[0001] Die Erfindung betrifft eine Gebläseanordnung, bestehend aus einem von einem Motor
angetriebenen Zentrifugalgebläserad, dem ein Leitrad zugeordnet ist, das das Zentrifugalgebläserad
umfangsmäßig umgibt und mit dem Zentrifugalgebläserad zusammen in einem gemeinsamen,
an das Gehäuse des Motors anfügbaren Gebläsegehäuse eingebaut ist, bei welchem Zentrifugalgebläserad
an einer mit der Welle des Motors drehfest gekuppelten Tragscheibe axial vorstehende
Förderschaufeln angeordnet sind, auf deren der Tragscheibe abgewandten Seite eine
Deckscheibe aufgesetzt ist, bei welcher Gebläseanordnung ferner das Gebläsegehäuse
im Bereich der Einlaßöffnung die radial innere Umfangskante der Deckscheibe unter
Belassung eines Spaltes überlappt.
[0002] Eine solche Gebläseanordnung ist durch die EP-B-0 467 557 bekannt. Bei einer derartige
Gebläseanordnung erzeugt das Zentrifugalgebläserad an seinem Umfang einen statischen
Druck. Ein Teil dieses statischen Druckes steht über den sich zwischen dem Zentrifugalgebläserad
und dem Gebläsegehäuse vom Außenumfang des Zentrifugalgebläserades zu der Einlaßöffnung
des Gebläsegehäuses erstreckenden Zwischenraum im Bereich der Einlaßöffnung an. Gegenüber
dem an der Einlaßöffnung herrschende Ansaugdruck besteht ein erheblicher Druckunterschied,
der zu einem Rückströmen eines Teiles der geförderten Luft durch den unvermeidlichen
Spalt zwischen dem Gebläsegehäuse und der inneren Umfangskante der Deckscheibe des
Zentrifugalgebläserades führt. Zur Verminderung dieser Rückströmverluste wurde bei
der bekannten Gebläseanordnung an der Einlaßöffnung des Gebläsegehäuses ein sich axial
erstreckender Flanschrand vorgesehen, der einen an der Deckscheibe angeformten sich
ebenfalls axial erstreckenden zylindrischen Rand überlappt. Durch diese Überlappung
ergibt sich ein relativ langer schmaler Spalt, der eine verbesserte Dichtwirkung besitzt.
Aus fertigungstechnischen Gründen und auch infolge der stets vorhandenen Fertigungstoleranzen
kann ein solcher Spalt nicht beliebig schmal gemacht werden, so daß immer noch erhebliche
Rückströmverluste auftreten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Gebläseanordnung der eingangs beschriebenen
Art so weiterzubilden, daß die Rückströmverluste noch weiter reduziert sind.
[0004] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt nach der Erfindung dadurch, daß in dem
Überlappungsbereich des Gebläsegehäuses mit der Deckscheibe an dem Gebläsegehäuse
eine an diesem festhaftende elastische Dichtungsmasse aufgebracht ist, die beim Anfügen
des Gebläsegehäuses an das Motorgehäuse unter Vermeidung eines Festhaftens an der
Deckscheibe den Spalt ausfüllt. Durch die Dichtungsmasse wird der Spalt vollständig
verschlossen. Da die Dichtungsmasse nicht an der Deckscheibe des Zentrifugalgebläserades
haftet, kann sich dieses trotz der in den Spalt eingebrachten Dichtungsmasse frei
drehen. Maßabweichungen hinsichtlich des Rundlaufes der Deckscheibe können aufgrund
der elastischen Beschaffenheit der Dichtungsmasse ausgeglichen werden, da die Dichtungsmasse
beim Vorhandensein solcher Abweichungen entsprechend eingeschliffen wird.
[0005] Bestehen das Gebläsegehäuse und die Deckscheibe des Zentrifugalgebläserades aus unterschiedlichen
Materialien, z.B. aus Eisenblech und Aluminium, dann kann die Konsistenz der Dichtungsmasse
so beschaffen sein, daß zwischen dieser und dem Material der Deckscheibe kein Haften,
zwischen dem Material des Gebläsegehäuses und der Dichtungsmasse dagegen ein Festhaften
eintritt.
[0006] Ein Festhaften der Dichtungsmasse an der Deckscheibe ist auch dadurch vermeidbar,
daß zumindest im Bereich der inneren Umfangskante der Deckscheibe ein eine Haftung
mit der Dichtungsmasse verhindernder Belag aufgebracht ist. So kann beispielsweise
durch das Auflegen einer Folie im Bereich der inneren Umfangskante der Deckscheibe
ein Festhaften der Dichtungsmasse an der Deckscheibe verhindert werden.
[0007] Um ein Herauswandern der Dichtungsmasse aus dem Spalt infolge deren elastischer Beschaffenheit
zu vermeiden, wird zweckmäßigerweise eine sich nach Anfügen des Gebläsegehäuses an
das Motorgehäuse verfestigende Dichtungsmasse verwendet.
[0008] Eine solche allmählich aushärtende Dichtungsmasse behält die einmal erreichte Form
bei und sichert dadurch auf Dauer die gute Abdichtung des Spaltes.
[0009] Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung
nachfolgend noch näher beschrieben.
[0010] Mit 1 ist ein Motor bezeichnet, mit dessen antriebseitigem Wellenende 2 ein Zentrifugalgebläserad
3 mit seiner Tragscheibe 4 drehfest verbunden ist. An der Tragscheibe 4 sind axial
vorragende Förderschaufeln 5 angeordnet, auf deren der Tragscheibe 4 abgewandten freien
Enden eine Deckscheibe 6 aufgesetzt ist. Dem Zentrifugalgebläserad 3 ist ferner ein
Leitrad 7 zugeordnet. Dieses Leitrad 7 ist feststehend am Außenumfang eines das antriebseitige
Wellenlager 8 aufnehmenden, axial vorspringenden Gehäuseansatzes 9 des Motorgehäuses
10 angeordnet. Auf der dem Zentrifugalgebläserad 3 zugewandten Seite weist das Leitrad
7 Leitschaufeln 11 auf, die das Zentrifugalgebläserad 3 mit radialem Abstand 12 umgeben.
[0011] Das Zentrifugalgebläserad 3 ist zusammen mit dem Leitrad 7 in einem Gebläsegehäuse
13 angeordnet. Das Gebläsegehäuse 13 wird durch einen am Motorgehäuse angeformten
Flanschtopf 14 und eine auf dessen Flanschrand 15 aufgesetzte Gehäusekappe 16 gebildet.
In der Mitte der Gehäusekappe 16 ist die Einlaßöffnung 17 für die Gebläseanordnung
vorgesehen. Im Bereich der Einlaßöffnung 17 ist an der Gehäusekappe 16 ein zum Zentrifugalgebläserad
3 weisender Ringwulst 18 ausgebildet. Dieser Ringwulst 18 übergreift mit seinem freien
Ende 19 die innere Umfangskante 20 der Deckscheibe 6 unter Belassung eines Spaltes
21. Aus fertigungstechnischen Gründen und auch wegen der unweigerlich vorhandenen
Maßtoleranzen des Zentrifugalgebläserad 3 und der Gehäusekappe 16 weist der Spalt
21 eine relativ große Weite auf.
[0012] Während des Betriebes der Gebläseanordnung baut sich am Außenumfang des Zentrifugalgebläserad
3 ein statischer Druck auf. Über den zwischen der Deckscheibe 6 und der Gehäusekappe
16 bestehenden Zwischenraum 22 steht ein Teil dieses statischen Druckes auch an dem
Spalt 21 an, auf dessen anderer Seite der Ansaugdruck des Zentrifugalgebläserad 3
herrscht. Aufgrund dieses Druckunterschiedes stellt sich an dem Spalt 21 eine Rückströmung
der geförderten Luft ein. Diese rückströmende Luft tritt dann wieder in das Zentrifugalgebläserad
3 ein. Durch diese rückströmende Luft wird einerseits das Fördervolumen des Gebläses
vermindert und andererseits eine Temperaturerhöhung der geförderten Luft bewirkt.
Beides führt zu einer Wirkungsgradminderung.
[0013] Um die schädliche Wirkung des Spaltes 21 zu minimieren ist auf der Innenseite des
Ringwulstes 18 eine elastische Dichtungsmasse 23 eingebracht. Das Anbringen dieser
Dichtungsmasse 23 erfolgt zweckmäßigerweise vor dem Aufstecken der Gehäusekappe 16
auf den Flanschrand 15. Beim Aufdrücken der Gehäusekappe 16 auf den Flanschrand 15
wird die Dichtungsmasse 23 im Bereich der inneren Umfangskante 20 der Deckscheibe
6 gegen diese und in den Spalt 21 gepreßt. Damit wird der Spalt 21 zunächst vollständig
verschlossen. Die Dichtungsmasse 23 ist entweder von ihrer Konsistenz her so beschaffen,
daß sie lediglich an dem Material der Gehäusekappe 16 aber nicht an der Deckscheibe
6 festhaftet oder es wird durch einen entsprechenden Belag, z.B. eine Folie, an der
Deckscheibe 6 verhindert, daß ein Festhaften der Dichtungsmasse 23 an der Deckscheibe
6 erfolgt. Damit kann das Zentrifugalgebläserad 3 trotz des dichten Anliegens der
Dichtungsmasse 23 an der Deckscheibe 6 noch rotieren.
[0014] Infolge eventuell vorhandener Rundlaufabweichungen des Zentrifugalgebläserades 3
erfolgt ein Einschleifen zwischen der Deckscheibe 6 und der Dichtungsmasse 23. Hierdurch
kann sich wieder ein Restspalt bilden, der jedoch dann die kleinstmögliche, die Rotationsbewegung
des Zentrifugalgebläserad 3 nicht behindernde Weite aufweist. Dementsprechend können
auch nur noch minimale Rückströmverluste entstehen. Da durch den Einsatz der Dichtungsmasse
23 unabhängig von den Maßtoleranzen der zusammenwirkenden Teile stets ein minimaler
Luftspalt erreicht wird, können die Ansprüche an die Maßhaltigkeit der Teile verringert
werden.
1. Gebläseanordnung, bestehend aus einem von einem Motor angetriebenen Zentrifugalgebläserad
(3), dem ein Leitrad (7) zugeordnet ist, das das Zentrifugalgebläserad (3) umfangsmäßig
umgibt und mit dem Zentrifugalgebläserad (3) zusammen in einem gemeinsamen, an das
Gehäuse (10) des Motors anfügbaren Gebläsegehäuse (13) eingebaut ist, bei welchem
Zentrifugalgebläserad (3) an einer mit der Welle des Motors drehfest gekuppelten Tragscheibe
(4) axial vorstehende Förderschaufeln (5) angeordnet sind, auf deren der Tragscheibe
(4) abgewandten Seite eine Deckscheibe (6) aufgesetzt ist, bei welcher Gebläseanordnung
ferner das Gebläsegehäuse (13) im Bereich der Einlaßöffnung (17) die radial innere
Umfangskante (20) der Deckscheibe (6) unter Belassung eines Spaltes (21) überlappt,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Überlappungsbereich des Gebläsegehäuses (13) mit der Deckscheibe (6)
an dem Gebläsegehäuse (13) eine an diesem festhaftende elastische Dichtungsmasse (23)
aufgebracht ist, die beim Anfügen des Gebläsegehäuses (13) an das Motorgehäuse (10)
unter Vermeidung eines Festhaftens an der Deckscheibe (6) den Spalt (21) ausfüllt.
2. Gebläseanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konsistenz der Dichtungsmasse (23) so beschaffen ist, daß zwischen dem Material
der Deckscheibe (6) und der Dichtungsmasse (23) kein Haften eintritt.
3. Gebläseanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest im Bereich der inneren Umfangskante (20) der Deckscheibe (6) ein eine
Haftung mit der Dichtungsmasse (23) verhindernder Belag aufgebracht ist.
4. Gebläseanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der inneren Umfangskante (20) der Deckscheibe (6) eine Folie auf
diese aufgelegt ist.
5. Gebläseanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich nach Anfügen des Gebläsegehäuses (13) an das Motorgehäuse (10) verfestigende
Dichtungsmasse (23) verwendet ist.