[0001] Die Erfindung betrifft einen wassergekühlten Schub-Verbrennungsrost für Kehrichtverbrennungsanlagen
der sich besonders für das Verbrennen von Kehricht und Abfall mit hohen Heizwerten
eignet. Solche Schub-Verbrennungsroste weisen stationäre und bewegliche Roststufen
aus Rostplatten oder aus einer Reihe von Roststäben auf, wobei die Rostplatten treppenförmig
aufeinander aufliegen. Diese Verbrennungs-Vorschubroste können so eingebaut sein,
dass das Brennbett im wesentlichen horizontal liegt, oder aber geneigt, wobei Neigungen
bis um die 20 Winkelgrade oder mehr üblich sind. Im Falle von Rostplatten sind diese
vorzugsweise aus Stahlblech gefertigt und bilden brettförmige Hohlkörper, die sich
über die Breite der ganzen Rostbahn erstrecken und durch welche Wasser als Kühlmedium
geleitet wird. Jede zweite Rostplatte ist beweglich und kann somit einen Schür- oder
Transporthub ausführen. Wenn es sich um einen Vorschub-Rost handelt, so können die
beweglichen Rostplatten mit ihrer Stirnseite Brenngut auf die nächst tieferliegende
Rostplatte vorschieben. Demgegenüber bildet ein Rückschubrost eine gewissermassen
verkehrt eingebaute, geneigte Treppe. Die Stirnseiten der beweglichen Rostplatten
transportieren bei einem Rückschubrost das hinter ihnen liegende Brenngut zurück,
wonach dieses wieder in Richtung der Rostneigung nach unten kollert. Die beweglichen
Rostplatten, das heisst die jeweils zwischen zwei stationären Rostplatten angeordneten
Rostplatten, werden meist kollektiv in Fallrichtung ihrer Neigung hin und her bewegt.
Damit wird erreicht, dass der auf dem Rost liegende, brennende Kehricht bei einer
hohen Verweilzeit von 45 bis 120 Minuten ständig umgelagert und auf dem Rost gleichmässig
verteilt wird.
[0002] Aus der EP-0'621'449 ist ein wassergekühlter Schubverbrennungsrost bekanntgeworden.
Dieser Rost weist Rostplatten auf, die sich über die gesamte Breite der Rostbahn erstrecken
und also nicht aus mehreren Roststäben pro Roststufe bestehen. Die beweglichen Rostplatten
sind wie die stationären an ihrer Hinterseite an Querrohren aufgehängt, welche sich
im Betrieb kollektiv vor- und rückwärts bewegen und somit die beweglichen Rostplatten
verschieben. Ein Nachteil dieser Antriebsweise der beweglichen Rostplatten ist darin
zu sehen, dass ein Kleinteilchen, dass sich im Betrieb seitlich zwischen der Rostplatte
und der seitlichen Abschlussplatte verklemmt, zu einer seitlichen Verkantung der Rostplatte
führen kann, das heisst, die Platte liegt von oben gesehen nicht mehr genau parallel
zu den benachbarten stationären Rostplatten. Wird sie in dieser Lage verschoben, so
entstehen grosse Hebelkräfte, mit welchen die Platte die seitlichen Abschlussplatten
beaufschlägt. Entsprechend gross sind die nötigen Antriebskräfte. Der durch die grosse
Reibkraft bewirkte Verschleiss ist erheblich und mindert die Standzeit des ganzen
Rostes. Der Antrieb ist auch dergestalt, dass eine Realisierung eines individuellen
Antriebs jeder beweglichen Rostplatte, was für eine Optimierung des Verbrennungsvorganges
wünschbar wäre, nur mit einem kaum vertretbaren Aufwand möglich ist.
[0003] Aus der PCT/IB94/00413 ist ein Schubrost-Modul bekanntgeworden, bei dem ein individueller
Antrieb der beweglichen Rostplatten offenbart wird. Hier rollen die beweglichen Rostplatten
auf Stahlrollen, sind aber seitlich nur mittels Gleitreibung an den Abschlussplanken
geführt. Der Antrieb wird mit je einer hydraulischen Kolben-Zylinder-Einheit realisiert,
welche die Rostplatte etwa in deren Zentrum beaufschlägt. Auch mit dieser Konstruktion
sind Verkantungen unausweichlich. Setzt sich ein Kleinteilchen zwischen der Rostplatte
und einer seitlichen Abschlussplanke fest, so entstehen sehr grosse Reibungskräfte,
die erstens zur Ueberwindung entsprechend gross dimensionierte Hydraulikzylinder erfordern,
und zweitens einen entsprechend grossen Verschleiss nach sich ziehen.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, einen wassergekühlten Schub-Verbrennungsrost
zu schaffen, bei dem die beweglichen Roststufen bei geringerem Verschleiss und somit
langer Standzeit individuell bewegbar sind, sodass der Verbrennungsvorgang gezielt
optimierbar ist, und der weiter einen minimalen Schlackendurchfall aufweist.
[0005] Ausserdem soll der Schub-Verbrennungsrost einfach aufzubauen und leicht zu warten
sein, indem er in einer besonderen Ausführung während des Verbrennungsbetriebes von
unten zugänglich ist und von dort aus die individuellen Antriebe der Rostplatten einzeln
ersetzbar sind.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst von einem wassergekühlten Schubverbrennungsrost zum Verbrennen
von Kehricht, welcher aus treppenförmig, mit ihrer vorderen Unterkante aufeinander
aufliegenden, abwechslungsweise stationären und beweglichen hohlen Rostplatten besteht,
von denen sich jede einzelne über die ganze Breite der Rohstbahn erstreckt, oder mehrere
nebeneinander zusammengebaute über die ganze Breite der Rostbahn erstrecken, wobei
die beweglichen Rostplatten mittels je einer hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit
angetrieben sind, und der sich dadurch auszeichnet, dass er seitlich von Planken aus
wassergekühten Hohlprofilen begrenzt ist, die in Längsrichtung je aus mindestens zwei
dicht zusammengetlanschten Abschnitten bestehen, wobei diese Planken über mehrere
senkrecht zu ihnen verlaufende, horizontal angeordnete Distanzrohre fest miteinander
verschraubt sind, dass zwischen den Planken zwei weitere, in gleicher Weise zusammengeflanschte
Hohlprofile für die Zufuhr von Spülluft und Kühlwasser verlaufen, die an einzelnen
Distanzrohren befestigt sind, und dass die stationären Rostplatten rückseitig auf
je einem Distanzrohr aufliegen, während die beweglichen Rostplatten rückseitig auf
mindestens einer Stahlrolle mit horizontaler Achse aufliegen und auf ihrer Vorderseite
seitlich beidseits je an einer Stahlrclle gerührt sind, deren Achse senkrecht zur
Rostplatte verläuft, sowie dass die Rostplatten im Front bereich dichtend von Rohren
mit einem Langloch-förmigen Querschnitt zur Führung von Spulluft durchsetzt sind,
sodass diese Rohre die Oberfläche der Rostplatten überragen.
[0007] In den Zeichnungen ist eine vorteilhafte Ausführung eines derartigen Schub-Verbrennungsrostes
anhand von verschiedenen Darstellungen gezeigt. Dieser Schubverbrennungsrost und seine
Funktion wird nachfolgend anhand dieser Zeichnungen im einzelnen beschrieben und erläutert.
[0008] Es zeigt:
- Figur 1 :
- Einen Längsabschnitt des Schub-Verbrennungsrostes in einer perspektivischen Ansicht,
mit teilweise entfernten Rostplatten;
- Figur 2 :
- Einen Ausschnitt über vier Rostplatten des Schub-Verbrennungsrostes in einem Längsschnitt
von der Seite her gesehen;
- Figur 3 :
- Einen Querschnitt durch das Rostgerüst bzw. den Rost-Unterbau, ohne die Rostplatten;
- Figur 4 :
- Das Stützelement zum Einbau zwischen die beiden Hohlprofile längs des Rostes von vorne
gesehen;
- Figur 5 :
- Eine bewegliche Rostplatte von unten gesehen.
[0009] Der grundsätzliche Aufbau dieses Schub-Verbrennungsrostes mit seinen wesentlichen
Elementen ist am einfachsten aus Figur 1 ersichtlich. Hier ist ein Längsabschnitt
eines solchen Rostes in einer perspektivischen Ansicht gezeigt, wie er sich während
des Aufbaus präsentiert, wo also einzelne Rostplatten noch fehlen und somit der Blick
auf den Unterbau freigegeben ist. Es handelt sich hier um einen in Förderrichtung
nach unten geneigten Rost. Zwei senkrecht stehende, parallel zueinander verlaufende
seitliche Stahlwände 1,2 sind mit einer Anzahl von Distanzrohren 3,4 stabil miteinander
verbunden. Diese Distanzrohre 3,4 verlaufen quer zum Rost und erstrecken sich auf
zwei unterschiedlichen Ebene über die lichte Weite zwischen den beiden seitlichen
Stahlwänden 1,2. Die beiden Stahlwände 1,2 links und rechts des Rostes können dabei
aus mehreren Stahlplatten oder Teilen bestehen, die in geeigneter Weise miteinander
verschraubt sind. Die Distanzrohre 3,4 durchsetzen diese Stahlwände, weisen beidseits
ein Gewinde auf und sind mittels darauf sitzender Konusse und Muttern 7 fest mit den
seitlichen Stahlwänden 1,2 verschraubt. Die Distanz- oder Querrohre 3 der oberen Ebene
dienen gleichzeitig als Trägerrohre für die auf ihnen aufliegenden stationären Rostplatten
5. Die unterste stationäre Rostplatte 5 liegt mit ihrem vorderen Rand auf einer fest
zwischen den seitlichen Stahlwänden 1,2 eingeschweissten Auswurf-Lippe 22 auf und
mit ihrem hinteren Bereich ist sie über das erste obere Distanz- oder Querrohr 3 gehängt.
Als nächstes folgt eine bewegliche Rostpatte 6, die mit ihrer vorderen Unterkante
auf der ersten, unter ihr liegenden stationären Rostplatte 5 aufliegt. Auf ihr selbst
liegt dann wiederum die vordere Unterkante der nächsthöher angeordneten stationären
Rostplatte 5 auf und so weiter. Die einzelnen Rostplatten sind an ihrer abgeschrägten
Vorderseite von Primärluftschlitzen 25 durchsetzt, durch die von unten Primärluft
für die Verbrennung geblasen wird. Längs des oberen Randes der Stahlwände 1,2 verlaufen
zwei zueinander etwas verschoben aufeinanderliegende Hohlprofile in Form von Vierkant-Rohren
8,9, die an ihrem tiefergelegenen Ende verschlossen sind, indem sie dort zugeschweisst
sind. Diese Vierkantrohre 8,9 bilden die seitlichen Planken der Rostbahn und begrenzen
im Betrieb das Brenngutbett seitlich. Sie sind wassergekühlt und werden von unten
nach oben zwangsweise von Wasser durchströmt, sodass also ihr Inneres stets gänzlich
mit Wasser ausgefüllt ist. Die einzelnen Rostplatten 5,6 sind aus Stahlblech gefertigt
und ebenfalls als Hohlkörper konzipiert, welche zwangsweise so von Wasser durchströmt
werden, dass ihr Hohlraum stets gänzlich mit Wasser gefüllt ist und keine Luftblasen
in ihrem Innern entstehen können. Alle Stahlblechteile des Rostes, seien es nun die
seitlichen Planken 8,9 oder die Rostplatten 5,6, welche mit dem Brenngut in Berührung
kommen, sind somit auf der hinteren Blechseite ständig von Wasser bedeckt. Somit können
alle mit dem Feuer in Kontakt tretenden Teile ständig gekühlt und auf einer stabilen
Temperatur gehalten werden, sodass praktisch keine Dilatationen auftreten. Dadurch
ist es nicht nötig, seitlich der Rostplatten irgendwelche Ausgleichselemente vorzusehen.
Der Rost wird dadurch in seiner Konstruktion sehr stark vereinfacht. Die Stabilität
der Rost-Konstruktion wird im wesentlichen durch die Distanz- oder Querrohre 3,4 erzielt,
die in zwei parallelen Ebenen zueinander die beiden äusseren Stahlwände 1,2 verstreben
und verspannen, wie das schon beschrieben wurde. Zwischen diesen beiden Ebenen von
Querrohren 3,4 verlaufen längs des Rostes beidseits dessen Längsmitte zwei weitere
Hohlprofile in Form von Vierkantrohren 10,11, die unten und oben an einigen Stellen
mit den quer zu ihnen verlaufenden Querrohren 3,4 verbunden sind. Eines der Vierkantrohre,
nämlich das Vierkantrohr 10, führt von unten nach oben das Kühlwasser für die Rostplatten
5,6, während das andere Vierkantrohr 11 Spülluft und Kühlluft für die Antriebe der
beweglichen Rostplatten 6 zuführt, wie das im einzelnen noch beschneben wird. Zwischen
diesen beiden parallel zueinander verlaufenden Vierkantrohren 10, 11 sind Stützelemente
12 für die beweglichen Rostplatten 6 eingebaut. Diese Stützelemente 12 sind hierzu
mittels zweier Bolzen 13,14, welche die beiden Vierkantrohre 10, 11 durchsetzen, an
jenen gehalten. Die Vierkantrohre oder Hohlprofile 10,11 weisen zu diesem Zweck eingeschweisste
Querrohre mit einem solchen Innendurchmesser auf, dass die Haltebolzen 13,14 für die
Stützelemente 12 in diese einpassen. Die Stützelemente 12 selbst weisen je eine parallel
zur entsprechenden Rostplattenebene liegende Stahlrolle 15 auf, sowie links und rechts
je eine dort in der vertikalen Ebene laufende Stahlrolle 16,17. Gleichzeitig ist an
jedem solchen Stützelement 12 ein Hydraulikzylinder 18 angelenkt, dessen Kolbenstange
19 seinerseits an der Unterseite der von ihm bewegten beweglichen Rostplatte 6 angelenkt
ist. Die Rostplatte selbst, welche auf dem hier eingezeichneten Stützelement 12 ruht,
ist hier nur mit gestrichelten Linien angedeutet. Sie weist auf ihrer Unterseite eine
zentrale Fuhrungsnut auf, mit welcher sie auf den Stahlrollen 16,17 aufliegt, die
beim Verschieben der Rostplatte auf dem Boden dieser Führungsnut abrollen. Die lichte
Weite der Führungsnut ist so gewählt, dass sie geringfügig grösser als der Durchmesser
der liegenden Stahlrolle 15 ist, wodurch die Rostplatte von der Rolle 15 in Querrichtung
zur Rostbahn hinreichend geführt ist. Zur Führung der Vorderseite der beweglichen
Rostplatte sind an den Planken 8 weitere liegende Stahlrollen 20,21 angebaut. Die
zugehörige bewegliche Rostplatte weist nun auf ihrer vorderen Unterseite seitlich
solche Ausnehmungen auf, dass auf jeder Seite eine Führungsfläche an ihr gebildet
ist, die parallel zur Seitenfläche der Rostplatte verläuft, jedoch gegenüber dieser
zurückversetzt ist, und auf welcher diese Stahlrollen 20,21 beim Hin- und Herbewegen
abrollen. Damit weist jede bewegliche Rostplatte gewissermassen eine Dreipunktlagerung
auf. Hinten in der Mitte, wo der Antrieb sitzt, ist die Rostplatte horizontal und
vertikal von den entsprechenden Stahlrollen 15,16,17 geführt, und vorne ist sie seitlich
links und rechts von den Stahlrollen 20,21 geführt, während sie mit ihrer vorderen
Unterkante auf der nächsttiefer liegenden stationären Rostplatte aufliegt und darauf
beim Hin- und Herbewegen gleitet. Ihre vordere Unterkante ist hierzu eigens mit einem
Gleitschuh aus Verschleissmaterial versehen, der von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden
kann, ohne dass die eigentliche Rostplatte dadurch ersetzt werden muss. Ein Vorteil
der hier beschriebenen Konstruktion ist nun der, dass die beweglichen Rostplatten
präzis geführt sind und seitlich keine Reibung mehr entsteht, weil die seitliche Führung
so eingestellt wird, dass zwischen dem seitlichen Rand der beweglichen Rostplatte
6 und der anliegenden Planke 8 ein konstanter knapper Abstand eingehalten wird, sodass
keine verklemmenden Kleinteile in diesen Schlitz fallen können und gleichzeitig der
Schlitz aber so weit ist, dass eben keine Gleitreibung zustandekommt. Die Rostplatte
kann sich wegen dieser präzisen Führung auch nicht mehr verkanten, wie das bei herkömmlichen
Konstruktionen noch möglich war. Wenn bisher eine Verkantung eintrat, wurde die Platte
einfach gegen die stark erhöhte Gleitreibung mit grosser Kraft hin- und herbewegt,
bis das die Verkantung auslösende Klemmteil hinunterfiel oder sich aus dem Schlitz
zwischen Rostplatte und Planke herausarbeitete. Bis das jedoch erfolgte, entstanden
hohe Gleitreibungskräfte, die einen entsprechend grossen Verschleiss nach sich zogen.
Dieser Verschleiss ist mit der hier gezeigten Lagerung und Führung der beweglichen
Rostplatten eliminiert, wodurch deren Standzeit erhöht wird. Ein weiterer Vorteil
der Konstruktion ist darin zu sehen, dass die Kräfte zum Betätigen der Rostplatten
infolge deren Führung an Stahlrollen erheblich kleiner sind als wenn reine Gleitreibung
zu überwinden ist. Das wiederum erlaubt den Einsatz von kleinen Antriebseinheiten
in Form von kompakten hydraulischen Zylinder-Kolbeneinheiten, wobei für jede einzelne
bewegliche Rostplatte eine eigene solche Antriebseinheit zum Einsatz kommt. Dadurch
kann auch jede bewegliche Rostpatte individuell angetrieben werden, was den Anforderungen
zum Fahren eines möglichst geometrischen Feuers gerecht wird. Je nach dem Ablauf der
Verbrennung und dem Verhalten des Brenngutes kann nämlich gezielt an bestimmten Stellen
mit kleinen Hubbewegungen der Rostplatten das Feuer geschürt oder aber mit grösseren
Hüben das Brenngut auf dem Rost transportiert werden. Die konstruktive Lösung mit
den Stützelementen 12 zwischen den längs verlaufenden beiden Vierkantrohren 10,11
erlaubt sogar das Auswechseln einer Antriebseinheit während des Betriebs des Rostes.
Das ist deshalb möglich, weil sich die Rostplatten 5,6 entweder einzeln über die ganze
Rostbahnbreite erstrecken oder in einer Variante mehrere Rostplatten so nebeneinander
miteinander verbunden sind, dass sie ohne Schlitze zwischeneinander die ganze Rostbahnbreite
abdecken und dadurch kaum ein Rostdurchfall auftritt, welcher auf die sich unter dem
Rost aufhaltenden Monteure herabfallen könnte. Im Fall, dass mehrere Rostplatten zu
einer Roststufe zusammenverbunden werden, kann dies zum Beispiel durch Zusammenschrauben
oder Zusammenschweissen solcher einzelner Rostplatten erfolgen, die sich über je einen
Teil der Rostbahnbreite erstrecken. In dieser Weise können also zwei, drei oder mehr
nebeneinander angeordnete Rostplatten zu einer einzigen Roststufe zusammengefasst
werden. Weiter bleibt wegen der das ganze Brennbett umfassenden Wasserkühlung die
Temperatur unterhalb des Rostes in einem Bereich, der den Aufenthalt und das Arbeiten
unter dem Rost ohne weiteres ermöglicht. Schliesslich ist jedes Stützelement 12 mittels
der Bolzen 13,14 an den Vierkantrohren 10,11 so aufgehängt, dass durch Herausschlagen
des hinteren Bolzens 13 das ganze Stützelement nach hinten gekippt werden kann, wonach
die Anlenkung des Hydraulikzylinders 18 zugänglich wird und dieser ohne weiteres ausgebaut
werden kann. In Figur 1 ist ein Längsabschnitt einer Rostbahn gezeigt. Die ganze Rostbahn
besteht oft aus mehreren solcher Abschnitte. Hierzu sind die Enden der Vierkantrohre
10,11 und der Planken 8,9 mit Flanschen 51,52 ausgerüstet, sodass sie wasserdicht
mit den Planken und Vierkantrohren des anschliessenden Abschnittes zusammengeflanscht
werden können. Diese Bauweise erlaubt es, einzelne Längsabschnitte einer Rostbahn
in der Werkstatt einbaufertig vorzubereiten und vor Ort ganze solche Rostbahnabschnitte
rasch zusammenzubauen. Komplizierte Spezialtransporte einerseits oder langwierige
Montagearbeiten vor Ort andrerseits werden dadurch vermieden. Die Wasserkühlung der
Rostplatten erfolgt durch Anschlüsse am Vierkantrohr 10, in welchem Kühlwasser von
unten nach oben strömt. Es wird ausgehend von einem offenen Ausgleichsbehälter, der
sich zum Beispiel etwa auf dem Niveau der Einschüttgosse oder höher angeordnet befindet,
durch eine Leitung mittels einer Elektropumpe unten in das Vierkantrohr 10 gepumpt
und darin auf einem Druck von 3-4 bar gehalten. Je zwei benachbarte Rostplatten werden
in Serie zu einem Kühlkreislauf geschaltet, da sie ja gemeinsam stets eine konstante
Rostfläche bilden. Hierzu wird für jeweils zwei Rostplatten über einen Nippel oder
eine Muffe vom darunter verlaufenden Vierkantrohr 10 Wasser abgenommen und durch einen
temperaturfesten Schlauch in die erste Rostplatte geführt. Darin strömt das Wasser
zwangsweise durch ein Labyrinth, das so gestaltet ist, dass nirgends Luftblasen entstehen
können, sondern der ganze Hohlraum im Innern der Rostplatte vollständig von Wasser
ausgefüllt ist. Am Ende des Strömungskanals im Innern der Rostplatte ist wiederum
ein Anschluss vorhanden, von dem aus ein weiterer temperaturfester Schlauch zur zweiten,
benachbarten Rostplatte führt, in welcher das Wasser abermals einen Strömungskanal
durchfliesst und schliesslich ab dessen Ende über einen Schlauch in ein Rücklaufrohr
führt, das selbst zurück in den offenen Ausgleichsbehälter führt und in diesen einmündet.
Für je zwei benachbarte Rostplatten ist also ein Wasseranschluss am Vierkantrohr 10
vorhanden, und das entsprechende Kühlwasser wird über jeweils ein gesondertes Rücklaufrohr
zum Ausgleichsbehälter zurückgeführt. Das Vierkantrohr 11 hingegen führt kein Wasser,
sondern Luft auf einem Ueberdruck, den eine Luftpumpe aufrecht erhält, und zwar zu
folgendem Zweck: Für jede bewegliche Rostplatte ist eine eigene Antriebseinheit mit
Hydraulikzylinder vorhanden. Diese Hydraulikzylinder sind je in einem Rohrmantel untergebracht,
sodass zwischen jenem und dem eigentlichen Hydraulikzylinder ein Freiraum bleibt.
Dieser Freiraum wird von Luft aus dem Vierkantrohr 11 umspült, sodass also der Rohrmantel
einen Spülzylinder bildet. Hierzu wird an jeder Stelle des Vierkantrohres 11, wo sich
ein Hydraulikzylinder befindet, über einen Anschluss Luft vom Vierkantrohrinnern abgezapft,
und diese Luft wird über einen Schlauch in den Rohrmantel geführt, welcher den Hydraulikzylinder
als Spulzylinder umhüllt. Der Rohrmantel ist vorne offen, sodass dort die Spülluft
wieder ausströmen kann und schliesslich in die Zone unterhalb des Rostes gelangt,
wo sie sich mit der Primärluft vermischt. Die Volumina dieser Spülluft sind jedoch
im Vergleich zur eingesetzten Primärluft vernachlässigbar und haben somit kaum einen
Einfluss auf die Verbrennung. Durch diese Spülung der Mantelrohre werden die eigentlichen
Hydraulikzylinder und die aus ihnen herausführenden Kolbenstangen stets von Staub
und Schmutz freigehalten, was einer langen Lebensdauer der Antriebseinheit förderlich
ist. Andrerseits wird mit dieser umströmenden Luft natürlich eine Kühlwirkung erzielt,
was dazu beiträgt, dass das eingesetzte Hydrauliköl niemals überhitzt wird. Der Bereich
unterhalb der Rostplatten ist über die Rostbahnlänge in mehrere Untenwindzonen aufgeteilt.
Jeweils unterhalb einer stationären Rostplatte ist eine Trennwand eingebaut, welche
die benachbarten Untenvindzonen praktisch luftdicht voneinander trennt. In die einzelnen
Unterwindzonen wird mittels je eines gesonderten Ventilatorgebläses Primärluft eingeblasen,
die dann durch die Primärluftschlitze in den Feuerraum gelangt. Die Primärluftmenge
kann dabei durch die Variation der Drehzahl der einzelnen Ventilatoren reguliert werden.
Auch diese Variabilität der Primärluftzufuhr in den einzelnen Rostzonen trägt dazu
bei, ein geometrisches Feuer zu fahren, indem das Feuer ganz gezielt lokal mit Luft
in der gerade benötigten Menge versorgt werden kann.
[0010] In Figur 2 ist ein Ausschnitt von vier aufeinanderfolgenden Rostplatten des Schub-Verbrennungsrostes
in einem Schnitt längs der Rostbahnmitte von der Seite her gesehen dargestellt.
[0011] Seitlich sind die stationären und beweglichen Rostplatten 5,6 von der Planke 8 begrenzt.
Oberhalb dieser Planke 8 sieht man die Planke 9. Diese beiden wassergekühlten Planken
8,9 bilden also die seitliche Begrenzung des Brennbettes. Zwischen diesen und den
Rostplatten 5,6 werden also keine Ausgleichselemente mehr benötigt. Die Rostplatten
5,6 sind aus Stahlblech gefertigt und hohl. Ihr Hohlraum ist dabei so von Zwischenwänden
unterteilt, dass ein Strömungskanal 23 gebildet ist, der im Zick-Zack-Kurs oder hin
und her verläuft. Dieser Strömungskanal 23 ist in seinem Verlauf so gestaltet, dass
er im allgemeinen von unten nach oben führt, sodass das Wasser zwangsweise durch ihn
strömen muss und dadurch nirgends Luftblasen in seinem Innern entstehen können. Die
Rostplatten selbst sind ja geneigt, und so fliesst also das unter Druck einströmende
Wasser in ihnen im allgemeinen von hinten unten nach vorne oben. Gleichzeitig ist
der Strömungskanal so angelegt, dass er längs der ganzen Oberfläche der Rostplatte
verläuft, sodass alle mit dem Feuer in Berührung kommenden Teile auf der Hinterseite
ständig direkt von Wasser umströmt und somit gekühlt sind. Vorne sind die Rostplatten
abgeschrägt und durch diese Abschrägung 24 führen eine Anzahl von Pimärluftschlitzen
25. Diese Schlitze sind durch Rohre 25 mit Langlochförmigem Querschnitt gebildet,
welche durch die Rostplatte hindurchgehend in diese eingeschweisst sind und deren
Rand 26 die Rostplatten-Oberfläche leicht überragt. Von unten wird Primärluft für
die Verbrennung auf dem Rost durch diese Schlitze 25 geblasen, sodass darin eine Luftströmung
vorherrscht, welche das Durchfallen von Kleinteilen verhindert. Die den Rost leicht
überragenden Ränder 26 verhindern ebenfalls wirksam, dass Buntmetalle oder andere
Kleinteile durch die Schlitze 25 fallen. Solche Teilchen rutschen vielmehr auf der
Abschrägung 24 nach unten und werden durch den überstehenden Rand um die Schlitze
25 herumgelenkt. Am unteren vorderen Rand der Rostplatten sind die Gleit-Schuhe 27
aus Verschleissmaterial zu sehen. Mit diesen Gleit-Schuhen 27 liegt jede Rostplatte
satt und praktisch dichtend auf der nächstfolgenden, unter ihr angeordneten Rostplatte
auf. Diese Gleit-Schuhe sind Stahlkörper, die auf eine an der Rostplattenunterkante
vorhandene Halteleiste aufgesteckt und daran mit Bolzen befestigt sind, wobei die
Bolzenköpfe mit den Gleit-Schuhen verschweisst sind. Zum Ersetzen werden die Bolzenköpfe
weggeschliffen, wonach die Bolzen herausgeschlagen und die Gleit-Schuhe weggenommen
werden können. Auf ihrer Unterseite weisen sowohl die stationären 5 wie auch die beweglichen
Rostplatten 6 eine Gerippe 28 aus Stahlblechen auf, welches ihnen die nötige Form
und Stabilität verleiht. Im Falle der beweglichen Rostplatten 6 ist das Gerippe in
der Mitte so gestaltet, dass eine Ausnehmung 50 zur Aufnahme des Hohlzylinders 18
bzw, dessen Rohrmantels 29 gebildet ist. Im hier gezeigten Bild ragen die Kolbenstangen
19 aus dem Hydraulikzylinder 18 und an ihrem Ende sind sie mittels eines hier nicht
eingezeichneten Bolzens an der Rostplatte 6 angelenkt. Die Hydraulikzylinder bzw,
die sie umfassenden Rohrmäntel 29 sind hinten an den Stützelementen 12 angelenkt.
Damit das Hydrauliköl beim Betrieb des Rostes nicht überhitzt, und auch die Kolben-Zylindereinheit
zusätzlich gekühlt wird, lässt man das Hydrauliköl ständig durch den Zylinder zirkulieren.
Es strömt an einer Anschluss-Stelle in den Zylinder 18 hinein und an einer anderen
hinaus. Zum Betätigen des Antriebes, das heisst zum Ausfahren des Kolbens, wird ein
Sperrventil beim Auslass betätigt, sodass mehr Hydrauliköl in den Zylinder 18 strömt
als aus diesem herausströmen kann. Sobald die Kolbenstange 19 ganz ausgefahren oder
auf das gewünschte Mass ausgefahren ist, wird dieses Sperrventil wieder geöffnet,
sodass gleichviel Hydrauliköl aus dem Zylinder 18 ausströmen kann wie gerade einströmt.
Der Zylinder 18 wird dabei laufend von Hydrauliköl durchströmt, ohne zu arbeiten.
Das Hydrauliköl transportiert dabei Wärme ab und wird in einem Oelkühler bei der rückwärtigen,
zum Antrieb gehörigen Hydraulikpumpe wiederum gekühlt. Umgekehrt, wenn der Kolben
in den Zylinder 18 einfahren soll, wird auf der gegenüberliegenden Seite des Kolbens
am Zylinder 18 gleichermassen verfahren. Es strömt dann auf jener Seite des Kolbens
mehr Hydrauliköl in den Zylinder 18 als dort wegfliessen kann, sodass der Kolben einfährt
und auf seiner anderen Seite während dieses Vorganges mehr Hydrauliköl aus dem Zylinder
18 fliesst als hereinströmt. Durch diese Schaltung und Steuerung der Hydrauliköl-Kreisläufe
wird eine ständige Kühlung der hydraulischen Zylinder-Kolbeneinheit erzielt. Der Hydraulikzylinder
18 beziehungsweise der ihn umgebende Spülzylinder 29 für die Spülluft ist leicht wegnehmbar
an das zugehörige Stützelement 12 angelenkt. Die Stützelemente 12 sind hierzu mittels
zweier Bolzen 13,14 an den beiden Vierkantrohren 10,11 befestigt, wobei hier nur das
Vierkantrohr 11 sichtbar ist. Wird der Bolzen 13 herausgenommen, so kann das Stützelement
12 um den Bolzen 14 herum abgeklappt werden, in der gezeigten Darstellung im Gegenuhrzeigersinn,
wodurch der Zugang zum hinteren Anlenkpunkt des Hydraulikzylinders 18 freigegeben
wird und dieser somit ausgebaut werden kann. In der Zeichnung sieht man die liegende
Stahlrolle 15 an den Stützelementen 12, sowie die vertikalen Stahlrollen 16,17. Auf
der hinteren Unterseite der beweglichen Rostplatten 6 ist ein Fortsatz vorhanden,
der eine Führungsnut 30 bildet, deren Boden 31 auf den vertikalen Stahlrollen 16,17
abläuft, und deren Seitenwände beidseits der liegenden Stahlrolle 15 mit wenig Spiel
verlaufen. Somit müssen die beweglichen Rostplatten 6 auf ihrer Hinterseite nur Rollreibung
überwinden. Gleitreibung entsteht ausschliesslich auf ihrer Oberseite durch den dort
aufliegenden Gleitschuh 27 der nächsthöher angeordneten stationären Rostplatte 5,
sowie durch den eigenen Gleitschuh 27, der auf der nächsttiefer angeordneten stationären
Rostplatte 5 aufliegt. Die stationären Rostplatten 5 ihrerseits weisen an ihrer hinteren
Unterseite eine etwa halbzylindrische Ausnehmung 32 auf, mit welcher sie auf den Querrohren
3 aufliegen, welche zwischen den senkrechten Stahlwänden 1,2 verlaufen. Die unteren
Querrohre 4 haben keine weitere Funktion als die ganze Rostbahn-Konstruktion zu stabilisieren.
[0012] Die Figur 3 zeigt einen Querschnitt durch das Rostgerüst bzw. den Rost-Unterbau,
ohne die Rostplatten. Die Stahlplatten 1,2 bilden die Seitenwände der Rostbahn. Senkrecht
zu ihnen verlaufen hier weitere Stahlplatten 33,34, die Bohrungen aufweisen, damit
mehrere Rostbahnabschnitte zusammengeflanscht werden können. Oben auf den Seitenwänden
erkennt man die Vierkantrohre 8,9, die als wassergekühlte seitliche Planken für das
Brennbett wirken. Die Rostplatten kommen alle ausschliesslich zwischen die Planken
8 zu liegen. Die beiden Seitenwände 1,2 sind auf zwei Ebenen mittels Distanz- oder
Querrohren 3,4 miteinander verspannt. Auf die Enden der Querrohre 3,4 sind Konusse
37 gestülpt, und diese werden mittels Muttern 7 gegen Konterkonusse 38 gedrückt, sodass
eine stabile Rahmenkonstruktion entsteht. Die Muttern 7 sind noch mit Kontermuttern
gesichert. Zwischen den beiden Ebenen der Querrohre 3 und 4 verlaufen die Vierkantrohre
10 und 11, von denen eines Kühlwasser zuführt und das andere Spülluft für die Hydraulikzylinder
18. Diese Vierkantrohre 10,11 sind durch Verbindungselemente 39 an einzelnen Querrohren
3,4 gehalten. Sie sind selbst von Rohren 35,36 durchsetzt, durch welche die Bolzen
13,14 zur Befestigung der Stützelemente 12 gesteckt werden können, wie das in den
Figuren 1 und 2 gezeigt ist.
[0013] Die Figur 4 zeigt ein Stützelement 12 zum Einbau zwischen die beiden Hohlprofile
10,11 längs des Rostes von vorne gesehen. Das Stützelement weist zwei Seitenplatten
40,41 auf, die von Rohren 42,43 durchsetzt sind. Diese Rohre 42,43 sind zur Aufhahme
der Befestigungsbolzen 13,14 bestimmt. An den Seitenplatten 40,41 sind die vertikalen
Stahlrollen 16,17 angebaut und gelagert. Die beiden Seitenplatten 40,41 sind hinten
durch eine Verbindungsplatte 44 miteinander verschweisst. Diese Verbindungsplatte
44 trägt den Lagerbock 45 für die horizontal darauf angeordnete und gelagerte Stahlrolle
15.
[0014] Die Figur 5 stellt eine bewegliche Rostplatte von unten gesehen dar. Man erkennt
das Gerippe aus Stahlblechen 28, welches die Rostplatte stabilisiert. Durch die vordere,
hier von unten gesehene Abschrägung 24 führt eine Anzahl von Längsschlitzen 25, die
durch eingeschweisste Rohre mit schlitzförmigem oder Langloch-förmigem Querschnitt
ausgeführt sind. Auf der Hinterseite trägt die Rostplatte einen Fortsatz 46, der auf
seiner Unterseite eine Führungsnut 30 für die Stahlrollen 15,16,17 am Stützelement
12 bildet. Die vertikalen Stahlrollen 16, 17 rollen dabei auf dem Boden 31 der Führungsnut
30 ab, während die horizontale Stahlrolle 15 an den beiden seitlichen Wänden 47,48
der Führungsnut 30 abrollt. Auf beiden Seiten der Rostplatte ist an deren Unterseiten
ebenfalls je eine Führungswand 49,50 ausgebildet. Auf diesen Führungswänden 49,50
rollen die an den seitlichen Planken 8 der Rostbahn montierten horizontalen Stahlrollen
20,21 ab und definieren einen minimalen Abstand zwischen der Rostplatte 6 und der
seitlichen Planke 8.
1. Wassergekühlter Schubverbrennungsrost zum Verbrennen von Kehricht, welcher aus treppenförmig,
mit ihrer vorderen Unterkante aufeinander aufliegenden, abwechslungsweise stationären
(5) und beweglichen (6) hohlen Rostplatten (5,6) besteht, von denen sich jede einzelne
über die ganze Breite der Rohstbahn erstreckt, oder mehrere nebeneinander zusammengebaute
über die ganze Breite der Rostbahn erstrecken, wobei die beweglichen Rostplatten (6)
mittels je einer hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit (18,19) angetrieben sind, dadurch
gekennzeichnet, dass er seitlich von Planken (8,9) aus wassergekühlten Hohlprofilen
(8,9) begrenzt ist, die in Längsrichtung je aus mindestens zwei dicht zusammengeflanschten
Abschnitten bestehen, wobei diese Planken (8,9) über mehrere senkrecht zu ihnen verlaufende,
horizontal angeordnete Distanzrohre (3,4) fest miteinander verschraubt sind, dass
zwischen den Planken (8,9) zwei weitere, in gleicher Weise zusammengeflanschte Hohlprofile
(10,11) für die Zufuhr von Spülluft und Kühlwasser verlaufen, die an einzelnen Distanzrohren
(3,4) befestigt sind, und dass die stationären Rostplatten (5) rückseitig auf je einem
Distanzrohr (3) aufliegen, während die beweglichen Rostplatten (6) rückseitig auf
mindestens einer Stahlrolle (16,17) mit horizontaler Achse aufliegen und auf ihrer
Vorderseite seitlich beidseits je an einer Stahlrolle (20,21) geführt sind, deren
Achse senkrecht zur Rostplatte (6) verläuft, sowie dass die Rostplatten (6) im Frontbereich
dichtend von Rohren (25) mit einem Langloch-förmigen Querschnitt zur Führung von Spülluft
durchsetzt sind, sodass diese Rohre (25) die Oberfläche der Rostplatten (5,6) überragen.
2. Wassergekühler Schubverbrennungsrost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die beweglichen Rostplatten (6) rückseitig auf mindestens einer Stahlrolle (16,17)
mit horizontaler Achse aufliegen, wobei die Stahlrolle (16,17) Teil eines Stützelementes
(12) ist, welches zwischen den Luft- und Wasser-führenden Hohlprofilen (10,11) wegnehmbar
eingebaut ist, und das den stationären Anlenkpunkt für die Hydraulikzylinder (18)
zur Betätigung der beweglichen Rostplatte (6) beinhaltet.
3. Wassergekühlter Schubverbrennungsrost nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
das Stützelement (12) eine zentrale Führungsrolle (15) aufweist, deren Achse im eingebauten
Zustand senkrecht zur Bewegungsebene der beweglichen Rostplatte (6) verläuft, wobei
die Rostplatte (6) unten eine in Bewegungsrichtung verlaufende Führungsnut (30) aufweist,
die über diese Führungsrolle (15) gestülpt ist, sowie dass zwei nebeneinander angeordnete
Stahlrollen (16,17) am Stützelement angeordnet sind, deren Achse parallel zur Bewegungsebene
und senkrecht zur Bewegungsrichtung der Rostplatte (6) verlaufen, und auf denen die
bewegliche Roststufe (6) abläuft.
4. Wassergekühlter Schubverbrennungsrost nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das Stützelement (12) mittels zweier parallel zueinander angeordneter Bolzen
(13,14) an den Luft- und Wasser-führenden Hohlprofilen (10,11) befestigt ist, sodass
es nach Herausnahme eines Bolzens (13) gegen unten abschwenkbar ist, derart, dass
in der abgeschwenkten Lage der Hydraulikzylinder (18) ausbaubar ist.
5. Wassergekühlter Schubverbrennungsrost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
an den Innenseiten der seitlichen Planken (8) für jede bewegliche Rostplatte (6) zwei
Stahlrollen (20,21) angeordnet sind, deren Achsen senkrecht zur Bewegungsebene der
Rostplatte (6) verlaufen, und dass die Rostplatten (6) auf ihrer Unterseite gegenüber
den seitlichen Stirnflächen zurückversetzte Führungsflächen (49,50) aufweisen, die
an den Stahlrollen (20,21) ablaufen.
6. Wassergekühlter Schubverbrennungsrost nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Rostplatten (5,6) an ihrer vorderen Unterkante einen auswechselbaren
Gleit-Schuh (27) aus Verschleissmaterial aufweisen, mit dem sie auf der nächst tiefergelegenen
Rostplatte (5,6) dichtend aufliegen.
7. Wassergekühlter Schubverbrennungsrost nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die seitlichen Planken (8,9) aus je zwei parallel zueinander
verlaufenden Vierkantrohren (8,9) bestehen, die versetzt zueinander übereinander angeordnet
sind, wobei die lichte Weite zwischen den oberen Vierkantrohren (9) grösser ist, und
diese die eigentliche seitliche Begrenzung des Brenngutbettes bilden, während die
unteren Vierkantrohre (8) die seitliche Begrenzung für die Rostplatten (5,6) bilden.
8. Wassergekühlter Schubverbrennungsrost nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Hydraulikzylinder (18) in je einem Spühlzylinder (29) untergebracht
sind, innerhalb dessen sie von einem Mantel von Luft umströmt sind und dadurch erstens
gekühlt werden und zweitens nicht vom vorne offenen Ende her verstauben können, sowie
dass die hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheiten (18,19) selbst beidseits des Kolbens
von je einer Vorlaufleitung und einer zugehörigen Rücklaufleitung mit Hydrauliköl
versorgt und durchströmt sind, wobei zur Steuerung der hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheiten
(18,19) einzelne dieser Leitungen sperrbar sind, sodass eine permanente Durchströmung
des Zylinderraumes auch im Stillstand gewährleistet ist und somit eine zusätzliche
Kühlung erzielt wird.
9. Wassergekühlter Schubverbrennungsrost nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass jeder Kühlkreislauf für die Rostplatten (5,6) in Serie geschaltet
zwei oder mehr benachbarte Rostplatten (5,6) einschliesst.
10. Wassergekühlter Schubverbrennungsrost nach einem der vorhergehenden Anspürche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Bereich unterhalb des Rostes in mehrere voneinander dichtend
getrennte Luftzonen unterteilt ist, die jede gesondert über ein eigenes, drehzahlregelbares
Ventilator-Gebläse mit Luft versorgbar ist.