[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungsgegenstände für Räume, wie Regale, Möbel
sowie Türen etc.
[0002] Üblicherweise werden für Möbel, Türen etc. Bauplatten aus Metall, Holz oder Kunststoff
eingesetzt, die schallhart ausgebildet sind, d. h. fast keine den Schall dämpfenden,
akustischen Eigenschaften aufweisen. Um eine Dämpfung des Schalls im Raum zu erhalten,
werden dann an Decken oder Wänden Platten befestigt, die schalldämpfende Eigenschaften
aufweisen. Derartige schallschluckende Bauplatten sind beispielsweise aus der EP-B
0 023 618 bekannt. Diese Bauplatten haben einen Strömungswiderstand, der zwischen
10 und 1000 Rayl liegt.
[0003] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, Einrichtungsgegenstände der eingangs
genannten Art für Räume vorzuschlagen, die gleichfalls gute schalldämpfende Eigenschaften
aufweisen und dennoch gefällig im Aussehen sind.
[0004] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Die erfindungsgemäßen Einrichtungsgegenstände werden somit zumindest auf ihrer Vorderseite
aus schallschluckenden Bauplatten hergestellt, so daß Türen, Möbel, Regale etc. selber
gute schalldämpfende Eigenschaften aufweisen. Als Bauplatten können entweder Spanplatten
verwendet werden, die eine mikroporöse Oberfläche oder entsprechende Bohrungen aufweisen
oder aber Metallplatten, die mit Bohrungen versehen sind. Sowohl die Spanplatten wie
auch die Metallplatten können mit einem mikroporösen Lack überzogen werden, der die
Bohrungen verdeckt und eine einheitliche Oberfläche schafft. Sofern Spanplatten verwendet
werden, muß für einen verstärkten Randbereich gesorgt werden, der entweder durch einen
Rahmen aus härterem Material oder aber durch Tränken des Randbereiches der Spanplatten
mit Harz oder Kunststoff erhalten werden kann.
[0006] Diese aus schalldämpfenden Material hergestellten Möbel, Türen, Regale etc. dämpfen
den Schall im Raum erheblich, so daß auf eine teure Nachrüstung von Decken- oder Wandbereichen
mit schalldämpfenden Platten verzichtet werden kann. Dies ist vor allem dann vorteilhaft,
wenn die schlechte akustische Eigenschaft eines Raumes erst nachträglich verbessert
werden soll.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel ist im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben,
in dieser zeigen:
- Fig. 1
- einen Schrank aus schalldämpfenden Bauplatten und
- Fig. 2
- einen Schnitt durch eine schalldämpfende Bauplatte gemäß Fig. 1.
[0008] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht einen Schrank gemäß der Erfindung. Dieser
Schrank besteht in üblicher Art und Weise aus einem umlaufenden Rahmenteil 8, einer
Rückwand sowie zwei Fronttüren 2. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die beiden Fronttüren
aus schalldämpfenden Bauplatten 2 hergestellt, wobei Fig. 2 einen Schnitt durch eine
Bauplatte zeigt, die für einen derartigen Schrank einsetzbar ist. Diese Bauplatte
besteht aus einem Lochblech, das an seinen Seiten nach innen zweifach abgekantet ist,
so daß der Rand eine bestimmte Höhe aufweist und einen nach innen weisenden Ansatz
hat. In diesen Innenraum wird eine mit Bohrungen versehene Bauplatte, beispielsweise
eine Spanplatte eingelegt, deren Sichtseite nach außen weist. Diese Spanplatte kann
auf ihrer Außenseite mit einem mikroporösen Lack, einem Vlies oder einem Stoff bespannt
sein, d. h. einem Material, welches luftdurchlässig ist, so daß in der mikroporösen
Schicht der Spanplatte die Schallenergie abgebaut werden kann. Um hier die Schalldämmung
zu verbessern, ist die auf der Rückseite der Spanplatte angeordnete Metallplatte mit
Bohrungen versehen, so daß die Schallenergie in das Innere des Schrankes eintreten
und hier weiter abgebaut werden kann.
[0009] Die Metallplatte dient hier für die Spanplatte zum einen als Rückwand und zum anderen
als Kantenschutz, so daß Beschädigungen der zumindest mikroporös ausgebildeten Spanplatte
vermieden wird.
[0010] Falls dies gewünscht wird, können nicht nur die Türen des Schrankes mit schallschluckenden
Bauplatten versehen sein, sondern auch die Seitenwände und gegebenenfalls auch die
Rückwand. Letzteres ist dann von Vorteil, wenn der Schrank freistehend im Raum aufgestellt
werden soll. Grundsätzlich können auch Türen, Regale etc. in gleicher Art und Weise
aufgebaut sein.
1. Einrichtungsgegenstände für Räume wie Regale, Möbel sowie Türen etc., dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtungsgegenstände (1) aus Bauplatten aus schallschluckendem Material
mit einer offenporigen und/oder gelochten Oberfläche (3) bestehen, deren umlaufende
Ränder (4) mit vergleichsweise hoher Festigkeit ausgebildet sind.
2. Einrichtungsgegenstände nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauplatte
(2) allseitig mit einem Umleimer versehen ist.
3. Einrichtungsgegenstände nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauplatte
(2) im Randbereich mit einem Harz oder Kunststoff getränkt ist.
4. Einrichtungsgegenstände nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauplatte
(2) mit einem umlaufenden Rahmen (4) eingefaßt ist.
5. Einrichtungsgegenstände nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bauplatte (2) aus einer Holzspanplatte besteht.
6. Einrichtungsgegenstände nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche (3) mit einem Vlies, einem mikroporösen Lack oder einem Stoff kaschiert
ist.
7. Einrichtungsgegenstände nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bauplatte (2) aus einem Lochblech besteht, dessen Oberfläche mit einem mikroporösen
Lack versehen ist.
8. Einrichtungsgegenstände nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bauplatte (2) aus einem Lochblech besteht und mit einer Schallschluckschicht
hinterlegt ist.
9. Einrichtungsgegenstände nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückseite
(6) der Bauplatte (2) verstrebt oder mittels einer Platte (5) verschlossen ist.
10. Einrichtungsgegenstände nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (5)
mikroporös oder mit Bohrungen (7) versehen ist.