[0001] Die Erfindung betrifft eine Arbeitswalze, insbesondere Waschwalze für Fahrzeugwaschanlagen,
mit einem rotierend antreibbaren Walzenkern und einer Vielzahl von zumindest bei Rotation
der Walze im wesentlichen radial von dem Walzenkern abstehenden Streifen aus flexiblem
Material, deren in bezug auf die Walzenachse radial inneren Enden mittelbar oder unmittelbar
mit dem Walzenkern verbunden sind.
[0002] Bei einer derartigen bekannten Waschwalze für Fahrzeugwaschanlagen (DE-OS 1 555 697)
besteht die Waschwalze aus einer Vielzahl von nebeneinander auf dem Walzenkern angeordneten
Scheiben aus Reinigungsflüssigkeit aufnehmendem und abgebenden, d.h. offenzelligem
Schaumstoff. Durch sektorförmige Ausschnitte sind am Umfang der Scheiben Schaumstoffbänder
oder Schaumstoffäden gebildet. Diese Bänder oder Fäden saugen sich mit Reinigungsflüssigkeit
bzw. Wasser voll und werden hierdurch verhältnismäßig schwer. Damit sie, wie gewünscht,
bei rotierender Walze im wesentlichen radial vom Walzenkern abstehen, muß die Walze
mit verhältnismäßig großer Geschwindigkeit angetrieben werden, um durch Zentrifugalkraft
das radiale Abstehen der Bänder oder Fäden zu bewirken. Dieses radiale Abstehen ist
einerseits erforderlich, um der Arbeitswalze einen gewissen Polstereffekt zu verleihen
und andererseits, damit die Bänder oder Fäden an die Oberfläche des zu behandelnden
Fahrzeugs angedrückt werden. Der Polstereffekt ist erforderlich, um die Ausweichbewegung
der Arbeitswalze steuern zu können und um Beschädigungen des Fahrzeuges zu vermeiden.
Die Steuerung der Ausweichbewegung, insbesondere einer Arbeitswalze mit horizontaler
Drehachse, wird dadurch erschwert, daß der offenzellige Schaumstoff je nach Bewässerung
und je nach Drehzahl mehr oder weniger Wasser aufnimmt und sich hierdurch das Gesamtgewicht
der Arbeitswalze verändert. Durch die erforderliche hohe Drehzahl der Arbeitswalze
tritt ein hoher Verschleiß des Schaumstoffes auf und außerdem entstehen beim Auftreffen
der Schaumstoff-Bänder oder -Streifen klatschende und trommelnde Geräusche, die bei
dem im Fahrzeug sitzenden Fahrer den Eindruck einer unsanften Behandlung seines Fahrzeuges
erwecken. Es wurde auch festgestellt, daß der offenporige Schaumstoff insbesondere
an den Enden der Bänder oder Streifen einreißt, ausfranst oder gar abreißt.
[0003] Um dies zu verhindern, wurde in der DE-OS 2 216 751 der Vorschlag gemacht, in die
Streifen einen biegsamen, gegenüber Schaumstoff zugfesteren Werkstoff in Form einer
streifenförmigen Bahn aus einem Gewebe oder einer Folie einzulagern. Hierdurch kann
im wesentlichen jedoch nur das Abreißen der Schaumstoffstreifen verhindert werden,
ohne daß die anderen vorgenannten Nachteile beseitigt werden.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Arbeitswalze, insbesondere Waschwalze
für Fahrzeugwaschanlagen der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die mit geringen
Drehzahlen angetrieben werden kann und damit eine höhere Lebensdauer bei geringer
Geräuschentwicklung aufweist.
[0005] Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die Verbindung der radial inneren
Enden der Streifen gegenüber dem Walzenkern in Umfangsrichtung im wesentlichen biegesteif
ist, daß die Streifen in Umfangsrichtung jeweils die größte Breite aufweisen, und
daß die Streifen zu ihren radial äußeren, freien Enden hin verjüngt sind.
[0006] Durch diese Ausgestaltung der Streifen wird erreicht, daß die Streifen bereits bei
Stillstand der Walze, zumindest aber bei geringer Drehzahl bereits in der gewünschten
Weise radial vom Walzenkern abstehen und eine Steuerung der Ausweichbewegung der Arbeitswalze
in Abhängigkeit von dem vom Walzenmotor aufzubringenden Drehmoment möglich ist. Es
wird auch bei geringer Drehzahl der gewünschte Polstereffekt und eine ausreichende
Anpressung der Streifen an die zu waschende oder zu polierende Oberfläche erreicht.
Durch die geringe Drehzahl der Walze ist auch ein geringer Verschleiß und damit eine
lange Lebensdauer der Streifen sichergestellt. Ferner wurde festgestellt, daß durch
die biegesteife Verbindung der inneren Enden der Streifen gegenüber dem Walzenkern
und durch die Verjüngung der Streifen zu ihren Enden hin sich die Streifen ab einer
gewissen Eintauchtiefe der Walze gegenüber der Fahrzeugoberfläche in sich verdrehen
oder verschränken. Dies führt zu einer ständigen Hin- und Herbewegung der äußeren
Enden der Streifen in Richtung der Walzenachse, wodurch der Reinigungs- oder Poliereffekt
verbessert wird. Außerdem ist auch eine Materialeinsparung möglich, denn man kann
in axialer Richtung der Walze zwischen den Streifen Zwischenräume belassen, worauf
bei Beschreibung der Ausführungsbeispiele noch näher eingegangen wird. Die axialen
Zwischenräume zwischen den Streifen erleichtern auch das Ausweichen derselben in Richtung
der Walzenachse bei vorstehenden Fahrzeugteilen, z.B. Seitenspiegeln.
[0007] Die Streifen sollten zweckmäßig aus einem flexiblen Material bestehen, welches keine
oder nur eine geringe Wasseraufnahme aufweist. Als besonders vorteilhaft hat sich
geschlossenzelliger Schaumstoff erwiesen. Bei Verwendung eines derartigen Materials
nehmen die Streifen kein Wasser oder Wasser nur in geringer Menge auf. Hierdurch wird
das Abstehen der Streifen bei geringer Drehzahl begünstigt. Ferner verändert sich
das Gewicht der Waschwalze bei Bewässerung nicht wesentlich, wodurch die Ausweichbewegung
der Walze einfacher und exakter zu steuern ist. Außerdem hat die geringe Wasseraufnahme
den Vorteil, daß bei Portalanlagen mit anschließender Trocknung durch kurzzeitiges
Drehen der Waschwalze ohne Wasserzufuhr das noch an den Streifen anhaftende Wasser
abgeschleudert werden kann und dann bei der Trocknung kein Wasser nachtropft.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0009] Die Erfindung wird in folgendem anhand von mehreren in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- den Querschnitt einer Walze nach der Linie I-I der Figur 5,
- Figur 2 und 3
- zwei weitere Ausführungsformen im Querschnitt,
- Figur 4
- das in Figur 2 dargestellte Ausführungsbeispiel bei rotierender Walze und Anlage an
einer Fahrzeugoberfläche,
- Figur 5
- einen Teilaxialschnitt der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform,
- Figur 6
- einen Teilaxialschnitt einer weiteren Ausführungsform,
- Figur 7
- einen Querschnitt einer weiteren Ausführungsform nach der Linie VII-VII der Figur
8,
- Figur 8
- den zugehörigen Axialschnitt,
- Figur 9
- einen Querschnitt einer weiteren Ausführungsform nach der Linie IX-IX der Figur 10,
- Figur 10
- den zugehörigen Axialschnitt,
- Figur 11
- eine andere Ausführungsform im Querschnitt,
- Figur 12
- die zugehörige Seitenansicht,
- Figur 13 und 14
- Teilaxialschnitte von zwei weiteren Ausführungsformen.
[0010] In der Zeichnung ist mit 1 jeweils die Arbeitswalze als Ganzes bezeichnet, unabhängig
von der jeweiligen konstruktiven Ausgestaltung. Die Arbeitswalze ist vor allem als
Waschwalze für Fahrzeugwaschanlagen vorgesehen. Bei Portalwaschanlagen kann die Waschwalze
auch nach Beendigung des Waschvorganges zum Polieren eingesetzt werden. Außerdem ist
es auch denkbar, die Walze nur zum Polieren vorzusehen.
[0011] Die Arbeitswalze 1 weist einen rotierend antreibbaren Walzenkern 2, 2' (vgl. Figur
11 und 12) auf, mit dem mittelbar oder unmittelbar eine Vielzahl von im wesentlichen
radial abstehenden Streifen 3 drehfest verbunden sind. Die Streifen bestehen vorteilhaft
aus geschlossenzelligem Schaumstoff. Gegebenenfalls könnte auch, vor allem bei Waschstraßen,
offenporiger Schaumstoff verwendet werden, jedoch dürfte dieser nur eine geringe Wasseraufnahme
aufweisen, was durch entsprechendes Raumgewicht und entsprechende Ausgestaltung der
Poren erreichbar wäre.
[0012] Bei den in den Figuren 1 - 6 dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Streifen
3 Bestandteil einer den Walzenkern 2 konzentrisch umgebenden Scheibe 4. Die Streifen
sind durch im wesentlichen sektorförmige Ausstanzungen in dieser Scheibe 4 gebildet.
Mehrere solcher Scheiben sind auf den Walzenkern 2 vorzugsweise mit gegenseitigem
axialen Abstand angeordnet, wie es in den Figuren 5 und 6 dargestellt ist. In jeder
Scheibe 4 ist eine Vielzahl von in Umfangsabständen voneinander angeordneten Streifen
3 zusammengefaßt, die sich zu ihren äußeren Enden 3b hin im wesentlichen dreiecksförmig
verjüngen. Zwischen benachbarten Streifen 3 sind im wesentlichen sektorförmige Lücken
gebildet.
[0013] An jeder Scheibe 4 sind mindestens sechszehn Streifen 3 vorgesehen, die strahlenförmig
von der Scheibe abstehen. Vorzugsweise ist die Anzahl der Streifen 3 an jeder Scheibe
4 größer. Es können, wie in Fig. 1, 2, 4, 7 dargestellt 24 Streifen sein. Hierdurch
werden die sich nach außen verjüngenden Streifen schlank und schmal und passen sich
den Fahrzeugkonturen gut an.
[0014] Allen Ausführungsbeispielen gemeinsam ist die Tatsache, daß die Streifen 3 im Bereich
ihrer inneren Enden 3a in Umfangsrichtung jeweils die größte Breite B aufweisen und
daß die Streifen radial zu ihren äußeren, freien Enden 3b hin verjüngt sind. Hierdurch
wird erreicht, daß die Streifen 3 in ihrem radial inneren Bereich die größte Biegesteifigkeit
aufweisen und in ihrem radial äußeren Bereich ein geringeres Gewicht aufweisen. Weiterhin
ist es wesentlich, daß die Verbindung der radial inneren Enden 3a der Streifen 3 gegenüber
dem Walzenkern 2 in Umfangsrichtung biegesteif ist. Dies wird bei den in Figur 1 -
6 dargestellten Ausführungsbeispielen dadurch erreicht, daß die Streifen 3 mit der
Scheibe 4 aus einem Stück bestehen. Durch die biegesteife oder feste Einspannung der
Streifen 3 an ihren inneren Enden und durch die größere Breite B der Streifen an den
inneren Enden erhalten die Streifen 3 in ihrem radial inneren Bereich eine so große
Biegesteifigkeit in Umfangsrichtung, daß sie bereits im Ruhezustand der Walze 1, spätestens
aber bei geringer Drehzahl derselben radial vom Walzenkern 2 abstehen.
[0015] Wie man durch Vergleich der Figuren 1, 2 und 3 feststellen kann, ist es möglich,
durch unterschiedliche radiale Länge der Streifen 3 und unterschiedliche Breite derselben
an ihren inneren Enden 3a ihre Biegesteifigkeit zu verändern und damit die Walze 1
dem jeweiligen Anwendungszweck optimal anzupassen. Durch die Verjüngung der Streifen
3 zu ihren freien Enden 3b hin erhalten die Streifen außerdem in ihrem radial äußeren
Bereich eine größere Flexibilität und können sich damit der Fahrzeugoberfläche sehr
gut anpassen.
[0016] Es wurde außerdem festgestellt, daß gemäß Figur 4 ab einer bestimmten Eintauchtiefe
T der Waschwalze 1 gegenüber der Fahrzeugoberfläche O eine Verschränkung oder Verdrehung
der Streifen 3 in sich stattfindet. Infolge dieser Verschränkung weichen die freien
Enden 3b der Streifen in axialer Richtung aus und es erfolgt eine hin- und hergehende
Bewegung der freien Enden parallel zur Achsrichtung A der Waschwalze 1. Diese Bewegung
in axialer Richtung verbessert den Reinigungseffekt. Außerdem kann man, wie es in
Figur 5, 6, 8 und 10 dargestellt ist, die Streifen 3 so anordnen, daß sie im Ruhezustand
der Walze 1 einen gegenseitigen axialen Abstand a aufweisen. Dieser gegenseitige axiale
Abstand a erleichtert ein seitliches Ausweichen der Streifen 3 bei vorstehenden Teilen,
z.B. Seitenspiegeln. In Erkenntnis dieser Tatsache kann man den axialen Abstand zwischen
den Streifen im Höhenbereich der Seitenspiegel größer wählen als in anderen Bereichen,
was durch Vergleich der Figuren 5 und 6 erkennbar ist. Der Abstand a kann hierbei
durch mehr oder weniger dicke Distanzscheiben 5, 5' bestimmt werden, die zwischen
den Scheiben 4, 4' auf dem Walzenkern 2 angeordnet werden.
[0017] Ferner ist durch Vergleich der Figuren 5 und 6 auch erkennbar, daß man durch unterschiedliche
Dicken d bzw. d1 der Scheiben 4, 4' und damit der Streifen 3 ebenfalls deren Biegesteifigkeit
sowohl in Umfangsrichtung als auch in axialer Richtung verändern kann. Auch durch
Veränderung der Dichte des Schaumstoffes kann eine Anpassung erfolgen, um den gewünschten
Wasch- oder Poliereffekt sicherzustellen.
[0018] Bei den in Figur 7 - 10 dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Streifen 3 mit
ihren inneren Enden 3a jeweils zwischen zwei den Walzenkern konzentrisch umgebenden
Tragscheiben 6 aus Blech oder Kunststoff eingeklemmt. Die radial inneren Enden 3a
sind dabei so geformt, daß sie im eingebauten Zustand in Umfangsrichtung aneinander
anliegen und sich gegenseitig abstützen. Hierdurch ist die biegesteife Verbindung
in Umfangsrichtung zwischen den Streifen 3 und den Tragscheiben 6 sichergestellt.
Jeweils zwei zusammengehörige Tragscheiben 6 sind durch mehrere Schrauben 7 miteinander
verbunden. Die in Figur 7 - 10 dargestellten Ausführungsbeispiele ermöglichen eine
Einsparung an Schaumstoff. Außerdem kann man einzelne Streifen bei Verschleiß austauschen.
Dies kann bei dem in Figur 7 und 8 dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch geschehen,
daß man die beiden Scheiben 6 im Bereich des beschädigten Streifens durch Einführen
eines Schraubenziehers oder dgl. auseinanderdrückt, so daß sich in diesem Bereich
die Klemmwirkung auf das innere Ende 3a des beschädigten Streifens verringert. Man
kann dann den beschädigten Streifen zwischen den Scheiben 6 herausziehen und einen
neuen einsetzen. Die Schrauben 7 dienen bei diesem Ausführungsbeispiel gleichzeitig
auch als Distanzstücke, um die Streifen 3 in gegenseitigem axialen Abstand zu halten.
[0019] Bei dem in Figur 9 und 10 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die inneren Enden
3a der Streifen zusätzlich durch Nieten 8 oder Schrauben, die durch die beiden Scheiben
6 und die inneren Enden 3a hindurchgeführt sind, mit den Scheiben 6 verbunden.
[0020] Für alle bisher beschriebenen Ausführungsbeispiele gilt, daß die Scheiben 4 bzw.
6 jeweils eine auf den Walzenkern 2 passende, kreisrunde Ausstanzung 9 und in deren
Bereich mehrere axial verlaufende Ausnehmungen 10 für den Eingriff jeweils eines mit
dem Walzenkern 2 verbundenen Mitnehmers 11 aufweisen.
[0021] Bei dem in Figur 11 und 12 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Walzenkern
2' an seinem Umfang mehrere achsparallele, radial nach außen offene, hinterschnittene
Nuten 12 auf. Jeder Streifen 3' weist an seinem inneren Ende 3a ein in die Nut passendes
Halteteil 13 und in Umfangsrichtung beidseitig angrenzend an dieses Halteteil 13 je
eine Stützfläche 14 auf. Mit diesen Stützflächen stützt sich der Streifen 3' an der
Umfangsfläche 2a des Walzenkernes 2' ab, wodurch die gewünschte, in Umfangsrichtung
biegesteife Verbindung zwischen Walzenkern 2' und Streifen 3' sichergestellt ist.
Bei diesem Ausführungsbeispiel weist jeder Streifen 3' in Richtung der Walzenachse
A eine Länge L von mehreren Zentimetern auf. Durch radiale Einschnitte oder Aussparungen
15, 15', die in das radial äußere Ende 3b des Streifens 3' auslaufen und in radialer
Richtung verschieden lang sein können, ist jeder Streifen 3' in mehrere Finger 3c
unterteilt. Durch diese Unterteilung können sich die Streifen 3' sehr gut der Fahrzeugoberfläche
anpassen. Auch hierbei ist die Biegesteifigkeit der Streifen 3' in Umfangsrichtung
gewährleistet, da die Streifen 3' im Bereich ihrer inneren Enden 3a die größte Breite
B in Umfangsrichtung aufweisen und sich zu ihren äußeren Enden 3b hin verjüngen.
[0022] Selbstverständlich können die Streifen 3, 3' bei allen Ausführungsformen den jeweiligen
Erfordernissen angepaßt werden. So können sie zur Erhöhung der Biegesteifigkeit und/oder
der Festigkeit auch mit Verstärkungseinlagen versehen sein. Durch in den Schaumstoff
eingeschäumte Mikrofasern oder sonstiges Material kann der Wasch- oder Poliereffekt
verbessert werden. Letzteres ist auch dadurch möglich, daß auf die Oberfläche der
Streifen ein Material aufgeklebt (aufgeflockt) wird.
[0023] Obwohl sich geschlossenzelliger Schaumstoff als Material für die Streifen und/oder
Scheiben als besonders geeignet erwiesen hat, kommen gegebenenfalls auch andere flexible
Materialien in Betracht, z.B. offenzelliger Schaumstoff, Weich- oder Hartgummi, Kunststoffolien
oder -platten, Filz, Teppichmaterial, Mikrofasermaterial, Leder, Zellkautschuk, synthetisches
oder natürliches Fell. Es können auch Kombinationen derartiger Materialien in einem
verklebten Schichtaufbau verwendet werden, z.B. eine Kombination von geschlossenzelligem
und offenzelligem Schaumstoff mit Verklebung beider Materialien. Durch die Art und/oder
Menge an offenzelligem Schaumstoff kann man die Wasseraufnahme der Walze vorausbestimmen.
[0024] Bei dem in Figur 13 dargestellten Ausführungsbeispiel bestehen die Streifen 3, die
ebenfalls zu ihren freien Enden hin verjüngt sind, aus synthetischem oder natürlichem
Fell 16, welches beidseitig an eine Verstärkungseinlage 17 angeklebt ist.
[0025] Bei dem in Figur 14 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Streifen 3 aus Kunststoffolien
oder flexiblen Kunststoffplatten ausgestanzt, ähnlich wie es bezüglich dem in Figur
1 - 6 dargestellten Ausführungsbeispiel beschrieben ist. Auch hier werden die Streifen
3 durch Distanzscheiben 5 in gegenseitigem axialen Abstand gehalten.
[0026] Damit die sich zu ihren äußeren Enden 3b hin verjüngenden Streifen 3, 3' sich der
Fahrzeugkontur gut anpassen und damit einen guten Wascheffekt gewährleisten, sollte
ihre Breite B an ihren radial inneren Enden 3a kleiner als der Durchmesser des Walzenkerns
2, 2' sein. Das Verhältnis der radialen Länge L eines Streifens 3 zu seiner Breite
B am radial inneren Ende sollte mindestens 5:1, vorzugsweise mindestens 10:1 betragen.
1. Arbeitswalze, insbesondere Waschwalze für Fahrzeugwaschanlagen, mit einem rotierend
antreibbaren Walzenkern und einer Vielzahl von zumindest bei Rotation der Walze im
wesentlichen radial von dem Walzenkern abstehenden Streifen aus flexiblem Material,
deren in bezug auf die Walzenachse radial innere Enden mittelbar oder unmittelbar
mit dem Walzenkern verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der radial inneren Enden (3a) der Streifen (3, 3') gegenüber dem
Walzenkern (2, 2') in Umfangsrichtung im wesentlichen biegesteif ist, daß die Streifen
im Bereich ihrer inneren Enden (3a) in Umfangsrichtung jeweils die größte Breite (B)
aufweisen und daß die Streifen zu ihren radial äußeren, freien Enden (3b) hin verjüngt
sind.
2. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (3) Bestandteil einer den Walzenkern (2) konzentrisch umgebenden
Scheibe (4) sind, daß in dieser Scheibe (4) eine Vielzahl von in Umfangsabständen
voneinander angeordneten, sich zu ihren äußeren Enden im wesentlichen dreieckförmig
verjüngenden Streifen (3) zusammengefaßt sind, daß zwischen benachbarten Streifen
(3) im wesentlichen sektorförmige Lücken gebildet sind und daß mehrere solcher Scheiben
(4) auf dem Walzenkern (2) angeordnet sind.
3. Walze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (4) mit gegenseitigem axialen Abstand (a) auf dem Walzenkern (2)
angeordnet sind.
4. Walze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Scheiben (4) Distanzscheiben (5) auf dem Walzenkern (2) angeordnet
sind.
5. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die radial inneren Enden (3a) der Streifen (3) jeweils zwischen zwei den Walzenkern
(2) konzentrisch umgebenden Tragscheiben (6) eingeklemmt sind.
6. Walze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (3) durch Schrauben oder Nieten (8), welche sich durch den jeweiligen
Streifen (3) und die beiden Tragscheiben (6) hindurch erstrecken, an diesen befestigt
sind.
7. Walze nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (4, 6) jeweils eine auf den Walzenkern passende kreisrunde Ausstanzung
(9) und in deren Bereich mindestens eine axial verlaufende Ausnehmung (10) für den
Eingriff eines am Walzenkern (2) drehfest angeordneten Mitnehmers (11) aufweisen.
8. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenkern (2') an seinem Umfang mit mehreren achsparallelen, radial nach
außen offenen, hinterschnittenen Nuten (12) versehen ist, und daß jeder Streifen (3')
an seinem inneren Ende (3a) ein in die Nut (12) passendes Halteteil (13) und in Umfangsrichtung
beidseitig angrenzend an dieses je eine Stützfläche (14) aufweist, mit denen sich
der Streifen (3') an der Umfangsfläche (2a) des Walzenkerns (2') abstützt.
9. Walze nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Streifen (3') in Richtung der Walzenachse (A) eine Länge (L) von mehreren
Zentimetern aufweist.
10. Walze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Streifen (3') durch mehrere radiale Einschnitte oder Aussparungen (15,
15'), die in das radial äußere Ende (3b) des Streifens (3) auslaufen, in einzelne
Finger (3c) unterteilt ist.
11. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (3, 3') und/oder die Scheiben (4) aus einem flexiblen Material bestehen,
welches keine oder nur eine geringe Wasseraufnahme aufweist.
12. Walze nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (3, 3') und/oder Scheiben (4) aus geschlossenzelligem Schaumstoff
bestehen.
13. Walze nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen und/oder Scheiben aus offenzelligem Schaumstoff bestehen.
14. Walze nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen und/oder Scheiben aus Weich- oder Hartgummi bestehen.
15. Walze nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen und/oder Scheiben aus Kunststofffolien oder -platten bestehen.
16. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen und/oder Scheiben aus Filz bestehen.
17. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen und/oder Scheiben aus Teppichmaterial bestehen.
18. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen und/oder Scheiben aus Mikrofasermaterial bestehen.
19. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen und/oder Scheiben aus Leder bestehen.
20. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen und/oder Scheiben aus synthetischem oder natürlichem Fell bestehen.
21. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen und/oder Scheiben aus Zellkautschuk bestehen.
22. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen und/oder Scheiben mit Verstärkungseinlagen versehen sind.
23. Walze nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen und/oder Scheiben einen Schichtaufbau aus einer Kombination von
mindestens zwei der in den Ansprüchen 11 bis 22 genannten Materialien aufweisen.
24. Walze nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaumstoff Mikrofasern enthält.
25. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Oberfläche der Streifen ein Material aufgeklebt ist, welches den Wasch-
und/oder Poliereffekt verbessert.
26. Walze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (3) mit dem Zentrum der Scheibe (4) aus einem Stück flexiblem Materials
bestehen und sektorförmig die Lücken zwischen dem Streifen (3) durch sektorförmige
Ausstanzungen gebildet sind.
27. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifen (3, 3') aus einem Material solcher Biegesteifigkeit bestehen, daß
sie bereits im Ruhezustand der Walze (1), zumindest aber bei geringer Drehzahl derselben
radial vom Walzenkern (2, 2') abstehen.
28. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite (B) der Streifen (3, 3') an ihren radial inneren Enden (3a) kleiner
ist als der Durchmesser des Walzenkerns (2, 2').
29. Walze nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der radialen Länge (l) eines Streifens (3) zu seiner Breite (B)
an seinem radial inneren Ende mindestens 5:1, vorzugsweise mindestens 10:1 ist.
30. Walze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Scheibe (4) mindestens sechzehn Streifen (3) vorgesehen sind.