[0001] Die Erfindung betrifft Steuervorrichtung zur Betätigung elektrischer Schaltkontakte
als auch zur Übertragung eines Drehmoments, mit mindestens einem Schließzylinder und
mindestens zwei Schlüsseln unterschiedlicher Steuerfunktion, wobei ein bzw. zwei Zylinderkerne
in einem Zylindergehäuse drehbar gelagert und Zuhaltungen durch den bzw. die Schlüssel
aus einer Sperrstellung der Drehung des Zylinderkernes im Zylindergehäuse in eine
Freigabestellung verschiebbar sind und wobei die Schaftlänge des einen Schlüssels
kürzer ist als die des anderen Schlüssels und der Schlüsselkanallänge im Zylinderkern
entspricht und der längere Schlüssel über den Zylinderkern hinaus in einen Kupplungsteil
eingreift und diesen bei Drehung mitnimmt.
[0002] Zur Betätigung von Verschlüssen, wie beispielsweise Mehrriegelverschlüssen, ist es
bekannt, einen Schließzylinder vorzusehen und mit Hilfe des Schlüssels ein Gesperre
in die Freigabestellung oder die Sperrstellung zu verschieben.
[0003] Gemäß der AT 398 455 B wird bei Betätigung des Schließzylinders über ein Schaltgestänge
ein elektrischer Antrieb zugeschaltet, der die Verschiebung der Verschlüsse drehrichtig
durchführt. Der Elektromotor mit der vom Gestänge betätigbaren Schaltrichtung kann
in einem separaten Motor- und Getriebegehäuse untergebracht sein und dadurch ein Nachrüsten
einer bestehenden Schließvorrichtung ermöglichen.
[0004] Aus der AT 398 454 B ist es bekannt, einen Doppelzylinderkern mit einseitiger zuhaltungsloser
Knaufbetätigung in einem Mehrrieqelschloß vorzusehen. Dadurch ist die Schloßmechanik,
beispielsweise ein Zahnradgetriebe, immer freigestellt, sodaß ein separater Elektronantrieb
mittels eines Schlüsselschalters zugeschaltet werden kann.
[0005] In der AT 399 014 B ist ein Mehrriegelschloß beschrieben, dessen Zylinder ein Drehmoment
an eine Schalteinrichtung in einem separaten Antriebsgehäuse überträgt. Ein Elektromotor
im Antriebsgehäuse wird drehrichtig eingeschaltet und eine Antriebsstange verbindet
den Motor mit der Schloßmechanik, also das Antriebsgehäuse mit dem Schloßgehäuse,
um den Sperrvorgang auszuführen.
[0006] Die AT 399 015 B beschreibt einen Schlüsselschalter mit einem Schließzylinder, dessen
Sperrnase verschiedene Kontakte betätigt. Sollte ein Sperrvorgang nicht zur Gänze
ausgeführt worden sein, dann werden federbelastete Anschläge in den Drehkreis der
Sperrnase eingeschoben, sodaß durch die Schwergängigkeit der Schlüsseldrehung eine
Behinderung im Ablauf des Sperrvorganges signalisiert wird.
[0007] Die US-PS 4 225 008 betrifft ein Automobil-Türschloß mit zwei Schlüsseln, von welchen
der eine Schlüssel länger als der andere ist. Der Zylinderkern trägt eine Sperrnase.
In axialer Verlängerung zum Zylinderkern, jedoch ohne jede mechanische Verbindung,
ist ein zylindrischer Kupplungsteil drehbar gelagert, der über eine Schaltnocke einen
Schalter betätigt. Mit dem langen Schlüssel wird über den Zylinderkern die Schloßmechanik
aktiviert
und gleichzeitig ein Stromkreis geschaltet. Mit dem kurzen Schlüssel erfolgt nur die
mechanische Betätigung des Zylinderkernes und damit nur ein Sperrvorgang, sofern ein
Kipphebel dies zuläßt. Der Hintergrund zu dieser Spezialkonstruktion liegt im Einschalten
einer Alarmanlage mit dem langen Schlüssel. Durch den Kipphebel kann dann mit dem
kurzen Schlüssel nicht gesperrt werden.
[0008] Ist die Alarmanlage mit dem langen Schlüssel abgeschaltet, dann rastet der Kipphebel
aus dem Zylinderkern und ab sofort kann mit dem kurzen Schlüssel gesperrt werden.
[0009] Die bekannten Ausführungen weisen Steuervorrichtungen auf, die eine oder zwei vorgegebene
Funktion bzw. Funktionen ermöglichen, also beispielsweise in einem Fall eine Motorzuschaltung
oder in einem anderen Fall eine mechanische Schloßbetätigung bewirken bzw. im Falle
des Automobil-Türschlosses je nach Schlüssel eine Alarmanlage bei gleichzeitigen Sperren
aktivieren oder abhängig vom Schaltzustand der Alarmanlage eine Schloßbetätigung gestatten.
[0010] Die Erfindung geht von diesem Stand der Technik aus und zielt darauf ab, eine Steuervorrichtung
der eingangs be schriebenen Art so auszubilden, daß ein elektrischer Öff nungsvorgang,
z.B. ein Fallenrückzug, von dem einen Schlüssel und eine mechanische Schloßbetätigung
einschließlich der Riegelbetätigung von dem anderen Schlüssel bewirkt wird. Dies wird
bei einer Steuervorrichtung der eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, daß der
Kupplungsteil - wie bekannt - einen Sperrnasenring mit Sperrnase umfaßt, die in eine
Schloßmechanik beispielsweise eines Mehrriegelschlosses eingreift und daß mindestens
ein Zylinderkern die elektrischen Schaltkontakte, z.B. Permanentmagnete zur Betätigung
von gehäuseseitigen Reedkontakten, in einem Stromkreis aufweist. Somit kann der Schließzylinder
mit dem üblichen, die Kupplung zum Sperrnasenring bewirkenden ersten Schlüssel, einen
mechanischen Sperrvorgang bewirken und mit dem in seiner Schaftlänge verkürzten zweiten
Schlüssel nur eine Drehung des Zylinderkernes ausführen. Da der Zylinderkern über
Schaltkontakte verfügt, kann der Inhaber des verkürzten Schlüssels einen elektrischen
Vorgang auslösen, nicht aber eine mechanische Schloßbetätigung herbeiführen. Der elektrische
Vorgang kann bei mechanisch entriegeltem Schloß, beispielsweise ein Zurückziehen der
Schloßfalle auf elektromagnetischem Weg wie bei einem elektrischen Türöffner bewirken.
Damit hat der Inhaber des vollständigen, auch die Kupplung betätigenden Schlüssels,
die übergeordnete Zutrittsberechtigung, da dieser Schlüssel sowohl den Riegel (über
die Sperrnase) als auch die alle betätigt, während der Inhaber des verkürzten Schlüssels
nur dann Zutritt hat, wenn der Riegel bereits zurückgezogen ist. Im allgemeinen wird
die Steuervorrichtung einen Doppelschließzylinder umfassen dessen Kupplung den durch
den Normalschlüssel betätigten Zylinderkern mit dem Sperrnasenring und der Sperrnase
kuppelt. Der Doppelschließzylinder kann beiderseits durch einen Schlüssel sperrbar
sein. Es kann aber auch ein Halbzylinder mit Sperrnase an einem Ende vorgesehen sein,
wobei der Normalschlüssel die Sperrnase mitnimmt, während der verkürzte Schlüssel
zwar die Zuhaltungen in die Freigabestellung verschiebt, jedoch die Sperrnase bzw.
den Sperrnasenring oder die Kupplung mit seiner Schlüsselspitze nicht erreicht.
[0011] Als Kupplung sind bei Schließzylindern eine Vielzahl von Ausführungen bekannt, wie
etwa ein Schieber, der durch den Sperrnasenring durchschiebbar ist und der die Verbindung
zwischen dem Zylinderkern und dem Sperrnasenring herstellt, sofern die Schlüsselspitze
die Kupplung erreicht. Alle diese Ausführungen sind hier anwendbar. Bei einer vereinfachten
Ausführung kann die Schlüsselspitze selbst Kupplungsfunktionen ausüben. Wenn ein Motor
eines elektrisch betätigbaren Schlosses nur den Fallrückzug bewirkt, dann kann mit
dem Normalschlüssel durch den kompletten Sperrvorgang (Fallenrückzug über einen Wechsel,
Riegel zweitourig aussperrbar) der Inhaber des verkürzten Schlüssels vom Zutritt ausgeschlossen
werden. Wenn der Motor den vollständigen Sperrvorgang ausführt (Falle und zweitouriger
Riegelausschluß), dann wirkt der Normalschlüssel bei Stromausfall als Notschlüssel.
Wenn die Stromversorgung bewußt abgeschaltet wird, dann haben die Inhaber des verkürzten
Schlüssels keinen Zutritt mehr. Lediglich die Normalschlüsselbesitzer können mechanisch
aufsperren.
[0012] Es ist zweckmäßig, wenn bei einem Doppelschließzylinder mit einem vorzugsweise zuhaltungslosen
Zylinderkern ein elektrischer Antriebsmotor, insbesondere in einem Drehknopf, in Verbindung
steht und wenn der Elektromotor durch die vom anderen Zylinderkern betätigbaren Schaltelemente
wahlweise in die eine oder andere Drehrichtung einschaltbar ist. An einer Türinnenseite
kann der Antriebsmotor unmittelbar in Verlängerung des Innenzylinders vorgesehen sein.
Somit kann ein Schloß von außen durch den verkürzten Schlüssel über die elektrischen
Schaltkontakte über den innen liegenden Elektroantrieb betä tigt werden. Bei einer
Störung oder bei bewußtem Abschalten der elektrischen Schloßbetätigung, etwa durch
Abschalten der Stromzuführung, kann, wie erwähnt, von außen mit dem Normal schlüssel
gesperrt werden, der den Sperrnasenring erreicht und somit die Schloßmechanik auf
konventionellem Weg betätigt. Von der Innenseite kann die Schloßbetätigung durch Taster
erfolgen. Schließlich kann bei Stromausfall der das Gehäuse für den Elektroantrieb
bildende Drehknopf zur Verriegelung oder Entriegelung betätigt werden.
[0013] Eine andere besonders vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß
der Doppelschließzylinder als Knaufzylinder ausgebildet ist, wobei ein Zylinderkern
mit dem Knauf und der andere mit dem Schlüssel betätigbar ist und daß mindestens der
schlüsselbetätigbare Zylinderkern mit den elektrischen Schaltelementen zur Steuerung
eines elektromotorischen oder elektromagnetischen Antriebs einer Schloßmechanik in
Verbindung steht. Durch den Knaufzylinder ist die Schloßmechanik für einen Fremdantrieb
freigestellt. Ein solcher kann in Form eines Elektromotors mit Getrieben auf das Türblatt
aufgesetzt oder als Nachrüstbauteil in das Türblatt nächst dem Mehrriegelschloß eingestemmt
werden.
[0014] Eine zweckmäßige Ausführungsform ergibt sich dadurch, daß die elektrischen Schaltelemente
mit einem vorzugsweise stockseitigen elektrischen Türöffner in Verbindung stehen,
der von der Türinnenseite gegebenenfalls mittels eines Tasters betätigbar ist. Unabhängig
davon, ob ein Halbzylinder, ein Doppelschließzylinder oder ein solcher mit einseitig
vorgesehener Knaufbetätigung eingesetzt wird, kann über die jeweils vorgesehenen Schaltkontakte
ein elektrischer Türöffner, z.B. im Schließblech des Stockes betätigt werden. Während
ein Normalschlüssel einen Sperrvorgang mit Entriegelung oder Verriegelung durchgeführt,
kann der verkürzte Schlüssel nur die unversperrte Türe durch Lösen des Fallenanschlages
im Schließblech auf elektrischem Wege öffnen.
[0015] Durch den verkürzten Schlüssel und die Schaltkontakte können auch völlig andere Vorgänge
ausgelöst werden, die mit dem Schloß in keiner Weise zusammenhängen.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel zur erfindungsgemäßen Steuervorrichtung ist in den Zeichnungen
schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Doppelschließzylinders
mit Motorantrieb und mit Reedkontakten, die mit dem Motorantrieb oder einem separaten
Antriebsmotor oder einem elektrischen (elektromagnetischen) Türöffner oder einem anderen
Elektrogerät in Verbindung stehen, Fig. 2 eine Stirnansicht des Zylinders an der Außenseite
einer Tür, Fig. 3 einen Normalschlüssel für den Schließzylinder nach Fig. 1 und Fig.
4 einen verkürzten Schlüssel, der - sofern er die Zuhaltungen in die Freigabestellung
verschiebt - die Schaltkontakte betätigen kann.
[0017] Ein Doppelschließzylinder 1 umfaßt nach Fig. 1 einen mit Zuhaltungen 2 in Form von
Kern- und Gehäusestiften gesicherten Zylinderkern 3 auf, in dessen Schlüsselkanal
4 ein Normalschlüssel 5 (Fig. 3) oder auch ein in seiner Schlüsselspitze verkürzter
Schlüssel 6 (Fig. 4) einschiebbar ist. Beide Schlüssel 5 und 6 verschieben die Zuhaltungen
2 auf Teilung, sodaß mit beiden Schlüsseln 5 und 6 der Zylinderkern 3 im Gehäuse 7
gedreht werden kann.
[0018] Der längere Normalschlüssel 5 erreicht beim Einschieben in den Schlüsselkanal 4 die
Kupplung, die eine Verbindung zwischen Zylinderkern 3 und Sperrnasenring 9 mit der
Sperrnase 10 herstellt. Mit dem Normalschlüssel 5 kann eine übliche Sperrfunktion
ausgeübt werden, es kann also - z.B. bei Stromausfall - ein Mehrriegelschloß, in welches
der Doppelschließzylinder 1 eingesetzt ist, von Hand durch Drehen des Schlüssels 5
im Zylinderkern 3 verriegelt oder entriegelt werden.
[0019] Der verkürzte Schlüssel 6 erreicht die Kupplung nicht und stellt somit keine Verbindung
zwischen Zylinderkern 3 und Sperrnasenring 9 bzw. Sperrnase 10 her. Der verkürzte
Schlüssel 6 kann bloß zusammen mit dem Zylinderkern 3 frei gedreht werden. Bei der
Drehung des Zylinderkernes 3 betätigt ein Permanentmagnet 11 oder 12 (Fig. 2) einen
bzw. zwei Reedkontakte 13, 14, sodaß nicht nur ein Schaltimpuls weitergegeben sondern
auch eine Drehrichtung des Zylinderkernes 3 erkannt wird.
[0020] Auf der gegenüberliegenden Seite des Doppelschließzylinders 1 kann ein Zylinderkern
15 mit Zuhaltungen 16 sowie ebenfalls mit mindestens einem Reedkontakt 17 sowie mit
mindestens einem Permanentmagneten 18 vorgesehen sein. Dies kann dann zweckmäßig sein,
wenn ein separater Antriebsmotor 19 zur Verriegelung oder Entriegelung eines Mehrriegelschlosses
vorgesehen ist. Es können auch mehrere Motoren 19 vorgesehen sein, die beispielsweise
zusammen mit der Entriegelung einer Eingangstüre die Rollgitter bei Auslagenfenstern
öffnen.
[0021] Gemäß Fig. 1 und 2 wird der Schaltbefehl mit Drehrichtungsangabe einem am Zylinderkern
15 angeflanschten Elektromotor im Gehäuse eines Drehgriffes 20 zugeführt. Es können
in diesem Fall die Zuhaltungen 16 sowie der Reedkontakt 17 mit dem Magneten 18 entfallen.
Der Elektromotor ist mit dem Zylinderkern 15 verbunden. Eine Betätigung der Verriegelung
von der Innenseite kann durch Drehen des Drehgriffes 20 erfolgen. Für die elektrische
Entriegelung oder Verriegelung können Tasten 21 vorgesehen sein.
[0022] Ein Knaufzylinder wäre ebenfalls an der Innenseite des Doppelschließzylinders mit
einem zuhaltungslosen Kern 15 ausgestattet, an den an Stelle eines Schlüssels oder
des Motors mit Drehgriff nach Fig. 1 bloß starr vorgesehen ist. Es können die Reedkontakte
13, 14 bzw. 17 sowie die Permanentmagnete 11, 12 und 18 auch bei der letztgenannten
Variante eingebaut sein, da dann ein elektrischer Sperrvorgang mit dem Motor 19 von
der Innenseite bei geringfügigem Drehen des Zylinderknaufes eingeleitet werden kann.
[0023] Ergänzend oder als Alternative zum Motor 19 können die im Ausführungsbeispiel als
Reedkontakte dargestellten Schaltelemente einen elektromagnetischen Türöffner 22 im
Schließstück eines Stockes aktivieren. Das Symbol 23 soll klarstellen, daß jedes andere
Gerät, das mit dem Gesperre in keinem Zusammenhang stehen muß, über die Schaltkontakte
13, 14 bzw. 17 ein-und ausschaltbar ist (Licht, Alarmanlage, Heizung u. dgl.).
1. Steuervorrichtung zur Betätigung elektrischer Schaltkontakte als auch zur Übertragung
eines Drehmoments, mit mindestens einem Schließzylinder und mindestens zwei Schlüsseln
unterschiedlicher Steuerfunktion, wobei ein bzw. zwei Zylinderkerne in einem Zylindergehäuse
drehbar gelagert und Zuhaltungen durch den bzw. die Schlüssel aus einer Sperrstellung
der Drehung des Zylinderkernes im Zylindergehäuse in eine Freigabestellung verschiebbar
sind und wobei die Schaftlänge des einen Schlüssels kürzer ist als die des anderen
Schlüssels und der Schlüsselkanallänge im Zylinderkern entspricht und der längere
Schlüssel über den Zylinderkern hinaus in einen Kupplungsteil eingreift und diesen
bei Drehung mitnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsteil - wie bekannt - einen Sperrnasenring (9) mit Sperrnase (10)
umfaßt, die in eine Schloßmechanik beispielsweise eines Mehrriegelschlosses eingreift
und daß mindestens ein Zylinderkern (3, 15) die elektrischen Schaltkontakte, z.B.
Permanentmagnete (11, 12, 18) zur Betätigung von gehäuseseitigen Reedkontakten (13,
14, 17), in einem Stromkreis aufweist.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Doppelschließzylinder (1) mit einem vorzugsweise zuhaltungslosen Zylinderkern
(15) ein elek trischer Antriebsmotor, insbesondere in einem Drehknopf (20) in Verbindung
steht und daß der Elektromotor durch die vom anderen Zylinderkern (3) betätigbaren
schaltelemente (11, 12, 13, 14) wahlweise in die eine oder andere Drehrichtung einschaltbar
ist.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Doppelschließzylinder (1) als Knaufzylinder ausgebildet ist, wobei ein Zylinderkern
mit dem Knauf und der andere mit dem Schlüssel (5, 6) betätigbar ist und daß mindestens
der schlüsselbetätigbare Zylinderkern (3) mit den elektrischen Schaltelementen (11,
12, 13, 14) zur Steuerung eines elektromotorischen oder elektromagnetischen Antriebs
(19, 22) einer Schloßmechanik in Verbindung steht.
4. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Schaltelemente (11, 12, 13, 14) mit einem vorzugsweise stockseitigen
elektrischen Türöffner (22) in Verbindung stehen, der von der Türinnenseite gegebenenfalls
mittels eines Tasters betätigbar ist.
5. Schlüssel für eine Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4 zur Betätigung ausschließlich
der Schaltkontakte, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaftlänge gegenüber einem für die mechanische Schloßbetätigung vorgesehenen
Normalschlüssel (5) verkürzt und zur freien Drehung eines Zylinderkernes (3) unabhängig
von dem Sperrnasenring (9) und der Sperrnase (10) kleiner als die Schlüsselkanallänge
von der Öffnung bis zur Kupplung oder dem Sperrnasenring (9) ist.