(19)
(11) EP 0 875 173 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.11.1998  Patentblatt  1998/45

(21) Anmeldenummer: 98106548.5

(22) Anmeldetag:  09.04.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6A47B 35/00, D06F 81/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 01.05.1997 DE 29707830 U

(71) Anmelder: HÄFELE GmbH & Co.
D-72202 Nagold (DE)

(72) Erfinder:
  • Böttcher, Wolfram-Dietrich
    71159 Mötzingen (DE)
  • Krauss, Joachim
    72218 Wildberg (DE)
  • Oettl, Reinhold
    71154 Nufringen (DE)
  • Walther, Ronald
    72202 Nagold (DE)

(74) Vertreter: KOHLER SCHMID + PARTNER 
Patentanwälte Ruppmannstrasse 27
70565 Stuttgart
70565 Stuttgart (DE)

   


(54) Ausziehbares Bügelbrett


(57) Um bei einem ausziehbaren Bügelbrett 1 mit einem auf ein Rückteil 2 aufklappbaren Vorderteil 3, wobei das Rückteil 2 über mindestens ein Parallelogrammlenkerpaar 12, 13 von einer unteren Ruhestellung in eine obere Arbeitsstellung schwenkbar an einem in einer Führung verschiebbar gelagerten Auszugsteil 9 angeordnet ist, die Einbauhöhe des Bügelbrettes 1 trotz der Verwendung von Parallelogrammlenkern 12, 13 weiter zu reduzieren, sind am Auszugsteil 9 oder am Rückteil 2 eine Steuerkurve 20 und am jeweils anderen Teil 2, 9 ein das Rückteil 2 beim Ausziehen des Bügelbretts 1 zumindest anfänglich durch Auflaufen auf die Steuerkurve 20 anhebendes Auflaufelement 21 vorgesehen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein ausziehbares Bügelbrett mit einem auf ein Rückteil aufklappbaren Vorderteil, wobei das Rückteil über mindestens ein Parallelogrammlenkerpaar von einer unteren Ruhestellung in eine obere Arbeitsstellung schwenkbar an einem in einer Führung verschiebbar gelagerten Auszugsteil angeordnet ist.

[0002] Bei bekannten Bügelbrettern dieser Art wird eine waagerechte Ausziehbewegung über zwei Parallelogrammlenkerpaare in eine das Rückteil anhebende Bewegung umgesetzt. Je größer dabei der Winkel zwischen den Parallelogrammlenkern und der Auszugsrichtung ist, desto besser und leichter kann diese waagerechte Ausziehbewegung in eine das Rück- und Vorderteil anhebende senkrechte Bewegungskomponente umgesetzt werden. Bei den bekannten Bügelbrettern sollte allerdings ein bestimmter Mindestwinkel nicht unterschritten werden, damit die Ausziehbewegung mit noch vertretbarem Kraftaufwand in eine anhebende Kraft umgesetzt werden kann. Aufgrund dieses nicht zu unterschreitenden Mindestwinkels läßt sich die Einbauhöhe des nicht-ausgezogenen Bügelbretts nicht beliebig reduzieren.

[0003] Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, ein Bügelbrett der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß die Einbauhöhe des Bügelbretts trotz der Verwendung von Parallelogrammlenkern weiter reduziert werden kann.

[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß am Auszugsteil oder am Rückteil eine Steuerkurve und am jeweils anderen Teil ein das Rückteil beim Ausziehen des Bügelbretts zumindest anfänglich durch Auflaufen auf die Steuerkurve anhebendes Auflaufelement vorgesehen sind.

[0005] Dieses erfindungsgemäße Bügelbrett hat damit den wesentlichen Vorteil, daß die Steuerkurve und das Auflaufelement das Hochschwenken des Rückteils zusammen mit dem Vorderteil unterstützen oder einleiten können. Dadurch ist es möglich, die Parallelogrammlenker unter Winkeln gegenüber der Ausugsrichtung anzuordnen, die kleiner als der bisherige Mindestwinkel sind, und damit die Einbauhöhe des Bügelbretts zu verringern. Insbesondere können die Parallelogrammlenker in ihrer unteren Ruhestellung auch parallel zur Auszugsrichtung oder sogar über diese noch weiter hinaus gerichtet sein. Durch Zusammenwirken von Steuerkurve und Auflaufelement können die Parallelogrammlenker beim Ausziehen zumindest soweit hochgeschwenkt werden, bis der Mindestwinkel erreicht und damit die bis dahin wirkenden ungünstigen Hebelverhältnisse überwunden sind.

[0006] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform verläuft die Steuerkurve, in Auszugsrichtung gesehen, schräg zur Auszugsrichtung, wobei die Steuerkurve z.B. konkav gekrümmt sein kann, um den Verlauf der beim Ausziehen wirkenden Hebelverhältnisse zu optimieren.

[0007] Als vorteilhafte Weiterbildung dieser Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Steuerkurve durch eine Schrägfläche eines am Rückteil angeordneten Keilelements gebildet ist. Dieses Keilelement läuft beim Ausziehen des Bügelbretts auf ein Auflaufelement auf, wodurch es zusammen mit dem Rück- und Vorderteil angehoben wird.

[0008] Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist das Auflaufelement ein am Auszugsteil angeordnetes, in die Bewegungsbahn der Steuerkurve eingreifendes Bügelelement. Dieses Bügelelement bildet das Auflager, auf dem z.B. das am Rückteil angeordnete Keilelement sich abstützend auflaufen kann.

[0009] Damit das Rückteil während des Ausziehvorgangs selbsttätig in seine obere Arbeitsstellung hochgeschwenkt wird, ist es zumindest nach seinem Anheben durch das Auflaufelement durch ein Halteelement in Auszugsrichtung zurückgehalten.

[0010] Vorzugsweise ist das Halteelement eine einenends mit dem Auszugsteil und anderenends mit dem Rückteil in Verbindung stehende Haltestange. Dabei kann die Haltestange in Verbindungsrichtung elastisch bzw. federnd oder, was bevorzugt ist, starr ausgebildet sein , was z.B. beim Ein- und Ausbau der Haltestange von Vorteil sein kann.

[0011] Wenn das Rückteil zumindest während des anfänglichen Ausziehens des Bügelbretts in Richtung auf seine obere Arbeitsstellung beaufschlagt, insbesondere federbeaufschlagt ist, ist die zum Ausziehen des Bügelbretts erforderliche Kraft entsprechend verringert.

[0012] Dazu kann in einer Weiterbildung z.B. eine Zugfeder an ihrem in Auszugsrichtung gesehen hinteren Ende am Rückteil und an ihrem vorderen Ende zumindest während des anfänglichen Ausziehens des Bügelbretts am Auszugsteil abgestützt sein. Beim Ausziehen unterstützt und erleichtert die zwischen Rückteil und Auszugsteil wirkende Zugfeder die Ausziehbewegung.

[0013] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung dieser Weiterbildung ist das vordere Ende der Zugfeder an einem Ankerelement angeordnet, welches am Rückteil etwa in Auszugsrichtung verschiebbar gehalten und zumindest während des anfänglichen Ausziehens des Bügelbretts mit dem Auszugsteil verrastet ist.

[0014] Damit die Zugfeder nicht auch bei ausgezogenem Bügelbrett fortwährend wirkt, sind Führungen für das Ankerelement vorgesehen, durch die das Ankerelement beim Ausziehen des Bügelbretts aus der Verrastung mit dem Auszugsteil lösbar und bei entgegengesetzter Bewegung des Bügelbretts in die Verrastung mit dem Auszugsteil führbar ist. Z.B. kann das Ankerelement schwenkbar gelagert sein und über die Führungen entsprechend in die oder aus der Verrastung verschwenkt werden.

[0015] In weiterer Ausgestaltung ist am Rückteil ein beim Ausziehen des Bügelbretts ausfahrender Stützträger für das Vorderteil angelenkt, an dem das hintere Ende der Zugfeder abgestützt und in dem das Ankerelement geführt ist.

[0016] Die Erfindung betrifft in einem weiteren Aspekt auch ein Bügelbrett mit einer Auflagefläche. Um die thermische Ausdehnung der sich beim Bügeln ebenfalls erwärmenden Auflagefläche geringzuhalten, sind als Auflagefläche bereits metallische Streckgitter mit rautenförmigen Öffnungen bekannt. Allerdings können sich auch diese Streckgitter bei Erwärmung noch so ausdehnen, daß sich eine unerwünschte wellenförmige Auflage- bzw. Bügelfläche ausbilden kann.

[0017] Der Erfindung liegt daher auch die Aufgabe zugrunde, bei einem Bügelbrett die thermische Ausdehnung seiner Auflagefläche möglichst geringzuhalten.

[0018] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Auflagefläche des Bügelbretts mit einem Lochmuster versehen ist, das in Längs- und Querrichtung abwechselnd sich etwa längs und quer erstreckende erste und zweite Aussparungen aufweist.

[0019] Durch diese Aussparungen ist die thermische Ausdehnung jeweils nur auf die kurzen Abschnitt zwischen zwei benachbarten Aussparungen beschränkt, so daß eine Erwärmung der Auflagefläche nicht zu ihrer Ausdehnung insgesamt führt, sondern innerhalb der Auflagefläche durch Ausdehnung der kurzen Abschnitte in die Aussparungen hinein aufgenommen wird. Die Aussparungen sind geometrisch möglichst derart aufeinander abgestimmt, daß in keiner Richtung in der Auflagefläche eine durchgehende gerade Verbindungslinie ohne Unterbrechung durch Aussparungen vorhanden ist. Ein solches Lochmuster kann besonders einfach als Endlosblech gefertigt werden, aus dem dann die eigentliche Bügelfläche zugeschnitten wird.

[0020] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind in Längsrichtung der Auflagefläche benachbarte erste bzw. zweite Aussparungen in Querrichtung jeweils zueinander versetzt angeordnet, um die thermische Ausdehnung der Auflagefläche möglichst in jeder Richtung wirkungsvoll zu unterbrechen.

[0021] Als weitere vorteilhafte Ausführungsform ist vorgesehen, daß benachbarte erste bzw. zweite Aussparungen jeweils durch dritte Aussparungen, vorzugsweise runde Löcher, voneinander getrennt sind.

[0022] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der Erfindung.

[0023] Es zeigt:
Fig. 1
ein erstes Ausführungsbeispiel eines ausziehbaren Bügelbretts in einer bereits etwas ausgezogenen Stellung in einer abgebrochenen Seitenansicht;
Fig. 2
eine Darstellung nach Fig. 1 in einer weiter ausgezogenen mittleren Stellung;
Fig. 3
eine Darstellung nach Fig. 1 in vollständig ausgezogener oberer Arbeitsstellung;
Fig. 4
ein zweites Ausführungsbeispiel eines ausziehbaren Bügelbretts in einer der Fig. 1 entsprechenden Stellung in geschnittener Ansicht;
Fig. 5
eine Darstellung nach Fig. 4 in einer der Fig. 2 entsprechenden mittleren Stellung; und
Fig. 6
eine abgebrochene Ansicht von oben auf die Auflagefläche des Bügelbretts in seinem vorderen Bereich.


[0024] Die Arbeitsfläche des in der Zeichnung mit 1 bezeichneten Bügelbretts besteht aus einem Rückteil 2 und einem Vorderteil 3, die durch ein Schwenkscharnier 4 miteinander verbunden sind, so daß das Vorderteil 3, wie die Fign. 1 bis 3 zeigen, auf das Rückteil 2 aufgeklappt werden kann. Das zusammengeklappte Bügelbrett kann aus seiner Einbaulage innerhalb einer Schublade (nicht gezeigt) in Pfeilrichtung 5 herausgezogen werden. Dazu dient ein aus Teleskopschienen 6, 7 und 8 bestehendes Auszugsteil 9. Am Rückteil 2 ist das vordere Ende einer Haltestange 10 befestigt, deren hinteres freies Ende hakenförmig ausgebildet ist.

[0025] Durch Ziehen an der vorderen Teleskopschiene 8 fahren die Teleskopschienen 6, 7 und 8 aus, bis das hintere Ende der Haltestange 10 an einem an der hinteren Teleskopschiene 6 befindlichen Zapfen 11 anschlägt (Fig. 1). Dann zieht die Haltestange 10 die gesamte an den Teleskopschienen 6, 7 und 8 gelagerte Anordnung nach hinten, wodurch sich zwei am Rückteil 2 schwenkbar angelenkte Parallelogrammlenkerpaare 12 und 13 in Richtung des Pfeils 14 aufrichten. Die Parallelogrammlenker 12, 13 sind jeweils über Schwenkgelenke 15, 16 an der vorderen Teleskopschiene 8 und über Schwenkgelenke 17, 18 am Rückteil 2 befestigt. Über die in Fig. 2 gezeigte mittlere Stellung nimmt die Anordnung durch weiteres Ausziehen der vorderen Teleskopschiene 8 dann die in Fig. 3 gezeigte obere Arbeitsstellung ein, in der das Rückteil 2 mit seinem hinteren Ende an der Vorderkante einer Arbeitsplatte (nicht dargestellt) anschlägt.

[0026] Um das Verschwenken der Parallelogrammlenker 12, 13 einzuleiten bzw. zu unterstützen, ist an der Unterseite des Rückteils 2 ein nach unten ragendes Keilelement 19 mit einer entgegen der Auszugsrichtung 5 gerichteten, konkav gekrümmten Steuerkurve 20 vorgesehen. In Auszugsrichtung 5 hinter dem Keilelement 19 ist an der vorderen Teleskopschiene 8 ein nach oben ragendes bügelförmiges Auflaufelement 21 vorgesehen, auf das das Keilelement 19 beim Ausziehen mit seiner Steuerkurve 20 aufläuft, wenn die Haltestange 10 am Zapfen 11 anschlägt. Durch Auflaufen des Keilelements 19 auf das Auflaufelement 21 wird die Anordnung in Schwenkrichtung 14 hochgeschwenkt und um etwa 60 bis 80 mm angehoben, wodurch nun die an den Parallelogrammlenkern 12, 13 wirkenden Hebelverhältnisse derart sind, daß die weitere Auszugsbewegung allein mit Hilfe der Parallelogrammlenker 12, 13 einfach und leicht weiter in eine Bewegung in Schwenkrichtung 14 umgesetzt werden kann.

[0027] Wie die Fign. 2 und 3 zeigen, ist am Rückteil 2 ein Stützträger 22 verschiebbar gelagert, dessen vorderes Ende als Stütze für das umgeklappte Vorderteil 3 dient. Beim Ausziehen des Bügelbretts 1 (Auszugsrichtung 5) wird ein an der vorderen Teleskopschiene 8 bei 23 und an dem Stützträger 22 bei 24 angelenkter Schubarm 25 entgegen der Schwenkrichtung 14, d.h. entgegengesetzt zu den Parallelogrammlenkern 12, 13 geschwenkt und schiebt den Stützträger 22 in Auszugsrichtung 5 über das Rückteil 2 nach vorne vor.

[0028] In Fig. 3 ist das Bügelbrett 1 in seiner oberen Arbeitsstellung gezeigt, und es ist zu erkennen, daß das Keilelement 19 mit seiner Steuerkurve 20 lediglich anfänglich mit dem Auflaufelement 21 unterstützend zusammengewirkt hat.

[0029] Weiterhin ist am Schwenkscharnier 4 bei 39 ein Ärmelbrett 40 schwenkbar gelagert, das bei auf das Rückteil 2 aufgeklapptem Vorderteil 3 im Uhrzeigersinn aufgeschwenkt werden kann, bis eine Stütze 41 auf dem Stützträger 22 aufliegt (Figur 3). Die Oberseiten von Vorderteil 3 und Ärmelbrett 40 bilden eine ebene Auflagefläche. Wenn dagegen das Vorderteil 3 im Uhrzeigersinn geschwenkt wird, verschwenkt das Schwenkscharnier um 42, wodurch sich das Vorderteil um die Länge des Schwenkscharniers 4 in Auszugsrichtung 5 verlängert. Dadurch wird die Stütze 41 aus dem Bereich des Stützträgers 22 entfernt, und das Vorderteil 3 liegt direkt auf dem Stützträger 22 auf, so daß Rückteil 2 und Vorderteil 3 eine ebene Auflagefläche bilden.

[0030] In den Fign. 4 und 5 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines ausziehbaren Bügelbretts 1 gezeigt, bei dem zusätzlich eine die Auszugsbewegung unterstützende Zugfeder 26 vorgesehen ist. Dazu ist die Zugfeder 26 an ihrem hinteren Ende am Rückteil 2 und an ihrem vorderen Ende an einem Ankerelement 27 befestigt, welches im Stützträger 22 in Auszugsrichtung 5 verschiebbar geführt ist. In der in Fig. 4 gezeigten unteren Ruhestellung des Bügelbretts 1 ist die Zugfeder 26 gespannt, wobei das Ankerelement 27 mit einem unteren Absatz 28 einen Vorsprung der vorderen Teleskopschiene 8 verrastend hintergreift. Dadurch ist das Rückteil 2 gegenüber der vorderen Teleskopschiene 8 vorgespannt, so daß die zum Ausziehen und Aufschwenken des Bügelbretts 1 in Richtung 5 bzw. 14 aufzubringende Kraft gegenüber der Ausführungsform nach den Fign. 1 bis 3 verringert ist.

[0031] Beim weiteren Ausziehen läuft das Ankerelement 27 mit seiner unteren schrägen Vorderfläche 29 an einer schrägen unteren Führung 30 des Rückteils 2 auf, wodurch es entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Das Ankerelement 27 wird aus der Verrastung mit der vorderen Teleskopschiene 8 gelöst und durch die untere Führung 30 noch weiter verschwenkt, bis es mit einem oberen Absatz 31 einen Führungswinkel 32 des Rückteils 2 für den Stützträger 22 verrastend hintergreift. Zu diesem Zeitpunkt ist die Zugfeder 26 im wesentlichen entspannt.

[0032] Beim Einfahren des Bügelbretts 1 von der in Fig. 5 gezeigten Stellung zurück in die Stellung nach Fig. 4 läuft eine obere Führung 33 am einfahrenden Stützträger 22 auf eine obere schräge Vorderfläche 34 des Ankerelements 27 auf. Dieses wird dadurch im Uhrzeigersinn verschwenkt und aus der Verrastung mit dem Führungswinkel 32 gelöst und weiter verschwenkt, bis es in der unteren Ruhestellung der Fig. 4 mit seinem unteren Absatz 28 wieder den Vorsprung der vorderen Teleskopschiene 8 hintergreift. In dieser Stellung ist die Zugfeder 26 wieder gespannt.

[0033] Fig. 6 zeigt die Auflagefläche 35 des Bügelbretts 1 im vorderem Bereich des Vorderteils 3. Die Auflagefläche 35 ist mit einem Lochmuster versehen, das in Längs- und Querrichtung abwechselnd sich längs und quer erstreckende erste und zweite Aussparungen 36 und 37 in Form von Langlöchern aufweist. In Längsrichtung der Auflagefläche 35 sind benachbarte erste Aussparungen 36 bzw. zweite Aussparungen 37 in Querrichtung jeweils zueinander versetzt angeordnet. Außerdem sind benachbarte erste Aussparungen 36 bzw. zweite Aussparungen 37 jeweils durch dritte, als runde Löcher ausgestaltete Aussparungen 38 voneinander getrennt.

[0034] Durch diese Aussparungen 36, 37 und 38 ist die thermische Ausdehnung der Auflagefläche 35 jeweils nur auf die kurzen Abschnitt zwischen zwei benachbarten Aussparungen beschränkt, so daß eine Erwärmung der Auflagefläche 35 nicht zu ihrer Ausdehnung insgesamt führt, sondern innerhalb der Auflagefläche durch Ausdehnung der kurzen Abschnitte in die Aussparungen hinein aufgenommen wird. Die Aussparungen 36, 37 und 38 sind geometrisch derart aufeinander abgestimmt, daß in der Auflagefläche 35 in keiner Richtung eine durchgehende gerade Verbindungslinie ohne Unterbrechung durch Aussparungen vorhanden ist.


Ansprüche

1. Ausziehbares Bügelbrett (1), mit einem auf ein Rückteil (2) aufklappbaren Vorderteil (3), wobei das Rückteil (2) über mindestens ein Parallelogrammlenkerpaar (12, 13) von einer unteren Ruhestellung in eine obere Arbeitsstellung schwenkbar an einem in einer Führung verschiebbar gelagerten Auszugsteil (9) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Auszugsteil (9) oder am Rückteil (2) eine Steuerkurve (20) und am jeweils anderen Teil (2; 9) ein das Rückteil (2) beim Ausziehen des Bügelbretts (1) zumindest anfänglich durch Auflaufen auf die Steuerkurve (20) anhebendes Auflaufelement (21) vorgesehen sind.
 
2. Bügelbrett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurve (20), in Auszugsrichtung (5) gesehen, schräg zur Auszugsrichtung (5) verläuft.
 
3. Bügelbrett nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurve (20) durch eine Schrägfläche eines am Rückteil (2) angeordneten Keilelements (19) gebildet ist.
 
4. Bügelbrett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflaufelement (21) ein am Auszugsteil (9) angeordnetes, in die Bewegungsbahn der Steuerkurve (20) eingreifendes Bügelelement ist.
 
5. Bügelbrett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest nach seinem Anheben durch das Auflaufelement (21) das Rückteil (2) durch ein Halteelement in Auszugsrichtung (5) zurückgehalten ist.
 
6. Bügelbrett nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement eine einenends mit dem Auszugsteil (9) und andernends mit dem Rückteil (2) in Verbindung stehende Haltestange (10) ist.
 
7. Bügelbrett nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückteil (2) zumindest während des anfänglichen Ausziehens des Bügelbretts (1) in Richtung auf seine obere Arbeitsstellung beaufschlagt, insbesondere federbeaufschlagt ist.
 
8. Bügelbrett nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zugfeder (26) an ihrem in Auszugsrichtung (5) gesehen hinteren Ende am Rückteil (2) und an ihrem vorderen Ende zumindest während des anfänglichen Ausziehens des Bügelbretts (1) am Auszugsteil (9) abgestützt ist.
 
9. Bügelbrett nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Ende der Zugfeder (26) an einem Ankerelement (27) angeordnet ist, welches am Rückteil (2) etwa in Auszugsrichtung (5) verschiebbar gehalten und zumindest während des anfänglichen Ausziehens des Bügelbretts (1) mit dem Auszugsteil (9) verrastet ist.
 
10. Bügelbrett nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß Führungen (30, 33) für das Ankerelement (27) vorgesehen sind, durch die das Ankerelement (27) beim Ausziehen des Bügelbretts (1) aus der Verrastung mit dem Auszugsteil (9) lösbar und bei entgegengesetzter Bewegung des Bügelbretts (1) in die Verrastung mit dem Auszugsteil (9) führbar ist.
 
11. Bügelbrett nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß am Rückteil (2) ein beim Ausziehen des Bügelbretts (1) ausfahrender Stützträger (22) für das Vorderteil (3) angelenkt ist, an dem das hintere Ende der Zugfeder (26) abgestützt und in dem das Ankerelement (27) geführt ist.
 
12. Bügelbrett (1) mit einer Auflagefläche (35), insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (35) des Bügelbretts (1) mit einem Lochmuster versehen ist, das in Längs- und Querrichtung abwechselnd sich etwa längs und quer erstreckende erste und zweite Aussparungen (36, 37) aufweist.
 
13. Bügelbrett nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß in Längsrichtung der Auflagefläche (35) benachbarte erste bzw. zweite Aussparungen (36; 37) in Querrichtung jeweils zueinander versetzt angeordnet sind.
 
14. Bügelbrett nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte erste bzw. zweite Aussparungen (36; 37) jeweils durch dritte Aussparungen (38) voneinander getrennt sind.
 




Zeichnung






















Recherchenbericht