trägertaschen (28) bildet, in welche Verkröpfungen (29) an den unteren
Rändern (18, 19) von zwei Gehäuseschalen (16, 17) eingreifen und daß der vertiefte
Boden (42) im seitlichen Abstand von den Seitenwänden des Steges (43) und von den
Verkröpfungen (29) der Gehäuseschalen (16, 17) in Stützteilseitenwände (44) übergeht,
die mit dem Boden (42) und den Gehäuseschalen (16, 17) Riegelkammern (45) bilden,
in welchen diese ausfüllende Riegelarme (46) eines Verriegelungselementes (47) angeordnet
sind.
9. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelarme (46) an ihrem einen Ende (46a) durch ein Joch (48) verbunden sind,
das am Träger (13) befestigt ist.
10. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfleiste (24) mit dem Boden (30) aus einem Stück besteht und eine zur Tuchwelle
(10) parallele, durchgehende Axialöffnung (50) aufweist, in der ein Verankerungsmittel
(49) für das Verriegelungselement (47) angeordnet ist.
11. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Verriegelungselement (47) mit einer Schraube (51) verankert ist.
12. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Verriegelungselement (47) mit einer Rastklinke (52) verankert ist, die sich am
freien Ende eines Rastarmes (49) befindet, der zwischen den Riegelarmen (46) am Joch
(48) des Verriegelungselementes (47) angeordnet ist und die Axialöffnung (50) im Stützteil
(20) des Trägers (13) durchdringt.
13. Markise nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Markisengehäuse (12) und seine Träger (13) aus Strangpreßprofilabschnitten und
die Stopfen (32) bzw. Verriegelungselemente (47) aus hartem, elastischem Kunststoff
bestehen.