[0001] Das erfindungsgemäße Verfahren bezieht sich auf bessere Ausnutzung des Informationsgehaltes
bei der Meldungsbearbeitung von Alarmmeldungen. Insbesondere wird eine Differenzierung
des Auslösegrundes bzw. der Auslösegründe, die zum Alarm geführt haben, angestrebt.
Ziel der erfindungsgemäßen Lösung ist es, aufgrund differenzierterer Angaben zum Auslösegrund
auch in der Wahl der Interventionsmaßnahmen differenzierter vorgehen zu können. Insbesondere
soll verhindert werden, daß auf Alarmmeldungen, die auf Grund von Bagatellereignissen
ausgelöst wurden, nicht mit überzogenen Maßnahmen reagiert wird.
[0002] Gemäß bekanntem Stand der Technik besteht eine Alarmanlage aus einer Alarmzentrale
mit Übertragungsvorrichtungen, die sich zumeist beim zu überwachenden Objekt bzw.
im zu überwachenden Sicherheitsbereich befindet. An die Alarmzentrale sind Melder
bzw. Meldegruppen mit Einzelmeldern angeschlossen. Einzelmelder können beispielsweise
als Bewegungsmelder, Fensterkontakten o. ä. Sensoren ausgebildet sein. Die Übertragung
der Alarmmeldung/en von der Alarmzentrale zu einer Alarmempfangsstelle erfolgt über
ein geeignetes Übertragungsprotokoll, wie beispielsweise das Telim-Übertragungsprotokoll
oder bei ISDN das VdS 2465 Übertragungsprotokoll(VdS = Verband der Schadensversicherer).
Bei Verwendung des Telim-Übertragungsprotokolls sind die Melder bzw. Meldegruppen
an die max. 16 Meldegruppeneingänge der Alarmzentrale angeschlossen. Die Meldegruppen
einer Alarmzentrale müssen dem Ort der Meldung möglichst eindeutig zugeordnet sein,
damit eine Bestimmung des Meldungsortes von der Alarmempfangsstelle aus möglich ist.
Damit wird gesichert, daß die für den Alarmgrund vorgesehen Interventionsmaßnahmen
zielgerichtet vorgenommen werden können.
[0003] Die Übertragung einer Meldung (z. B. Einbruch) von der Alarmzentrale zur Alarmempfangsstelle
wird durch das Übertragungsprotokoll geregelt. Weit verbreitet ist das sogenannte
Telim-Protokoll, bei dem in der Regel durch existierende Hardwaregegebenheiten nur
8 statt der möglichen 16 Meldelinien des Protokollrahmens belegt sind.
[0004] Von diesen 8 Meldelinien werden bei den herkömmlichen Verfahren aus Gründen der einfacheren
Auswertung in einer Alarmempfangsstelle einige der vorhandenen Meldegruppen für die
Übertragung von Informationen benutzt, die der Alarmzentrale selbst zuzuordnen sind,
z. B. Scharf/Unscharf-, Sabotage-, Technikfehler- und Klarmeldung (Reset). Sabotage
oder Technikfehler eines einzelnen Melders können bei der herkömmlichen Verfahrensweise
aus Kapazitätsgründen nicht mit übertragen werden, obwohl dieses bei Funkmeldern wünschenswert
wäre. Für die Bestimmung des Meldungsortes (Zuordnung Meldergruppe) verbleiben nur
noch wenige Möglichkeiten. Die Meldebearbeitung durch die Alarmempfangsstelle ist
somit entsprechend ungenau.
Werden mehrere Melder zu einer Meldegruppe zusammengefaßt, ist die Identifikation
des einzelnen Melders innerhalb der Meldegruppe (Einzelmelderidentifikation)bei herkömmlichen
Verfahren aus den o.g. Gründen daher nicht möglich.
[0005] Gemäß Stand der Technik wird bei Anwendung üblicher Übertragungsprotokolle in einer
herkömmlichen Alarmempfangsstelle nur eine einzige Meldegruppe ausgewertet, der bei
der Inbetriebnahme eine einzige Meldungsursache fest zugeordnet ist. Eine Plausibilitätsprüfung
zur Erkennung möglicher Fehlalarme, beispielsweise im Rahmen einer technischen Verifikation
des Alarms durch logische Verknüpfung mit anderen Meldegruppen, findet nicht statt.
Ferner kann nicht erkannt werden, ob eine Meldung zur Alarmzentrale selbst oder zu
einem Melder gehört.
Eine Alarmempfangsstelle kann unter diesen Voraussetzungen mit herkömmlicher Software
nur erkennen, welche Meldung abgesetzt wurde. Genaue Aussagen über den Ort und mögliche
Zusammenhänge mit anderen Meldungen können nicht gemacht werden. Fehlalarme können
in der Regel nicht erkannt werden, da sie genaue Kenntnis, beispielsweise über den
genauen Ort der Meldung oder die Reihenfolge des Auslösens mehrerer Melder bzw. Meldegruppen,
voraussetzen. Aber gerade eine solche Information wäre sowohl für den Einsatz der
Interventionskräfte, als auch für Techniker, die beispielsweise gemeldete Fehler beheben
sollen, von großer Bedeutung.
[0006] Bei den bekannten Lösungen, die beispielsweise auf dem Telim-Übertragungsprotokoll
basieren, werden Meldungsursachen der Alarmzentrale in unnötiger Weise durch bestimmte
Belegung einer der wenigen Meldegruppen übertragen und ausgewertet. Bei einer solchen
Verfahrensweise bleiben für die Bezeichnung des Meldungsortes somit nur noch wenige
Meldegruppen übrig. Nur 8 bzw. 16 verschiedene Maßnahmen sind insgesamt bei Anwendung
der herkömmlichen Verfahren möglich.
[0007] Die technische Aufgabe, die dem erfindungsgemäßen Verfahren zugrunde liegt, ist auf
die vollständige Ausschöpfung des Informationsgehaltes der bekannten Übertragungsprotokolle,
insbesondere des marktüblichen Telim-Übertragungsprotokolls bzw. des VdS 2465/ISDN-Übertragungsprotokolls,
bei der komplexen Überwachung von Sicherheitsbereichen mit automatischer Meldungsbearbeitung
in einer Alarmempfangsstelle ausgerichtet. Für die manuelle Auswertung von wenigen
Meldungen in Kleinst-Empfangsstellen anhand eines Klartextdruckers ohne Rechnerunterstützung
ist die erfindungsgemäße Lösung nicht vorgesehen.
[0008] Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand des üblichen Telim-Übertragungsprotokolls
näher erläutert. Die Verwendung des VdS 2465 ISDN-Übertragungsprotokolls erfolgt sinngemäß.
Prinzipiell wird nach Meldungen unterschieden, die im Zusammenhang mit einem Melder,
z. B. einem Bewegungsmelder, stehen. Diese Meldungen werden als Meldungen mit Melderbezug
bezeichnet.
Meldungen, die aus der Alarmzentrale kommen und daher nicht im Zusammenhang mit einem
Melder stehen, werden als Meldungen ohne Melderbezug bezeichnet.
[0009] Jede Meldung hat einen Anlaß bzw. einen Alarmgrund. Dieser Alarmgrund wird im Telim-Wort
6 "Signaltyp" übertragen. Der Alarmgrund einer Meldung ist für die Ausführung der
vereinbarten Interventionsmaßnahme ausschlaggebend.
Beispielsweise erfordert der Anlaß/Signaltyp "Alarm" eine andere Interventionsmaßnahme
als der Anlaß/Signaltyp "Technikfehler".
Anlaß einer Übertragung zur Alarmempfangsstelle ist, daß einer der Melder bzw. eine
der Meldegruppen aufgrund einer äußeren Einwirkung (Alarmgrund) auslöst. Welcher Melder
bzw. welche Meldegruppe zuerst einen Anlaß bzw. Alarmgrund erkannt hat, wird im Telim-Wort
7 "auslösende Gruppe" übertragen.
Der auslösenden Gruppe ist der jeweilige Signaltyp zugeordnet. Da ein auslösender
Melder mehrere Gründe zur Übertragung haben kann, ist die Zuordnung der vereinbarten
Maßnahme in der Alarmempfangsstelle eine Funktion aus der Verknüpfung des Telim-Wortes
"auslösende Gruppe" und "Signaltyp". Je Meldegruppe sind mindestens 4 Gründe/Signaltypen
möglich: Überfall, Alarm = Einbruch, Sabotage, Technikalarm = Batterie leer. Im Protokollrahmen
des Telim-Übertragungsprotokolls können max. 16 Meldgruppen übertragen werden. Somit
ergeben sich 4 x 16 = 64 verschiedene Zustände mit Maßnahmen bei Melderbezug. Bei
Alarmanlagen mit (Inhouse-) Funkmeldern besteht somit auch die Signalisierungsmöglichkeit
eines defekten oder sabotierten Melders zu einer ständig besetzten Alarmempfangsstelle.
[0010] Erfindungsgemäß wird zusätzlich zu den Kriterien Signaltyp und auslösenden Gruppe
zu jedem Melder der ausgelösten Meldegruppe ein mit Melderwert bezeichnetes Kriterium
erfaßt, welches den Aktivierungszustand AN/AUS des jeweiligen Melders am Ende einer
aufgrund der örtlichen Gegebenheiten definierten Voralarmzeit angibt.
[0011] Alle während der Voralarmzeit eingehenden Meldungen der ausgelösten Meldegruppe/Meldegruppen
werden entsprechend der Reihenfolge ihres Eingangs zu einer Sammelmeldung zusammengefaßt.
Die Sammelmeldung enthält Angaben zum Signaltyp, zur auslösenden Gruppe und zum Melderwert.
Der Melderwert gibt die Zustände AN/AUS der Einzelmelder der innerhalb der Voralarmzeit
ausgelösten Meldegruppe/Meldegruppen an. Mit der Übertragung einer Meldung und gegebenenem
Signaltyp unter Angabe der auslösenden Gruppe werden zusätzlich jene Meldegruppe im
Telim-Wort 8 und 9 "Melderwerte" übertragen, die innerhalb der Voralarmzeit aus dem
gleichen Grund ausgelöst haben (gleicher Signaltyp). Diese Art der Meldungsübertragung
wird als homogene Meldungsübertragung bezeichnet. Nach Ablauf der Voralarmzeit erfolgt
die Übertragung der Sammelmeldung zur Alarmempfangsstelle. In der Alarmempfangsstelle
wird die Sammelmeldung rechentechnisch ausgewertet. Anhand der Kriterien Signaltyp,
auslösende Meldegruppe, Melderwert die reihenfolgerichtig für alle während der Voralarmzeit
ausgelösten Melder/Meldegruppen vorliegen, wird rechentechnisch ein Bezug zu den gespeicherten
konkreten örtlichen Gegebenheiten des zu überwachenden Sicherheitsbereiches hergestellt.
Werden beispielsweise alle Melder, die aufgrund eines Einbruchs eine Meldung abgegeben
haben, in Bezug zu den als bekannt vorauszusetzenden örtlichen Gegebenheiten gebracht,
so kann eine Aussage darüber getroffen werden, welchen Weg ein Eindringling im Sicherheitsbereich
während der Voralarmzeit zurückgelegt hat. So bezeichnet der erste ausgelöste Melder
den Ort, an dem der Eindringling einsteigt. Sein weiterer Weg wird beispielsweise
dadurch erkennbar, daß nacheinander mehrere Bewegungsmelder auslösen, die der Eindringling
passiert hat.
Durch Auswertung der Gesamtheit der eingegangenen Informationen in Bezug auf ihren
kausalen Zusammenhang wird rechentechnisch eine Aussage zum Zustand der ausgelösten
Meldegruppe/en abgeleitet. Der Zustand der Meldegruppe/en, sowie die für diesen konkreten
Zustand nach Prioritäten geordneten Interventionsmaßnahmen werden angezeigt.
[0012] Im Rahmen einer automatisierten Meldungsbearbeitung in einer Alarmempfangsstelle
wird die Wahrscheinlichkeit zur Erkennung eines Fehlalarms, bei dem im allgemeinen
nur ein einziger Melder auslöst, entsprechend erhöht. Dieser Vorgang wird als technische
Verifikation bezeichnet. Fehleinsätze der Interventionskräfte (Wachmann, Polizei)
werden gegenüber herkömmlicher Auswertung einer einzelnen Meldegruppe bei der erfindungsgemäßen
Lösung mit großer Wahrscheinlichkeit vermieden.
[0013] Wenn aus technischen Gründen die Sammelübertragung nach Wartezeit (Voralarmzeit)
mehrerer Melderzustände/Meldegruppen nicht möglich ist, können Einzelübertragungen
diverser Melder durch die Software der Alarmempfangssteile wieder zu einer in sich
schlüssigen Meldung, entsprechend den Kriterien der erfindungsgemäßen Lösung, zusammengefaßt
werden.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren soll anhand von Ausführungsbeispielen, die auf dem
Telim-Übertragungsprotokoll basieren, näher erläutert werden.
Dabei wird davon ausgegangen, daß ein zu überwachender Sicherheitsbereich von mindestens
zwei Meldegruppen überwacht wird. Jeder Meldegruppe sind beispielsweise Kontaktmelder
oder Bewegungsmelder zugeordnet. Im Objekt, bzw. im zu überwachenden Sicherheitsbereich,
ist eine Alarmzentrale installiert, in der alle eingehenden Alarmmeldungen auflaufen.
Von dieser Alarmzentrale werden die Alarmmeldungen zusammengefaßt und zu einer Alarmempfangsstelle
übertragen. Definitionsgemäß haben Meldungen, die zur Alarmzentrale selbst gehören,
keinen Melderbezug. Zur Kennzeichnung der Übertragung von zentralen Meldungen haben
die Bits der Telim-Worte 8 und 9 alle den Wert 0. Eine derartige Verfahrensweise wird
als effektiv angesehen, da Ressourcen der Meldegruppen dazu nicht benötigt werden.
Bei einer solchen Verfahrensweise werden die ohnehin begrenzten Möglichkeiten, die
das Telim-Übertragungsprotokoll bietet, nicht unnötig eingeschränkt, da sich die Information
zur Meldungsbearbeitung einzig aus dem Telim-Wort "Signaltyp" ableitet. Der Inhalt
des Telim-Wortes 7 "auslösende Gruppe" ist in diesem Fall redundant.
[0015] Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird im Telim-Übertragungsprotokoll für
das Kriterium auslösende Gruppe der Wert F
HEX.bzw. 0
HEX übertragen (HEX = hexadezimale Notation). Zur Meldungsbearbeitung der zentralen Meldungen
sind somit mindestens 4 weitere Maßnahmen möglich (scharf/unscharf, Technikalarm,
Sabotage, Routinemeldung = Lebenszeichen).
[0016] In einer weiteren Variante, bei der mehrere Melder einer Meldegruppe einzeln identifizierbar
sein müssen (Einzelmelderidentifikation), kann das Telim-Wort "auslösende Gruppe"
derart interpretiert werden, daß es denjenigen Melder benennt, der innerhalb einer
Meldegruppe zuerst ausgelöst hat. Die Telim-Worte 8 und 9 beziehen sich dann auf die
übrigen Melder der gleichen Meldegruppe. Diese Variante unterstellt eine Modifikation
der Software innerhalb der Alarmzentrale mit dem Ziel der Einzelmelderidentifikation.
[0017] Zum Schluß einer Meldungsbearbeitung wird eine Klarmeldung der Alarmzentrale erwartet.
Diese Übertragung erfolgt ohne Melderbezug und setzt den Ruhezustand aller Meldegruppen
voraus. Übertragen und ausgewertet wird nur das Telim-Wort 6 "Signaltyp" = Klar.
[0018] Auf der Basis des marktüblichen Telim-Übertragungsprotokolls von Alarmanlagen wird
der vorhandene Informationsgehalt vollständig und automatisch von einer Software der
Alarmempfangsstelle ausgewertet. Dabei wird eine Massenbearbeitung unterstellt, bei
der in kurzen Abständen mehrere Meldungen verschiedener Sicherheitsbereiche eintreffen,
die manuell kaum noch unterschieden werden können. Durch logische Verknüpfung der
Telim-Worte werden mindestens 68 verschiedene Zustände zuzüglich der Zustände bei
Mehrfachnutzung mit Maßnahmen zur Meidungsbearbeitung erzeugt. Mit herkömmlichen Methoden
stehen max. 16 verschiedene Zustände mit Maßnahmen zur Verfügung. Wesentliches Merkmal
dieser Beschreibung ist die Erkennung von möglichen Fehlalarmen und der gezielte Einsatz
von Interventionskräften. Die gegebenen Ressourcen von Meldegruppen, die den Alarmort
beschreiben sollen, werden optimal ausgenutzt. Außer den sicherheitsrelevanten Alarmen
übertragen sie zusätzlich Statusmeldungen wie Sabotage oder Batteriefehler der Melder.
[0019] Im folgenden wird anhand von vier unterschiedlichen Alarmmeldungen das erfindungsgemäße
Verfahren näher erläutert. Der zu überwachende Sicherheitsbereich wird durch eine
extern scharfe Anlage mit Alarmzentrale und mehreren an die Alarmzentrale angeschlossenen
Meldegruppen überwacht. Die Alarmanlage ist in Betrieb. Sie kann Meldungen an eine
Alarmempfangsstelle absetzen. Die Übertragung zur Alarmempfangsstelle erfolgt auf
der Basis des Telim-Übertragungsprotokolls.
I.) Der Glasbruchmelder der Terrassentür an Meldegruppe 5 hat zuerst ausgelöst. Jetzt
läuft die Voralarmzeit. Ein weiterer Melder reagiert nicht.
Nach Ablauf der Voralarmzeit wird die Sammelinformation wie folgt übertragen:
- SIGNALTYP: Alarm
- AUSLÖSENDE GRUPPE: 4HEX (0100BIN, ⇒ ML 5DEZ)
- MELDERWERT: AUS1 AUS2 AUS3 AUS4 AN5 ... AUS16 (BIN = binär/DEZ = dezimal)
Auswertung mittels der Software der Alarmempfangsstelle:
- ALLE MELDERWERTE AUS? Nein! (= mit Melderbezug)
- SIGNALTYP UND AUSLÖSENDE LINIE = ZUSTAND (Einbruch Terrassentür, unsichere Meldung
⇒ Zugangsberechtigten rufen, Hinweis auf möglichen Fehlalarm)
Kommentar:
Da während der Voralarmzeit nur ein Melder (Terassentür) ausgelöst hat, liegt möglicherweise
ein Fehlalarm vor.
II.) Der Kontakt der Kellertür an Meldgruppe 4 hat zuerst ausgelöst. Jetzt läuft die
Voralarmzeit. 10 Sekunden später befindet sich der Eindringling im Wohnzimmer. Der
Bewegungsmelder der Meldegruppe 2 reagiert. Nach Ablauf der Voralarmzeit wird die
Sammelinformation wie folgt übertragen:
- SIGNALTYP: Alarm
- AUSLÖSENDE GRUPPE: 3HEX (0011BIN, ⇒ ML 4DEZ)
- MELDERWERT: AUS1 AN2 AUS3 AN4 AUS5 ... AUS16
Auswertung in der Software der Alarmempfangsstelle:
- ALLE MELDERWERTER AUS? Nein! (= mit Melderbezug)
- SIGNALTYP UND AUSLÖSENDE GRUPPE = ZUSTAND (Einbruch Kellertür, Wohnzimmer ⇒ Interventionskraft
und Zugangsberechtigten rufen/Hinweis auf Mehrfachmeldung)
Kommentar:
Die Information über die Auslösung mehrerer Melder mit gleichem Anlaß reduziert die
Wahrscheinlichkeit, daß es sich um einen Fehlalarm handelt. Die Erkennung von echtem
Alarm und Fehlalarm ist eine technische Verifikation.
III.) Der Akku im Bewegungsmelder an Meldegruppe 1 ist defekt:
- SIGNALTYP: techn. Alarm
- AUSLÖSENDE GRUPPE: OHEX (0000BIN, ⇒ ML 1DEZ)
- MELDERWERT: AN1 AUS2 AUS3 AUS4 AUS5 ... AUS16
Auswertung in der Software der Alarmempfangsstelle:
- ALLE MELDERWERTE AUS? Nein! (= mit Melderbezug)
- SIGNALTYP UND AUSLÖSENDE LINIE = ZUSTAND (Akku im Bewegungsmelder 1 defekt ⇒ Betreiber
oder Techniker rufen)
Kommentar:
Die Anlage ist nicht mehr funktionsfähig! Bei herkömmlicher Meldungsbearbeitung wird
diese Information
nicht zur Alarmempfangsstelle übertragen.
IV.) Die Alarmzentrale meldet eine Akkustörung:
- SIGNALTYP: techn. Alarm
- AUSLÖSENDE GRUPPE: FHEX
- MELDERWERT: AUS1 AUS2 AUS3 AUS4 AUS5 ... AUS16
Auswertung in der Software der Alarmempfangsstelle:
- ALLE MELDERWERTE AUS? Ja! (= ohne Melderbezug)
- SIGNALTYP = ZUSTAND (Akku in Zentrale defekt ⇒ Betreiber oder Techniker rufen)
Kommentar:
Die Anlage ist bei Netzausfall nicht mehr funktionsfähig! Bei herkömmlicher Meldungsbearbeitung
wird diese Information, wenn überhaupt, mittels Meldegruppe zur Alarmempfangsstelle
übertragen.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere zur Übertragung von Alarmmeldungen,
die auf dem Telim-Übertragungsprotokoll bzw. dem VdS 2465 ISDN-Übertragungsprotokoll
basieren. Für andere Übertragunsprotokolle ist es sinngemäß anzuwenden.