[0001] Die Erfindung betrifft ein Kampffahrzeug mit einem von einem Kettenwerk getragenen
Fahrzeugrumpf, in dem ein Besatzungsraum angeordnet ist, wobei die mit einem Verbrennungsmotor
ausgerüstete Antriebsvorrichtung für das Kettenfahrwerk im Heckbereich des Fahrzeugsrumpfs
angeordnet ist.
[0002] Bei bisher bekannten Kampffahrzeugfamilien mit Heckantrieb, also beispielsweise Kampfpanzern,
Flakpanzern, Jagdpanzern, Bergepanzern etc., nimmt die Antriebsvorrichtung den gesamten
Heckbereich der Breite ein. Bei vielen modernen Kampffahrzeugen liegt dabei der Antriebsmotor
parallel zum Getriebe und der ganze Antriebsblock ist im Heck quer zur Längsmittelachse
des Fahrzeugrumpfs angeordnet.
[0003] Eine solche Anordnung ist bei einem Schützenkampfwagen nicht möglich, da dieser über
einen großen Transportraum für etwa 6-10 Mann Besatzung und über eine große Aus- und
Einstiegsöffnung im Heck verfügen muß. Aus diesem Grund wird bei den bekannten Schützenkampfwagen
die Antriebsvorrichtung im Fahrzeugbug angeordnet und das Fahrzeug im Frontantrieb
angetrieben.
[0004] Nachteile dieses Frontantriebskonzepts sind:
- hoher Fahrzeugbug
- eingeschränkte Fahrersicht
- hohe IR-Aufklärung (Wärmeabstrahlung im Bug)
- aufwendige Abgasführung nach hinten
- schlechte Gesamtschwerpunktlage des Fahrzeugs (buglastig)
- Schutzanordnung zu schwer, da Besatzung hinter der Antriebsvorrichtung angeordnet
ist und unbedingt frontal und von der Flanke her geschützt werden soll.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kampffahrzeug mit den Eingangs- und
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Merkmalen mit Heckantrieb so auszubilden,
daß trotz des Heckantriebs ein Aus- und Einsteigen am Heck möglich ist und bei einer
Ausbildung des Kampffahrzeugs als Schützenkampfwagen die oben angegebenen Nachteile
vermieden werden.
[0006] Weiterhin sollte es möglich sein, gemäß dem erfindungsgemäßen Konzept das Kampffahrzeug
auch für andere Einsatzzwecke, also beispielsweise als Kampfpanzer, Flakpanzer, Jagdpanzer,
Bergepanzer oder dergleichen, auszubilden.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen aus dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen beschrieben.
[0008] Wie weiter unten anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, besteht der Grundgedanke
der Erfindung darin, die Antriebsvorrichtung so auszubilden und anzuordnen, daß sie
im Heck des Fahrzeugs im wesentlichen auf einer Fahrzeugseite untergebracht werden
kann, so daß auf der anderen Fahrzeugseite ein nutzbarer Freiraum entsteht, der unter
anderem als Durchgangsraum zur Verfügung steht zu einer am Heck des Fahrzeugs angeordneten
Ein/Ausstiegsluke. Bei einer Ausführungsform, bei welcher die Antriebsvorrichtung
sowohl einen Verbrennungsmotor als auch ein Getriebe enthält, sind Motor und Getriebe
in einer Art T-Anordnung ausgeführt. Dabei ist das Getriebe kürzer und höher ausgebildet
als bei bisher bekannten Ausführungsformen, so daß Motor und Getriebe in etwa die
gleiche Breite haben. Andere Komponenten der Antriebsvorrichtung, wie beispielsweise
eine Kühlanlage, ein Lüfter, ein Abgasturbolader, eine Frischluftaufbereitungsvorrichtung
und dergleichen können dann oberhalb des Motor-Getriebeblocks oder auch im angrenzenden
Kettenkasten angeordnet sein.
[0009] Auf diese Weise entsteht eine schmale Anordnung und Ausbildung der Antriebsvorrichtung,
und diese kann in asymmetrischer Lage zur Längsmittelachse des Fahrzeugrumpfes im
Heck angeordnet werden.
[0010] Als besonders vorteilhaft hat sich eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kampffahrzeugs
erwiesen, bei der gemäß Patentanspruch 2 der Verbrennungsmotor, beispielsweise Dieselmotor,
einen elektrischen Generator antreibt und im Bereich der Ketten des Fahrzeugs an den
Generator angeschlossene Elektromotoren zum Antrieb der Ketten angeordnet sind. Da
bei einer derartigen Antriebsvorrichtung das Getriebe wegfällt, ist auch keine, den
nutzbaren Freiraum begrenzende Antriebswelle vorhanden, so daß dieser in seiner vollen
Höhe zur Verfügung steht.
[0011] Insbesondere bei Ausführungsformen, bei welchen die Antriebsvorrichtung ein Getriebe
aufweist, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, den nutzbaren Freiraum im Heckbereich
nach oben erweiterbar zu machen, damit das Kampffahrzeug in möglichst aufrechter Haltung
betreten und verlassen werden kann. Ausführungsformen, die dies ermöglichen, sind
Gegenstand der Patentansprüche 4 bis 9. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Kampffahrzeug
gemäß dem Patentansprüchen 5 bis 7 hierzu in einer Weise ausgebildet sein, wie dies
in der älteren, nicht vorveröffentlichten Patentanmeldung Nr. 196 44 547.7 beschrieben
ist.
[0012] Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kampffahrzeugs ist die Ausbildung
als Schützenkampfwagen (Patentanspruch 12). Bezüglich der Merkmale, gemäß denen der
Turm eines solchen Schützenkampfwagens ausgestaltet sein kann, wird auf die ältere,
nicht vorveröffentlichte Patentanmeldung Nr. 196 48 348.4 verwiesen.
[0013] Neben der Ausbildung des erfindungsgemäßen Kampffahrzeugs als Schützenkampfwagen
sind aber auch die oben erwähnten anderen Ausbildungen von hoher Bedeutung. Insbesondere
die Ausbildung als Kampfpanzer (Patentanspruch 13) eröffnet die Möglichkeit gemäß
der weiteren Erfindung ein Munitionsflußkonzept zu verwirklichen, das ganz besondere
Vorteile bei der Lagerung und Zuführung der Munition zur schweren Waffe des Kampfpanzers
mit sich bringt. Hierbei sollte die Zusatzaufgabe gelöst werden, einen Teil der Munition
im drehbaren Turm als Bereitschaftsmunition und einen weiteren Teil im Fahrzeug als
Reservemunition zu lagern, und zwar derart, daß eine automatische Ummunitionierung
möglich ist. Die Lösung dieser Zusatzaufgabe erfolgt mit den Merkmalen aus den Patentansprüchen
13 bis 18. Durch das Munitionsflußkonzept gemäß der weiteren Erfindung werden folgende
vorteilhafte Merkmale erreicht:
- für die gesamte Munition ein guter Schutz vor Beschuß frontal und von der Seite, da
die Munition unterhalb des Drehkranzes des Kampfpanzerturms liegt;
- ein geringer Platzbedarf für das Bereitschaftsmagazin und seine Entnahmevorrichtung
neben der Hauptwaffe, führen zu einer kleinen Silhouette;
- der gemäß der Erfindung nach Patentanspruch 1 gewonnene Freiraum im Heck des Fahrzeugs
kann einerseits zur Installierung des Reservemagazins verwendet werden, und der noch
verbleibende Freiraum zwischen der Antriebsvorrichtung und dem Reservemagazin bietet
eine gute Zugänglichkeit vom Reservemagazin zum Bereitschaftsmagazin und für einen
Notausstieg am Heck des Fahrzeugs;
- Reservemagazin und Bereitschaftsmagazin machen eine schnelle Sortenwahl der Munition
möglich;
- das Aufmunitionieren kann vom Fahrzeugheck her unter Panzerschutz erfolgen.
[0014] Dieses Munitionsflußkonzept gemäß der weiteren Erfindung hat auch den Vorteil, daß
es sowohl bei zweiteiliger als auch bei einteiliger Munition anwendbar ist. Es kann
nach diesem Konzept, trotz des begrenzten Raumes, auch einteilige Munition größerer
Länge gut gehandhabt werden.
[0015] Bei weiteren Möglichkeiten, das erfindungsgemäße Kampffahrzeug für unterschiedliche
Einsatzzwecke auszurüsten, wird der neben der Antriebsvorrichtung im Fahrzeugheck
entstandene nutzbare Freiraum teils als Durchgangsraum zum Betreten und Verlassen
des Fahrzeugs und teils zur Anordnung besonderer Einrichtungsteile genutzt.
[0016] Im folgenden werden anhand der beigefügten Zeichnungen Ausführungsbeispiele für das
erfindungsgemäße Kampffahrzeug näher erläutert.
[0017] In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine schematisierte Aufsicht auf ein Kampffahrzeug ohne Turm mit teilweise
aufgerissener Dachplatte;
Fig. 2 in einem stärker schematisierten Vertikalschnitt das Heck des Kampffahrzeugs
nach Fig. 1 im Bereich der Ein/Ausstiegsluke;
Fig. 2A eine Teilansicht auf die Heckpartie des Kampffahrzeugs nach Fig. 1 und 2;
Fig. 3 in einem in Längsrichtung verlaufenden Vertikalschnitt das Kampffahrzeug nach
Fig. 1 und 2 als Schützenkampfwagen mit aufgesetztem Turm;
Fig. 4 in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht eine Variante des Kampffahrzeugs
nach Fig. 1 bis 3 mit dieselelektrischem Antrieb;
Fig. 4A die teilweise geschnittene Heckansicht des Kampffahrzeugs nach Fig. 4;
Fig. 4B eine teilweise geschnittene Teilaufsicht auf das Kampffahrzeug nach Fig. 4
und 4A;
Fig. 5 einen vertikalen Längsschnitt durch den Mittelteil eines als Kampfpanzer ausgebildeten
Kampffahrzeugs;
Fig. 6 das Kampffahrzeug nach Fig. 5 in einem vertikalen Querschnitt;
Fig. 7 eine Aufsicht auf die den Munitionstransport betreffenden Teile des Kampffahrzeugs
nach Fig. 5 und 6;
Fig. 8 einen vertikalen Längsschnitt durch ein als Flugabwehrpanzer ausgebildetes
Kampffahrzeug;
Fig. 8A das Kampffahrzeug nach Fig. 8 in einer teilweise geschnittenen Aufsicht;
Fig. 8B das Kampffahrzeug nach Fig. 8 im Querschnitt;
Fig. 9 in einer Darstellung analog Fig. 8 ein als Gefechtsstandsfahrzeug ausgebildetes
Kampffahrzeug in zwei Ausführungsformen;
Fig. 9A das Kampffahrzeug nach Fig. 9 in einer Darstellung analog Fig. 8A;
Fig. 9B das Kampffahrzeug nach Fig. 9 in einer Darstellung analog Fig. 8B;
Fig. 10 in einer Darstellung analog Fig. 8 ein als Pionierfahrzeug ausgebildetes Kampffahrzeug;
Fig. 10A das Kampffahrzeug nach Fig. 10 in einer Darstellung analog Fig. 8A;
Fig. 10B das Kampffahrzeug nach Fig. 10 in einer Darstellung analog Fig. 8B;
Fig. 11 in einer Darstellung analog Fig. 8 ein als Raketenwerfer ausgebildetes Kampffahrzeug;
Fig. 8A das Kampffahrzeug nach Fig. 11 in einer Darstellung analog Fig. 8A;
Fig. 11B das Kampffahrzeug nach Fig. 11 in einer Darstellung analog Fig. 8B.
[0018] Im folgenden wird zunächst anhand der Fig. 1 bis 4B das Grundkonzept eines Kampffahrzeugs
nach der Erfindung näher erläutert.
[0019] In den Zeichnungen sind im wesentlichen die Teile dargestellt, die für die erfindungsgemäße
Ausbildung des Konzepts von Bedeutung sind, und es werden im folgenden auch nur die
Merkmale der dargestellten Kampffahrzeuge bechrieben, die für dieses Konzept von Bedeutung
sind.
[0020] In der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3, die ein als Schützenkampfwagen ausgebildetes
Kampffahrzeug zeigen, besitzt das Kampffahrzeug einen von einem Kettenfahrwerk 2 getragenen
Fahrzeugrumpf 1, dessen Längsmittelachse mit LMA bezeichnet ist. Der Fahrzeugrumpf
1 umschließt einen Innenraum 3, in dessen vorderem Abschnitt die Stammbesatzung B
untergebracht ist, wie in den Fig. 1 und 3 angedeutet. Der restliche Innenraum ist
zur Unterbringung der weiteren Besatzung S (Fig. 3) gedacht. Auf dem Fahrzeugrumpf
1 ist ein nicht näher ausgeführter Turm T mit einer Maschinenkanone K angeordnet,
der im folgenden nicht näher beschrieben wird. Er kann beispielsweise so ausgebildet
sein, wie in der älteren Patentanmeldung Nr. 19 648 348.4 beschrieben.
[0021] Die insgesamt mit Bezugsziffer 5 bezeichnete Antriebsvorrichtung ist im Heck 4 des
Fahrzeugs angeordnet, und zwar, wie aus Fig. 1 ersichtlich, in Fahrtrichtung gesehen
im wesentlichen rechts neben der Längsmittelachse LMA des Fahrzeugrumpfs. Die Anordnung
ist so, daß links neben der Längsmittelachse LMA ein nutzbarer Freiraum 6 verbleibt.
[0022] Die Antriebsvorrichtung 5 weist unter anderem einen Verbrennungsmotor, also z.B.
einen Dieselmotor 5.1 auf, der das Kettenfahrzeug 2 über ein Getriebe 5.2 und eine
Antriebswelle 5.3 antreibt. Wie Fig. 1 zu entnehmen, ist dabei die Anordnung von Motor
5.1, Getriebe 5.2 und Antriebswelle 5.3 insgesamt so, daß die Form eines T entsteht,
wobei im Längsbalken des T Motor und Getriebe liegen, während in Richtung des Querbalkens
die Antriebswelle 5.3 verläuft.
[0023] Weitere Einzelteile der Antriebsvorrichtung, wie eine Kühlanlage 10.1, ein Lüfter
10.2, ein Abgasturbolader 10.3 und eine Frischluftaufbereitungsvorrichtung 10.4 sind
teils oberhalb des Motor-Getriebeblocks und teils über dem Kettenkasten angeordnet
und befinden sich somit ebenfalls auf der rechten Fahrzeugseite.
[0024] Die quer zur Längsmittelachse LMA verlaufende Antriebswelle 5.3 durchquert den nutzbaren
Freiraum 6 und muß beim Ein- und Aussteigen durch die Ein/Ausstiegsluke 7 überstiegen
werden. Um hier das Ein/Aussteigen zu erleichtern, sind bei dieser Ausführungsform
Maßnahmen getroffen, die in den Fig. 2 und 2A näher dargestellt sind.
[0025] Die Antriebswelle 5.3 durchquert den nutzbaren Freiraum 6 in einem geschlossenen
Tunnel, der, wie in Fig. 2 dargestellt, als Trittstufe 8 ausgebildet ist. Da somit
an dieser Stelle der in vertikaler Richtung zum Aussteigen verfügbare Raum relativ
klein ist, ist in einem Bereich oberhalb des hinteren Abschnitts des Freiraums 6 die
Dachplatte 1.1 in Form von zwei nach oben und außen hochschwenkbaren Teilplatten 9.1
und 9.2 ausgebildet. Die beiden Teilplatten liegen, wie beispielsweise Fig. 1 zu entnehmen,
im geschlossenen Zustand so, daß sie längs einer parallel zur Längsmittelachse LMA
verlaufenden Kante aneinander angrenzen und um jeweils längs ihrer gegenüberliegenden
Kanten verlaufende Schwenkachsen in entgegengesetzter Richtung nach außen schwenkbar
sind (siehe Pfeilrichtung S1 und S2 in Fig. 2A). In Fig. 2 ist die Teilplatte 9.1
im hochgeschwenkten, und die Teilplatte 9.2 im eingeklappten Zustand dargestellt.
Durch das Hochschwenken der beiden Teilplatten 9.1 und 9.2 entsteht, wie Fig. 2 gut
zu entnehmen, nach oben ein ausreichender Freiraum um nach Öffnen der Heckklappe 7.1
das Kampffahrzeug in aufrechter Haltung betreten und verlassen zu können. Dabei bildet
die Heckklappe 7.1, wie Fig. 2 zu entnehmen, im herabgeschwenkten Zustand eine Ein/Ausstiegsrampe.
[0026] Wie Fig. 2 zu entnehmen, sind die Teilplatten 9.1 und 9.2 im geschlossenen Zustand
schräg zum Heck 4 hin abfallend angeordnet. Dies hat zur Folge, daß auch bei hochgeschwenkten
Teilplatten die Silhouette des Fahrzeugs nicht wesentlich vergrößert ist und es kann
mit der Waffe W auch in Depression über die geöffneten Teilplatten hinweg über Heck
geschossen werden.
[0027] Insgesamt ist durch die beschriebene Maßnahme die Einstiegshöhe über dem Tunnel 8
der Antriebswelle vergrößert, ohne daß das gesamte Fahrzeug erhöht werden mußte.
[0028] Selbstverständlich kann, wie bereits oben erwähnt, das Bewegen eines Teils der Dachplatte
in die erhöhte Stellung auch in anderer Weise bewirkt werden.
[0029] Das oben beschriebene Problem im Ein/Ausstiegsbereich des Kampffahrzeugs tritt bei
einer Ausführungsform, wie sie in den Fig. 4, 4A und 4B dargestellt ist, nicht auf.
Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der vorbeschriebenen Ausführungsform
dadurch, daß sie mit einer dieselelektrischen Antriebsvorrichtung ausgerüstet ist
und somit ein Getriebe nicht erforderlich ist.
[0030] Fahrzeugrumpf 1, Kettenfahrwerk 2 sowie der Innenraum des Fahrzeugrumpfes sind in
der gleichen Weise ausgestaltet, wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3 und
werden nicht weiter beschrieben. Aus Darstellungsgründen ist bei dieser Ausführungsform
der Turm des Schützenkampfwagens nicht mit dargestellt. Die Antriebsvorrichtung 5'
besitzt einen Dieselmotor 5.1', der einen elektrischen Generator 5.2' antreibt. An
diesen Generator 5.2' sind Elektromotoren 5.3' angeschlossen, die direkt im Bereich
des Kettenfahrwerks 2 liegen und die Ketten antreiben. Im Bereich zwischen dem Generator
5.2' und dem Heck 4 ist ausreichend Platz zur Unterbringung weiterer elektronischer
Baugruppen 10'. Weitere zum Dieselmotor 5.1 gehörende Teile sind in den Fig. 4 und
4A angedeutet und wurden bereits beschrieben. Sie befinden sich auch bei dieser Ausführungsform
in der rechten Fahrzeughälfte. Der auch hier entstehende nutzbare Freiraum 6' dient
als Durchgangsraum zur Ein/Ausstiegsluke 7', die mittels der bereits beschriebenen
Heckklappe 7.1' verschließbar ist. Eine den Freiraum 6' durchquerende Antriebswelle
ist bei dieser Ausführungsform nicht vorhanden; trotzdem ist auch diese Ausführungsform
mit den bereits beschriebenen, nach oben schwenkbaren Teilklappen 9.1' und 9.2' versehen,
so daß bei dieser Ausführungsform ein in vertikaler Richtung besonders geräumiger
Bereich zum Ein/Aussteigen zur Verfügung steht. Es ist aber auch möglich, bei dieser
Ausführungsform ganz auf die hochschwenkbaren Teilklappen zu verzichten.
[0031] Im folgenden wird anhand der Fig. 5 bis 7 eine Ausführungsform eines Kampffahrzeuges
beschrieben, die als Kampfpanzer ausgebildet ist. Die Darstellung ist hier stark vereinfacht
und es sind im wesentlichen nur die den Munitionstransport betreffenden Teile dargestellt.
[0032] Auch diese Ausführungsform besitzt einen nur angedeuteten Fahrzeugrumpf 11, der von
einem Kettenfahrwerk 12 getragen ist. Im vorderen Teil des Fahrzeugrumpfes 11 ist
die Stammbesatzung untergebracht, während im Bereich unmittelbar vor dem Fahrzeugheck
14 eine nicht genauer dargestellte Antriebsvorrichtung 15 in der gleichen Weise angeordnet
ist, wie bei den oben beschriebenen Ausführungsformen, nämlich derart, daß die gesamte
Antriebsvorrichtung in Fahrtrichtung gesehen im wesentlichen rechts neben der Längsmittelachse
LMA des Fahrzeugrumpfes 11 liegt, so daß auf der linken Fahrzeugseite im Heckbereich
ein nutzbarer Freiraum vorhanden ist, der einerseits als Durchgangsraum zur Ein/Ausstiegsluke
hin genutzt werden kann, und andererseits bei dieser Ausführungsform, wie weiter unten
beschrieben, zur Aufnahme weiterer Bauteile dient.
[0033] Auf der Oberseite des Fahrzeugrumpfs 11 ist über einen Drehkranz 11.2 ein Kampfpanzerturm
T1 angeordnet, der eine schwere, in Elevation schwenkbare Waffe W1 trägt, und im Innenraum
13 des Fahrzeugrumpfs 11 befindet sich eine mit dem Turn drehende Turmbühne 18, in
der ein Munitionsmagazin und Munitionstransportmittel angeordnet sind, die weiter
unten näher beschrieben werden.
[0034] Das auf der Turmbühne 18 angeordnete Munitionsmagazin ist ein Bereitschaftsmagazin
20, das als Bandmagazin ausgebildet ist und in Richtung der Längsmittelachse LMA des
Fahrzeugrumpfs 11 gesehen, eine insgesamt L-förmige Gestalt aufweist, wie aus Fig.
6 zu ersehen ist. Dabei ist das obere Ende 20.1 dieses Bereitschaftsmagazins 20 in
den Turm T1 hineinreichend unmittelbar neben der Waffe W1 angeordnet, während das
untere Ende 20.2 auf der Turmbühne 18 angeordnet in die horizontale Richtung geführt
ist. Das Bereitschaftsmagazin 20 ist mit Munitionsschalen ausgerüstet, in denen die
Munition, die jeweils aus einem Geschoß und einer unmittelbar dahinter angeordneten
Treibladung bestehen kann, aber auch als einteiliges Geschoß ausgebildet sein kann,
in einer Richtung parallel zur Waffenrohrachse der Waffe W1 mit nach vorne weisender
Geschoßspitze gelagert ist. Im Turm T1 ist am oberen Ende 20.1 des Bereitschaftsmagazins
20 eine Über-führungseinheit angeordnet, die eine Übergabeeinheit 21 aufweist, durch
welche die Munition an Halteklauen 21.1 übergeben wird, die in nicht näher dargestellter
Weise parallel zur Waffenrohrachse in eine Bereit-schaftsposition seitlich hinter
der Waffe W1 bewegbar sind und aus denen die Munition mittels einer aus-fahrbaren
Ladeschale 22 in eine Position hinter der Waffe geführt wird, aus der sie mittels
eines Ketten-ansetzers 22.1 im Takt der Waffe W1 zugeführt wird.
[0035] Um den Munitionsstauraum zu vergrößern, ist weiterhin in dem nutzbaren Freiraum zwischen
dem Innenraum 13 des Fahrzeugrumpfs 11 und dem Fahrzeugheck 14 ein Reservemagazin
19 angeordnet. Auch dieses Reservemagazin 19 ist als Bandmagazin ausgebildet und ist
mit Munitionsbehältern ausgerüstet. Im Reservemagazin 19 ist die Munition in einer
Richtung parallel zur Längsmittelachse LMA des Fahrzeugrumpfs 11 mit nach vorne weisenden
Geschoßspitzen gelagert und die ganze Anordnung ist derart, daß in einer Stellung
des Turms T1, in der die Anordnungsrichtungen in den beiden Magazinen 19 und 20 parallel
verlaufen (12-Uhr-Stellung) durch eine Transporteinheit und eine Übergabeeinheit die
Munition vom Reservemagazin 19 in das untere Ende des Bereitschaftsmagazins 20 überführt
werden kann. Die Transporteinheit des Reservemagazins 19 ist dabei als Kettenansetzer
23.1 ausgebildet, mittels dem die Munition aus dem jeweiligen Munitionsbehälter des
Reservemagazins 19 in die auf der Turmbühne 18 angeordnete Übergabeeinheit 23 geschoben
und von dieser dem Bereitschaftsmagazin 20 zugeführt wird.
[0036] Die Munitionsmagazine, die Übergabeeinheiten und die Kettenansetzer sind an sich
bekannter Bauart und werden nicht im einzelnen beschrieben.
[0037] Das Aufmunitionieren des Reservemagazins 19 kann in ergonomisch günstiger Weise durch
die geöffnete Ein/Ausstiegsluke erfolgen. Im nutzbaren Freiraum bleibt aber noch genügend
Platz, um einen Durchgang zu schaffen, der den Notausstieg der Stammbesatzung zur
Ein/Ausstiegsluke hin ermöglicht.
[0038] In den Fig. 8, 8A und 8B ist eine Ausführungsform des Kampffahrzeugs dargestellt,
die als Flugabwehrpanzer ausgebildet ist. Die den vorbeschriebenen Ausführungsformen
entsprechenden Teile sind mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet, so z.B. der Fahrzeugrumpf
11, das Kettenfahrwerk 12, der Innenraum 13 des Fahrzeugrumpfes, das Fahrzeugheck
14 und die Antriebsvorrichtung 15, die in der gleichen Weise auf einer Fahrzeugseite
im Heckbereich rechts neben der Längsmittelachse LMA angeordnet ist und auf der linken
Fahrzeugseite den nutzbaren Freiraum 16 schafft, der zur Ein/Ausstiegsluke 17 führt.
[0039] Bei dieser Ausführungsform ist auf den Fahrzeugrumpf 11 über einen Drehkranz 11.2
eine unbemannter Turm T2 mit einer automatischen Flugabwehrwaffe W2 angeordnet, und
unterhalb des Turmes T2 liegt im Innenraum 13 eine mit dem Turm T2 drehende Turmbühne
28. Der Raum auf der Turmbühne 28 sowie im nutzbaren Freiraum 16 kann in nicht eigens
dargestellter Weise als Munitionsstauraum dienen.
[0040] Auf dem Turm sind in üblicher Weise ein parallel zur Waffe liegendes Zielfolge-Radargerät
25 sowie ein Ortungsgerät 24 angeordnet.
[0041] Wie die Fig. 9, 9A und 9B zeigen, kann der gleiche Typ des Kampffahrzeugs auch in
einer Ausführungsform ausgebildet sein, die ein Gefechtsstandsfahrzeug darstellt.
Bei dieser Ausführungsform sind Fahrzeugrumpf 11, Kettenfahrwerk 12, Heck 14 und Antriebsvorrichtung
15 in der gleichen Weise ausgebildet wie bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel.
Die Stammbesatzung B ist im vorderen Teil des Innenraums 13 untergebracht. Der Innenraum
13 ist insgesamt erhöht, und zwar entweder bei einer ersten Ausführungsform durch
eine zur Mitte hin ansteigende Dachplatte 26, die ein aufrechtes Sitzen der zusätzlichen
Besatzung B1 an Tischen oder Geräten ermöglicht oder bei einer in den Fig. 9 und 9B
angedeuteten Variante mit einer noch weiter erhöhten Dachplatte 27, die sogar das
freie Stehen im Innenraum zuläßt.
[0042] Der nutzbare Freiraum 16 kann bei dieser Ausführungsform als bequemer Durchgang zur
Ein/Ausstiegsluke 17 benutzt werden, wobei, wie bereits beschrieben, die Heckklappe
17.1 als Ausstiegsrampe herabschwenkbar ausgebildet ist. Auch bei dieser Ausführungsform
ist es sinnvoll, im Bereich unmittelbar vor der Ein/Ausstiegsluke 17 in der Dachplatte,
wie angedeutet, die hochschwenkbaren Teilplatten 9.1 und 9.2 vorzusehen, die bereits
beschrieben wurden und den vertikalen Freiraum im Ein/Ausstiegsbereich vergrößern.
[0043] Bei der in den Fig. 10, 10A und 10B dargestellten Ausführungsform ist das Kampffahrzeug
als Pionierfahrzeug ausgebildet und weist wiederum einen Fahrzeugrumpf 11, ein Kettenfahrwerk
12, sowie die im Fahrzeugheck 14 angeordnete Antriebsvorrichtung 15 auf, deren Anordnung
so ist, daß auf der anderen Fahrzeugseite der nutzbare Freiraum 16 vorhanden ist.
Im Innenraum 13 des Fahrzeugrumpfs 11 sind neben der Stammbesatzung B weitere Besatzungsmitglieder
B2 untergebracht, und zwar auf der (rechten) Seite des Fahrzeugs, auf der sich auch
die Antriebsvorrichtung 15 befindet. Weiterhin ist im Innenraum 13 eine große Seilwinde
29 angeordnet, und der nutzbare Freiraum 16 wird bei dieser Ausführungsform zur Lagerung
und Unterbringung eines Kranes 30 mit Ausleger 30.1 benutzt. Die Anordnung ist dabei
so, daß trotzdem genügend Raum zum Ein/Aussteigen durch die Ein/Ausstiegsluke 17 vorhanden
ist.
[0044] Die Fig. 11, 11A und 11B zeigen eine Ausführungsform eines Kampffahrzeugs, die als
Raketenwerfer ausgebildet ist. Auf dem von dem Kettenfahrwerk 12 getragenen Fahrzeugrumpf
11 ist bei dieser Ausführungsform über einen Drehkranz 11.2 eine Raketenabschußvorrichtung
31 angeordnet und im Innenraum 13 befindet sich eine, zusammen mit der Abschußvorrichtung
31 drehbare Bühne 32. Weiterhin ist neben der Raketenabschußvorrichtung 31 oben auf
dem Fahrzeugrumpf 11 eine Ortungsvorrichtung 33 angeordnet. Der nutzbare Freiraum
16 neben der Antriebsvorrichtung 15 ist bei dieser Ausführungsform zur Anordnung eines
Magazins 34 für die Raketen genutzt. Wie in den Fig. 11 und 11B angedeutet, kann dieses
Magazin 34 noch oben aus der Dachplatte herausgefahren werden, so daß ein direktes
Aufmunitionieren der Raketenabschußvorrichtung 31 aus dem Magazin 34 heraus möglich
ist. Das Nachladen des Magazins 34 kann wiederum vom Heck 14 her durch die Ein/Ausstiegsluke
17 erfolgen.
1. Kampffahrzeug mit einem von einem Kettenfahrwerk getragenen Fahrzeugrumpf, in dem
ein Besatzungsraum angeordnet ist, wobei die mit einem Verbrennungsmotor ausgerüstete
Antriebsvorrichtung für das Kettenfahrwerk im Heckbereich des Fahrzeugrumpfs angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens der Verbrennungsmotor (5.1) der Antriebsvorrichtung
(5, 15) im wesentlichen auf einer Fahrzeugseite neben der Längsmittelachse (LMA) des
Fahrzeugrumpfs (1, 11) derart angeordnet ist, daß auf der anderen Fahrzeugseite ein
nutzbarer Freiraum (6, 16) zwischen dem Innenraum (3, 13) des Fahrzeugrumpfes (1,
11) und dem Fahrzeugheck (4, 14) vorhanden ist und am Fahrzeugheck (4, 14) im Bereich
dieses Freiraums eine Ein/Ausstiegsluke (7, 17) angeordnet ist.
2. Kampffahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbrennungsmotor (5.1')
einen auf der gleichen Fahrzeugseite neben der Längsmittelachse (LMA) des Fahrzeugrumpfs
(1) angeordneten elektrischen Generator (5.2') antreibt und im Bereich der Ketten
an den Generator (5.2') angeschlossene Elektromotoren (5.3') zum Antrieb der Ketten
angeordnet sind.
3. Kampffahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbrennungsmotor (5.1)
ein auf der gleichen Fahrzeugseite im wesentlichen neben der Längsmittelachse (LMA)
des Fahrzeugsrumpfs (1) angeordnetes Getriebe (5.2) antreibt und die Antriebswelle
(5.3) für das Kettenfahrwerk (2) quer zur Längsmittelachse (LMA) des Fahrzeugrumpfs
(1, 11) verläuft und den nutzbaren Freiraum (6, 16) in einem geschlossenen Tunnel
durchquert.
4. Kampffahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tunnel für die Antriebswelle
(5.3) innerhalb des nutzbaren Freiraums (6, 16) als unmittelbar vor der Ein/Ausstiegsluke
(7, 17) angeordnete Trittstufe (8) ausgebildet ist.
5. Kampffahrzeug nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens über
dem sich im unmittelbaren Heckbereich befindenden Teil des nutzbaren Freiraums (6,
16) die Dachplatte (1.1) des Fahrzeugsrumpfs (1, 11) einen Abschnitt aufweist, der
mindestens eine Teilplatte (9.1, 9.2; 9.1', 9.2') enthält, die gegenüber den übrigen
Teilen der Dachplatte in eine erhöhte Stellung bewegbar ist.
6. Kampffahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilplatte in vertikaler
Richtung parallel zu sich selbst in eine erhöhte Stellung anhebbar ist.
7. Kampffahrzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilplatte um eine
quer zur Längsmittelachse des Fahrzeugrumpfs verlaufende, horizontale Schwenkachse
in die erhöhte Stellung hochschwenkbar ist, wobei das freie Ende der Teilplatte unmittelbar
an die Ein/Ausstiegsluke angrenzt.
8. Kampffahrzeug nach Anspruch 5 gekennzeichnet durch zwei im geschlossenen Zustand längs
einer in einer Ebene parallel zur Längsmittelachse (LMA) des Fahrzeugrumpfs (1, 11)
liegenden Kante aneinander angrenzende Teilplatten (9.1, 9.2; 9.1', 9.2'), die um
jeweils längs ihrer gegenüberliegenden Kanten verlaufende Schwenkachsen in entgegengesetzter
Richtung (S1, S2) nach außen schwenkbar sind.
9. Kampffahrzeug nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilplatte oder
Teilplatten (9.1, 9.2) in einer Richtung zum Fahrzeugheck (4, 14) hin abwärts geneigt
angeordnet sind.
10. Kampffahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Heckklappe
(7.1, 17.1) der Ein/Ausstiegsluke (7, 17) um eine quer zur Längsmittelachse (LMA)
des Fahrzeugrumpfs (1, 11) längs ihrer Unterkante verlaufende Schwenkachse nach außen
in eine Stellung herabschwenkbar ist, in der sie eine Ein/Ausstiegsrampe bildet.
11. Kampffahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß weitere Komponenten der
Antriebsvorrichtung (5) wie Kühlanlage (10.1), Lüfter (10.2), Abgasturbolader (10.3),
Frischluftaufbereitungsvorrichtung (10.4) etc. im wesentlichen auf der den Verbrennungsmotor
(5.1) enthaltenden Fahrzeugseite über dem Motor-Getriebeblock und/oder dem angrenzenden
Kettenkasten angeordnet sind.
12. Kampffahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es als
Schützenkampfwagen ausgebildet ist, bei dem der Innenraum (3) des Fahrzeugrumpfs (1)
zur Aufnahme einer vorgegebenen Anzahl von Schützen (S) ausgebildet ist und der nutzbare
Freiraum (6) in erster Linie als Durchgangsraum zur Ein/Ausstiegsluke (7) dient und
bei dem auf dem Fahrzeugrumpf (1) über einen Drehkranz (1.2) ein flacher unbemannter
Turm (T) angeordnet ist, der eine in Elevation verschwenkbare großkalibrige Maschinenkanone
(K) trägt.
13. Kampffahrzeug mit einem von einem Kettenfahrwerk getragenen Fahrzeugrumpf, in dem
ein Besatzungsraum angeordnet ist, wobei die mit einem Verbrennungsmotor ausgerüstete
Antriebsvorrichtung für das Kettenfahrwerk im Heckbereich des Fahrzeugrumpfs angeordnet
ist, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es
als Kampfpanzer ausgebildet ist, bei dem auf dem Fahrzeugrumpf (11) über einen Drehkranz
(11.2) ein Kampfpanzerturm (T1) mit einer schweren, in Elevation schwenkbaren Waffe
(W1) und in unterhalb des Turmes liegenden Teilen des Innenraums (13) des Fahrzeugrumpfs
(11) eine mit dem Turm (T1) verbundene Turmbühne (18) angeordnet ist, auf der ein
Munitionsmagazin (20) und/oder Munitionstransportmittel (21, 21.1, 22, 22.1, 23) angeordnet
sind.
14. Kampffahrzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das auf der Turmbühne
(18) angeordnete Munitionsmagazin ein Bereitschaftsmagazin (20) ist, das als Bandmagazin
ausgebildet ist und in Richtung der Längsmittelachse (LMA) des Fahrzeugrumpfs (11)
gesehen, eine insgesamt L-förmige Gestalt aufweist und in dem die Munition in Richtung
parallel zur Waffenrohrachse mit nach vorne weisenden Geschoßspitzen angeordnet ist,
wobei das obere Ende (20.1) des Bereitschaftsmagazins (20) in den Turm (T1) hineinreichend
unmittelbar neben der Waffe (W1) angeordnet ist und im Turm eine Überführungseinheit
(21, 21.1, 22) und ein Ansetzer (22.1) angeordnet sind.
15. Kampffahrzeug nach Anspruch 14 und einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem nutzbaren Freiraum (16) zwischen dem Innenraum (13) des Fahrzeugrumpfs
(11) und dem Fahrzeugheck (14) ein Reservemagazin (19) angeordnet ist, das als Bandmagazin
ausgebildet ist, in dem die Munition parallel zur Längsmittelachse (LMA) des Fahrzeugrumpfs
(11) mit nach vorne weisenden Geschoßspitzen gelagert ist, und das derart angeordnet
ist, daß in einer vorgegebenen Stellung des Turms (T1), in der die Anordnungsrichtungen
in den beiden Magazinen (19, 20) parallel verlaufen, durch eine Transporteinheit (23.1)
und eine Übergabeeinheit (23) Munition vom Reservemagazin (19) in das untere Ende
(20.2) des Bereitschaftsmagazins (20) überführbar ist.
16. Kampffahrzeug nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Munition jeweils
aus einem Geschoß mit einer unmittelbar dahinter angeordneten Treibladung besteht,
die im Bereitschaftsmagazin (20) in Munitionsschalen und im Reservemagazin (19) in
Munitionsbehältern angeordnet sind.
17. Kampffahrzeug nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Überführungseinheit am oberen Ende (20.1) des Bereitschaftsmagazins (20) eine Übergabeeinheit
(21) aufweist, durch welche die Munition an Halteklauen (21.1) übergeben wird, die
parallel zur Waffenrohrachse in eine Bereitschaftsposition seitlich hinter der Waffe
(W1) bewegbar sind und aus denen die Munition mittels einer ausfahrbaren Ladeschale
(22) in eine Position hinter der Waffe bewegbar ist, aus der sie mittels eines Kettenansetzers
(22.1) im Takt der Waffe (W1) zuführbar ist.
18. Kampffahrzeug nach den Ansprüchen 15, 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinheit
des Reservemagazins (19) als Kettenansetzer (23.1) ausgebildet ist, durch welchen
die Munition aus dem jeweiligen Munitionsbehälter in die auf der Turmbühne (18) angeordnete
Übergabeeinheit (23) geschoben wird, welche die Munition dem Bereitschaftsmagazin
(20) zuführt.
19. Kampffahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es als
Flugabwehrpanzer ausgebildet ist, bei dem auf dem Fahrzeugrumpf (11) über einen Drehkranz
(11.2) ein unbemannter Turm (T2) mit einer automatischen Flugabwehrwaffe (W2) und
in unterhalb des Turmes liegenden Teilen des Innenraums (13) des Fahrzeugrumpfs (11)
eine mit dem Turm verbundene Turmbühne (28) angeordnet ist, wobei mindestens ein Teil
des nutzbaren Freiraums (16) zwischen dem Innenraum (13) des Fahrzeugrumpfs (11) und
dem Fahrzeugheck (14) als Munitionsstauraum dient.
20. Kampffahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es als
Gefechtsstandsfahrzeug mit einem durch eine erhöhte Lage der Dachplatte (26, 27) erweiterten
Innenraum ausgebildet ist.
21. Kampffahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es als
Pionierfahrzeug ausgebildet ist, bei dem mindestens ein Teil des nutzbaren Freiraums
(16) zwischen dem Innenraum (13) des Fahrzeugrumpfs (11) und dem Fahrzeugheck (14)
zur Unterbringung eines Krans (30) dient.
22. Kampffahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es als
Raketenwerfer ausgebildet ist, bei dem auf dem Fahrzeugrumpf (11) über einen Drehkranz
(11.2) eine Raketenabschußvorrichtung (31) angeordnet ist und in unterhalb der Raketenabschußvorrichtung
liegenden Teilen des Innenraums (13) des Fahrzeugrumpfs (11) eine mit der Raketenabschußvorrichtung
drehbare Bühne (32) angeordnet ist, wobei im nutzbaren Freiraum (16) zwischen dem
Innenraum (13) des Fahrzeugrumpfs (11) und dem Fahrzeugheck (14) ein Magazin (34)
für Raketen angeordnet ist.