[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Tisch- oder Abdeckplatte gemäß dem Oberbegriff
des Hauptanspruches.
[0002] Eine gattungsbildende Anordnung ist in dem DE 91 04 302 U1 beschrieben. Dieser bekannten
Anordnung liegt die Aufgabe zugrunde, die Festlegung der Arbeitsplatte dadurch zu
erreichen, daß Rahmenelemente eingesetzt werden, die einfach im Aufbau sind, leicht
und bequem und einfach mit einer einzigen Operation zusammengebaut werden können und
die auch ein leichtes Auseinandernehmen gestatten, so daß ein Lösen von der Arbeitsplatte
leicht möglich ist, wodurch gleichzeitig ein Recycling des Kunststoffanteiles dieser
Arbeitsplatte und des Holzanteiles dieser Arbeitsplatte getrennt möglich ist.
[0003] Bei der Einrichtung gemäß dem DE 91 04 302 U1 greifen vom Außenrahmen nach innen
vorstehende Haken mit ihren vorstehenden Hakennasen unter entsprechende Kanten des
Innenrahmens, und zwar etwa in halber Höhe der Gesamthöhe des Innenrahmens. Es ist
kein offenes Hakenmaul vorgesehen, das wirksam mit dem Innenrahmen zusammenarbeitet.
Die Hakennasen bilden dabei vorspringende Rastvorsprünge, die die Unterkante der entsprechenden
stufenförmigen Ausnehmung des Innenrahmens untergreifen. Außerdem sind über die Länge
der Randseiten des Außenrahmens gesehen im Abstand voneinander angeordnete und vom
oberen Randvorsprung nach unten vorstehende Rastnasen vorgesehen, die hinter eine
entsprechende Ausnehmung am oberen Ende des vertikalen Schenkels des Innenrahmens
greifen, so daß der Außenrahmen auch hier im oberen Bereich arretiert wird.
[0004] Die bekannte Einrichtung ist dadurch, daß die unteren Randkanten von Innenrahmen
und Außenrahmen nicht miteinander fixiert sind, nicht sehr stabil ausgebildet und
benötigt daher zur Herstellung der erforderlichen Stabilität Versteifungsstreben,
die sich über die ganze Fläche des durch den Außen- und Innenrahmen eingeschlossenen
Raumes ziehen und dadurch natürlich die Abdeckplatte erheblich verteuern.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, die gattungsbildende
Einrichtung dahingehend zu verbessern, daß die Stabilität des Rahmens verbessert wird,
so daß die Festlegung der Platte besser gesichert ist und trotzdem gewährleistet ist,
daß ein getrenntes Entsorgen der verschiedenen Werkstoffe möglich ist, wobei gleichzeitig
aber die Rahmen die erforderliche Stabilität ohne Zusatzhilfsmittel aufweisen.
[0006] Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Lehre des Hauptanspruches
gelöst.
[0007] Mit anderen Worten ausgedrückt wird vorgeschlagen, daß die den Rahmen bildenden beiden
Bauteile, nämlich der Außenrahmen und der Innenrahmen, miteinander verrastet werden,
wobei der Außenrahmen mit Haken in und über den Innenrahmen greift. Dabei stützt sich
der Innenrahmen auch auf Nasen ab, die vom Außenrahmen vorstehen und im oberen Bereich
greift der Außenrahmen vor den Innenrahmen, so daß dadurch im wesentlichen eine rohrförmige
Rahmenkonstruktion aus zwei Rahmenprofilen geschaffen wird, die eine sehr hohe Stabilität
aufweist.
[0008] Außerdem sind über die Länge der Randseiten des Innenrahmens gesehen Federzungen
vorgesehen, die im zusammengebauten Zustand von Innenrahmen und Außenrahmen die vertikalen
Randkanten der Arbeitsplatte federnd beaufschlagen, so daß stets ein gewisser Druck
von allen vier Seiten auf die Arbeitsplatte ausgeübt wird oder - falls die Arbeitsplatte
rund sein sollte - über den den ganzen Umfang verteilt diese Druckwirkung herbeigeführt
wird. Diese Federteile können gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung als Federzungen
materialeinheitlich aus dem Werkstoff des Innenrahmens ausgeformt sein.
[0009] Die feuchtigkeitsempfindlichen, vertikalen Randkanten der Arbeitsplatte sind mit
einer die Randkanten gegen Feuchtigkeit schützenden Beschichtung versehen, wobei vorzugsweise
ein doppelseitig wirkendes Dichtband, das als Klebeband ausgebildet ist, eingesetzt
wird. Ein solches Klebeband kann beim Entsorgen der Arbeitsplatte leicht von der üblicherweise
aus Holz bestehenden Arbeitsplatte entfernt werden, so daß einmal reine Kunststoffteile
für das Recycling anfallen, die Arbeitsplatte beispielsweise der Verbrennung zugeführt
werden kann und das Klebeband ebenfalls getrennt entsorgt werden kann.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen erläutert.
Die Zeichnungen zeigen dabei in
- Fig. 1
- eine Innenansicht in den Außenrahmen von unten gesehen, in
- Fig. 2
- eine Innenansicht des Innenrahmens von oben gesehen, in
- Fig. 3
- einen Schnitt durch den ineinandergesetzten Innen- und Außenrahmen im Bereich des
am Innenrahmen innen angeordneten Hakens, in
- Fig. 4
- einen Schnitt durch den ineinandergesetzten Innen- und Außenrahmen im Bereich des
Federelementes, in
- Fig. 5
- einen Schnitt durch den ineinandergesetzten Innenrahmen und Außenrahmen im Bereich
der oberen Verrastung zwischen Innen- und Außenrahmen.
[0011] In Fig. 1 ist schaubildlich und von unten innen hineingesehen ein Außenrahmen 1 dargestellt
und es sind die nach innen vorspringenden Haken 3 sowie die unterhalb der nach innen
vorspringenden Haken 3 vorgesehenen Rastvorsprünge 4 erkennbar. Im oberen Bereich
des Rahmens ist der Randvorsprung 11 erkennbar, der Rastnasen 7 trägt, die im Abstand
von dem vertikalen Schenkel 15 des Rahmens 1 angeordnet sind, wobei der so gebildete,
hinter der Rastnase 7 vorhandene Freiraum z. B. der Materialstärke des hier aufzunehmenden
vertikalen Schenkels des Innenrahmens entsprechen kann.
[0012] In Fig. 2 ist der Innenrahmen 2 dargestellt und es sind die für die Haken 3 des Außenrahmens
bestimmten Öffnungen 8 erkennbar, die in der Randkante 12 des Außenrahmens 1 ausgenommen
sind. Im oberen Bereich der vertikalen Schenkel 16 sind Rastnischen 6 für die Rastnasen
7 des Außenrahmens 1 vorgesehen, so daß der hinter der Rastnase 7 und dem vertikalen
Schenkel 15 gebildete Raum kleiner ist als die Wandstärke des vertikalen Schenkels
16 des Innenrahmens 2.
[0013] Weiterhin sind in Fig. 2 Federzungen 18 erkennbar, die nach innen hin federnd wirken.
Mit 9 ist die umlaufende Plattenauflage bezeichnet, die zur Halterung der in den nachfolgenden
Figuren deutlicher erkennbaren Arbeitsplatte 5 dienen.
[0014] In Fig. 3 ist erkennbar, daß der Außenrahmen 1 über einen Randvorsprung 11 die Arbeitsplatte
5 im Randbereich übergreift. Im unteren Bereich weist der Außenrahmen 1 über die Länge
des Rahmens gesehen verteilt angeordnet Haken 3 auf, die durch die in Fig. 2 erkennbaren
Öffnungen des Innenrahmens 2 greifen, wobei das Hakenmaul 14 nach unten gerichtet
ist, so daß die unterhalb der Öffnung befindliche Randkante 12 des vertikalen Schenkels
16 des Innenrahmens 2 festgehalten wird. Weiterhin ist die Plattenauflage 9 erkennbar
und mit dem Bezugszeichen 8 ist auch in Fig. 3 die Öffnung für den Haken 3 bezeichnet.
[0015] Fig. 4 zeigt deutlicher das Federelement 18, das an der vertikalen Randkante der
Arbeitsplatte 5 anliegt, und zwar umlaufend, so daß die Arbeitsplatte 5 allseitig
mit Druck beaufschlagt wird.
[0016] Weiterhin zeigt Fig. 4, daß die untere Kante des vertikalen Schenkels 16 auf einem
Rastvorsprung 4 aufsteht, der auch in Fig. 1 erkennbar ist, so daß im Zusammenwirken
mit dem nach unten offenen Hakenmaul 14 des Hakens 3 hier der vertikale Schenkel 16
des Innenrahmens 2 sowohl nach oben wie auch nach unten gesichert wird.
[0017] Schließlich zeigt Fig. 5 eine nach unten vom oberen Randvorsprung 11 vorspringende
Rastnase 7, die vom oberen Ende des vertikalen Schenkels 16 des Innenrahmens 2 hintergriffen
wird, wodurch auch in diesem Bereich eine ausreichende Verrastung erfolgt.
[0018] In Fig. 3 ist mit dem Bezugszeichen 17 eine Beschichtung bezeichnet, die vorzugsweise
gemäß der Erfindung aus einem doppeltwirkenden Klebeband besteht, das also nicht nur
die Aufgabe hat, die vertikale Randkante der Arbeitsplatte 5 zu schützen, sondern
auch eine Festlegung im Bereich der Federzungen 18 bewirkt.
[0019] Zusammenfassend ist festzustellen, daß eine Verrastung erzielt wird, mit der der
Außenrahmen 1 über Haken 3 am Innenrahmen 2 festgelegt wird, der Innenrahmen 2 sich
auf Rastvorsprüngen 4 des Außenrahmens 1 abstützt, der Außenrahmen 1 dem oberen Bereich
über Nasen 7 hinter den Innenrahmen greift, so daß eine rohrförmige Rahmenkonstruktion
geschaffen wird, die aus zwei Rahmenprofilen gebildet wird und eine hohe Stabilität
besitzt.
1. Tisch- oder Abdeckplatte für Arbeitstische, Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen,
Kühlvorrichtungen, Kühlschränke od dgl., die eine Arbeitsplatte (5) aufweist, die
in einem am Umfang vorgesehenen, umlaufenden Rahmen (1, 2) angeordnet und in diesem
festgehalten ist, wobei der Rahmen aus zwei aus Kunststoffwerkstoff gespritzten bzw.
gepreßten und durch Schnapp- oder Rastverbindung miteinander verbundenen Rahmenteilen,
nämlich einem Außenrahmen (1) und einem Innenrahmen (2) besteht, von denen der Innenrahmen
(2) eine nach innen gerichtete, umlaufende Plattenauflage (9) besitzt, auf der die
Arbeitsplatte (5) aufliegt und der Außenrahmen (1) einen nach innen gerichteten Randvorsprung
(11) besitzt, der am Umfangsrand auf der Oberseite der Arbeitsplatte (5) aufliegt,
wobei über die Länge der Randseiten des Außenrahmens (1) gesehen im Abstand voneinander
angeordnete, vom Außenrahmen (1) nach innen vorspringende Haken (3) vorgesehen sind,
die in Öffnungen (8) eines vertikalen Schenkels (16) des Innenrahmens (2) eingreifen
und über die Länge der Randseiten des Außenrahmens (1) gesehen im Abstand voneinander
angeordnete und vom Randvorsprung (11) nach unten vorstehende Rastnasen (7) im Abstand
von der Innenseite des vertikalen Schenkels (15) des Außenrahmens (1) vorgesehen sind,
die hinter eine obere Kante des vertikalen Schenkels (16) des Innenrahmens (2) greifen.
dadurch gekennzeichnet,
a) daß das nach unten offene Hakenmaul (14) des Hakens (3) eine im unteren Randbereich
des vertikalen Schenkels (16) des Innenrahmens vorgesehene Randkante (12) übergreift,
b) daß über die Länge der Randseiten des Außenrahmens (1) gesehen im unteren Bereich
des vertikalen Schenkels (15) im Abstand voneinander angeordnete, vom Schenkel (15)
des Außenrahmens (1) nach innen vorspringende Rastvorsprünge (4) vorgesehen sind,
die die untere Kante des vertikalen Schenkels (16) des Innenrahmens (2) untergreifen.
2. Tisch- oder Abdeckplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über die Länge der Randseiten des Innenrahmens (2) gesehen, Federzungen (18)
vorgesehen sind, die im zusammengebauten Zustand von Innenrahmen (2) und Außenrahmen
(1) die vertikalen Randkanten der Arbeitsplatte (5) federnd beaufschlagen.
3. Tisch- oder Abdeckplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Federzungen (18) materialeinheitlich aus dem Werkstoff des Innenrahmens
(2) ausgeformt sind.
4. Tisch- oder Arbeitsplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen Randkanten der Arbeitsplatte (5) mit einer die Randkanten gegen
Feuchtigkeit schützenden Beschichtung (17) versehen sind.
5. Tisch- oder Arbeitsplatte nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch ein doppelseitig beschichtetes Dichtband als Beschichtung (17), das gleichzeitig
als Klebeband ausgebildet ist.